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Entscheid

RRB Nr. 941/2014

Lotteriefonds, Inlandhilfe 2014, Ermächtigung

3. September 2014Deutsch24 min

Source zh.ch

Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 3. September 2014

941. Lotteriefonds des Kantons Zürich; Inlandhilfe 2014

Erwägungen

1. Einleitung

1.1 Zielsetzung Mit seiner Inlandhilfe möchte der Kanton mithelfen, – durch Präventionsmassnahmen mögliche Schadensereignisse zu ver- hindern oder mindestens zu verringern, – durch das Beheben von Unwetterschäden und die Verbesserung der entsprechenden Infrastruktur die Lebensgrundlage der Bergbevölke- rung zu sichern sowie – regional wichtige Natur- und Umweltschutzprojekte sowie bedeuten- de kulturelle Vorhaben und Alpwirtschaftsvorhaben zu fördern.

1.2 Allgemeines Der Kanton berücksichtigt im Rahmen der Inlandhilfe (IH) in der Regel nur Projekte aus finanzschwachen Gebieten der Kantone Grau- bünden, Tessin, Uri und Wallis. Der Kanton arbeitet dabei mit drei Haupt- partnern zusammen: – der Schweizer Patenschaft für Berggemeinden (SPB), – der Schweizer Berghilfe (SB) und – der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL). Diese Organisationen unterbreiten dem Kanton jeweils vor der eigent- lichen Gesuchseingabe mehrere Projekte, aus denen in Absprache mit dem Lotteriefonds eine Auswahl für die Gesuchseingabe getroffen wird. Andere Organisationen reichen dem Kanton einzelfallweise IH-Gesu- che ein.

1.3 Vorlage 4856: Rahmenkredit Mit Vorlage 4856 (KRB vom 9. Juli 2012) bewilligte der Kantonsrat einen Rahmenkredit von insgesamt 40 Mio. Franken für die Entwick- lungszusammenarbeit (EZA) und die IH 2011 bis 2014 bzw. von 10 Mio. Franken pro Jahr. Im Vergleich zu früher kann der Regierungsrat die be- reitgestellten Mittel flexibler einsetzen, da er nicht mehr an die hälftige Aufteilung der Gelder zugunsten der EZA und IH gebunden ist. Viel- mehr kann er die Gelder bedarfsgerecht zusprechen bzw. die Mittel, die nicht für die IH benötigt werden, bei der EZA einsetzen.

1.4 Vergabekriterien Mit Beschluss vom 23. November 2011 (vgl. Vorlage 4856) legte der Regierungsrat die neuen Vergabekriterien (Richtlinien) für die EZA und die IH fest. Im Gegensatz zur EZA erfolgten im Bereich IH nur wenige Anpassungen: – Es werden nur Organisationen berücksichtigt, die ZEWO-zertifiziert sind. – Die Beitragsobergrenze für IH-Vorhaben beträgt neu Fr. 500 000. – Die anrechenbaren Projektbegleitkosten (PBK) betragen höchstens 10%.

2. Gesuchseingabe 2014

2.1 Allgemeines Die SPB, die SB, die SL und die Stiftung Ferien im Baudenkmal (SFB) haben insgesamt 19 (2013: 23) Projekte in der Gesamtsumme von Fr. 4 285 400 (Fr. 5 854 220) eingereicht. Die Gesuchdossiers gingen zur Prüfung an die fachlich zuständigen Direktionen: Sämtliche Eingaben gingen an die Baudirektion und je ein Gesuch an die Volkswirtschafts- direktion und die Bildungsdirektion. Deren Beurteilungen waren ent- scheidend für die Berücksichtigung der Projekte bzw. für das Festlegen der jeweiligen Beitragshöhe.

2.2 Abgelehnte und zurückgestellte Gesuche Von den insgesamt 19 Eingaben wurden vier Gesuche abgelehnt. Es sind dies: Gesuchstellende Organisation, Projektbezeichnung Begründung der Ablehnung SPB: Gesamtmelioration, Pigniu (Ilanz), GR Das Projekt hat nur lokalen Charakter. Lokale Vorhaben werden, sofern sie nicht der Kata- strophenprävention bzw. der Beseitigung von Katastrophenfolgen dienen, nicht unterstützt. SPB: Ausbau Güterweg, Bürglen, UR Das Projekt hat nur lokalen Charakter (vgl. oben). SPB: Forst- und Alpweg, Ferden, VS Das Projekt entspricht nicht den notwendigen fachlichen Vorgaben (die Fläche des erschlos- senen Schutzwaldes ist im Verhältnis zur Strassenlänge verhältnismässig gering; es bleibt offen, für welche Waldfläche – trotz Strasse – der Helikopter zur Holzbringung eingesetzt wird, und die Baukosten sind unverhältnismässig hoch).

Gesuchstellende Organisation, Projektbezeichnung Begründung der Ablehnung SL: Kultur-Landschaft Die Vergabebestimmungen des Fonds ver- Valendas Rheinschlucht, GR langen unter anderem die Beschränkung auf grosse Umwelt- und Naturschutzvorhaben. Das Projekt hat einen Bildungs- und Vermitt- lungscharakter im Naturschutzbereich und richtet sich gezielt vor allem an Touristinnen und Touristen.

3. Ausgewählte Einzelprojekte Es werden nur Projekte berücksichtigt, die von den zuständigen Fach- direktionen zur Mitfinanzierung empfohlen sind. In zwei Fällen hat der Kanton den nachgesuchten Betrag gekürzt. Die dadurch entstehenden zusätzlichen Fehlbeträge haben die gesuchstellenden Organisationen entweder durch (zusätzliche) Eigenleistungen bzw. Spendengelder oder durch eine zeitliche Staffelung der Projekte aufzufangen. In ebenfalls zwei Fällen ist die Auszahlung an die Erfüllung von Auflagen geknüpft. Die folgende Auflistung der berücksichtigten Einzelprojekte enthält die notwendigen Kurzinformationen zum jeweiligen Projekt. Angege- ben sind dabei auch die Projektbegleitkosten (PBK), welche die jewei- ligen Organisationen vom Kanton wünschen.

3.1 Projekte der Schweizer Patenschaft für Berggemeinden SPB (Projekte Nrn. 1–6) Anzahl Gesamtsumme in Franken Geprüfte Projekte 9 2 429 200 Berücksichtigte Projekte 6 1 666 000

1) Ausbau Walderschliessung am Cuolm da Latsch Region/Kanton Bergün, GR Verantwortlich Gemeinde Bergün für das Projekt Projektziel Mit geeigneten Massnahmen soll eine mög- lichst baldige und effiziente Schutzwaldbewirt- schaftung sichergestellt werden. Projektbeschrieb Die Wälder oberhalb der Fraktionen Latsch und Stugl sind als Schutzwald ausgeschieden. Für die nachhaltige Sicherstellung dieser Wald- funktion sind entsprechende Pflege und Be- wirtschaftung notwendig. Derzeit sind die Wäl- der ungenügend erschlossen. Die vorhande- nen Wege genügen bezüglich Breite und Trag-

fähigkeit den heutigen Anforderungen nicht. Vorgesehen ist der Bau von zwei für Lastwa- gen befahrbare Waldstrassen (2,6 km/1,7 km) sowie eines Jeepweges (1,2 km). Die Strassen werden auf eine Fahrbahnbreite von 3,3 m/3,0 m ausgebaut. Die Breite des Jeepweges beträgt 2,5 m. Die Fahrbahnoberfläche wird aus Kies- sand ausgebildet. Zudem sind zur Verbesse- rung der Waldbrandbekämpfung der Bau eines Löschwasserbeckens mit Zuleitung und der Bau von Hydranten vorgesehen. Begünstigte Einheimische Bevölkerung, Feriengäste, Tran- sitverkehr Kosten Fr. 2 215 000 Finanzierung Bund Fr. 695 200 Standortkanton/-region Fr. 998 200 Dritte Fr. 232 100 Restfinanzierung Die offenen Restkosten von Fr. 289 500 sind durch Dritte zu decken. Gewünschter Beitrag einschliesslich 6% PBK Fr. 265 000 Beurteilung Das Projekt ist gut ausgearbeitet und zukunfts- gerichtet. Soll der Wald seine Schutzfunktion auch in naher Zukunft erfüllen, muss er mög- lichst bald fachgerecht gepflegt werden können. Beitrag des Kantons einschliesslich 6% PBK Fr. 265 000 2) Schutzbauten am Cuolm da Latsch Region/Kanton Bergün, GR Verantwortlich Gemeinde Bergün für das Projekt Projektziel Durch verschiedene Massnahmen sollen vor- handene Waldlücken aufgeforstet und geschützt werden. Projektbeschrieb Der Wald am Cuolm da Latsch ist ein wichtiger Schutzwald für die Siedlungen Latsch und Stugl sowie für die Verkehrsinfrastruktur. Aufgrund einer fehlenden bzw. mangelhaften Erschlies- sung wurde der Wald in den letzten Jahrzehn- ten wenig bewirtschaftet und ist grösstenteils überaltert. Eine Aufrechterhaltung der Schutz- wirkung erfordert eine rasche Verjüngung der Waldbestände, die aufgrund des hohen Wild-

druckes und der Umweltbedingungen (z. B. Gleitschnee) neben Aufforstungen auch be- gleitende technische Massnahmen (temporäre Schneerechen, Dreibeinböcke) umfasst. Begünstigte Einheimische Bevölkerung, Feriengäste, Tran- sitverkehr Kosten Fr. 566 000 Finanzierung Bund Fr. 196 000 Standortkanton/-region Fr. 252 000 Restfinanzierung Die offenen Restkosten von Fr. 118 000 sind durch Dritte zu decken. Gewünschter Beitrag einschliesslich 6% PBK Fr. 106 000 Beurteilung Eine Risikoanalyse zeigt den Handlungsbe- darf nachvollziehbar auf. Die geplanten Schwer- punktmassnahmen sind die nachhaltigste Lö- sung, um eine Verbesserung der Situation zu erreichen. Beitrag des Kantons einschliesslich 6% PBK Fr. 106 000 Auflagen In Zukunft sollte der Wilddruck im Gebiet ver- ringert werden. Die Umsetzung der Wildruhe- zone «Cuolm da Latsch» kann langfristig zur Verbesserung der Wald- und Wildsituation bei- tragen. Die Gemeinde Bergün ist durch die SPB darauf hinzuweisen, die erwähnte Wildruhe- zone baldmöglichst rechtskräftig festzulegen. 3) Bau Schutzdamm Val Quaunas Region/Kanton Gemeinde Val Müstair, GR Verantwortlich Gemeinde Val Müstair für das Projekt Projektziel Mögliche Folgen von Murgängen aus dem Val Quaunas sollen für die Fraktion Sta. Maria, für das Kulturland und für die Kantonsstrasse ver- ringert werden. Projektbeschrieb Der Bach Quaunas stellt eine Gefahr für das Dorf Sta. Maria dar. Bereits kleinere Regener- eignisse und Gewitter führen zu starken Mur- gängen. So wurden zur schadlosen Ableitung der Murgänge schon 1915 Verbauungen er- stellt und seither periodisch verbessert. Diese Bauten und ein 1984 sanierter Umlenkkanal müssen erneuert werden. Das Sanierungskon- zept umfasst die Erstellung einer Sohlenpfläs-

terung aus ein bis zwei Tonnen schweren Blocksteinen. Die Gerinnebreite wird beibe- halten, das variable Längsgefälle wird ausge- glichen. Die Quaunas wird bereits auf 1500 m über Meer in ein neu angelegtes, naturnahes und murgangfähiges Gerinne gefasst. Begünstigte Einheimische Bevölkerung, Transitverkehr Kosten Fr. 802 000 Finanzierung Bund Fr. 276 500 Standortkanton/-region Fr. 276 500 Restfinanzierung Die offenen Restkosten von Fr. 249 000 sind durch Dritte zu decken. Gewünschter Beitrag einschliesslich 6% PBK Fr. 212 000 Beurteilung Das Projekt ist das Ergebnis einer ausführli- chen Variantenstudie. Der Entscheid für die vorliegende Variante ist nachvollziehbar be- gründet. Das Projekt wird den Schutz vor den Naturgefahren aus dem Val Quaunas wieder- herstellen. Beitrag des Kantons einschliesslich 6% PBK Fr. 212 000 4) Gesamtmelioration Thalkirch Region/Kanton Safien, GR Verantwortlich Gemeinde Safiental für das Projekt Projektziel Durch die Arrondierung des Grundeigentums von 287 ha sollen die Arbeitsbedingungen ver- bessert und die Wettbewerbsfähigkeit der Land- wirtschaftsbetriebe gestärkt werden. Projektbeschrieb In der Fraktion Thalkirch soll auf einer Fläche von 287 ha eine Gesamtmelioration durchge- führt werden. Die 243 Parzellen, die ausschliess- lich der Graswirtschaft dienen, sind im Eigen- tum von 60 Grundeigentümerinnen und Grund- eigentümern. Für eine effiziente, zeitgemässe und sichere Bewirtschaftung des Kulturlandes sollen 10,5 km Haupt- und Bewirtschaftungs- wege gebaut werden. Dadurch kann die grosse Unfallgefahr beim Befahren der bestehenden Wege verringert und die nachhaltige Bewirt- schaftung der vielfältigen Kulturlandschaft mit Flachmooren und Trockenwiesen gestärkt werden.

Begünstigte Sieben Haupterwerbsbetriebe mit vor allem jungen Bäuerinnen und Bauern Kosten Fr. 7 855 000 Finanzierung Bund Fr. 3 750 000 Standortkanton/-region Fr. 3 435 350 Dritte Fr. 345 817 Restfinanzierung Die offenen Restkosten von Fr. 323 833 sind durch Dritte zu decken. Gewünschter Beitrag einschliesslich 6% PBK Fr. 265 000 Beurteilung Durch eine enge Zusammenarbeit mit Bund, Kanton und Gemeinde wurde das Wegnetz ver- bessert und die Umsetzung öffentlicher Inte- ressen angestrebt. Das Vieh stammt vorwie- gend aus dem Safiental sowie aus den Ge- meinden Versam und Valendas. Dem Projekt kommt deshalb auch eine regionale, alpwirt- schaftliche Bedeutung zu. Beitrag des Kantons einschliesslich 6% PBK Fr. 265 000 5) Hochwasserschutz Jolibach, Geschieberückhalt Chäla Region/Kanton Niedergesteln, VS Verantwortlich Gemeinde Niedergesteln für das Projekt Projektziel Das Dorf soll vor der Übersarung bei einem Jahrhundertereignis gesichert werden. Projektbeschrieb Bei Hochwasser gefährdet der Jolibach mit seinem Geschiebe das Dorf Niedergesteln. Not- wendig ist der Bau eines Geschiebefanges mit einer Kapazität von rund 15 000 m3. Das Bau- werk mit Damm kann nur zu einem kleinen Teil aus lokal vorhandenem Bauschutt erstellt werden. Der Grossteil des Materials muss mit LKWs zugeführt werden. Begünstigte Einheimische Bevölkerung Kosten Fr. 3 840 000 Finanzierung Bund Fr. 1 528 000 Standortkanton/-region Fr. 1 337 700 Dritte Fr. 58 850 Restfinanzierung Die offenen Restkosten von Fr. 915 450 sind durch Dritte zu decken. Gewünschter Beitrag einschliesslich 6% PBK Fr. 318 000

Beurteilung Der Geschieberückhalt ist Bestandteil des Hochwasserschutzkonzepts der Gemeinde. Das vorliegende Projekt ist das Ergebnis einer Va- riantenstudie. Mit dem Vorhaben wird die Ge- fährdung des Dorfes stark verringert. Beitrag des Kantons einschliesslich 6% PBK Fr. 318 000 6) Hochwasserschutz Milibach und Schadenbehebung Region/Kanton Wiler, VS Verantwortlich Gemeinde Wiler für das Projekt Projektziel Die Gemeinde soll vor Überflutungen und Übersarungen geschützt werden. Projektbeschrieb Der Milibach ist der gefährlichste Wildbach im Lötschental. Er verursacht immer wieder grosse Schäden (letztmals 2011). Um zukünf- tig grosse Schadensereignisse zu vermeiden, werden am Bach unter anderem folgende Ar- beiten ausgeführt: Wiederherstellung des Bach- gerinnes an neuem Ort auf einer Länge von 420 m, Renaturierung des alten Bachlaufs, Bau von zwei neuen Brücken (Kantonsstrasse und Strasse nach Lauchernalp) und neuer Ablenk- damm auf einer Länge von 60 m. Begünstigte Einheimische Bevölkerung, Touristinnen und Touristen Kosten Fr. 4 217 800 Finanzierung Bund Fr. 972 651 Standortkanton/-region Fr. 1 413 317 Dritte Fr. 422 362 Restfinanzierung Die offenen Restkosten von Fr. 1 409 470 sind durch Dritte zu decken. Gewünschter Beitrag einschliesslich 6% PBK Fr. 500 000 Beurteilung Der technische Bericht zum Projekt zeigt den Handlungsbedarf deutlich. Der Bach hat im Zeitraum vom Oktober 2000 bis Oktober 2011 siebenmal Hochwasserschäden verursacht. Die vorgesehenen Schutzmassnahmen sind auf ein Ereignis mit einer 100-jährigen Eintretens- wahrscheinlichkeit ausgelegt. Das Projekt ist fachlich korrekt, umweltverträglich und wirt- schaftlich. Beitrag des Kantons einschliesslich 6% PBK Fr. 500 000

3.2 Projekt der Schweizer Berghilfe SB (Projekt Nr. 7) Anzahl Gesamtsumme in Franken Eingereichte Projekte 1 110 000 Berücksichtigte Projekte 1 110 000

7) Academia Vivian Region/Kanton Curaglia, GR Verantwortlich Forstämter Sursassiala / Gemeinde Medel für das Projekt Projektziel Mit dem Vorhaben soll insbesondere bei Jugend- lichen das Bewusstsein für die Bedeutung des Waldes gestärkt werden. Projektbeschrieb Vorgesehen ist der Bau eines Pavillons mit einem grossen Ausbildungsraum (Waldschul- zimmer) für 40 Personen. Für den Bau werden heimische Massivhölzer verwendet. Der Pavil- lon umfasst eine Küchenzelle, in der kleine Mahlzeiten zubereitet werden (Solarstrom). Geheizt wird das Gebäude mit einem Speck- steinofen. Für das didaktische Angebot werden unterschiedliche Bildungsmodule ausgearbei- tet, die es ermöglichen, mithilfe des Forstper- sonals oder auch selbstständig Unterricht und Waldprojekte durchzuführen. Zusätzlich ist der Bau eines Waldlehrpfades beabsichtigt. Begünstigte Schulklassen, Gruppen und Einzelpersonen, die an einem Kurs oder an einer Führung teil- nehmen. Kosten Fr. 610 000 Finanzierung Bund Fr. 208 000 Standortkanton/-region Fr. 292 000 Restfinanzierung Die offenen Restkosten von Fr. 110 000 sind durch Dritte zu decken. Gewünschter Beitrag einschliesslich 10% PBK Fr. 110 000 Beurteilung Das Vorhaben ist sorgfältig ausgearbeitet. Auch in ländlichen Gemeinden ist eine fortschrei- tende Entfremdung von der Natur und insbe- sondere deren Nutzung festzustellen. Den kom- menden Generationen die Bedeutung und Wichtigkeit einer sorgfältigen Waldbewirtschaf- tung zu vermitteln, ist eine grosse Herausfor- derung. Sowohl der Bau mit heimischem Mas-

sivholz regionaler Verarbeitung als auch das architektonische Konzept sind wegweisend. Die geplanten didaktischen Hilfsmittel, das Er- stellen eines Waldlehrpfades und die Möglich- keit, in einem geschützten Raum unterrichten zu können, sind vielversprechend. Ebenso ist die geplante Zusammenarbeit mit der Stiftung Bergwaldprojekt, die freiwillige Bergwaldar- beitswochen anbietet, sinnvoll. Beitrag des Kantons einschliesslich 10% PBK Fr. 110 000 Auflage Die Auszahlung des Betrages erfolgt, nach- dem die Bildungsdirektion ausführliche Anga- ben zum edukativen Teil des Projektes erhal- ten hat und der Auszahlung zugestimmt hat. Bemerkung In der Regel werden keine Vorhaben unter- stützt, bei denen Neue Regional Politik-Gelder (NRP-Gelder) eingesetzt werden. Im vorlie- genden Fall erhält die Projektbetreiberin ein rückzahlbares NRP-Darlehen. Somit kann ein Beitrag bewilligt werden.

3.3 Projekte der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz SL (Projekte Nrn. 8–14) Anzahl Gesamtsumme in Franken Eingereichte Projekte 8 1 621 200 Berücksichtigte Projekte 7 1 237 200

8) Aufwertung von Waldweidelandschaft, Pflege von Sonderwald- reservaten und Lärchenwald Region/Kanton Surselva, GR Verantwortlich Amt für Wald und Naturgefahren der Region für das Projekt Surselva und SL Projektziel Durch Aufwertungsarbeiten in drei Gebieten sollen ökologische, landschaftliche und kultu- relle Werte gefördert werden, sodass ein ab- wechslungsreiches Lebensraummosaik erhal- ten bleibt. Projektbeschrieb In der Region Surselva ist die Fichte häufigste Baumart (mit über 90%). Eichen und Lärchen sind selten und wurden durch eine jahrhun- dertealte traditionelle Pflege und Nutzung er- halten und gefördert. Da diese traditionellen

Bewirtschaftungsformen vielenorts aufgegeben werden, sind lichte Eichen- und Lärchenwäl- der bedroht. Im Waldentwicklungsplan Grau- bünden sind kulturhistorisch und ökologisch wertvolle und landschaftlich reizvolle Eichen- und Lärchenwälder besonders erwähnt und deren Erhaltung als Ziel festgelegt. Das Vor- haben umfasst drei Teilprojekte in den Ge- meinden Ilanz/Glion (Sonderwaldreservat Plon- tabuora und Lärchenweidwald Runca) und Lumnezia (Teilprojekt Sonderwaldreservat Lär- chenwald Schumials). In allen drei Fällen sol- len durch Verjüngung und Pflege der Eichen- und Lärchenbestände die Lärchen-Weidwälder und die Eichenbestände als landschaftliches Element eines abwechslungsreichen Lebens- raummosaiks langfristig erhalten werden. Begünstigte Einheimische Bevölkerung Kosten Fr. 478 421 Finanzierung Bund Fr. 163 390 Standortkanton/-region Fr. 186 731 Restfinanzierung Die offenen Restkosten von Fr. 128 300 sind durch Dritte zu decken. Gewünschter Beitrag einschliesslich 10% PBK Fr. 128 300 Beurteilung Die ausgewählten Standorte sind ökologisch wertvoll und kulturhistorisch von überregio- naler Bedeutung. Ohne geeignete Massnah- men verbuschen die ausgewählten Teilflächen. Die bereits durchgeführten Massnahmen sind wirkungsvoll; weiterführende Massnahmen sind jedoch zwingend, um diese alten Kulturland- schaften aufzuwerten und in Zukunft erhalten zu können. Beitrag des Kantons einschliesslich 10% PBK Fr. 128 300 9) Aufwertung von Waldweiden in der Collina Alta Region/Kanton Monte Carasso, TI Verantwortlich Fondazione Curzútt – San Barnàrd, SL für das Projekt Projektziel Der Wald soll aufgewertet, die traditionellen Nutzungsformen wieder aufgenommen und wertvolle landschaftliche Strukturelemente er- halten werden.

Projektbeschrieb Die aufzuwertenden Flächen liegen in der Ge- meinde Monte Carasso oberhalb der Weiler Corte di Sotto und San Bernardo. In den ver- gangenen Jahrzehnten wurden in dieser Region die traditionellen Nutzungsformen in hohem Ausmass aufgegeben, wodurch sich die ökolo- gische und landschaftliche Qualität des Wal- des verschlechterte und die Gefahr von Wald- bränden zunahm. Von 2005 bis 2013 wurden bereits Aufwertungsmassnahmen durchgeführt (das Vorhaben wurde 2010 durch den Lotterie- fonds unterstützt, RRB Nr. 37/2010, Fr. 150 000). Das vorgeschlagene Projekt sieht die Förde- rung der traditionellen Waldweidenutzung vor. Die Massnahmen umfassen in erster Linie forstwirtschaftliche Massnahmen und Arbei- ten zur Nutzbarmachung der Weiden. Begünstigte Einheimische Bevölkerung, Gäste der Region (Einblick in die Wirtschaftsgeschichte der Re- gion) Kosten Fr. 1 809 200 Finanzierung Eigenleistung Fr. 171 000 Bund Fr. 27 300 Standortkanton/-region Fr. 1 129 360 Andere Fr. 72 340 Restfinanzierung Die offenen Restkosten von Fr. 409 200 sind durch Dritte zu decken. Gewünschter Beitrag einschliesslich 10% PBK Fr. 409 200 Beurteilung Die bisher durchgeführten Aufwertungsmass- nahmen sind erfolgreich. Die in unmittelbarer Siedlungsnähe bereits entbuschten Flächen und wieder gepflegten alten Kastanienbäume haben eine ansprechende Qualität entwickelt. Die forstwirtschaftlichen Massnahmen sind fach- lich ausgewiesen. Die Landschaft im Projekt- perimeter ist für das Tessin überaus bedeu- tend. Dem Projekt kommt eine überregionale Bedeutung zu. Beitrag des Kantons einschliesslich 10% PBK Fr. 409 200

10) Aufwertung der Natur- und Kulturlandschaft im Val Mara Region/Kanton Arogno, TI Verantwortlich Gemeinde Arogno und SL für das Projekt Projektziel Erhalt und Aufwertung der Natur- und Land- schaftswerte des Val Mara Projektbeschrieb Das Val Mara wurde früher landwirtschaftlich genutzt und auch heute noch finden sich viele ökologisch wie auch landschaftlich wertvolle Elemente wie Trockenwiesen, Obstgärten, Wald- weiden, Trockensteinmauern und Weinberge. Durch den Strukturwandel in der Landwirt- schaft nimmt jedoch die Pflege vieler dieser Flächen ab oder wird aufgegeben. Ein Gesamt- projekt zur Aufwertung und Erhaltung der be- stehenden Natur- und Landschaftswerte wurde unter Mitwirkung von Landwirtinnen und Landwirten und der Bevölkerung erarbeitet. Das Vorhaben gliedert sich in vier Teilprojekte mit den dazugehörigen Massnahmen: Aufwer- tung der Kulturlandschaft (Erhalt Trocken- steinmauern, Kastanienselven, Trockenwiesen; Aufwertung der Weinberge, Obstbäume und Waldränder); Aufwertung von Waldweiden (Monitoring Artenvielfalt, Auslichtung von Buchen- und Eichenwäldern, Freistellen von Kastanien); Erhalt, Pflege und Förderung von Obstbäumen und anderen Hochstammbäumen; Aufwertung und Sanierung der Alpe Arogno (Renovierung und Ausbau). Begünstigte Einheimische Bevölkerung (Stärkung der Iden- tifikation der ansässigen Bevölkerung), Gäste der Region Kosten Fr. 1 109 611 Finanzierung Eigenleistung Fr. 14 000 Bund Fr. 18 400 Standortkanton/-region Fr. 314 072 Andere Fr. 194 066 Restfinanzierung Die offenen Restkosten von Fr. 569 073 sind durch Dritte zu decken. Gewünschter Beitrag einschliesslich 10% PBK Fr. 439 000

Beurteilung Die Idee eines Gesamtprojekts für die Land- schaft um Arogno ist begrüssenswert. Auch dass in einer ersten Etappe Massnahmen auf Arogno beschränkt sind, ist sachlich richtig. Die ersten bereits umgesetzten Einzelmass- nahmen zeigen Wirkung und lassen auf einen Erfolg des Projektes schliessen. Allerdings fehlt eine klare Prioritätensetzung. Im Vergleich zu ähnlichen Projekten sind die Projektkosten sehr hoch. Das Projekt muss klar auf wichtige und mutmasslich wirksame Massnahmen be- schränkt und zeitlich gestaffelt werden. Unter- stützt wird deshalb vorerst das Teilprojekt Aufwertung der Kulturlandschaft im Val Mara mit offenen Restkosten von Fr. 165 000. Beitrag des Kantons einschliesslich 10% PBK Fr. 165 000 11) Aufwertung der Landschaft in der Val Calnègia mit der Alpe Formazöö Region/Kanton Cevio, TI Verantwortlich Patriziato di Cavergno für das Projekt Projektziel In engem Kontakt mit der Fondazione Valle Bavona sollen Gebäude restauriert, die Begeh- barkeit verbessert und die Verbuschung weide- fähiger Flächen gebremst werden. Projektbeschrieb Das Val Calnègia ist ein Seitental des Valle Ba- vona mit vergleichbarer Geologie und Teil des BLN-Objektes Nr. 1808 (Val Bavona). Die na- turräumlichen Gegebenheiten haben im Lauf der Jahrhunderte zu einer gut untersuchten, angepassten Bewirtschaftung des Gebietes ge- führt, die im Zusammenhang mit derjenigen des Haupttales steht. Die Bewirtschaftung der Alpe Formazöö wurde 1972 aufgegeben, je- doch 2003 wieder aufgenommen und schritt- weise intensiviert. Neben Schafen werden seit 2012 auch Rinder, wenige Mutterkühe, Kälber und ein Stier gesömmert. Das Projekt soll die Bestrebungen zur Wiederbelebung der Kultur- landschaft unterstützen, indem Gebäude res-

tauriert, die Begehbarkeit des Tales verbessert und die Verbuschung weidefähiger Flächen ge- bremst werden. Begünstigte Einheimische Bevölkerung, Wanderinnen und Wanderer Kosten Fr. 1 027 300 Finanzierung Eigenleistung Fr. 80 000 Standortkanton/-region Fr. 680 300 Restfinanzierung Die offenen Restkosten von Fr. 267 000 sind durch Dritte zu decken. Gewünschter Beitrag einschliesslich 10% PBK Fr. 187 200 Beurteilung Das Projekt zeigt eine mögliche Perspektive für die nachhaltige Bewirtschaftung des Tales auf. Mit der Verwirklichung können ökologi- sche Zielsetzungen (Biodiversität) umgesetzt werden und der kulturhistorische Formenschatz (Bauten, Unterstände, Wege usw.) erfährt eine Wiederbelebung. Die vorgesehenen Massnah- men sind fachlich ausgewiesen und sinnvoll. Sie beschränken sich auf das bei extensiver Alpwirtschaft langfristig Machbare. Das Vor- haben im Val Calnègia ergänzt die bereits um- gesetzten Arbeiten im Valle Bavona. Insgesamt ergibt sich damit eine grosse Landschaftskam- mer von bedeutendem kulturhistorischem, land- schaftlichem und biologischem Wert. Beitrag des Kantons einschliesslich 10% PBK Fr. 187 200 12) Aufwertung der Landschaft Monti di Verscio Region/Kanton Terre di Pedemonte, TI Verantwortlich Gemeinde Terre di Pedemonte für das Projekt (vormals Verscio) Projektziel Integrale Landschaftsaufwertung unter kultur- geschichtlichen, landschaftlichen und natur- kundlichen Gesichtspunkten Projektbeschrieb Die am Taleingang der Centovalli gelegenen Monti di Verscio sind geprägt von grossen Wald- flächen und einzelnen verbliebenen Landwirt- schaftsflächen. Die Aufgabe der landwirtschaft- lichen Nutzungen hat zu einer starken Zunahme der Waldflächen und einer Verarmung der land- schaftlichen Vielfalt und des kulturgeschichtli-

chen Erbes geführt. Vorgesehene Massnahmen sind die Entbuschung von Weideland, die Auf- wertung von Trockenmauern und Wegen und der Erhalt der alten Kastanienbäume. Begünstigte Einheimische Bevölkerung, Wanderinnen und Wanderer Kosten Fr. 268 000 Finanzierung Eigenleistung Fr. 27 850 Standortkanton/-region Fr. 130 150 Restfinanzierung Die offenen Restkosten von Fr. 110 000 sind durch Dritte zu decken. Gewünschter Beitrag einschliesslich 10% PBK Fr. 110 000 Beurteilung Durch die fehlende Erschliessung für den mo- torisierten Verkehr ist das Gebiet mit Kasta- nienselven, Monti und Weideflächen vom Um- nutzungs- und Umbauboom der letzten 40 Jahre verschont geblieben. Dem Gebiet kommt eine überregionale Bedeutung zu. Die vorgesehe- nen Massnahmen sind geeignet, die Landschaft nachhaltig und längerfristig aufzuwerten. Beitrag des Kantons einschliesslich 10% PBK Fr. 110 000 13) Historischer Verkehrsweg Montecenerino Region/Kanton Gambarogno/Monteceneri, TI Verantwortlich Gemeinden Gambarogno und Monteceneri für das Projekt Projektziel Restaurierung des alten Verkehrswegs durch zahlreiche Einzelmassnahmen Projektbeschrieb Der historische Verkehrsweg Montecenerino führt von Quartino in der Magadinoebene zum Monte Ceneri. Der Weg wurde mit grossem baulichem Aufwand erstellt. Der Montecene- rinoweg ist ein wichtiger Bestandteil des In- ventars historischer Verkehrswege im Tessin. Der Weg verfügt über Abschnitte mit hervor- ragender Substanz, aber auch solche mit Lü- cken und Sanierungsbedarf. Er soll auf der ge- samten Strecke in einen wertvollen Zustand zurückgeführt werden. Die zahlreichen Einzel- massnahmen werden nicht nach einem stren- gen Konservierungsziel ausgeführt. So soll ins- besondere nicht eine einzige Bauweise und

ein einziges Erhaltungskonzept Ziel sein, son- dern es soll die Verschiedenheit der Wegstruk- turen weiterhin sichtbar bleiben. Die Bau- massnahmen betreffen den Unterbau, den Strassenkörper und die Pflästerung, wegbe- gleitende Strukturen (Böschungen, Mauern, Pioden, Wegentwässerungen, kleine Brücken), den Baumschnitt, Barrieren für den motorisier- ten Verkehr und das Entfernen störender pri- vater Zäune und Hecken. Begünstigte Vor allem Nutzerinnen und Nutzer des Wander- weges Kosten Fr. 712 500 Finanzierung Eigenleistung Fr. 140 000 Bund Fr. 175 000 Standortkanton/-region Fr. 260 000 Restfinanzierung Die offenen Restkosten von Fr. 137 500 sind durch Dritte zu decken. Gewünschter Beitrag einschliesslich 10% PBK Fr. 137 500 Beurteilung In ihrem Ausmass ist die vorhandene histori- sche Bausubstanz des Weges als ausserordent- lich wertvoll zu bezeichnen. Durch das Projekt wird ein hervorragendes Element der traditio- nellen Kulturlandschaft am Monte Ceneri auf- gewertet und auf lange Sicht erhalten. Beitrag des Kantons einschliesslich 10% PBK Fr. 137 500 14) Nachhaltige Pflege und Nutzung einer reich strukturierten Landschaft Region/Kanton Gurtnellen, UR Verantwortlich Gemeinde Gurtnellen, SL für das Projekt Projektziel Der Gurtnellerberg bleibt als wertvoller Le- bensraum und als reichhaltige Mosaiklandschaft langfristig erhalten. Projektbeschrieb Am Gurtnellerberg ist die Strukturvielfalt noch heute so ausgeprägt wie selten in der Schweiz. Das Projekt sieht vor, durch die Pflege der Ge- hölze, durch die Sanierung von Trockenmau- ern, Schindeldächern und der typischen Lat- tenzäune sowie durch die Instandsetzung von historischen Verkehrswegen und die Bewirt-

schaftung von mageren Wiesenflächen diese landschaftliche Vielfalt zu fördern. Mit dem Projekt soll eine nachhaltige regionale Wert- schöpfung erreicht werden. Begünstigte Vorwiegend einheimische Bevölkerung, Wan- derinnen und Wanderer Kosten Fr. 371 900 Finanzierung Eigenleistung Fr. 106 300 Bund Fr. 47 200 Standortkanton/-region Fr. 118 400 Restfinanzierung Die offenen Restkosten von Fr. 100 000 sind durch Dritte zu decken. Gewünschter Beitrag einschliesslich 10% PBK Fr. 100 000 Beurteilung Der ganze Gurtnellerberg liegt in einem Land- schaftsschutzgebiet von regionaler Bedeutung. Zudem sind mehrere Verkehrswege von regio- naler und kantonaler Bedeutung vorhanden. Die Landschaft ist sehr vielfältig und besitzt einen eigenen Charakter. Sie ist geprägt von Elementen der traditionellen Kulturlandschaft. Diese Elemente tragen wesentlich zum Ge- dächtnis der Landschaft bei. Auch wenn das Gebiet heute nicht mehr nach traditioneller Art bewirtschaftet wird, so sind die Bemühun- gen der ansässigen Landwirtinnen und Land- wirte, dem drohenden Verlust der Artenviel- falt und der Landschaftsqualität entgegenzu- treten, zu unterstützen. Das Projekt trägt zur Identifikation der örtlichen Bevölkerung mit ihrer Heimat bei. Beitrag des Kantons einschliesslich 10% PBK Fr. 100 000

3.4 Projekt der Stiftung Ferien im Baudenkmal (SFB) (Projekt Nr. 15) Anzahl Gesamtsumme in Franken Eingereichte Projekte 1 125 000 Berücksichtigte Projekte 1 106 800

15) Erhaltung und Wiederbelebung der Stüssihofstatt in Unterschächen Region Schächental, UR Verantwortlich Stiftung Ferien im Baudenkmal. Die Stiftung für das Projekt engagiert sich gesamtschweizerisch für den Er- halt von bauhistorisch wertvoller Bausubstanz und trägt viel zu intakten Kulturlandschaften und Ortsbildern bei. Projektziel Erhalt des einmaligen baukulturellen Zeitzeu- gen Stüssihofstatt; Nutzung durch die Öffent- lichkeit Projektbeschrieb Das Wohnhaus Stüssihofstatt ist eines der letz- ten spätmittelalterlichen Bauwerke (spätes- tens von 1450) im Schächental, das noch weit- gehend in seinem Originalzustand erhalten ist (Schächentaler Blockbau). Es ist im kanto- nalen Schutzinventar aufgeführt. Die Stiftung Ferien im Baudenkmal konnte das Haus im März 2012 erwerben. Sie hat es renoviert und vermietet es als Ferienwohnung. Dank dieser Nutzung kann das Haus erhalten bleiben. Begünstigte Einheimische Bevölkerung, Feriengäste Kosten Fr. 678 968 Finanzierung Eigenleistung Fr. 100 000 Bund Fr. 106 856 Standortkanton/-region Fr. 106 856 Andere Fr. 125 000 Restfinanzierung Die offenen Restkosten von Fr. 240 256 sind durch Dritte zu decken. Gewünschter Beitrag ohne PBK Fr. 125 000 Beurteilung Dem Gebäude kommt hohe baugeschichtliche Bedeutung zu. Die Restaurierung des Hauses wird von der Denkmalpflege des Kantons Uri begleitet. Der Beitrag des Kantons Zürich soll gleich hoch sein wie derjenige des Kantons Uri. Beitrag des Kantons ohne PBK Fr. 106 800

4. Überblick Im Rahmen der Inlandhilfe 2014 werden in den Kantonen GR, TI, UR und VS folgende Vorhaben unterstützt: Kanton Organisation Projekt in Franken in Franken GR SPB 1 Walderschliessung 265 000 Cuolm da Latsch, Bergün SPB 2 Schutzbauten am Cuolm 106 000 da Latsch, Bergün SPB 3 Schutzdamm Val Quaunas, 212 000 Val Müstair SPB 4 Gesamtmelioration Thalkirch, 265 000 Safiental SB 7 Academia Vivian, Curaglia 110 000 SL 8 Aufwertung Waldweide- 128 300 landschaft, Surselva Total Graubünden 1 086 300 1 086 300 TI SL 9 Aufwertung Waldweiden, 409 200 Collina Alta SL 10 Aufwertung Naturlandschaft 165 000 Val Mara SL 11 Aufwertung Landschaft 187 200 Val Calnègia SL 12 Aufwertung Landschaft 110 000 Monti di Verscio SL 13 Historischer Verkehrsweg 137 500 Montecenerino Total Tessin 1 008 900 1 008 900 UR SL 14 Nachhaltige Pflege Gurtnellen 100 000 SFB 15 Erhalt und Wiederbelebung 106 800 Stüssihofstatt, Unterschächen Total Uri 206 800 206 800 VS SPB 5 Hochwasserschutz Jolibach, 318 000 Niedergesteln SPB 6 Hochwasserschutz Milibach, 500 000 Wiler Total Wallis 818 000 818 000 Total alle Kantone 3 120 000

Dispositiv

Auf Antrag der Finanzdirektion beschliesst der Regierungsrat:

I. Die Finanzdirektion wird ermächtigt, folgende Inlandhilfebeiträge zulasten des Lotteriefonds auszurichten (Konto 4980 3650 4980): in Franken – der Schweizer Patenschaft für Berggemeinden 1 666 000 – der Schweizer Berghilfe 110 000 – der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz 1 237 200 – der Stiftung Ferien im Bauernhaus 106 800 Total 3 120 000

II. Mitteilung an die Finanzkommission des Kantonsrates, die Mitglie- der des Regierungsrates sowie an die Finanzdirektion.

Vor dem Regierungsrat Der Staatsschreiber:

Husi