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Entscheid

RRB Nr. 904/2011

Projektanträge im Rahmen des Standardprozesses der Immobilienverordnung, 2. Quartal 2011, Freigabe

13. Juli 2011Deutsch17 min

Source zh.ch

Projektanträge im Rahmen des Standardprozesses der Immobilienverordnung, 2. Quartal 2011, Freigabe

Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 13. Juli 2011

904. Projektanträge der Bildungsdirektion im Rahmen des Standardprozesses der Immobilienverordnung, 2. Quartal 2011

A. Standardprozess Nettoinvestitionen Hochbau Die Immobilienverordnung vom 24. Januar 2007 (ImV) regelt die Planung und Steuerung des Bestandes und der Nutzung der Betriebs- liegenschaften des Kantons, die Abwicklung von Nettoinvestitionen im Hochbau, die solche Liegenschaften betreffen, und die Bewirtschaftung der Liegenschaften (§ 1 ImV). Für die Abwicklung von Investitionspro- jekten im Hochbau gilt der Standardprozess, wie er in den §§ 8 ff. ImV beschrieben ist. Die vorliegenden Projektanträge halten die Ergebnisse der Projektskizzenprüfung und der Nutzwertanalyse fest. Die gegen- wärtige Gewichtung der Kriterien der Nutzwertanalyse wurde mit RRB Nr. 336/2011 festgelegt. Stimmt der Regierungsrat den Projektanträgen zu, werden die Pro- jekte für die nachfolgende Phase des Standardprozesses freigegeben. Über die weitere Entwicklung der Projekte wird gemäss Zuständigkeit nach dem allgemeinen Finanzhaushaltsrecht im Rahmen von Ausga- benbewilligungen entschieden.

B. Projektanträge Gemäss § 15 ImV entscheidet der Regierungsrat über die Projektan- träge von Projekten der Klasse 1 und 2. Damit werden diese Vorhaben für die nächste Phase des Standardprozesses (Vorstudie) freigegeben. In der Phase Vorstudie wird das Projekt weiterentwickelt. In einzelnen Fällen (insbesondere bei Kleinvorhaben und Ersatzinvestitionen) ist die Phase Vorstudie weder erforderlich noch zweckmässig. Dann wird das Vorhaben direkt für die Phase Projektierung freigegeben. In dieser Phase wird das Projekt zur Baureife entwickelt. Sämtliche nachstehend aufgeführten Projektanträge haben die vorgängige Nutzwertanalyse gemäss § 12 ImV mit einem genügend hohen Nutzwert abgeschlossen. Der Nutzwert bildet die Grundlage für die Ermittlung der Realisie- rungsreihenfolge. Die aufgeführten Nettoinvestitionssummen zu den einzelnen Projekten sind als erste, der aktuellen Phase entsprechende, Kostenannahmen zu interpretieren.

Tabelle 1: Projektanträge Investitionsvorhaben Klasse 2 gemäss § 10 Abs. 1 lit. b ImV Objekt Projekt Realisierung Nettoinvestitionen Hochbau davon Projektierung Vorstudie Nutzer Schule Fr. Fr. Fr.

1. Berufsschulen: Sanierung Heizung 2012 200 000 20 000 – Winterthur, Wülflingerstrasse 17 Mittelschul- und Berufsbildungsschule Winterthur Berufsbildungsamt (BBW), Winterthur

2. Mittelschulen: Sanierung Bühnentechnik Aula 2012 2 000 000 200 000 50 000 Zürich, Minervastrasse 14 Mittelschul- und Kantonsschule Hottingen, Berufsbildungsamt Zürich

3. Mittelschulen: Sanierung Flachdach 2012–2013 2 300 000 300 000 – Zürich, Birchstrasse 107 Tiefgarage Mittelschul- und Kantonsschulen Oerlikon –2– Berufsbildungsamt und Zürich Birch, Zürich

4. Mittelschulen: Sanierung Fassade 2012 2 500 000 103 000 – Zürich, Gutenbergstrasse 15 / Hauptgebäude Steinentischstrasse 10 Mittelschul- und Kantonsschulen Freudenberg Berufsbildungsamt und Enge, Zürich

5. Mittelschulen: Sanierung Heizung 2012 170 000 15 000 – Winterthur, Rychenbergstrasse 11, Villa Tössertobel Mittelschul- und Kantonsschule Rychenberg, Berufsbildungsamt Winterthur

Objekt Projekt Realisierung Nettoinvestitionen Hochbau davon Projektierung Vorstudie Nutzer Schule Fr. Fr. Fr.

6. Zürich Universität: Nachnutzung PHZH- 2012–2014 6 000 000 300 000 – Zentrum Liegenschaften Kantonsschulstrasse 1, Theologische Fakultät; Kantonsschulstrasse 3, Philosophische Fakultät; Rämistrasse 59, Philosophische Fakultät; Schönberggasse 1, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät Hochschulamt

7. Zürich Universität: Mieterausbau 2012 880 000 70 000 – –3– Zentrum Kurvenstrasse 17, Rechtsmedizin Hochschulamt

Projektanträge Investitionsvorhaben Klasse 2 gemäss § 10 Abs. 1 lit. b ImV

1. Berufsbildungsschule Winterthur (BBW), Wülflingerstrasse 17, Winterthur, Sanierung Heizung Ausgangslage Die Heizanlage hat die ordentliche Lebensdauer erreicht und ist des- halb reparaturanfällig geworden. Es muss damit gerechnet werden, dass in absehbarer Zeit der Heizkessel ausfallen wird und ersetzt werden muss. Die vielen Reparaturen sind kosten- und zeitintensiv geworden, betrieblich entsteht ein Mehraufwand. Projektziele Durch den Ersatz des Heizkessels soll eine langfristig wieder gut funktionierende Heizanlage sichergestellt werden. Nutzwertanalyse Mit dem Projekt werden notwendige bauliche und energetische Mass- nahmen zu einer wirtschaftlichen Wärmeerzeugungsanlage umgesetzt. Die Betriebs- und Unterhaltskosten können verringert werden und die Verfügbarkeit der Anlage wird erhöht. Tabelle 1: Termine Phase Vorstudie Projektierung Realisierung Jahre – 2012 2012

Tabelle 2: Investitionen 2011 2012 2013 2014 2015 Total Investitionskosten in Franken 200 000 200 000 Gemäss Grobkostenschätzung des Hochbauamtes wird mit Kosten von Fr. 200 000 gerechnet. Die Ausgabe für die Phase Projektierung von rund Fr. 20 000 geht zulasten der Investitionsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 7306, Be- rufsbildung. Sie gilt als Vorleistung für eine Ausgabenbewilligung. Das Projekt ist in der Realisierungsreihenfolge für den KEF 2011–2014 (RRB Nr. 1101/2010) nicht enthalten. Die Finanzierung wird durch die Verschiebung von anderen Projekten innerhalb der Leistungsgruppe Nr. 7306, Berufsbildung, durch die Bildungsdirektion sichergestellt.

2. Kantonsschule Hottingen, Zürich, Sanierung Bühnentechnik Aula Ausgangslage Die Bühnentechnik (z. B. Beleuchtung, Ton, Vorhänge) der Aula- bühne wurde zusammen mit dem Schulhausneubau 1949 erstellt und entspricht nicht mehr den heutigen technischen und betrieblichen An-

forderungen. Die Bühne wird sowohl für Chor- und Orchesterdarbie- tungen, Theateraufführungen als auch für Podiumsdiskussionen und Vorträge, der Zuschauerraum zudem für Aufnahme- und Maturaprü- fungen genutzt. Die Beleuchtung gibt sehr viel Wärme ab und stellt ein Sicherheitsrisiko dar (Brandgefahr). Die Beleuchtungssteuerung für das Ein- und Ausschalten funktioniert nicht mehr richtig. Zudem ent- spricht das Elektrotableau hinter der Bühne nicht mehr den heutigen Sicherheitsanforderungen. Die Bühne selber ist mit schweren Vorhän- gen, die mechanisch auf- und zugezogen werden müssen, ausgerüstet. Diese absorbieren den Schall zu stark. Projektziele Die gesamte Bühnentechnik soll unter Einbezug der entsprechenden Fachleute den Bedürfnissen der verschiedenen Nutzergruppen ange- passt und erneuert werden. Die Brandlasten im Bühnenbereich sind durch nicht brennbare Materialien zu ersetzen. Ebenso muss die Be- leuchtung ersetzt werden. Den akustischen Anforderungen der verschie- denen Nutzergruppen, vor allem bezüglich Nachhallzeit und Schall- absorption, soll ohne Einsatz von Mikrofonen Rechnung getragen werden. Auch soll eine Lagermöglichkeit für temporär nicht benötigte Gerätschaften (wie z. B. Musikinstrumente während einer Theaterauf- führung) sichergestellt werden. Für den Zuschauerraum ist eine neue Verdunkelungsmöglichkeit vor den Fenstern vorzusehen. Nutzwertanalyse Es sollen werterhaltende Massnahmen ausgeführt und Folgeschäden (z. B. durch Brand) vermieden werden. Durch die Erneuerung der Büh- nentechnik soll die Nutzungsflexibilität verbessert werden. Weiter wird eine Verringerung der Betriebs- und Wartungskosten (vor allem im Be- reich Beleuchtung und Elektro) durch die Modernisierung der Anlagen erwartet. Tabelle 3: Termine Phase Vorstudie Projektierung Realisierung Jahre 2011 2012 2012

Tabelle 4: Investitionen 2011 2012 2013 2014 2015 Total Investitionskosten in Franken 150 000 1 850 000 – – – 2 000 000 Die Investitionen sind in einer ersten groben Schätzung aufgezeigt worden, müssen jedoch mit den Fachleuten und den Vertreterinnen und Vertretern des Hochbauamtes verifiziert werden. Eine Vorstudie durch einen Bühnenspezialisten soll den Umfang der Arbeiten genauer fest- legen.

Der Aufwand für die Phase Vorstudie von rund Fr. 50 000 geht zulas- ten der Erfolgsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 7301, Mittelschulen. Sie gilt als Vorleistung für eine Ausgabenbewilligung. Das Projekt ist in der Realisierungsreihenfolge für den KEF 2011–2014 (RRB Nr. 1101/2010) nicht enthalten. Die Finanzierung wird durch die Verschiebung von an- deren Projekten innerhalb der Leistungsgruppe Nr. 7301, Mittelschu- len, durch die Bildungsdirektion sichergestellt.

3. Kantonsschulen Zürich Birch und Oerlikon, Zürich, Sanierung Flachdach Tiefgarage Ausgangslage Am Standort Oerlikon soll eine neue Kantonsschule gegründet wer- den, indem die beiden heutigen Kantonsschulen Zürich Birch und Oer- likon zusammengefasst werden. Teile der bestehenden Schulanlage sind sanierungsbedürftig, weshalb ein entsprechendes Bauprojekt neben der Konzeption der neuen Schule auch die Instandstellungsmassnahmen zu berücksichtigen hat. Der Gebäudeteil der Kantonsschule Zürich Birch wurde vor wenigen Jahren saniert und den Bedürfnissen angepasst. Über der Einfahrt der Tiefgarage befindet sich der Sportplatz. Nach Regenfällen bleibt das Wasser stehen, da das Gefälle nicht richtig aus- geführt wurde. Bei der Erstellung des Aulaneubaus wurde dies bereits festgestellt, aber die Behebung auf die Gesamtsanierung verschoben. Infolge eines aufgetretenen Wasserschadens in der Einstellhalle der Kan- tonsschulen Zürich Birch und Oerlikon wurde eine statische Zustands- beurteilung in Auftrag gegeben. Diese wurde im März 2010 erstellt und eine Instandsetzung derselben in den nächsten zwei Jahren empfohlen, da eine weitere Verzögerung Folgeschäden nach sich ziehen könnte. Projektziele Die Ursache der Betonschäden liegt in der Undichtigkeit der Decke bzw. des Übergangs zwischen Decke und den Umfassungswänden. Die 1998 durchgeführte erste Instandsetzung konnte den Wasserzutritt in die Betonkonstruktion nicht oder nur teilweise unterbinden. Die Trag- sicherheit der Betonkonstruktion ist zwar noch gewährleistet, sie wird jedoch regelmässig kontrolliert, um kein Sicherheitsrisiko einzugehen. Zum heutigen Zeitpunkt muss davon ausgegangen werden, dass mit der Sanierung der Tiefgarage nicht mehr länger zugewartet werden kann, da sonst Folgeschäden mit grösseren Investitionen auftreten können oder die Sicherheit der Tragstruktur nicht mehr gegeben wäre. Mit der Sanierung sollen die Abplatzungen in der Garagendecke be- hoben werden. Um neue Infiltrationen zu vermeiden, wird die Decke neu abgedichtet. Damit das Wasser auf dem Sportplatz abfliessen kann, wird das Gefälle anders ausgebildet. Weiter sind entsprechende Abfluss-

rinnen zu verlegen, und der Sportplatz über der Unterniveaugarage ist neu zu erstellen. Mit diesen Massnahmen werden Folgeschäden vermie- den und die Tragfähigkeit der Decke sichergestellt. Nutzwertanalyse Durch die Sanierungsmassnahmen wird die Tiefgarage wieder instand gesetzt und weitere Folgeschäden durch eintretendes Wasser werden vermieden. Das Projekt wurde durch einen Bauingenieur untersucht und beurteilt. Es ist geplant, das Vorhaben ab Sommer 2012 auszufüh- ren. Eine weitere Verzögerung würde ein Sicherheitsrisiko bedeuten. Tabelle 5: Termine Phase Vorstudie Projektierung Realisierung Jahre – 2011–2012 2012–2013

Tabelle 6: Investitionen 2011 2012 2013 2014 2015 Total Investitionskosten in Franken 100 00 700 000 1 500 000 – – 2 300 000 Die Investitionen sind in einer ersten groben Schätzung auf 2,3 Mio. Franken geschätzt worden. Diese Kostenangabe muss mit den Fachleu- ten und dem Hochbauamt verifiziert werden. Die Ausgabe für die Phase Projektierung von rund Fr. 300 000 geht zulasten der Investitionsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 7301, Mit- telschulen. Sie gilt als Vorleistung für eine Ausgabenbewilligung. Das Projekt ist in der Realisierungsreihenfolge für den KEF 2011–2014 (RRB Nr. 1101/2010) nicht enthalten. Die Finanzierung wird durch die Verschiebung von anderen Projekten innerhalb der Leistungsgruppe Nr. 7301, Mittelschulen, durch die Bildungsdirektion sichergestellt.

4. Kantonsschulen Freudenberg und Enge, Zürich, Sanierung Fassade Hauptgebäude Ausgangslage Die 1957–1961 gebaute Schulanlage des Architekten Jacques Scha- der wurde 1986 ins städtische Inventar schützenswerter Bauten aufge- nommen. In den Jahren 1993–2000 wurde die Gesamtanlage saniert. Der Naturwissenschaftentrakt und der Turnhallentrakt bilden den Be- tonsockel, auf dem die mit Natursteinplatten verkleideten Hauptschul- bauten stehen. Bei der Gesamtsanierung wurden die Fassaden der Sockelbauten zwar saniert, aus denkmalpflegerischer Sicht musste die Betonstärke aber unverändert bleiben. Es wurde deshalb ein Verfahren gewählt, bei dem eine dünne Spachtelschicht aufgetragen wurde. Heute zeigen die Fassaden des Naturwissenschaftentraktes und der Turnhallen an verschiedenen Orten Ablösungen der Spachtelschicht auf. Ebenfalls sind verschiedene Stellen bei den Treppenaufgängen defekt.

Projektziele 2007 liess das Hochbauamt Betonproben vom Labor für Prüfung und Materialtechnologie (LPM) untersuchen. Ein Eindringen von Feuchtigkeit löst Salze im Beton. Wenn dichte Schichten an der Ober- fläche sind (Spachtelschicht), kristallisieren die Salze beim Trocknen vor diesen Schichten aus. Die dadurch entstehende Volumenvergrösse- rung hat Abplatzungen beim Beton und der Spachtelschicht zur Folge. Anhand von Musterflächen sollen unterschiedliche Verfahren zur Be- hebung getestet werden. Die Musterflächen werden das genaue Verfah- ren vorgeben. Deshalb ist das heute geschätzte Investitionsvolumen noch ungenau. Ziel ist es, die Wasseraufnahme der Betonfassaden deut- lich zu verringern. Unterhalb der Spachtelschicht soll ein wasserabwei- sender Anstrich die Wasseraufnahme deutlich verringern. Nutzwertanalyse Es werden Kosten von 2–3 Mio. Franken erwartet. Genauere Kosten- prognosen sind erst nach dem Entscheid des Ausführungsverfahrens möglich. Durch die baulichen Massnahmen werden kostenintensivere Folgeschäden vermieden. Die sanierungsbedürftige Fassade wird wie- der instand gestellt. Die Kosten für die Verfahrensfindung belaufen sich gemäss Angaben des Hochbauamts vom 17. März 2010 auf Fr. 103 000. Tabelle 7: Termine Phase Vorstudie Projektierung Realisierung Jahre – 2011 2012

Tabelle 8: Investitionen 2011 2012 2013 2014 2015 Total Investitionskosten in Franken 103 000 2 397 000 – – – 2 500 000 Die Ausgabe für die Phase Projektierung von Fr. 103 000 geht zu- lasten der Investitionsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 7301, Mittel- schulen. Sie gilt als Vorleistung für eine Ausgabenbewilligung. Das Projekt ist in der Realisierungsreihenfolge für den KEF 2011–2014 (RRB Nr. 1101/2010) nicht enthalten. Die Finanzierung wird durch die Verschiebung von anderen Projekten innerhalb der Leistungsgruppe Nr. 7301, Mittelschulen, durch die Bildungsdirektion sichergestellt.

5. Kantonsschulen Rychenberg, Rychenbergstrasse 110, Winterthur, Villa Tössertobel, Sanierung Heizung Ausgangslage Die Heizanlage in der Villa Tössertobel der Kantonsschule Rychen- berg hat die technische Lebensdauer erreicht und ist reparaturanfällig geworden. Es muss damit gerechnet werden, dass in absehbarer Zeit der

Heizkessel ausfallen wird und ersetzt werden muss. Die vielen Repara- turen sind kosten- und zeitintensiv geworden, betrieblich entsteht ein Mehraufwand. Projektziele Durch den Ersatz des Heizkessels soll eine langfristig funktionieren- de Heizanlage sichergestellt werden. Nutzwertanalyse Mit dem Projekt werden notwendige bauliche und energetische Massnahmen zu einer wirtschaftlichen Wärmeerzeugungsanlage umge- setzt. Betriebs- und Unterhaltskosten können verringert werden und die Verfügbarkeit der Anlage wird erhöht. Es werden Kosten in der Höhe von Fr. 170 000 erwartet. Tabelle 9: Termine Phase Vorstudie Projektierung Realisierung Jahre – 2012 2012

Tabelle 10: Investitionen 2011 2012 2013 2014 2015 Total Investitionskosten in Franken – 170 000 – – – 170 000 Die Ausgabe für die Phase Projektierung von rund Fr. 15 000 geht zu- lasten der Investitionsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 7301, Mittel- schulen. Sie gilt als Vorleistung für eine Ausgabenbewilligung. Das Projekt ist in der Realisierungsreihenfolge für den KEF 2011–2014 (RRB Nr. 1101/2010) nicht enthalten. Die Finanzierung wird durch die Verschiebung von anderen Projekten innerhalb der Leistungsgruppe Nr. 7301, Mittelschulen, durch die Bildungsdirektion sichergestellt.

6. Universität Zürich, Zentrum, Theologische Fakultät, Philosophische Fakultät, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät; Nachnutzung Pädagogische Hochschule Zürich-Liegenschaften Ausgangslage Durch den geplanten Umzug der Pädagogischen Hochschule Zürich (PHZH) im Jahr 2012 auf den Campus im Sihlpost-Areal benötigt diese ihre Gebäude im Zentrum nicht mehr. Von den frei werdenden Liegen- schaften wird die Universität folgende vier Gebäude aus dem kanto- nalen Verwaltungsvermögen übernehmen, um so dringend benötigte Flächen für Forschung und Lehre zu schaffen: – Kantonsschulstrasse 1, «Turnegg» – Kantonsschulstrasse 3, «Schulhaus Wolfbach» – Rämistrasse 59, «Alte Kantonsschule» – Schönberggasse 1, «Zum Schanzenberg»

Auf der Grundlage des Berichtes der Universität Zürich zur «Nach- nutzung der kantonalen Liegenschaften der Pädagogischen Hochschule Zürich durch die Universität Zürich» vom 8. Dezember 2010 hat die Universitätsleitung über folgende Nachnutzung der Liegenschaften entschieden: Die Kantonsschulstrasse 1 soll durch die Theologische Fakultät als Bürogebäude genutzt werden. Die Liegenschaft Kantonsschulstrasse 3 und die seitlich angrenzende «Turnhalle Schulhaus Wolfbach» ist für die Philosophische Fakultät mit Bürobedarf vorgesehen. An der Schönberggasse 1 sind neben der Nutzung für Büro- und Seminararbeitsplätze auch die Konsolidierung des allgemeinen Lehr- bereichs (Seminarflächen) und die Kompensation der provisorischen Lehrflächencontainer an der Schönberggasse vorgesehen. Der Büro- bereich und die für die Bibliotheksnutzung vorgesehenen Flächen sol- len der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät als dringend benötigte Wachstumsflächen für die anstehenden Berufungen und als Kompen- sation für die Abgabe kleinerer Liegenschaften dienen. Die Rämistrasse 59 bietet vor allem Büro- und Seminarräume und verfügt über eine Aula. Die Baustruktur des historischen Schulgebäu- des mit den grosszügigen Verkehrsflächen ist gut geeignet für pub- likumsintensive Nutzungen und eine Weiternutzung der Aula. Die Be- legung soll durch die Philosophische Fakultät erfolgen. Bedingt durch die zentrale Lage, werden die Seminarflächen von den umliegenden In- stituten genutzt werden. Mit der Rückführung des Instituts für Gymnasial- und Berufspäd- agogik sowie der Konsolidierung einzelner Institute können die Miet- verträge der Liegenschaften Beckenhoftstrasse 31/33/35/37, Stampfen- bachstrasse 115, Mühlebachstrasse 86 und Hottingerstrasse 10 aufgelöst werden. Projektziele/Nutzwertanalyse – Kantonsschulstrasse 1, Theologische Fakultät Das 2002/2003 sanierte fünfgeschossige Hauptgebäude bietet etwa 800 m2 HNF, die grösstenteils Büroflächen sind. Dazu kommen Sitzungs- zimmer und Technikräume. Bestandteil der «Turnegg» ist das zwei- geschossige Gebäude Kantonsschulstrasse 1a, das im Untergeschoss eine Cafeteria/Sozialraum und im Erdgeschoss einen Sitzungsraum auf- weist. Für die Belegung kann das Gebäude weitestgehend im bestehen- den Zustand übernommen werden. – Kantonsschulstrasse 3, Philosophische Fakultät Das fünfgeschossige Hauptgebäude und die Turnhalle wurden 2005 saniert. Im Hauptgebäude befinden sich Aufenthalts-, Besprechungs-, Büro-, Medien- und Seminarräume und im zweiten Obergeschoss be-

findet sich ein Hörsaal. Insgesamt stehen rund 80 Büroarbeitsplätze und rund 100 Hörsaalplätze zur Verfügung (1840 m2 HNF). Eine Umnut- zung von Seminarräumen in Büros ist vorgesehen. – Schönberggasse 1, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät Die Schönberggasse 1 bietet neben 240 Seminararbeitsplätzen vor allem Raum für Büroflächen mit 120 Arbeitsplätzen (insgesamt knapp 2400 m2 HNF). Die Weiterverwendung der Liegenschaft ist für die Uni- versität Zürich mit baulichen Anpassungen und Kosten verbunden, da die Raumstruktur teilweise an die neue Belegung angepasst werden muss. – Rämistrasse 59, Philosophische Fakultät Das fünfgeschossige, 2005 sanierte Gebäude hat einen hohen Anteil Verkehrsflächen (rund 6600 m2 NGF, knapp 3800 m2 HNF), weshalb es neben der Weiternutzung von Aula, Hörsaal und Seminarräumen für eine publikumsintensive Nutzung gut geeignet ist. Es stehen 140 Büro- arbeitsplätze, knapp 400 Seminar- und Hörsaalplätze sowie 50 m2 Sit- zungszimmer zur Verfügung. Im Rahmen der Projektierung ist zu überprüfen, ob weitere Investi- tionen bezüglich der Bausubstanz und im Bereich der Gebäudetechnik notwendig sein werden. Ziel der Nachnutzung ist es, die Bedingungen für die Fakultäten zu verbessern, die nach der Flächenentwicklungsstrategie der Universität am Standort Zürich Zentrum gefördert werden sollen. Im Weiteren sol- len betriebliche Optimierungen und Synergienutzungen ermöglicht werden. Weitere Ziele der Gebäudeübernahme: – Erfüllen dringender Zusatzbedarfe insbesondere bei Büro-, Service- und Lehrflächen – Entlastung der angespannten Unterbringungssituation im Zentrum – Vermeidung weiterer kurzfristiger Anmietungen Tabelle 13: Termine Phase Vorstudie Projektierung Realisierung Jahre – 2011–2012 2012–2014

Tabelle 14: Investitionen 2010 2011 2012 2013 2014 Total Investitionskosten in Franken – 200 000 1 500 000 4 000 000 300 000 6 000 000 Das Projekt ist im KEF 2011–2014 bzw. in der Realisierungsreihen- folge für den KEF 2011–2014 (RRB Nr. 1101/2010) nicht enthalten. Die Finanzierung wird durch die Verschiebung von anderen Projekten in- nerhalb der Leistungsgruppe Nr. 7401, Universität, sichergestellt.

7. Zürich Universität, Zentrum, Kurvenstrasse 17, Rechtsmedizin, Mieterausbau Ausgangslage Die Abteilung Verkehrsmedizin des Instituts für Rechtsmedizin ist mit dem Klinisch-Forensischen Labor bereits heute in Teilen an der Kurvenstrasse 17 tätig. Die Rechtsmedizin und insbesondere die klini- sche Forensik sind im Wachstum begriffen. Für den erhöhten Flächen- bedarf kann durch den Wegzug der PHZH an der gleichen Adresse der dringend benötigte Raum dazugemietet werden. Nach einer ersten Prüfung durch die Benutzer sollen die voraussichtlich zur Verfügung stehenden Flächen für die nächsten zehn Jahre ausreichen. Projektziele/Nutzwertanalyse Mit den zusätzlichen Räumlichkeiten kann gegenüber dem Ist-Zu- stand eine sinnvolle Einheit mit verbesserten Bedingungen der Abläufe für die Kundschaft sowie für die Mitarbeitenden im Empfangs-, Unter- suchungs- und Laborbereich geschaffen werden. Schwerpunkt der notwendigen Umbauarbeiten sind die notwendigen Lüftungs- und Kühlanlagen, die in dem für Büronutzung konzipierten Gebäude bisher fehlten. Mit einer Baubewilligung für eine Technikzen- trale auf dem Dach könnten die notwendigen Anlagen nach den gesetz- lichen Vorgaben verwirklicht werden. Das Klinisch-Forensische Labor arbeitet bereits an der Kurven- strasse 17. Mit der Übernahme weiterer Flächen im selben Gebäude können die Bedingungen verbessert, dringend benötigte Arbeitsplätze beschafft werden. Als Grobkostenschätzung wird mit Umbaukosten von Fr. 880 000 gerechnet. Die Vermieterschaft plant im gleichen Zeitraum Sanierungs- arbeiten im Sanitär- und Elektrobereich. Eine Kostenbeteiligung auf den Arbeitsschnittstellen wird abgeklärt. Miet-, Refinanzierungs- und Betriebskosten können durch zusätzliche Dienstleistungserträge des Instituts für Rechtsmedizin finanziert werden. Tabelle 15: Termine Phase Vorstudie Projektierung Realisierung Jahre – 2011 2012

Tabelle 16: Investitionen 2010 2011 2012 2013 2014 Total Investitionskosten in Franken – 70 000 810 000 – – 880 000

Das Projekt ist im KEF 2011–2014 bzw. in der Realisierungsreihen- folge für den KEF 2011–2014 (RRB Nr. 1101/2010) nicht enthalten. Die Finanzierung wird durch die Verschiebung von anderen Projekten in- nerhalb der Leistungsgruppe Nr. 7401, Universität, sichergestellt.

Auf Antrag der Bildungsdirektion und der Baudirektion beschliesst der Regierungsrat: I. Folgende Projektanträge werden genehmigt und freigegeben für:

1. die Phase Projektierung: Ersatz Heizkessel, Berufsbildungsschule Winterthur (BBW), Winterthur;

2. die Phase Vorstudie: Sanierung Bühnentechnik Aula, Kantonsschule Hottingen, Zürich;

3. die Phase Projektierung: Sanierung Flachdach über Tiefgarage, Kan- tonsschulen Zürich Birch und Oerlikon, Zürich;

4. die Phase Projektierung: Sanierung Fassade Hauptgebäude, Kan- tonsschulen Freudenberg und Enge, Zürich;

5. die Phase Projektierung: Ersatz Heizkessel, Villa Tössertobel, Kan- tonsschule Rychenberg, Winterthur;

6. die Phase Projektierung: Nachnutzung PHZH-Liegenschaften; Kan- tonsschulstrasse 1, Theologische Fakultät; Kantonsschulstrasse 3, Rämistrasse 59, Philosophische Fakultät; Schönberggasse 1, Wirt- schaftswissenschaftliche Fakultät; Universität Zürich;

7. die Phase Projektierung: Mieterausbau, Rechtsmedizin, Kurven- strasse 17, Universität Zürich. II. Mitteilung an die Finanzdirektion, die Bildungsdirektion und die Baudirektion.

Vor dem Regierungsrat Der Staatsschreiber:

Husi