RRB Nr. 892/2025
Gemeinnütziger Fonds des Kantons Zürich, Beiträge 2025, Entwicklungszusammenarbeit, Gewährung
3. September 2025Deutsch49 min
Source zh.ch
Gemeinnütziger Fonds des Kantons Zürich, Beiträge 2025, Entwicklungszusammenarbeit, Gewährung
Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 3. September 2025
892. Gemeinnütziger Fonds des Kantons Zürich (Beiträge 2025, Entwicklungszusammenarbeit) Gemäss dem Lotteriefondsgesetz vom 2. November 2020 (LFG; LS 612) entscheidet der Regierungsrat auf Antrag der zuständigen Direktion über die Gewährung von Beiträgen aus dem Gemeinnützigen Fonds. Übersteigt ein Beitrag 1 Mio. Franken, bedarf der Entscheid der Ge- nehmigung des Kantonsrates. Das fakultative Referendum ist ausge- schlossen (§ 9 Abs. 1 LFG). Der Entscheid kann mit Bedingungen und Auflagen verbunden werden (§ 9 Abs. 4 LFG). Bedingungen und Auf- lagen von untergeordneter Bedeutung kann die Fondsverwaltung nach- träglich ganz oder teilweise aufheben (§ 9 Abs. 5 LFG). Alle Beiträge werden praxisgemäss auf ein Vielfaches von Fr. 1000 abgerundet. Bis zum Vortag dieses Beschlusses hat der Regierungsrat bereits die folgenden Beschlüsse zur Gewährung von Beiträgen aus dem Gemein- nützigen Fonds mit dem folgenden Gesamtbetrag gefasst (in dem mit einem * bezeichneten Fall unter dem Vorbehalt der Genehmigung des Kantonsrates). Aus Transparenzgründen wird der vorliegende Beschluss ebenfalls in der Übersicht dargestellt. RRB Nr. 96/2025* Beitrag an den Verein Einfach Zürich für das Fr. 1 560 000 Projekt «Neue Dauerausstellung ab 2028» RRB Nr. 191/2025 Soforthilfe für die Cholera-Epidemie in Südsudan Fr. 100 000 RRB Nr. 326/2025 Beiträge 2025, 1. Serie Fr. 3 974 000 RRB Nr. 606/2025 Soforthilfe für die Folgen des Bergsturzes in Fr. 500 000 Blatten im Walliser Lötschental RRB Nr. 679/2025 Beiträge 2025, 2. Serie Fr. 415 000 RRB Nr. 717/2025* Beitrag an die Stadt Uster für das Bauprojekt Fr. 3 000 000 Kultur- und Begegnungszentrum Zeughausareal Uster Total Bisher beschlossene Beiträge Fr. 9 549 000 RRB Nr. 892/2025 Beiträge 2025, Entwicklungszusammenarbeit Fr. 2 010 000 Total Beiträge 2025 Fr. 11 559 000 Die Finanzdirektion beantragt dem Regierungsrat vorliegend die Gewährung mehrerer Beiträge aus dem Bereich der Entwicklungszu- sammenarbeit (EZA) in dessen abschliessender Zuständigkeit.
1. Allgemeines
1.1 Vorgaben gemäss Lotteriefondsgesetz Gemäss § 6 Abs. 1 lit. b des LFG sind die Beiträge aus dem Gemein- nützigen Fonds für Vorhaben zu verwenden, die einen Bezug zum Kan- ton Zürich haben und in erster Linie dessen Bevölkerung zugute- kommen. In der Verordnung über den Gemeinnützigen Fonds (VGF; LS 612.1) ist im Sinne einer Ausnahme in § 5 Abs. 1 lit. d festgelegt, dass Vorhaben der EZA unter folgenden Voraussetzungen mitfinanziert werden können: – Die Projekte werden in Staaten ausserhalb der Europäischen Union durchgeführt. – Die gesuchstellende Organisation verfügt über das Gütesiegel der Stiftung ZEWO. – Die gesuchstellende Organisation hat im Jahr der Beitragsgewährung oder im Vorjahr Mittel von der Direktion für Entwicklung und Zu- sammenarbeit (DEZA) erhalten. Ausserdem werden gemäss den Richtlinien für Entwicklungszusam- menarbeit und Inlandhilfe keine Vorhaben in Ländern unterstützt, die ihre Staatsangehörigen nicht rückübernehmen (dies sind zurzeit Eritrea, Iran und Kuba). Gemäss gängiger Praxis können kantonsnahe Institutionen, wie das Kinderspital, die Pädagogische Hochschule Zürich usw. mit einem grös- seren Beitrag als die regulären Hilfswerke bzw. EZA-Organisationen berücksichtigt werden. Mit § 5 Abs. 2 VGF wird vorgegeben, dass der Gesamtbetrag der in einem Jahr gewährten Beiträge an überkantonale, nationale und inter- nationale Vorhaben in der Regel einen Fünftel der Mittel, die dem Fonds im Vorjahr zugewiesen wurden, nicht übersteigen darf. Die Finanz direktion hat in Abhängigkeit der für ausserkantonale Vorhaben zur Verfügung stehenden Mittel festgelegt, dass 2025 für die EZA und die Inlandhilfe je rund 2 Mio. Franken zur Verfügung stehen.
1.2 Zielsetzung der kantonalen Entwicklungszusammenarbeit Mit seinen EZA-Beiträgen will der Kanton: – die betroffene Bevölkerung vor allem in den Bereichen Armutsbe- kämpfung und Entwicklung des ländlichen Raumes bei der Verbes- serung der eigenen Lebensbedingungen im Sinne der «Hilfe zur Selbst- hilfe» unterstützen; – seinen Beitrag zur Verbesserung der internationalen Stabilität leisten; – verdeutlichen, dass die Unterstützung von Projekten der EZA nicht nur Angelegenheit des Bundes ist, sondern eine Verpflichtung der Gemeinwesen aller Stufen darstellt;
– dem zürcherischen Engagement im EZA-Bereich im Rahmen der Bei- tragsgewährung einen höheren Stellenwert einräumen. Hierzu werden Zürcher Organisationen bei ausreichenden Mitteln mit höheren Bei- trägen bedacht und ausgewählte Institutionen können für besondere Projekte Schwerpunktbeiträge erhalten.
1.3 Beitragsgesuche 2025 2025 reichten 35 Organisationen und Institutionen (2024: 28 Organi- sationen) je ein Gesuch in einer Gesamtsumme von Fr. 3 147 912 (2024: Fr. 2 855 120) ein. Ein Gesuch wurde abgelehnt. Die anderen 34 einge- reichten Projekte werden berücksichtigt.
1.4 Auswahl der Projekte und Beiträge Der Kanton kann das Vorhaben einer Organisation des öffentlichen Rechts bzw. ein besonders innovatives Vorhaben eines privaten Hilfs- werks als Schwerpunktvorhaben definieren und dadurch einen höheren Beitrag innerhalb der Beitragskompetenz des Regierungsrates leisten. Gestützt auf die Anträge und Mitberichte der jeweiligen Fachdirektio- nen wurden folgende Eingaben als Schwerpunktvorhaben bestimmt: Organisation Nr. Projektbezeichnung/Land Gewünschter Betrag in Franken Baudirektion 3 «Bessere Zukunft durch Solar-Energie für Sicherheit, 300 000 Nachhaltigkeit und Eigenständigkeit in tibetischen Siedlungen in Indien» Gebäude 12 «Verbesserung des Brandschutzes in Bhutan, 300 000 versicherung insbesondere des abwehrenden Brandschutzes Kanton Zürich (Feuerwehr)» (GVZ) Total 600 000
Die Summe aller gewünschten Beiträge übersteigt den zur Verfügung stehenden Betrag von rund 2 Mio. Franken deutlich. Deshalb erfolgen Kürzungen an den nachgesuchten Beiträgen. Dabei wurde folgender Schlüssel angewendet: Für die zwei Schwerpunktvorhaben werden insgesamt Fr. 570 000 und damit 28,5% der verfügbaren Mittel eingesetzt. Die Baudirektion wird dabei mit dem beantragten Beitrag von Fr. 300 000 und die GVZ mit einem reduzierten Beitrag von Fr. 270 000 berücksichtigt. Die restlichen Hilfswerke werden mit einem gleich hohen Beitrag von je Fr. 45 000 berücksichtigt.
2. Ausgewählte Einzelprojekte Die folgende Auflistung der berücksichtigten Einzelprojekte enthält in knapper, zum Teil stichwortartiger Form die grundlegenden Angaben zum jeweiligen Projekt: – Unter «Land/Region» ist jeweils in Klammern der Rang des entspre- chenden Staates im aktuellen Human Development Index (HDI) der UNO aufgeführt, der dem jeweiligen Staat gemäss HDI (Stand 2023/ 2024) zwischen 1 (Schweiz) und 193 (Somalia) zukommt. Der Index gibt Auskunft über die Entwicklung eines Landes. Für seine Berech- nung werden nicht nur ökonomische Kennzahlen, sondern eine Viel- zahl von Aspekten (wie beispielsweise Lebenserwartung, Bildungs- stand und Bruttoinlandprodukt) berücksichtigt. – Im Berichtspunkt «Vorhaben» sind in knapper Form die Ausgangs- lage bzw. die Rahmenbedingungen für das jeweilige Vorhaben, das Projektziel und die wichtigsten Einzelmassnahmen beschrieben. – Unter «Begünstigte» wird angegeben, wie viele Personen bzw. welche Personengruppen vom Projekt voraussichtlich profitieren werden. – Beim in der Rubrik «Kosten» aufgeführten Beitrag sind jeweils auch die Projektbegleitkosten (PBK) aufgeführt, welche die Organisation für das entsprechende Projekt ausweist. Es werden höchstens 15% PBK bewilligt.
Für die Vorhaben folgender Organisationen (in alphabetischer Ord- nung) wird ein Beitrag gewährt:
1. Aqua Alimenta (Agrarökologie macht Schule [Phase II, 2025–2028], Burkina Faso) Gesuchsteller/in Verein Aqua Alimenta, Zürich Land/Region Burkina Faso (HDI 185), Provinz Oubritenga (Region Plateau Central) sowie Provinzen Boulkiemdé und Sanguié (Region Centre-Ouest) Vorhaben In Burkina Faso ist jedes fünfte Kind unter fünf Jahren chronisch mangelernährt. Viele Familien sehen sich gezwungen, ihre Kinder frühzeitig zur Mitarbeit auf den Feldern einzusetzen, um das tägliche Überleben zu sichern. Damit verschlechtern sich die Bildungschancen der Kinder weiter – und mit ihnen die Perspektive, der Armut lang fristig zu entkommen. Das Projekt verfolgt das übergeordnete Ziel, die Ernäh- rungsbedürfnisse der beteiligten Gemeinschaften langfristig zu sichern und damit eine nachhaltige Entwicklung in der Region zu ermöglichen. Ausgangspunkt ist die Verbesse- rung der Ernährung von Schulkindern, die als Hebel für positive Veränderungen in den Familien und im weiteren Gemeindekontext dient. Durch den Aufbau lokaler Versor- gungsstrukturen, die Förderung agrarökologischer Anbau- methoden und solidarische Zusammenarbeit innerhalb der Gemeinschaften leistet das Projekt nicht nur einen wesent- lichen Beitrag zur Ernährungssicherung, sondern stärkt auch die Widerstandsfähigkeit der ländlichen Gemeinschaf- ten gegenüber Krisen und Klimafolgen. Begünstigte Direkt: 7000 Schülerinnen und Schüler in 16 ländlich ge- prägten Dorfgemeinschaften und ihre rund 1400 Familien, das Personal der beteiligten Schulen sowie vier Bäuerin- nenkollektive mit insgesamt rund 300 Gemüsebäuerinnen Indirekt: etwa 10 000 Bäuerinnen und Bauern aus den umliegenden Gemeinden Kosten (einschliesslich 14,4% PBK) Fr. 119 796 Beantragter Beitrag Fr. 60 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr. 16 315 DEZA Fr. 20 000 Andere Fr. 23 481 Gewährter Beitrag Fr. 45 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2025 geltenden Vergabekriterien EZA.
2. Ärzte ohne Grenzen (Integrierte Gesundheitsversorgung für Mutter und Kind in der Region Lindi, Tansania) Gesuchsteller/in Verein Ärzte ohne Grenzen, Genf Land/Region Tansania (HDI 167), Bezirk Liwale in der Region Lindi Vorhaben Die Menschen in der ländlichen Region Lindi in Tansania haben nur ein begrenztes Gesundheitsangebot. Dies wirkt sich besonders auf die Gesundheit von werdenden Müttern und Neugeborenen sowie von Kindern aus. Das Vorhaben bezweckt eine Senkung der Krankheits- und Sterblichkeitsrate, indem Schwangere, Neugeborene und Kinder unter fünf Jahren in sieben staatlichen Einrichtungen des Bezirks Liwale in der Region Lindi Zugang zu einer hochwertigen allgemeinen und spezialisierten Gesundheits- versorgung erhalten. Dies umfasst die Unterstützung der allgemeinen Gesundheitsversorgung in drei Anlaufstellen für ambulante Behandlungen und vier Gesundheitszentren, eine spezialisierte Gesundheitsversorgung für Mütter und Neugeborene im Liwale-Gesundheitszentrum (ehemaliges Spital) und in drei weiteren Gesundheitszentren in der Region sowie die Verbesserung des Wissens in den Ge- meinden über häufige Krankheiten und deren Prävention. Die Zusammenarbeit mit lokalen Strukturen und der gezielte Capacity Building sorgen für eine nachhaltige und langfristige Wirkung. Begünstigte Etwa 136 500 Menschen im Bezirk Liwale in der Region Lindi Kosten (einschliesslich 15,0% PBK) Fr. 3 303 506 Beantragter Beitrag Fr. 100 000 Weitere Finanzierung Stiftungen und Private Fr. 3 203 506 Gewährter Beitrag Fr. 45 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2025 geltenden Vergabekriterien EZA.
3. Baudirektion (Bessere Zukunft durch Solarenergie für Sicherheit, Nachhaltigkeit und Eigenständigkeit in tibetischen Siedlungen in Indien) Gesuchsteller/in Baudirektion des Kantons Zürich Land/Region Indien (HDI 134), verschiedene Städte in ganz Indien Vorhaben Seit der Besetzung von Tibet im Jahr 1959 flohen über 80 000 Tibeterinnen und Tibeter nach Indien und gründeten über 30 auf das ganze Land verteilte tibetische Siedlungen. Diese Siedlungen unterhalten u. a. Schulen, Gesundheits- zentren, Klöster und weitere soziale Institutionen. Häufige Stromausfälle, Spannungsschwankungen und hohe Elek trizitätskosten erschweren den Betrieb dieser Einrichtun- gen. Die tibetische Gemeinschaft in Indien plant mittels Solarenergie eine nachhaltige, verlässliche und finanziell tragbare Energieversorgung in ihren Institutionen. Mit dem Vorhaben soll eine Flüchtlingsgemeinschaft befähigt wer- den, trotz widriger Umstände zu gedeihen und gleichzeitig einen positiven Beitrag zum Kampf gegen den Klimawandel zu leisten. Begünstigte Mehrere Tausend Einwohnerinnen und Einwohner in tibetischen Siedlungen in Indien Kosten (einschliesslich 7% PBK) Fr. 619 903 Beantragter Beitrag Fr. 300 000 Weitere Finanzierung Andere Fr. 319 903 Gewährter Beitrag Fr. 300 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2025 geltenden Vergabekriterien EZA.
4. Biovision (Zentrum für Agrarökologie in Tansania) Gesuchsteller/in Biovision – Stiftung für ökologische Entwicklung, Zürich Land/Region Tansania (HDI 167), Bezirke Mvomero, Kilosa, Chalinze, Kiteto und Iringa Vorhaben Ein erheblicher Teil des urbaren Landes in Tansania wurde von der Regierung als Schutzgebiet ausgewiesen, wodurch Landkonflikte entstehen, besonders zwischen jungen Massai-Viehhaltenden und sesshaften Bäuerinnen und Bauern. Der Wettbewerb um Land und Wasser verstärkt sich insbesondere in Trockenzeiten. Das Projekt strebt eine verbesserte Lebensgrundlage für Bauern- und Viehhirtengemeinschaften in Tansania an. Dies soll durch die Verankerung und Verbreitung von öko logischen Methoden und einen vereinfachten Marktzugang erfolgen. Begleitend finden Schulungen im Farmer Training Center sowie auf den Feldern statt, ergänzt durch eine Stärkung der lokalen Wertschöpfungsketten, z. B. Milch verarbeitung und Bio-Läden. Der Aufbau einer Kreislauf- wirtschaft wirkt interethnischen Konflikten und tiefer Pro- duktivität in Landwirtschaft und Viehhaltung entgegen. Begünstigte Direkt: rund 24 000 Bäuerinnen und Bauern Indirekt: rund 40 000 Familienmitglieder der Bäuerinnen und Bauern, 40 staatliche Landwirtschaftsberatende sowie 30 weitere Beratende Kosten (einschliesslich 13,0% PBK) Fr. 394 687 Beantragter Beitrag Fr. 100 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr. 94 687 DEZA Fr. 80 000 Andere Kantone Fr. 50 000 Andere Fr. 70 000 Gewährter Beitrag Fr. 45 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2025 geltenden Vergabekriterien EZA.
5. Brücke Le Pont (Einkommensförderung für Kleinbäuerinnen und -bauern in Togo) Gesuchsteller/in Verein Brücke Le Pont, Zürich Land/Region Togo (HDI 163), neun Präfekturen: Kloto, Kpélé, Agou, Zio, Danyi, Sotouboua, Dankpen, Binah und Bassar Vorhaben In Togo lebt die ländliche Bevölkerung unter prekären Ver- hältnissen von der Landwirtschaft. Die klimatisch günstigen Verhältnisse stehen tiefer Produktivität, mangelnden Kennt- nissen hinsichtlich effizienter Feldarbeit und fehlender Verarbeitungsinfrastruktur gegenüber. Mit dem Aufbau von tragfähigen Wertschöpfungsketten entstehen und entwickeln sich für die Familien tragfähigere Einkommensquellen. Es sollen neue, dringend notwendige Dienstleistungen entstehen, um die Resilienz der Familien zu stärken und ihre Produktion dem Klimawandel anzupas- sen. Zudem unterstützt das Projekt die Produzierenden darin, nachhaltige Geschäftsbeziehungen aufzubauen, um den Zugang zu Rohmaterial, Betriebsmitteln, Finanzierung sowie den Kundinnen und Kunden zu sichern. Ziel ist, die Wertschöpfungsketten inklusiver und für die Kleinprodu- zentinnen und -produzenten lohnender zu gestalten und so ein menschenwürdiges Leben durch menschenwürdige Arbeit zu erreichen. Begünstigte Direkt: rund 44 850 Menschen Indirekt: rund 220 000 Menschen Kosten (einschliesslich 13,0% PBK) Fr. 184 318 Beantragter Beitrag Fr. 90 000 Weitere Finanzierung DEZA Fr. 15 000 Andere Fr. 79 318 Gewährter Beitrag Fr. 45 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2025 geltenden Vergabekriterien EZA.
6. Caritas Schweiz (REVIVE – Höheres Einkommen dank Solarenergie, Haiti) Gesuchsteller/in Verein Caritas Schweiz, Luzern Land/Region Haiti (HDI 158), Departement Sud-Est, Belle-Anse Vorhaben Das Hauptziel des Projekts ist es, die Widerstandsfähigkeit und Lebensgrundlage der Bevölkerung von Belle-Anse zu verbessern. Armut und Ernährungsunsicherheit prägen das Land. Viele Familien sind von der Landwirtschaft oder der Fischerei abhängig. Gerade dieser Sektor leidet aber stark unter den Folgen des Klimawandels. Ausserdem fehlt es an gekühlten Lagermöglichkeiten für die verderblichen Fischprodukte. Durch Solarenergie kann ein wichtiger Aspekt dieses Problems gelöst werden. Sie ermöglicht es insbesondere in abgelegenen Städten wie Belle-Anse, eine unabhängige Energieversorgung aufzubauen. Darüber hinaus werden Technologien für erneuerbare Energien in der gesamten Bevölkerung von Belle-Anse bekannt gemacht. Um die Wartung des Kühlhauses und der Solar anlagen lokal sicherstellen zu können, werden Jugendliche für diese Tätigkeiten ausgebildet. Sie werden dafür eine achtmonatige zertifizierte Ausbildung absolvieren. Begünstigte Direkt: 1725 Personen Indirekt: rund 10 000 Personen Kosten (einschliesslich 7,8% PBK) Fr. 1 890 035 Beantragter Beitrag Fr. 100 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr. 300 000 Andere Kantone Fr. 205 000 Andere Fr. 1 285 035 Gewährter Beitrag Fr. 45 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2025 geltenden Vergabekriterien EZA.
7. CBM (Schweiz) (MAHAY. Förderung der inklusiven Bildung für Lernende mit Behinderungen, Madagaskar) Gesuchsteller/in Verein CBM (Schweiz), Thalwil Land/Region Madagaskar (HDI 177), Regionen Analamanga, Vakinan karatra, Atsinanana und Alaotra Mangoro Vorhaben Die meisten Kinder mit Behinderungen gehen in Madagas- kar nicht zur Schule. In Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen und dem Bildungsministerium soll eine nachhaltige positive Veränderung bewirkt werden. Der Schwerpunkt der neuen Phase des mehrjährigen Vorhabens liegt in der Bereitstellung von qualitativ hochwertigem Unterricht durch den kontinuierlichen Ausbau der Kapazi täten des Schulpersonals und die Bereitstellung von ausrei- chendem didaktischem und pädagogischem Material und dabei insbesondere in der Förderung der systematischen Früherkennung von Behinderungen und der Frühförderung. Darüber hinaus ist diese neue Phase durch die Einführung einer Online-Bildungsplattform gekennzeichnet. Ziel ist, zukunftsträchtige Lern- und Lehrmethoden zu fördern, welche Kindern mit schulischen Schwierigkeiten zugute- kommen. Begünstigte Direkt: 2000 Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen, 300 Lehrkräfte und Schulpersonal Kosten (einschliesslich 6,5% PBK) Fr. 484 481 Beantragter Beitrag Fr. 60 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr. 242 987 DEZA Fr. 161 494 Andere Fr. 20 000 Gewährter Beitrag Fr. 45 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2025 geltenden Vergabekriterien EZA.
8. Comundo (Kompetenzzentren für praxisnahe moderne Berufsbildung fördern die Arbeits- marktintegration von Jugendlichen, Kenia) Gesuchsteller/in Verein Comundo, Luzern Land/Region Kenia (HDI 146), Lake Victoria and Coastal Region sowie Kisumu County and Kilifi County Vorhaben Das CoVEx-Programm (Centre of Vocational Expertise) ist eine strategische Initiative zur nachhaltigen Stärkung der Berufsbildung in zwei Regionen in Kenia im Zeitraum von 2025 bis 2028. Im Rahmen dieses Projekts wird CoVEx an vier Berufsschulen pilotiert. Ziel ist es, Jugendarbeits losigkeit gezielt zu bekämpfen, indem ausgewählte Berufs- schulen in leistungsfähige, marktorientierte Einrichtungen umgestaltet werden. Diese Kompetenzzentren bieten hoch- wertige Ausbildungsmöglichkeiten, fördern Innovation, Unternehmertum und wirtschaftliche Unabhängigkeit für junge Kenianerinnen und Kenianer und stärken so die Zukunft des Landes. Begünstigte Direkt: 452 Studierende und 46 Mitarbeitende Indirekt: 961 Studierende Kosten (einschliesslich 10,7% PBK) Fr. 283 377 Beantragter Beitrag Fr. 60 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr. 20 000 DEZA Fr. 30 000 Andere Kantone Fr. 100 000 Andere Organisationen Fr. 73 377 Gewährter Beitrag Fr. 45 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2025 geltenden Vergabekriterien EZA.
9. Ena (Schweiz) (Entwicklungsprojekt im Südsudan: Bildung und Frieden) Gesuchsteller/in Verein ena (Schweiz), Zürich Land/Region Südsudan (HDI 192), Region Jebel Boma Vorhaben Die grosse Mehrheit der Bevölkerung im Südsudan lebt in extremer Armut. Das Land erlebt nach wie vor eine der grössten Flüchtlingskrisen Afrikas. Verschärft wird die Situation durch die unsichere Ernährungslage, den Klima- wandel und die vielen Rückkehrerinnen und Rückkehrer aufgrund der Krise im Sudan. Schulen würden Zukunfts perspektiven und Stabilität bringen, doch die Einschulungs- rate im Südsudan ist eine der niedrigsten der Welt. Nur jedes dritte Kind geht zur Schule und nur ein Bruchteil schliesst die Grundschule ab. Ziel des Projekts ist es, Kin- dern und Jugendlichen in der Region Jebel Boma eine gute Schulbildung zu ermöglichen. Damit der Unterricht regel- mässig stattfinden kann, braucht es ein gewisses Mass an Sicherheit. Deshalb ist Friedensförderung in diesem fragilen Umfeld wichtiger Teil des Projekts. Begünstigte Direkt: rund 4000 Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen, Behördenmitglieder und lokale Führungspersonen Indirekt: rund 20 000 Personen Kosten (einschliesslich 12,2% PBK) Fr. 262 000 Beantragter Beitrag Fr. 60 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr. 50 000 DEZA Fr. 60 000 Andere Fr. 92 000 Gewährter Beitrag Fr. 45 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2025 geltenden Vergabekriterien EZA.
10. Enfants du Monde (Verbesserung der Gesundheit von Müttern, Kindern und Jugendlichen im Kontext des Klimawandels, Bangladesch) Gesuchsteller/in Verein Enfants du Monde, Genf Land/Region Bangladesch (HDI 129), Distrikt Sathkira, Unterdistrikt Assasuni Vorhaben Trotz eines jährlichen Wirtschaftswachstums leben 19% der Bevölkerung Bangladeschs unterhalb der Armutsgrenze. Laut der WHO sind die Müttersterblichkeit und die Sterb- lichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren hoch. Der Distrikt Satkhira im Süden von Bangladesch ist besonders anfällig für Wirbelstürme und Probleme mit dem Salzgehalt des Wassers und der Böden, was die Lebensgrundlagen, die Gesundheit und die Wirtschaft seiner Bevölkerung erheblich beeinträchtigt. Das Vorhaben bezweckt, die Gesundheit von Müttern, Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen im Unterdistrikt Assasuni zu verbessern. Dazu sollen Aufklärungsmaterial zu den Themen Schwangerschaft, Geburt und Gesundheits- probleme von Neugeborenen erstellt und Fortbildungs veranstaltungen für die lokale Bevölkerung organisiert werden. Auch Aufklärungsveranstaltungen für schwangere Frauen und Frauen nach der Entbindung werden durch geführt. Zudem wird das Gesundheitspersonal ausgebildet, besser auf die Gesundheitsbedürfnisse der Betroffenen einzugehen. Begünstigte Direkt: rund 10 000 Schwangere, Frauen nach der Geburt und jugendliche Mädchen, 40 Gesundheitsfachkräfte sowie 80 Gesundheitsfachkräfte Indirekt: rund 270 000 Personen Kosten (einschliesslich 12,4% PBK) Fr. 155 884 Beantragter Beitrag Fr. 60 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr. 3 000 DEZA Fr. 77 942 Andere Fr. 14 942 Gewährter Beitrag Fr. 45 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2025 geltenden Vergabekriterien EZA.
11. Fastenaktion (Gemeinsam stark für fruchtbare Böden, sichere Ernten und Klimaanpassung, Haiti) Gesuchsteller/in Stiftung Fastenaktion, Luzern Land/Region Haiti (HDI 158), Departement Ouest Vorhaben Haiti befindet sich in einer schweren humanitären Krise, die sich im Laufe des Jahres 2024 weiter zugespitzt hat. Die anhaltende Gewalt und Unsicherheit haben auch zu einer dramatischen Verschlechterung der Ernährungssitua- tion geführt. Zusätzlich zur politischen und humanitären Krise liegt Haiti im atlantischen Hurrikangürtel. Das Vor haben zielt darauf ab, nachhaltige Lösungen für die bäuer- lichen Familien im Projektgebiet zu schaffen. Dazu sollen soziale Strukturen geschaffen (agrarökologische Gruppen sowie Spar- und Kreditgruppen), agrarökologische Schu lungen zur Katastrophenvorsorge durchgeführt sowie die Beteiligten hinsichtlich Geschlechtergerechtigkeit sensibili- siert werden. Begünstigte Direkt: 2810 Personen, 13 Zusammenschlüsse von agrar- ökologischen Gruppen (Vereine) sowie drei übergeordnete Koordinationsstellen Indirekt: 38 000 Personen Kosten (einschliesslich 9,9% PBK) Fr. 662 702 Beantragter Beitrag Fr. 100 000 Weitere Finanzierung DEZA Fr. 109 000 Andere Fr. 453 702 Gewährter Beitrag Fr. 45 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2025 geltenden Vergabekriterien EZA.
12. Gebäudeversicherung Kanton Zürich (Verbesserung des Brandschutzes in Bhutan, insbesondere des abwehrenden Brandschutzes [Feuerwehr]) Gesuchsteller/in Gebäudeversicherung Kanton Zürich, Zürich Land/Region Bhutan (HDI 125) Vorhaben Grossbrände zerstören regelmässig historisch wertvolle Bauten und ganze Dörfer, gefährden Menschenleben und vernichten einmalige Kulturgüter. Einerseits fehlen häufig selbst einfachste Brandschutzmassnahmen. Anderseits kommt in abgelegenen Gebieten die mannschafts- und materialschwache Feuerwehr häufig (viel) zu spät. Es besteht noch kein System der Selbsthilfe im Sinne von freiwilligen Feuerwehren. Mit dem Projekt sollen Personen- und Sachschäden bei Gebäudebränden verhindert oder zumindest verringert werden. Zur Zielerreichung sind sowohl Massnahmen des vorbeugenden Brandschutzes wie auch Massnahmen des abwehrenden Brandschutzes notwendig. Dies umfasst die weitere fachliche Unterstützung der Planung und Bau- ausführung des Brandschutzes ausgewählter Leuchtturm- projekte, die Unterstützung der übergeordneten Feuerwehr- organisation bei der Ausbildung sowie bei Wartung und Unterhalt sowie den Aufbau eines Pilotbetriebs einer frei- willigen Feuerwehr in ein bis zwei ausgewählten Kommu- nen (einschliesslich notwendiger Löschwasserversorgung). Begünstigte Direkt: mehrere Hundert Bewohnerinnen und Bewohner von gefährdeten Bauten Indirekt: die ganze Bevölkerung Kosten Fr. 300 000 Beantragter Beitrag Fr. 300 000 Weitere Finanzierung Andere Fr. 0 Gewährter Beitrag Fr. 270 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2025 geltenden Vergabekriterien EZA. Da bereits mehrere Vorhaben zur Verbesserung des Brand- schutzes in Bhutan unterstützt wurden, ist ein Beitrag von Fr. 270 000 angemessen.
13. HEKS (Nachhaltige Ernten, sichere Zukunft: Saatgut, Biodiversität und Ernährungs sicherheit in der Grand’Anse, Haiti) Gesuchsteller/in Stiftung Hilfswerk der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (HEKS), Zürich Land/Region Haiti (HDI 158), Departement Grand’Anse Vorhaben Haiti steckt in einer beispiellosen humanitären Krise. Weit verbreitete Armut, eskalierende Gewalt und eine alarmie- rende Ernährungsunsicherheit bedrohen das Leben von Millionen Menschen. Das abgelegene, ländlich geprägte Departement Grand’Anse zählt zu den am stärksten von Naturkatastrophen betroffenen Gebieten Haitis. In diesem schwierigen Umfeld ist ländliches Unternehmertum eine Schlüsselstrategie, um die wirtschaftliche Autonomie der Gemeinschaften zu stärken und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Krisen zu erhöhen. Das Hauptziel des Projekts ist der Aufbau starker und widerstandsfähiger ländlicher Gemeinschaften durch sozia- les Unternehmertum und eine nachhaltige Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen. Dabei wird besonderer Wert auf Inklusion gelegt, indem die Stärkung von Frauen sowie die Integration besonders vulnerabler Gruppen gezielt gefördert werden. Das soziale Unternehmertum wird nicht als Selbstzweck betrachtet, sondern als Mittel, um soziale und ökologische Ziele zu erreichen. Das Projekt verfolgt zudem einen innovativen Ansatz, indem es die Förderung unternehmerischer Aktivitäten mit der nachhaltigen Nut- zung der Biodiversität verbindet. Begünstigte Direkt: rund 7500 Personen (davon 40% Frauen) Kosten (einschliesslich 12,6% PBK) Fr. 268 454 Beantragter Beitrag Fr. 80 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr. 23 454 Andere Fr. 165 000 Gewährter Beitrag Fr. 45 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2025 geltenden Vergabekriterien EZA.
14. HELVETAS Swiss Intercooperation (YES, Sauberes Wasser in ländlichen Siedlungen und Einkommenschancen für junge Frauen und Männer in Amhara, Äthiopien) Gesuchsteller/in Verein HELVETAS Swiss Intercooperation, Zürich Land/Region Äthiopien (HDI 176), 13 Bezirke in den fünf Zonen Nord-, Zentral- und Süd-Gondar, Ost-Gojjam und Wag-Hemra der Verwaltungsregion Amhara Vorhaben Der unzureichende Zugang zu sauberem Wasser in Ver bindung mit einem eklatanten Mangel an funktionierenden Latrinen und einer weitgehend fehlenden Abwasserent sorgung ist in Äthiopien Ursache für 60% bis 80% der Infektionskrankheiten und führt immer wieder zu Cholera- Ausbrüchen. Um das Funktionieren der Wasserinfrastruktur langfristig zu sichern, müssen die Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten aller Beteiligten klar geregelt, ent sprechende Fähigkeiten aufgebaut und Geldmittel bereitge- stellt werden. Das Projekt YES verbessert in fünf Zonen der Verwaltungsregion Amhara den Zugang der ländlichen Bevölkerung zu Trink- und Landwirtschaftswasser. Dazu befähigt es die Dorfgemeinschaften, Behörden und Unter- nehmen, den Betrieb, den Unterhalt und die Reparatur bestehender Wasserversorgungen ebenso sicherzustellen wie eine nachhaltige Finanzierung solcher Leistungen, insbesondere durch faire, erschwingliche Wassergebühren. Begünstigte Direkt: 195 000 Personen (Zugang zu sauberem Wasser) sowie rund 1500 Personen, die für die Wasserinfrastruktur zuständig sind Kosten (einschliesslich 12,3% PBK) Fr. 313 586 Beantragter Beitrag Fr. 60 000 Weitere Finanzierung DEZA Fr. 30 000 Andere Fr. 223 586 Gewährter Beitrag Fr. 45 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2025 geltenden Vergabekriterien EZA.
15. Horyzon (EmpowHER, Nepal) Gesuchsteller/in Stiftung Horyzon, Olten Land/Region Nepal (HDI 146), Kathmandutal Vorhaben Im Menschenrechtsbereich sind in Nepal Frauen, LGBTQI- Personen und marginalisierte Gruppen wie weniger ange- sehene Kasten weiterhin Diskriminierung und sozialer Ungleichheit ausgesetzt. Patriarchale Normen verstärken die Ungleichheit und behindern die Bemühungen um Ge- schlechtergerechtigkeit und Frauenrechte. Das Projekt «EmpowHER» strebt übergeordnet an, die Geschlechtergleichstellung im Kathmandutal zu verbessern. Im ersten Projektteil sollen 60 junge Frauen ausgebildet und gleichzeitig dazu befähigt werden, weitere Zielgruppen über das erlangte Wissen zu informieren oder für gesell- schaftliche Themen rund um die Geschlechtergleichstellung zu sensibilisieren. So wirken sie sowohl bei den lokalen Workshops von Projektteil 2 als auch bei den Sensibilisie- rungsanlässen in Projektteil 3 mit. Jeder der drei Projekt- teile will spezifische Zielgruppen erreichen. Während es im Projektteil 1 junge Frauen sind, sind es im Projektteil 2 besonders verletzliche Personen und im Projektteil 3 die breitere Gemeinschaft, Eltern und Behördenvertreterinnen und -vertreter. Begünstigte Direkt: 980 Personen (vorwiegend Frauen) Indirekt: rund 4900 Personen Kosten (einschliesslich 13,0% PBK) Fr. 92 000 Beantragter Beitrag Fr. 60 000 Weitere Finanzierung DEZA Fr. 12 000 Andere Kantone Fr. 10 000 Andere Fr. 10 000 Gewährter Beitrag Fr. 45 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2025 geltenden Vergabekriterien EZA.
16. IAMANEH Schweiz (Geschlechtergerechtigkeit: Einen echten Wandel erreichen mit Gewaltberatung für Männer, Albanien) Gesuchsteller/in Verein IAMANEH Schweiz, Basel Land/Region Albanien (HDI 74), Tirana Vorhaben Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist in Albaniens patriarchaler Geschichte tief verwurzelt, gesellschaftliche Normen und Einstellungen sowie die vorherrschende Armut begünstigen frauenfeindliche Strukturen. Während Regie- rung und NGO zu Recht den Schutz der Überlebenden in den Fokus rücken, besteht dringender Handlungsbedarf, die Ursachen der Gewalt anzugehen. Täterarbeit ist ein zentraler Bestandteil der Interventionskette gegen häusli- che Gewalt. Parallel zur Täterarbeit setzt das Projekt auf Prävention durch die Förderung positiver Männlichkeits bilder. Ein wichtiger Bestandteil ist der Einbezug von Jugendlichen und jungen Männern in Sensibilisierungskam- pagnen sowie die Stärkung verantwortungsbewusster Vaterschaft. Indem alternative Rollenvorbilder geschaffen und traditionelle Machtstrukturen hinterfragt werden, kann langfristig ein gesellschaftlicher Wandel angestossen werden. Begünstigte Direkt: rund 300 Täter im Bereich Gewalt gegen Frauen und Mädchen, geschlechterbasierter, häuslicher und sexueller Gewalt sowie rund 400 Männer und Jugendliche Indirekt: rund 600 000 Personen Kosten (einschliesslich 13,0% PBK) Fr. 350 859 Beantragter Beitrag Fr. 60 000 Weitere Finanzierung DEZA Fr. 100 000 Andere Fr. 190 859 Gewährter Beitrag Fr. 45 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2025 geltenden Vergabekriterien EZA.
17. IKRK (Sicherstellung des Zugangs zu Wasser trotz Konflikt und Instabilität: Wasser- und Infrastrukturaktivitäten für notleidende Menschen in Mali) Gesuchsteller/in Internationales Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), Genf Land/Region Mali (HDI 188), insbesondere in den nördlichen Gebieten und im Zentrum des Landes (in den Regionen um Gao, Timbuktu, Kidal und Mopti) sowie in städtischen Gebieten Vorhaben Seit 2012 leidet die Bevölkerung Malis unter anhaltender Gewalt und bewaffneten Konflikten. Dies hat weitreichende Folgen für die Wasserversorgung des Landes, insbesondere in den Regionen im Norden und Zentrum Malis, aber auch in den städtischen Gebieten. Das IKRK ist seit 1965 in Mali präsent und hat seit 1991 eine ständige Vertretung im Land. Es ist eine der wenigen Organisationen, die in den konfliktbetroffenen Gebieten im Norden Malis tätig sind, darunter in Regionen wie Kidal, wo kaum andere Akteure Zugang haben. Mit diesem Projekt soll die Wasserversor- gung in betroffenen Gebieten nachhaltig verbessert werden, um langfristig das Überleben und die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung zu sichern. Dies umfasst Sofortmass nahmen zur Aufrechterhaltung der Wasserversorgung, nachhaltige Infrastrukturmassnahmen sowie die Stärkung lokaler Kapazitäten für nachhaltige Wasserversorgung durch Ausbildung und Anlernen der lokalen Bevölkerung. Begünstigte Direkt: rund 179 000 Personen Kosten (einschliesslich 6,1% PBK) Fr. 6 115 639 Beantragter Beitrag Fr. 60 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr. 6 055 639 Gewährter Beitrag Fr. 45 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2025 geltenden Vergabekriterien EZA.
18. Medair (Verbesserte Gesundheit durch Zugang zu sauberem Wasser in Gesundheits einrichtungen und Schulen im ländlichen Ituri, Demokratische Republik Kongo) Gesuchsteller/in Verein Medair, Ecublens VD Land/Region Demokratische Republik Kongo (HDI 149), Provinz Ituri Vorhaben Jahrzehntelange bewaffnete Konflikte, Naturkatastrophen, eine schwache Infrastruktur und Misswirtschaft bei der Verwaltung von Ressourcen haben das Land in eine gravie- rende humanitäre Krise gestürzt. Der Mangel an Wasser und sanitären Einrichtungen fördert die Ausbreitung von Krankheiten wie Cholera und anderen Durchfallerkrankun- gen und verstärkt die ohnehin hohe Sterblichkeitsrate, besonders in den östlichen Provinzen. Das Vorhaben bezweckt, den Zugang zu sauberem Wasser nachhaltig zu verbessern sowie angemessene Hygienepraktiken zu fördern, um damit zur Stärkung der Gesundheit in konflikt- betroffenen Gemeinschaften beizutragen. Dies umfasst nachhaltige Infrastrukturmassnahmen sowie die Stärkung lokaler Kapazitäten für die Wasserversorgung und für hygienische Sicherheitsbedingungen durch Ausbildung und Anlernen der lokalen Bevölkerung. Begünstigte Direkt: rund 20 000 Personen Indirekt: rund 80 000 Personen Kosten (einschliesslich 13,0% PBK) Fr. 250 072 Beantragter Beitrag Fr. 70 072 Weitere Finanzierung Andere Kantone Fr. 80 000 Andere Fr. 100 000 Gewährter Beitrag Fr. 45 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2025 geltenden Vergabekriterien EZA.
19. Mission am Nil International (Misrach Center – Ausbildungszentrum für Menschen mit körperlicher Behinderung, Äthiopien) Gesuchsteller/in Verein Mission am Nil International, Knonau Land/Region Äthiopien (HDI 176), Addis Abeba Vorhaben Äthiopien mit seinen derzeit rund 130 Mio. Einwohnerinnen und Einwohnern gehört nach wie vor zu den ärmsten Ländern der Welt. Eine Folge der Armut ist ein hoher Anteil von Menschen, die unter einer körperlichen Behinderung leiden: je nach Schätzung zwischen 10% und 15% der Bevölkerung. Für Kinder mit körperlicher Beeinträchtigung wie Blindheit oder Gehörlosigkeit gibt es Ausbildungsange- bote, wenn auch in zu geringer Zahl. Für betroffene Er- wachsene hingegen gibt es praktisch keine Ausbildungs- plätze. Menschen mit einer Behinderung leiden zudem auch unter der sozialen Ausgrenzung. Das Misrach Center der Mission am Nil soll Menschen mit körperlicher Behinderung eine schulische und/oder beruf- liche Ausbildung ermöglichen, mit dem Ziel, dass sie ein Einkommen erwirtschaften, für sich sorgen und ein eigen- ständiges Leben führen können. Dadurch können die Wahr- nehmung für Menschen mit Behinderung in der Gesell- schaft und die Inklusion gefördert werden. Begünstigte Direkt: 250 Menschen mit Behinderung Indirekt: 3000 Personen Kosten (einschliesslich 13,0% PBK) Fr. 305 900 Beantragter Beitrag Fr. 60 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr. 151 900 DEZA Fr. 54 000 Andere Fr. 40 000 Gewährter Beitrag Fr. 45 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2025 geltenden Vergabekriterien EZA.
20. Nouvelle Planète (Verbesserung der Nahrungs- und Finanzsicherheit der 235 Haushalte des Dorfes Soamonina, Madagaskar) Gesuchsteller/in Stiftung Nouvelle Planète, Lausanne Land/Region Madagaskar (HDI 177), Region Vakinankaratra, Gemeinde Ambohidranandriana Vorhaben Madagaskar ist heute eines der ärmsten Länder der Welt. Fast 50% der Kinder unter fünf Jahren leiden an chroni- scher Unterernährung, die im südlichen Teil der Insel be- sonders ausgeprägt ist. Das Projekt bezweckt, den Haushalten ein stabiles Einkom- men zu sichern, ihre Lebensqualität zu verbessern und den Bäuerinnen und Bauern in Binnenregionen neue Perspek tiven zu eröffnen, um der Landflucht und Auswanderung vorzubeugen. Dies umfasst die Einführung eines optimalen Bewässerungssystems, eines gemeinschaftlichen Dorf speichers, die Förderung agroökologischer Praktiken und eine verstärkte Umweltpolitik. Begünstigte Direkt: rund 300 Haushalte mit rund 1600 Personen Kosten (einschliesslich 5,1% PBK) Fr. 157 552 Beantragter Beitrag Fr. 100 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr. 50 249 Andere Fr. 7 303 Gewährter Beitrag Fr. 45 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2025 geltenden Vergabekriterien EZA.
21. Pädagogische Hochschule Zürich (LIFE, Lebanon – Initiative for Education, Libanon) Gesuchsteller/in Pädagogische Hochschule Zürich Land/Region Libanon (HDI 109) Vorhabe Libanon, ein kleines Land im Nahen Osten, war wiederholt regionalen Konflikten und inneren Spannungen ausgesetzt. Im Libanon gibt es keine Weiterbildungsangebote für Lehr- personen. Das übergeordnete Ziel des Projekts besteht darin, zur Förderung sozialemotionaler Kompetenzen und eines fried- lichen Zusammenlebens von Kindern und Jugendlichen im Libanon beizutragen. Gemeinsam mit Gemeinden und Hochschulen sowie dem Bildungsministerium entsteht ein bedürfnisorientiertes Weiterbildungsprogramm, das Mento- rinnen und Mentoren für die Schulen ausbildet. Gleichzeitig entwickeln die Projektpartner eine leicht zugängliche Platt- form (Open Ilias), auf der Lehrpersonen Unterlagen und Hinweise zu verschiedenen Themen finden. LIFE wird in einer Gemeinde (Byblos/Jbeil) getestet, adaptiert und steht danach für weitere Gemeinden zur Verfügung. Durch die Übernahme des Programms in die reguläre Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer wird die Nachhaltigkeit sicher- gestellt. Begünstigte Direkt: 600 Lehrpersonen und 8 Trainerinnen und Trainer Indirekt: 10 000 Schülerinnen und Schüler Kosten (einschliesslich 8,1% PBK) Fr. 219 540 Beantragter Beitrag Fr. 81 660 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr. 22 880 Andere Fr. 115 000 Gewährter Beitrag Fr. 45 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2025 geltenden Vergabekriterien EZA.
22. SAM global (Aufbau von zwei Primarschulen, Guinea) Gesuchsteller/in Verein SAM global, Winterthur Land/Region Guinea (HDI 181), Präfekturen Macenta und Télimélé Vorhaben Die Bildungsqualität ist eine grosse Herausforderung in Guinea, insbesondere in abgelegenen Gebieten. SAM global unterstützt die Gründung von Primar- und Sekundarschulen und Projekte für die Aus- und Weiterbildung von Lehrerin- nen und Lehrern. Zudem werden punktuell Schulen bei der Verbesserung ihrer Qualität unterstützt, sei dies durch Beiträge an Infrastruktur (z. B. Toiletten), Lehrmittel oder Stipendien für die Weiterbildung von Verwaltungspersonal oder von Lehrkräften. Die geplante Schule in Macenta ist in einem Quartier der Maniya-Ethnie geplant, wo es laut vorliegenden Informationen keine Primarschule gibt, weder eine öffentliche noch eine private. Die geplante Schule in Télimélé ist ebenfalls in einem Gebiet, wo der Bedarf an einer gut funktionierenden Schule gross ist. Begünstigte Direkt: 540 Schülerinnen und Schüler Kosten (einschliesslich 7,8% PBK) Fr. 151 900 Beantragter Beitrag Fr. 65 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr. 76 900 DEZA Fr. 10 000 Gewährter Beitrag Fr. 45 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2025 geltenden Vergabekriterien EZA.
23. Save the Children (Stärkung des Schutzes, Wohlbefindens und der Resilienz von Jugendlichen in Rohingya-Camps und Aufnahmegemeinden in Cox’s Bazar, Bangladesch) Gesuchsteller/in Verein Save the Children – Organisation für die Rechte der Kinder, Zürich Land/Region Bangladesch (HDI 129), Distrikt Cox’s Bazar Vorhaben Seit dem massiven Zustrom der Rohingya-Flüchtlinge nach Cox’s Bazar 2017 leben über 1 Mio. Menschen unter prekären Bedingungen in überfüllten Camps. Das Vorhaben zielt darauf ab, die Schutz- und Unterstüt- zungsstrukturen für besonders gefährdete Jugendliche – insbesondere Mädchen – in den Rohingya-Flüchtlings- camps und den umliegenden Aufnahmegemeinden zu stärken. Kinder und Jugendliche sind dort massiven Risiken wie Kinderehe, geschlechtsspezifischer Gewalt, Ausbeu- tung, Unsicherheit und fehlender psychosozialer Unter stützung ausgesetzt. Im Zentrum des Projekts stehen präventive und reaktive Massnahmen wie psychosoziale Unterstützung, Lebenskompetenz- und Schutzverhaltens- trainings, Fallmanagement für Betroffene sowie der Aufbau sicherer Räume (Girl Friendly Spaces & Multi-Purpose Centers). Zusätzlich werden Jugendclubs, Elterninitiativen und gemeindebasierte Schutzgremien aktiviert, um nach- haltige Strukturen zu schaffen. Besonders berücksichtigt werden auch Personen mit Behinderungen sowie Jungen und Männer als wichtige Veränderungsakteure. Begünstigte Direkt: rund 10 000 Personen, davon rund 7000 Mädchen und Frauen
Kosten (einschliesslich 13,0% PBK) Fr. 653 409 Beantragter Beitrag Fr. 120 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr. 33 409 Andere Organisationen Fr. 500 000 Gewährter Beitrag Fr. 45 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2025 geltenden Vergabekriterien EZA.
24. Skat Foundation (Terraza Verde, Kolumbien) Gesuchsteller/in Stiftung Skat Foundation, St. Gallen Land/Region Kolumbien (HDI 91), Bogota, Usme Vorhaben Usme ist einer der verletzlichsten Stadtbezirke Bogotás. Von den über 400 000 Einwohnerinnen und Einwohnern leben rund 126 000 unterhalb der Armutsgrenze – 22 500 davon in extremer Armut. Hinzu kommt eine hohe Umwelt- belastung: Die Region liegt in unmittelbarer Nähe zur Müll- deponie Doña Juana, der grössten der Stadt. Dort werden täglich rund 7500 t Abfall entsorgt, davon 67% organischen Ursprungs. Das Projekt Terraza Verde bietet eine innovative, lokal verankerte Lösung. Es schafft Alternativen zur herkömm lichen Abfallentsorgung und trägt gleichzeitig zur Ernäh- rungssicherheit bei. Mit Massnahmen wie Kompostierung, urbanen Gärten und der Stärkung solidarischer Gemein- schaftsstrukturen sollen die Lebensqualität der Menschen in Usme verbessert und ein konkreter Beitrag zu sozialem und ökologischem Wandel geleistet werden. Begünstigte Direkt: rund 1200 Personen Kosten (einschliesslich 13,0% PBK) Fr. 207 000 Beantragter Beitrag Fr. 77 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr. 10 000 DEZA Fr. 40 000 Andere Kantone Fr. 50 000 Andere Fr. 30 000 Gewährter Beitrag Fr. 45 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2025 geltenden Vergabekriterien EZA.
25. Solidar Suisse (Menschenwürdige Arbeit, Bolivien) Gesuchsteller/in Verein Solidar Suisse, Zürich Land/Region Bolivien (HDI 120), Regionen Altiplano/Valles und Amazonas Vorhaben Seit der Coronapandemie ist die Zahl der Arbeitslosen und informell Beschäftigten angestiegen und die Gewalt gegen Frauen und Kinder hat zugenommen. Vor allem junge Men- schen, insbesondere junge Frauen, sind davon betroffen. Das Projekt konzentriert sich auf die berufliche Aus- und Weiterbildung junger Menschen, um ihre Chancen zur Integration auf dem Arbeitsmarkt und auf ein angemesse- nes Einkommen zu erhöhen, sei es als Angestellte oder als Selbstständigerwerbende. Besondere Aufmerksamkeit wird jungen Müttern gewidmet, um ihnen eine (Wieder-) Eingliederung in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Von strategischer Bedeutung ist auch, die öffentliche Politik auf lokaler Ebene zu beeinflussen, weshalb die Interessen- vertretung und Lobbyarbeit von Jugendgruppen und Netz- werken gestärkt wird. Zudem legt das Projekt ein beson deres Augenmerk auf die Förderung von Beschäftigung und Start-ups in der grünen Wirtschaft, um ökologisch und sozial nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen. Zusätzlich sollen die grundlegenden Arbeitsrechte von prekär Be- schäftigten (Zuckerrohrarbeiterinnen und -arbeiter sowie Hausangestellten) gestärkt und gefördert werden. Begünstigte Direkt: 4400 Personen Indirekt: 210 000 Personen Kosten (einschliesslich 10,7% PBK) Fr. 165 909 Beantragter Beitrag Fr. 75 000 Weitere Finanzierung DEZA Fr. 10 000 Andere Fr. 80 909 Gewährter Beitrag Fr. 45 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2025 geltenden Vergabekriterien EZA.
26. Solidarität mit der Welt (Ernährungssouveränität in den Anden, Bolivien und Peru) Gesuchsteller/in Stiftung Solidarität mit der Welt, Zürich Land/Region Bolivien (HDI 120), Departement La Paz, und Peru (HDI 87), Departemente Cusco und Puno Vorhaben Die Andenregion in Peru und Bolivien ist geprägt von tief- greifender Armut, sozialer Ausgrenzung und schwierigen landwirtschaftlichen Bedingungen. Insbesondere indigene kleinbäuerliche Gemeinschaften und Frauen sind stark betroffen. Das Vorhaben bezweckt, die Ernährungssouveränität der lokalen Bevölkerung zu stärken, ihre Resilienz gegenüber Klimaveränderungen zu erhöhen und nachhaltige Lebens- grundlagen zu schaffen. Durch gezielte Schulungen und Wissenstransfer werden marginalisierte und gefährdete Menschen in die Lage versetzt, ihre Rechte wahrzunehmen und nachhaltige Strategien für die Nahrungsmittelproduk- tion zu entwickeln. Dazu gehören agrarökologische Anbau- methoden, verbesserte Wasser- und Hygienemassnahmen sowie der Aufbau nachhaltiger Marktstrukturen. Begünstigte Direkt: 8000 Personen Kosten (einschliesslich 13,0% PBK) Fr. 396 750 Beantragter Beitrag Fr. 60 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr. 186 750 DEZA Fr. 10 000 Andere Beiträge Fr. 140 000 Gewährter Beitrag Fr. 45 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2025 geltenden Vergabekriterien EZA.
27. SolidarMed (Verbesserte Gesundheit für Jugendliche in Masvingo, Simbabwe) Gesuchsteller/in Verein SolidarMed – Schweizer Organisation für Gesundheit in Afrika, Luzern Land/Region Simbabwe (HDI 159), Provinz Masvingo, Distrikte Bikita, Zaka und Chiredzi Vorhaben In Simbabwe ist mehr als ein Drittel der Bevölkerung von Armut betroffen. Es besteht dringender Handlungsbedarf und bedarf gezielter Massnahmen zur Bewältigung der unmittelbaren Gesundheitsprobleme, aber auch des sozia- len Umfelds, insbesondere von Jugendlichen. Das Vorhaben bezweckt neben gesundheitlicher Betreuung auch Bildung und Sensibilisierung von Jugendlichen für Gesundheitsthemen. Durch den Aufbau von sicheren Räumen für Jugendliche im Alter von 10 bis 19 Jahren können sich Gleichaltrige austauschen und gleichzeitig Informationen und Angebote rund um das Thema Gesund- heit erhalten. Ziel des Projekts ist es, bis Ende 2026 in zehn Gesundheitseinrichtungen jugendgerechte Räume mit einem Angebot von altersgerechten Gesundheitsdienst- leistungen zu schaffen. Lehrpersonen, Gesundheitsfach- kräfte sowie Dorfgesundheitsberatende werden darin geschult, altersgerechte Dienstleistungen wie z. B. Sexual- erziehung anzubieten oder Eltern-Kind-Kommunikations- workshops durchzuführen. Zudem werden gleichaltrige Jugendliche zu Peer Educators ausgebildet, um Sensibilisie- rungskampagnen und Diskussionen mit Jugendlichen über sexuelle und reproduktive Gesundheit und Familienplanung zu organisieren. Begünstigte Direkt: rund 30 000 Jugendliche und rund 800 Personen des Gesundheitsfachpersonals Indirekt: rund 72 000 Personen Kosten (einschliesslich 11,5% PBK) Fr. 457 788 Beantragter Beitrag Fr. 150 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr. 100 000 DEZA Fr. 150 000 Andere Fr. 57 788 Gewährter Beitrag Fr. 45 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2025 geltenden Vergabekriterien EZA.
28. Stiftung Kinderdorf Pestalozzi (Verbesserung der Grundschulbildung in Maputo, Mosambik) Gesuchsteller/in Stiftung Kinderdorf Pestalozzi, Trogen Land/Region Mosambik (HDI 183), Maputo (Stadtbezirke Kamfumo, Nlamankulo, Kamaxakeni, Kamavota und Katembe) Vorhaben Die Bildungsqualität ist eine der grössten Herausforde rungen in Mosambiks Hauptstadt Maputo. Das Projekt zielt darauf ab, die Portugiesisch- und Mathe- matikfähigkeiten der Schülerinnen und Schüler zu ver bessern. Dazu nehmen Schulleitungen und Lehrpersonen an Weiterbildungen teil, um die Unterrichtsqualität zu steigern und das Schulumfeld sicherer zu gestalten. Weitere Massnahmen sollen helfen, Lernfortschritte syste- matisch zu erfassen. Eltern sowie Quartierbewohnerinnen und -bewohner werden durch verschiedene Interventionen stärker in Schulangelegenheiten eingebunden. Begünstigte Direkt: rund 15 000 Schülerinnen und Schüler, 200 Lehr- personen, rund 100 Schulleitende und 330 Schulratsmit- glieder Indirekt: rund 23 000 Schülerinnen und Schüler Kosten (einschliesslich 10,3% PBK) Fr. 222 700 Beantragter Beitrag Fr. 60 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr. 17 800 DEZA Fr. 33 400 Andere Fr. 111 500 Gewährter Beitrag Fr. 45 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2025 geltenden Vergabekriterien EZA.
29. Swisscontact (EcoProsperity: Klimaresistente Lebensgrundlagen durch regenerative Land wirtschaftstechnologien für Frauen und junge Erwachsene, Uganda) Gesuchsteller/in Swisscontact, Schweizerische Stiftung für technische Entwicklungszusammenarbeit, Zürich Land/Region Uganda (HDI 159), je fünf Distrikte aus dem Osten und dem Westen Vorhaben Uganda hat eine sehr junge Bevölkerung. Jährlich treten etwa 800 000 Jugendliche ins Erwerbsleben ein, meist in der Landwirtschaft. In West- und Ostuganda sind junge Menschen oft auf Gelegenheitsarbeit und Subsistenzland- wirtschaft angewiesen. Das Projekt zielt darauf ab, Beschäftigungsmöglichkei- ten für junge Mütter sowie junge Frauen und Männer (18–35 Jahre) im Agrarsektor zu schaffen, um ihr Einkom- men zu erhöhen und die Ernährungssicherheit zu gewähr- leisten. Dazu gehören der Zugang zu Schulungen und Methoden, an den Klimawandel angepasste Technologien und Betriebsmitteln, Marktinformationen sowie Finanz mitteln. Durch die Verbesserung ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten kann die Zielgruppe ihre landwirtschaftliche Produktion stärker auf die Nachfrage und den Markt aus- richten. Eine verbesserte Produktion und Produktivität ermöglichen zudem einen nachhaltigen Zugang zu Nah- rungsmitteln. Gleichzeitig unterstützt das Projekt den Privatsektor bei der Entwicklung und Umsetzung neuer Geschäftsmodelle, die junge Menschen und Frauen mit klimafreundlichen Produkten und Lösungen ansprechen. Begünstigte Direkt: 12 000 Personen (davon 70% Frauen) Kosten (einschliesslich 12,3% PBK) Fr. 1 200 000 Beantragter Beitrag Fr. 80 000 Weitere Finanzierung DEZA Fr. 184 500 Andere Kantone Fr. 140 000 Andere Organisationen Fr. 795 500 Gewährter Beitrag Fr. 45 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2025 geltenden Vergabekriterien EZA.
30. Terre des hommes – Kinderhilfe (Eine neue Zukunft für Kinder und Frauen, die im Daulatdia-Bordell sexuell ausgebeutet werden, Bangladesch) Gesuchsteller/in Stiftung Terre des hommes – Kinderhilfe , Lausanne Land/Region Bangladesch (HDI 129), Region Dhaka, Stadt Daulatdia Vorhaben In Bangladesch leben mehr als 100 000 Sexarbeiterinnen, von denen weniger als 10% diese Arbeit freiwillig ergriffen haben. Der Kreislauf von Armut und Ausbeutung ist tief verwurzelt, auch in Daulatdia. Das Vorhaben bezweckt die soziale und wirtschaftliche Integration von Frauen und ihren Kindern. Massnahmen hierzu sind die individuelle Betreuung von Kindern durch Besuche von Sozialarbeiterinnen, Gruppenaktivitäten (freizeitliche und sportliche Veranstaltungen), Sensibilisie- rungen zu Kinderschutz und Kinderrechten, Gründung von Kinderklubs, Unterstützung zum Besuch des Schul- unterrichts sowie Schulungen von Kindern, Frauen und lokalen Behördenmitgliedern. Begünstigte Direkt: 1315 Kinder, 840 Frauen und 90 Fachpersonen Kosten (einschliesslich 9,1% PBK) Fr. 624 059 Beantragter Beitrag Fr. 60 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr. 9 955 Andere Kantone Fr. 35 000 Andere Fr. 519 104 Gewährter Beitrag Fr. 45 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2025 geltenden Vergabekriterien EZA.
31. terre des hommes schweiz (Lebensperspektiven abseits von Kriminalität, Kolumbien) Gesuchsteller/in Verein terre des hommes schweiz, Basel Land/Region Kolumbien (HDI 91), Distrikt Aguablanca Vorhaben Der Alltag im Distrikt Aguablanca in Cali ist geprägt von Gewalt, bewaffneten Konflikten, Drogenhandel und -kon- sum. Fehlende Zukunftsperspektiven und die Verlockung des scheinbar schnellen Geldes treiben Jugendliche in die Kriminalität. Das Vorhaben bezweckt, Jugendlichen den Weg aus der Gewaltspirale aufzuzeigen und ihnen Lebenskompetenzen zu lehren, die es ihnen erlauben, einen gewaltfreien Um- gang mit sich und den Mitmenschen zu haben. Mass nahmen hierzu sind Schulungen zu gewaltfreien Lebens stilen insbesondere von Kindern, aber auch von Eltern und Institutionen, berufsorientierende Veranstaltungen (ein- schliesslich Bibliotheken und Berufsschulen) sowie Kinder- und Jugendzentren. Begünstigte Direkt: 630 Personen Kosten (einschliesslich 13,0% PBK) Fr. 276 000 Beantragter Beitrag Fr. 110 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr. 30 000 DEZA Fr. 66 000 Andere Kantone Fr. 10 000 Andere Organisationen Fr. 60 000 Gewährter Beitrag Fr. 45 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2025 geltenden Vergabekriterien EZA.
32. Universität Zürich (Gemeindebasierte Behandlung und Betreuung von Menschen mit psychischen Krankheiten, Ukraine) Gesuchsteller/in Universität Zürich, Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention Land/Region Ukraine (HDI 100), in den Städten Lviv, Rivne und Chernivtsi Vorhaben Das Vorhaben zielt darauf ab, die Zugänglichkeit und Nach- haltigkeit der psychiatrischen Versorgung in der Ukraine zu verbessern. Es soll die Modernisierung der ukrainischen psychiatrischen Versorgung durch den Übergang von einem traditionellen Modell mit vorwiegend längerer stationärer Behandlung zu einem gemeindenahen ambulanten Ansatz unterstützen. Ein Schlüsselelement der gemeindenahen Versorgung ist die wirksame Zusammenarbeit zwischen Anbietenden von Gesundheits- und Sozialdiensten inner- halb einer Gemeinde, welche die Bedürfnisse der Gemein- schaft verstehen und sich an ihnen orientieren. An diesem Modell sind nicht nur Psychiaterinnen und Psychiater, Psychotherapeutinnen und -therapeuten sowie andere psychosoziale Fachkräfte beteiligt, sondern auch Haus ärztinnen und Hausärzte und Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter der beteiligten Gemeinden. Begünstigte Direkt: rund 1 Mio. Personen Kosten (einschliesslich. 15,0% PBK) Fr. 420 000 Beantragter Beitrag Fr. 60 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr. 110 000 Andere Organisationen Fr. 250 000 Gewährter Beitrag Fr. 45 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2025 geltenden Vergabekriterien EZA.
33. Verein zur Entwicklung der Bewährungshilfe in Osteuropa (Knowhow-Transfer – Einführung von Lernprogrammen für Verkehrsteilnehme rinnen und Verkehrsteilnehmer, die im Strassenverkehr Geschwindigkeitslimiten übertreten [Raser-Programm] in Georgien) Gesuchsteller/in Verein zur Entwicklung der Bewährungshilfe in Osteuropa, Zürich Land/Region Georgien (HDI 60), Stadt Tbilissi Vorhaben Die Strassenverkehrssicherheit in Georgien ist mangelhaft. Die georgische Regierung hat deshalb einen Aktionsplan verabschiedet. Durch Übertretungen von Geschwindigkeits- limiten verursachte Strassenverkehrsunfälle sollen um 15% gesenkt werden. Das Vorhaben bezweckt einen Knowhow-Transfer, um die Verkehrssicherheit nachhaltig zu verbessern. Die aus- gewählten Trainerinnen und Trainer werden durch Mitar beitende der Abteilung Lernprogramme von Justizvollzug und Wiedereingliederung (JuWe) des Kantons Zürich in Aufbau und Didaktik des Programms eingeführt. JuWe stellt sein bewährtes Lernprogramm zur Übersetzung in die georgische Sprache zur Verfügung und wird auch eine Online-Schulung der Trainerinnen und Trainer durchführen. Gleichzeitig wird ein Videoclip entwickelt, der auch auf den sozialen Medien verbreitet werden kann, und damit eine nationale Präventionskampagne gestartet. Begünstigte Direkt: 400 Personen Indirekt: ganze Gesellschaft Kosten (einschliesslich 10,2% PBK) Fr. 78 780 Beantragter Beitrag Fr. 51 180 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr. 27 600 Gewährter Beitrag Fr. 45 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2025 geltenden Vergabekriterien EZA.
34. WWF Schweiz (Zukunft für Menschen, Wälder und Wildtiere in Ost-Usambara, Tansania) Gesuchsteller/in Stiftung WWF Schweiz, Zürich Land/Region Tansania (HDI 167), Region Ost-Usambara, Distrikte Korogwe, Mkinga und Muheza Vorhaben Die Wälder in der ländlichen Region Ost-Usambara in Tansania gehören betreffend Artenvielfalt zu den wertvolls- ten Gebieten weltweit. Die natürlichen Ressourcen Ost- Usambaras stehen jedoch unter enormem Nutzungsdruck. Dies gefährdet nicht nur die einzigartige Biodiversität, sondern vor allem auch die Existenzgrundlage der dort lebenden Menschen. Das langfristige Ziel des Vorhabens besteht darin, mit Unterstützung der lokalen Bevölkerung und Behörden die einzigartigen Wälder, die Fliessgewässer und die Arten vielfalt in Ost-Usambara zu erhalten, das Ökosystem wider- standsfähiger zu machen und die Lebensgrundlagen der Menschen zu sichern. Das Vorhaben umfasst eine partizi- pative, integrierte Landnutzungsplanung, die Wieder herstellung und nachhaltige Bewirtschaftung degradierter natürlicher Ressourcen, die Anwendung nachhaltiger klima- angepasster Landwirtschaftsmethoden und den Aufbau von Wertschöpfungsketten sowie die Nutzung legaler, nachhal- tiger Energiequellen und energieeffizienter Kochherde. Begünstigte Direkt: rund 25 000 Personen Kosten (einschliesslich 11,1% PBK) Fr. 264 237 Beantragter Beitrag Fr. 100 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr. 20 000 DEZA Fr. 10 000 Andere Fr. 134 237 Gewährter Beitrag Fr. 45 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2025 geltenden Vergabekriterien EZA.
3. Übersichtslisten
3.1 Beiträge zugunsten der einzelnen Organisationen Organisation Projekt-Nr. Staat(en) Beitrag in Franken Aqua Alimenta 1 Burkina Faso 45 000 Ärzte ohne Grenzen 2 Tansania 45 000 Baudirektion 3 Indien 300 000 Biovision 4 Tansania 45 000 Brücke Le Pont 5 Togo 45 000 Caritas Schweiz 6 Haiti 45 000 CBM (Schweiz) 7 Madagaskar 45 000 Comundo 8 Kenia 45 000 Ena (Schweiz) 9 Südsudan 45 000 Enfants du Monde 10 Bangladesch 45 000 Fastenaktion 11 Haiti 45 000 Gebäudeversicherung Kanton Zürich 12 Bhutan 270 000 HEKS 13 Haiti 45 000 HELVETAS Swiss Intercoorporation 14 Äthiopien 45 000 Horyzon 15 Nepal 45 000 IAMANEH Schweiz 16 Albanien 45 000 IKRK 17 Mali 45 000 Medair 18 DR Kongo 45 000 Mission am Nil International 19 Äthiopien 45 000 Nouvelle Planète 20 Madagaskar 45 000 Pädagogische Hochschule Zürich 21 Libanon 45 000 SAM global 22 Guinea 45 000 Save the Children 23 Bangladesch 45 000 Skat Foundation 24 Kolumbien 45 000 Solidar Suisse 25 Bolivien 45 000 Solidarität mit der Welt 26 Bolivien und Peru 45 000 SolidarMed 27 Simbabwe 45 000 Stiftung Kinderdorf Pestalozzi 28 Mosambik 45 000 Swisscontact 29 Uganda 45 000 Terre des hommes – Kinderhilfe 30 Bangladesch 45 000 terre des hommes schweiz 31 Kolumbien 45 000 Universität Zürich 32 Ukraine 45 000 Verein zur Entwicklung 33 Georgien 45 000 der Bewährungshilfe in Osteuropa WWF Schweiz 34 Tansania 45 000
3.2 Übersicht zum Engagement in den einzelnen Staaten Kontinent/Staat Projekt-Nr. Betrag Total Total Total pro Projekt pro Land pro Kontinent pro Kontinent in Franken in Franken in Franken in % Afrika Äthiopien 14, 19 45 000 90 000 Burkina Faso 1 45 000 45 000 Guinea 22 45 000 45 000 Kenia 8 45 000 45 000 Kongo DR 18 45 000 45 000 Madagaskar 7, 20 45 000 90 000 Mali 17 45 000 45 000 Mosambik 28 45 000 45 000 Simbabwe 27 45 000 45 000 Südsudan 9 45 000 45 000 Tansania 2, 4, 34 45 000 135 000 Togo 5 45 000 45 000 Uganda 29 45 000 45 000 Afrika total 765 000 38% Asien Bangladesch 10, 23, 30 45 000 135 000 Bhutan 12 270 000 270 000 Indien 3 300 000 300 000 Libanon 21 45 000 45 000 Nepal 15 45 000 45 000 Asien total 795 000 39% Latein- und Südamerika Bolivien 25, 26 45 000 67 500 Peru 26 22 500 22 500 Haiti 6, 11, 13 45 000 135 000 Kolumbien 24, 31 45 000 90 000 Latein- und 315 000 16% Südamerika total
Kontinent/Staat Projekt-Nr. Betrag Total Total Total pro Projekt pro Land pro Kontinent pro Kontinent in Franken in Franken in Franken in % Osteuropa Albanien 16 45 000 45 000 Georgien 33 45 000 45 000 Ukraine 32 45 000 45 000 Osteuropa total 135 000 7% Total 2 010 000 100%
3.3 Übersicht zu den Projektinhalten Ein Grossteil der berücksichtigten Projekte ist mehreren Sachberei- chen zuzuordnen. Deshalb enthält die folgende Übersicht, welche die Schwerpunkte des jeweiligen Projekts wiedergibt, auch Mehrfachnen- nungen: Bereiche Projekte Land-, Wald-, Wasserwirtschaft 4, 5, 6, 11, 13, 14, 17, 18, 20, 26, 29, 34 Ernährung, Umwelt 1, 3, 4, 5, 6, 11, 13, 20, 24, 26, 29, 34 Kleinunternehmen, Einkommensförderung 13, 19, 20, 25, 26, 29 Sozialpolitik, Verwaltung 9, 12, 16, 23, 30, 31, 33 Gesundheit 2, 10, 14, 18, 27, 32 Frauenförderung 10, 13, 15, 16, 23, 25, 29, 30 (Berufs-)Bildung, Förderung von Kindern 7, 8, 9, 14, 19, 21, 22, 25, 27, 28, 29, 30, 31 und Jugendlichen
3.4 Beiträge zugunsten Organisationen des Kantons Die folgende Übersicht zeigt die Beiträge auf, die zugunsten von kon- solidierten Einheiten des Kantons gewährt wurden (Leistungsgruppen [LG] Nrn. 1000 bis 9800): LG Organisation Nr. Projektbezeichnung/Land Beitrag 8000 Baudirektion 3 Bessere Zukunft durch Solarenergie Fr. 300 000 für Sicherheit, Nachhaltigkeit und Eigenständigkeit in tibetischen Sied- lungen in Indien 9600 Universität Zürich 32 Gemeindebasierte Behandlung und Fr. 45 000 Betreuung von Menschen mit psychi- schen Krankheiten, Ukraine 9740 Pädagogische 21 LIFE, Lebanon – Initiative for Educa- Fr. 45 000 Hochschule Zürich tion, Libanon Total Fr. 390 000 Die Beträge sind im Konsolidierten Entwicklungs- und Finanzplan 2025–2028 eingestellt und der Fonds kann diese Verpflichtungen mit den ihm zugewiesenen Mitteln erfüllen.
Auf Antrag der Finanzdirektion beschliesst der Regierungsrat: I. Den folgenden Empfängerinnen und Empfängern werden für die genannten Vorhaben die folgenden Beiträge aus dem Gemeinnützigen Fonds gewährt:
1. Aqua Alimenta Fr. 45 000 (Agrarökologie macht Schule [Phase II, 2025–2028], Burkina Faso)
2. Ärzte ohne Grenzen Fr. 45 000 (Integrierte Gesundheitsversorgung für Mutter und Kind in der Region Lindi, Tansania)
3. Baudirektion Fr. 300 000 (Bessere Zukunft durch Solarenergie für Sicherheit, Nachhaltigkeit und Eigenständigkeit in tibetischen Siedlungen in Indien)
4. Biovision Fr. 45 000 (Zentrum für Agrarökologie in Tansania)
5. Brücke Le Pont Fr. 45 000 (Einkommensförderung für Kleinbäuerinnen und -bauern in Togo)
6. Caritas Schweiz Fr. 45 000 (REVIVE – Höheres Einkommen dank Solarenergie, Haiti)
7. CBM (Schweiz) Fr. 45 000 (MAHAY. Förderung der inklusiven Bildung für Lernende mit Behinderungen, Madagaskar)
8. Comundo Fr. 45 000 (Kompetenzzentren für praxisnahe moderne Berufsbildung fördern die Arbeitsmarktintegration von Jugendlichen, Kenia)
9. Ena (Schweiz) Fr. 45 000 (Entwicklungsprojekt im Südsudan: Bildung und Frieden)
10. Enfants du Monde Fr. 45 000 (Verbesserung der Gesundheit von Müttern, Kindern und Jugendlichen im Kontext des Klimawandels, Bangladesch)
11. Fastenaktion Fr. 45 000 (Gemeinsam stark für fruchtbare Böden, sichere Ernten und Klima anpassung, Haiti)
12. Gebäudeversicherung Kanton Zürich Fr. 270 000 (Verbesserung des Brandschutzes in Bhutan, insbesondere des abwehrenden Brandschutzes [Feuerwehr])
13. HEKS Fr. 45 000 (Nachhaltige Ernten, sichere Zukunft: Saatgut, Biodiversität und Ernährungssicherheit in der Grand’Anse, Haiti)
14. HELVETAS Swiss Intercooperation Fr. 45 000 (YES, Sauberes Wasser in ländlichen Siedlungen und Einkommens chancen für junge Frauen und Männer in Amhara, Äthiopien)
15. Horyzon Fr. 45 000 (EmpowHER, Nepal)
16. IAMANEH Schweiz Fr. 45 000 (Geschlechtergerechtigkeit: Einen echten Wandel erreichen mit Gewaltberatung für Männer, Albanien)
17. IKRK Fr. 45 000 (Sicherstellung des Zugangs zu Wasser trotz Konflikt und Instabilität: Wasser- und Infrastrukturaktivitäten für notleidende Menschen in Mali)
18. Medair Fr. 45 000 (Verbesserte Gesundheit durch Zugang zu sauberem Wasser in Gesundheitseinrichtungen und Schulen im ländlichen Ituri, Demokratische Republik Kongo)
19. Mission am Nil International Fr. 45 000 (Misrach Center – Ausbildungszentrum für Menschen mit körperlicher Behinderung, Äthiopien)
20. Nouvelle Planète Fr. 45 000 (Verbesserung der Nahrungs- und Finanzsicherheit der 235 Haushalte des Dorfes Soamonina, Madagaskar)
21. Pädagogische Hochschule Zürich Fr. 45 000 (LIFE, Lebanon – Initiative for Education, Libanon)
22. SAM global Fr. 45 000 (Aufbau von zwei Primarschulen, Guinea)
23. Save the Children Fr. 45 000 (Stärkung des Schutzes, Wohlbefindens und der Resilienz von Jugend- lichen in Rohingya-Camps und Aufnahmegemeinden in Cox’s Bazar, Bangladesch)
24. Skat Foundation Fr. 45 000 (Terraza Verde, Kolumbien)
25. Solidar Suisse Fr. 45 000 (Menschenwürdige Arbeit, Bolivien)
26. Solidarität mit der Welt Fr. 45 000 (Ernährungssouveränität in den Anden, Bolivien und Peru)
27. SolidarMed Fr. 45 000 (Verbesserte Gesundheit für Jugendliche in Masvingo, Simbabwe)
28. Stiftung Kinderdorf Pestalozzi Fr. 45 000 (Verbesserung der Grundschulbildung in Maputo, Mosambik)
29. Swisscontact Fr. 45 000 (EcoProsperity: Klimaresistente Lebensgrundlagen durch regenerative Landwirtschaftstechnologien für Frauen und junge Erwachsene, Uganda)
30. Terre des hommes – Kinderhilfe Fr. 45 000 (Eine neue Zukunft für Kinder und Frauen, die im Daulatdia-Bordell sexuell ausgebeutet werden, Bangladesch)
31. terre des hommes schweiz Fr. 45 000 (Lebensperspektiven abseits von Kriminalität, Kolumbien)
32. Universität Zürich Fr. 45 000 (Gemeindebasierte Behandlung und Betreuung von Menschen mit psychischen Krankheiten, Ukraine)
33. Verein zur Entwicklung der Bewährungshilfe in Osteuropa Fr. 45 000 (Knowhow-Transfer – Einführung von Lernprogrammen für Verkehrs teilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer im Strassenverkehr, die Geschwindigkeitslimiten übertreten [Raser-Programm] in Georgien)
34. WWF Schweiz Fr. 45 000 (Zukunft für Menschen, Wälder und Wildtiere in Ost-Usambara, Tansania) Total Fr.2 010 000
II. Die Gewährung erfolgt unter den Bedingungen und Auflagen, die in den Erwägungen zu den einzelnen Beiträgen genannt sind, sowie unter den folgenden allgemeinen Bedingungen und Auflagen: a) Die Empfängerin oder der Empfänger hat der Fondsverwaltung elek- tronisch die Erfüllung aller Auflagen zuzusichern (Bedingung). b) Die Empfängerin oder der Empfänger hat die Fondsverwaltung in- nert fünf Jahren seit der Gewährung elektronisch um Auszahlung des Beitrags zu ersuchen und der Fondsverwaltung den Schlussbericht gemäss § 11 Abs. 2 Satz 1 LFG in einer von dieser akzeptierten Fas- sung einzureichen (Bedingung für diese Auszahlung). Die Fondsver- waltung kann diese Frist aus besonderen Gründen erstrecken. c) Die Empfängerin oder der Empfänger hat geeignete Massnahmen zur Verhinderung einer Zweckentfremdung der Mittel, insbesondere durch Korruption und Kickbacks, zu treffen (Auflage). d) Die Empfängerin oder der Empfänger hat den Gemeinnützigen Fonds an geeigneter Stelle als Geldgeber zu erwähnen, wenn möglich unter Verwendung des Logos des Gemeinnützigen Fonds (Auflage). e) Ergibt sich nach der Verwirklichung des Vorhabens eine Überfinan- zierung, hat die Empfängerin oder der Empfänger dem Gemeinnüt- zigen Fonds davon den Teil zu erstatten, der dem Anteil des Fonds an der Finanzierung des Vorhabens entspricht (Auflage). III. Die Finanzdirektion wird beauftragt, die Beiträge gemäss Dispo sitiv I unter Berücksichtigung der Bedingungen und Auflagen gemäss Dispositiv II auszubezahlen.
IV. Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen, von der Mitteilung an gerechnet, beim Verwaltungsgericht des Kantons Zürich Beschwerde erhoben werden. Die Beschwerdeschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist beizulegen oder genau zu bezeichnen. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu be- zeichnen und soweit möglich beizulegen. V. Mitteilung an die Empfängerinnen und Empfänger der Beiträge gemäss Dispositiv I (durch die Finanzdirektion), die Finanzkommission des Kantonsrates sowie an die Direktionen des Regierungsrates und die Staatskanzlei.
Vor dem Regierungsrat Die Staatsschreiberin:
Kathrin Arioli