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Entscheid

VSBES.2023.274

Unfallversicherung

7. April 2025Deutsch40 min

Beschwerdeführer), geb. 1961, war bei der B.___ mit Sitz in [...] als LKW-Chauffeur

Source so.ch

Urteil vom 7. April 2025

Es wirken mit:

Präsidentin Weber-Probst

Oberrichter Flückiger

Oberrichter Hagmann

Gerichtsschreiber Penon

In Sachen

A.___, vertreten durch Advokatin

Raffaella Biaggi,

Beschwerdeführer

gegen

Suva Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin

betreffend Unfallversicherung

(Einspracheentscheid vom 2. November 2023)

zieht das

Versicherungsgericht in Erwägung:

Sachverhalt

I.

1.

1.1 A.___ (nachfolgend

Beschwerdeführer), geb. 1961, war bei der B.___ mit Sitz in [...] als LKW-Chauffeur

tätig und aufgrund dieses Arbeitsverhältnisses bei der Suva (nachfolgend

Beschwerdegegnerin) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen

versichert. Gemäss Schadenmeldung UVG vom 11. September 2020 (Akten der

Beschwerdegegnerin Nr. [Suva-Nr.] 1) erlitt der Beschwerdeführer am 9.

September 2020 in [...] einen Motorradunfall, als er bei einem Bremsmanöver mit

seinem Motorrad stürzte und sich dabei verletzte. Die Beschwerdegegnerin

anerkannte ihre Leistungspflicht für die Folgen dieses Unfalls und erbrachte

die gesetzlichen Versicherungsleistungen (Heilbehandlung und Taggeld).

1.2 Mit Verfügung vom 17. Oktober

2022 (Suva-Nr. 208) sprach die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer eine

Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung zu, basierend auf einer

Erwerbsunfähigkeit bzw. einem Integritätsschaden von jeweils 15 %. Die hiergegen

mit Eingabe vom 15. November 2022 (Suva-Nr. 214) erhobene und mit Eingabe vom

26. Januar 2023 (Suva-Nr. 223) ergänzend begründete Einsprache des

Beschwerdeführers hiess die Beschwerdegegnerin mit Einspracheentscheid vom 2. November

2023 (Suva-Nr. 248) insofern gut, als sie dem Beschwerdeführer ab 1. Oktober

2022 eine Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 19 %

zusprach. Im Übrigen wies sie die Einsprache ab.

2.

2.1 Mit Beschwerde vom 9. November

2023 (Aktenseite/n [A.S.] 16 ff.) stellt der Beschwerdeführer beim

Versicherungsgericht des Kantons Solothurn folgende Rechtsbegehren:

1. Der Einspracheentscheid der

Beschwerdebeklagten vom 2. November 2023 sei aufzuheben und die

Beschwerdebeklagte zu verurteilen, an den Beschwerdeführer die gesetzlichen

Leistungen auszurichten.

2. Eventualiter sei ein Gutachten zur

Beurteilung des rechtserheblichen medizinischen Sachverhalts einzuholen.

3. Unter o/e Kostenfolge.

2.2 Die Beschwerdegegnerin beantragt

in ihrer Beschwerdeantwort vom 23. November 2023 (A.S. 24 ff.) die Abweisung

der Beschwerde und die Bestätigung ihres Einspracheentscheids vom 2. November

2023.

2.3 In seiner Replik vom 27.

November 2023 (A.S. 30 ff.) bestätigt der Beschwerdeführer seine Rechtsbegehren

gemäss Beschwerde vom 9. November 2023.

2.4 Die Beschwerdegegnerin teilt mit

Schreiben vom 7. Dezember 2023 (A.S. 35) mit, auf eine umfassende Duplik zu

verzichten und an ihrem Begehren auf Abweisung der Beschwerde festzuhalten.

2.5 Mit Verfügung vom 24. Oktober

2024 (A.S. 50 f.) holt das Versicherungsgericht eine Stellungnahme des

behandelnden Arztes des Beschwerdeführers PD Dr. C.___, Facharzt für

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, ein. Die

entsprechende Stellungnahme datiert vom 26. November 2024 (A.S. 53 f.).

2.6 Mit Verfügung vom 10. Januar

2025 (A.S. 57 f.) werden die Akten des zwischen dem Beschwerdeführer und der

IV-Stelle Solothurn hängigen Beschwerdeverfahrens VSBES.2023.246 beigezogen.

Zudem wird den Parteien Gelegenheit gegeben, sich zum gesamten Beweisergebnis

abschliessend zu äussern.

2.7 Der Beschwerdeführer reicht am

12. Januar 2025 (A.S. 60 f.), die Beschwerdegegnerin am 24. Januar 2025 (A.S.

67 f.) jeweils eine abschliessende Stellungnahme ein.

2.8 Auf die Ausführungen in den

Rechtsschriften der Parteien wird soweit notwendig in den nachfolgenden

Erwägungen eingegangen. Im Übrigen wird auf die Akten verwiesen.

Erwägungen

II.

1.

Die

Sachurteilsvoraussetzungen (zulässiges Anfechtungsobjekt, Einhaltung von Frist

und Form, örtliche und sachliche Zuständigkeit des angerufenen Gerichts,

Legitimation der beschwerdeführenden Partei) sind erfüllt. Auf die Beschwerde

ist einzutreten.

2.

2.1

Versicherungsleistungen

nach dem Bundesgesetz über die obligatorische Unfallversicherung (UVG; SR

832.20) werden, soweit dieses Gesetz nichts anderes bestimmt, bei

Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Art. 6 Abs.

1.

UVG). Im Versicherungsfall hat die versicherte Person u.a. Anspruch auf die

zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 Abs. 1 UVG) sowie auf ein

Taggeld, sofern sie infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig ist

(Art. 16 Abs. 1 UVG). Sowohl bei der Heilbehandlung als auch beim Taggeld

handelt es sich – wie aus Art. 19 Abs. 1 UVG erhellt – um vorübergehende

Leistungen. Sie sind – sofern allfällige Eingliederungsmassnahmen der

Invalidenversicherung abgeschlossen sind – nur so lange zu gewähren, als von

der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes

– d.h. eine rechtserhebliche Steigerung oder Wiederherstellung der

Arbeitsfähigkeit (BGE 134 V 109 E. 4.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_640/2022

vom 9. August 2023 E. 4.1.2) – erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu,

so ist der Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit

gleichzeitiger Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine

Integritätsentschädigung abzuschliessen (statt vieler BGE 134 V 109 E. 4.1).

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10 % invalid, so

hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Hat sie durch

den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder

psychischen Integrität erlitten, so hat sie Anspruch auf eine angemessene

Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG).

2.2

Die

Leistungspflicht des Unfallversicherers nach UVG setzt voraus, dass zwischen

Unfall und eingetretenem Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher

Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen

Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der

eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise

bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend

dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs

nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache

gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis

zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der

versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit anderen Worten nicht

weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung

entfiele. (statt vieler BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). Die

Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt weiter voraus, dass zwischen dem

Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang

besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache

eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach

der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art

des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das

Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (statt vieler BGE 129 V 177 E. 3.2

mit Hinweis). Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die

adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat

hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 140 V 356 E. 3.2).

3.

3.1

Sowohl

das Verwaltungsverfahren als auch der kantonale Sozialversicherungsprozess sind

vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c

des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts

[ATSG, SR 830.1]). Das heisst, dass Verwaltung und Versicherungsgericht

den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen haben. Diese

Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des

streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht. Der

Untersuchungsgrundsatz weist enge Bezüge zum sowohl auf Verwaltungs- als auch auf

Gerichtsstufe geltenden Grundsatz der freien Beweiswürdigung auf. Führen die im

Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen

den Versicherungsträger oder das Gericht bei umfassender, sorgfältiger,

objektiver und inhaltsbezogener Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein bestimmter

Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten und es könnten

weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern,

so liegt im Verzicht auf die Abnahme weiterer Beweise keine Verletzung des

Anspruchs auf rechtliches Gehör (antizipierte oder vorweggenommene Beweiswürdigung).

Bleiben jedoch erhebliche Zweifel an der Vollständigkeit und/oder Richtigkeit

der bisher getroffenen Tatsachenfeststellung bestehen, ist weiter zu ermitteln,

soweit von zusätzlichen Abklärungsmassnahmen noch neue wesentliche Erkenntnisse

zu erwarten sind (Urteil des Bundesgerichts 8C_179/2023 vom 20. Oktober 2023 E.

4.2

mit Hinweisen).

3.2

Zur

Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es

verlässlicher medizinischer Entscheidungsgrundlagen. Hinsichtlich des

Dispositiv

Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die

streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch

die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese)

abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und

der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des

Experten begründet sind. Die Rechtsprechung hat es mit dem Grundsatz der freien

Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen

medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung

aufzustellen. So weicht das Gericht bei Gerichtsgutachten nach der Praxis

"nicht ohne zwingende Gründe" von der Einschätzung der medizinischen

Fachperson ab. Hinsichtlich von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44

ATSG eingeholter, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechender Gutachten

externer Spezialärzte wurde festgehalten, das Gericht dürfe diesen Gutachten

vollen Beweiswert zuerkennen, solange "nicht konkrete Indizien gegen die

Zuverlässigkeit" der Expertise sprechen. Auf das Ergebnis versicherungsinterner

ärztlicher Abklärungen kann sodann nicht abgestellt werden und es sind

ergänzende Abklärungen vorzunehmen, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen. Anspruch auf ein Gerichtsgutachten

besteht rechtsprechungsgemäss, wenn die Abklärungsergebnisse aus dem

Verwaltungsverfahren in rechtserheblichen Punkten nicht ausreichend

beweiswertig sind (Urteil des Bundesgerichts 8C_73/2017 vom 6. Juli 2017 E. 4

mit Hinweisen).

4.

4.1 Streitig

und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Fall zu Recht per 1. Oktober

2022 abgeschlossen und dem Beschwerdeführer ab 1. Oktober 2022 eine Invalidenrente

von 19 % zugesprochen hat. Die medizinische Aktenlage präsentierte sich der

Beschwerdegegnerin im Zeitpunkt ihres Einspracheentscheids am 2. November

2023 (A.S. 1 ff.) im Wesentlichen wie folgt:

4.2 Im

Notfallbericht des D.___ vom 9. September 2020 (Suva-Nr. 6) werden

folgende Diagnosen gestellt:

1. nicht dislozierte Rippenfrakturen 7. und

9. Rippe linksseitig

-

nach Motorradunfall am

09.09.2020

-

eFAST: keine freie

Flüssigkeit

-

CT-Thorax-Abdomen: nicht

dislozierte Rippenfrakturen 7. und 9. Rippe linksseitig, keine intraabdominelle

Blutung

2. Diabetes mellitus Typ II

Im Bericht wird

zu den Diagnosen ausgeführt, dass sich klinisch eine Druckdolenz über dem

linken unteren Rippenbogen sowie eine Schürfwunde am Knie links zeige. Die

Wunde sei gereinigt und eine Tetanusauffrischimpfung vorgenommen worden. In der

Computertomographie (CT) hätten sich zwei nicht dislozierte Rippenfrakturen der

7. und 9. Rippe linksseitig dargestellt, der restliche Befund sei unauffällig

gewesen. Der Beschwerdeführer habe mit analgetischer Therapie nach Hause

entlassen werden können.

4.3 Im

Arztzeugnis UVG von Dr. med. E.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin,

vom 16. November 2020 (Suva-Nr. 21) wird zusätzlich zu den Diagnosen gemäss

Notfallbericht vom 9. September 2022 (siehe Ziff. 4.2 oben) gestützt auf

Röntgenaufnahmen der linken Schulter vom 8. Oktober 2020 eine nicht

dislozierte Akromionfraktur links diagnostiziert. Als Therapie werden Schonung,

Schmerzbehandlung und aktive Physiotherapie angeführt.

4.4 Laut Radiologiebericht

von Dr. med. F.___, Facharzt für Radiologie, vom 14. Dezember 2020 (Suva-Nr.

31) konnten im MRI (engl. für magnetic resonance imaging) des linken Schultergelenks

vom 14. Dezember 2020 eine fissurale Ruptur der ansatznahen SSP-Sehne (Bateman

Grad 1), begleitet durch geringgradige gelenkseitige Einrisse der übrigen

SSP-Sehne, sowie ein partieller Abriss des SSP-Ansatzes, eine leichte

AC-Gelenksarthrose sowie eine nicht konsolidierte alte Akromionfraktur mit

reparativem Knochenmark- und Weichteilödem festgestellt werden.

4.5 Im

Sprechstundenbericht von Dr. med. G.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie

und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 25. Januar 2021 (Suva-Nr. 46) werden

folgende Diagnosen gestellt:

1. Frozen Shoulder links

2. Diabetes mellitus Typ II

3. Status nach Motorradunfall 09.09.2020

-

nicht dislozierte

Rippenfrakturen 7 und 9 links

4. Nicht dislozierte und nicht

konsolidierte Fraktur Spina acromion links

Dr. G.___

führt in seinem Bericht aus, dass von der klinischen Untersuchung her eine

Frozen Shoulder dominiere. Diesbezüglich sei eine weitere Therapie über Monate

notwendig, die schmerzhafte Phase werde erwartungsgemäss eher zurückgehen. Zur

Verlaufsverkürzung und gegen die Schmerzen wäre eine intraartikuläre Cortisoninfiltration

möglich, der Patient erwähne jedoch, dass sein Diabetes aktuell recht schlecht

eingestellt sei. Nur bei hartnäckigem Verlauf mit fehlendem Beschwerderückgang

wäre eine Gelenkarthroskopie mit Capsulotomie anzudenken. In der klinischen

Untersuchung erwiesen sich die Defekte der Rotatorenmanschette als nicht

beschwerdeauslösend, die Akromion-Fraktur ebenfalls nicht.

4.6 Im

Sprechstundenbericht von PD Dr. C.___ vom 31. Mai 2021 (Suva-Nr. 89) werden

folgende Diagnosen gestellt:

-

traumatische

Supraspinatussehnenpratialruptur intratendinös

-

Verdacht auf

Bicepssehnenpartialruptur Schulter links

-

posttraumatische AC-Arthropathie

-

geheilte Acromionfraktur

PD Dr. C.___

führt in seinem Bericht aus, dass sich bei der Untersuchung des

Beschwerdeführers eine starke Druckdolenz im AC-Gelenkbereich links finde. Die

Fossa sei indolent. Im Nackenbereich zeige sich eine deutliche Druckdolenz. Der

Suprascapularis Stretch Test sei negativ. Gemäss CT der Schulter links sei die

Acromionfraktur konsolidiert. Weiter finde sich eine möglicherweise

durchgemachte Skapulafraktur. Auch diese wäre konsolidiert. Der

Beschwerdeführer habe therapieresistente starke Beschwerden und wolle nicht

länger warten. Vorgesehen sei deshalb eine Schulterarthroskopie links mit

eventuell Bicepstenodese, Akromioplastik, AC-Resektion und Beurteilung der

Rotatorenmanschette. Sollte die Partialruptur ausgeprägt sein, würde diese

repariert

4.7 Gemäss

Austrittsbericht des H.___ vom 13. Juli 2021 (Suva-Nr. 121) wurde der

Beschwerdeführer am 3. Juni 2021 an der linken Schulter operiert. Beim Eingriff

seien eine Schulterarthroskopie, eine Rotatorenmanschettenrekonstruktion

(Supraspinatussehne dorsale Hälfte, Infraspinatusoberrand), eine

Bicepstenotomie und -tenodese, eine Akromioplastik und eine AC-Resektion

vorgenommen worden. Die Operation habe komplikationslos durchgeführt werden

können. Postoperativ hätten sich die Wundverhältnisse reizlos und trocken

gezeigt. Die Drainage habe bei wenig Fördermenge zeitnah gezogen werden können.

Physiotherapeutisch habe der Beschwerdeführer problemlos mobilisiert werden

können. Der Beschwerdeführer habe bei subjektivem Wohlbefinden sowie

komplikationslosem Verlauf am 7. Juni 2021 nach Hause entlassen werden können.

4.8 Gemäss

Sprechstundenbericht von PD Dr. C.___ vom 18. Oktober 2021 (Suva-Nr. 140) zeigte

sich bei der Verlaufskontrolle vom 8. Oktober 2021 ein protrahierter Verlauf.

Die Schulter des Beschwerdeführers sei zum Teil eingesteift. Der Kraftaufbau

sei verfrüht gewesen. Es werde empfohlen, die Physiotherapie zu pausieren.

4.9 Im

Sprechstundenbericht von PD Dr. C.___ vom 25. November 2021 (Suva-Nr. 142)

wird von einem unbefriedigenden Verlauf berichtet. Der Beschwerdeführer habe

anlässlich der Verlaufskontrolle vom 24. November 2021 angegeben, dass es ihm

gar nicht gut gehe. Er habe relevante Schmerzen im Schulter-/Oberarmbereich.

Nachts würde er bis zu fünf Mal aufwachen. Hinsichtlich des weiteren Vorgehens

sieht PD Dr. C.___ vor, zur Bestandesaufnahme eine Arthro-MRI-Untersuchung

durchführen zu lassen und anschliessend zur Besprechung der Therapieoptionen

einzuladen.

4.10 Laut

Sprechstundenbericht von PD Dr. C.___ vom 16. Dezember 2021 (Suva-Nr. 147)

teilte der Beschwerdeführer anlässlich der Besprechung der

Arthro-MRI-Untersuchung der linken Schulter vom 15. Dezember 2021 mit, dass es

ihm besser ginge, seit er die Physiotherapie gestoppt habe und selbstständig

Dehnübungen mache. Im Bericht wird weiter festgehalten, dass sich bei der

Arthro-MRI-Untersuchung ein intaktes Glenohumeralgelenk, eine überall

durchgängige Supraspinatussehne, stellenweise Tendinose sowie keine Atrophie

gezeigt hätten. Wegen seines Diabetes wolle der Beschwerdeführer keine

Cortisoninfiltration. Das weitere Prozedere sehe dergestalt aus, dass der

Beschwerdeführer mit den selbstständigen Dehnübungen fortfahre und im Übrigen

bei günstiger Prognose abgewartet werde.

4.11 Laut

Sprechstundenbericht von PD Dr. C.___ vom 25. Februar 2022 (Suva-Nr. 154) teilte

der Beschwerdeführer bei der Verlaufskontrolle vom 22. Februar 2022 mit, dass

die Beweglichkeit zwar etwas besser sei, es aber nicht gut ginge. Er habe keine

Kraft. Er könne nicht einmal ein Parkticket entgegennehmen. Er könne nicht

schwimmen. Nachts würde er drei bis vier Mal aufwachen. Beim Heben verspüre er

starke laterale Schulter-/Oberarmschmerzen links. PD Dr. C.___ stellte bei der

klinischen Untersuchung des Beschwerdeführers fest, dass die Spina scapulae und

die Fossa supraspinata indolent seien. Der laterale und vordere

Acromionbereich, der AC-Gelenksbereich und der Humeruskopfbereich seien stark

dolent. Die Flexion betrage 95°, die Abduktion 70°, die Aussenrotation 25°, die

Gegenseite 70°, die Hyperabduktion 95° und die Gegenseite 100°. Die

Rotatorenmanschette zeige sich in der Untersuchung immer noch schmerzhaft.

Insgesamt sei das Operationsergebnis unbefriedigend. Die Schulter sei immer

noch in der Beweglichkeit stark eingeschränkt und schmerzhaft. PD Dr. C.___

habe dem Beschwerdeführer die Möglichkeit der Arthroskopie mit Revision,

Kapsulotomie, Gewebeprobeentnahme und AC Nachresektion erläutert. Gleichzeitig

würde er die Bicepstenodese revidieren. Die Chance auf eine Verbesserung

schätze er auf etwa 60 %. Der Beschwerdeführer sei aber noch nicht bereit für

einen erneuten Eingriff.

4.12 Gemäss

Sprechstundenbericht von PD Dr. C.___ vom 27. Juni 2022 (Suva-Nr. 163) teilte

der Beschwerdeführer bei der Verlaufskontrolle vom 21. Juni 2022 mit, dass die

Situation immer gleich sei. Er habe mässige, erträgliche Schmerzen im

anterolateralen Schulter- und Oberarmbereich. Zudem habe er weniger Kraft. Im

Bericht wird weiter festgehalten, dass PD Dr. C.___ bei der klinischen

Untersuchung des Beschwerdeführers festgestellt habe, dass das AC-Gelenk mässig

dolent und der Humeruskopf vorne stark dolent sei. Ansonsten sei keine

Druckdolenz vorhanden. Die Flexion betrage 100°, die Abduktion 90°, die

Innenrotation 90°, die Hyperabduktion 95°, die Gegenseite 100°, die

Aussenrotation 35° und die Gegenseite 60°. Sowohl die Innenrotation als auch

die Aussenrotation seien schmerzhaft abgeschwächt. Die Röntgenbefunde zeigten

ein intaktes Glenohumeralgelenk. Der Anker im Humeruskopf sei unauffällig. Das

Acromion gehöre zum Typ I-II. Insgesamt liege ein unbefriedigendes

Operationsergebnis mit persistierender Schmerzhaftigkeit vor. Eine

Revisionsoperation hätte eine Erfolgsquote von 60 %. Der Beschwerdeführer

sei diesbezüglich jedoch stark verunsichert. Er habe sich an die mässigen

Schmerzen gewöhnt und möchte die Situation so belassen. Infolgedessen würde PD

Dr. C.___ die Behandlung abschliessen.

4.13 Am 22. August 2022 fand die

kreisärztliche Abschlussuntersuchung des Beschwerdeführers durch Dr. med. I.___,

Facharzt für Chirurgie, statt. Im entsprechenden Bericht vom 22. August 2022

(Suva-Nr. 178) werden folgende Diagnosen gestellt:

1. Nicht dislozierte Rippenfrakturen 7. und

9. Rippe links, klinisch abgeheilt

2. Nicht dislozierte Acromionfraktur links,

konsolidiert

3. Verdacht auf Scapula Korpusfraktur, konsolidiert

4. Supraspinatussehnen-Partialruptur,

Bizepssehnen-Tendinopathie, posttraumatische AC-Arthropathie

-

03.06.2021

Schulterarthroskopie, Rotatorenmanschetten-Rekonstruktion (Supraspinatussehne

dorsale Hälfte, Infraspinatusoberrand), Bizepstenotomie und -tenodese,

Acromioplastik und AC-Resektion

(PD Dr. med. C.___, H.___)

-

persistierende

Schmerzhaftigkeit, eingeschränkte Beweglichkeit

Weitere Diagnosen:

1. Diabetes mellitus Typ II

-

medikamentös behandelt

-

HbA1c anamnestisch 7,2 %

2. Urolithiasis

-

anamnestisch dreimal

operiert

Dr. I.___ führt in seinem Bericht aus,

dass der Beschwerdeführer bei der kreisärztlichen Untersuchung weiterhin über

belastungsabhängige Beschwerden im Bereich des linken Schultergelenks, einen

deutlichen Kraftverlust im linken Arm sowie nächtliche Schmerzen berichtet

habe. Bei der klinischen Untersuchung habe sich eine schmerzhaft eingeschränkte

Schultergelenkbeweglichkeit bis zur Horizontalen gezeigt. Einschränkungen

bestünden auch bei der Aussenrotation und insbesondere bei der Innenrotation.

Radiologisch sei der Humeruskopf zentriert. Der Fadenanker sei in situ, das

AC-Gelenk sei postoperativ regelrecht und die Acromionfraktur konsolidiert. Der

behandelnde Schulterorthopäde PD Dr. C.___ habe dem Beschwerdeführer eine

Revisionsoperation angeboten mit einer Erfolgsquote von 60 %. Der

Beschwerdeführer habe sich aber inzwischen an die Schmerzsituation gewöhnt und

wolle kein Operationsrisiko mehr eingehen. Entsprechend könne von einem Endzustand

ausgegangen werden und der versicherungsmedizinische Fallabschluss erfolgen.

Zur Arbeitsfähigkeit des

Beschwerdeführers hält Dr. I.___ in seinem Bericht fest, dass dem

Beschwerdeführer die Tätigkeit als Chauffeur im Mulden- oder Stückguttransport

nicht mehr zumutbar sei und auch in Zukunft nicht mehr zumutbar sein werde.

Eine Chauffeurtätigkeit ohne Heben und Tragen von Gewichten mit dem linken Arm

in einer Niederflur-Kabine oder in einem Personenwagen wäre rein unfallbedingt

ganztags zumutbar. Ganz allgemein seien dem Beschwerdeführer unfallbedingt

leichte Tätigkeiten ohne Heben und Tragen von Gewichten mit der linken Hand von

mehr als 5 kg bis Hüfthöhe und körpernah von mehr als 2 kg bis Brusthöhe

zumutbar. Das wiederholte Manipulieren von Gegenständen auf Tischhöhe sei

maximal bis zu einem Gewicht von einem halben Kilogramm zumutbar. Nicht

zumutbar seien Tätigkeiten mit der linken Hand über Brusthöhe. Ebenso nicht

zumutbar seien Tätigkeiten mit Einwirkungen von starken Vibrationen oder

Schlägen oder abrupten Bewegungen auf das linke Schultergelenk. Im Rahmen

dieser Zumutbarkeitskriterien sei prinzipiell eine ganztägige

Arbeitsplatzpräsenz zumutbar. Aufgrund der langen Abwesenheit vom Arbeitsplatz

empfehle sich eine stufenweise Eingewöhnung.

4.14 In seiner Stellungnahme vom 31.

Oktober 2022 (IV-Nr. 62) stellt der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der

IV-Stelle des Kantons Solothurn folgende Diagnosen:

Diagnosen mit Auswirkungen

auf die Arbeitsfähigkeit:

Supraspinatussehnen-Partialruptur,

Bizepssehnen-Tendinopathie, posttraumatische AC-Arthropathie seit 09.09.2020

bei Brems- und Ausweichmanöver mit dem Motorrad weggerutscht und gestürzt.

-

03.06.2021

Schulterarthroskopie, Rotatorenmanschetten-Rekonstruktion (Supraspinatussehne

dorsale Hälfte, Infraspinatusoberrand), Bizepstenotomie- und Tenodese,

Acromioplastik und AG-Resektion (PD Dr. med. C.___, H.___)

-

persistierende

Schmerzhaftigkeit, eingeschränkte Beweglichkeit

Diagnosen ohne

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:

seit 09.09.2020 bei Brems-

und Ausweichmanöver mit dem Motorrad weggerutscht und gestürzt:

-

Nicht dislozierte

Rippenfrakturen 7. und 9. Rippe links, klinisch abgeheilt

-

Nicht dislozierte

Acromionfraktur links, konsolidiert

-

Verdacht auf Scapula

Korpusfraktur, konsolidiert

Diabetes mellitus Typ II

-

medikamentös behandelt

Urolithiasis

Hinsichtlich der Diagnosen mit

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit führt der RAD in seiner Stellungnahme

aus, dass gemäss Beurteilung des Kreisarztes der Suva vom 22. August 2022

im Bereich der linken Schulter bei Sehnen-Teilabriss und Gelenkerkrankung trotz

diverser Eingriffe persistierende Schmerzen und eine eingeschränkte

Beweglichkeit bestünden. Der behandelnde Schulterorthopäde PD Dr. C.___ habe

dem Beschwerdeführer eine Revisionsoperation mit einer Erfolgsquote von 60 %

angeboten. Der Beschwerdeführer habe sich aber inzwischen an die

Schmerzsituation gewöhnt und wolle kein Operationsrisiko mehr eingehen.

Entsprechend könne vom Endzustand ausgegangen werden. Bezüglich der Diagnosen

ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit führt der RAD aus, dass hinsichtlich

des Diabetes mellitus Typ 2 ohne Folgeschäden und der anamnestisch erhobenen

Urolithiasis (Harnsteine) keine medizinisch objektivierbaren Unterlagen

vorlägen, die eine etwaige Funktionseinschränkung begründen würden.

Zur Arbeitsfähigkeit des

Beschwerdeführers hält der RAD fest, dass er sich vollumfänglich dem Zumutbarkeitsprofil

des Kreisarztes der Suva vom 22. August 2022 anschliesse. Die angestammte

Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer aufgrund der persistierenden

Schmerzhaftigkeit und der eingeschränkten Beweglichkeit des linken

Schultergelenks nicht mehr zumutbar. In einer angepassten Tätigkeit

entsprechend dem Zumutbarkeitsprofil des Kreisarztes der Suva sei jedoch eine

vollschichtige Tätigkeit zumutbar, wobei sich aufgrund der langen Abwesenheit

vom Arbeitsplatz eine stufenweise Eingewöhnung empfehle.

4.15 In seiner Stellungnahme

zuhanden der Rechtsschutzversicherung des Beschwerdeführers vom 13. Dezember

2022 (Suva-Nr. 225) hält PD Dr. C.___ fest, dass der Beschwerdeführer am 9.

September 2020 einen Motorradsturz erlitten habe, bei dem er sich eine

Acromionfraktur und eine Supraspinatussehnenruptur zugezogen habe. Erstere sei

erfolgreich konservativ behandelt worden, letztere sei am 3. Juni 2021

arthroskopisch repariert worden. Bei der Nachkontrolle am 22. Februar 2022 sei

es dem Beschwerdeführer jedoch nicht gut gegangen. Er habe keine Kraft gehabt

und unter relevanten Beschwerden gelitten. Nachts würde er drei- bis viermal

aufwachen. Beim Heben habe er starke Schmerzen im Schulterbereich links. Die am

22. Februar 2022 festgestellten Beschwerden seien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit

Folge des Unfalls vom 9. September 2020. Degenerative Veränderungen oder

krankheitsbedingte Ursachen dieser Schulterbeschwerden lägen beim

Beschwerdeführer nicht vor. Angesichts der Einschränkungen des

Beschwerdeführers würde PD Dr. C.___ dessen Arbeitsfähigkeit in einer

angepassten Tätigkeit auf etwa 30 % einstufen. Wie in seinem Bericht vom 25.

Februar 2022 – siehe oben Ziff. 4.11 – bereits festgehalten, könnte eine

Revisionsoperation erwogen werden. Die Chance auf eine Verbesserung der

aktuellen Beschwerden stufe er auf etwa 60 % ein. Eine Operation wolle der

Beschwerdeführer [jedoch] nicht. Es sei ihm auch nicht zuzumuten, diese

Operation mit nur unsicherer Prognose auf sich nehmen zu müssen.

4.16 Zum Bericht von PD Dr. C.___

vom 13. Dezember 2022 hält Kreisarzt Dr. I.___ in seiner Stellungnahme vom 3.

Mai 2023 (Suva-Nr. 234) fest, dass dieser nichts an seiner

versicherungsmedizinischen Beurteilung vom 22. August 2022 ändere. So habe sich

PD Dr. C.___ in seinem Bericht auf die Untersuchung vom 22. Februar 2022

bezogen, obwohl er den Beschwerdeführer vier Monate später, am 21. Juni 2022,

erneut untersucht habe. Bei letzterer Untersuchung seien vom Beschwerdeführer

weniger starke Beschwerden geäussert worden und die gemessenen Bewegungsumfänge

seien deutlich besser gewesen. Insbesondere die Abduktion habe dann 90° und

nicht nur 70° betragen. Die Befunde vom 21. Juni 2022 seien mit der

versicherungsmedizinischen Untersuchung vom 22. August 2022 weitgehend

identisch. Aufgrund der objektivierbaren klinischen Befunde lasse sich nicht

erklären, weshalb dem Beschwerdeführer unfallbedingt in einer den Einschränkungen

angepassten Tätigkeit nur ein 30%iges Pensum zumutbar sein solle. Ohne

Berücksichtigung unfallfremder Einschränkungen sei dem Beschwerdeführer

aufgrund der objektivierbaren Befunde in einer leichten, das linke

Schultergelenk nicht belastenden Tätigkeit ein ganztägiges Arbeitspensum

zumutbar. Bei körpernah gehaltenem Arm könnten Tätigkeiten auf Brusthöhe auch

ohne Abduktion im Schultergelenk, allein schon durch Flexion des Armes im

Ellbogengelenk, ausgeführt werden.

5.

5.1 Was den Fallabschluss per 1.

Oktober 2022 betrifft, so rügt der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vom 9.

November 2023 (A.S. 16 ff.) und in seiner Replik vom 27. November 2023

(A.S. 30 ff.), dass dieser verfrüht erfolgt sei. Zum einen widerspreche es den

Berichten der behandelnden Ärzte, wenn beim Beschwerdeführer bereits per 1. Oktober

2022 vom Endzustand ausgegangen werde, zum anderen habe die Beschwerdegegnerin

das Ergebnis der Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung nicht

abgewartet.

5.2

5.2.1 Wie unter Ziff. 2.1 oben

bereits erwähnt, hat der Unfallversicherer den Fall (unter Einstellung der

bloss vorübergehenden Leistungen und mit Prüfung des Anspruchs auf eine

Invalidenrente und allenfalls auf eine Integritätsentschädigung)

abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine

namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr

erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der

Invalidenversicherung abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 UVG).

5.2.2

5.2.2.1 Ob noch eine namhafte

Besserung des Gesundheitszustandes i.S.v. Art. 19 Abs. 1 UVG erwartet werden

kann, bestimmt sich namentlich – aber nicht ausschliesslich – nach Massgabe der

zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit

diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Der Begriff "namhaft"

verdeutlicht, dass die durch die weitere (zweckmässige) Heilbehandlung i.S.v.

Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende

Verbesserungen genügen nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3; Urteil des Bundesgerichts

8C_682/2021 vom 13. April 2022 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen). In diesem

Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicherten Person prognostisch

und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden. Grundlage

für die Beurteilung dieser Rechtsfrage bilden in erster Linie die ärztlichen

Auskünfte zu den therapeutischen Möglichkeiten und der Krankheitsentwicklung,

die in der Regel unter dem Begriff Prognose erfasst werden (Urteil des

Bundesgerichts 8C_682/2021 vom 13. April 2022 E. 5.1 mit Hinweisen).

5.2.2.2 Hinsichtlich des medizinischen

Endzustandes führt die Beschwerdegegnerin in ihrem Einspracheentscheid vom 2.

November 2023 (A.S. 1 ff.) aus, dass dieser bereits bei der

versicherungsmedizinischen Untersuchung des Beschwerdeführers durch Dr. I.___

vom 22. August 2022 erreicht gewesen sei. Dr. I.___ begründe dies damit, dass

der behandelnde Schulterorthopäde PD Dr. C.___ dem Beschwerdeführer eine

Revisionsoperation mit einer Erfolgsquote von 60 % angeboten habe, die dieser

allerdings abgelehnt habe. Der Beschwerdeführer habe seine ablehnende Haltung

damit begründet, dass er sich in der Zwischenzeit an die Schmerzsituation

gewöhnt habe und kein Operationsrisiko mehr eingehen wolle. Infolgedessen habe der

behandelnde Arzt die Behandlung mit Bericht vom 27. Juni 2022 abgeschlossen.

Der schlüssigen und nachvollziehbaren Begründung des Versicherungsmediziners

könne ohne Weiteres gefolgt werden, zumal sich in den Akten auch keine

divergierende Anhaltpunkte finden liessen. Insofern sei der medizinische

Endzustand spätestens im Zeitpunkt der versicherungsmedizinischen Untersuchung

vom 22. August 2022 erreicht.

Entgegen dem Dafürhalten der

Beschwerdegegnerin kann aus der Weigerung des Beschwerdeführers, sich einer

Revisionsoperation zu unterziehen, nicht auf das Erreichen des medizinischen

Endzustandes i.S.v. Art. 19 Abs. 1 UVG geschlossen werden. Ob der medizinische

Endzustand erreicht ist, bestimmt sich wie erwähnt danach, ob noch eine

namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann oder nicht. Ob

dies der Fall ist, bestimmt sich wiederum nach Massgabe der zu erwartenden

Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese

unfallbedingt beeinträchtigt ist. Ist eine namhafte Besserung des

Gesundheitszustandes zu erwarten, so ist in einem weiteren Schritt zu prüfen,

ob die hierfür notwendigen medizinischen Massnahmen auch zumutbar sind. Falls

sowohl die Erwartbarkeit einer namhaften Besserung des Gesundheitszustandes als

auch die Zumutbarkeit zu bejahen ist, so ist ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren

gemäss Art. 21 Abs. 4 2 ATSG durchzuführen.

Die Frage, ob die von PD Dr. C.___

vorgeschlagene Revisionsoperation zu einer namhaften Steigerung bzw.

Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers führen würde, wird

in den Akten, die der Beschwerdegegnerin im Zeitpunkt ihres Einspracheentscheids

am 2. November 2023 zur Verfügung standen, nicht schlüssig beantwortet. So

geht aus diesen Akten insbesondere nicht hervor, ob und inwiefern sich PD Dr. C.___

bei der mehrfach von ihm genannten Erfolgschance der Revisionsoperation von 60

% auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers bezog. Das

Versicherungsgericht holte deshalb im Rahmen des vorliegenden Verfahrens eine

Stellungnahme bei PD Dr. C.___ ein. Diese datiert – wie unter Ziff. I. 2.5

bereits erwähnt – vom 26. November 2024 (A.S. 53 ff.). Der Stellungnahme von PD

Dr. C.___ ist zu entnehmen, dass sich die Erfolgs-chance von 60 % auf die

Wahrscheinlichkeit einer Verbesserung der gesundheitlichen Situation des

Beschwerdeführers bezog. PD Dr. C.___ hält diesbezüglich in seiner

Stellungnahme fest, dass eine Erfolgschance von 60 % bedeute, dass sich in 40 %

der Fälle wahrscheinlich keine Verbesserung ergeben würde. Zur Arbeitsfähigkeit

des Beschwerdeführers führt PD Dr. C.___ aus, dass diese stark vom

Operationsergebnis abhänge. Sollte die Operation eine Verbesserung der Symptome

erzielen, könnte wahrscheinlich auch wieder die Arbeit als Chauffeur

aufgenommen werden, entweder nur teilweise oder in gewissen [Fällen] sogar zu 100

%. Diese Prognose sei aber unsicher. Trotz Verbesserung durch eine Operation

gebe es auch Fälle, in denen der Patient die Arbeit als Chauffeur nicht wieder

aufnehmen könne. Somit sei die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit nicht

sicher vorhersehbar. Dass PD Dr. C.___ davon ausgeht, dass die

Revisionsoperation mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu einer Verbesserung

führen würde, wie der Beschwerdeführer in seiner Stellungnahme vom 12. Januar

2025 (A.S. 60 f.) vorbringt, ist insofern richtig, als damit eine mehr als

50%ige Chance auf eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation des

Beschwerdeführers gemeint ist. Nicht gefolgt werden kann dem Beschwerdeführer

jedoch, wenn er hieraus zugleich auf eine überwiegend wahrscheinliche

Steigerung bzw. Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers schliesst.

PD Dr. C.___ hält in seiner Stellungnahme mehrfach fest, dass die Prognose zur

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers unsicher sei. Eine Wiederherstellung der

Arbeitsfähigkeit sei nicht sicher vorhersehbar. Von einer mit überwiegender

Wahrscheinlichkeit zu erwartenden Steigerung bzw. Wiederherstellung der

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers kann folglich nicht gesprochen werden.

Die Stellungnahme von PD Dr. C.___ steht

im Einklang mit den medizinischen Vorakten und insbesondere mit der

kreisärztlichen Beurteilung von Dr. I.___ vom 22. August 2022 (Suva-Nr. 178). Da

nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist, dass sich die

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers durch die Revisionsoperation massgeblich

bessern würde, ist beim Beschwerdeführer von einem stabilen medizinischen

Endzustand auszugehen. Dieser besteht angesichts der praktisch identischen

Befunde von PD Dr. C.___ anlässlich der Untersuchung vom 21. Juni 2022 – siehe

oben Ziff. 4.12 – und von Kreisarzt Dr. I.___ anlässlich der Untersuchung vom

22. August 2022 – siehe oben Ziff. 4.13 – spätestens seit Ende August 2022.

5.2.2.4 Nachdem von der von PD Dr. C.___

vorgeschlagenen Revisionsoperation keine namhafte Besserung des

Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers i.S.v. Art. 19 Abs. 1 UVG zu

erwarten und folglich beim Beschwerdeführer der medizinische Endzustand

eingetreten ist – siehe oben Ziff. 5.2.2.3 –, kann auf die Prüfung der

Zumutbarkeit der Revisionsoperation verzichtet werden.

5.3

5.3.1 Was den in Art. 19 Abs. 1 UVG

vorbehaltenen Abschluss allfälliger Eingliederungsmassnahmen der

Invalidenversicherung betrifft, so kann sich dieser, soweit es um berufliche

Massnahmen geht, rechtsprechungsgemäss nur auf Vorkehren beziehen, die geeignet

sind, den der Invalidenrente der Unfallversicherung zugrundeliegenden

Invaliditätsgrad zu beeinflussen (Urteil des Bundesgerichts 8C_103/2019 vom 16.

April 2019 E. 4.1 mit Hinweisen). Relevante Massnahmen sind demnach die

erstmalige berufliche Ausbildung nach Art. 16 des Bundesgesetzes über die

Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) und die Umschulung nach Art. 17

IVG, nicht jedoch die Arbeitsvermittlung nach Art. 18 IVG (Thomas Flückiger,

in: Ghislaine Frésard-Fellay et al. [Hrsg.], Basler Kommentar,

Unfallversicherungsgesetz, Basel 2019, Art. 19 N 18). Ein blosser Anspruch

auf Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung genügt nicht, um dem

Fallabschluss durch den Unfallversicherer entgegenzustehen. Erforderlich ist,

dass solche Massnahmen im Zeitpunkt des die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis

bildenden Erlasses des Einspracheentscheids des Unfallversicherers auch

tatsächlich durchgeführt werden (Urteil des Bundesgerichts U 79/07 vom 21.

Februar 2008 E. 3.2.2; siehe auch Urteil des Bundesgerichts 8C_330/2023 vom 10.

November 2023 E. 6.6).

5.3.2 Vorliegend waren im Zeitpunkt

des Erlasses des Einspracheentscheids der Beschwerdegegnerin am 2. November

2023 (A.S. 1 ff.) keine Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung im

Gange. Nachdem der Beschwerdeführer anlässlich des Erstgesprächs bei der

Abteilung Berufliche Eingliederung der IV-Stelle Solothurn am 21. November

2022 mitgeteilt hatte, dass er von dieser keine Unterstützung wünsche, wurde

die berufliche Eingliederung gemäss Abschlussbericht vom 24. November 2022 (Akten

der IV-Stelle Nr. [IV-Akten Nr.] 67) abgeschlossen und der Fall in die

Abteilung Leistungen triagiert. Wie die Beschwerdegegnerin sowohl in ihrem

Einspracheentscheid vom 2. November 2023 als auch in ihrer Beschwerdeantwort

vom 23. November 2023 (A.S. 24 ff.) zu Recht festhält, standen dem

Fallabschluss durch die Beschwerdegegnerin somit keine Eingliederungsmassnahmen

der Invalidenversicherung entgegen.

5.4 Insgesamt ergibt sich somit,

dass die Beschwerdegegnerin in ihrem Einspracheentscheid vom 2. November 2023

(A.S. 1 ff.) zu Recht vom Fallabschluss per 1. Oktober 2022 ausgegangen ist.

Die Beschwerde erweist sich insofern als unbegründet.

6.

6.1 Der Beschwerdeführer rügt in

seiner Beschwerde vom 9. November 2023 (A.S. 16 ff.) und in seiner

Replik vom 27. November 2023 (A.S. 30 ff.) weiter, dass seine

Restarbeitsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt nicht verwertbar sei. Zur Begründung

führt er sein fortgeschrittenes Alter, seine fehlenden Ressourcen in

behinderungsangepassten Tätigkeiten sowie Durchschlafschwierigkeiten und

Tagesmüdigkeit an.

6.2 Hinsichtlich des Alters des

Beschwerdeführers ist festzuhalten, dass sich im Bereich der Unfallversicherung

keine Rechtsprechung etabliert hat, wonach die Unverwertbarkeit einer

verbleibenden medizinisch-theoretischen Restarbeitsfähigkeit wegen des

fortgeschrittenen Alters zu berücksichtigen wäre (Urteil des Bundesgerichts

8C_573/2020 E. 5.2.2 mit weiteren Hinweisen). Das Alter des Beschwerdeführers

spielt hinsichtlich der Frage der Verwertbarkeit seiner Restarbeitsfähigkeit

somit keine Rolle.

6.3

6.3.1 Was die Ressourcen des

Beschwerdeführers betrifft, so ist vorab zu bemerken, dass der bei der

Invaliditätsbemessung relevante ausgeglichene Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) mit

Blick auf die beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen sowie den

körperlichen Einsatz verschiedenste Tätigkeiten kennt. Er umfasst insbesondere

auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, d.h. Stellen- und Arbeitsangebote, bei

welchen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen des Arbeitgebers rechnen

können (Urteil des Bundesgerichts 8C_433/2020 vom 15. Oktober 2020 E. 7.2

mit Hinweisen).

6.3.2 Vorliegend stützt sich die

Beschwerdegegnerin hinsichtlich des Zumutbarkeitsprofils des Beschwerdeführers

auf die Beurteilung von Kreisarzt Dr. I.___ gemäss Bericht vom 22. August 2022

(Suva-Nr. 178) und Stellungnahme vom 3. Mai 2023 (Suva-Nr. 234). Im Folgenden

gilt es daher deren Beweiswert zu prüfen.

Dr. I.___ hält in seinem Bericht vom 22.

August 2022 fest, dass dem Beschwerdeführer unfallbedingt leichte Tätigkeiten

ohne Heben und Tragen von Gewichten mit der linken Hand von mehr als 5 kg bis

Hüfthöhe und körpernah 2 kg bis Brusthöhe zumutbar seien. Das wiederholte

Manipulieren von Gegenständen auf Tischhöhe sei maximal bis zu einem Gewicht von

einem halben Kilogramm zumutbar. Nicht zumutbar seien Tätigkeiten mit der

linken Hand über Brusthöhe. Ebenso nicht zumutbar seien Tätigkeiten mit

Einwirkungen von starken Vibrationen oder Schlägen oder abrupten Bewegungen auf

das linke Schultergelenk. Im Rahmen dieser Zumutbarkeitskriterien sei dem

Beschwerdeführer grundsätzlich eine ganztägige Arbeitsplatzpräsenz zumutbar.

Aufgrund der langen Abwesenheit vom Arbeitsplatz empfehle sich jedoch eine

stufenweise Eingewöhnung. In seiner Stellungnahme vom 3. Mai 2023 führt Dr. I.___

aus, dass der Bericht von PD Dr. C.___ zuhanden der Rechtsschutzversicherung

des Beschwerdeführers vom 13. Dezember 2022 (Suva-Nr. 225) nichts an

seiner versicherungsmedizinischen Beurteilung vom 22. August 2022 ändere.

So habe sich PD Dr. C.___ in seinem Bericht auf die Untersuchung vom 22.

Februar 2022 bezogen, obwohl er den Beschwerdeführer vier Monate später, am 21.

Juni 2022, erneut untersucht habe. Bei letzterer Untersuchung seien vom

Beschwerdeführer weniger starke Beschwerden geäussert worden und die gemessenen

Bewegungsumfänge seien deutlich besser gewesen. Insbesondere die Abduktion habe

dann 90° und nicht nur 70° betragen. Die Befunde vom 21. Juni 2022 seien mit

der versicherungsmedizinischen Untersuchung vom 22. August 2022 weitgehend

identisch. Aufgrund der objektivierbaren klinischen Befunde lasse sich nicht

erklären, weshalb dem Beschwerdeführer unfallbedingt in einer den

Einschränkungen angepassten Tätigkeit nur ein 30%iges Pensum zumutbar sein

solle.

Dr. I.___ stützt sich bei seiner

Beurteilung nicht nur auf die Vorakten der Beschwerdegegnerin, sondern auch auf

die eigene Untersuchung des Beschwerdeführers vom 22. August 2022. Durch

die eigene Untersuchung des Beschwerdeführers wurde sichergestellt, dass sowohl

die objektiv feststellbaren Befunde als auch die subjektiv geklagten

Beschwerden Eingang in die kreisärztliche Beurteilung fanden. Die von Dr. I.___

erhobenen Befunde entsprechen der Entwicklung, wie sie aufgrund der Vorakten zu

erwarten war. Die Schlussfolgerungen von Dr. I.___ und insbesondere das von ihm

erstellte Zumutbarkeitsprofil sind schlüssig und nachvollziehbar begründet und

vermögen denn auch zu überzeugen. Hieran ändert auch der Bericht von PD Dr. C.___

zuhanden der Rechtsschutzversicherung des Beschwerdeführers vom 13. Dezember

2022 nichts. Zu diesem ist zweierlei zu bemerken: Zum einen bezieht sich PD Dr.

C.___ in seinem Bericht, indem er auf die Befunde seiner Untersuchung vom 22.

Februar 2022 und nicht auf jene seiner Untersuchung vom 21. Juni 2022 abstellt,

wie die Beschwerdegegnerin zu Recht vorbringt, offensichtlich auf veraltete

Befunde; zum anderen begründet er in seinem Bericht nicht, weshalb dem

Beschwerdeführer in einer seinem Leiden angepassten Tätigkeit bloss eine

Arbeitsfähigkeit von 30 % zu attestieren ist. Der Bericht von PD Dr. C.___

vermag keine auch nur geringen Zweifel an der kreisärztlichen Beurteilung zu

wecken. Die kreisärztliche Beurteilung von Dr. I.___ erweist sich hinsichtlich

des Zumutbarkeitsprofils des Beschwerdeführers somit als voll beweiswertig.

6.4 Mit Blick auf die

Durchschlafschwierigkeiten und die Tagesmüdigkeit des Beschwerdeführers ist

schliesslich festzustellen, dass einzig in den Sprechstundenberichten von PD

Dr. C.___ vom 25. November 2021 (Suva-Nr. 142) und vom 25. Februar 2022 (Suva-Nr.

154) sowie in dessen Bericht zuhanden der Rechtsschutzversicherung des

Beschwerdeführers vom 13. Dezember 2022 (Suva-Nr. 225) festgehalten wird, dass

der Beschwerdeführer davon berichtet habe, in der Nacht mehrmals aufzuwachen.

Im Sprechstundenbericht von PD Dr. C.___ vom 21. Juni 2022 (Suva-Nr. 163) wird

hingegen bloss festgehalten, dass der Beschwerdeführer mässige, erträgliche

Schmerzen im anterolateralen Schulter-/Oberarmbereich angegeben habe. Auch im

Bericht von Kreisarzt Dr. I.___ vom 22. August 2022 (Suva-Nr. 178) finden

die Durchschlafschwierigkeiten und die Tagesmüdigkeit des Beschwerdeführers

keine Erwähnung. Ein Hinweis darauf, dass sich der Beschwerdeführer deswegen in

ärztlicher Behandlung befinde, findet sich in den Akten keiner. Insgesamt

liegen somit nicht hinreichend Anhaltspunkte vor, die hinsichtlich der

behaupteten Durchschlafschwierigkeiten und der behaupteten Tagesmüdigkeit

nähere Abklärungen erforderlich gemacht hätten. Die Beschwerde erweist sich

insofern als unbegründet.

6.5 Insgesamt ergibt sich somit,

dass die Beschwerdegegnerin in ihrem Einspracheentscheid vom 2. November 2023

(A.S. 1 ff.) zu Recht davon ausgegangen ist, dass die Restarbeitsfähigkeit des

Beschwerdeführers auf dem Arbeitsmarkt noch verwertbar ist. Die Beschwerde

erweist sich auch diesbezüglich als unbegründet.

7.

7.1 Der Beschwerdeführer bringt in

seiner Beschwerde vom 9. November 2023 (A.S. 16 ff.) und in seiner Replik

vom 27. November 2023 (A.S. 30 ff.) schliesslich vor, dass die von der

Beschwerdegegnerin vorgenommene Invaliditätsbemessung fehlerhaft sei. Der

Beschwerdeführer könne seinen [linken] Arm wegen Schmerzhaftigkeit und

eingeschränkter Beweglichkeit im linken Schultergelenk kaum mehr nutzen,

weshalb faktisch von einer Einhändigkeit des Beschwerdeführers auszugehen sei.

Es sei infolgedessen nicht gerechtfertigt, bei der Bestimmung des

Invalideneinkommens der LSE – siehe hierzu unten Ziff. 7.2 – auf das Total abzustellen,

das auch manuelle Tätigkeiten umfasse. Vielmehr seien nur andere

Dienstleistungen zu berücksichtigen, so dass ein Invalideneinkommen von CHF

53'830.00 einzusetzen sei. Dieser Betrag müsse wegen der

Durchschlafschwierigkeiten und der Tagesmüdigkeit sowie der faktischen

Einhändigkeit des Beschwerdeführers zudem um mindestens 10 % gekürzt werden.

7.2

7.2.1 Für die Festsetzung des

Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär von der

beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person

konkret steht (zum Ganzen BGE 148 V 174 E. 6.2 mit weiteren Hinweisen). Übt sie

nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ –

besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie

die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und

erscheint ihr Einkommen aus der Arbeitsleistung zudem als angemessen und nicht

als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als

Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben,

namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens

keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit

aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung insbesondere die

Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BfS) periodisch

herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden. Dabei wird in

der Regel der Totalwert angewendet. Praxisgemäss ist beim anhand der LSE

vorgenommenen Einkommensvergleich sodann von der Tabellengruppe A

(standardisierte Bruttolöhne) auszugehen, wobei üblicherweise auf die Tabelle

TA1_tirage_skill_level, Privater Sektor, abgestellt wird. Dieser Grundsatz gilt

jedoch nicht absolut, sondern kennt Ausnahmen. Es kann sich

rechtsprechungsgemäss durchaus rechtfertigen, auf die Tabelle TA7 resp. T17 (ab

2012) abzustellen, wenn dies eine genauere Festsetzung des Invalideneinkommens

erlaubt und wenn der versicherten Person der öffentliche Sektor auch

offensteht. Bei der Verwendung der standardisierten Bruttolöhne ist gemäss

Rechtsprechung jeweils vom sogenannten Zentralwert (Median) auszugehen.

7.2.2 Da

der Beschwerdeführer seit seinem Unfall keiner Erwerbstätigkeit nachgeht, ist

das Invalideneinkommen anhand der Tabellenlöhne der LSE festzulegen. Die

Beschwerdegegnerin hat bei der Berechnung des Invalideneinkommens des

Beschwerdeführers zu Recht den Tabellenlohn TA1_tirage_skill_level, 2020,

Total, Kompetenzniveau 1, Männer, von monatlich brutto CHF 5'261.00 bzw.

jährlich brutto CHF 63'132.00 angewendet. Es sind keine Gründe ersichtlich, weshalb

auf eine andere Tabelle abzustellen wäre. Festzuhalten ist in diesem

Zusammenhang, dass beim Beschwerdeführer keine faktische Einhändigkeit

vorliegt. Dem Beschwerdeführer sind laut Zumutbarkeitsprofil von Kreisarzt Dr. I.___

– siehe oben Ziff. 6.3.2 – unfallbedingt zwar nur noch leichte Tätigkeiten

zumutbar, bei denen die linke Hand bzw. die linke Schulter nicht erheblich

belastet wird. Dem Beschwerdeführer ist jedoch nach wie vor zumutbar, mit der

linken Hand Gewichte bis 5 kg bis Hüfthöhe und Gewichte bis 2 kg körpernah bis

Brusthöhe zu heben und zu tragen. Weiter ist dem Beschwerdeführer das

wiederholte Manipulieren von Gegenstanden auf Tischhöhe bis zu einem Gewicht

von einem halben kg zumutbar. Insofern sind dem Beschwerdeführer weiterhin

einfache manuelle Tätigkeiten zumutbar, weshalb es sich nicht rechtfertigt, bestimmte

Wirtschaftszweige bei der Bestimmung des Invalideneinkommens auszuschliessen.

Dass die Beschwerdegegnerin auf den Totalwert der Tabelle TA1 abgestellt hat,

ist folglich nicht zu beanstanden. Unter Aufrechnung der durchschnittlichen

betriebsüblichen Arbeitszeit von 40 Stunden auf 41,7 Stunden pro Woche und

unter Berücksichtigung der Veränderung des Nominallohnindexes gemäss Tabelle

T.1.1.15, Total, Männer, von 103.2 Punkten im Jahr 2020 auf 103.6 Punkte im

Jahr 2022 ergibt sich vorläufig ein Invalideneinkommen des Beschwerdeführers

von jährlich CHF 66'070.20.

7.3

7.3.1 Wird das Invalideneinkommen auf

der Grundlage von statistischen Lohndaten wie namentlich der LSE ermittelt, ist

der so erhobene Ausgangswert gemäss bisheriger Rechtsprechung allenfalls zu

kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und

berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter,

Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad

Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können und die versicherte Person je nach

Ausprägung deswegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem

ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg

verwerten kann. Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter

Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft

zu schätzen und darf 25 % nicht übersteigen. Die bisherige Rechtsprechung

gewährt insbesondere dann einen Abzug vom Invalideneinkommen, wenn eine

versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit

in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist. Allfällige bereits in der

Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche

Einschränkungen dürfen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten

Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben

Gesichtspunkts führen (BGE 148 V 174 E. 6.3). Soweit es um die Überprüfung der

Höhe eines gewährten Abzugs geht, darf das Sozialversicherungsgericht sein

Ermessen nicht an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen. Es muss sich

vielmehr auf Gegebenheiten stützen können, die eine abweichende

Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V 71 E. 5.2, 126

V 75 E. 6).

7.3.2 Die Beschwerdegegnerin gewährt

dem Beschwerdeführer in ihrem Einspracheentscheid vom 2. November 2023 (A.S. 1

ff.) bei der Bestimmung des Invalideneinkommens aufgrund der Gesamtumstände

einen leidensbedingten Abzug in Höhe von 5 %, ohne jedoch die Gesamtumstände

näher zu erläutern. Zu den persönlichen Merkmalen des Beschwerdeführers ist

zunächst festzuhalten, dass dieser [...] Staatsangehöriger ist und über eine

Niederlassungsbewilligung verfügt. Gemäss Tabelle T12_b der LSE 2020 verdienten

Niedergelassene der Kategorie «ohne Kaderfunktion» im Vergleich zum Total der

Schweizer und Ausländer derselben Kategorie einen um 6,39 % niedrigeren Lohn.

Diesen Umstand gilt es im Rahmen des Abzugs zu berücksichtigen (Urteil des

Bundesgerichts 8C_332/2022 vom 19. Oktober 2022 E. 5.2.2.2). Zu den

beruflichen Merkmalen des Beschwerdeführers ist gestützt auf seine Anmeldung

bei der IV vom 18. Januar 2021 (IV-Akten Nr. 1) und seinen undatierten

Lebenslauf (IV-Akten Nr. 17) auszuführen, dass der Beschwerdeführer nach der

obligatorischen Schulzeit keinen Beruf erlernte. Nachdem er 1983 den

Führerschein für LKW erworben hatte, arbeitete er von 1984 bis 2000 als

LKW-Chauffeur. In den Jahren 2000 bis 2013 war er in [...] als Maler und Gipser

selbstständigerwerbend. Von 2013 bis zu seinem Unfall 2020 arbeitete er in der

Schweiz wiederum als LKW-Chauffeur. Seit dem Unfall geht er keiner

Erwerbstätigkeit mehr nach. Angesichts des fortgeschrittenen Alters des

Beschwerdeführers, seiner Berufserfahrung in der Schweiz als LKW-Chauffeur und

seiner verschiedenen gesundheitlichen Probleme ist davon auszugehen, dass er

seine verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur

mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann. Der von der

Beschwerdegegnerin gewährte leidensbedingte Abzug von 5 % erscheint mit Blick

auf die Gesamtumstände als zu gering. Angemessen ist ein leidensbedingter Abzug

von 10 %. Das Invalideneinkommen des Beschwerdeführers beläuft sich somit auf

CHF 59'463.20 (CHF 66'070.20 – 10 %).

7.4 Aus der Gegenüberstellung der

Vergleichseinkommen – das Valideneinkommen beläuft sich unstrittig auf CHF

77'166.90, das Invalideneinkommen wie unter Ziff. 7.3.2 oben ausgeführt auf CHF

59'463.20 – ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 22,94 bzw. 23 %. Die

Beschwerde erweist sich insofern als begründet.

8.

8.1

8.1.1 Die obsiegende

beschwerdeführende Person hat Anspruch auf Parteikostenersatz (Art. 61 lit. g

Satz 1 ATSG). Die Parteientschädigung wird vom Gericht festgesetzt und ohne

Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der

Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g Satz 2 ATSG).

8.1.2 Vorliegend dringt der

Beschwerdeführer nur mit seiner Rüge zur Invaliditätsbemessung – siehe oben

Ziff. 7 – durch. Seine Rügen zum Fallabschluss – siehe oben Ziff. 5 – und

zur Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit – siehe oben Ziff. 6 – sind dagegen

unbegründet. Da der Prozessaufwand für die drei Rügen jeweils ungefähr gleich

hoch ausgefallen ist, rechtfertigt es sich, von einem Obsiegen des

Beschwerdeführers im Umfang von einem Drittel auszugehen.

8.1.3 Mit Honorarnote vom 13. Januar

2025 (A.S. 63 ff.) macht die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers eine

Parteientschädigung von CHF 3'419.66 geltend. Was den Zeitaufwand der

Rechtsvertreterin von 12 h 20 min betrifft, so finden sich in der detaillierten

Auflistung der Anwaltstätigkeiten der auf den 9. November 2023 datierte Eintrag

«E-Mail an J.___» und der auf den 13. Dezember 2023 datierte Eintrag «E-Mail an

IV». Da es sich hierbei offensichtlich nicht um prozessnotwendigen Aufwand

handelt, ist der hierfür geltend gemachte Zeitaufwand von je 10 min,

insgesamt also 20 min, zu streichen. Was die Spesen betrifft, so ist

festzuhalten, dass Kopien zum Ansatz von CHF 0.50 pro Kopie entschädigt

werden (§ 161 i.V.m. § 160 Abs. 5 des Gebührentarifs [GT; BGS 615.11]). Bei

insgesamt 41 Kopien ergibt sich ein Betrag von CHF 20.50. Die Spesen sind folglich

um CHF 47.00 (CHF 67.50 – CHF 20.50]) auf CHF 41.70 zu kürzen. Im Falle

des vollständigen Obsiegens stünde dem Beschwerdeführer eine

Parteientschädigung von CHF 3'279.25 zu (Honorar CHF 3'000.00 [12 h x CHF

250.00] + Spesen CHF 41.70 + MwSt. CHF 237.55 [7,7 % von CHF 2'203.45

{Honorar 8 h 40 min x CHF 250.00 + Spesen CHF 36.80} + 8,1 % von CHF

838.25 {Honorar 3 h 20 min x CHF 250.00 + Spesen CHF 4.90}]). Vorliegend

obsiegt der Beschwerdeführer – siehe oben Ziff. 8.1.2 – im Umfang von einem

Drittel. Folglich steht ihm eine von der Beschwerdegegnerin zu leistende

Parteientschädigung von CHF 1'093.10 (CHF 3'279.25 / 3) zu.

8.1.4 Die Beschwerdegegnerin hat als

mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben betraute Organisation keinen Anspruch auf

eine Parteientschädigung (vgl. etwa BGE 128 V 133 E. 5b sowie 126 V

150 E. 4a).

8.2 Das Verfahren ist grundsätzlich kostenlos.

Es besteht vorliegend kein Anlass, von diesem Grundsatz abzuweichen.

8.3 Die Kosten gerichtlicher

Beweismassnahmen sind vom Sozialversicherungsträger zu übernehmen, sofern

zwischen seiner unzureichenden Sachverhaltsabklärung und der Notwendigkeit

gerichtlicher Beweismassnahmen ein Zusammenhang besteht (vgl. BGE 139 V 496 E. 4.4 = Pra 2014 Nr. 32). Art. 45 Abs. 1 ATSG ist insoweit auch im

Rechtspflegeverfahren anwendbar (BGE 143 V 269 E. 6.2.1). Ein solcher Fall

liegt insbesondere dann vor, wenn die Verwaltung einen zur Klärung der

medizinischen Situation notwendigen Aspekt unbeantwortet gelassen hat (BGE 140 V 70 E. 6.1 und 6.2, 125 V 351 E. 3a). Vorliegend hat die

Beschwerdegegnerin nicht hinreichend abgeklärt, ob die Voraussetzungen zur

Annahme des medizinischen Endzustands beim Beschwerdeführer gegeben sind oder

nicht. Die Kosten der Stellungnahme von PD Dr. C.___ vom 26. November 2024

(A.S. 53 f.) von CHF 200.00 (A.S. 55) sind folglich der Beschwerdegegnerin

aufzuerlegen. Zur Höhe dieser Kosten hat sich die Beschwerdegegnerin nicht

vernehmen lassen.

Demnach wird erkannt:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde

wird dem Beschwerdeführer ab 1. Oktober 2022 eine Invalidenrente basierend auf

einem Invaliditätsgrad von 23 % zugesprochen. Im Übrigen wird die Beschwerde

abgewiesen.

2. Die Beschwerdegegnerin hat dem

Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von CHF 1'093.10 zu bezahlen.

3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

4. Die Beschwerdegegnerin hat die Kosten

der Stellungnahme von PD Dr. C.___ vom 26. November 2024 von CHF 200.00 zu

bezahlen.

Rechtsmittel

Gegen diesen Entscheid kann innert 30

Tagen seit der Mitteilung beim Bundesgericht Beschwerde in

öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten eingereicht werden (Adresse:

Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern). Die Frist beginnt am Tag nach

dem Empfang des Urteils zu laufen und wird durch rechtzeitige Aufgabe bei der

Post gewahrt. Die Frist ist nicht erstreckbar (vgl. Art. 39 ff., 82 ff. und 90

ff. des Bundesgerichtsgesetzes, BGG). Bei

Vor- und Zwischenentscheiden (dazu gehört auch die Rückweisung zu weiteren

Abklärungen) sind die zusätzlichen Voraussetzungen nach Art. 92 oder 93 BGG zu

beachten.

Versicherungsgericht des Kantons

Solothurn

Die Präsidentin Der

Gerichtsschreiber

Weber-Probst Penon