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Entscheid

RRB Nr. 778/2012

Projektanträge im Rahmen des Standardprozesses der Immobilienverordnung, 2. Quartal 2012, Freigabe

11. Juli 2012Deutsch15 min

Source zh.ch

Projektanträge im Rahmen des Standardprozesses der Immobilienverordnung, 2. Quartal 2012, Freigabe

Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 11. Juli 2012

778. Projektanträge der Bildungsdirektion im Rahmen des Standardprozesses der Immobilienverordnung, 2. Quartal 2012

A. Standardprozess Nettoinvestitionen Hochbau Die Immobilienverordnung vom 24. Januar 2007 (ImV) regelt die Planung und Steuerung des Bestandes und der Nutzung der Betriebs- liegenschaften des Kantons, die Abwicklung von Nettoinvestitionen im Hochbau, die solche Liegenschaften betreffen, und die Bewirtschaftung der Liegenschaften (§ 1 ImV). Für die Abwicklung von Investitionspro- jekten im Hochbau gilt der Standardprozess, wie er in den §§ 8 ff. ImV beschrieben ist. Die vorliegenden Projektanträge halten die Ergebnisse der Projektskizzenprüfung und der Nutzwertanalyse fest. Die gegen- wärtige Gewichtung der Kriterien der Nutzwertanalyse wurde mit RRB Nr. 336/2011 festgelegt. Stimmt der Regierungsrat den Projektanträgen zu, werden die Pro- jekte für die nachfolgende Phase des Standardprozesses freigegeben. Über die weitere Entwicklung der Projekte wird gemäss Zuständigkeit nach dem allgemeinen Finanzhaushaltsrecht im Rahmen von Ausgaben- bewilligungen entschieden.

B. Projektanträge Gemäss § 15 ImV entscheidet der Regierungsrat über die Projektan- träge von Projekten der Klasse 1 und 2. Damit werden diese Vorhaben für die nächste Phase des Standardprozesses (Vorstudie) freigegeben. In der Phase Vorstudie wird das Projekt weiterentwickelt. In einzelnen Fällen (insbesondere bei Kleinvorhaben und Ersatzinvestitionen) ist die Phase Vorstudie weder erforderlich noch zweckmässig. Dann wird das Vorhaben direkt für die Phase Projektierung freigegeben. In dieser Phase wird das Projekt zur Baureife entwickelt. Sämtliche nachstehend aufgeführten Projektanträge haben die vorgängige Nutzwertanalyse ge- mäss § 12 ImV mit einem genügend hohen Nutzwert abgeschlossen. Der Nutzwert bildet die Grundlage für die Ermittlung der Realisierungsrei- henfolge. Die aufgeführten Nettoinvestitionssummen zu den einzelnen Projekten sind als erste, der aktuellen Phase entsprechende, Kosten- annahmen zu interpretieren.

Tabelle 1: Projektanträge Investitionsvorhaben Klasse 1 gemäss § 10 Abs. 1 lit. a ImV Objekt Projekt Realisierung Nettoinvestitionen Hochbau davon Projektierung Vorstudie Nutzer Schule Fr. Fr. Fr.

1.1 Mittelschulen: Gesamtinstandsetzung 2017–2028 152 000 000 500 000 Zürich, Rämistrasse 56–58 (Schätzung) Mittelschul- und Kantonsschulen Rämibühl Berufsbildungsamt

1.2 Zürich Universität: Ersatzneubau Pestalozzistrasse 10 2017–2020 130 000 000 700 000 Plattenstrasse 11–15, (1. Etappe) (Schätzung) Pestalozzistrasse 10; Zentrum für Zahn- Instandsetzung Hochhaus 2020–2022 medizin ZZM Plattenstrasse 11 (2. Etappe) Hochschulamt

Tabelle 2: Projektanträge Investitionsvorhaben Klasse 2 gemäss § 10 Abs. 1 lit. b ImV Objekt Projekt Realisierung Nettoinvestitionen Hochbau davon Projektierung Vorstudie Nutzer Schule Fr. Fr. Fr.

2.1 Mittelschulen: Ersatz Lüftungsanlage 2013 741 000 110 000 Zürich, Rämistrasse 58 Turnhallen 1–3 Mittelschul- und Mathematisch-Naturwissen- Berufsbildungsamt schaftliches Gymnasium Rämibühl

2.2 Mittelschulen: Instandsetzung Treppenturm 2014–2015 400 000 50 000 10 000 Wetzikon, Bühlstrasse 36 Haupttrakt Mittelschul- und Kantonsschule Zürcher Oberland, Berufsbildungsamt Wetzikon

2.3 Mittelschulen: Bauliche Anpassungen 2013 360 000 50 000 Zürich, Goldbrunnenstrasse 80 Lehrerbereich Mittelschul- und Kantonsschule Wiedikon, –3– Berufsbildungsamt Zürich

2.4 Mittelschulen: Anpassungen Singsaal, Behinderten- 2013 800 000 84 000 Küsnacht, Dorfstrasse 30 gerechtigkeit und Instandsetzungen Mittelschul- und Hauptgebäude Berufsbildungsamt Kantonsschule Küsnacht, Johannitergebäude

1. Projektanträge Investitionsvorhaben Klasse 1 gemäss § 10 Abs. 1 lit. a ImV

1.1 Kantonsschulen Rämibühl, Zürich, Gesamtsanierung Ausgangslage Die Schulanlage Rämibühl liegt oberhalb des Kunsthauses inmitten einer Parkanlage. Die Gebäude wurden 1971 bezogen. Die Anlage um- fasst das Literargymnasium (LG) und Realgymnasium (RG), die in demselben Gebäude untergebracht sind, sowie das Mathematisch-Natur- wissenschaftliche Gymnasium (MNG). Von allen drei Schulen gemein- sam genutzt werden die Mensa, das Naturwissenschaftsgebäude, die Aula und die Turnhallen. Im Laufe der Zeit wurden bereits einzelne Bereiche saniert und den Anforderungen der Nutzenden angepasst. Aufgrund des Alters der Gebäude stehen jedoch in den kommenden Jahren ver- schiedene bauliche und betriebliche Massnahmen an. Zu diesem Zweck wurde am 28. Februar 2011 beim Hochbauamt des Kantons Zürich eine umfassende Zustandsanalyse in Auftrag gegeben. Die ausserhalb des Areals liegenden Turnhallen an der Rämistrasse 80 sind zwar in einem sanierungsbedürftigen Zustand, werden aber in den Planungsperimeter des Masterplans Universität integriert. Aus diesem Grund wurden diese aus der Zustandsanalyse ausgeklammert. Dasselbe gilt für die Liegen- schaft an der Plattenstrasse 52, die für den Instrumentalunterricht ver- wendet wird, und im Februar 2013 durch die Mietliegenschaft am Zelt- weg 21a abgelöst wird. Ein Planungsteam hat eine Analyse der auf dem Areal der Kantons- schulen Rämibühl liegenden Gebäude durchgeführt. Die Ergebnisse liegen seit dem 30. März 2012 vor. Neben den Instandsetzungs- und Erneuerungsmassnahmen sind darin ein längerfristiger Terminplan, ein mögliches Umsetzungsprogramm und eine Grobkostenprognose ent- halten. Projektziele Die Zustandsanalyse des Hochbauamtes vom 30. März 2012 hatte zum Ziel, Massnahmen zur Instandsetzung der bestehenden Gebäude unter baulichen, technischen und denkmalpflegerischen Aspekten fest- zulegen. Dabei stehen die Interessen der Nutzenden im Vordergrund. Änderungen wie Neubauten oder räumliche Anpassungen waren nicht Gegenstand der Untersuchungen. Jeder Fachbereich hat den aktuellen Zustand der Schule analysiert und systematisch dokumentiert. Dabei konnten in fast allen Punkten konkrete Massnahmen formuliert wer- den. Daneben wird empfohlen, einige Themen in der weiteren Planung zu vertiefen oder bei vereinzelten, dringlichen Mängeln Sofortmassnah- men zu ergreifen. Weiter wird eine Etappierung der Bauarbeiten vorge-

schlagen, um die zwingende Auslagerung des Unterrichts in Provisorien in der unmittelbaren Umgebung zu ermöglichen. Die ermittelten Kosten und Termine berücksichtigen sowohl die Sanierung der bestehenden Gebäude als auch den Bau von allenfalls benötigten Provisorien für den Schulbetrieb während der Bauzeit. Gemäss der vorliegenden Zustandsanalyse können die meisten Bau- elemente erhalten und erneuert werden, einzelne müssen ersetzt wer- den, einzelne sind in einem guten Zustand, sodass keine Massnahmen notwendig werden. Ob die Aluminiumfassade der Gebäude wärme- technisch saniert oder vollständig ersetzt werden muss, kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht festgestellt werden. Aus diesem Grund sind wei- tere Abklärungen notwendig. Neben einer Sanierung der Gesamtanlage der Kantonsschulen Rämi- bühl sind gleichzeitig Anpassungen an die heutigen Anforderungen durchzuführen. Dazu soll eine Vorstudie durchgeführt werden, welche die Sanierungsmassnahmen, Kosten und Termine genauer umschreibt und die Organisation des Planerwahlverfahrens festlegt. Zusätzlich soll dabei auch die Provisoriumssituation während der Bauzeit geprüft werden. Nutzwertanalyse Die Grobkosten für eine Gesamtinstandsetzung werden auf rund 152 Mio. Franken geschätzt. Diese Angaben beziehen sich auf die wert- erhaltenden Massnahmen und umfassen keine betrieblichen Anpassun- gen. Die Bausubstanz wird entsprechend den heutigen Auflagen der Baubehörden und betrieblichen Anforderungen saniert und kann somit langfristig erhalten und genutzt werden. Teils sich widersprechende be- hördliche Anforderungen (Denkmalpflege und Brandschutz) und die Unklarheit betreffend Art und Dauer der Provisorien bilden ein Kos- ten- und Terminrisiko, weshalb diese Punkte anhand einer Vorstudie abzuklären sind. Tabelle 3: Termine Phase Vorstudie Projektierung Realisierung Jahre 2013–2014 2014–2016 frühestens ab 2017

Tabelle 4: Investitionen 2012 2013 2014 2015 2016 Total Vorstudien in Franken – 300 000 200 000 – – 500 000 Investitionskosten in Franken – – 2 000 000 3 000 000 15 000 000 152 000 000

Mit der Vorstudie soll die Notwendigkeit von betrieblichen Anpassun- gen genauer geprüft werden. Auch sollen für die Durchführung des Un- terrichts an den drei Gymnasien Rämibühl während der Bauarbeiten Lösungen erarbeitet werden. Weiter soll ein Planerwahlverfahren für die Umsetzung der Gesamtsanierung durchgeführt werden. Für die Vorstudienphase wird für diese verschiedenen Abklärungen mit einem Aufwand von gesamthaft Fr. 500 000 gerechnet. Die Kosten gehen zulas- ten der Erfolgsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 7301, Mittelschulen. Das Projekt ist im RRB Nr. 353/2012 Nettoinvestitionen Hochbau, Realisierungsreihenfolge für den Konsolidierten Entwicklungs- und Finanzplan (KEF) 2013–2016 nicht vorgesehen. Die Finanzierung des Projektes ist durch Verschieben anderer Projekte innerhalb der Leis- tungsgruppe Nr. 7301, Mittelschulen, sicherzustellen.

1.2 Universität Zürich, Zentrum für Zahnmedizin (ZZM), Ersatzneubau und Instandsetzung Ausgangslage Die Unterbringung des ZZM am Zürichberg südlich des Universi- tätsspitals ist durch verschiedene neue und für ihre zahntechnischen Nutzungen gut geeignete Gebäudeteile gekennzeichnet. Das Gebäude ZUI-A-Quertrakt (Plattenstrasse 11) von 1961 wurde 1998 bis 2001 um- fassend instandgesetzt. Das Gebäude PLF-Glashaus (Plattenstrasse 15) ist ein Erweiterungsbau aus dem Jahr 2000. In einer breit abgestützten Arbeitsgruppe wurden unter Berücksichtigung der betrieblichen Wei- terentwicklung des ZZM und der Optimierung von Nutzflächen zu diesen Flächen ein Ersatzneubau an der Pestalozzistrasse 10 und die grundlegende Instandsetzung des Hochhauses als zukunftsweisend er- achtet. Damit ergibt sich ein Gesamtflächenbedarf beim ZZM von rund 12 000 m2 Nutzfläche. Projektziele In einem nächsten Schritt sind Vorabklärungen für den Planerwett- bewerb erforderlich. Es handelt sich dabei um eine Machbarkeitsstudie über mögliche Nutzflächen, Aussagen zu Zeitbedarf und Kosten sowie statische, architektonische und feuerpolizeiliche Vorgaben zur Instand- setzung des Hochhauses. Im Anschluss daran wird der Projektwett- bewerb durchgeführt. Die Projektierungsphase ist ab 2015 vorgesehen. Innerhalb der Vorabklärungen muss bei der Instandsetzung des Hoch- hauses ein Raumersatz sichergestellt werden, der allenfalls in Kombina- tion mit weiteren Bauvorhaben der Universität im Zentrum genutzt werden kann.

Nutzwertanalyse Die Grobkosten werden auf rund 130 Mio. Franken geschätzt. Die umschriebenen Massnahmen mit Erweiterungsbau bedingen, bei nutz- flächengleicher Instandsetzung des Hochhauses und unter Berücksich- tigung der zusätzlich erforderlichen Mehrflächen, eine rund zweiein- halbfache Nutzfläche des heute bestehenden Altbaus an der Pestalozzi- strasse 10. Mit der Neugestaltung und Zusammenlegung der Klinikbe- reiche können optimale Strukturen für Arbeitsabläufe, Materialflüsse und Personal- bzw. Patientenwege innerhalb der einzelnen Kliniken geschaffen werden. Tabelle 5: Termine Phase Vorstudie Projektierung Realisierung Jahre 2012–2013 2014–2016 2017–2022

Tabelle 6: Vorstudien/Investitionen 2012 2013 2014 2015 2016 Total Vorstudien in Franken 200 000 500 000 – – – 700 000 Investitionskosten in Franken – – 2 000 000 3 000 000 5 000 000 130 000 000 Um die Investitionskosten genauer abzuschätzen, soll eine Vorstudie die baulichen Massnahmen und den Investitionsbedarf festlegen. Für die Vorstudienphase mit Machbarkeitsstudie und Projektwettbewerb wird mit einem Aufwand von rund Fr. 700 000 gerechnet. Die Ausgabe für die Phase Vorstudie von rund Fr. 700 000 geht zulasten der Erfolgs- rechnung der Leistungsgruppe Nr. 7401, Universität. Das Projekt ist im RRB Nr. 353/2012 Nettoinvestitionen Hochbau, Realisierungsreihen- folge für den Konsolidierten Entwicklungs- und Finanzplan (KEF) 2013– 2016 mit Fr. 10 000 000 enthalten.

2. Projektanträge Investitionsvorhaben Klasse 2 gemäss § 10 Abs. 1 lit. b ImV

2.1 Mathematisch-Naturwissenschaftliches Gymnasium Rämibühl, Zürich, Ersatz Lüftungsanlage Turnhallen 1–3 Ausgangslage Die Lüftungsanlage der drei Turnhallen des Mathematisch-Naturwis- senschaftlichen Gymnasiums Rämibühl wurde 1969 gebaut. Die Anlage ist sanierungsbedürftig und verbraucht im Vergleich zu heutigen Anla- gen viel Energie. Da die Mechanik der Frischluftklappen in den Turn- hallen nicht mehr funktioniert, kann die Anlage nicht mit Umluft be- trieben werden. Die direkt nach aussen führenden Luftklappen sind

mechanisch defekt und stehen auch im Winter offen, was zu einem erhöhten Energieverbrauch führt. Die Ersatzteile der Anlage sind zu- nehmend schwierig zu beschaffen und einige Komponenten können nicht mehr ersetzt werden. Insgesamt entstehen hohe Unterhalts- und Reparaturkosten. Projektziele Die bestehende Anlage soll durch eine neue Lüftungsanlage ersetzt werden, die als Zu- und Abluftanlage für den Hygiene-Luftwechsel funktionieren soll. Zusätzlich soll sie über eine Filtrierung und Wärme- rückgewinnung verfügen. Die Frischluftklappen im Dach sollen ge- schlossen werden. Nutzwertanalyse Durch den Ersatz der Lüftungsanlage und Einbau von Wärmerück- gewinnung können die Turnhallen langfristig genutzt werden. Die neue Lüftungsanlage kann während und nach der geplanten Sanierung der gesamten Schulanlage Rämibühl weiter betrieben werden. Mit dieser Vorinvestition können die Unterhalts- und Reparaturkosten gesenkt werden und die Energiekosten bis zur Gesamtsanierung der Schulanla- ge verringert werden. Tabelle 7: Termine Phase Vorstudie Projektierung Realisierung Jahre 2012 2013 2013

Tabelle 8: Investitionen 2012 2013 2014 2015 2016 Total Investitionskosten in Franken – 741 000 – – – 741 000 Die Kosten für den Ersatz der Lüftungsanlage und Einbau von Wär- merückgewinnung belaufen sich gemäss Schätzung des Hochbauamts vom 27. Februar 2012 auf rund Fr. 741 000. Die Ausgabe für die Phase Projektierung von rund Fr. 110 000 geht zulasten der Investitionsrech- nung der Leistungsgruppe Nr. 7301, Mittelschulen. Sie gilt als Vorleis- tung für eine Ausgabenbewilligung. Das Projekt ist im RRB Nr. 353/ 2012 Nettoinvestitionen Hochbau, Realisierungsreihenfolge für den Kon- solidierten Entwicklungs- und Finanzplan (KEF) 2013–2016 nicht vor- gesehen. Die Finanzierung des Projektes ist durch Verschieben anderer Projekte innerhalb der Leistungsgruppe Nr. 7301, Mittelschulen, sicher- zustellen.

2.2 Kantonsschule Zürcher Oberland, Wetzikon, Instandsetzung Treppenturm Haupttrakt Ausgangslage Der Treppenturm im Haupttrakt, die dazugehörigen WC-Anlagen und das Observatorium im Dach der Kantonsschule Zürcher Oberland Wetzikon befinden sich in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Der Turm besitzt weder eine Aussenisolation noch eine Lüftung. Zudem tritt an einigen Stellen Schimmel auf. Der genaue Umfang der notwen- digen baulichen Eingriffe ist anhand einer Analyse eingehend zu prüfen. Projektziele Der Treppenturm soll isoliert und abgedichtet werden. Dafür ist eine Zustandsanalyse notwendig, die beim Hochbauamt in Auftrag gegeben werden soll. Anhand dieser Analyse werden die Massnahmen definiert und der Zeitrahmen der Sanierung festgelegt. Nutzwertanalyse Die Bausubstanz soll saniert und damit die Werterhaltung des Trep- penturms sichergestellt werden. Der Umfang des Projektes ist noch nicht genau abschätzbar und die Investitionen können deshalb nur geschätzt werden. Tabelle 9: Termine Phase Vorstudie Projektierung Realisierung Jahre 2012 2014–2015 2015

Tabelle 10: Vorstudien/Investitionen 2012 2013 2014 2015 2016 Total Vorstudien in Franken 10 000 – – – – 10 000 Investitionskosten in Franken – – 40 000 360 000 – 400 000 Die Kosten für eine vorgängige bauliche Abklärung belaufen sich nach Angaben des Hochbauamtes vom 6. März 2012 auf Fr. 10 000. Für die Gesamtsanierung des Treppenturms werden gemäss Schätzung des Architekten Investitionen von rund Fr. 400 000 erwartet. Die Ausgabe für die Phase Vorstudie von rund Fr. 10 000 geht zulasten der Erfolgs- rechnung der Leistungsgruppe Nr. 7301, Mittelschulen. Das Projekt ist im RRB Nr. 353/2012 Nettoinvestitionen Hochbau, Realisierungsrei- henfolge für den Konsolidierten Entwicklungs- und Finanzplan (KEF) 2013–2016 nicht vorgesehen. Die Finanzierung des Projektes ist durch Verschieben anderer Projekte innerhalb der Leistungsgruppe Nr. 7301, Mittelschulen, sicherzustellen.

2.3 Kantonsschule Wiedikon, Zürich, Bauliche Anpassungen Lehrerbereich, Goldbrunnenstrasse 80 Ausgangslage Im Erdgeschoss des Schulhauses Goldbrunnenstrasse befinden sich das Lehrerzimmer, die Lehrerarbeitsplätze sowie ein Vorzimmer mit Kochnische und Postfächern für Lehrpersonen. In allen drei Räumen (Lehrerzimmer, Lehrerarbeitszimmer und Vorzimmer) wurden vor mehr als 20 Jahren Teppichböden verlegt, die abgenutzt und verschmutzt sind. Zusätzlich löst sich bei den Postfächern für die Lehrpersonen das Kunst- stofffurnier. Die Küchenzeile ist in einem schlechten Zustand. Hinzu kommt die Beleuchtung in den erwähnten Räumen, die veraltet ist und dadurch viel Energie benötigt. Projektziele Die alten Teppichböden sollen durch einen Linoleumboden ersetzt werden. Die Küchenzeile wird erneuert und neu im Lehrerzimmer an- geordnet. Damit möglichst viele Lehrpersonen gleichzeitig den Lehrer- arbeitsraum für Vorbereitungen nutzen können, ist die Möblierung zu verbessern. Zusätzlich ist die Beleuchtung gemäss dem heutigen Stan- dard anzupassen. Nutzwertanalyse Durch die baulichen Optimierungen wird der Lehrerbereich moder- nisiert; er wird künftig besser und intensiver genutzt werden können. Bei der Beleuchtung lassen sich energetische Verbesserungen erzielen und somit auch die Betriebskosten senken. Tabelle 11: Termine Phase Vorstudie Projektierung Realisierung Jahre – 2012–2013 2013

Tabelle 12: Investitionen 2012 2013 2014 2015 2016 Total Investitionskosten in Franken 20 000 340 000 – – – 360 000 Die Grobkostenschätzung des Hochbauamtes vom 30. März 2012 für die baulichen Anpassungen des Lehrerbereichs beträgt rund Fr. 360 000. Die Ausgabe für die Phase Projektierung von rund Fr. 50 000 geht zulas- ten der Investitionsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 7301, Mittelschu- len. Sie gilt als Vorleistung für eine Ausgabenbewilligung und ist in den Investitionskosten enthalten. Das Projekt ist im RRB Nr. 353/2012 Netto- investitionen Hochbau, Realisierungsreihenfolge für den Konsolidier- ten Entwicklungs- und Finanzplan (KEF) 2013–2016 nicht vorgesehen. Die Finanzierung des Projektes ist durch Verschieben anderer Projekte innerhalb der Leistungsgruppe Nr. 7301, Mittelschulen, sicherzustellen.

2.4 Kantonsschule Küsnacht, Johannitergebäude, Anpassungen Singsaal, Behindertengerechtigkeit und diverse Instandsetzungen Ausgangslage Das Johannitergebäude mit einem Singsaal bildet das Hauptgebäude der Kantonsschule Küsnacht. 1988 wurde das Gebäude restauriert und gleichzeitig wurde die Haustechnik erneuert. Der Singsaal dient der Fach- schaft Musik als Unterrichtsraum und übernimmt die Aulafunktion für vielseitige Anlässe. Da das Johannitergebäude aus dem 14. Jahrhundert stammt, ist die Wärmeisolation im Singsaal ungenügend und die akus- tischen Bedingungen sind unbefriedigend. Zudem ist der Zugang zum Singsaal und den Chemiezimmern in den oberen Geschossen nicht be- hindertengerecht ausgestaltet. Die Lösungsansätze für die behinderten- gerechten Anpassungen wurden bereits in einer Machbarkeitsstudie von 2010 aufgezeigt. Das Haupttreppenhaus im Johannitergebäude ist in einem schlechten Zustand und muss saniert werden. Handlungsbe- darf besteht auch im Bereich des bröckelnden Sandsteinsockels an der Aussenfassade und den Fensterläden, die ersetzt werden müssen. Projektziele Ziel des Projektes ist die Werterhaltung des Johanniterhauses. Gleich- zeitig werden die Funktionalität und Nutzbarkeit des Singsaals verbes- sert. Die Unterhaltskosten und der Energieverbrauch sollen langfristig gesenkt werden. Zusätzlich soll der Zugang zum Singsaal und den Che- miezimmern künftig gehbehinderten Personen ermöglicht werden. Nutzwertanalyse Durch die Behindertengerechtigkeit wird der Zugang zur Aula und den Chemiezimmern für alle ermöglicht. Aufgrund der Verbesserung der Akustik und den behindertengerechten Massnahmen sind die Aula und Chemiezimmer besser nutzbar. Weiter führen die Anpassungen an der Haustechnik und die verbesserte Wärmeisolation zu Energieein- sparungen. Auch werden die Unterhaltskosten des Gebäudes durch diese baulichen Massnahmen verringert. Die Investitionskosten liegen in einer ersten Schätzung vor, müssen jedoch mit den Fachleuten und vom Hochbauamt überprüft werden. Tabelle 13: Termine Phase Vorstudie Projektierung Realisierung Jahre – 2012–2013 2013

Tabelle 14: Investitionen 2012 2013 2014 2015 2016 Total Investitionskosten in Franken 30 000 770 000 – – – 800 000

Die Kosten für die Umsetzung der baulichen Massnahmen sind zum jetzigen Zeitpunkt auf rund Fr. 800 000 geschätzt worden. Die Projektie- rungskosten werden vom Hochbauamt auf Fr. 84 000 geschätzt. Die Ausgabe für die Phase Projektierung von rund Fr. 84 000 geht zulasten der Investitionsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 7301, Mittelschulen. Sie gilt als Vorleistung für eine Ausgabenbewilligung und ist in den In- vestitionskosten enthalten. Das Projekt ist im RRB Nr. 353/2012 Netto- investitionen Hochbau, Realisierungsreihenfolge für den Konsolidier- ten Entwicklungs- und Finanzplan (KEF) 2013–2016 vorgesehen.

Auf Antrag der Bildungsdirektion und der Baudirektion beschliesst der Regierungsrat: I. Folgende Projektanträge werden genehmigt und freigegeben für:

1. die Phase Vorstudie: Gesamtinstandsetzung, Kantonsschulen Rämi- bühl, Zürich,

2. die Phase Vorstudie: Zentrum für Zahnmedizin (ZZM), Universität Zürich, Ersatzneubau und Instandsetzung,

3. die Phase Projektierung: Ersatz Lüftungsanlage Turnhallen 1–3, Ma- thematisch-Naturwissenschaftliches Gymnasium Rämibühl, Zürich,

4. die Phase Vorstudie: Instandsetzung Treppenturm Haupttrakt, Kan- tonsschule Zürcher Oberland, Wetzikon,

5. die Phase Projektierung: Bauliche Anpassungen Lehrerbereich, Kan- tonsschule Wiedikon, Zürich,

6. die Phase Projektierung: Anpassungen Singsaal, Behindertengerech- tigkeit und diverse Instandsetzungen, Johannitergebäude, Kantons- schule Küsnacht, Küsnacht. II. Mitteilung an die Finanzdirektion, die Baudirektion und die Bil- dungsdirektion.

Vor dem Regierungsrat Der Staatsschreiber:

Husi