2024.RRGR.103
I 081-2024 Bohnenblust (Biel, FDP) Neues Maturitätsanerkennungsreglement: Umsetzung allgemein und Gymnasien Biel/Bienne. Antwort des Regierungsrates
Rubrum
I
Parlamentarischer Vorstoss Antwort des Regierungsrates
Vorstoss-Nr.: 081-2024 Vorstossart: Interpellation Richtlinienmotion: ☐ Geschäftsnummer: 2024.RRGR.103
Eingereicht am: 14.03.2024
Fraktionsvorstoss: Nein Kommissionsvorstoss: Nein Eingereicht von: Bohnenblust (Biel/Bienne, FDP) (Sprecher/in) Günthör (Erlach, SVP) Pauli (Nidau, FDP) Weitere Unterschriften: 0
Dringlichkeit verlangt: Nein Dringlichkeit gewährt:
RRB-Nr.: 911/2024 vom 04. September 2024 Direktion: Bildungs- und Kulturdirektion Klassifizierung: Nicht klassifiziert
Neues Maturitätsanerkennungsreglement: Umsetzung allgemein und Gymnasien Biel/Bienne
Am 1. August 2024 tritt das neue Maturitätsanerkennungsreglement der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren in Kraft. Es bestimmt in Artikel 7, dass der gymnasiale Maturitätslehrgang mindestens vier Jahre dauert. Damit wird das «Gymnase de Bienne et du Jura bernois» in absehbarer Zeit um rund einen Viertel grösser.
Der Regierungsrat wird um Beantwortung folgender Fragen gebeten:
Erwägungen
1. Wie gedenkt der Regierungsrat, die Vorgabe infrastrukturell und institutionell umzusetzen?
2. Ist der Regierungsrat auch der Ansicht, dass die beiden Gymnasien in Biel weiterhin zusammenarbeiten bzw. zusammenbleiben sollten und deshalb eine ausgeglichene Grösse der einzelnen Schulen angestrebt wird?
Antwort des Regierungsrates
1. Wie gedenkt der Regierungsrat, die Vorgabe infrastrukturell und institutionell umzusetzen?
Mit der Verlängerung des gymnasialen Bildungsgangs auf vier Jahre werden für den französischsprachigen Kantonsteil grössere Anpassungen nötig. Im Rahmen des Projekts zusätzlicher Mittelschulstandort wurde ein extern in Auftrag gegebener Bericht mit Bildungsszenarien für die Berner Mittelschulen bis 2040 erstellt. Darin enthalten sind regionalisierte Bildungsszenarien, mit welchen sich der künftige Schulraumbedarf verorten lässt. Gestützt auf
den Bericht soll das weitere Vorgehen mit den verantwortlichen Gremien und Anspruchsgruppen geklärt werden.
2. Ist der Regierungsrat auch der Ansicht, dass die beiden Gymnasien in Biel weiterhin zusammenarbeiten bzw. zusammenbleiben sollten und deshalb eine ausgeglichene Grösse der einzelnen Schulen angestrebt wird?
Durch die Umsetzung des vierjährigen französischsprachigen gymnasialen Bildungsgangs gemäss schweizerischer Vorgabe werden im Raum Biel künftig voraussichtlich mehr Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Es sollen in Biel weiterhin eine deutsch- und eine französischsprachige Mittelschule mit einer intensiven Zusammenarbeit, insbesondere im Bereich der bilingualen Bildungsgänge aber auch im Bereich der Schulinfrastruktur, geführt werden. Bereits heute besteht zwischen den deutsch- und französischsprachigen Mittelschulen eine enge Zusammenarbeit. Ziel ist es, das bestehende Gleichgewicht zwischen den beiden Institutionen zu erhalten und nach organisatorischen oder infrastrukturellen Lösungen zu suchen, welche dem Rechnung tragen.
Verteiler ‒ Grosser Rat