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Entscheid

VB.2025.00021

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich: VB.2025.00021

11. September 2025Deutsch33 min

(URT.2025.26589)

Source djiktzh.ch

Verwaltungsgericht

des

Kantons Zürich

4. Abteilung

VB.2025.00021

Urteil

der 4. Kammer

vom 11. September 2025

Mitwirkend: Abteilungspräsidentin Tamara Nüssle (Vorsitz), Verwaltungsrichter Reto Häggi Furrer, Verwaltungsrichter

Martin Bertschi, Gerichtsschreiberin Sonja Güntert.

In Sachen

Politische Gemeinde A,

vertreten durch die

Schulpflege A,

vertreten durch RA B,

Beschwerdeführerin,

gegen

C,

vertreten durch D

und E,

diese vertreten durch RA F,

Beschwerdegegner,

betreffend Kosten

Privatschule,

hat sich

ergeben:

Sachverhalt

I.

C (geboren 2012) besuchte im Schuljahr 2022/2023 eine

5. Primarklasse im Schulhaus G der Gemeinde A. Im Verlauf des

Schuljahrs zeigte er zunehmend ein aggressives Verhalten gegenüber anderen

Personen, Gegenständen, aber auch gegenüber sich selbst. Ab Anfang 2023 war

eine Beschulung des Knaben in der angestammten Klasse nicht mehr möglich. Nach

einem längeren Aufenthalt auf der Kinderstation Brüschhalde der Psychiatrischen

Universitätsklinik Zürich (PUK) war er deshalb ab September 2023 im

Sonderschulheim I in H untergebracht.

Ab Februar 2024 wurde C im Homeschooling unterrichtet und

erhielt ergänzend Nachhilfeunterricht. Ab dem 18. April 2024 nahm er

probeweise am Unterricht in einer sogenannten "Fokusklasse (Reifungs- und

Orientierungsjahr, 7. Schuljahr)" der Schule J in Zürich teil.

Anfang Mai 2024 meldeten ihn seine Eltern, D und E, dort zum definitiven

Schulbesuch an. Am 15. Juni 2024 ersuchten sie die Schule A um

Übernahme der Kosten der privaten Beschulung ihres Sohns an der Schule J.

Mit Verfügung vom 15. Juli 2024 lehnte die Schulpflege A eine

Kostenübernahme ab.

Erwägungen

II.

Dagegen rekurrierte C am 16. August 2024 beim

Bezirksrat K und verlangte, die Schulpflege A sei unter

Entschädigungsfolge zu verpflichten, die Kosten seiner Beschulung an der Schule J

Zürich ab Eintritt zu übernehmen.

Mit Beschluss vom 11. Dezember 2024 hiess der

Bezirksrat K den Rekurs gut, hob den Entscheid der Schulpflege A vom

15.

Juli 2024 auf und wies die Gemeinde A an, ab dem 18. April

2024.

für das Schuljahr 2024/2025 und bis auf Weiteres die Kosten für den Besuch

der Schule J von C zu übernehmen (Dispositiv-Ziff. I); die

Verfahrenskosten wurden der Gemeinde A auferlegt

(Dispositiv-Ziff. II) und diese verpflichtet, C eine Parteientschädigung

von Fr. 1'000.- auszurichten (Dispositiv-Ziff. III).

III.

Am 10. Januar 2025 führte die Gemeinde A

Beschwerde beim Verwaltungsgericht und beantragte, unter Entschädigungsfolge

sei der Beschluss des Bezirksrats K vom 11. Dezember 2024 aufzuheben

und die mit Verfügung vom 15. Juli 2024 beschlossene Ablehnung der

Kostenübernahme zu bestätigen.

Der Bezirksrat K reichte am 29. Januar 2025 eine

Vernehmlassung ein. C schloss mit Beschwerdeantwort vom 12. Februar 2025

auf Abweisung der Beschwerde unter Entschädigungsfolge. Hierzu bzw. zur Vernehmlassung

des Bezirksrats äusserte sich die Gemeinde A am 17. März 2025. Mit

weiteren Stellungnahmen vom 11. April 2025 und vom 23. Juni 2025 bzw.

vom 19. Mai 2025 hielten C und die Gemeinde A an ihren jeweiligen

Anträgen fest.

Die Kammer erwägt:

1.

1.1

Das

Verwaltungsgericht ist zuständig für Beschwerden gegen Rekursentscheide eines

Bezirksrats betreffend die Übernahme der Kosten für den Besuch einer

Privatschule (§ 75 Abs. 2 des Volksschulgesetzes vom 7. Februar

2005.

[VSG, LS 412.100] und §§ 41 ff. des Verwaltungsrechtspflegegesetzes

vom 24. Mai 1959 [VRG, LS 175.2]).

Der vorinstanzliche Beschluss berührt die

Beschwerdeführerin unmittelbar in ihren finanziellen Interessen sowie in ihrer

Eigenschaft als Hoheitsträgerin in schulrechtlichen Belangen (vgl. § 41 VSG), weshalb sie praxisgemäss gestützt auf § 49 in Verbindung mit

§ 21 Abs. 2 lit. c VRG zur Beschwerdeerhebung legitimiert ist

(vgl. Martin Bertschi, in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum

Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich [VRG], 3. A.,

Zürich etc. 2014, § 21 N. 118 ff.; ferner VGr, 11. Mai

2023, VB.2023.00119, E. 1.1, und 17. März 2022, VB.2021.00768,

E. 1.1 mit Hinweisen).

Da auch die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt

sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2

Die

Vorinstanz hielt die Beschwerdeführerin zur Tragung der Kosten der Beschulung

des Beschwerdegegners an der privaten Schule J ab dem 18. April 2024

an.

Das Schulgeld für den Besuch der Fokus- sowie einer

Sekundarklasse der Schule J beläuft sich auf rund Fr. 23'000.- pro

Jahr zuzüglich Nebenkosten, weshalb der Entscheid in die Zuständigkeit der

Kammer fällt (§ 38 Abs. 1 in Verbindung mit § 38b Abs. 1

lit. c e contrario VRG).

2.

Die Beschwerdeführerin beantragt, dass die zuständige

Schulpsychologin L als Zeugin zu den Geschehnissen im Frühjahr 2024 und

namentlich zu den zwischen Schule und Eltern getroffenen Abmachungen betreffend

die weitere Beschulung des Beschwerdegegners zu befragen sei. Gleichzeitig

reicht die Beschwerdeführerin jedoch eine schriftliche Schilderung von L

ein. Im Schülerdossier des Beschwerdegegners müssen zudem alle ihn betreffenden

Dokumente bzw. Vereinbarungen und zumindest Notizen der wichtigsten Gespräche zwischen

ihm bzw. seinen Eltern und der Schule zu finden sein. Soweit überhaupt

massgeblich, vermöchte eine Befragung der Schulpsychologin daher diesbezüglich

keine neuen Erkenntnisse gegenüber den Akten zu liefern, weshalb darauf

verzichtet werden kann.

3.

3.1

Zuständig

für das Schulwesen sind die Kantone (vgl. Art. 62 Abs. 1 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 [BV, SR 101]).

Sie gewähren nach Art. 62 Abs. 2 BV einen ausreichenden

Grundschulunterricht, der allen Kindern offensteht und an öffentlichen Schulen

unentgeltlich ist. Sie sorgen ausserdem für eine ausreichende Sonderschulung

aller behinderten Kinder und Jugendlichen bis längstens zum vollendeten

20.

Lebensjahr (vgl. Art. 62 Abs. 3 BV; Art. 8 Abs. 2

BV; Art. 20 des Bundesgesetzes vom 13. Dezember 2002 über die

Beseitigung von Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen [BehiG,

SR 151]) bzw. haben, sofern sie – wie der Kanton Zürich – der

Interkantonalen Vereinbarung über die Zusammenarbeit im Bereich der

Sonderpädagogik vom 25. Oktober 2007 (SPK, EDK-Rechtssammlung 1.3)

beigetreten sind (vgl. das Gesetz über den Beitritt zur Interkantonalen

Vereinbarung über die Zusammenarbeit im Bereich der Sonderpädagogik vom

30.

Juni 2014 [LS 410.32]), ein unentgeltliches Grundangebot an

bestimmten sonderpädagogischen Massnahmen bereitzustellen für Kinder und

Jugendliche mit einem besonderen Bildungsbedarf ab Geburt bis zum vollendeten

20.

Lebensjahr (Art. 3 in Verbindung mit Art. 2 lit. c SPK;

siehe zum Ganzen auch BGE 145 I 142 E. 5.3, 141 I 9 E. 3.2, 138

I 162 E. 3.1; BGr, 29. September 2021, 2C_385/2021, E. 3.1.1;

VGr, 25. April 2024, VB.2023.00388, E. 3.1 [auch zum Folgenden], und

4.

Februar 2021, VB.2020.00542, E. 3).

Der ausreichende und unentgeltliche Grundschulunterricht

ist nicht nur objektiv-rechtlich vorgeschrieben, sondern auch individualrechtlich

verbürgt (Art. 19 BV). Der betreffende Anspruch umfasst jedoch im Sinn

einer Minimalgarantie nur ein angemessenes, erfahrungsgemäss ausreichendes

Bildungsangebot (vgl. BGE 141 I 9 E. 4.3.1, 138 I 162 E. 4.2;

BGr, 29. September 2021, 2C_385/2021, E. 3.1.2 – 27. Mai 2019,

2C_713/2018, E. 3.1.1 – 20. Februar 2019, 2C_561/2018, E. 3.1

[je mit Hinweisen, auch zum Folgenden]). Ein darüber hinausgehendes Mass an

individueller Betreuung, das theoretisch immer möglich wäre, kann mit Rücksicht

auf das limitierte staatliche Leistungsvermögen nicht eingefordert werden. Der

verfassungsmässige Anspruch auf unentgeltlichen Grundschulunterricht

verpflichtet den Kanton mithin nicht zur optimalen Schulung eines Kindes

(BGE 141 I 9 E. 3.3 mit zahlreichen Hinweisen).

3.2

Entsprechend

dieser Ausgangslage sind die Kantone verfassungsrechtlich nicht verpflichtet,

die freie Schulwahl zu ermöglichen. Die Garantie auf ausreichenden und

unentgeltlichen Grundschulunterricht beschränkt sich zudem auf die öffentlichen

Schulen (Art. 62 Abs. 2 Satz 3 BV). Rechtsprechungsgemäss verleihen

Art. 19 BV und Art. 62 Abs. 2 und Abs. 3 BV deshalb keinen Anspruch

darauf, einer bestimmten Privatschule zugewiesen zu werden und diese im Sinn

von Art. 19 bzw. Art. 62 Abs. 2 Satz 3 BV unentgeltlich

besuchen zu können (vgl. BGr, 29. Juni 2021, 2C_33/2021, E. 3.4.1,

und 27. Mai 2019, 2C_713/2018, E. 3.1.2 [je mit Hinweisen]).

Indessen kann der Besuch einer Privatschule ausnahmsweise

unentgeltlich sein, wenn der Anspruch eines Kindes auf ausreichenden

Grundschulunterricht nach Art. 19 BV andernfalls nicht (mehr)

gewährleistet werden kann, so etwa, weil der weitere Besuch des Unterrichts im

zugewiesenen Schulhaus eine Gefährdung des Kindeswohls zur Folge hätte und dem

Kind deshalb nicht weiter zugemutet werden kann. Eine solche Ausnahmesituation

ist jedoch nur zurückhaltend anzunehmen (BGr, 3. Juli 2020, 2C_982/2019,

E. 5.2 mit Hinweis; ferner BGr, 6. Dezember 2022, 2C_809/2021,

E. 3.2).

3.3

In

schulischen Angelegenheiten sind die Eltern im Interesse ihres Kindes

verpflichtet, mit den zuständigen Behörden zu kooperieren. Diese

Kooperationspflicht ergibt sich nicht nur aus dem Zivilrecht (Art. 302

Abs. 3 des Zivilgesetzbuchs vom 10. Dezember 1907 [SR 210]),

sondern auch aus dem Gebot von Treu und Glauben (Art. 5 Abs. 3 BV),

dem im schulischen Kontext im Interesse des Kindeswohls besondere Bedeutung

zukommt. Eine erhöhte Kooperationspflicht besteht, wenn ein Kind schulische

Schwierigkeiten hat, sei dies aufgrund von leistungsmässiger Über- oder

Unterforderung, sei dies aufgrund von Konflikten mit anderen Schülern oder der

Lehrperson. Schulbehörden und Eltern haben in einer solchen Situation in

gegenseitiger Absprache eine auf die Bedürfnisse des Kindes zugeschnittene

Lösung des Problems zu finden. Daraus ergibt sich, dass eine Gemeinde nicht zur

rückwirkenden Übernahme des Schulgelds für den Besuch einer Privatschule

verpflichtet werden kann, wenn Eltern ohne hinreichenden Grund vorpreschen und

ihr Kind aufgrund von Problemen eigenmächtig eine solche besuchen lassen. Wohl

steht es im Belieben der Eltern, diese Entscheidung im Einverständnis mit den

Trägern der neuen Schule zu treffen; die aus Art. 19 BV fliessende Pflicht

der Wohngemeinde zur Kostenübernahme fällt in einer solchen Konstellation

jedoch zumindest mit Blick auf die bis zum Gesuch um Kostentragung angefallenen

Schulgelder dahin, weil den zuständigen Schulbehörden die Gelegenheit genommen

wird, in Kooperation mit den Eltern eine für alle Beteiligten – und

insbesondere für das Kind – tragbare Lösung zu finden.

Ist eine solche Lösung offensichtlich nicht möglich und kann

den Eltern ein weiteres Zuwarten aufgrund der akuten Gefährdung des Wohls ihres

Kindes und einer länger anhaltenden pflichtwidrigen Untätigkeit der

Schulbehörden nicht weiter zugemutet werden, ist die Befugnis zu einem

eigenmächtigen Schulwechsel ausnahmsweise zu bejahen und greift die

Kostentragungspflicht auch rückwirkend (zum Ganzen BGr, 20. Februar 2019,

2C_561/2018, E. 3.3 f. mit Hinweisen).

Ein Gesuch um zukünftige Übernahme der Kosten für den

Besuch einer Privatschule können die Eltern sodann auch nach einem eigenmächtig

vorgenommenen Schulwechsel stellen. In einem solchen Fall obliegt ihnen jedoch

der Nachweis der Unzumutbarkeit des weiteren Besuchs derjenigen Schule, welcher

das Kind von der Wohnortgemeinde zugewiesen wurde bzw. zugewiesen werden sollte.

Auch wenn dabei für die Prüfung der Unzumutbarkeit auf den Zeitpunkt des

Entscheids über die Kostentragung abgestellt werden muss, ist hierfür eine

Rekonstruktion der Situation beim Schulwechsel erforderlich (BGr, 20. Februar

2019, 2C_561/2018, E. 3.5 mit Hinweisen; ferner BGr, 6. Dezember

2022, 2C_809/2021, E. 3.3).

3.4

Die

Regelung im Kanton Zürich geht – im hier interessierenden Bereich – nicht über

die bundesverfassungsrechtliche (Minimal-)Garantie hinaus, namentlich räumt

auch das Kantonalzürcher Recht selbst Schülerinnen und Schülern mit besonderen

pädagogischen Bedürfnissen keinen Anspruch darauf ein, unentgeltlich eine

bestimmte Privatschule besuchen zu können.

Nach § 35 Satz 1 VSG

haben die Gemeinden für Schülerinnen und Schüler mit besonderen pädagogischen

Bedürfnissen als sonderpädagogische Massnahmen namentlich die Integrative

Förderung und Therapien anzubieten (vgl. auch § 33 Abs. 1 und

§ 34 VSG). Sie können auch Besondere Klassen führen (§ 35 Satz 2 VSG)

und haben die Sonderschulung zu gewährleisten (§ 35 Satz 3 VSG).

Integrative Förderung meint dabei die Unterstützung der Schülerinnen und

Schüler durch die Förder- und Regellehrpersonen (§ 34 Abs. 2 VSG), Therapie

die individuelle Unterstützung von Schülerinnen und Schülern mit spezifischen

pädagogischen Bedürfnissen etwa mittels einer logopädischen Therapie oder

Psychotherapie (§ 34 Abs. 3 VSG und § 9 der Verordnung über die

sonderpädagogischen Massnahmen vom 11. Juli 2007 [VSM, LS 412.103]).

Besondere Klassen wiederum sind ausserhalb der Regelklassen geführte

Lerngruppen. Zulässig sind Einschulungsklassen, Aufnahmeklassen für

Fremdsprachige sowie Kleinklassen für Schülerinnen und Schüler mit besonders

hohem Förderbedarf (§ 34 Abs. 5 VSG). Sonderschulung ist schliesslich

die Bildung von Kindern, die in Regel- oder Kleinklassen nicht angemessen

gefördert werden können (§ 34 Abs. 6 VSG).

Die Entscheidung über sonderpädagogische Massnahmen soll

grundsätzlich im Konsens zwischen den Eltern, der Lehrperson und der

Schulleitung getroffen werden (§ 37 Abs. 1 VSG; vgl. auch § 26 VSM). Bei Unstimmigkeiten zwischen den Beteiligten oder Unklarheiten ist eine schulpsychologische

Abklärung durchzuführen (§ 38 Abs. 1 Satz 1 VSG in Verbindung

mit § 25 Abs. 1 VSM). Besteht auch nach durchgeführter

schulpsychologischer Abklärung keine Einigkeit hinsichtlich der anzuordnenden

sonderpädagogischen Massnahme(n), entscheidet die Schulpflege darüber

(§ 39 Satz 1 VSG in Verbindung mit § 26 Abs. 2 Satz 1

VSM). Sie berücksichtigt dabei das Kindeswohl und die Auswirkungen auf den

Schulbetrieb (§ 39 Satz 2 VSG).

Entschliessen sich die Eltern dagegen bei Uneinigkeit in

eigener Kompetenz für eine bestimmte Schulung und melden sie ihr Kind

eigenmächtig in einer Privatschule an, wird die Schulgemeinde praxisgemäss

bloss dann kostenpflichtig, wenn sie es versäumt hatte, eine notwendige

Massnahme anzuordnen, sodass die privaten Massnahmen unerlässlich waren (zum

Ganzen VGr, 17. März 2022, VB.2021.00768, E. 3.4 mit Hinweisen). Massgebend

ist die Situation, wie sie sich den Beteiligten vor dem Schulwechsel

präsentierte. Allein aus dem allfälligen Erfolg einer Privatschule mit

geringerer Klassengrösse und individuell angepassten Lernmethoden kann nicht im

Nachhinein auf die Notwendigkeit einer solchen Schulung geschlossen werden

(vgl. VGr, 4. Februar 2021, VB.2020.00542, E. 4.2, und 23. März

2011, VB.2010.00667, E. 3.2.2 Abs. 2 mit Hinweisen).

4.

4.1

Im

vorliegenden Fall ging die Vorinstanz in ihrem Entscheid vom 11. Dezember

2024.

davon aus, dass es die Beschwerdeführerin im Frühjahr 2024 trotz ihrer

rechtlichen Pflicht und der vorhandenen Bereitschaft bzw. der intellektuellen

Fähigkeiten des Beschwerdegegners versäumt habe, eine adäquate Beschulung für

diesen vorzuschlagen, geschweige denn anzuordnen. Dass die Eltern des

Beschwerdegegners dessen definitiven Eintritt in die Schule J nicht mehr

mit der Beschwerdeführerin abgesprochen hätten, sei ihnen zwar vorzuhalten,

denn ein solcher Schritt müsse in Absprache mit der zuständigen Schulgemeinde

erfolgen, die Beschwerdeführerin wäre jedoch schon im fraglichen Zeitpunkt

verpflichtet gewesen, den Beschwerdegegner zurück in die Regelschule zu

integrieren oder Hand für eine alternative Lösung zu bieten. Angesichts ihrer

Passivität habe die Beschwerdeführerin das Gesuch der Eltern des

Beschwerdegegners um Kostenübernahme daher zu Unrecht abgelehnt.

Dem hält die Beschwerdeführerin vor Verwaltungsgericht im

Wesentlichen entgegen, dass die vorinstanzliche Sachverhaltsdarstellung

fehlerhaft sei und teilweise im Widerspruch zu den tatsächlichen Umständen und

Aussagen in den Verfahrensakten stehe. So übernehme die Vorinstanz die

Behauptung der Eltern des Beschwerdegegners, durch das Homeschooling hätte sich

zwischen ihnen und dem Beschwerdegegner wieder ein Vertrauensverhältnis

gebildet und sei letzterer erstmals wieder motiviert gewesen, zu lernen, ungeprüft

und unkritisch und verletze sie damit den Untersuchungsgrundsatz. Die

Vorinstanz lasse namentlich ausser Acht, dass der Beschwerdegegner noch wenige

Wochen zuvor die Zusammenarbeit mit Schule und Eltern weitestgehend verweigert

habe. Fakt sei, dass zum Zeitpunkt des Homeschoolings bei ihm "keine neue

Kooperationsbereitschaft und kein Sinneswandel leichthin" hätten

angenommen werden können. Es werde mithin bestritten und sei einzig eine

Parteibehauptung, dass sich der Beschwerdegegner plötzlich zu einem "verlässlichen

zielorientierten Buben" entwickelt und sich sein Gesundheitszustand

während der Auszeit erheblich verbessert habe. Aufgrund der vollkommen unklaren

Situation Anfang des Jahres 2024 sei vielmehr allen Beteiligten bewusst

gewesen, dass grundsätzlich weitere Abklärungen des Beschwerdegegners hätten

vorgenommen werden müssen. Ihr könne deshalb nicht vorgeworfen werden, nicht

schon damals neue Schullösungen vorgeschlagen zu haben. Vielmehr hätten sich

die Eltern des Beschwerdegegners der Diskussion entzogen, die

Sonderschulheimbeschulung im I "proaktiv" abgebrochen, die

angesetzten Termine für eine Abklärung des Beschwerdegegners abgesagt und

schliesslich von sich aus das Homeschooling umgesetzt. Sie habe ergänzenden

Einzelunterricht verfügt zur Entlastung und Unterstützung der Eltern. Damit

habe eine ausreichende Beschulung bestanden. Ein weiteres schulisches

Standortgespräch sei am 24. Mai 2024 geplant gewesen. Der Vorwurf der

Untätigkeit sei folglich völlig fehl am Platz und schlicht in keiner Weise

gerechtfertigt.

4.2

Aus den Akten ergibt sich hierzu

Folgendes:

4.2.1

Den Angaben seiner Eltern zufolge verlief die Entwicklung des

Beschwerdegegners bis Sommer 2022 grösstenteils unauffällig. Den Schuleintritt

habe er problemlos gemeistert und in der Unterstufe gute Leistungen gezeigt.

Auch sozial sei er stets gut integriert gewesen und habe viele Hobbys gehabt

"(Pfadi, Trompete, Jugi)". Ab der 4. Klasse hätten die

Schulleistungen des Beschwerdegegners jedoch abgenommen. Er habe sich deshalb

selbst immer grössere Sorgen sowie Druck gemacht. Es habe zu Hause vermehrt

Konflikte zwischen ihnen gegeben, worauf der Beschwerdegegner mit

Wutausbrüchen, Aggressionen und Drohungen reagiert habe. lm November 2022 habe

sich die Situation zunehmend verschlechtert. Der Beschwerdegegner habe immer

extremere Wutanfälle gehabt, sei den Eltern gegenüber körperlich aggressiv

geworden "(Schlagen, Gegenstände nach ihnen geworfen, mit Messer

bedroht)" und habe Mobiliar zu Hause zerstört. Darüber hinaus habe er

"Lebensüberdruss-Gedanken" geäussert und mit Suizidhandlungen

gedroht. Im Schulunterricht habe er sich "vermehrt der Situation

entzogen", indem er auf die Toilette gegangen sei bzw. sich dort

eingeschlossen habe. Die Eltern hätten sich stark überfordert gefühlt und im

November 2022 das erste Mal Hilfe beim Krisen-, Abklärungs-, Notfall- und

Triagezentrum KANT der PUK gesucht. Anfang Januar 2023 habe der Beschwerdegegner

notfallmässig drei Tage auf der Jugendstation der Kinder- und Jugendpsychiatrie

und Psychotherapie der PUK (KJPP) verbracht. Die zuständige Kindes- und

Erwachsenenschutzbehörde habe zudem eine sozialpädagogische Familienbegleitung

und eine Elternberatung durch das Kinder- und Jugendhilfezentrum (kjz) K

aufgegleist.

Vom 19. Februar 2023 bis am 3. März 2023 befand

sich der Beschwerdegegner nach erneuter Eskalation zu Hause und Vorstellung im

KANT in der Klinik M, Kinder- und Jugendpsychiatrisches Zentrum, in N zur

(notfallmässigen) stationären Behandlung. Einem im Schülerdossier des

Beschwerdegegners abgelegten Schreiben der Schulleiterin der Mittelstufe

Zentrum der Beschwerdeführerin an den Schulpsychologischen Dienst zufolge

versuchten Eltern und Schule in der Folge vergeblich, den Knaben wieder in den

Schulalltag zu integrieren. Am 7. März 2023 habe der Beschwerdegegner

erstmals wieder während drei Lektionen dem Unterricht seiner Klasse beigewohnt,

sich anschliessend aber auf der Toilette verschanzt und nur noch vom

Schulsozialarbeiter angesprochen werden können. Die Situation sei für

"alle Beteiligten seitens Schule" so nicht weiter tragbar. Die

Mitschülerinnen und Mitschüler des Beschwerdegegners hätten sich so gefreut,

dass seine Reintegration klappe. Nach diesem wiederholten

"Misserfolg" herrschten "nun eine grosse Ratlosigkeit,

Unsicherheit [und] grosse Sorgen". Auf Antrag der Schulleiterin genehmigte

die Schulpflege der Beschwerdeführerin deshalb am 4. April 2023

rückwirkend Einzelunterricht für den Beschwerdegegner im Umfang von 15 Wochenlektionen

(ab 20. März 2023 bis maximal zu den Sommerferien), "[u]m bis zur

geplanten Reorganisation (Zeitpunkt, wo das ambulante Setting mit

Pharmakotherapie, Psychotherapie und sozialpädagogischer Familienbegleitung

greifen kann und eine Verbesserung eintritt) die schulische Situation zu

beruhigen".

Der Entscheid stützt sich auf einen schulpsychologischen

Bericht, den die verantwortliche Schulpsychologin L am 27. März 2023 auf

Grundlage des Austrittsberichts der Klinik M sowie eines Gesprächs mit dem

Vater des Beschwerdegegners erstattet hatte. Darin wird festgestellt, dass der

Schulbesuch des Beschwerdegegners in der Regelklasse infolge Überforderung

gestoppt und der Knabe für einen stationären Aufenthalt in der

Kinderpsychiatrie angemeldet worden sei. Da dort zurzeit kein Platz verfügbar

sei, sei als Übergangslösung durch die Schulleiterin und die Schulverwaltung

ein Einzelunterricht initiiert worden.

Ob bzw. inwieweit der Beschwerdegegner ab dem 20. März

2023.

tatsächlich einzelbeschult wurde, lässt sich den Akten nicht entnehmen.

Laut einem Eintrag in seinem Schülerdossier vom "März 2023" zeigte

der Beschwerdegegner jedenfalls grosse Schwierigkeiten, das Unterrichtszimmer

zu betreten und sich auf den Einzelunterricht einzulassen. Gemäss seinen Eltern

soll der Beschwerdegegner den Einzelunterricht komplett verweigert haben; die

verantwortliche Schulpsychologin spricht in einer E-Mail vom 7. September

2023.

an die Schulpflege von einer "weitgehenden" Verweigerung.

4.2.2

Anfang Mai 2023 konnte der Beschwerdegegner stationär in die Kinderstation

Brüschhalde des KJPP eintreten und dort zeitweise auch die Spitalschule

besuchen. Gemäss einem Bericht der Klinik vom 18. September 2023 wurden

beim Beschwerdegegner eine Störung des Sozialverhaltens mit oppositionellem,

aufsässigem Verhalten (ICD-10: F91.3) sowie eine schwere depressive Episode

ohne psychotische Symptome diagnostiziert und seien die Ziele seines

Aufenthalts – nebst der psychiatrischen Abklärung – das Erlernen von

Emotionsregulationsstrategien sowie die Integration in ein geeignetes

Schulsetting gewesen. Gemäss der Schulpsychologin konnte allerdings ein für

Anfang Juli 2023 organisiertes Schnuppern in der SIL (Schule für individuelles

Lernen) in Birmensdorf nicht stattfinden. Auch ein Besuch des Beschwerdegegners

in seiner angestammten Klasse musste abgesagt werden, weil die damit für ihn

verbundene Belastung zu gross gewesen wäre und der Beschwerdegegner stark

selbstverletzendes Verhalten zeigte. Wiederholt kam es zudem zu grossen

Konflikten mit den Eltern. L schrieb deshalb am 7. September 2023 an die

Schulpflege der Beschwerdeführerin, dass "eine Rückkehr in die Regelschule

auch im Rahmen eines ISR [integrierte Sonderschulung in der Verantwortung der

Regelschule]" den Beschwerdegegner und die Schule aktuell massiv

überforderte und er aus ihrer Sicht eine externe Sonderschullösung benötige. Da

aus Sicht des kjz K zudem "eine externe Möglichkeit zum Wohnen" zu

finden sei, weil es zu Hause immer wieder eskaliere und die Eltern den

Beschwerdegegner nicht zum Schulbesuch bewegen könnten, empfehle das KJPP ein

Sonderschulheim. Es sei bereits ein Schnuppern im Schulinternat I in H

geplant, wo es einen Platz für den Beschwerdegegner gebe.

Am 18. September 2023 konnte der Beschwerdegegner

direkt aus der Kinderstation Brüschhalde in das Schulinternat I eintreten.

Dem undatierten Austrittsbericht dieser Einrichtung zufolge gelang es dem

Beschwerdegegner jedoch nicht, sich dort einzuleben bzw. dort richtig

anzukommen. Allein bis Ende Oktober 2023 sind vier Polizeieinsätze und fürsorgerische

Unterbringungen/Kriseninterventionen dokumentiert wegen selbst- und

fremdverletzenden Verhaltens. Nach einem erneuten (längeren) Aufenthalt in der

Klinik M zur Krisenintervention entschied die Internatsleitung vor diesem

Hintergrund am 12. November 2023, den Aufenthalt des Beschwerdegegners im

Schulinternat nicht mehr weiterzuführen. Am 21. November 2023 und am

5.

Dezember 2023 fanden im Rahmen sogenannter "Helfernetzrunden"

Gespräche zwischen den Eltern, der Beiständin des Beschwerdegegners, Vertretern

des Schulinternats I sowie der Schulpflege der Beschwerdeführerin und L

statt, in deren Rahmen geeignete Anschlusslösungen für den Beschwerdegegner

diskutiert wurden. Die Beiständin des Beschwerdegegners wurde mit der Suche

nach einer geeigneten Institution betraut, welches Unterfangen sich offenbar

aufgrund des Alters des Beschwerdegegners und der Kapazitäten der angefragten

Einrichtungen schwierig gestaltete. Auf eine in der Folge für den

6.

Dezember 2023 vereinbarte Besichtigung einer Einrichtung in Graubünden

habe sich der Beschwerdegegner sodann nicht eingelassen, weil diese aus seiner

Sicht zu weit weg gewesen sei, und auch den Übertritt in ein von ihm am 13. Dezember

2023.

besichtigtes Schul- und Berufsbildungsheim in Hausen habe er letztlich

abgelehnt. Anlässlich einer weiteren "Helfernetzrunde" am 9. Januar

2024.

sei daher beschlossen worden, die Suche nach einer Anschlusslösung

weiterzuführen. Gleichzeitig sei für Anfang Mai 2024 eine Abklärung des

Beschwerdegegners durch die Stiftung Kind und Autismus "vor Ort"

terminiert worden.

Ab Mitte Januar 2024 verschwand der Beschwerdegegner

gemäss den Aufzeichnungen der Heimleitung und seines Vaters wiederholt – zum

Teil zweimal pro Tag – aus dem Schulinternat I und suchte sein Elternhaus

auf. Zu einer Rückkehr ins Heim war er jeweils nur mit grosser Mühe bzw. unter

Zwangsanwendung zu bewegen. Am 2. Februar 2024 teilten die Eltern des

Beschwerdegegners der Heimleitung deren Angaben zufolge im Rahmen einer

weiteren (der letzten) "Helfernetzrunde" mit, dass sie sich auf die

Suche nach einer Tagessonderschule machten und eine Rückkehr ihres Sohns ins

Sonderschulheim I für sie aufgrund dessen Verweigerungshaltung nicht mehr

infrage komme. Die für den 5. Mai 2024 angesetzte Autismus-Abklärung

hätten sie ebenfalls abgesagt. Der Bericht der Einrichtung schliesst mit den

Worten, dass diese dem Jungen in Anbetracht des Fortbestehens der

Grenzverletzungen im Moment keinen entwicklungsfördernden Rahmen bieten könne. So

sei es dem Beschwerdegegner nicht gelungen, sich auf den im hohen Masse

individualisierten Unterricht einzulassen und den Anspruch an sich, zur

Vermeidung von Frustrationskrisen, zu reduzieren. Sein grösster Wunsch während

seines Aufenthalts sei die Rückkehr ins Elternhaus gewesen. Die Familie habe

viele zeitliche und emotionale Ressourcen in die Stabilisierung der Situation

investiert. Durch die Not und Dringlichkeit der Themen habe das Helfernetz die

Tendenz gehabt, um weitere Personen mit kontroversen Auffassungen ergänzt zu

werden. Deren "Steuerung" habe sich als sehr herausfordernd präsentiert.

4.2.3

Wie sich dem Schülerdossier des Beschwerdegegners entnehmen lässt, hatte

sich dessen Vater bereits vor dem definitiven Heimaustritt seines Sohns,

irgendwann im "Januar 2024", an die Schulleiterin der Mittelschule

Zentrum gewandt und diese darüber informiert, dass es der Beschwerdegegner wohl

nicht schaffe, "zurückzugehen in den I", und eine neue Schule

für ihn gefunden werden müsse. Aktuell bleibe der Beschwerdegegner zu Hause und

sie "machten" gemeinsam Schule, was sehr gut laufe. Im "Februar

2024" soll der Kindsvater der Schulleiterin ergänzend mitgeteilt haben,

dass er unbezahlten Urlaub genommen habe, um ganz für den Beschwerdegegner da

sein zu können, bis sich die Situation beruhigt habe, wobei "[e]s [...]

immer besser" laufe.

Anfang März 2024 meldeten die Eltern des Beschwerdegegners

diesen – nach einem Telefonat mit dem Ressortvorstand Sonderpädagogik der

Schulpflege zum Thema Homeschooling – per 20. Februar 2024 für den

häuslichen Privatunterricht an. Am 12. März 2024 liess der Vater des

Beschwerdegegners der Beschwerdeführerin die Bestätigung des Volksschulamts

über die erfolgte Meldung des Privatunterrichts zukommen und bat um ein

Gespräch "über ein mögliches weiteres Vorgehen". L antwortete dem

Vater des Beschwerdegegners darauf am 14. März 2024, dass der Ressortvorstand

Sonderpädagogik der Schulpflege die weiteren Schritte für die Finanzierung des

Einzelunterrichts (Übernahme der Kosten von 12–14 zusätzlichen Wochenlektionen

Nachhilfe beim Nachhilfezentrum XY) klären werde und sie zum jetzigen Zeitpunkt

von einem Schnuppern und einem vorzeitigen Wechsel des Beschwerdegegners in

eine neue Schule abrate. Sie erachte es als sehr wichtig für den

Beschwerdegegner, dass er durch den Besuch des Einzelunterrichtes an Stabilität

gewinnen könne. Erst wenn er über einige Wochen stabil den Unterricht besucht

habe "(Grössenordnung bis im Juni)", könnten sie seitens des

Schulpsychologischen Diensts mit der Suche nach einer geeigneten Schule

beginnen.

Mit E-Mail vom 17. März 2024 bat der Vater des

Beschwerdegegners L abermals um ein Telefongespräch betreffend das weitere

Vorgehen. Er habe mit dem Beschwerdegegner und dem Nachhilfezentrum XY

ausgemacht, dass ersterer ab nächster Woche jeden Tag Nachhilfe erhalte. Das

sei nach seinem Dafürhalten ein wichtiger Schritt "im Hinblick auf eine

Stabilisierung, Struktur und Angewöhnung an einen 'normalen' Alltag". Der

Beschwerdegegner sei denn auch "sehr sehr sehr motiviert" und mache

wirklich grosse Fortschritte. Im Rahmen ihres anschliessenden Telefonats am

21.

März 2024 bat der Vater des Beschwerdegegners L – laut dem dazu

erstellten Eintrag im Schülerdossier – darum, seinen Sohn "so schnell wie

möglich" in eine Privatschule eintreten zu lassen. Die Schulpsychologin

habe den Vater als Reaktion auf diese Bitte darauf hingewiesen, "dass aus

SPD-Sicht eine Sonderschulung die Lösung ist, welche N aktuell benötigt für

Schulerfolg". Zunächst sei aber der Einzelunterricht weiterzuführen. Der

Beschwerdegegner brauche "Ruhe und Stabilität und nicht erneut hektische

Wechsel". Erst Ende Mai 2024 solle mit der Schulsuche und dem Schnuppern

fortgefahren werden. Am 25. März 2024 schrieb L den Eltern des

Beschwerdegegners ergänzend, nochmals mit der Schulpflege Rücksprache genommen

zu haben, wobei ihre Empfehlung für den Beschwerdegegner unverändert bleibe. Er

solle zuerst Stabilität und Sicherheit durch den regelmässigen Schulbesuch

gewinnen, bevor sie nach einer neuen Schullösung suchten. "D.h. C soll

weiterhin den Einzelunterricht zuverlässig besuchen bis mindestens Mitte Mai."

Erst dann könnten sie sich erneut darüber austauschen, wie es mit der

Beschulung weitergehen solle.

Am 19. April 2024 meldete die Schulleiterin der Schule J

der Beschwerdeführerin, dass der Beschwerdegegner seit dem Vortag ihre Schule

besuche. Am 15. Juni 2024 stellten die Eltern des Beschwerdegegners das

streitgegenständliche Kostenübernahmegesuch.

4.3

Es steht

ausser Frage, dass der Beschwerdegegner im hier massgeblichen Zeitraum

besondere pädagogische Bedürfnisse im Sinn von § 33 Abs. 1 VSG und

§ 2 Abs. 1 VSM aufwies. So hatte die Schulleiterin der Mittelstufe

Zentrum der Beschwerdeführerin den Schulpsychologischen Dienst bereits im März

2023.

auf die mit dem – damals erst drei Wochen währenden – Fernbleiben vom

Unterricht verbundenen Risiken für die Entwicklung des Beschwerdegegners

hingewiesen sowie darauf, dass "der Junge intelligent" sei und

"dringend Futter" brauche. Auch in den Folgemonaten sollte der

Beschwerdegegner jedoch keinen angemessenen Grundschulunterricht erhalten. Bis

zur Einlieferung auf die Kinderstation Brüschhalde des KJPP im Mai 2023 genoss

der Beschwerdegegner soweit ersichtlich gar keinen Unterricht. Gleichzeitig

berichteten seine Eltern der verantwortlichen Psychologin der KJPP gegenüber

von einem starken sozialen Rückzugsverhalten ihres Sohns. Der Unterricht in der

Klinik wie auch der spätere Unterricht im Schulinternat I waren sodann

gezeichnet von regelmässigen Absenzen des Beschwerdegegners infolge

Kriseninterventionen bzw. fürsorgerischer Unterbringungen und Weglaufens. Laut

seinem Vater nahm der Beschwerdegegner im Schulinternat I praktisch nicht

am Unterricht teil. Im Abschlussbericht der Einrichtung heisst es dazu – wie

aufgezeigt –, dass sich der Knabe von Beginn an nur in geringem Masse auf die

Schule eingelassen habe.

Entgegen der Beschwerdeführerin ist denn auch erstellt,

dass sich weder die schulische noch die gesundheitliche Situation bzw. das

Sozialverhalten des Beschwerdegegners infolge seiner wiederholten

Klinikaufenthalte und des mehrmonatigen Heimaufenthalts massgeblich respektive

nachhaltig verbesserten. Spätestens mit der Erklärung des Schulinternats I

im November 2023, dass der Beschwerdegegner dort nicht länger tragbar sei und

ihm kein entwicklungsfördernder Rahmen geboten werden könne, musste allen

Beteiligten klar gewesen sein, dass dringend eine andere bzw. eine

geeignete(re) Lösung für die weitere Beschulung des Knaben gefunden werden

müsse, wobei eine solche augenscheinlich nicht in der unbegleiteten Rückkehr

des Beschwerdegegners in seine angestammte Klasse erblickt werden konnte.

Gemäss ärztlichem Bericht der KJPP gründeten die Probleme des Beschwerdegegners

massgeblich auf dem (selbstempfundenen) Leistungsdruck in der Schule, seiner

geringen Frustrationstoleranz und der sich daraus ergebenden Neigung zu

erhöhtem Vermeidungsverhalten. Je länger der Beschwerdegegner aber vom

Unterricht fernblieb, desto grösser wurde sein Rückstand auf die Klasse und

damit der Druck und die Gefahr weiterer Vermeidung. Seine Reintegration in die

Regelschule hätte deshalb äusserst sorgfältig geplant und er dabei mit

geeigneten Massnahmen unterstützt werden müssen.

Die Beschwerdeführerin unternahm indes – soweit

ersichtlich – keinerlei Anstrengungen in diese Richtung und beteiligte sich

auch nicht an der Suche nach einer neuen Sonderschullösung. Betrachtet man die

vorstehende Schilderung des Geschehens seit Frühjahr 2023 und namentlich

sämtliche Massnahmen, die ergriffen wurden, um der zunehmenden Notlage des

Beschwerdegegners zu begegnen, fällt vielmehr auf, dass die Beschwerdeführerin

– von der Anordnung des (gescheiterten) Einzelunterrichts im März 2023 abgesehen

– stets nur nachvollzogen hat, was von den anderen involvierten Fachpersonen

und/oder den Eltern des Beschwerdegegners diesbezüglich aufgegleist worden war.

Gerade letztere unternahmen von Anfang an grosse Anstrengungen, damit ihr Sohn

(wieder) einen geregelten Schulalltag bzw. einen angemessenen

Grundschulunterricht erhielt, wobei sie die Beschwerdeführerin eigenen Angaben

zufolge "laufend über die Geschehnisse informiert" haben. Als es ab

Mitte 2022 zu ersten Konflikten mit dem Beschwerdegegner kam, suchten die

Eltern des Beschwerdegegners umgehend psychologische Hilfe für diesen und

meldeten ihn auf Empfehlung des KANT (wiederholt) zum Klinikbesuch an. Auch

nahmen sie das in der Folge von der zuständigen KESB installierte Angebot einer

sozialpädagogischen Familienbegleitung und einer Elternberatung durch das kjz K

wahr und organisierten gemeinsam mit diesen Stellen bzw. der ihrem Sohn

ebenfalls beigegebenen Beiständin dessen Eintritt in das Schulinternat I

sowie verschiedene Schnuppertermine in anderen Einrichtungen bzw. seiner

angestammten Klasse. Die Suche nach einer Anschlusslösung für die Unterbringung

des Beschwerdegegners nach seiner Wegweisung aus dem Schulinternat I

übernahmen ebenfalls die Eltern des Beschwerdegegners und dessen Beiständin.

Den Entscheid, den Beschwerdegegner ab Januar 2024 – mangels einer geeigneten

Anschlusslösung – vorübergehend zu Hause zu unterrichten und ihn gleichzeitig

extern Nachhilfeunterricht besuchen zu lassen, trafen die Eltern des

Beschwerdegegners in Absprache mit ihrer damaligen sozialpädagogischen

Familienbegleiterin. Die Schulpflege der Beschwerdeführerin genehmigte am

16.

Januar 2024 bloss nachträglich die externe Sonderschulung des

Beschwerdegegners im Schulinternat I während des Schuljahrs 2023/2024 und

übernahm im März 2024 die Kosten für den ebenfalls von den Eltern aufgegleisten

(ergänzenden) Einzelunterricht im Nachhilfezentrum XY in Zürich.

4.4

Vor dem

Hintergrund ihrer eigenen Untätigkeit und der Verpflichtung der Eltern des

Beschwerdegegners zur Zusammenarbeit mit den ihnen seitens der KESB zur Seite

gestellten Personen ist es stossend, wenn die Beschwerdeführerin den Eltern

nunmehr vorwirft, die von ihnen und ihrem – laufend um weitere Personen

ergänzten – Helfernetz "in kurzer Frequenz angeregten Wechsel der

Beschulungsform" hätten eine konstante Begleitung und Beschulung des

Beschwerdegegners verunmöglicht bzw. die hohe Eigeninitiative der Eltern hätte zur

anspruchsvollen Situation des Knaben beigetragen.

Gleiches gilt betreffend den Vorwurf, die Eltern des

Beschwerdegegners hätten sich bei ihren Entscheiden von ihrem Sohn

instrumentalisieren lassen und dessen Wünschen zu viel Gewicht beigemessen. Der

Beschwerdegegner war im Frühjahr 2024 zwölfjährig und damit durchaus in der

Lage, sich eine Meinung zur Frage seiner (weiteren) Beschulung zu bilden und

diese frei zu äussern. Anhaltspunkte dafür, dass er aufgrund seiner psychischen

Probleme urteilsunfähig (gewesen) wäre, wie die Beschwerdeführerin geltend macht,

bestehen keine. Zwar darf der Kindeswille nicht mit dem Kindeswohl

gleichgesetzt werden, dem die Eltern bei Entscheidungen in Kinderbelangen

verpflichtet sind; die subjektiven Bedürfnisse des Kindes und damit verbunden

der Kindeswille sind jedoch wichtige Elemente für die Bestimmung des

Kindeswohls. Hier zeigte der Beschwerdegegner mit seinem Verhalten Anfang Jahr

2024.

klar auf und äusserte er seinen Eltern zufolge auch wiederholt den

expliziten Wunsch, dass er nicht länger im Schulinternat I verbleiben,

sondern zu seiner Familie zurückkehren und wieder eine normale Schule besuchen

wolle. Den insofern unbestritten gebliebenen Angaben seiner Eltern zufolge

zeigte sich der Beschwerdegegner zudem im häuslichen Privatunterricht bald sehr

motiviert und erlebten sie ihn "zu Hause so, dass er wieder unter Kinder

möchte und mehr Unterricht als den Nachhilfeunterricht braucht". Eine

Einschätzung, welche die zuständige Familienbegleitung offenbar teilte:

Einem vom Beschwerdegegner eingereichten Schreiben der

Leiterin der Regionalstelle Zürich/Aargau der Fachstelle P

(Sozialpädagogische Familienbegleitung), O, vom 5. Juni 2024 lässt sich

jedenfalls entnehmen, dass der Beschwerdegegner im Januar 2024, als die

Familienbegleitung durch die Fachstelle P aufgenommen wurde, den

"grossen Wunsch" gehabt habe, "ein normales Leben in seiner

Familie" zu führen. Im Schulinternat I sei es ihm sehr schlecht

gegangen, ein normaler Alltag, Schulbesuch und eine Perspektive in der

Einrichtung schienen kaum möglich. Der Beschwerdegegner sei mit dem

Heimsetting, dem Wohnen und Integrieren in die Gruppe sowie mit den vielen

anderen Kindern und deren eigenen Schwierigkeiten überfordert gewesen. Er habe

sich verweigert und es sei ihnen nicht gelungen, ihn aus der Negativspirale

herauszuholen. Die Eltern seien sehr verzweifelt und besorgt gewesen, hätten in

der Platzierung keine Zukunft gesehen und nicht weitergewusst. Mit Unterstützung

der Familienbegleitung hätten sie sich deshalb für einen Neustart mit ihrem

Sohn zu Hause entschieden, wobei es für diesen eine sehr grosse Erleichterung

gewesen sei, ernst genommen und gehört zu werden. Er habe an seinem Wunsch nach

einem normalen Alltag festhalten und daran glauben können.

In einem weiteren Schreiben vom 20. Januar 2025 führt

O ergänzend an, dass aus Sicht der Familienbegleitung Ende Januar / Anfang

Februar 2024 ein ernsthafter Grund zur Sorge um das Befinden und die

Entwicklung des Beschwerdegegners bestanden habe. Nach Einschätzung der

Familienbegleitung und der Eltern habe der Beschwerdegegner damals vor

zunehmender Verzweiflung und weiteren negativen Erlebnissen geschützt werden

müssen. Er habe positive Erfahrungen benötigt, um seinen Weg gestärkt gehen zu

können. Diese Sichtweise sei von L und der Schulpflege der Beschwerdeführerin

nicht geteilt worden. Sowohl die Eltern des Beschwerdegegners als auch die

verantwortliche Begleiterin hätten es für notwendig erachtet, eine Entscheidung

zu treffen, den Wunsch des Beschwerdegegners, nach Hause zurückzukehren und in

die Schule zu gehen, ernst zu nehmen, ihn auf seinem Weg wohlwollend zu

unterstützen und wieder positive Erfahrungen machen zu lassen. Den Vorschlag

der Schulpflege, die Entscheidung für die Suche einer aus ihrer Sicht passenden

Schule bis Mai 2024 abzuwarten, sei aus Sicht der Eltern und der

Familienbegleitung aufgrund der Sorge um das Wohl des Beschwerdegegners nicht

angebracht gewesen. Der Beschwerdegegner habe Anfang Februar 2024 bereits eine

erfreuliche Entwicklung gezeigt und sei bereit für den Schritt gewesen, sich im

Rahmen einer für ihn vorstellbaren Schule zu integrieren. Aufgrund der

fehlenden aktiven Unterstützung seitens der Schulpflege der Beschwerdeführerin hätten

die Eltern nach einem Gespräch mit der Familienbegleiterin und Abmachungen mit dem

Beschwerdegegner entschieden, eine für ihren Sohn geeignete Schule zu suchen.

Weshalb den betreffenden Schreiben und der darin

geäusserten Einschätzung keinerlei Beweiswert zukommen sollte, wie die

Beschwerdeführerin einwendet, ist nicht ersichtlich. Wer bei der Fachstelle P

als Familienbegleiterin bzw. Familienbegleiter arbeiten möchte, muss über eine

Ausbildung in Sozialpädagogik und Zusatzqualifikationen in Systemischer

Interaktionsberatung SIT oder systemischer Paar- und Familienberatung verfügen.

Während die verantwortliche Schulpsychologin, auf deren Einschätzung sich die

Beschwerdeführerin bei ihrem Entscheid stützt, den Beschwerdegegner zudem in

Verletzung der Pflicht, die Beteiligung des betroffenen Kindes bei der

Abklärung seiner Bildungsbedürfnisse sicherzustellen (vgl. VGr, 11. Januar

2024, VB.2023.00543, E. 3; Schweizerische Konferenz der

kantonalen Erziehungsdirektoren, Standardisiertes Abklärungsverfahren [SAV].

Instrument des Sonderpädagogik-Konkordats als Entscheidungsgrundlage für die

Anordnung verstärkter individueller Massnahmen. Handreichung, Bern 2014

[nachfolgend Handreichung SAV], S. 27), nie persönlich anhörte oder

anderweitig in die Berichterstattung oder Entscheidfindung einbezog, führte die

fallverantwortliche Familienbegleiterin den Angaben von O zufolge mehrere

Gespräche mit dem Beschwerdegegner. Dass nicht sie, sondern ihre Vorgesetzte

die eingereichten Schreiben verfasste, lässt diese nicht weniger aussagekräftig

erscheinen, ist doch davon auszugehen, dass O ihre Berichte in Rücksprache mit

ihrer Angestellten gestützt auf deren Schilderungen verfasste.

4.5

Aufgrund

dieser besonderen Ausgangslage ist nicht zu beanstanden, wenn die Eltern des

Beschwerdegegners diesen im April bzw. Mai 2024 in der privaten Schule J

zum Besuch einer Fokusklasse ab dem 18. April 2024 bzw. zum (ordentlichen)

Besuch einer ersten Sekundarklasse ab dem Schuljahr 2024/2025 anmeldeten.

Namentlich konnte von ihnen mit Blick auf das Kindeswohl nicht verlangt werden,

ihren Sohn weiter gegen seinen Willen und unter Zwang ins Schulinternat I

zu schicken, wo er seit November 2023 ohnehin nur noch geduldet war und keinen

angemessenen Schulunterricht erhielt. Bei der von ihnen im Anschluss an den

Austritt des Beschwerdegegners aus dem Internat gewählten Schulform des

privaten Hausunterrichts bzw. Homeschoolings handelte es sich sodann von Anfang

an um eine blosse Notlösung. Entgegen der Beschwerdeführerin konnte auch darin

kein angemessener Grundschulunterricht für den Beschwerdegegner erblickt

werden, der im Frühjahr 2024 kurz vor dem Stufenwechsel stand, seit einem Jahr

keinen regulären Unterricht mehr besucht hatte und dessen soziale Kontakte

während dieser Zeit ebenfalls auf ein Minimum reduziert waren. Dies hat umso

mehr zu gelten, als die Eltern des Beschwerdegegners nicht über ein Lehrdiplom

verfügen und gemäss der Beschwerdeführerin mit dem selbstgewählten

Privatunterricht an ihre Belastungsgrenzen stiessen.

Es war den Eltern nicht zumutbar, noch weitere drei Monate

bis zur Überprüfung der Situation zuzuwarten, zumal sie aufgrund ihrer

Erfahrungen damit rechnen mussten, dass auch im Anschluss an das für Ende Mai

2024.

geplante Standortgespräch mit der Beschwerdeführerin nicht gleich eine

tragbare Schullösung für ihren Sohn gefunden würde und dieser noch länger ohne

angemessene Beschulung bleiben werde.

5.

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.

6.

Ist in einem

Verwaltungs(gerichts)verfahren zu prüfen, ob eine behinderte Person bei Aus-

und Weiterbildungen benachteiligt wird, dürfen den Parteien keine

Verfahrenskosten auferlegt werden (Art. 10 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 8

Abs. 2 und Art. 2 Abs. 5 BehiG). Davon kann indes nach Art. 10

Abs. 2 BehiG abgewichen werden, wenn eine Partei sich mutwillig oder

leichtsinnig verhält. Dies trifft hier auf die anwaltlich vertretene

Beschwerdeführerin zu, deren Beschwerde offensichtlich aussichtslos war. Insofern

kann offenbleiben, ob das vorliegende Verfahren einen genügend engen

Zusammenhang mit einer Behinderung im Sinn des Behindertengleichstellungsgesetzes

aufweist. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens sind so oder anders – sowohl in

Anwendung des Behindertengleichstellungsgesetzes wie auch in Anwendung der

allgemeinen Regelung in § 65a Abs. 2 in Verbindung mit § 13

Abs. 2 Satz 1 VRG – der unterliegenden Beschwerdeführerin

aufzuerlegen. Diese ist zudem zu verpflichten, dem Beschwerdegegner eine

angemessene Parteientschädigung für das Beschwerdeverfahren zu bezahlen (§ 17 Abs. 2 VRG).

7.

Zur Rechtsmittelbelehrung des nachstehenden Dispositivs

ist Folgendes zu erläutern: Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen

Angelegenheiten ist gegen Entscheide über das Ergebnis von Prüfungen und

anderen Fähigkeitsausweisen, namentlich auf dem Gebiet der Schule,

ausgeschlossen (Art. 83 lit. t des Bundesgerichtsgesetzes vom

17.

Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Nicht von Art. 83 lit. t

BGG erfasst werden demgegenüber Streitigkeiten aus dem Bereich von Ausbildung

und Schule, die in keinem unmittelbaren Zusammenhang mit einer

Fähigkeitsbewertung stehen. Davon ist vorliegend auszugehen, weshalb den

Parteien grundsätzlich die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten

gemäss Art. 82 ff. BGG offensteht.

Demgemäss erkennt die

Kammer:

1.

Die

Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Die

Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf

Fr. 3'500.--; die übrigen Kosten betragen:

Fr. 170.-- Zustellkosten,

Fr. 3'670.-- Total der Kosten.

3.

Die

Gerichtskosten werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

4.

Die

Beschwerdeführerin wird verpflichtet, dem Beschwerdegegner für das

Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.- zu bezahlen.

5.

Gegen

dieses Urteil kann im Sinn der Erwägungen Beschwerde erhoben werden. Sie ist binnen

30.

Tagen ab Zustellung einzureichen beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14.

6.

Mitteilung an:

a) die Parteien;

b) den Bezirksrat K.