Lexipedia

Entscheid

RRB Nr. 841/2013

Lotteriefonds, Allgemeine Fondsmittel, Beiträge 2013, 4. Serie

10. Juli 2013Deutsch13 min

Source zh.ch

Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 10. Juli 2013

841. Lotteriefonds des Kantons Zürich (Allgemeine Fondsmittel, Beiträge 2013, 4. Serie) Gemäss § 61 Abs. 3 des Gesetzes über Controlling und Rechnungslegung (CRG) kann der Regierungsrat in eigener Zuständigkeit aus den allge- meinen Mitteln des Lotteriefonds pro Jahr Beiträge bis 10 Mio. Franken bewilligen. Der einzelne Beitrag darf dabei Fr. 500 000 nicht überstei- gen. Zulasten dieses Gesamtbetrages sind im laufenden Jahr Beiträge von insgesamt Fr. 8 636 400 bewilligt worden. Da mit RRB Nr. 1503/2007 zugunsten der Staatskanzlei (Konto «Staatsbeiträge an Kongresse, Ver- anstaltungen usw.») jährlich ein Beitrag von Fr. 200 000 bewilligt wird, stehen dem Regierungsrat zulasten der Quote 2013 somit insgesamt noch Fr. 1 163 600 zur Verfügung. Die Finanzdirektion beantragt im Einvernehmen mit den zuständigen Fachdirektionen im Rahmen einer 4. Serie 2013 die folgenden Beitrags- leistungen aus dem Lotteriefonds:

1. Produktion einer Multimediaschau Bereich Kultur Gesuchstellende Gottfried Keller-Gesellschaft: Die Organisation Organisationen bezweckt, das Andenken an Gottfried Keller durch eine Gedenkstätte in Zürich und durch Ausstellungen wachzuhalten. Zunft Hottingen: Die Zunft will die geschicht- liche Überlieferung der Zünfte Zürichs erhal- ten und fördern. Projektrahmen Die gesuchstellenden Organisationen bilden die Trägerschaft der im Dezember 2012 am Cent- ral eröffneten Dauerausstellung zu Werk und Leben von Gottfried Keller. Diese soll mit einer Multimediaschau ergänzt werden, die es den Besuchenden erlaubt, vertieft Einblick in Gott- fried Kellers Leben und Werk zu erhalten. Projektinhalt Auf zwei PC-Stationen mit Touchscreen wer- den Interviews, Texte, Bilder und Grafiken ge- zeigt. Die Videosequenzen und Interviews wei- sen eine Länge von insgesamt rund einer Stunde auf. Die Ausstellung und die Multimediaschau sind an Werktagen zu den üblichen Arbeitszei- ten zugänglich.

Kosten Fr. 83 000 Gewünschter Betrag Fr. 35 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistungen betragen Fr. 18 000. Die Stadt Zürich hat einen Beitrag von Fr. 30 000 zugesichert. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die geplante Multimediaschau wertet die bestehende Ausstellung auf, zumal dadurch Leben und Werk von Gottfried Kel- ler auch einer jüngeren Generation auf an- schauliche Weise nähergebracht werden kann. Bewilligter Betrag Fr. 35 000

2. Buchprojekt «Tram und Trolley in Winterthur» Bereich Kultur Gesuchstellende Stiftung Industriekultur: Die 1979 gegründete Organisation Stiftung dient unter anderem der Förderung von Projekten aus dem Bereich Industriekul- tur und Verkehrsgeschichte. Projektrahmen Im Dezember 2013 können die Winterthurer Verkehrsbetriebe das Jubiläum 75 Jahre Trolley- bus begehen. Aus diesem Grund beabsichtigt die Stiftung Industriekultur eine Publikation über die Geschichte der Winterthurer Ver- kehrsbetriebe herauszugeben. Autor ist der Winterthurer Industriearchäologe Dr. Hans- Peter Bärtschi. Projektinhalt Das Buch dokumentiert die Entwicklung der Verkehrsbetriebe vom Schützenfest-Tramom- nibus 1895 über das Rietertram bis zur Einbin- dung der Verkehrsbetriebe in das regionale Bus- und S-Bahn-Netz. Die Publikation erscheint im Prellbock-Verlag, Krattigen, und umfasst rund 160 Seiten mit zahlreichen Abbildungen. Die Auflage beträgt 1800 Exemplare. Angestrebt wird ein Verkaufspreis von Fr. 48. Kosten Fr. 51 500 Gewünschter Betrag Fr. 11 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 5000. Die Ein- nahmen aus dem Publikationsverkauf und Werbung sind mit Fr. 18 500 veranschlagt. Die Stadt Winterthur hat zugesichert, Bücher für Fr. 6000 zu erwerben. Der Restbetrag von Fr. 22 000 muss durch Dritte gedeckt werden.

Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Mit der erstmaligen Aufarbei- tung der Geschichte der Verkehrsbetriebe Win- terthur wird für die interessierte Bevölkerung ein Stück Zürcher Verkehrsgeschichte greifbar. Bewilligter Betrag Fr. 11 000 Auflagen Die Gewährung des Beitrages ist an die Aufla- ge gebunden, dass dem Kanton Zürich gratis zehn Belegexemplare zugestellt werden.

3. Publikation «Das Fülscher» Bereich Kultur Gesuchstellende Arbeitsgruppe «Das Fülscher», Aarau: Seit Organisation mehreren Jahren bereitet die Arbeitsgruppe eine Neuausgabe des einst weitverbreiteten Kochbuches vor (Erstausgabe 1923). Projektrahmen Elisabeth Fülscher (1885–1970), aufgewach- sen in Winterthur, arbeitete in der Kochschule von Anna Widmer in Zürich. Von A. Widmer stammt auch die erste Ausgabe des Koch- buches (1923). Nach deren Tod entwickelte E. Fülscher das Handbuch weiter und gab es unter ihrem Namen heraus. Zwischen 1934 und 1966 überarbeitete sie es fünfmal und prägte mit ihrer Publikation den Koch- und Ernährungsstil in Zürich und Umgebung. 1984 erschien eine letzte Auflage. Das Buch gilt nicht nur als Standardwerk der Schweizer Küche, sondern auch als ein Stück Schweizer Kulturerbe. Projektinhalt Eine Neuauflage des Buches erscheint im Ver- lag hier+jetzt in Baden. Sie umfasst 736 Seiten mit etwa 480 Illustrationen. In kurzen Textein- schüben wird auf die kulturgeschichtliche Be- deutung und auf praktische Gesichtspunkte des Kochens und Essens in der Schweiz hin- gewiesen. Im Kochbuch werden auch die klas- sischen Zürcher Gerichte dokumentiert. Die Auflage beträgt 3000 Exemplare. Als Ergän- zung zum Buch wird eine Online-Rezeptsamm- lung entwickelt und dem Publikum zugänglich gemacht.

Kosten Fr. 179 000 Gewünschter Betrag Fr. 15 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistungen betragen Fr. 10 700. Die Einnahmen aus dem Verkauf sind mit rund Fr. 60 000 budgetiert. Der Kanton Aargau hat eine Unterstützung von Fr. 35 000 zugesagt. Von den Städten Aarau, Zürich und Winter- thur wird ein Beitrag von insgesamt Fr. 11 000 erwartet. Der offene Restbetrag muss durch Dritte gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Der inhaltliche Bezug zum Kan- ton Zürich ist gegeben aufgrund der Biografie von Elisabeth Fülscher und aufgrund der Wir- kung des Kochbuches im Kanton. Bewilligter Betrag Fr. 15 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an die Auf- lage gebunden, dass dem Kanton Zürich gratis 15 Belegexemplare der Publikation zugestellt werden.

4. Staatskanzlei, Auftritt Kanton LUGA 2015 Bereich Volkswirtschaft Gesuchstellende Staatskanzlei des Kantons Zürich Organisation Projektrahmen Der Regierungsrat hat eine Einladung der Messe Luzern AG und des Kantons Luzern zur Teilnahme als Gastkanton an der Zentral- schweizer Erlebnismesse LUGA 2015 ange- nommen. Die Messe dauert vom 24. April bis 3. Mai 2015 und findet in Luzern statt. Die Finanzdirektion wurde beauftragt, die geschätz- ten Kosten für diesen Auftritt im KEF 2012– 2015 einzustellen. Die Verantwortung für die Organisation und Durchführung des kantona- len Auftritts wurden der Staatskanzlei über- tragen. Projektinhalt Im Zentrum des Zürcher Auftritts steht die Sonderschau «Kanton Zürich», in der sich der Kanton auf einer Hallenfläche von rund 800 m2 als Wirtschafts-, Kultur- und Bildungskanton zeigen kann. In diese Schau integriert ist ein Restaurant, das typische Zürcher Speisen und Getränke anbietet. Zusätzlich bespielt der Kan-

ton eine Arena mit Darbietungen zürcherischer Prägung. Hinzu kommt eine Eventbühne, die hauptsächlich der Durchführung des Kantons- tages dient. Die Staatskanzlei nimmt für die Erarbeitung und die Durchführung des Gastauftrittes die Unterstützung einer professionellen Veranstal- tungsagentur in Anspruch. Diese Agentur ge- wann einen im Einladungsverfahren durchge- führten Wettbewerb, mit drei weiteren Betei- ligten. Die Kosten für die nun folgende Ausar- beitung des Feinkonzeptes betragen Fr. 140 000 und werden am vom Kantonsrat noch zu be- willigenden Projektkredit anzurechnen sein. Kosten Fr. 140 000 Gewünschter Betrag Fr. 140 000 Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Der Auftritt als Gastkanton an einer Publikumsmesse bietet eine gute Mög- lichkeit, die Vielgestaltigkeit des Kantons einer breiteren ausserkantonalen Bevölkerung be- kannt zu machen. Bewilligter Betrag Fr. 140 000

5. Publikation «Terra Incognita? Der Treffpunkt Schwarzer Frauen» Bereich Soziales Gesuchstellende Treffpunkt Schwarzer Frauen TPSF: Der TPSF Organisation besteht seit 1993 und engagiert sich für Ratsu- chende, für die Integration und die Gleichstel- lung Schwarzer Frauen. Anlässlich des 20-jähri- gen Jubiläums wurde der Verein «Buchprojekt Treffpunkt Schwarzer Frauen» für die Heraus- gabe einer Publikation gegründet. Projektrahmen Im Buch werden Lebensgeschichten und -wel- ten Schwarzer Frauen in der Schweiz (zum Teil mit Interviews) dargestellt. Zudem wird die im Treffpunkt geleistete Pionierarbeit dokumen- tiert. Projektinhalt Die Publikation wird rund 250 Seiten umfas- sen. Sie ist wissenschaftlich fundiert, aber in an- sprechender Form und leicht lesbar geschrie- ben. Das Buch erscheint im Limmat Verlag in Zürich (Auflage 2000 Exemplare). Der voraus- sichtliche Verkaufspreis beträgt Fr. 38.

Kosten Fr. 119 620 Gewünschter Betrag Fr. 10 000 Übrige Finanzierung Aus dem Verkauf werden netto Fr. 32 512 er- wartet. Die Eigenleistung beträgt Fr. 4800. Die Stadt Zürich hat einen Beitrag von Fr. 10 000 zugesagt. Der offene Restbetrag muss durch Dritte abgedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Der Publikation kommt aus in- tegrations- und gleichstellungspolitischen Grün- den grosse Bedeutung zu. Der Kanton Zürich kann mit der Unterstützung dieses Buchpro- jektes ein deutliches Zeichen für die Wichtig- keit multikultureller Chancengleichheit setzen. Bewilligter Betrag Fr. 10 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an die Auf- lage gebunden, dass der Kanton gratis zehn Belegexemplare erhält.

6. Tonbildschau «Bewegte und bewegende Bilder» Bereich Bildung Gesuchstellende Verein Zunftstadt Zürich: Der 2008 gegründete Organisation Verein bezweckt die Unterstützung von Vor- haben, welche die Darstellung von Zürich als Zunftstadt zum Ziel haben. Der Verein leistet unter anderem Beiträge an die Errichtung und den Betrieb von Ausstellungen. Projektrahmen Seit 2009 zeigt der Verein im Haus zum Turm an der Oberen Zäune eine Ausstellung zur Geschichte der Stadt Zürich und des Zunft- wesens. Die Präsentation ist im Jahr an rund 100 Tagen geöffnet. Die bisherigen Kosten (Erarbeitung/Betrieb) wurden durch Beiträge von Privaten, des Vereins und durch die Ein- trittsgelder gedeckt. Die Ausstellung soll mit einer zusätzlichen Tonbildschau ergänzt wer- den. Projektinhalt Anhand der Biografie von Johann Heinrich Waser (1600–1669), Bürgermeister von Zürich, werden in der rund 15-minütigen Produktion drei Hauptthemen behandelt: Währungskrise von 1622 (Eintritt Wasers in die Zunft), wie wird ein einfacher Zünfter Bürgermeister und

Soldvertrag mit dem Sonnenkönig 1663 (Waser auf dem Höhepunkt seiner Karriere). Die damaligen Herausforderungen werden zudem der heutigen Situation gegenübergestellt. Die Produktion wird auf Deutsch und Englisch hergestellt. Kosten Fr. 250 000 Gewünschter Betrag Fr. 60 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 80 000. Die Stadt Zürich wurde um einen Beitrag von Fr. 60 000 angefragt. Von Sponsoren und Stiftungen wird ein Betrag von Fr. 50 000 erwartet. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Zwar bezieht sich die geplante Ergänzung stark auf die Stadt Zürich. Doch ist dabei zu berücksichtigen, dass eine Unterschei- dung zwischen Kanton und Stadt Zürich in der Zeit vor 1798 im heutigen Sinn nicht möglich ist, zumal nicht in Bezug auf das Zunftwesen. Auf der Landschaft gab es keine Zünfte, zum Regierungssystem des Stadtstaats gehörte, dass, wer sich auf der Landschaft gewerblich betäti- gen wollte, den Segen der städtischen Zünfte brauchte. Auch die politischen und geistlichen Funktionsträger auf der Landschaft wurden alle von der Stadt eingesetzt und waren prak- tisch in allen Fällen selbst zünftig. Bewilligter Betrag Fr. 60 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an die Auf- lage gebunden, dass die Stadt Zürich einen Beitrag in gleicher Höhe spricht.

7. Ausstellung «Vedi Napoli e poi muori – Die Grand Tour der Mönche» Bereich Bildung Gesuchstellende Stiftsarchiv Kanton St. Gallen: Die Bestände Organisation des Archivs reichen bis in die Mitte des 8. Jahr- hunderts zurück und enthalten über 850 Origi- nal-Urkunden aus der Zeit vor dem Jahr 1000. Projektrahmen Das Archiv organisiert alle vier Jahre eine grosse Ausstellung. Die nächste Ausstellung ist der Reisekultur der Benediktiner gewidmet und beruht auf primären Quellen, die teilweise bis ins Frühmittelalter zurückgehen.

Projektinhalt Auch der Kanton Zürich ist von der Ausstel- lung betroffen. Mehrere Zürcher Gemeinden werden in der Ausstellung prominent erwähnt, da sie in der Mitte des 8. und 9. Jahrhunderts Schauplatz oder Gegenstand von Stiftungen an das Kloster St. Gallen waren. Für das Stifts- archiv bedeutet die Ausstellung eine Chance, völlig unbekannte Objekte aus Archiven, Biblio- theken und Museen vorzustellen und so die Reisetätigkeit der Mönche und gleichzeitig die Attraktivität des Südens als Reiseziel zu illustrieren. Es kann davon ausgegangen wer- den, dass die Ausstellung auf grosses Interesse der Öffentlichkeit stossen wird. Kosten Fr. 494 000 Gewünschter Betrag Fr. 10 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung des Stiftsarchivs (Kanton St. Gallen) beträgt Fr. 170 000. Von Stiftungen und Privaten wird ein Beitrag von Fr. 115 000 erwartet. Die Stadt St. Gallen hat einen Bei- trag von Fr. 10 000 zugesichert. Die Unterstüt- zung von Pro Helvetia und neun Kantonen (ohne Zürich) ist mit Fr. 189 000 budgetiert. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Es besteht ein direkter und sub- stanzieller Bezug zum Kanton Zürich, der in der Ausstellung auch zum Ausdruck kommen wird. Bewilligter Betrag Fr. 10 000

8. Projekt «Aufgeweckte Kunst-Geschichten – mit Demenz ins Museum» Bereich Gesundheit Gesuchstellende Zentrum für Gerontologie (ZfG): Das ZfG ist Organisation ein interdisziplinäres und interfakultäres Kom- petenzzentrum der Universität Zürich. Es strebt die Vernetzung, Förderung und Vermittlung von Forschung und Lehre auf allen Gebieten der Alterswissenschaften im In- und Ausland sowie die Entwicklung und Evaluation prakti- scher Altersarbeit an. Das ZfG führt eine Be- ratungsstelle.

Projektrahmen An einer Demenz erkrankt zu sein, führt zu vielen Schwierigkeiten und Herausforderungen bei der von der Demenz betroffenen Person selbst und für ihr Umfeld. Da bei dementen Personen besonders im emotionalen Bereich bedeutsame Fähigkeiten lange bestehen blei- ben (beispielsweise die emotionale Ansprech- barkeit), sind an Demenz Erkrankte in Situa- tionen oder Begegnungen mit emotionaler Bedeutung lange Zeit noch zum Artikulieren fähig. Insbesondere im künstlerischen Bereich stehen vielfältige Möglichkeiten zum indivi- duellen Ausdruck offen. Projektinhalt Das Projekt sieht vor, Menschen mit Demenz und ihre betreuenden Angehörigen ins Kunst- haus Zürich einzuladen und die an Demenz erkrankten Menschen anhand von Kunstgemäl- den sowie durch offene Fragen zum kreativen Geschichtenerfinden anzuregen. Ziele sind die geistige Stimulation und soziale Interaktion in einer akzeptierenden Umwelt und eine posi- tive, emotional nachhaltige Erfahrung der Er- krankten und ihrer pflegenden Angehörigen. Kosten Fr. 270 000 Gewünschter Betrag Fr. 150 000 Übrige Finanzierung Es liegen bereits Beitragszusagen von Fr. 140 000 vor. Somit besteht noch ein offener Finanzie- rungsbedarf von Fr. 130 000. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Mehr als 17 000 Menschen im Kanton Zürich sind dement. Das Projekt ist sinnvoll, weil es bisher kaum gemeinsame An- gebote für Demenzerkrankte und pflegende Angehörige gibt. Das Vorhaben soll auch Ins- titutionen und Gemeinden Anstoss geben, eigene Pilotprojekte zur Verbesserung der De- menzbetreuung durchzuführen. Der Kanton Zürich ist an einer Evaluation der Erfahrun- gen aus diesem Projekt interessiert. Bewilligter Betrag Fr. 130 000

Auf Antrag der Finanzdirektion beschliesst der Regierungsrat: I. Die Finanzdirektion wird ermächtigt, folgende Beiträge zulasten des Lotteriefonds auszurichten (Konto 3636 3 000): in Franken

1. Gottfried Keller-Gesellschaft / Zunft Hottingen 35 000 Investitionsbeitrag

2. Stiftung Industriekultur 11 000 Druckkostenbeitrag

3. Arbeitsgruppe «Das Fülscher» 15 000 Druckkostenbeitrag

4. Staatskanzlei 140 000 Planungsbeitrag Auftritt Kanton LUGA 2015

5. Verein Treffpunkt Schwarzer Frauen 10 000 Druckkostenbeitrag

6. Verein Zunftstadt Zürich 60 000 Investitionsbeitrag

7. Stiftsarchiv Kanton St. Gallen 10 000 Ausstellungsbeitrag

8. Zentrum für Gerontologie 130 000 Projektbeitrag Total 411 000

II. Mitteilung an die Mitglieder des Regierungsrates und die Finanz- direktion.

Vor dem Regierungsrat Der Staatsschreiber:

Husi