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Entscheid

RRB Nr. 605/2014

Fachstelle für Schulbeurteilung, Jahresbericht 2012/2013, Kenntnisnahme

21. Mai 2014Deutsch4 min

Source zh.ch

Fachstelle für Schulbeurteilung, Jahresbericht 2012/2013, Kenntnisnahme

Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 21. Mai 2014

605. Fachstelle für Schulbeurteilung (Jahresbericht 2012/2013)

Erwägungen

1. Ausgangslage Gemäss § 48 des Volksschulgesetzes vom 7. Februar 2005 (VSG) über- prüft die Fachstelle für Schulbeurteilung mindestens alle fünf Jahre die Qualität der Schulen in pädagogischer und organisatorischer Hinsicht. Sie erstattet der Schule und der Schulpflege Bericht. Gemäss § 49 VSG erstattet die Fachstelle dem Regierungsrat jährlich einen Gesamtbericht über den Stand der Schulen. Die Gesamtbeurteilung stützt sich auf die Auswertung der Einzelschulberichte sowie der Daten aus den schrift- lichen Umfragen. Der vorliegende sechste Gesamtbericht 2012/2013 be- zieht sich auf das zweite Jahr des zweiten Beurteilungszyklus. Der Bil- dungsrat hat den Gesamtbericht an seiner Sitzung vom 5. Mai 2014 zur Kenntnis genommen.

2. Zusammenfassende Ergebnisse Die im Berichtsjahr besuchten Schulen wurden im Schuljahr 2008/ 2009 zum ersten Mal evaluiert. Im Vergleich mit der Erstevaluation zeigt sich eine konstant hohe Qualität in den Qualitätsbereichen Schulgemein- schaft, Klassenführung und Unterrichtsstruktur (vgl. Abbildung). In den Bereichen Elternzusammenarbeit und Beurteilung der Schülerleistun- gen ist der Anteil Schulen, die als «gut» oder «sehr gut» beurteilt wurden, deutlich höher als in der Erstevaluation. Stark gestiegen ist der Anteil der als «gut» beurteilten Schulen im Be- reich individuelle Lernbegleitung. In diesen drei Bereichen berichteten die Evaluationsfachpersonen am häufigsten von Fortschritten einzelner Schulen gegenüber der Vorevaluation. Im Bereich Qualitätssicherung und -entwicklung hingegen stagnieren viele Schulen oder haben in ihren Anstrengungen, die Qualität von Schule und Unterricht systematisch zu bearbeiten, nachgelassen. Im Bereich der Schulführung stagniert vor allem die Qualität der pädagogischen Führung und des Projektmanage- ments. Die schulinterne Zusammenarbeit hat jedoch durch die Verstär- kung der Führungsrolle der Schulleitungen an Qualität gewonnen.

In vier Jahren kann sich die Qualität einer Schule erheblich verändern. Über alle Schulen und Qualitätsbereiche hinweg zeigt sich eine positive Entwicklung. Vergleicht man die Qualitätsausprägungen der einzelnen Schulen in der Erst- und der Zweitevaluation, so finden sich Schulen, die fast in allen Bereichen eine deutlich höhere Qualität aufwiesen und auch in der Beurteilung der Anspruchsgruppen meist deutlich höhere Werte erzielten. Anderseits fanden sich aber auch Schulen, die in der Erstevaluation in den meisten Bereichen als «gut» beurteilt wurden und nun in der Zweitevaluation diesen Ansprüchen nicht mehr genügen konnten. In beiden Kategorien finden sich Schulen, die zu den beiden Evaluationszeitpunkten durch die gleiche Schulleitung geführt wurden, wie auch Schulen, die in der Zwischenzeit einen Schulleitungswechsel zu verzeichnen hatten. Eine systematische Erklärung der grösseren Quali- tätsveränderungen lässt sich nicht finden; die Gründe liegen in schul- spezifischen Bedingungen und Ereignissen. Zentrale Aufgabe der externen Evaluation ist es, Wissen über die Qua- lität einer Schule zu gewinnen. Dieses kann von der Schule selber ge- nutzt werden, um eigenständig Entwicklungsprozesse anzustossen. Es dient aber auch der Rechenschaftslegung gegenüber den Gemeinden, dem Kanton und der Öffentlichkeit. Drittens dient die externe Evaluation der Kommunikation und der Orientierung der Schulen an den Quali- tätskriterien. In der Fachdiskussion über die Wirkungen der externen Evaluation sind die Erwartungen hinsichtlich der Förderung der Qualitäts- entwicklung gegenüber den anderen Funktionen etwas zurückgenom- men worden. Erste Untersuchungen zeigen, dass aufsichtsrechtlich aus- gerichtete Evaluationen weniger anregend wirken. Das Zürcher Modell der externen Evaluation ist hingegen stark kooperativ ausgerichtet und

geht auf spezifische Fragestellungen der Schulen ein. Die Ergebnisse der Zweitevaluationen und die Rückmeldungen der Schulleitungen zeigen, dass so Impulse ausgelöst werden können, die zu messbaren Qualitäts- verbesserungen führen.

Dispositiv

Auf Antrag der Bildungsdirektion beschliesst der Regierungsrat:

I. Vom Gesamtbericht der Fachstelle für Schulbeurteilung über die Evaluationen des Schuljahres 2012/2013 wird Kenntnis genommen.

II. Mitteilung an die Fachstelle für Schulbeurteilung, die Mitglieder des Regierungsrates sowie an die Bildungsdirektion.

Vor dem Regierungsrat Der Staatsschreiber:

Husi

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