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Guide pour agriculteurs et indépendants - Edition 2017 (version allemande) (PDF, 876 Ko)

JU guidance e0e76440199377c26cd0

https://lexipedia.io/de/docs/ch-ju/tax-guidance/ju-guidance-e0e76440199377c26cd0/de/guide-pour-agriculteurs-et-independants-edition-2017-version-allemande-pdf-876-ko

Abgerufen am 12. Sept. 2026

  1. Dokumente
  2. Jura
Quelle

Guide pour agriculteurs et indépendants - Edition 2017 (version allemande) (PDF, 876 Ko)

Zusatz-

Wegleitung 2017- 2018 zum Ausfüllen der Steuererklärung für selbständige Erwerbstätigkeit, Land- und Forstwirt

Wegleitung von Französisch ins Deutsche übersetzt. Die Französische Wegleitung ist massgebend.

Wichtige Informationen

Die Steuerinformationen für Selb- ständigerwerbende und Landwirt- schaftsbetriebe werden in einer ein- zigen Wegleitung zusammenge- fasst. Diese wird für die Steuer- jahre 2017 und 2018 erstellt.

Ist in den nachfolgenden Texten so- mit vom Steuerjahr 2017 die Rede, so gelten die Angaben auch für das Steuerjahr 2018.

Sollten einige Ziffern für das Steuer- jahr 2018 angepasst werden müs- sen, werden wir Ihnen Anfang 2019 für Ihre Steuerunterlagen 2018 eine Teilaktualisierung zukommen las- sen.

Das neue Rechnungslegungsrecht nach Art. 957 ff. Obligationenrecht (SR 220) (OR) ist am 1. Januar 2013 in Kraft getreten.

Diese Gesetzesänderung wird im fol- genden Kapitel „Einleitende Einfüh- rung und Bemerkungen“ behandelt

Im Urteil 2C_11/2011 vom 2. De- zember 2011 befasst sich das Bun- desgericht mit der Frage, wie in der Landwirtschaft die Überführung ei- nes Baulandgrundstücks vom Ge- schäftsvermögen ins Privatvermö- gen bei der kantonalen Einkom- menssteuer zu beurteilen ist.

Im Anschluss an dieses Urteil hat die Eidgenössische Steuerverwaltung das Kreisschreiben Nr. 38 „Besteue- rung von Kapitalgewinnen aufgrund einer Veräusserung von in der Bauzone gelegenen Grundstücken im Geschäftsvermögen von Landwir- ten“ veröffentlicht.

Wir möchten Sie bitten, diese Wegleitung sorgfältig aufzube- wahren, da sie Ihnen auch für das Steuerjahr 2018 behilflich sein könnte.

3

Einführung und Vorbemerkungen

1. Die selbständige Erwerbstätigkeit

A. Einkommensermittlung bei steuerpflichtigen Personen

B. Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit (Ziffer 140 der Steuererklä- rung)

C. Erläuterungen zu den übrigen Ziffern der Steuererklärung

2. Die Erwerbstätigkeit in Land- und Forstwirtschaft

A. Einkommensermittlung bei Landwirtschaftsbetrieben

B. Ergänzende Angaben zum Fragebogen für Landwirtschaftsbetriebe

C. Fragebogen für Landwirtschaftsbetriebe ohne kaufmännische Buchhaltung

D. Naturalbezüge und Naturallöhne, Privatanteile

E. Erläuterungen zu den übrigen Ziffern der Steuererklärung

F. Kapitalgewinne aus Veräusserung, Verwertung oder buchmässiger Aufwer- tung

G. Zuordnung von Liegenschaften zum Geschäfts- oder Privatvermögen

(Grundsatz der Präponderanz)

H. Rauhfuttervorräte (vom Betrieb produzierte und verwendete Vorräte)

I. Sonstige landwirtschaftliche Vorräte

3. Regeln zum Abzug der Aufwendungen

4. Weisungen betreffend den Umfang von Abschreibungen

5. Unternehmenssteuerreform II

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Einführung und Vorbemerkungen

Grundlagen Steuerpflichtige, die eine selbständige Erwerbs- tätigkeit ausüben bzw. ein Einzelunternehmen führen oder an einer Personengesellschaft be- teiligt sind, haben in jedem Kalenderjahr sowie am Ende der Steuerpflicht einen Geschäftsab- schluss zu erstellen. Der Steuererklärung beizu- legen sind die unterzeichneten Jahresrechnun- gen (Erfolgsrechnungen, Bilanzen und Anhang, Auszug vom Privatkonto) oder, wenn nach dem Obligationenrecht keine umfassende Pflicht zur Führung von Geschäftsbüchern be- steht, Aufstellungen über Aktiven und Passiven, Einnahmen und Ausgaben sowie Privatentnah- men und Privateinlagen (Art. 125 Abs. 2 DBG). Darüber hinaus ist mit der Steuererklärung der Fragebogen (Formular 2), einzureichen, der ei- nen Bestandteil der Steuererklärung bildet. Für Selbständigerwerbende der Land- und Forst- wirtschaft besteht ein separater Fragebogen (Formular 3).

Neues Rechnungslegungsrecht Am 1. Januar 2013 ist im Obligationenrecht das neue Rechnungslegungsrecht in Kraft getreten. Dieses findet erstmals Anwendung auf Ge- schäftsjahre, welche zwei Jahre nach Inkrafttre- ten des neuen Rechnungslegungsrechts, das heisst ab 1. Januar 2015, beginnen.

Nach dem neuen Rechnungslegungsrecht ist zu unterscheiden zwischen

  • Einzelunternehmen und Personengesellschaf- ten mit einem Umsatzerlös von mindestens 500’000 Franken; diese unterliegen gemäss Art. 957 Abs. 1 OR der Pflicht zur kaufmänni- schen Buchführung (Art. 957a ff. OR);

  • Einzelunternehmen und Personengesellschaf-

ten mit einem Umsatzerlös von weniger als 500’000 Franken; diese müssen gemäss Art. 957 Abs. 2 OR lediglich über die Einnahmen und Ausgaben sowie über die Vermögensan- lage Buch führen (vereinfachte Buchführung). Die Grundsätze ordnungsmässiger Buchfüh- rung gelten sinngemäss (Art. 957 Abs. 3 OR). Einzelunternehmen und Personengesell- schaften mit einem Umsatzerlös von weniger als 500'000 Franken können sich aber freiwil- lig der kaufmännischen Buchführung unterzie- hen.

Die Selbstständigen, die einen freien Beruf aus- üben sind ebenfalls enthalten. Der Steuerpflicht zur Aufstellungen führen (Art. 138 Abs. 2 DBG), besteht allerdings unabhängig von der Buchfüh- rungspflicht gemäss OR.

Photovoltaikanlagen mit Einspeisevergü- tung

Als Photovoltaikanlagen gelten Anlagen, die mittels Solarzellen einen Teil der Sonnenstrah- lung in elektrische Energie umwandeln.

Die Schweizer Steuerkonferenz hat am 15. Februar 2011 eine Analyse zur steuerrecht- lichen Qualifikation von Investitionen in umwelt- schonende Technologien wie Photovoltaikanla- gen veröffentlicht.

Einnahmen, die aus der Verwendung solcher Anlagen entstehen, gelten als Ertrag.

Die Investitionskosten für Photovoltaikanla- gen im Geschäftsvermögen stellen Anlagekos- ten dar und sind zu aktivieren. Für Liegen- schaften im Geschäftsvermögen wird den Anlie- gen des Umweltschutzes und der rationellen Energieverwendung durch besondere Abschrei- bungsregeln Rechnung getragen. Anlagen zur Nutzbarmachung der Sonnenenergie können im Jahr der Erstellung und im nächsten Jahr je bis zu 50 Prozent und dann zum gebräuchlichen Satz die folgenden Jahre. Unterhaltskosten sind der Erfolgsrechnung zu belasten.

Einspeisevergütung

Die Einspeisevergütung stellt steuerbaren Er- trag dar. Sie ist auf einem separaten Ertrags- konto (Erlös aus Stromproduktion) zu verbu- chen. Die Kosten für den Bezug der selbst be- nötigten Energie stellen geschäftsmässig be- gründeten Aufwand dar.

Subventionen und Investitionshilfen

Von Dritten geleistete Subventionen und Inves- titionshilfen sind den aktivierten Anlagekosten oder im Abschreibungsfonds (erfolgsneutral) gutzuschreiben. Subventionen und Investitions- hilfen vermindern im entsprechenden Umfang die Anlagekosten (Investitionskosten) der Lie- genschaft. Subventionen und Investitionshilfen an Unterhaltskosten sind der Erfolgsrechnung gutzuschreiben.

Amtlicher Wert

Durch die Installation einer Photovoltaikanlage erhöht sich der amtliche Wert der Liegenschaft.

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Anlagen auf fremden Grundstücken Interkantonale und interkommunale Steuer- ausscheidung

Selbstständige Erwerbstätigkeit Bei natürlichen Personen gilt in der Regel der Wohnsitz als Geschäftsort. Werden Photovolta- Das Betreiben von Photovoltaikanlagen auf ikanlagen nicht am Geschäftsort bzw. am Sitz fremdem Grundstücken stellt wegen der damit betrieben, stellen diese eine Betriebsstätte dar. verbundenen Gewinnerzielungsabsicht eine Im Rahmen der interkantonalen Steueraus- selbstständige Erwerbstätigkeit dar (selbststän- scheidung ist von einer Teilung nach der quo- diger Haupt- oder Nebenerwerb). Massgeblich tenmässigen Methode aufgrund von Hilfsfakto- sind die vorher Ausführungen. Der Mietzinsauf- ren (z. B. Umsatz) auszugehen. wand für die Benutzung des fremden Grundstü- ckes gilt als geschäftsmässig begründeter Auf- wand.

Für den Eigentümer des Grundstücks stellen die geleisteten Zahlungen Einkommen aus un- beweglichem Vermögen dar.

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1. Die selbständige Erwerbstätigkeit

A. Einkommensermittlung bei steuerpflichtigen Personen

A1. Allgemeines

Selbständigerwerbende müssen der Steuerbe-

hörde – wie alle steuerpflichtigen Personen –

eine korrekte und vollständig ausgefüllte Steu-

ererklärung zukommen lassen, einschliesslich aller erforderlichen Belege, die ihre Angaben bestätigen (Art. 138 Abs. 1 des jurassischen

Steuergesetzes und Art. 126 des Bundesgeset-

zes über die direkte Bundessteuer, nachste-

hend DBG), das heisst die unterzeichnete Bilanz und Erfolgsrechnung sowie der de- taillierte Auszug des Privatkontos, das ins- besondere die privaten Berichten und Ent- nahmen behandelt.

A2. Buchhaltungsführung Die Buchhaltung gilt als ordnungsgemäss, wenn die Transaktionen des Unternehmens re- gelmässig, vollständig und klar in die Bücher übertragen werden, die Bücher systematisch abgeschlossen werden und die Abschlüsse auf

detaillierten und vollständigen Aufstellungen

(Inventare) der Waren im Lager, laufenden Ar-

beiten, Guthaben bei Kunden, Schulden bei Lie-

feranten, usw. beruhen

Das verlangte Minimum, die Führung von einem einwandfreien Kassabuch gemäss den Grunds- ätzen des Rechnungswesens, damit eine Buchhaltung als beweiskräftig anerkannt wird. Das Kassabuch muss ständig aktualisiert und regelmässig abgeschlossen werden (d. h. mindestens einmal oder zweimal pro Monat). Der sich daraus ergebende Saldo muss dem Betrag entsprechen, der sich tatsächlich in der Kasse befindet. Des Weiteren besteht für die Geschäftsbücher sowie die erwähnten Aufstel- lungen (Inventare) eine Aufbewahrungs- pflicht. Verwendet ein Unternehmen Registrier- kassen, müssen die Coupons ordnungsge- mäss abgelegt und aufbewahrt werden. Die Be- lege müssen mit den Zahlungsdatum versehen und genau eingeordnet werden, damit sie zu- gänglich sind. Inventare zum Warenbestand (vertriebene Produkte, Rohstoffe, Betriebsma- terial, Fertig- und Halbfabrikate) sowie den lau- fenden Arbeiten müssen die Menge, den Wert (Kauf- oder Marktwert, falls dieser niedriger ist) sowie die Art der Ware enthalten.

Buchführungspflichtige Personen müssen

die Seiten 1, 2 und 3 des Formulars 2 ausfül-

len. Wenn alle auf Seite 2 verlangten Infor- mationen klar aus den eingereichten Doku- menten zu entnehmen sind, kann diese Seite ausgelassen werden. Seite 3 muss zwin- gend ausgefüllt werden.

A3. Übrige Steuerpflichtige

Wenn eine kaufmännische Buchhaltung fehlt,

muss die steuerpflichtige Person der Steuerbe-

hörde eine Aufstellungen über Aktiven und Pas- siven, Einnahmen und Ausgaben sowie Privat- entnahmen und Privateinlagen beilegen

(Art. 138, Abs. 4 des jurassischen Steuergeset-

zes und Art. 125, Abs. 2 DBG). Die Mindestan-

forderungen für die Erstellung von Aufstellun- gen und Verzeichnissen sind: Die vollständige und lückenlose Aufzeichnung der Einnahmen und Ausgaben (Kassabuch und Postscheck- konto, monatlicher Kontoabschluss), Name und Adresse der Lieferanten und der Bezüger für alle Einnahmen und Ausgaben, das Warenin- ventar mit detaillierten Angaben über die Men- gen, den Wert und die verschiedenen Warenar- ten, die Auflistung der sonstigen Vermögens- werte (siehe Seite 5).

Steuerpflichtige Personen, die nicht buch-

führungspflichtig sind oder die eine Einfach-

buchhaltung führen (Art. 957 Abs. 2 OR),

müssen zwingend die Seiten 1, 3 und 4 des

Formulars 2 ausfüllen.

A4. Sanktionen bei Verzug Kommt eine steuerpflichtige Person den Auffor- derungen der Steuerbehörde in schuldhafter Weise nicht nach, so verzichtet sie auf ihren An- spruch auf rechtliches Gehör. Sie haftet für die in diesem Rahmen anfallenden Kosten (Art. 139 Abs. 1 und 2 des jurassischen Steuergesetzes). Ihre Steuern werden im ordentlichen Verfahren veranlagt und sie kann mit einer Busse belegt werden (Art. 140 und 198 des jurassischen Steuergesetzes, Art.130 Abs. 2 und 174 DBG).

A5. Aufbewahrungspflicht der Dokumente und Belege Steuerpflichtige Personen mit Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit müssen Doku- mente und Belege, die mit ihrer Tätigkeit in Zu- sammenhang stehen (Verträge jeglicher Art, wichtige Korrespondenz, Einkaufsrechnungen, Doppel der ausgestellten Rechnungen, Konto- korrentauszüge, Krediterteilungen, Quittungen, usw. während zehn Jahren aufbewahren

(Art. 138 Abs. 4bis des jurassischen Steuerge-

setzes und Art. 126 Abs. 3 DBG).

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A6. Zeitliche Bemessung Das Einkommen aus der selbständigen Er- werbstätigkeit bemisst sich nach dem Betriebs- ergebnis des während des Steuerjahrs abge- schlossenen Geschäftsjahres.

B. Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit

Ergebnis aus selbständiger Code 140 Erwerbstätigkeit

B1. Allgemeines Einkünfte aus Handel, Gewerbe, Industrie oder der Ausübung einer anderen selbständigen Er- werbstätigkeit werden durch die Buchhaltung an- hand des Formulars 2 festgelegt. Massgeblich ist das im Jahr 2017 abgeschlossene Geschäftsjahr.

B2. Einkommensbegriff

Steuerbar ist das Gesamteinkommen aus der

Ausübung einer selbständigen Erwerbstätigkeit

(Art. 16 des jurassischen Steuergesetzes). Das

Einkommen umfasst insbesondere Folgendes:

  • Alle Kapitalgewinne aus Veräusserung, Ver-

wertung oder buchmässiger Aufwertung von Geschäftsvermögen,

  • Der Ertrag aus der Überführung von Ge- schäftsvermögen in das Privatvermögen oder in ausländische Betriebe oder Betriebsstätten wird der Veräusserung gleichgestellt,

  • Privatbezüge von Betriebsinhabern,

  • Kosten für die Anschaffung, Herstellung oder

Wertvermehrung von Gegenständen des An-

lagevermögens, die als Aufwendungen ver- bucht werden,

  • Abschreibungen und Rückstellungen, die ge- schäftsmässig nicht begründet sind,

  • Änderungen des Stands der Forderungen

(Schuldner) sowie der Kundenguthaben von Steuerpflichtigen, die einen freien Beruf (z. B. Arzt, Anwalt oder Notare) ausüben,

  • Änderungen beim Inventar (Warenkonto), den laufenden Arbeiten und den Schulden (Schuld- ner).

B3. Grundstück- und Kapitalgewinne

Gewinne aus dem Verkauf von Liegenschaften

unterliegen grundsätzlich einer Spezialsteuer, der

Grundstückgewinnsteuer. Sie werden nur dann

zum ordentlichen Einkommen gerechnet, wenn

sie auf Liegenschaften erzielt wurden, mit denen die steuerpflichtige Person im Rahmen ihrer Be- rufstätigkeit Handel betreibt. Gewinne aus dem Verkauf von Wertpapieren sind einkommenssteu- erpflichtig, wenn sie auf Wertpapieren erzielt wur- den, mit denen die steuerpflichtige Person im

Das steuerbare Geschäftsvermögen bemisst sich nach dem Eigenkapital am Ende des in der Steuerperiode abgeschlossenen Geschäftsjah- res.

Rahmen ihrer Berufstätigkeit Handel betreibt oder wenn diese Wertpapiere Teil ihres Geschäftsver-

mögens sind. Die durch den Verkauf von Wertpa- pieren aus dem Privatvermögen der steuerpflich- tigen Person erwirtschafteten Gewinne sind dage- gen seit dem 1. Januar 1989 nicht mehr steuer- bar.

Die direkte Bundessteuer sieht keine Sonderbe- steuerung für Vermögensgewinne vor. Kapitalge- winne und buchmässige Aufwertungen von Geschäftsvermögen unterstehen jedoch gemäss Art. 18 Abs. 2 DBG der Einkommenssteuer.

Diese Steuerpflicht findet neu nicht nur auf

buchführungspflichtige Personen, sondern

auf alle Selbständigerwerbenden Anwendung.

Dies gilt auch für Grundstückgewinne, wenn sie im Rahmen einer Erwerbstätigkeit erwirtschaftet wer-

den.

B4. Privatbezüge Alle Privatbezüge im Unternehmen sind Teil des steuerbaren Einkommens. Dabei kann es sich um Naturalbezüge handeln oder um private Aufwen- dungen, die als Betriebsaufwand verbucht werden (Unkostenanteile).

Beispiele:

  • Mietwert der Unterkunft;

  • Kosten für Heizung, Beleuchtung, Reinigung usw.

  • Lohn oder Teillohn der Angestellten, die ganz oder teilweise im Haushalt der steuerpflichti-

gen Person arbeiten;

  • Privater Anteil der Fahrzeugkosten, der zum Betriebsaufwand gezählt wird;

  • Wert der Waren und Produkte, die die steuer- pflichtige Person in ihrem Unternehmen bezo- gen hat.

Naturalbezüge der steuerpflichtigen Person und ihrer Familie müssen zu ihrem ortsübli-

chen Marktwert verrechnet werden, d. h. sie

sind mit dem Betrag anzurechnen, den die

steuerpflichtige Person ausserhalb ihres

Geschäftes dafür hätte bezahlen müssen.

Für das Steuerjahr 2017 wird dieser Wert ge- mäss Merkblatt N1/2007 der eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) über die Bewertung der Naturalbezüge und der privaten Unkosten- anteile von Geschäftsinhabern errechnet.

8

Waren und Produkte

Wurden von der steuerpflichtigen Person in ih- steuerpflichtige Person an, diese Bezüge be-

rem Unternehmen bezogene Waren und Pro-

zahlt zu haben, muss sie dies

belegen.

dukte nicht auf einem Privatkonto abgebucht,

werden sie für das Geschäftsjahr 2017

gemäss

Die angegebenen Werte sind Durchschnitts-

der nachstehenden Werte berechnet. Gibt die

werte, von denen in Sonderfällen mehr oder we-

niger abgewichen werden kann.

a. Bäckereien und Konditoreien

Erwachsene

CHF

Kinder *

bis 6 Jahren

CHF

über 6 bis 13

Jahren

CHF

über 13 bis 18

Jahren

CHF

Im Jahr

3'000.-

720.-

1'500.-

2'220.-

Im Monat

250.-

60.-

125.-

185.-

Für Betriebe mit Tea-Room erhöhen sich die

Wenn in

erheblichem Umfang auch andere Le-

Ansätze um 20 %; ausserdem sind für Tabak-

bensmittel geführt werden, so

sind die Ansätze

waren pro rauchende Person normalerweise

für Lebensmittelgeschäfte (Buchstabe b hier-

CHF 1'500.- bis 2'200.- pro Jahr anzurechnen.

nach) anzuwenden.

Werden auch Mahlzeiten

abgegeben, so sind

in der Regel die Ansätze für Restaurants und

Hotels anzuwenden (Buchstabe e hiernach)

b. Lebensmittelgeschäfte

Erwachsene

CHF

Kinder *

bis 6 Jahren

CHF

über 6 bis 13

Jahren

CHF

über 13 bis 18

Jahren

CHF

Im Jahr

5'280.-

1'320.-

2'640.-

3'960.-

Im Monat

440.-

110.-

220.-

330.-

Zuschlag für Tabakwaren: CHF 1'500.- bis 2'200.- pro rauchende Person.

Abzüge für nicht geführte Waren (im Jahr):

Frische Gemüse

300.-

75.-

150.-

225.-

Frische Früchte

300.-

75.-

150.-

225.-

Fleisch- und

Wurstwaren

500.-

125.-

250.-

375.-

c. Milchhandlungen

Erwachsene

CHF

Kinder *

bis 6 Jahren

CHF

über 6 bis 13

Jahren

CHF

über 13 bis 18

Jahren

CHF

Im Jahr

2'460.-

600.-

1'200.-

1'800.-

Im Monat

205.-

50.-

100.-

150.-

Zuschläge für zusätzlich geführte Waren (im Jahr):

Frische Gemüse

300.-

75.-

150.-

225.-

Frische Früchte

300.-

75.-

150.-

225.-

Wurstwaren

200.-

50.-

100.-

150.-

Werden in ausgedehntem

Masse Lebens- so-

Für Käsereien und Sennereien ohne Verkaufs-

wie Wasch- und Reinigungsmittel

laden gilt in der Regel die Hälfte der vorstehen-

geführt, so sind die Ansätze für Lebensmittelge- den Ansätze.

schäfte (Buchstabe b hiervor) anzuwenden.

9

d. Metzgereien

Erwachsene

CHF

Kinder *

bis 6 Jahren

CHF

über 6 bis 13

Jahren

CHF

über 13 bis 18

Jahren

CHF

Im Jahr

2'760.-

660.-

1'380.-

2'040.-

Im Monat

230.-

55.-

115.-

170.-

e. Restaurants und

Hotels

Erwachsene

CHF

Kinder *

bis 6 Jahren

CHF

über 6 bis 13

Jahren

CHF

über 13 bis 18

Jahren

CHF

Im Jahr

6'480.-

1'620.-

3'240.-

4'860.-

Im Monat

540.-

135.-

270.-

405.-

*Massgebend ist das Alter der Kinder zu Beginn jedes Geschäftsjahres. Bei Familien mit mehr als 3 Kindern sind vom Gesamtwert der Kinder- ansätze abzuziehen: bei 4 Kindern 10 %, bei 5 Kindern 20 %, bei 6 und mehr Kindern 30 %.

Die Ansätze umfassen nur den Wert der Waren- bezüge. Die übrigen Naturalbezüge und die pri- vaten Unkostenanteile sind gesondert zu be- werten.

Der Bezug von Tabakwaren ist in diesen An- sätzen nicht inbegriffen; pro rauchende Per- son sind in der Regel zusätzlich CHF 1'500.- bis 2'200.- pro Jahr anzurechnen.

In diesen Ansätzen wird ausschliesslich der Wert der Warenbezüge verrechnet. Der Miet- wert der Wohnung und der Privatanteil an den Kosten für Heizung, Beleuchtung, Reini- gung usw. sowie an den Löhnen des Geschäfts- personals werden separat berechnet. Für Be- triebsinhaber mit Familien geschieht dies nach den hiernach angegebenen Regeln.

Haushalt mit 1 Er- wachsenen CHF Im Jahr 3'540.- Im Monat 295.-

Unterkunft

Wenn die Liegenschaft, in der die steuerpflich- tige Person ihre selbständige Erwerbstätigkeit ausübt, vorwiegend privat genutzt wird, wird ihr Mietwert unter Ziffer 300 der Steuererklärung (Formular 4) angegeben. Wenn die Liegen- schaft jedoch vorwiegend geschäftlichen Zwe- cken dient, muss ihr Mietwert unter Ziffer 320 der Steuererklärung verbucht oder angegeben werden.

Diverse Kosten

Für Heizung, elektrischen Strom, Gas, Reini- gungsmaterial, Wäschereinigung, Haushalt- artikel, private Telefonkosten, Radio und Fernsehen sind in der Regel folgende Beträge als Privatanteil an den Unkosten anzurechnen, sofern sämtliche den Privathaushalt betreffen- den Ausgaben für diese Zwecke dem Betrieb belastet worden sind:

Zuschlag pro wei- Zuschlag pro Kind tere/n Erwachsene/n CHF CHF 900.- 600.- 75.- 50.-

10

Privatanteil an den Löhnen des Geschäfts- personals

Arbeiten Geschäftsangestellte zum Teil für die privaten Bedürfnisse des Geschäftsinhabers und seiner Familie (Zubereitung der Verpfle- gung, Besorgung der privaten Räume und Wä- sche usw.), so ist ein den Verhältnissen ent- sprechender Teil der Löhne als Privatanteil an- zurechnen.

Fahrzeugkosten

Grundsätze

Für selbständig Erwerbende und Personen, die einen freien Beruf ausüben, sind in erster Linie die Angaben in den Büchern massgebend. Da- bei obliegt es der steuerpflichtigen Person die Berufskosten, die sie geltend machen will, zu rechtfertigen. In den Büchern können aus- schliesslich die Kosten für Geschäftsfahrzeuge geltend gemacht werden.

Gemäss einem Urteil des Bundesgerichts müs- sen bei der gewerblichen und privaten Nutzung eines Fahrzeugs die Kosten für den Privatge- brauch und jene für den Geschäftsgebrauch voneinander abgegrenzt werden. Liegt keine detaillierte Auflistung vor, muss der private An- teil nach Ermessen bestimmt werden.

Der Grundsatz der vorwiegenden Nutzung fin- det im Rahmen der Bestimmung der gewerblich absetzbaren Fahrzeugkosten keine Anwen- dung. Dadurch folgt, dass die Beweislast der geschäftlich bedingten Fahrzeugkosten je- derzeit bei der steuerpflichtigen Person liegt.

Deshalb muss vorgängig bestimmt werden, ob ein Geschäftsfahrzeug für das Unternehmen berufsmässig gerechtfertigt ist. Ist dies der Fall, so muss die Art und Anzahl der Fahrzeuge dem Verwendungszweck, dem Bedarf, dem Be- triebszweig und der Grösse des Unternehmens entsprechen.

Insbesondere bei freien Berufen bestimmt die Steuerbehörde die Anzahl Kilometer, die für be- rufliche Zwecke zurückgelegt wurden, und legt den entsprechenden zulässigen Betrag fest. Die Differenz zwischen dem verbuchten Betrag und dem zulässigen Betrag wird zum Gewinn des Betriebsinhabers gerechnet.

Die Regel, die für nicht selbständig erwerbende Steuerpflichtige in Bezug auf den Privatanteil an den Fahrzeugkosten gilt (0.8 % des Anschaf- fungspreises / Monate ohne MwSt), findet für Selbständigerwerbende keine Anwendung.

Fahrzeuge

Für die Steuerbehörde sind grundsätzlich Nutz- fahrzeuge mit einem Wert von maximal CHF 80'000.- (exkl. MwSt.) zulässig. Hierbei sei angemerkt, dass dieser Betrag nicht einer „Franchise“ entspricht. Jedes eingetragene Fahrzeug muss die erwähnten Grundsätze ein- halten. Ein als nicht gewerbliches Fahrzeug an- erkanntes Auto oder ein Fahrzeug, das nicht dem Verwendungszweck, dem Bedarf, dem Be- triebszweig oder der Grösse des Unternehmens entspricht, kann teilweise oder gänzlich als Pri- vatfahrzeug betrachtet werden.

Privatanteil an den Fahrzeugkosten

Der Privatanteil an Geschäftsfahrzeugen wird auf Grundlage objektiver Kriterien, unter Be- rücksichtigung der Art, des Verwendungs- zwecks, des Bedarfs, des Betriebszweigs und der Grösse der verwendeten Fahrzeuge sowie der verbuchten Kosten, bestimmt.

Im Streitfall dieses Privatanteils obliegt es der steuerpflichtigen Person, mittels eines Fahrten- buchs den Beweis über die private und gewerb- liche Nutzung des Fahrzeugs zu erbringen.

B5. Abzüge

Alle Kosten im Zusammenhang mit der selb- ständigen Erwerbstätigkeit, die berufs- oder ge- schäftsmässig begründet sind, sind abziehbar. Zu diesen Kosten gehören insbesondere:

  • Die Anschaffungskosten im Allgemeinen;

  • Die gesetzlich vorgeschriebenen Beiträge an AHV, IV, EO und NBUV, FAK, sowie an die Arbeitslosenversicherung;

  • Die zulässigen Abschreibungen und Rück- stellungen (siehe nachfolgenden Teil 4);

  • Die Beiträge an Vorsorgeeinrichtungen;

  • Die Versicherungsprämien (siehe nachfol- genden Teil 3);

  • Zuwendungen für gemeinnützige Zwecke;

  • Die im Geschäftsvermögen verbuchten Ver- luste (siehe die hiernach angegebenen Er- läuterungen unter Ziffern 140 und/ oder 180 der Erklärung).

Anschaffungskosten allgemein

Zu den Gewinnungskosten zählen die für die Er- zielung des Einkommens notwendigen Aufwen- dungen, die im Geschäftsjahr getätigt wurden, das 2017 abgeschlossen wurde, wie Bar- und Naturallöhne der Angestellten des Unterneh- mens, Mietkosten und andere allgemeine Kos- ten, sowie Ausgaben für den Unterhalt der Ge- bäude.

11

Die dem Geschäftspersonal ausgerichteten Na- Selbstkosten nicht bekannt, so kann die steuer- turallöhne (Nahrungsmittel, Unterkunft), sind pflichtige Person für die Verpflegung pro Person dem Geschäft nicht zu den für die Arbeitneh- in der Regel folgende Beträge abziehen:

menden geltenden Pauschalansätzen, sondern

zum Selbstkostenpreis zu belasten. Sind die

Pro Tag/ CHF

Pro Monat/ CHF

Pro Jahr/ CHF

Im Gastwirtschaftsgewerbe

16.-

480.-

5'760.-

In anderen Betrieben

17.-

510.-

6'120.-

Für die Unterkunft (Miete, Heizung, Beleuch- tung, Reinigung, Wäsche usw.) kommt im Allge- meinen kein besonderer Lohnabzug in Betracht, da diese Kosten in der Regel bereits unter den

Beiträge an Vorsorgeeinrichtungen

Abzugsfähig sind auch die Beiträge des Arbeit- gebers an steuerbefreite Einrichtungen der be- ruflichen Vorsorge (2. Säule) zu Gunsten des eigenen Personals, sofern jede zweckwidrige

Verwendung ausgeschlossen ist. Die Beiträge

von Selbständigerwerbenden für ihre eigene berufliche Vorsorge und gegebenenfalls

diejenige des mitarbeitenden Ehegatten dürfen nur bis zur Höhe des „Arbeitgeberanteils“ ab-

Beiträge an die gebundene Selbstvorsorge (Säule 3a)

Beiträge an anerkannte Formen der gebunde- nen Selbstvorsorge sind im Umfang der ent- sprechenden Verordnung des Bundesrates un- ter Ziffer 520 der Steuererklärung abzugsfähig (siehe die Erläuterungen in der allgemeinen Wegleitung.) In den Betriebsaufwendungen dür- fen sie jedoch nicht aufgeführt werden.

⎝ Pauschalverrechnung

Alle beruflichen Aufwendungen im Rahmen ei- ner selbständigen Erwerbstätigkeit müssen be- legt werden können. In buchhalterischer Sicht

übrigen Geschäftsunkosten (Gebäudeunterhalt, Hypothekarzinsen, allgemeine Unkosten usw.) berücksichtigt sind.

gezogen werden. Ist kein solches Personal vor-

handen, so gilt die Hälfte der Beiträge als Arbeit- geberanteil.

Der nach Abzug des Arbeitgeberanteils verblei-

bende Privatanteil an den Beiträgen an Ein-

richtungen der beruflichen Vorsorge (2. Säule) kann für die Bestimmung der Steuern trotzdem

nicht direkt vom Geschäftseinkommen, sondern ausschliesslich unter Ziffer 515 der Steuererklä- rung abgezogen werden.

findet somit der Grundsatz der tatsächlichen Aufwendungen Anwendung.

Wird eine Pauschale verbucht, muss diese im Formular 2 für Selbständigerwerbende auf Seite 3 genau aufgeführt werden. Wurde eine Pauschale jedoch nicht angekündigt, kann ein Nachsteuer- und Steuerhinterziehungsverfah- ren eröffnet werden.

C. Erläuterungen zu den übrigen Ziffern der Steuererklärung

Nettolohn und Ergebnis aus Dieser Abzug wird unter Ziffer 505 der Steuer- Codes 100c erklärung eingetragen. selbständiger Erwerbstätig- und 140c Wenn das Einkommen des Ehegatten ebenfalls keit des Ehegatten aus einer selbständigen Erwerbstätigkeit stammt, wird es nach den Angaben zu Punkt B Geht der Ehegatte einer eigenständigen Er- dieser Wegleitung bestimmt. werbstätigkeit nach oder arbeitet ein Ehegatte im Gewerbe oder Unternehmen der steuer- pflichtigen Person mit, wird ein Abzug gewährt.

12

Selbständige Erwerbstätig- Code 140 keit

Das Einkommen aus selbständiger Erwerbstä- tigkeit, einschliesslich eines möglichen Liquida- tionsgewinns, muss in dieser Rubrik aufgeführt werden.

Nach geltender Rechtsauffassung sind private

Tätigkeiten solche, mit denen ein selbstständi- ger Unternehmer unter Verwendung der eige- nen Ressourcen seines Unternehmens (Ma- terial, Arbeit der Mitarbeiter, Kapital, Energie usw.) einen Vermögenswert realisiert, den er nicht an einen Dritten weitergibt, sondern zur ei- genen Verwendung nutzt. Diese privaten Tätig- keiten (professioneller Art), mit denen ein Mehr- wert erzielt wird, stellen einen zu versteuernden Gewinn aus selbstständiger Tätigkeit dar, wie

wenn sie ein direktes Ergebnis der Unterneh- menstätigkeit wären (z. B.: ein Inhaber eines Malerbetriebs streicht sein eigenes Haus). Diese privaten Tätigkeiten sind zum Zeitpunkt der Privatentnahme zu versteuern und müssen in der Betriebsrechnung ordnungsgemäss aus- gewiesen werden.

Schliesst das Geschäftsjahr 2017 gemäss For- mular 2 mit einem Verlust, ist hier ein negatives Ergebnis einzutragen. Die Beiträge an die

1. Säule müssen entsprechend der Abrechnung

auf Seite 2 von Formular 2 zum Betriebsergeb- nis aufgerechnet werden. Siehe dazu auch Zif- fer 182.

Einfache, Kollektiv- oder Code 160 Kommanditgesellschaft

Der Anteil der steuerpflichtigen Person am Ein- kommen einer einfachen Gesellschaft (zum Bei- spiel Konsortium), einer Kollektiv- oder Kom- manditgesellschaft wird mittels Fragebogen be- stimmt, der von der betreffenden Gesellschaft ausgefüllt wird. Der Fragebogen kann bei der Steuerverwaltung, Section des personnes phy- siques, 2, rue de la Justice, 2800 Delémont be- zogen werden.

Steuerpflichtige Personen, die an einer Kollek- tiv- oder Kommanditgesellschaft mit Sitz in ei- nem anderen Kanton beteiligt sind, müssen hinsichtlich der Staats und der direkten Bun- dessteuern ihre Beteiligung am Nettogewinn deklarieren. Für die Staatssteuern ist jedoch gemäss der Rechtsprechung des Bundesge- richts in Sachen Doppelbesteuerung nur ein Be-

trag, der dem tatsächlichen Arbeitsaufwand ent- spricht, steuerbar. Die Beteiligung am Nettoge- winn wird nur für die Festlegung des für das

steuerbare Einkommen anwendbaren Steuer-

satzes berücksichtigt. Eingänglich legt die Steu-

erbehörde einen angemessenen Lohn fest, aber die steuerpflichtige Person kann diesbe- züglich in der Rubrik „Bemerkungen“ auf Seite 1 der Steuererklärung auch einen Vorschlag un- terbreiten.

Nicht berücksichtigte Ver- Code 180 luste

Die Verluste aus sieben der Steuerperiode vo- rangegangenen Geschäftsjahre sind hier einzu- tragen, soweit diese bei der Berechnung des steuerbaren Einkommens dieser Jahre nicht be- reits berücksichtigt wurden.

Persönliche AHV/IV/EO- Code 182 Beiträge

Die jährlichen AHV-Beiträge von Selbständiger- werbenden fliessen nicht in die Berechnung des AHV-pflichtigen Geschäftseinkommens ge- mäss Art. 23 der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV SR 831.101) ein. Sie gelten also nicht als Be- triebsaufwand im Sinne der AHVV. Die AHV- Beiträge für Selbständigerwerbende dürfen sich somit nicht auf das Ergebnis gemäss Ziffer 140 auswirken. Sie werden aber zwecks Berech- nung des steuerbaren Einkommens unter Zif- fer 182 abgezogen.

Im ordentlichen Einkommen Code 188 enthaltener Liquidations- gewinn

Als integrierender Bestandteil des unter Code 150 der Steuererklärung eingetragenen Ergebnisses der selbständigen Erwerbstätigkeit wird der Liquidationsgewinn in der Rubrik 188 abgezogen, damit er ab 1. Januar 2011 gemäss Art. 36a des jurassischen Steuergesetzes und 37b DBG separat behandelt werden kann, wenn die Voraussetzungen der beiden Gesetzesarti- kel erfüllt sind. (Siehe Kapitel 5 dieser Weglei- tung).

Der Liquidationsgewinn (zu belegen und doku- mentieren in einem Anhang zur Erfolgsrech- nung) muss mithilfe von „ausserordentlichen“ Positionen in der Buchhaltung des letzten Ge- schäftsjahres der selbständigen Tätigkeit genau ermittelt werden können.

Familienzulagen für Selb- Code 190 ständiger

Die Familienzulagen sind unter diesem Code gemeldet.

13

Steuerbare Erträge aus Pri- Codes 300 vat- und Geschäftsvermö- bis 330 gen

Grundeigentümer müssen für jedes Grund- stück jeweils ein Formular 4 ausfüllen. Dies gilt jedoch nicht für Eigentümer von Geschäfts- liegenschaften. Die Erträge (Mietwert) und der Immobilienaufwand müssen verbucht werden.

Für Gebäude, die zu einem buchführungs- pflichtigen Unternehmen gehören, können nur die tatsächlich angefallenen und ausgewie- senen Kosten für den Unterhalt, die Sachversi- cherung und die Verwaltung abgezogen wer-

den. Ein allgemeiner Abzug (d. h. eine Pau-

schale) ist nicht zulässig. In der Praxis sind beim Stockwerkeigentum auch Einlagen in den Reparatur- oder Erneue- rungsfonds abzugsfähig.

Codes 340 Ertrag aus Wertschriften bis 350

Damit die steuerpflichtige Person ihren An- spruch auf die Rückerstattung der Erträge von verrechnungssteuerpflichtigen Wert-schrif- ten, die Teil des Geschäftsvermögens sind, gel- tend machen kann, muss sie diese im Wert- schriftenverzeichnis (Formular 5A) deklarieren.

Die Erläuterungen zum korrekten Ausfüllen be- finden sich auf der Rückseite des Formulars. Allgemeine Informationen sowie die Kurslisten der eidgenössischen Steuerverwaltung können online abgerufen werden: http://www.ictax.ad- min.ch. Um eine Doppel-besteuerung der be- sagten Erträge zu vermeiden, müssen sie in Höhe des Betrags, der im Nettogewinn ausge- wiesen ist (im Allgemeinen also ihrem Nettobe- trag) separat vom Einkommen aus der Aus- übung einer selbständigen Tätigkeit aufgeführt sein.

Wertschriften und Kapitalanlagen im Geschäfts-

vermögen müssen am linken Rand des Wert- schriftenverzeichnisses durch den Buchstaben „C“ gekennzeichnet werden. Wenn das Geschäftsjahr nicht dem Kalen- derjahr entspricht, werden im Wertschriften- verzeichnis nicht die Erträge aus dem Ge- schäftsvermögen, die während des entspre- chenden Geschäftsjahrs fällig geworden sind, sondern nur die Erträge, die während des Ka- lenderjahrs 2017 erzielt wurden, eingetragen. Kollektiv- oder Kommanditgesellschaften haben Anspruch auf Rückerstattung der Verrech- nungssteuer, die von ihren Kapitalerträgen ab- gezogen wird. Der entsprechende Antrag muss vom Unternehmen bei der eidgenössischen Steuerverwaltung, Abteilung Stempelabgabe und Verrechnungssteuer, 3003 Bern, mittels Formular 25 eingereicht werden. Gesellschafter

haben kein Anrecht, einen solchen Antrag per-

sönlich zu stellen.

Einkauf von Beitragsjahren Code 515 (2. Säule)

Der Einkauf von Beitragsjahren ist sowohl für nicht selbständig Erwerbende als auch für Selb- ständigerwerbende auf Vorweisen des Formu- lars zur Berechnung des zulässigen Höchstbe- trags und der von der Vorsorgeeinrichtung aus- gestellten Bescheinigung abzugsfähig.

Einkäufe in die 2. Säule sind Privataufwendun-

gen, die nicht in die Buchhaltung aufgenommen

werden können.

Gemäss Art. 79b Abs. 3 BVG wird der Abzug von Einkäufen systematisch veweigert, wenn aus jegwelchem Grund (Altersleistungen, Vor- bezug im Rahmen der Wohneigentumsförde-

rung, Vorbezug gemäss Art. 5 des Bundesge- setzes über die Freizügigkeit) innerhalb der auf den Einkauf folgenden drei Jahre Leistungen in Kapitalform ausbezahlt wurden. Dies wurde in einem Urteil des Bundesgerichts festgelegt.

Beiträge für die Selbstvor- Code 520 sorge (Säule 3a)

Siehe dazu auch die Erläuterungen in der allge- meinen Wegleitung. Zu den anerkannten Formen der gebundenen Selbstvorsorge gehört die gebundene Vorsor- geversicherung bei Versicherungseinrichtun- gen oder bei Bankstiftungen. Grundvorausset- zung für eine gebundene Selbstvorsorge, die auch Säule 3a genannt wird, ist die AHV- /IV-Beitragspflicht.

Codes 530 Private und geschäftliche

und 535 Schuldzinsen

In diesen Rubriken werden alle im Jahr 2017 angefallenen Schuldzinsen aufgeführt, wie sie in Formular 8 ausgewiesen sind. Dies gilt je- doch nur dann, wenn diese Zinsen nicht bereits im Formular 2 berücksichtigt wurden.

Code 540 Unterhaltsbeiträge

Die im Rahmen einer Betriebsübernahme an- stelle des Kaufpreises bezahlten Beiträge sind nicht abzugsfähig, denn sie entsprechen der Abgleichung des festgelegten Kaufbetrags und sind nicht abzugsberechtigt, dass sie Unter- haltsbeiträge nicht begründend sind.

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Bewegliches Betriebsver- Code 720 mögen, Viehhabe

Handelsvieh von Viehhandelsunternehmen wird gemäss den auf Waren anwendbaren Vor- schriften bewertet (siehe unten).

Maschinen für landwirt- Codes 725 schaftliche und nicht land- und 730 wirtschaftliche Zwecke

Als Material für landwirtschaftliche Zwecke gel- ten: Maschinen, Werkzeuge, Geräte, Fahr- zeuge, Geschäftsmobiliar usw.

Wenn das Betriebsmaterial mit Geschäfts- oder Gewerberäumen vermietet oder verpachtet wird (beispielsweise Mobiliar und Restauranteinrich- tungen), zählt es zum Privatvermögen und muss somit unter Ziffer 780 deklariert werden.

Das Betriebsmaterial wird zum Verkehrswert besteuert. Wenn auf das Betriebsmaterial re- gelmässig steuerrechtlich zulässige Abschrei-

bungen vorgenommen wurden, gilt der Buch- wert als Steuerwert.

Bei steuerrechtlich nicht zulässigen Abschrei- bungen muss der Gesamtwert der nicht zulässi- gen Abschreibungen (beispielsweise ein Auf- wertungskonto) zum Buchwert hinzugefügt wer- den.

Sonstiges Geschäftsvermö- Code 735 gen

Zum sonstigen Geschäftsvermögen zählen Landwirtschafts-, Gewerbe- und Industriepro- dukte, Rohstoffe sowie Halbfabrikate und Fer- tigprodukte.

Der Lager- und Warenbestand, einschliesslich Halbfabrikate, wird zum Kauf- oder Selbstkos- tenpreis berechnet – oder zum Marktwert (Er- satzwert), falls dieser am 31. Dezember 2017 niedriger war. Vom Gesamtwert kann die privi- legierte Warenreserve abgezogen werden, so- fern sie den Vorschriften entsprechend ermittelt wurde.

Laufende Arbeiten müssen zum Selbstkos- tenpreis (Produktionskosten) anhand eines ordnungsgemäss erstellten Inventars als Ver- mögenswerte deklariert werden.

Dabei werden Kapitalerträge aus Geschäftsver- mögen (Debitoren) sowie die Guthaben von steuerpflichtigen Selbständigerwerbenden bei ihren Kunden (exkl. Wertschriften und andere Kapitalanlagen, Kontokorrentguthaben und Postscheckguthaben, die in Formular 5A aufzu- führen sind) berücksichtigt.

Ausserdem werden hier folgende Werte ange-

geben: Bargeld (Kasse), immaterielle Werte (Patente, Lizenzen, Urheber- und Verlags- rechte, Goodwill, Markenrechte) sowie transito- rische Aktiven usw. Steuerpflichtige Selbständigerwerbende und Handels- und Landwirtschaftsbetriebe, die eine ordnungsgemässe Buchführung führen, sind

berechtigt, für Kapitalerträge aus Geschäftsver-

mögen und Guthaben bei Kunden ohne spezifi- sche Überprüfung ein Delkredere (Rückstellung für imminent gefährdete Guthaben) in Form ei- ner Pauschale zu bilden. Diese Pauschale be- trägt maximal 5 % für Inlandforderungen, 10 % für Auslandforderungen, wenn die Rechnungs- stellung in Schweizer Franken erfolgt und 15 %, wenn die Rechnung in einer anderen Währung ausgestellt wird. Weitere Angaben zur Bildung des Delkredere

sind in Art. 23 §. 4 der Abschreibung zu finden.

Vermögen in Kollektivge- Code 750 sellschaften

Der Anteil der steuerpflichtigen Person am Ein- kommen einer einfachen Gesellschaft, einer Kollektiv- oder Kommanditgesellschaft wird mit- tels Fragebogen bestimmt, der von der betref- fenden Gesellschaft ausgefüllt wird.

Codes 800 Private und geschäftliche und 810 Hypothekarschulden

Unter diesen Rubriken ist der Betrag anzuge- ben, der sich aus der Formular 8 ergibt. Der Ab- zug der Schulden setzt die Angabe des Schuld- ners und der eventuellen Garantien voraus. Eine Schuld, die nicht ausgewiesen wurde, oder deren Schuldner nicht erwähnt wurde, ist nicht abzugsfähig. Die deklarierten Schul- den werden mit den Angaben des Schuldners verglichen.

Es muss der gesamte Schuldbetrag per 31. De- zember 2017 ausgewiesen werden. Als Schul- den werden ausschliesslich Verpflichtungen der steuerpflichtigen Person, ihres Ehegatten o- der ihrer minderjährigen Kinder gegenüber Drittpersonen betrachtet, sofern sie am 31. Dezember 2017 als Hauptschuldner aufge- führt waren. Wird die Schuld von mehreren Per- sonen getragen, kann nur der tatsächlich ge- schuldete Betrag abgezogen werden. Nicht als Schulden gelten: Auf den Namen des Besit- zers lautende Schuldbriefe über Grundstücke, die nicht verpfändet wurden, Bürgschaften, die die steuerpflichtige Person noch nicht bezahlen musste, Verlustscheine, sowie wiederkehrende kapitalisierte Leistungen.

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2. Die Erwerbstätigkeit in Land- und Forstwirtschaft

A. BEI LANDWIRTSCHAFTSBETRIEBEN

Allgemeines Sowohl nach kantonalem als auch nach eidge- nössischem Recht (direkte Bundessteuer) sind Landwirtschaftsbetriebe analog zu Selbständi- gerwerbenden verpflichtet, eine Buchhaltung o- der Aufstellungen über Einnahmen und Ausga- ben sowie über Aktiven und Passiven zu führen. (siehe Seite 5)

Landwirtschaftsbetriebe müssen der Steuerer- klärung die unterzeichneten Jahresrechnun- gen (Bilanzen, Erfolgsrechnungen und der de- taillierte Auszug des Privatkontos, das insbe- sondere die privaten Berichten und Entnahmen behandelt), der Steuerperiode oder, wenn eine kaufmännische Buchhaltung fehlt, Aufstellun- gen über Aktiven und Passiven, Einnahmen und Ausgaben sowie Privatentnahmen und Privat- einlagen beilegen.

Damit eine Buchhaltig als beweiskräftig an- erkannt wird, muss mindestens ein nach den Grundsätzen des Rechnungswesens einwand- freies Kassabuch geführt werden. Das Kassa- buch muss ständig aktualisiert und regelmässig

abgeschlossen werden (d. h. mindestens ein-

mal oder zweimal pro Monat) und der sich dar-

aus ergebende Saldo muss dem Betrag ent-

sprechen, der sich tatsächlich in der Kasse be- findet. Des Weiteren besteht für die Geschäfts-

bücher sowie die erwähnten Aufstellungen (In-

ventare) eine Aufbewahrungspflicht.

Steuerpflichtige, deren Jahresabschluss keine

allgemeinen Informationen zu ihrem Betrieb

enthält, müssen Seite 2 von Formular 3 ausfül-

len.

Es gelten die Bestimmungen des neuen Rech-

nungslegungsrechts (siehe Seite 5).

Buchführung

Die steuerlichen Anforderungen an eine Buch-

haltung beziehen sich nicht auf ein bestimmtes

System. Sie verweisen lediglich auf die allge- meinen buchhalterischen Grundsätze.

Grundlage jedes Buchhaltungsabschlusses stellen einwandfreie Bücher (Kassa-, Post- check- und Bankbücher, Inventare usw.) dar. Die Buchhaltung muss dabei folgende Bedin- gungen erfüllen:

  • Jede Eintragung hat sich grundsätzlich auf einen Beleg zu stützen;

  • die Überprüfbarkeit der Konten muss ge- währleistet sein;

  • die Buchungen im Buchungsjournal müssen vom Beleg bis zum Abschluss und zurück lü- ckenlos verfolgt werden können;

  • vollständige Verbuchung der Bruttobeträge, keine Verrechnung zwischen Aufwand und Ertrag und zwischen Aktiven und Passiven;

  • auf Verlangen müssen die abgeschlossenen Konti vorgewiesen werden können;

  • die Buchhaltung soll eine der Betriebsstruk- tur entsprechende Gliederung aufweisen;

  • Die Inventare über die Vorräte (zugekaufte Vorräte, Vorräte zum Verkauf und selbstpro- duzierte Vorräte) und das Viehvermögen müssen detaillierte Angaben über die Men- gen, die Werte (bei den Vorräten Anschaf- fungs- bzw. Marktpreise, falls diese niedriger sind, beim Viehvermögen Einheitswerte) umfassen;

  • Die Warenkonten „Vorratsbestand Getreide“ müssen aufgeführt und die Bewegungen im Laufe des Geschäftsjahres verbucht wer- den;

  • Im Schuldnerkonto verbuchte zweifelhafte

Forderungen, können in der Bilanz als Debi-

torenrückstellungen aufgeführt werden

(siehe Art. 23 §4 der Wegleitung).

Aufstellung über Aktiven und Passiven / Ein-

nahmen und Ausgaben

Wenn eine kaufmännische Buchhaltung fehlt,

muss das landwirtschaftliche Einkommen mit-

tels Aufstellungen über Einnahmen und Ausga-

ben, Aktiven und Passiven, sowie Privatentnah-

men und Privateinlagen ausgewiesen werden.

Die Aufstellungen stellen die Zusammenfas-

sung der chronologisch vorzunehmenden Auf- zeichnungen zur Ermittlung des Einkommens

dar.

Für die steuerpflichtige Person bedeutet dies

konkret:

– Eine ordnungsgemässe Buchführung: Kassa-, Bank- und Postcheckbücher;

  • Eine Aufstellung der Aktiven und Passiven;

  • Ein schriftlicher Beleg für jede Eintragung in den Büchern;

  • Eine Zusammenfassung der betrieblichen Einnahmen und Ausgaben sowie Privatent- nahmen und Privateinlagen im Fragebogen, der von der Steuerbehörde mit der Steuerer- klärung versendet wird.

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Wenn eine ordnungsgemässe Buchhaltung fehlt, muss das Geschäftsjahr immer dem Ka- lenderjahr entsprechen.

Mit diesen buchhalterischen Dokumenten muss jeder Landwirtschaftsbetrieb den Fragebogen (Formular 3) ausfüllen können.

Aufbewahrungspflicht

Gemäss Artikel 138 Abs. 4bis des jurassischen Steuergesetzes und Art. 126 Abs. 3 DBG müs- sen steuerpflichtige Personen mit Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit Dokumente und Belege, die mit ihrer Tätigkeit in Zusam- menhang stehen, während zehn Jahren aufbe- wahren. Darunter fallen insbesondere Verträge aller Art, geschäftlicher Terminkalender, wich- tige Korrespondenzen, Einkaufsfakturen, Dop- pel der ausgestellten Rechnungen, Bankaus- züge mit den entsprechenden Belegen, Postbe- lege (einschliesslich Saldomeldungen), Bu- chungsbelege, Quittungen aller Art, Kassen-

Geschäftskorrespondenz oder Buchungsbe- lege aufgezeichnet sind (die Wiedergabe der Aufzeichnungen muss innerhalb der Aufbewah- rungsfrist sichergestellt sein).

Nichteinhaltung von gesetzlichen Anforde- rungen

Wenn eine steuerpflichtige Person, die einer selbständigen Erwerbstätigkeit nachgeht, ihr Einkommen nicht nach den erwähnten Kriterien bestimmen kann, wird eine Veranlagung nach pflichtgemässem Ermessen festgelegt. Die Ver- anlagungsbehörde berücksichtigt dabei insbe- sondere die Erfahrungszahlen, Vermögensent- wicklung und Lebensaufwand des Steuerpflich- tigen (Art. 140 des jurassischen Steuergeset- zes Art. 130 Abs. 2 DBG).

Die steuerpflichtige Person kann für die Verlet- zung von Verfahrenspflichten mit einer Busse bestraft werden (Art. 198 des jurassischen Steuergesetzes. und 174 DBG).

streifen, Bild- und Datenträger, sofern auf ihnen

B. ERGÄNZENDE ANGABEN ZUM FRAGEBOGEN FÜR LANDWIRTSCHAFTS-

BETRIEBE Allgemeiner Überblick

Der Fragebogen ist in vier Teile gegliedert:

Seite 1: Personalien Auf der ersten Seite sind Name und Adresse der steuerpflichtigen Person aufzuführen. Die steuerpflichtige Person wird zudem über die jeweils auszufüllenden Seiten informiert, wenn sie eine ordnungsgemässe Buchhaltung oder eine Aufstellung über Einnahmen und Ausga- ben führt. Neue Genossenschaften müssen dem Frage- bogen die Gründungsurkunde beilegen. Wird die Rechnungsführung durch einen Vertre- ter geregelt, muss dessen Name angegeben werden.

Seite 2: Angaben über den Betrieb

Diese Seite ist für alle Landwirtschaftsbetriebe obligatorisch und zwar unabhängig davon, ob sie eine ordnungsgemässe Buchhaltung führen oder eine Aufstellung über die Einnahmen und Ausgaben erstellen, es sei denn, die Informati- onen sind bereits im Abschluss enthalten. Für Pachtland muss das Formular 3P ausge- füllt werden.

Seite 3: Ermittlung des landwirtschaftli- chen Einkommens auf Grundlage der Buchhaltung

Auf dieser Seite wird das Einkommen des be- treffenden Jahres eingetragen.

Seite 4: Ermittlung des Betriebsvermögens und -einkommens auf Grundlage der Aufstellung der Einnahmen und Ausgaben und der Aktiven und Passiven Das Einkommen wird auf Grundlage der aus den Kassa-, Bank- und Postcheckbüchern des Landwirtschaftsbetriebs hervorgehenden Ein- kommensaufstellung berechnet. Es bestimmt das Betriebseinkommen.

Angaben zu den verschiedenen Rubriken

Ermittlung des Einkommens auf Grundlage der Buchhaltung

Allgemeines

Betreffend die Buchführungspflicht und die ent- sprechenden Kriterien wird auf der Wegleitung verwiesen.

Besteuerung von Abschreibungen

Wird die Geschäftstätigkeit definitiv eingestellt, oder werden forst- und landwirtschaftliche Lie- genschaften veräussert oder in das Privatver- mögen überführt, so werden die Abschreibun- gen (siehe Kapitel 4) wieder eingebracht, zum Einkommen der steuerpflichtigen Person dazu- gezählt und besteuert (siehe Kapitel 5). Um den genauen Betrag der Abschreibungen ermitteln zu können, muss der Abschluss im Moment der

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Veräusserung oder der Überführung die aktua- lisierten Werte enthalten, d. h. alle seit dem Kauf aufgelaufenen Abschreibungen der Immo- bilien, sowie der Anschaffungswert inkl. neuer Investitionen (Verbesserung, Vergrösserung, usw.).

Ziffer 2.1 Nettogewinn oder -verlust

Wenn der Abschluss den unten beschriebenen Rubriken entspricht, wird das Betriebsergebnis unter Ziffer 2.1 des Fragebogens übertragen.

Ziffer 2.2 Gewinnberichtigungen

Die vorgenommenen Berichtigungen betreffen die Ausgaben, die nicht von Handelsbrauch ge-

rechtfertigt sind. Die nachfolgende Liste ist nicht

abschliessend:

⎝ Unvollständige oder nicht verbuchte Pri- vatanteile Dazu gehören: Fahrzeug, Strom, Versiche- rungsprämien, Beiträge an die 2. Säule, die den Arbeitgeberanteil übersteigen, Telefon, Radio,

Fernsehen (siehe Wegleitung, §2, Buchstabe D

weiter unten).

⎝ Naturalbezüge aus dem Unternehmen (Gemäss Marktpreis oder den in der Wegleitung unter §2, Buchstabe D festgelegten Pauscha-

lansätzen).

⎝ AHV/IV/EO-Beiträge des Betriebsinha- bers Abzugsfähig unter Code 182/182c der Steuer- erklärung.

⎝ Von der Genossenschaft bezahlte Pacht- zinsen

(Vollständige und detaillierte Liste beilegen).

⎝ Mietwert

Wenn der Mietwert nicht in der Buchhaltung re-

gistriert wird, muss man der Eigenmietwert ge-

mäss Protokoll der letzten amtlichen Schätzung deklarieren, einschliesslich der Angestellten- räume und der Räume mit unentgeltlichem

Wohnrecht des Betriebsinhabers und seiner Fa-

milie.

Der Eigenmietwert ist auf Ziffer 2.2.9 zu übertra- gen. Die Beträge, die eine Betriebsgemein- schaft für die Bereitstellung von Grundstücken

bezahlt, sind in Ziffer 2.2.11 anzugeben.

⎝ Betriebsfremde Abschreibungen sind nicht zulässig.

Ziffer 2.4 Gewinnabzüge

Die Beträge, die Teil des Nettoeinkommens sind, aber keinen Zusammenhang mit den land- wirtschaftlichen Erzeugnissen haben, müssen abgezogen werden.

⎝ Aufwand Belege über die Auslagen gemäss Abrechnung der Liegenschaftskosten müssen beiliegen.

⎝ Mietwert Da der steuerliche Mietwert unter Ziffer 2.2.10 angegeben wird, muss der Mietwert, der ver- bucht worden wäre, in dieser Rubrik abgezogen werden.

⎝ Steuersatzbestimmendes Einkommen

Das steuersatzbestimmende Einkommen wird

aus der Differenz der Ziffern 2.3 und 2.5 errech- net.

⎝ Genossenschaften – Betriebsgemein- schaften

Steuerpflichtige, die an einer Betriebsgemein- schaft beteiligt sind und ihre Liegenschaften

nicht in der Bilanz ausweisen, müssen alle ihre

Geschäftsliegenschaften (Liegenschaften – Grundstücke – Wälder) separat aufführen.

Geschäftliche Schulden und Zinsen müssen im Formular 8 angegeben werden. Zinsen werden

auf Punkt 2.4.3 des Fragebogens übertragen, wenn sie nicht bereits vom Nettogewinn, der auf Ziffer 2.1. übertragen wird, abgezogen worden sind.

Sonstige Ausgaben müssen gegebenenfalls be- legt werden.

Für neue Betriebsgemeinschaften muss der

Gründungsvertrag diesem Formular zwingend beigelegt werden. Des Weiteren muss eine mit Datum und Unterschrift aller Parteien verse-

hene Aufstellung über die Aufteilung des Ge-

winns und der Vermögenswerte beigelegt wer-

den.

Da Geschäftsliegenschaften nicht im Rahmen

der Gemeinschaft verbucht werden, müssen die

detaillierten Informationen diesbezüglich für jede Liegenschaft separat auf dem entspre-

chenden Formular vermerkt werden. Das Total der auf dem Landgut seit dessen Erwerb getä- tigten Abschreibungen, sämtliche Subventionen

sowie alle Investitionen müssen aktualisiert werden. Anders gesagt, die um Zu- und Abgänge korri- gierten Anlagekosten (vor Abzug evtl. Subven- tionen) können als nicht aufgeteilter Wert aufge- führt werden.

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Bei Übernahme oder Kauf der ganzen oder ein- Werden die Grundstücke untervermietet, kön- zelnen Teile der Liegenschaft zu Verkehrswer- nen an dieser Stelle die entsprechenden Zins- ten, ist der Wert des Bodens gesondert auszu- beträge angegeben werden. weisen. Für die Abschreibungssätze von Geschäftslie- Unterhaltskosten für diese Liegenschaften müs- genschaften verweisen wir auf Teil 4 der Weg- sen unter der Rubrik „Unterhaltskosten“ aufge- leitung. führt werden. Die Originalrechnungen müssen der Steuererklärung beigelegt werden. Die Auf- teilung „Unterhaltskosten / Mehrwert“ wird be- rücksichtigt.

C. FRAGEBOGEN FÜR LANDWIRTSCHAFTSBETRIEBE MIT DER

GENEHMIGUNG ZUR FÜHRUNG EINE EINFACHE BUCHHALTUNG IN SINN

VOM ART. 957 OR

Allgemeines

Das Ergebnis einer regelmässig geführten Auf- stellung der Einnahmen und Ausgaben und der Aktiven und Passiven wird in Ziffer 4, Formu- lar 3 eingetragen. Folgende Regeln gilt es zu- dem zu berücksichtigen:

  • Die Geschäftsbücher (Kassa-, Bank- und Postcheckbücher) sowie alle Inventare müssen lückenlos geführt werden;

  • Jede Eintragung hat sich grundsätzlich auf einen Beleg zu stützen;

  • Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalen- derjahr (Abschluss per 31.12).

Kleine Landwirtschaftsbetriebe müssen zudem die Seite 4 des Fragebogens für Landwirt- schaftsbetriebe ausfüllen (siehe folgende Sei- ten).

Ziffer 4.1 Umsatzberechnung

Ziffer 4.1.1. Einnahmen aus dem Warenver- kauf.

Die steuerpflichtige Person muss alle Einnah-

men aufführen, die sie durch den Verkauf von Milch, Vieh, Getreide und Spezialkulturen wie Tabak, durch den Gemüseanbau oder durch Arbeiten für Dritte erzielt hat.

Ziffer 4.1.2. Beiträge und Subventionen

Unter dieser Rubrik muss der Gesamtbetrag der Bundes- und der kantonalen Beiträge auf- geführt werden, den der Landwirtschaftsbe- trieb gemäss der Tabelle unter Ziffer 1.4, Seite 2 des Fragebogens bezogen hat. Es sei angemerkt, dass diese Liste nicht abschlies- send ist. Es obliegt der steuerpflichtigen Per- son, sie bei Bedarf zu ergänzen.

Ziffer 4.1.3. Naturalbezüge

Die in dieser Rubrik aufgeführten Elemente werden zum Marktpreis oder gemäss der unter

§ 2, Buchstabe D der Wegleitung festgelegten Pauschalen angegeben. Naturalbezüge der Angestellten müssen ebenfalls aufgeführt wer- den, da der Naturallohn unter Ziffer 4.4.a abge- zogen wird.

Ziffer 4.1.4. Mietwert

Deklariert wird der Eigenmietwert gemäss Pro- tokoll der letzten amtlichen Schätzung, einschliesslich der Angestelltenräume und der Räume mit unentgeltlichem Wohnrecht des Betriebsinhabers und seiner Familie.

Ziffer 4.1.5. Sonstige Einkünfte

In dieser Rubrik werden alle sonstigen Ein- künfte angegeben, die die steuerpflichtige Per- son aus dem Landwirtschaftsbetrieb beziehen kann, und die nicht in den anderen Rubriken angegeben werden. Dabei handelt es sich ins- besondere um folgende Einkünfte:

  • Viehsömmerung;

  • Wohnungsvermietung;

  • Verpachtung von Grundstücken und Weide- rechte;

  • Ferien auf dem Bauernhof, Gespanne, Reit-

sport;

  • Direktverkauf von landwirtschaftlichen Er- zeugnissen, die nicht unter Ziffer 4.1.1 fal- len;

  • Miete von Milchkontingenten;

  • Verkauf von Milchkontingenten;

  • Waldertrag;

  • Liquidationsgewinn usw.

Ziffer 4.1.6. Kundenguthaben zum Jahres- abschluss (Schuldner)

In dieser Rubrik sind alle Schuldner anzugeben (Milch, Getreide usw.).

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Ziffer 4.2 Berechnung des Waren-, des massgeblichen Zeitraums angefallene di- Vieh- und Materialverbrauchs rekte Aufwand vom Umsatz abgezogen wer- den. Zum direkten Aufwand zählt der für den ⎝ Mindestbewertung Landwirtschaftsbetrieb notwendige Vieh-, Fu- In der Regel entspricht die Bewertung der Vor- ter- und Rohmaterialienkauf. Betroffen ist aus- räte den Koordinationsanweisungen für die schliesslich der während der Steuerperiode an- Zwecke der zentralen Auswertung (FAT, gefallene Aufwand, der zugleich auch dem Be- SRVA, LBL). schaffungspreis der verkauften Waren ent- spricht. Zur Bestimmung des Bruttogewinns eines Landwirtschaftsbetriebs muss der während

Beispiel a) Lager zu Jahresbeginn: Vieh: 80'000.- Im Betrieb hergestellte Waren: 20'000.- Gekaufte Waren: 10'000.- Feldkapital: 10'000.-

Total CHF 120'000.- b) Zahlungen für Waren im Steuerjahr + CHF 60'000.-

  1. c) Warenschulden zum Jahresende (unbezahlte Lieferantenrechnungen per 31.12) + CHF 10'000.-

d) Total CHF 190'000.-

  1. e) Vorräte, die zum Jahresende abzuziehen sind: Vieh: 86'000.- Im Betrieb hergestellte Waren: 18'000.- Gekaufte Waren: 8'000.- Feldkapital: 12'000.-

Total ./. CHF 124'000.-

f) Saldo CHF 66'000.-

  1. g) Abzug der Warenschulden zu Jahresbeginn (Rechnungen des Vorjahres, die zu Beginn des Jahres bezahlt wurden) ./. CHF 8'000.-

h) Warenverbrauch CHF 58'000.-

Ziffer 4.3 Bruttogewinn Der Bruttogewinn entspricht dem Umsatz abzü- Lettre c : glich Waren-, Vieh- und Materialverbrauch. Zinsen auf Geschäftsschulden Die Zinsen auf Geschäftsschulden müssen un- Ziffer 4.4 Geschäftsunkosten ter dieser Rubrik abgezogen werden. Ein Schul- Diese Rubrik umfasst den indirekten Betriebs- denabbau ist nicht als Betriebsaufwand, son- aufwand des Landwirtschaftsbetriebs. dern als Verminderung der Passiven zu ver- zeichnen. Lettre a : Lettre d : Barlöhne Liegenschaftsunterhalt Die zugunsten der Kinder des Betriebsinhabers Diese Investitionen sind nicht als Betriebsauf- überwiesenen Beträge sind erst nach Ablauf wand zu rechnen, sondern entsprechen einer der obligatorischen Schulpflicht abzugsfä- Vermehrung der Aktiven. hig. Betriebsmaterial Naturallöhne Zu den Unterhaltskosten zählen die Kosten für Die Pauschalen für Naturallöhne sind im Kapi- die Wartung von Traktoren und anderes Be- tel D der Wegleitung aufgeführt. triebsmaterial. Lettre b : Fahrzeugkosten Geschäftsräume Der Privatanteil der Fahrzeugkosten muss vom Die Miete der vom Betriebsinhaber belegten Gesamtbetrag abgezogen werden (siehe auch Wohnung muss vom Gesamtmietbetrag abge- §2, Buchstabe D der Wegleitung). zogen werden.

20

Buchstabe e: Geschäftsversicherungen (siehe Kapitel 3 weiter unten, Seite 28)

Buchstabe f: Wasser, Strom, Heizmaterial Der Privatanteil an den Wasser-, Strom- und Heizkosten muss vom Gesamtbetrag abgezo- gen werden (siehe auch §2, Buchstabe D der Wegleitung).

Chiffre 4.5 Nettoergebnis Der Betrag des Nettoergebnisses muss auf Zif- fer 150/ 150c der Steuererkläurung übertragen werden. Wurde ein Verlust erwirtschaftet, ist hier ein negatives Ergebnis einzutragen.

Chiffre 4.6 Abschreibungstabelle ⎝ Abschreibungen

Abschreibungen auf Fahrzeuge und Maschinen sind nur dann zulässig, wenn Ziffer 4.6 des Fra- gebogens für Landwirtschaftsbetriebe ohne kaufmännische Buchhaltung ordnungsgemäss ausgefüllt wurde.

Grundstücke, die zum Privatvermögen gehören, können hier nicht abgeschrieben werden. Beim Verkauf einer solchen Liegenschaft wird keine Übernahme von Abschreibungen vorgenom- men, diese somit nicht besteuert.

Wurde unter der Rubrik „Gebäude/ Bodenver- besserungen“ kein detaillierter Anhang über die Bilanzpositionen erstellt, liegt der in dieser Rubrik maximal zulässige Abschreibungssatz bei 3 %. Siehe auch die Weisungen betreffend die Abschreibungen (Teil 4).

Aufstellung der Einnahmen und Ausgaben von kleinen Landwirtschaftsbetrieben

Kleine Landwirtschaftsbetriebe müssen auf den

gelten Landwirtschaftsbetriebe mit weniger als

Seiten 1, 2 und 4 des Fragebogens für Land-

4 Grossvieheinheiten (GVU) oder 3 Hektare

wirtschaftsbetriebe diejenigen Rubriken ausfül- landwirtschaftlicher Nutzfläche (LN).

len, die für sie relevant sind. Als Kleinbetriebe

Angaben zum Vermögen

Der massgebende Tierbestand wird in der Re-

Ebenfalls

geben Sie bitte an, die Anzahl Vieh

gel anhand nachstehender Tabelle und der Da-

die in Pension genommen oder gegeben wur-

ten der Tierverkehrsdatenbank (TDV) (Stand

den.

31.12.2017) berechnet.

Bei den Angaben ist auf ein einheitliches Er-

Für Mastbetriebe mit über 100 Stück Rind- und/ scheinungsbild zu achten.

oder Schweinvieh kann der Inventarwert auch

gemäss den Preisen pro kg Lebendgewicht vor-

gestellt in den Indikativen Werten für die land-

wirtschaftliche Buchhaltung bestimmt werden,

jährlich veröffentlicht durch Fidagri.

Grundwert

Mittelwert

Tierart

CHF

CHF

Kühe

2'000.--

-

2'400.--

2'200.--

Rinder über 2 Jahre

1'900.--

-

2'100.--

2'000.--

Rinder von 1 bis 2 Jahre

1'200.--

-

1'400.--

1'300.--

Aufzuchtkälber 6 Monate bis 1 Jahr

550.--

-

750.--

650.--

Aufzuchtkälber bis 6 Monate

300.--

-

500.--

400.--

Schlachtkälber (Weissmast)

600.-- -

1‘000.--

800.--

Mastrindvieh bis 1 Jahr

800.-- -

1'400.--

1'100.--

Mastremonten über 1 Jahr

2‘000.-- -

2'600.--

2'300.--

Reitpferde

6'000.--

-

16'000.--

11'000.--

Stuten und Hengste ab 3 Jahre

3'000.--

-

5'000.--

4'000.--

Junge Pferde von 2 bis 3 Jahre

2'000.--

-

2'600.--

2'300.--

Junge Pferde von 1 bis 2 Jahre

1'500.--

-

2'500.--

2'000.--

Fohlen bis 1 Jahr

1'000.--

21

Eber und Sau, einschliesslich Saugferkel 300.-- - 400.-- 350.-- Schlachtschweine 200.-- Ferkel (Verkauf bei ca. 40 kg) 80.-- - 120.-- 100.--

Schafe, Ziegen 100.-- - 200.-- 150.--

Hirsche 300.-- - 500.-- 400.--

Strausse

6'000.-- -

14'000.--

10'000.--

Truthühner

10.-- -

20.--

15.--

Masthühner

2.-- -

4.--

3.--

Legehühner

8.-- -

12.--

10.--

Für Qualitätszuchtvieh müssen die angegebe- Waren anzuwendenen Angaben berechnet, nen Werte entsprechen erhöht werden. d. h. zum Kaufwert oder zum Marktwert falls die- ser am 31. Dezember 2017 niedriger war. Für Handelsvieh von professionnellen Vieh- händlern werden die Werte gemäss den auf

D. NATURALBEZÜGE UND NATURALLÖHNE, PRIVATANTEILE

Das Merkblatt NL 1/2007 der Eidgenössischen Steuerverwaltung dient der Bestimmung von Naturalleistungen und Privatanteilen.

1. Naturalbezüge

Diese Beträge stellen den Wert der dar. Betriebsangestellten werden diese Bezüge Nahrungsmittelbezüge aus Selbstversorgung im Naturallohn abgezogen (siehe Ziffer 7 weiter für die Betriebsleiterfamilie und der Angestellten unten).

Kinder im Alter von *

Erwach-

sene

1 bis 6

Jahren

6 bis 13

Jarhen

13 bis 18

Jahren

In der Regel

960.--

240.--

480.--

720.--

Ohne Milch

600.--

145.--

300.--

455.--

Mit Milch, ohne Fleisch

600.--

145.--

300.--

455.--

Betrieb ohne Tiere

240.--

60.--

120.--

180.--

* Massgebend ist das Alter der Kinder zu Totalwert der Kinderansätze abzuziehen: Beginn jedes Geschäftsjahres. Bei Familien bei 4 Kindern 10 %, bei 5 Kindern 20 %, bei mit mehr als drei Kindern sind vom 6 und mehr Kindern 30 %.

2. Mietwert der Wohnung

Deklariert wird der Eigenmietwert gemäss Pro- Räume mit unentgeltlichem Wohnrecht des Be- tokoll der letzten amtlichen Schätzung, ein- triebsinhabers. schliesslich der Angestelltenräume und der

3. Privatanteil an den Kosten für Heizung, Beleuchtung, Reinigung, Telefon etc.

Für Heizung, Elektrizität, Gas, Privatanteil an den Kosten anzurechnen, sofern Reinigungsmaterial, Wäschereinigung, private sämtliche den Privathaushalt betreffenden Telefongespräche, Radio und Fernsehen sind Ausgaben für diese Zwecke dem Betrieb in der Regel jährlich folgende Beträge als belastet worden sind:

22

Haushaltung

Zuschläge pro

mit

1 Erwach-se-

nen

CHF

zusätzlichen

Erwachsenen

CHF

Kind

CHF

Überdurchschnittliche

3'540.--

900.--

600.--

Verhältnisse

In der Regel

2'640.--

660.--

420.--

Sehr einfache Verhältnisse

2’100.--

540.--

360.--

4. Privatanteil an den Löhnen des Geschäftspersonals

Arbeiten Betriebsangestellte zum Teil für die privaten Bedürfnisse des Betriebsinhabers und seiner Familie (Zubereitung der Verpflegung, Besorgung der privaten Räume und Wäsche usw.), so ist ein den Verhältnissen entsprechender Teil der Löhne als Privatanteil anzurechnen.

5. Privatanteil an den Fahrzeugkosten

Der Privatanteil kann entweder auf Grund der tatsächlichen Kosten anhand des ausgewiesenen, privat zurückgelegten Kilometeranteils berechnet, oder pauschal mit

In der Regel entspricht der Privatanteil einem Drittel oder der Hälfte der Bar- und/oder der Naturallöhne. Der Anteil der für die privaten Bedürfnisse des Betriebsinhabers und seiner Familie geleisteten Arbeit ist in keinem Fall abzugsfähig.

einem Drittel bis der Hälfte der ausgewiesenen Gesamtkosten erfasst werden, mindestens aber mit CHF 150 pro Monat und Fahrzeug.

6. Naturallöhne (Verpflegung und Unterkunft) für landwirtschaftliche Arbeitnehmer

Unter-

Ver-

Pension

pflegung

kunft

Früh-

stück

Mittag-

essen

Abend-

essen

Volle

Ver-

pflegung

und

Unterkunft

Erwach-

CHF/Tag

3.50

10.--

8.--

21.50

11.50

33.--

sene

CHF/Monat

105.- -

300.--

240.--

645.- -

345.- -

990.--

CHF/Jahr

1'260.- -

3'600.--

2'880.--

7'740.--

4'140.- -

11'880.--

Wenn der Arbeitgeber ebenfalls der Familie sei-

13 bis 18 Jahren reduziert. Familien mit 4

nes Angestellten einem Naturallohn dient, gel-

Kindern und mehr siehe Ziffer 1 oben.

ten die oben genannten Beträge ebenfalls für

jede Mitglieder dieser Familie.

Wenn der Arbeitgeber auch Kleidung,

Unterwäsche und Schuhe zur Verfügung

Für Kinder, werden die Ansätze auf 75 % bis 6

gestellt hat und kümmerten sich um Wäsche

Jahren, 50

% von 6 bis 13 Jahren und 20 % von

und Pflege, fügen Sie CHF 80.- pro Monat oder

CHF 960.- pro Jahr.

23

7. Naturallohnabzug beim Arbeitgeber (Selbstkostenpreis)

CHF/Tag CHF/Monat CHF/Jahr

- In der Regel

17.-- 510.-- 6'120.--

  • Wenn der Mietwert der Angestelltenräume dem Betriebseigentümer zugerechnet 19.-- 570.-- 6'840.-- wird

Für die Abgabe von Kleidern, Leibwäsche und Schuhen ist der dem Empfänger im Lohnausweis

angerechnete Betrag abzuziehen.

8. Regeln zum Abzug der Aufwendungen

Alle

Gewinnungskosten

des

Siehe unten Teil 3 enthält eine nicht

Landwirtschaftsbetriebs, die geschäfts- oder

erschöpfende Übersicht über die für bestimmte

berufsmässig begründet sind, sind abzugsfähig.

Aufwendungen ausmachen.

E. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN ÜBRIGEN ZIFFERN DER STEUERERKLÄRUNG

Ergebnis der Land- und Code 150 Forstwirtschaft

Das Ergebnis aus der selbständigen Tätigkeit, einschliesslich eventueller Liquidationsgewinne, sind in dieser Rubrik aufzuführen.

Schliesst das Geschäftsjahr 2017 gemäss Formular 3 mit einem Verlust, ist hier ein negatives Ergebnis einzutragen. Die Beiträge des Betriebsinhabers an die 1. Säule müssen

der Abrechnung auf Seite 3 von Formular 3

entsprechend zum Betriebsergebnis

aufgerechnet werden. Siehe dazu auch Zif- fer 182.

Nicht berücksichtigte Ver- Code 180 luste

Die im Laufe der sieben letzten Geschäftsjahre verwirklichten Verluste werden hier angegeben, sofern diese noch nicht mit Einkommen von vo- rige Jahren konpensiert worden sind.

Persönlichen AHV/IV/EO- Code 182 Beiträge

Die vom Besitzer getragenen jährlichen AHV- Beiträge fliessen nicht in die Berechnung der

gewerblichen Einkünfte des AHV-pflichtigen ge- mäss Art. 23 der Verordnung über die Alters-

und Hinterlassenenversicherung (AHVV, SR 831.101) ein. Sie gelten also nicht als Betriebsaufwand im Sinne der AHVV. Die AHV- Beiträge des Betriebsinhabers dürfen nicht also das Ergebnis der Land- und Forstwirtschaft gemäss Ziffer 150 beeinflussen, sondern werden an jedoch Zahl Ziffer 182 für die Bestimmung des steuerplichtigen Einkommens abgezogen.

Im ordentlichen Einkommen

Code 188 enthaltener

Liquidationsgewinn

Als integrierender Bestandteil des in Code 150 der Steuererklärung eingetragenen Ergebnisses der Land- und Forstwirtschaft wird

der Liquidationsgewinn in der Rubrik 188 abgezogen, damit er ab 1. Januar 2011 in Übereinstimmung mit Art. 36a des jurassischen Steuergesetzes und 37b DBG separat behandelt werden kann, wenn die Voraussetzungen der beiden Gesetzesartikel erfüllt sind. (Siehe Kapitel 5 dieser Wegleitung).

Der Liquidationsgewinn (zu belegen und doku-

mentieren in einem Anhang zur Erfolgsrech- nung) muss mithilfe der „ausserordentlichen“ Positionen in der Buchhaltung des letzten Ge- schäftsjahrs der selbständigen Tätigkeit genau ermittelt werden können.

24

F. KAPITALGEWINNE AUS VERÄUSSERUNG,

BUCHMÄSSIGER AUFWERTUNG

Gemäss Art. 16 Abs. 2 des jurassischen

Steuergesetzes und Art. 18 Abs. 2 DBG zählen zu den Einkünften aus selbständiger

Erwerbstätigkeit, insbesondere aus

selbständiger landwirtschaftlicher Tätigkeit,

auch alle Kapitalgewinne aus Veräusserung,

Verwertung oder buchmässiger Aufwertung von

Geschäftsvermögen. Der Veräusserung gleich-

gestellt ist die Überführung von Geschäftsver-

mögen in das Privatvermögen oder in ausländi- sche Betriebe oder Betriebsstätten.

Die Gewinne aus der Veräusserung von land-

und forstwirtschaftlichen Grundstücken jedoch

werden bei der direkten Bundessteuer den steu-

erbaren Einkünften nur bis zur Höhe der Anla-

gekosten zugerechnet. Das heisst, dass nur die

vorher getätigten und bei der Veräusserung wieder eingebrachten Abschreibungen steuerbar sind. Auf kantonaler Ebene gelangt bei der Einkommenssteuer das gleiche System zur Anwendung. Allerdings unterliegt die Differenz zwischen den Einkünften aus der Veräusserung und dem Erwerbspreis der Grundstückgewinnsteuer.

Beispiel Gestehungswert des Grundstücks (Kaufpreis und wertvermehrende Investitionen) CHF 400'000.-- Abschreibungen CHF 150'000.-- Buchwert CHF 250'000.-- Verkaufspreis CHF 500'000.--

Direkte Bundessteuer Besteuerung der Differenz zwischen dem Gestehungswert und dem Buchwert. Diese Differenz entspricht den getätigten Abschreibungen in der Höhe von CHF 150'000.-

(Das BG-Urteil und das Kreisschreiben Nr. 38 präzisieren, für welche Grundstücke diese Best- immungen gelten, d. h. für landwirtschaftliche Grundstücke im Sinne von Art. 6 BGBB).

G. ZUORDNUNG VON LIEGENSCHAFTEN ZUM GESCHÄFTS- PRIVATVERMÖGEN (GRUNDSATZ DER PRÄPONDERANZ) Wenn eine Eigenschaft, insbesondere ein Ge- bäude, die Gegenstand der gemischten Ver- wendung, das heisst, dass sie zum Teil einer privaten Benutzung und zum Teil für de gewerb- lichen Einsatz zugeordnet ist. Die Frage zu wis- sen, ob sie muss oder nicht verbucht sein als Gewerbeimmobilien wird nach der ausschlag- gebenden Benutzung reguliert (mehr als 50 %).

VERWERTUNG ODER

Kanton

Der gleiche Betrag in Höhe von CHF 150'000

wird als Einkommen besteuert. Die Differenz

zwischen dem Verkaufspreis (CHF 500'000)

und dem Gestehungspreis des Grundstücks

(CHF 400‘000, gemäss den gesetzlichen

Vorschriften zu indexieren) wird als

Grundstückgewinn besteuert.

Der Kapitalgewinn wird wie folgt errechnet:

– Für Landwirtschaftsbetriebe ohne

ordnungsgemässe Buchhaltung: gemäss

Anweisungen auf Seite 4 des der

Steuererklärung beiliegenden Fragebogens

für Landwirtschaftsbetriebe (Formular 3);

– Für Landwirtschaftsbetriebe mit ordnungsgemässer Buchhaltung: Differenz zwischen dem auf den 1. Januar 1993 neu festgelegten Eingangswert und dem Buchwert, einschliesslich kumulierte Abschreibungen bis 31.12.1992.

Sind die vorhandenen Angaben nicht ausreichend, werden die bis am 1. Januar 1993 getätigten Abschreibungen mittels Schätzung ermittelt.

Bei den übrigen Vermögenswerten entspricht der Kapitalgewinn der Differenz zwischen dem Verkaufspreis und dem Buchwert.

Seit dem 1. Januar 2011 gilt für Liquidationsgewinne, die die Kriterien gemäss Art. 36a des jurassischen Steuergesetzes und Art. 37b DBG erfüllen, ein erleichterte Abrechnungsverfahren (siehe Kapitel 5).

ODER

In der Landwirtschaft stellt sich diese Frage insbesondere bei Kleinbetrieben und bei Wohnhäusern. In diesem Zusammenhang gelten folgende Regeln:

  • Es gilt der im bäuerlichen Bodenrecht vertretene Grundsatz der wirtschaftlichen Einheit. Besteht demnach ein Betrieb aus mehreren Wohn- oder Bauerlichgebäuden,

25

werden die verschiedenen Liegenschaften

Beispiel

nicht separat behandelt.

Sozialergebnis

– Für die Zuordnung zum Geschäfts- oder

(siehe oben)

CHF 60'000.--

Privatvermögen wird der Netto-Mietertrag der

Mietwert

CHF 3'000.--

für den Betrieb nicht benötigten

Sonstige, nicht landwirt-

Vermögenswerte mit dem Sozialergebnis

schaftlich genutzte Mietobjekte CHF 8'000.--

verglichen. Stellt das Sozialergebnis mehr als

die Hälfte des Gesamtertrags dar, ist die

Total

CHF 71'000.--

Liegenschaft dem Geschäftsvermögen

zuzuweisen.

Das Sozialergebnis entspricht 84.5 Prozent des

Brutto-Gesamtertrags. Die Liegenschaften sind

Das Sozialergebnis setzt sich aus folgenden

dem Geschäftsvermögen zuzuweisen.

Elementen zusammen:

  • Landwirtschaftliches Einkommen,

  • Bezahlte Pachtzinsen,

  • Bezahlte Zinsen,

  • Liegenschaftssteuern,

  • Personalkosten.

  • Abschreibung von Gebäude

  • Unterhalt der Gebäude

Weitere Hinweise betreffend die Zuordnung von Vermögenswerten

⎝ Für Wohnhäuser gilt die Zuweisung auf das Geschäftsvermögen, so lange die Pacht gesamte Gebäude. Sind neben dem nicht definitiv ist. betrieblich langfristig benötigten Wohnraum weitere Wohnbauten ⎝ Von einem aktiven Mitglied an vorhanden, so sind diese in der Regel dem Betriebsgemeinschaften zur Verfügung Privatvermögen zuzuweisen. gestellte Liegenschaften sind in der Regel dem Geschäftsvermögen zuzuordnen. ⎝ Die Verpachtung eines bisher selbst geführten Betriebs gilt nicht als Realisationstatbestand, sofern sich die Verpachtung nicht als endgültig erweist. Die Liegenschaft gehört weiterhin zum

H. RAUHFUTTERVORRÄTE (VOM BETRIEB PRODUZIERTE UND VERWENDETE

VORRÄTE) Liegt keine Effektschätzung der Vorräte vor, müssen die Rauhfuttervorräte dem normalen Jahresvorrat entsprechend erfasst werden.

Der normale Jahresvorrat entspricht dem nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen auf Grundlage der Menge und eines zeitnahen Preises pro Einheit festgelegten Bilanzbetrag in Abhängigkeit:

  • von der Produktionsfläche für das Produkt,

  • vom effektiven Viehbestand,

  • vom Abschlussdatum.

  • Es obliegt der steuerpflichtigen Person, die Verhältnismässigkeit der Bewertung bezüglich Menge, Preis usw. nachzuweisen. Bestandesveränderungen in den nachfolgenden Jahren sind zu begründen, da insbesondere grosse (buchmässige) Verminderungen oft der betriebswirtschaftlichen Grundlage entbehren.

  • Dieser Wert ist für die Vermögenssteuer ungeschmälert zu übernehmen. Der im Ertragswert der landwirtschaftlichen Liegenschaften unter „Vorräte und Feldvorsprung“ enthaltene Anteil stellt vermögenssteuerlich weiterhin eine stille Reserve dar.

Berechnungsbeispiel

  • Winterfütterung (November–Ende April) / 180 Tage

  • Durchschnittlicher Bestand der Gross- vieheinheiten - Rauhfutter (RhGVE) / 25

  • Tagesbedarf von TS (Trockensubstanz) pro RhGVE an Kilo / 17 kg

  • Normaler Jahresvorrat an TS somit (25 RhGVE x 17 kg x 180 Tage) / 76' 500 kgTS entspricht einer Dürrfuttermenge mit 88 % TS-Gehalt / 86'932 kg

26

– Durchschnittlicher Rauhfutterpreis pro Für 25 RhGVE bei Winterfütterung während Quintal (gem. FAT) CHF 25.- bis 31.- pro 120 Tagen ist egal an CHF 16'227.-- Quintal / ∅ CHF 28.- Pro RhGVE CHF 649.-- Gerundeter Wert pro RhGVE CHF 700.-- Normaler Jahresvorrat für 25 RhGVE bei Winterfütterung während Der Betrag CHF 700.- kann mittels der Erstel- lung der Belege über den Erwerb von Raufutter, 180 Tagen ist egal an CHF 23'431.-- bis zum Ende der überwinternperiode bestritten Pro RhGVE CHF 974.-- werden. Pro RhGVE und pro Monat CHF 162.--

Anpassung der Winterfütterung, die nach dem Geschäftsjahrs 2017 bleibt. Bei Buchhaltungsabschluss per 31.12.2017 muss dieser Wert um 1/3 gekürzt werden, da der für die Monate November/Dezember bestimmte Vorrat bereits verfüttert ist. Folglich bleiben 120 Tage Winterfütterung, die es zu berücksichtigen müssen.

I. SONSTIGE LANDWIRTSCHAFTLICHE VORRÄTE

Konzentrierte Lebensmittelvorräte, Das im Laufe des Jahres produzierte Getreide einschliesslich der vom Betrieb produzierten ist brutto zu verbuchen, ob es nun verkauft, (z. B. im Betrieb oder bei gelagert oder konsumiert wird. Lebensmittellieferanten gelagertes Getreide) sowie Rohstoffe (wie Düngemittel, Pflanzenschutzmittel oder Treibstoff) sind ebenfalls zu erfassen.

27

3. Regeln zum Abzug der Aufwendungen

Alle zur Erzielung des selbständlichen

eine nicht abschliessende Übersicht über die

Einkommens getätigten Aufwendungen, die

buchhalterische Erfassung verschiedener

geschäfts- oder berufsmässig begründet sind,

Aufwendungen.

sind abzugsfähig. Die nachfolgende Tabelle gibt

Betriebs-

Privat-

Aufwendungen

aufwand

aufwand

Bemerkungen

Löhne

100 %

-

Sozialversicherungsbeiträge

100 %

-

Löhne und

Sozialversicherungsbeiträge für

100 %

-

Angestellte des Privathaushalts

Betriebsinhaber und Familie*

Die persönlichen AHV-Beiträge des

Betriebsinhabers sind in einer

AHV/IV/ALV/EO/FAK

100 %

separaten Buchhaltungsrubrik zu

erfassen.

Wird unter Ziffer 525

der

Krankenkasseversicherung

100 %

Steuerklärung zum Abzug gebracht

Unfallversicherung

100 %

-

Wird unter Ziffer 525

der

Zusatzversicherung bei Unfall

100 %

Steuerklärung zum Abzug gebracht

Wird unter Ziffer 525

der

Krankentaggeld-Versicherung **

100 %

Steuerklärung zum Abzug gebracht

Wird unter Ziffer 525

der

Private Risiko-Lebensversicherung

100%

Steuerklärung zum Abzug gebracht

Für betriebliche Zwecke verpfändete

100 %

Zum Beispiel als Garantie für

Risiko-Lebensversicherung

Geschäftskredite

Der private Anteil ist unter Ziffer 515

Berufliche Vorsorge 2. Säule

–

50 %

50 %

der Steuererklärung zum Abzug zu

ordentliche Beiträge

bringen

Berufliche Vorsorge 2. Säule –

100 %

Wird unter Ziffer 515

der

Einkäufe

Steuerklärung zum Abzug gebracht

Gebundene Selbstvorsorge, Säule

100 %

Wird unter Ziffer 520

der

3a

Steuerklärung zum Abzug gebracht

Persönliche Vorsorge, Säule 3b

100 %

-

(Lebens- oder Rentenversicherung)

Hausratversicherung

100 %

-

Direkte Steuern und

100 %

-

Militärpflichtersatz

Wohnkosten

100 %

-

Telefon, TV- und Radiogebühren für

100 %

-

den Privathaushalt

Ausgaben für Haushalt und Freizeit

100%

-

Bussen

100 %

-

Betrieb / Geschäft

Betriebshaftpflichtversicherung

100 %

-

Gebäude den Geschäftsvermögen

Gebäudeversicherung

100 %

zugeordnet.

Mobiliar den Geschäftsvermögen

Mobiliarversicherung

100 %

zugeordnet.

Kosten für im Geschäftsvermögen

bilanzierte Fahrzeuge (Leasing,

100 %

Buchung eines Privatanteils Ende

Reparaturen, Treibstoff, Steuern

Geschäftsjahr

und Versicherung, Abschreibungen)

Reise- und Repräsentationskosten

100 %

ebenso

28

*Darunter fallen

die Familienmitglieder des

Betriebsinhabers, die keinen Arbeitsvertrag mit

Erträge aus Wertschriften und anderen Ka-

dem Betrieb abgeschlossen haben.

pitalanlagen

**Bezogene Taggelder sind unter Ziffer 240 der

Wertschriftenerträge und sonstige Erträge aus

Steuererklärung einzutragen.

Kapitalanlagen, die zum Geschäftsvermögen

gehören, müssen vom Einkommen aus

Zuwendungen

an gemeinnützige

selbständiger Tätigkeit abgezogen und im

Institutionen

Wertschriftenverzeichnis (Formular 5A)

aufgeführt werden. Dies ist notwendig, damit die

Von den Einkünften abgezogen werden auch

steuerpflichtige Person sein Recht auf

Zuwendungen an juristische Personen mit Sitz

Anrechnung idie Verrechnungssteuer verlangen

in der Schweiz, die im Hinblick auf ihre

kann.

öffentlichen oder gemeinnützigen Zwecke von

der Steuerpflicht befreit sind, wenn diese

Zuwendungen

  1. a) im Falle der Staatssteuer 10 % max. des

Nettoertrags (Art. 32 Abs. 1 Bst. d des

jurassischen

Steuergesetzes) und

  1. b) im Falle der direkten Bundessteuer 20 %

max. des Nettoertrags (Art. 33a DBG). Die

Belege sind beizulegen.

29

4. Weisungen betreffend den Umfang von Abschreibungen

Der Umfang der Abschreibungen und zulässigen Rückstellungen richtet sich nach den am 1. Januar 2002 in Kraft getretenen Weisungen der jurassischen Regierung, die im Journal Officiel Nr. 41 vom 20. November 2002

5. Unternehmenssteuerreform II

Nach dem Inkrafttreten der

Unternehmenssteuerreform II (USTR II) am

1. Januar 2011 gelten die nachfolgenden

gesetzlichen Vorschriften.

a. Liquidationsgewinn bei Selbständig-

erwerbenden:

Gesetzliche Grundlage, Stufe Bund

Art. 37b DBG

  • Wird die selbständige Erwerbstätigkeit nach dem vollendeten 55. Altersjahr oder wegen Unfähigkeit zur Weiterführung infolge Invalidität definitiv aufgegeben, so ist die Summe der in den letzten zwei Geschäftsjahren realisierten stillen Reserven getrennt vom übrigen Einkommen zu besteuern.

  • Einkaufsbeiträge gemäss Art. 33 Abs. 1 Bst. d sind abziehbar. Werden keine solchen Einkäufe vorgenommen, so wird die Steuer auf dem Betrag der realisierten stillen Reserven, für den der Steuerpflichtige die Zulässigkeit eines Einkaufs gemäss Art. 33 Abs. 1 Bst. d DBG nachweist, zu einem Fünftel der Tarife nach Art. 36 berechnet.

  • Für die Bestimmung des auf den Restbetrag der realisierten stillen Reserven anwendbaren Satzes ist ein Fünftel dieses Restbetrages massgebend, es wird aber in jedem Falle eine Steuer zu einem Satz von mindestens 2 Prozent erhoben.

  • Diese Bestimmung gilt auch für den überlebenden Ehegatten, die anderen Erben und die Vermächtnisnehmer, sofern sie das übernommene Unternehmen nicht fortführen; die steuerliche Abrechnung erfolgt spätestens fünf Kalenderjahre nach Ablauf des Todesjahres des Erblassers.

.

30

publiziert wurden. Er orientiert sich überdies am Merkblatt über Abschreibungen auf dem Anla- gevermögen land- und forstwirtschaftlicher Be- triebe (Merkblatt A / 2001).

Gesetzliche Grundlage, Stufe Kanton

Art. 36a jurassisches Steuergesetz

  • "wird die selbständige Erwerbstätigkeit nach

(…)" = Text vom Art. 37b DBG

  • Einkaufsbeiträge gemäss Art. 31 Bst. a sind

abziehbar. Werden keine solchen Einkäufe vorgenommen, so wird die Steuer auf dem Betrag der realisierten stillen Reserven, für den der Steuerpflichtige die Zulässigkeit eines Einkaufs gemäss Art. 31 Bst. a nachweist, in gleicher Weise wie bei Kapitalleistungen aus Vorsorge gemäss Art. 37 erhoben.

  • Für die Bestimmung des auf den Restbetrag der realisierten stillen Reserven anwendbaren Satzes ist die Hälfte dieses Restbetrages massgebend, es wird aber in jedem Falle eine Steuer zu einem Satz von mindestens 2 Pro- zent erhoben.

– Diese Bestimmung gilt auch für den überlebenden Ehegatten, die anderen Erben und die Vermächtnisnehmer, sofern sie das übernommene Unternehmen nicht fortführen; die steuerliche Abrechnung erfolgt spätestens fünf Kalenderjahre nach Ablauf des Todesjahres des Erblassers.

Gemäss DBG und der Verordnung vom

17. Februar 2010 über die Besteuerung der

Liquidationsgewinne bei definitiver Aufgabe der selbständigen Erwerbstätigkeit (LGBV) gelten folgende Anwendungsvoraussetzungen:

Definitive Aufgabe der selbständigen Erwerbstätigkeit

Vollendetes 55. Altersjahr bei Aufgabe der selbständigen Tätigkeit

oder

Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 2 IVG (Kausalzusammenhang zwischen der Aufgabe der selbständigen Erwerbstätigkeit und der Invalidität).

Die reduzierte Besteuerung von Liquidationsgewinnen kann je nach Angaben im Akte auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen:

  • Schematische Darstellung des Liquidationsgewinns (ohne Einkauf BVG und fiktiven Einkauf)

Separate Besteuerung Direkte Bundessteuer : 1/5 für den Satz (min. 2%) Liquidations- Kanton: ½ für den Satz (min. 2%) gewinn

Gesamt- einkommen Ordentliches Ordentliche Besteuerung Einkommen

Ordentlicher Einkauf – wichtigste Begriffe

Ist die steuerpflichtige Person einer Vorsorgeeinrichtung angeschlossen, so kann sie sich im Liquidationsjahr und im Vorjahr im Rahmen der üblichen Bestimmungen in die Vorsorgeeinrichtung einkaufen (Art. 4 Abs. 1 LGBV).

Die Berechnung erfolgt gemäss BVG-Reglement, das sich nach den Bestimmungen der BVV 2 richtet (SR 831.441.1).

Der Einkauf kann von den Einkünften abgezogen werden. (Art. 33 Abs. 1 Bst. d DBG; Art. 4 Abs. 2 LGBV).

Ein Beitragsüberhang reduziert den Liquidationsgewinn: Der Einkauf wird zuerst vom ordentlichen Einkommen und danach vom Liquidationsgewinn abgezogen (Art. 4 Abs. 3 LGVB).

31

  • Schematische Darstellung des Liquidationsgewinns (mit Einkauf BVG)

Separate Besteuerung Direkte Bundessteuer : 1/5 für Liqui-da- den Satz (min. 2%) tions- Kanton: ½ für den Satz (min. 2%) Liqui- gewinn ) dations- gewinn Einkauf 2. abziehbare Priorität des Gesamt- BVG Liquidationsgewinns ein- kommen Ordent- Abzug zuerst vom or- Einkauf liches Ein- dentlichen Einkommen BVG kommen

Fiktiver Einkauf – wichtigste Begriffe Der fiktive Einkauf ist ein ausschliesslich im Bereich Steuern verwendeter Begriff und im Vorsorgerecht gänzlich unbekannt. Es handelt sich um eine Option, die die steuerpflichtige Person ausüben kann, nicht um eine Pflicht (Art. 5 Abs. 1 LGBV). Möchte die steuerpflichtige Person diese Option ausüben, muss sie das entsprechende Formular sowie alle notwendigen Belege für die Berechnung des fiktiven Einkaufs beibringen (Art. 5 Abs. 2 LGBV). Bei unvollständig ausgefüllten Unterlagen kann dem Antrag nicht stattgegeben werden. Die Option kann von allen Selbständigerwerbenden ausgeübt werden, unabhängig davon, ob sie einer Vorsorgeeinrichtung angeschlossen sind oder nicht (Kumulation ordentlicher Einkauf/fiktiver Einkauf: möglich). Das Formular zur Berechnung des fiktiven Einkaufs ist auf der JuraTax-CD sowie auf unserer Website http://www.jura.ch/DFI/CTR/Formulaires.html verfügbar.

  • Schematische Darstellung des Liquidationsgewinns (mit fiktivem Einkauf)

Ver- bleibender 3. Verfügung Separate Besteuerung Liquida- Direkte Bundessteuer : 1/5 für tions- den Satz (min. 2%) gewinn Kanton: ½ für den Satz (min. 2%) Liquidations- gewinn 2. Verfügung Besteuerung in Form von Fiktiver Kapitalleistungen Einkauf

Gesamt- einkommen 1. Verfügung Ordentliches Ordent- liches Ordentliche Besteuerung Einkommen Einkommen

32

  • Schematische Darstellung des Liquidationsgewinns (mit Einkauf BVG und fiktivem Einkauf)

3. Verfügung Separate Besteuerung

Ver-bleiben- Direkte Bundessteuer : 1/5 für der Liqui-da- den Satz (min. 2%) tions-gewinn Kanton: ½ für den Satz (min. 2%)

2. Verfügung

Fiktiver Besteuerung in Form von Kapi- Liquidations- talleistungen Einkauf gewinn Einkauf Abzug des restlichen Ein- BVG kaufsbetrags vom Liquidations- Gesamt- gewinn einkommen

1. Verfügung

Ordentliches Einkauf Ordentliche Besteuerung Einkommen BVG

Das Kreisschreiben Nr. 28 der ESTV vom 3. November 2010 enthält ebenfalls alle Informationen zur Behandlung des Liquidationsgewinns durch die direkte Bundessteuer.

b. Aufschubtatbestände bei selbständiger Erwerbstätigkeit

Gesetzliche Grundlage DBG

Art. 18a Aufschubtatbestände 1 Wird eine Liegenschaft des Anlagevermögens aus dem Geschäftsvermögen in das Privatvermögen überführt, so kann die steuerpflichtige Person verlangen, dass im Zeitpunkt der Überführung nur die Differenz zwischen den Anlagekosten und dem massgebenden Einkommenssteuerwert besteuert wird. In diesem Fall gelten die Anlagekosten als neuer massgebender Einkommenssteuerwert, und die Besteuerung der übrigen stillen Reserven als Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit wird bis zur Veräusserung der Liegenschaft aufgeschoben. 2Die Verpachtung eines Geschäftsbetriebs gilt nur auf Antrag der steuerpflichtigen Person als

Überführung in das Privatvermögen. 3Wird bei einer Erbteilung der Geschäftsbetrieb nicht von allen Erben fortgeführt, so wird die

Besteuerung der stillen Reserven auf Gesuch der den Betrieb übernehmenden Erben bis zur späteren Realisierung aufgeschoben, soweit diese Erben die bisherigen für die Einkommenssteuer massgebenden Werte übernehmen.

Art. 18a DBG wird im Kreisschreiben Nr. 26 der eidgenössischen Steuerverwaltung vom

16. Dezember 2009 behandelt.

  • Zusammensetzung des Verkehrswert einer Liegenschaft

Anlagekosten (Erwerbskosten einschliesslich wertsteigernde Ausgaben)

  • Buchungsabschreibungen

= Buchwert + Versteuerte stille Reserven = Massgebender Einkommenssteuerwert + Gewinn (wieder eingebrachte Abschreibungen + konjunktureller Wertzuwachs) oder Verlust (wieder eingebrachte Abschreibungen – Wertverlust) = Verkehrswert

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Kanton: keine Veränderung des Systems, das vor dem 1. Januar 2011 praktiziert wurde. (Kanton Jura : Monistsystem am Grundstückgewinn).

Verkehrswert (Verkaufspreis) Konjunktureller Grundstückgewinn- Wertzuwachs → steuer (beim Verkauf des Gebäudes) (Grundstückgewinn)

Anlagekosten

Struktureller Wertzu- Einkommenssteuer wachs (bei der Übertragung) Massgebender Einkommenssteuer- (wieder eingebrachte Abschreibungen) → wert (Buchwert und versteuerte stille Reser- ven)

Anwendungsvoraussetzungen von Art. 18 a Abs. 1 DBG

1. Die steuerpflichtige Person muss den Aufschub mit dem entsprechenden Formular („Différé d’im- position IFD“) formell beantragen.

2. Übertragung einer Liegenschaft des Anlagevermögens vom Geschäfts- ins Privatvermögen

⎝ Bei der Übertragung: die wieder eingebrachten Abschreibungen werden als Einkommen besteuert

⎝ Beim Verkauf: der Wertzuwachsgewinn wird als Einkommen besteuert

Direkte Bundessteuer

Der Steuerpflichtige hat die Wahl zwischen

  • dem aktuellen System

Verkehrswert (amtlicher Wert) Konjunktureller Wertzuwachs (Grundstückgewinn)

Einkommenssteuer Anlagekosten → (bei der Übertragung)

Massgebender Struktureller Wert- Einkommenssteuerwert zuwachs (wieder (Buchwert und versteuerte stille eingebrachte Ab- Reserven schreibungen)

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  • oder auf schriftlichen Antrag

Verkehrswert (Verkaufspreis) Einkommenssteuer Konjunktureller beim Verkauf des Wertzuwachs (Grundstückgewinn) → Gebäudes (aufgeschobene Versteuerung)

Anlagekosten

Struktureller Wert- Einkommens- Massgebender Einkommenssteuerwert zuwachs (wieder einge- → steuer (sofortige brachte Abschrei- Versteuerung) (Buchwert und versteuerte stille bungen) Reserven)

Das Formular „Différé d'imposition IFD“ ist auf der JuraTax-CD sowie auf unserer Website http://www.jura.ch/DFI/CTR/Formulaires.html verfügbar. Die Datenanalyse von der Finanzverwaltung bleibt bei der Besteuerung reserviert.

c. Ersatzbeschaffung von Gegenständen des betriebsnotwendigen Anlagevermögens

Der Begriff „Ersatzbeschaffung“ wird im Anschluss an die USTR II etwas flexibler aufgefasst:

Direkte Bundessteuer

Art. 30 Abs. 1 „Werden Gegenstände des betriebsnotwendigen Anlagevermögens ersetzt, so können die stillen Reserven auf die als Ersatz erworbenen Anlagegüter übertragen werden, wenn diese eben- falls betriebsnotwendig sind und sich in der Schweiz befinden. Vorbehalten bleibt die Besteue- rung beim Ersatz von Liegenschaften durch Gegenstände des beweglichen Vermögens.“

Kanton

Art. 28 Abs. 1 „Werden bewegliche Gegenstände des betriebsnotwendigen Anlagevermögens er- setzt, so können die stillen Reserven auf die als Ersatz erworbenen Gegenstände übertragen werden, wenn diese ebenfalls betriebsnotwendig sind und sich in der Schweiz befinden. Vorbehalten bleibt die Besteuerung beim Ersatz von Liegenschaften durch Gegenstände des beweglichen Vermö- gens.27)63“

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