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Entscheid

STK 2023 58

Präsidial

20. November 2023Deutsch4 min

20. November 2023 amu

Source sz.ch

Kantonsgericht Schwyz

1

Verfügung vom 20. November 2023

STK 2023 58

Mitwirkend

Kantonsgerichtspräsident Reto Heizmann.

In Sachen

1. A.________,

Privatkläger und Berufungsführer,

vertreten durch Rechtsanwalt B.________,

2. C.________,

Privatklägerin und Berufungsführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt B.________,

3. D.________,

Privatkläger und Berufungsführer,

vertreten durch Rechtsanwalt B.________,

gegen

1. E.________,

Beschuldigter und Berufungsgegner,

vertreten durch Rechtsanwalt F.________,

2. Staatsanwaltschaft, 1. Abteilung, Sicherheitsstützpunkt Biberbrugg, Einsiedlerstrasse 55, 8836 Bennau,

Anklagebehörde und Berufungsgegnerin,

vertreten durch Staatsanwalt G.________,

3. H.________,

Privatkläger und Berufungsgegner,

vertreten durch Rechtsanwältin I.________,

4. J.________,

Privatkläger und Berufungsgegner,

5. K.________,

Privatklägerin und Berufungsgegnerin,

6. L.________ AG

Privatklägerin und Berufungsgegnerin,

7. M.________

Privatklägerin und Berufungsgegnerin,

8. N.________,

Privatklägerin und Berufungsgegnerin,

9. O.________

Privatkläger und Berufungsgegner,

10. P.________

Privatklägerin und Berufungsgegnerin,

11. Q.________

Privatklägerin und Berufungsgegnerin,

12. R.________ AG

Privatklägerin und Berufungsgegnerin,

betreffend

vorsätzliche Tötung durch Unterlassen, evtl. fahrlässige Tötung durch Unterlassen, Aussetzung, Unterlassung der Nothilfe, versuchte vorsätzliche Tötung, evtl. versuchte schwere Körperverletzung, BetmG, SVG etc., Mass­nahme

(Berufung gegen das Urteil des Strafgerichts Schwyz vom 21. Dezember 2022, SGO 2022 7);-

hat der Kantonsgerichtspräsident,

nachdem sich ergeben und in Erwägung, dass

- die Privatkläger A.________, C.________ und D.________ gegen das im Dispositiv eröffnete Urteil des Strafgerichts Schwyz vom 21. Dezember 2022 am 16. Januar 2023 fristgerecht Berufung anmeldeten (Art. 399 Abs. 1 StPO) und ihnen das begründete Urteil am 24. Oktober 2023 zugestellt wurde (s. Zustellbeleg);

- innert der zwanzigtägigen Frist von Art. 399 Abs. 3 StPO, die am 13. November 2023 endete, keine Berufungserklärung einging;

- die Befristungen für Berufungsanmeldung und -erklärung Gültigkeitsvorschriften sind, sodass zur gültigen Einlegung einer Berufung der diesbezügliche Wille zweimal zu erklären ist, abgesehen vom Fall, in welchem ein Urteil direkt begründet zugestellt wird (BGE 143 IV 40 E. 3.4.1; 138 IV 157, E. 2.1 f.; Bähler, in: Niggli/‌Heer/‌Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. A. 2023, Art. 399 StPO N 1 und 3; Zimmerlin, in: Donatsch/‌Lieber/‌Summer/‌Wohlers [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. A. 2020, Art. 399 StPO N 10 f.; a.M. Schmid/Jositsch, Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 3. A. 2018, Art. 399 StPO N 10 f. und Art. 403 StPO N 4);

- damit die Privatkläger A.________, C.________ und D.________ die Berufung zwar anmeldeten, aber nicht erklärten, was mit einem nachträglichen Verzicht gleichzusetzen ist, weshalb praxisgemäss nicht nach Art. 403 Abs. 1 lit. a und Abs. 3 StPO zu verfahren ist, sondern die Berufung gemäss § 40 Abs. 2 JG präsidial abgeschrieben werden kann (Art. 386 StPO und STK 2012 22 vom 7. Mai 2012);

- die Gerichtskosten der zweiten Instanz bei diesem Ausgang zulasten des Staates gehen und Entschädigungen mangels Aufwands nicht zu sprechen sind;-

verfügt:

Die Berufung wird als durch Verzicht auf Berufungserklärung erledigt abgeschrieben.

Die zweitinstanzlichen Gerichtskosten von Fr. 300.00 gehen zulasten des Staates.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Mass­gabe von Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Strafsachen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden. Die Beschwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.

Zufertigung an Rechtsanwalt B.________ (4/R), Rechtsanwalt F.________ (2/R), Rechtsanwältin I.________ (2/R), die Staatsanwaltschaft (1/A an die 1. Abteilung und 1/R an die Amtsleitung/zentraler Dienst), die Privatkläger 4-12 (je 1/R), die Vor­instanz (1/ü) sowie nach definitiver Erledigung an die Vor­instanz (1/ES, die Akten werden im Verfahren STK 2023 57 retourniert) und an die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv).

Der Kantonsgerichtspräsident

Versand

Sachverhalt

20. November 2023 amu

STK 2023 58

Art. 399 StPOart. 399 CPPart. 399 CPP

Art. 399 StPOart. 399 CPPart. 399 CPP

BGE 143 IV 40ATF 143 IV 40DTF 143 IV 40

BGE 138 IV 157ATF 138 IV 157DTF 138 IV 157

Art. 399 StPOart. 399 CPPart. 399 CPP

Erwägungen

Art. 399 StPOart. 399 CPPart. 399 CPP

Art. 399 StPOart. 399 CPPart. 399 CPP

Art. 403 StPOart. 403 CPPart. 403 CPP

Art. 403 StPOart. 403 CPPart. 403 CPP

§ 40 JG

Art. 386 StPOart. 386 CPPart. 386 CPP

STK 2012 22

Art. 78 BGGart. 78 LTFart. 78 LTF

Art. 42 BGGart. 42 LTFart. 42 LTF

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