Lexipedia

Entscheid

ZK1 2024 219

Sachenrecht

30. September 2024Deutsch4 min

13. November 2024 für sechs Wochen fürsorgerisch in der Klinik C._____ untergebracht wurde,

Source gr.ch

Verfügung vom 28. November 2024

Referenz ZK1 24 211

Instanz I. Zivilkammer

Besetzung Cavegn, Vorsitzender

Parteien A._____

Beschwerdeführerin

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. HSG Roger Burges

Hechtgasse 1, 9000 St. Gallen

Gegenstand fürsorgerische Unterbringung

Anfechtungsobj. ärztliche Einweisung vom 13.11.2024

Mitteilung 28. November 2024

In Erwägung,

dass A._____ mit ärztlicher Einweisung von Dr. med. B._____ vom

Sachverhalt

13. November 2024 für sechs Wochen fürsorgerisch in der Klinik C._____ untergebracht wurde,

dass A._____ (nachfolgend Beschwerdeführerin) dagegen mit Eingabe vom 16. November 2024 (Poststempel 18. November 2024) Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden erhob,

dass der Vorsitzende der I. Zivilkammer die Klinik C._____ am 19. November 2024 aufforderte, sich bis Mittwoch, 20. November 2024, zum Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin und zur Notwendigkeit der fürsorgerischen Unterbringung zu äussern,

dass Rechtsanwalt Roger Borger als Rechtsvertreter von A._____ mit Eingabe vom 19. November 2024, eingegangen am 20. November 2024, beim Kantonsgericht von Graubünden ebenfalls Beschwerde gegen die fürsorgerische Unterbringung erhob,

dass die Klinik C._____ mit Schreiben vom 20. November 2024 zur fürsorgerischen Unterbringung Stellung nahm,

dass der Vorsitzende der I. Zivilkammer mit Verfügung vom 21. November 2024 Dr. med. D._____ mit der Erstellung eines Gutachtens über A._____ bis 25. November 2024 betraute,

Erwägungen

dass mit Verfügung vom 22. November 2024 zur Hauptverhandlung am Kantonsgericht auf den 26. November 2024 vorgeladen wurde,

dass die Klinik C._____ A._____ mit Entscheid vom 25. November 2024 aus der Klinik entliess und den Entlassungsentscheid dem Kantonsgericht von Graubünden gleichentags mitteilte,

dass die Beschwerde damit gegenstandslos geworden ist und am Geschäftsverzeichnis abgeschrieben werden kann,

dass die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 2'050.00 (Gerichtsgebühren CHF 800.00, Gutachterkosten von CHF 1'250.00) beim Kanton Graubünden verbleiben und auf die Gerichtskasse genommen werden,

dass A._____ für ihre anwaltliche Vertretung des Weiteren zu entschädigen ist (Art. 60 Abs. 5 EGzZGB i.V.m. Art. 105 Abs. 2 ZPO),

dass Rechtsanwalt Roger Borges mit Schreiben vom 25. November 2024 eine Honorarnote über CHF 518.56 einreichte, welche sich aus einem Zeitaufwand von 1.85 Stunden zu CHF 250.00 zuzüglich Spesen von CHF 17.20 und Mehrwertsteuer von CHF 38.86 zusammensetzte,

dass Rechtsanwalt Roger Borges zwar eine Vollmacht einreichte, welche aber auf den 3. Juli 2024 datiert war und keine Honorarvereinbarung enthielt,

dass die Entschädigung folglich mangels eingereichter Honorarvereinbarung praxisgemäss zu einem Stundenansatz von CHF 240.00 gemäss Art. 2 Abs. 1 der Verordnung über die Bemessung des Honorars der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte (HV; BR 310.250) und einer Abgeltung für die Auslagen von 3% zu bemessen ist,

dass von einem notwendigen Aufwand von 1.85 Stunden auszugehen ist, auch wenn die Einreichung einer erneuten Beschwerde nicht notwendig gewesen wäre, weshalb eine Parteientschädigung von CHF 494.35 (1.85 Stunden à CHF 240.00/h zuzüglich Spesen von 3% und MWSt. von 8.1%) angemessen erscheint,

Dispositiv

wird erkannt:

Die Beschwerde wird zufolge Gegenstandslosigkeit am Geschäftsverzeichnis abgeschrieben.

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 2'050.00 (Gerichtsgebühren von CHF 800.00, Gutachterkosten von CHF 1'250.00) verbleiben beim Kanton Graubünden und werden auf die Gerichtskasse genommen.

A._____ erhält für das Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung von CHF 494.35 (inkl. Spesen und MwSt.) zu Lasten des Kantons Graubünden.

Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 ff. BGG.

Mitteilung an:

1 / 4

Art. 60 EGzZGBart. 60 EGzZGBart. 60 LICC

Art. 105 ZPOart. 105 CPCart. 105 CPC

Art. 72 BGGart. 72 LTFart. 72 LTF

Art. 42 BGGart. 42 LTFart. 42 LTF

Art. 29 BGGart. 29 LTFart. 29 LTF

Art. 72 BGGart. 72 LTFart. 72 LTF

Art. 90 BGGart. 90 LTFart. 90 LTF