Wegleitung 2008
KANTONALE STEUERVERWALTUNG
KANTON WALLIS
Wegleitung zum Ausfüllen der Steuererklärung 2008 Sehr geehrte Damen und Herren,
Wir ersuchen Sie, Ihre Steuererklärung auszufüllen und bis spätestens am 31. März 2009 bei Ihrer Gemeindeverwaltung einzureichen.
Bei der direkten Bundessteuer sind die Sofortmassnahmen im Bereich der Ehepaarbesteuerung in Kraft getreten. Ehegatten, die im gemeinsamen Haushalt leben und beide ein Erwerbseinkommen erzielen, können vom niedrigeren Erwerbseinkommen 50%, jedoch mindestens Fr. 7´600 und höchstens Fr. 12´500 in Abzug bringen. Zudem wird den Ehepaaren, die im gemeinsamen Haushalt leben, ein Abzug von Fr. 2´500 Franken gewährt.
Bezüglich den Kantons- und Gemeindesteuern hat der Grosse Rat beschlossen, die Hilfstabellen der Kantonssteuern um 10 % zu korrigieren, um der kalten Progression Rechnung zu tragen. Ausserdem wurden die Pauschal- und die Sozialabzüge gemäss den Artikeln 29 und 31 sowie die Mindest- und Höchstbeträge nach den Artikeln 32, Absatz 3 und 178, Absatz 3 dem Index der Konsumentenpreise angepasst.
Wir bitten Sie, Ihre Steuererklärung mit dem Programm VSTax auszufüllen, welches Ihnen kostenlos zur Verfügung steht. Dieses Computerprogramm ist nur über das Internet verfügbar. Wenn Sie dieses Programm verwenden, müssen Sie zwingend das Blatt mit dem Barcode unterschreiben und zurücksenden.
Für zusätzliche Auskünfte können Sie sich an die kantonale Steuerverwaltung oder an die Steuerabteilung Ihrer Wohnsitzgemeinde wenden.
Freundliche Grüsse KANTONALE STEUERVERWALTUNG
Wegleitung + Zusatzwegleitung für Selbstständige
Zum Ausfüllen der Steuererklärung steht Ihnen gratis ein Programm unter folgender Internet-Adresse zur Verfügung: 1 www.vs.ch/vstax Unter dieser Adresse können Sie das erwähnte Programm herunterladen. Dort finden Sie alle nötigen Informationen für dessen Benützung.
Inhaltsverzeichnis
KSt + GSt = Kantons- und Belege sind der Hinweis in Hinweis Gemeindesteuer Steuererklärung der Steuer- in der dBSt = direkte beizulegen* erklärung Weg- Bundessteuer leitung WS = Wegleitung für Selbständige Ziffern Seiten
Steuererklärung 2008 4–6 Allgemeines + Fristen 6+7 Steuerpflicht 7–8 Einkünfte im In- und Ausland (unterjährige Steuerpflicht) 8–9 Personalien, Berufs- und Familienverhältnisse 10
Erwerbseinkommen / Renten | |||
Selbständige Tätigkeit | Bilanz, Betriebsrechnung* | 1a + 1b | WS |
Landwirtschaft | Landwirtschafts-Beilage* | 2 | 11 + 35 |
Unselbständige Tätigkeit | Lohnausweise* | 3 | 11 + 12 |
Nebenerwerb | 4+5 | 12 | |
AHV- und IV-Renten | Erste Rente: Kopie der Renten- | ||
verfügung / Postabschnitt | 6 | 13 | |
Pensionen, Ruhegehälter | |||
und andere Renten | Bestätigung der Stiftung* | 6 | 13 + 25 |
Erwerbsausfallentschädigung Bestätigung der Versicherung | |||
/Arbeitslosenkasse | 7 | 13 | |
Andere Einkommen | |||
Kapitalleistungen | Bestätigung der Stiftung* | 10 | 14 |
Ertrag aus Liegenschaften | 11 | 15 - 17 | |
Ertrag aus Wertschriften | |||
und Guthaben | Bankbestätigungen* | 12 | 18 |
Einkommen aus Erbschaften | 13 | 19 | |
Alimente und Unterhaltsbeiträge Kopie des Urteils oder der | |||
Vereinbarung* | 14 | 20 | |
Leibrenten | Leibrentenvertrag* | 15 | 25 |
Sonstige Einkommen | 15 | 20 | |
Kapitalleistungen getrennte KSt + GSt 10 + 25h | 14 | |
Besteuerung | dBSt 10 + 27j | 14 |
Lotteriegewinne | KSt + GSt 12 + 25i dBSt 12c | 18 18 |
Permis B | 8 | |
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Abzüge | ||
Selbständige Gewinn- und Verlustrechnung* | WS | |
Detail der allgemeinen Kosten | ||
Berufsauslagen für Lohnbezüger | 19+Beilage 2 | 21 + 22 |
Schuldzinsen Bankbestätigung* | 17 | 20 |
Liegenschaftskosten Pauschal | 11 | 17 |
Effektive Unterhaltskosten* | Beilage 2 | 16 |
Kosten für | ||
Energiesparmassnahmen* | Beilage 2 | 17 |
Aufwendungen für Wertschriften- | ||
verwaltung | 18 | 20 + 21 |
Beiträge inkl. Einkauf 2. Säule | 21 | 23 |
Beiträge Säule 3a Bestätigungen der Bank und | ||
Versicherungsgesellschaften* | 22 | 23 + 24 |
Sonstige Abzüge | 20 | 23 |
Persönliche Abzüge KSt dBSt KSt+dBSt GSt GStn Kinderlasten 25a 27e 24/28 Unterstützungspflichtige Personen Bestätigung 25b 27e 24/28 Kinderbetreuungskostenabzug 25c --- 24/--- Kosten für Internat oder Gast- familie (Orientierungs- u. Mittelschüler) Bestätigung 25d --- 24/--- Zweitverdienerabzug 25e 27g 24/28 Pensionen und andere Renten 25f 27h 25/28 Bezahlte Unterhaltsbeiträge Kopie des Urteils / Vereinbarung* 25g 27d 25/27 Lotteriegewinne 25i --- 18 Prämien und Beiträge für Lebens-, Unfall- und Krankenversicherung sowie Zinsen von Sparkapitalien 25j 27i 25/29 Krankheits-, Unfall- und behinderungsbedingte Kosten Zahlungsquittungen* 25k 27b 25/27 Abzug für AHV- & IV-Rentner für Pflege- und Krankenheimkosten Bestätigung d. Heimkosten 25l --- 26/--- Zuwendungen an jur. Personen Datierte Namenliste / Quittungen* 25m 27c 26/27 Einkommen von Lehrlingen und Studenten 25n --- 26/---
Vermögen | KSt+GSt | KSt+GSt |
Steuerwerte von Liegenschaften Gemäss Gemeindekataster | 29 | 30 |
Bewegliches Geschäftsvermögen Gemäss Bilanz | 30 | WS |
Wertschriften und Kapitalanlagen Gemäss Wertschriftenverzeichnis* | 32 | 30 |
Privatfahrzeuge und Sonstiges | 33 | 31 |
Lebensversicherungen Rückkaufswert | 34 | 31 |
Schulden Bankbestätigungen | 36 – 38 | 31 |
Sonderabzug | 39 | 31 |
Verschiedenes Strafbestimmungen 32 Ergänzende Auskünfte 44
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SteuerERKLÄRUNG 2008
Sehr geehrte Damen und Herren Am 13. September 2001 hat der Grosse Rat des Kantons Wallis die Änderung des Steuerge- setzes betreffend die einjährige Postnumerandobesteuerung, Koordination und Vereinfachung des Veranlagungsverfahrens, angenommen. Damit erfolgte ab 1. Januar 2003 bei der Einkom- mens- und Vermögenssteuer des Kantons, der Gemeinden und des Bundes der Wechsel von der zweijährigen Vergangenheitsbemessung zur jährlichen Steuerperiode mit Gegenwarts- bemessung (Postnumerandobesteuerung). Die einjährige Gegenwartsbesteuerung bedeutet:
Steuerperiode und Bemessungsperiode sind identisch;
Ihre Einkommenssteuern für die Steuerperiode 2008 entrichten Sie nach den Einkünften, die Sie im Kalenderjahr 2008 erzielen;
Ihre Vermögenssteuern bemessen sich nach dem Vermögen, das Sie am Ende des Kalen- derjahres am 31. Dezember 2008 besitzen.
Steuerveranlagungen nach diesem System können zwangsläufig nur nach Ablauf des Kalen- derjahres endgültig vorgenommen werden, weil erst dann alle notwendigen Einkommens- und Vermögensbestandteile bekannt sind. Dies hat zur Folge, dass in der Steuerperiode selbst die Steuern nur provisorisch bezogen werden können. Auf Grund der Veranlagung erfolgt später der definitive Bezug. Die Veranlagungsverfügungen werden nicht mehr gleichzeitig an alle steuerpflichtigen Personen verschickt, sondern der Versand erfolgt dem Gang der Veranlagungsarbeiten entsprechend fortlaufend. Dasselbe gilt für die Schlussabrechungen.
Zivilstandsänderungen Massgebend ist der Zivilstand am 31. Dezember der Steuerperiode.
Bei Heirat in der Steuerperiode 2008 werden die Ehegatten für die ganze Steuerperiode gemeinsam als verheiratet besteuert. Dementsprechend haben die Ehegatten für die Steuerperiode 2008 eine gemeinsame Steuererklärung 2008 einzureichen.
Bei Scheidung, gerichtlicher oder tatsächlicher Trennung erfolgt die Besteuerung für die ganze Periode getrennt nach den Vorschriften über allein stehende Personen. Dem- entsprechend haben sie für die Steuerperiode 2008 je eine separate Steuererklärung 2008 einzureichen.
Bei Tod eines Ehegatten wird das Ehepaar bis zum Todestag gemeinsam veranlagt. Der Tod stellt das Ende der Steuerpflicht beider Ehegatten dar und gilt als Beginn der Steuer- pflicht für den überlebenden Ehegatten.
Wenn das Kind während der Steuerperiode mündig wird, ist es ab Beginn des Jahres sepa- rat als Volljährig zu besteuern.
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Wohnsitzwechsel in einen anderen Kanton oder ins Ausland im Jahre 2008 Massgebend sind die Verhältnisse am 31. Dezember der Steuerperiode.
Bei Wegzug im Jahre 2008 in einen anderen Kanton endet die Steuerpflicht im Kanton Wallis am Ende des Jahres 2007. Die Kantons- und Gemeindesteuern sowie die direkte Bundessteuer werden für das ganze Jahr 2008 vom Kanton erhoben, wo sich am 31. De- zember 2008 der Wohnsitz befindet. Allfällige schon bezahlte Akontozahlungen werden der steuerpflichtigen Person ohne Zins zurückerstattet.
Bei definitivem Wegzug im Jahre 2008 ins Ausland endet die Steuerpflicht sowohl für die Kantons- und Gemeindesteuer wie auch für die direkte Bundessteuer mit dem Weg- zugsdatum. Eine Steuererklärung muss auf der Grundlage der Einkommen zwischen dem Beginn des Jahres und dem Datum des Wegzugs erstellt werden. Das Wegzugsdatum ist ebenfalls massgebend für die Personalien, die Familienverhältnisse und das Vermögen (Ende der Steuerpflicht)
Zuzüger im Jahre 2008 aus einem anderen Kanton sind für das ganze Jahr 2008 für die Kantons- und Gemeindesteuer sowie die direkte Bundessteuer im Kanton Wallis (Wohn- sitz am 31. Dezember) steuerpflichtig. In der Steuererklärung 2008 ist somit das gesamte im Jahre 2008 erzielte Einkommen zu deklarieren.
Bei Zuzug im Jahre 2008 aus dem Ausland beginnt die Steuerpflicht für die Kantons- und Gemeindesteuer sowie für die direkte Bundessteuer mit dem Zuzugsdatum. Die Steu- erpflichtigen haben in der Steuererklärung 2008 das ab dem Zuzugsdatum bis zum 31. Dezember 2008 erzielte Einkommen zu deklarieren sowie die Personalien, Familienver- hältnisse und das Vermögen am 31. Dezember 2008.
Wie fülle ich eine Steuererklärung aus? Das Ausfüllen der Steuererklärung ist mit dem jährlichen Besteuerungssystem wesentlich ein- facher. Um Ihnen die Arbeit zu erleichtern, empfehlen wir Ihnen folgendes Vorgehen:
1. Bevor Sie an die eigentliche Arbeit gehen, besorgen Sie sich folgende Unterlagen:
Lohnausweise;
die Bilanzen sowie Gewinn- und Verlustrechnungen;
Bescheinigungen über Renten und Pensionen (AHV/IV, Vorsorgeeinrichtungen, Leibren- ten usw.) und Erwerbsausfallentschädigungen (Militärdienst, Krankheit, Unfall, Arbeits- losigkeit usw.);
Bankbelege über Einkommen aus Wertschriften (Sparhefte, Kontokorrente), Schulden- und Schuldzinsausweise;
Bescheinigungen über Beiträge an anerkannte Formen der gebundenen Selbstvorsorge (Säule 3a) und für Lebensversicherungsprämien;
andere Unterlagen, die Sie der Steuererklärung beilegen wollen.
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2. Um allfällige Fehler zu vermeiden, raten wir Ihnen, erst die Doppel für die steuerpflichtige
Person und danach die Originale auszufüllen.
3. Es empfiehlt sich, zuerst die verschiedenen Beilagen zur Steuererklärung auszufüllen:
Verzeichnis der Wertschriften und sonstigen Kapitalanlagen, Verzeichnis der Liegenschaf- ten, Erwerbseinkommen aus Landwirtschaft sowie andere Ihrer Steuererklärung beigeleg- te Formulare.
4. Anhand der bereitgelegten Unterlagen beginnen Sie nun mit dem Ausfüllen der eigent- lichen Steuererklärung 2008. Die vorliegende Wegleitung enthält die notwendigen Anwei- sungen für die verschiedenen Ziffern der Steuererklärung und die Beilagen.
5. Die Steuererklärung ist von der steuerpflichtigen Person persönlich zu unterzeichnen.
Ehegatten, die in rechtlich und tatsächlich ungetrennter Ehe leben, unterschreiben die Steuererklärung gemeinsam. Beachten Sie bitte, dass auch die Beilagen vollständig aus- gefüllt und gegebenenfalls unterzeichnet sein müssen.
Für Ihre sorgfältig und vollständig ausgefüllte Steuererklärung danken Ihnen die Steuerbehörden im Voraus bestens. Sie ersparen sich dadurch Umtriebe durch Rückfragen und tragen so zu einer Beschleunigung des Veranlagungsverfahrens bei.
ALLGEMEINES
Weshalb sind wir steuerpflichtig? Aufgrund Ihres Wohnsitzes in einer Gemeinde des Kantons oder infolge anderer durch das Gesetz vorgesehener Gründe wie Aufenthalt, Eigentum oder Nutzniessung an Liegenschaften usw. sind Sie der Steuerpflicht im Kanton Wallis unterstellt. Wenn Sie glauben, Sie seien in unserem Kanton nicht steuerpflichtig, so müssen Sie uns die Steuererklärung unter Darlegung der Gründe zurückschicken.
Gesetzliche Grundlage Die Kantonssteuer wird in Anwendung des Gesetzes vom 10. März 1976 (StG) erhoben. Die Bundessteuer beruht auf dem Bundesgesetz vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bun- dessteuer (DBG).
Neue Steuerpflichtige (2008) Die steuerpflichtige Person, die im Jahre 2008 ihre Erwerbstätigkeit aufnahm oder eine Lehre begann, volljährig wurde, von einem anderen Kanton oder aus dem Ausland in den Kanton Wallis zog oder zum ersten Mal in unserem Kanton steuerpflichtig wurde, hat ebenfalls die Steuererklärung 2008 auszufüllen.
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Einreichungsfrist für die Steuererklärung Die Steuererklärung muss unterzeichnet und mit sämtlichen erforderlichen Beilagen bis zum
31. März 2009 bei der Gemeindeverwaltung abgegeben werden. Sollte Ihnen dies nicht
möglich sein, kann eine Fristverlängerung beantragt werden. Dazu genügt es die Bearbeitungsgebühr von Fr. 20.- mit dem Einzahlungsschein, welcher der Steuererklärung beigelegt ist (angeheftet am Wertschriftenverzeichnis), vor dem 31. März 2009 zu überweisen. EIN SCHRIFTLICHES GESUCH IST NICHT NÖTIG, DIE FRISTGERECHTE ZAHLUNG ALLEIN GENÜGT. Mit diesem System wird allen Steu- erpflichtigen ohne selbständige Erwerbstätigkeit grundsätzlich eine Frist bis am 31. Juli 2009 und denjenigen mit einer selbständigen Haupterwerbstätigkeit bis am 30. September 2009 gewährt.
ACHTUNG: Wenn Sie Ihre Steuererklärung durch einen Vertreter (Treuhandhandbüro oder andere) ausfüllen lassen, hat dieser die Möglichkeit selbst ein Fristverlängerungsgesuch einzu- reichen. In diesem Fall ist es nicht nötig den beigelegten Einzahlungsschein zu benutzen. Neh- men Sie bitte rechtzeitig mit Ihrem Vertreter Kontakt auf, um unnötige Kosten zu ersparen. Die Mahnungen für das Nichteinreichen der Steuererklärung werden allen Steuerpflichtigen zugestellt, welche die Steuererklärung nicht innert der gewährten Frist eingereicht haben und keine Fristverlängerung durch die Zahlung der Gebühr mit beigelegtem Einzahlungsschein verlangt haben. Durch dieses neue System vereinfachen wir dem Steuerpflichtigen das Einreichen eines Frist- verlängerungsgesuches. Hingegen sind wir gezwungen, durch die jährliche Veranlagung, das Verfahren strikte anzuwenden; d.h. die Mahnungen und die Bussen werden regelmässig zu- gestellt. Mit dem Einzahlungsschein zusammen finden Sie einen Informationstext sowie das Datum der Ihnen persönlich zugestandenen Fristverlängerung. Diese entspricht Ihrer beruflichen Tä- tigkeit, wie sie unserer Dienststelle bekannt ist.
Folgen bei Nichteinreichen Steuerpflichtige, die ihre Steuererklärung nicht innerhalb der angegebenen Frist einreichen, werden mittels Mahnung aufgefordert, dies innert einer angemessenen Frist nachzuholen. Wird die Steuererklärung trotz der Mahnung nicht abgegeben, so wird die steuerpflichtige Person mit einer Ordnungsbusse bestraft, welche im Wiederholungsfall bis zu Fr. 10’000.- betragen kann.
STEUERPFLICHT
Allgemeine Richtlinien Der Steuerpflicht im Kanton unterliegen natürliche Personen:
die Wohnsitz haben;
die Aufenthalt haben;
die weder Wohnsitz noch Aufenthalt haben, aber in wirtschaftlicher Zugehörigkeit sind, wie Inhaber, Teilhaber oder Nutzniesser von geschäftlichen Betrieben im Kanton, im Kan- ton Betriebsstätten unterhalten, Eigentum an Grundstücken im Kanton haben, usw.
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Besondere Richtlinien
Bei Verheirateten ist unter «steuerpflichtige Person» beide Ehegatten zu verstehen.
Die eingetragene Partnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare wird gleich behandelt wie die Ehe. Die in der Steuererklärung und der Wegleitung verwendeten Begriffe wie verhei- ratet, getrennt, geschieden, verwitwet oder Ehe, Ehegatten, Ehemann und Ehefrau gelten sinngemäss für die eingetragene Partnerschaft.
Unverteilte Erbschaften (Erbengemeinschaften) sind von den einzelnen Erben, Beteili- gungen an Kollektiv-, Kommandit- oder einfachen Gesellschaften von den Gesellschaf- tern anteilmässig zu versteuern.
Der Nutzniesser hat das Nutzniessungsvermögen und den Ertrag daraus zu versteuern.
Steuerpflicht ausländischer Arbeitnehmer Allgemeine Richtlinien Ausländische Arbeitnehmer, welche die fremdenpolizeiliche Niederlassungsbewilligung nicht besitzen, im Kanton jedoch steuerrechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt haben, werden für die Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit einem Steuerabzug an der Quelle unterworfen. Ausnahmefälle
a) Ehegatten, die in rechtlich und tatsächlich ungetrennter Ehe leben, werden im ordentlichen Verfahren veranlagt, wenn einer der Ehegatten das Schweizer Bürgerrecht oder die Nie- derlassungsbewilligung besitzt.
b) Übersteigt das jährlich der Quellensteuer unterliegende Bruttoeinkommen des Steuer- pflichtigen oder seines im gemeinsamen Haushalt lebenden Ehegatten den Betrag von Fr. 120 000.–, wird nachträglich eine ordentliche Veranlagung durchgeführt. Die an der Quelle abgezogene Steuer wird dabei angerechnet.
Besondere Richtlinien
Die der Quellensteuer unterliegenden Personen werden für Vermögen und für Einkommen, das dem Steuerabzug an der Quelle nicht unterworfen ist, im ordentlichen Verfahren veranlagt.
Alle Steuerpflichtigen mit einer Aufenthaltsbewilligung B haben eine ordentliche Steuererklärung einzureichen. Wenn das gesamte Einkommen vollständig der Quel- lensteuer unterliegt, ist dies unter der Rubrik «Bemerkungen des Steuerpflichtigen» zu vermerken. Die Steuererklärung ist zu datieren und zu unterzeichnen.
Zusätzliche Hinweise betreffend der Quellenbesteuerung können bei der kantonalen Steuer- verwaltung, Sektion Spezialsteuern, Sitten, einverlangt werden (Tel. 027 606 25 01)
EINKÜNFTE IM IN- UND AUSLAND Vorbemerkungen Der Einkommenssteuer unterliegen alle wiederkehrenden und einmaligen in- und auslän- dischen Einkünfte aus Erwerbstätigkeit, Sozial- und anderen Versicherungen, beweglichem und unbeweglichem Vermögen und weiteren Einkommensquellen. Zur Ermittlung des steuerbaren Einkommens für die betreffende Steuerperiode wird immer das effektiv erzielte Einkommen des gleichen Jahres herangezogen. Zuzüger aus anderen Kantonen sind für die ganze Steuerperiode im Kanton Wallis steu- erpflichtig. In der Steuererklärung 2008 ist somit das gesamte im Jahr 2008 erzielte Einkommen zu deklarieren.
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Regelmässig fliessende Einkünfte wie das laufende Erwerbseinkommen aus unselbständi- ger und selbständiger Erwerbstätigkeit, damit zusammenhängende Ersatzeinkünfte, in regel- mässigen Abständen fliessende Renten aller Art oder der Liegenschaftsertrag aus Vermietung oder Eigennutzung usw. werden von der Steuerverwaltung für die Ermittlung des Steuersatzes auf zwölf Monate umgerechnet. Die Umrechnung erfolgt nach der Dauer der Steuerpflicht. Nicht regelmässig, d.h. während der Steuerperiode nur einmal fliessende Einkünfte wie Kapitalabfindungen für wiederkehrende Leistungen, Treueprämien, Jahresgratifikationen, Li- quidationsgewinne, Dividenden, Jahrescoupons von Obligationen und Jahreszinsen aus Spar- guthaben werden dagegen nicht umgerechnet. Eine Steuerpflicht aufgrund wirtschaftlicher Zugehörigkeit von Geschäftsbetrieben, Betriebsstätten oder Grundstücken im Kanton besteht für die gesamte Steuerperiode, auch wenn sie im Laufe des Jahres begründet, verändert oder aufgehoben wird. In diesem Falle wird der Wert der Vermögensobjekte im Verhältnis zur Dau- er dieser Zugehörigkeit gewichtet.
Beispiel einer unterjährigen Steuerpflicht:
Zuzug der steuerpflichtigen Person per 1. März 2008 aus dem Ausland und Aufnahme der unselbstständigen Erwerbstätigkeit am 1. Juni 2008:
steuerbar Satzbestimmend (berechnet durch Steuerverwaltung) Lohn 1.6. - 31.12. Fr. 26’600.– Fr. 31’920.– Wertschriftenertrag (fällig am 28.2.) –.– –.– Wertschriftenertrag (fällig am 30.9.) Fr. 300.– Fr. 300.– Bonus (Dez.) Fr. 1’000.– Fr. 1’000.– Total Einkommen Fr. 27’900.– Fr. 33’220.–
Erläuterung: Das nach dem Zuzug und damit während 10 Monaten erzielte Erwerbseinkommen stellt regel- mässig fliessendes Einkommen dar und ist für die Satzbestimmung auf zwölf Monate umzu- rechnen (Fr. 26 600.- x 12 : 10 = Fr. 31 920.-). Der am 28.2. fällige Wertschriftenertrag wurde nicht während der Dauer der Steuerpflicht im Kanton erzielt und wird für die Steuerberech- nung und die Satzbestimmung nicht berücksichtigt. Der am 30.9. fällige Wertschriftenertrag und der im Dezember ausbezahlte einmalige Bonus fallen unter die hiesige Steuerpflicht, wären bei ganzjähriger Steuerpflicht aber nicht höher ausgefallen. Deshalb sind sie für die Ermittlung des Steuersatzes nicht umzurechnen, sondern wie effektiv zugeflossen zu berück- sichtigen.
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PERSONALIEN, BERUFS- UND FAMILIENVERHÄLTNISSE (erste Seite der Steuererklärung)
Wir bitten Sie, die erste Seite der Steuererklärung genau und vollständig auszufüllen. Alle auf der ersten Seite bereits ausfüllten Angaben sind zu ergänzen oder zu korrigieren. Die Steuerpflichtige Person hat Auskunft über ihre Personalien und ihre Berufs- und Famili- enverhältnisse zu geben; massgebend ist der Stand am 31. Dezember 2008 bzw. am Ende der Steuerpflicht.
Beispiel: Eine Änderung der Kinderzahl nach dem 31. Dezember 2008 hat auf die Sozialabzüge 2008 keinen Einfluss. Unerlässlich sind:
Geburtsdatum des Steuerpflichtigen, seiner Ehefrau und der Kinder
Bei der AHV-Nr. ist ganz links zu beginnen. Sofern die AHV-Nr. und die Daten richtig aufgedruckt sind, erübrigt es sich, diese nochmals einzutragen.
Wichtig: Der gemeinsame Versand steuerlicher Mitteilungen an Ehegatten im gleichen Haus- halt hängt von den genauen Angaben des Steuerpflichtigen auf Seite 1 der Steuererklärung ab, Rubrik «Gattin». Demzufolge ist es wichtig den Namen und Vornamen der Ehefrau anzugeben. Sofern die Frau den Mädchennamen beibehalten hat, ist dies zu vermerken.
Programm VSTAX09 Wenn Sie vorliegende Steuererklärung mit einem Informatikprogramm ausgefüllt haben, wer- den Sie nächstes Jahr im Sinne von Vereinfachungs- und Sparmassnahmen nur noch grund- sätzliche Informationen zu Ihrem Dossier erhalten. Zusätzlich wird Ihnen ein Einzahlungs- schein zugestellt, mit welchem Sie ein Fristverlängerungsgesuch für die Abgabe der Steuer- erklärung verlangen können.
Einkommen und Vermögen minderjähriger Kinder (d.h. am 31.12.2008 noch nicht 18 Jahre alt)
Arbeitseinkommen
Das Erwerbseinkommen minderjähriger Kinder wird getrennt besteuert. Das Kind muss deshalb eine eigene Steuererklärung ausfüllen. Dieses Einkommen umfasst auch das Ersat- zeinkommen des Kindes wie Taggelder von Arbeitslosen-, Kranken-, Unfall- und Invaliden- versicherungen, SUVA- und Invalidenrenten sowie Entschädigungen für bleibende Nachteile, auch wenn das Kind noch keine Erwerbstätigkeit ausgeübt hat.
Übriges Einkommen und Vermögen
Das übrige Einkommen (Kapitalertrag, Lotteriegewinne, Anteile an unverteilten Erbschaften usw.) und das Vermögen (Kapital, Liegenschaften usw.) der minderjährigen Kinder müssen vom Inhaber der elterlichen Sorge in seiner eigenen Steuererklärung angegeben werden. Unter dieses Einkommen fallen auch Ersatzeinkommen, die nicht in Verbindung mit der Er- werbstätigkeit stehen (z.B. Waisenrenten).
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BRUTTOEINKOMMEN
Ziffer 1a und 1b: Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit und Einkommen aus Personengesellschaften Siehe Zusatz‑Wegleitung für Selbständigerwerbende
Ziffer 2: Einkommen aus Landwirtschaft Allgemeine Bemerkung Gemäss Artikel 125 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer (DBG), müssen natür‑ liche Personen mit Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit, der Steuererklärung die unterzeichneten Jahresrechnungen oder, wenn eine kaufmännische Buchhaltung fehlt, Auf‑ stellungen über Einnahmen und Ausgaben beilegen.
Lit. a In dieser Rubrik ist das in der «vereinfachten Beilage für Landwirtschaftsbetriebe» errech‑ nete landwirtschaftliche Einkommen einzutragen. Diese vereinfachte Beilage ist nur für Betriebe zugelassen, die nicht buchführungspflichtig sind.
Wichtig:
a) Sämtliche Erntebestätigungen der Bruttoeinnahmen sind der «Beilage für Landwirt- schafts‑Betriebe» beizulegen.
b) Landwirtschaftsbetriebe, die buchführungspflichtig sind, haben eine nach kaufmännischer Art geführte Buchhaltung oder eine Aufzeichnung der Einnahmen und Ausgaben sowie Privatentnahmen und Privateinlagen zu erstellen.
Die Seiten 35 bis 43 dieser Wegleitung enthalten alle notwendigen Angaben über die Buchführung eines Landwirtschaftsbetriebes.
Lit. b Nach den Bestimmungen des Steuergesetzes (Art. 13) bilden die von Bund und Kanton an die Landwirte entrichteten Haushaltungs‑ und Kinderzulagen steuerbares Einkommen.
Ziffer 3: Erwerbseinkommen (Steuerpflichtige(r)‑Ehegattin) Der erhaltene Lohn ist auch dann zu deklarieren, wenn der Arbeitgeber den Lohnausweis seinem Angestellten nicht ausgehändigt hat. Das Bruttolohn- einkommen ist nach Abzug der Beiträge an die AHV/IV/EO/ALV/FZ/NBUV und an die berufliche Vorsorge (2. Säule) anzugeben.
Das Bruttoeinkommen aus einer unselbständigen Erwerbstätigkeit umfasst den Lohn, alle Ne‑ benbezüge wie Vergütungen für spezielle Leistungen, Kommissionen Zulagen, Treueprämien und Jubiläumsgeschenke, Gratifikationen, Trinkgelder, Tantiemen, andere geldwerte Vergüns‑ tigungen usw. Zum Einkommen gehören auch Spesenvergütungen, sofern diese die effektiv
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entstandenen Auslagen übersteigen. Als Spesenvergütungen gelten alle vom Arbeitgeber aus‑ gerichteten Entschädigungen für Auslagen, die dem Arbeitnehmer bei dienstlichen Verrich‑ tungen erwachsen. Für die Bewertung des Naturallohnes (Verpflegung und freie Wohnung) sind in der Regel die im Merkblatt N 2/2007 der ESTV «Naturalbezüge der Arbeitnehmer» aufgeführten Ansätze zu beachten.
Der Arbeitgeber ist verpflichtet, dem Arbeitnehmer einen Lohnausweis auszuhändigen. Lohnausweise können kostenlos bei der Gemeindeverwaltung bezogen werden. Unter dieser Ziffer sind alle bisher nicht deklarierten Einkünfte aus unselbständiger Erwerbstätigkeit zu deklarieren, wie z.B.:
Entschädigungen, welche im Nettolohn des Lohnausweises nicht enthalten sind.
Entschädigungen für Dienstleistungen für die Familie («Lidlohn»). Für die Ermittlung des Steuersatzes wird der Lidlohn durch die Anzahl Arbeitsjahre geteilt und in diesem Umfang den übrigen Einkommensbestandteilen zugerechnet.
Forschungsbeiträge gelten als Erwerbseinkommen, sofern diese nach Abzug der Ausla- gen eine Entschädigung für eigene Arbeitsleistung darstellen.
Preise und Beiträge, die für Arbeiten auf Ausschreibungen hin (z.B. Projekt oder Kunst- wettbewerbe) oder die aus zufallsunabhängigen Leistungswettbewerben (Sport, Architek- tur, Kunst usw.) erzielt werden, gelten als Erwerbseinkommen.
Ausbezahlte Leistungen durch die Arbeitslosenversicherung.
Ziffer 4: Nebenerwerb (Beilage 2) Anzugeben sind sämtliche Einkommen aus unselbständiger Nebenerwerbstätigkeit (Bar‑ und Naturalentschädigungen), aber nach Abzug der AHV/IV/EO/ALV/FZ/NBUV‑Beiträge. Zudem ist die Art der Nebenerwerbstätigkeit genau anzugeben. Für die AHV ist zwischen selbständigem und unselbständigem Nebenerwerb zu unterscheiden.
Unkostenabzug: In der Regel können ohne besonderen Nachweis 20% der Nettoeinkünfte, mindestens Fr. 800.– höchstens aber Fr. 2’400.– im Jahr, abgezogen werden. Höhere Abzüge sind zu detaillieren und auszuweisen. Wenn das Bruttoeinkommen weniger als Fr. 800.– pro Jahr beträgt, so kann nur dieser niedrigere Betrag abgezogen werden.
Ziffer 5: Einkommen als Verwaltungsrat Die Einkommen aus Verwaltung juristischer Personen (feste Entschädigungen, Tantiemen, Sitzungsgelder) sind durch die Geschäftsorgane auszuweisen und bestätigen zu lassen. Der Pauschalabzug gemäss Ziffer 4 wird nicht gewährt für Einkommen aus Verwaltungs- ratstätigkeit, weil die damit verbundenen Unkosten in der Regel gesondert vergütet werden.
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Ziffer 6: Renten Lit. a Unter dieser Rubrik sind nur die AHV‑ und IV‑Renten zu deklarieren.
Lit. b Steuerbar sind alle Einkünfte aus der Alters‑, Hinterlassenen‑ und Invalidenversicherung, aus Einrichtungen der beruflichen Vorsorge und aus anerkannten Formen der gebundenen Selbstvorsorge sowie aus Leibrenten und Verpfründungsverträgen, mit Einschluss von Kapi‑ talabfindungen und Rückzahlungen von Einlagen, Prämien und Beiträgen, und die Leistungen aus reiner Risikoversicherung.
Steuerfrei sind:
die Hilflosenentschädigung der AHV, IV und SUVA
die Militärversicherungsrenten vor dem 1.1.1994, desgleichen die AHV‑ und IV Renten in dem Umfange, als ihretwegen eine Militärversicherungsrente gekürzt worden ist;
die Einkünfte aufgrund der Bundesgesetzgebung über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung.
Über die Abzüge auf Pensionen, Renten und Kapitalleistungen siehe Erläuterungen zu Ziffer 25 f für Kantons‑ und Gemeindesteuern und Ziffer 27 h für die direkte Bundessteuer.
Bemerkungen:
Um Rückfragen möglichst zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Art der Leistungen und den Namen der auszahlenden Stelle genau anzugeben und den Beginn der Rentenleis- tung zu vermerken.
Die bezahlten AHV‑Beiträge auf deklarierte Renten sind vorweg unter Ziffer 20 in Abzug zu bringen.
Ziffer 7: Erwerbsausfallentschädigungen Lit. a Unter dieser Rubrik sind die Erwerbsausfallentschädigungen für Militär- und Zivilschutz‑ dienste zu deklarieren, soweit diese nicht im Lohnausweis enthalten sind. Der Sold für Mili‑ tär‑ und Zivilschutzdienst ist steuerfrei.
Im weiteren sind unter dieser Rubrik die bezogenen Arbeitslosenentschädigungen anzugeben. Bezogene Leistungen aus der eidg. Invalidenversicherung sind nur soweit anzugeben, als sie die vom Steuerpflichtigen zu tragenden Arzt‑, Spital‑ und Heilungskosten übersteigen.
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Ziffer 10: Kapitalleistungen
1. Steuerbar sind:
a) Kapitalleistungen aus Einrichtungen der beruflichen Vorsorge (2. Säule);
b) Kapitalleistungen aus anerkannten Formen der gebundenen Selbstvorsorge (Säule 3a);
c) Leistungen bei Tod sowie für bleibende körperliche oder gesundheitliche Nachteile, wie:
Kapitalauszahlungen einschliesslich Leistungen aus Gewinnbeteiligung aus reiner Ri- sikoversicherung (temporäre Todesfallversicherung ohne Rückkaufswert);
Kapitalauszahlungen aus Unfall‑ oder Haftpflichtversicherung bei Tod oder Invalidität (einschliesslich Zahlungen der SUVA)
d) Kapitalabfindungen für wiederkehrende Leistungen (z.B. AHV‑Witwenabfindungen);
e) Kapitalabfindungen bei Beendigung eines Dienstverhältnisses und die Entschädigung für Nichtausübung einer Tätigkeit (z.B. Konkurrenzverbot).
Besteuerung der Kapitalleistung Zu 100% steuerbar sind alle Kapitalleistungen aus anerkannten Formen der gebundenen Selbstvorsorge (Säule 3a), ferner jene Kapitalleistungen aus Einrichtungen der beruflichen Vorsorge (2. Säule), die auf einem nach dem 31. Dezember 1986 abgeschlossenen Vorsorge‑ verhältnis beruhen.
Gehören zu den Einkünften Kapitalabfindungen für wiederkehrende Leistungen, so wird die Einkommenssteuer unter Berücksichtigung der übrigen Einkünfte und der zulässigen Ab‑ züge zu dem Steuersatz berechnet, der sich ergäbe, wenn anstelle der einmaligen Leistung eine entsprechende jährliche Leistung ausgerichtet würde.
Gehören zu den Einkünften Kapitalabfindungen aus Einrichtungen der beruflichen Vor‑ sorge und aus anerkannten Formen der gebundenen Selbstvorsorge sowie Zahlungen bei Tod und für bleibende körperliche oder gesundheitliche Nachteile, werden diese für sich allein besteuert. Sie unterliegen stets einer vollen Jahressteuer. Die Steuer wird zum Satz berechnet, der anwendbar wäre, wenn wiederkehrende Leistungen ausgerichtet würden.
Auf jeden Fall kommt der Mindestansatz zur Anwendung, höchstens aber der Maxi‑ malsatz von 4%. Die vorgesehenen Sozialabzüge gemäss Artikel 31 und 32 des StG und Art. 35 DBG sind nicht zu gewähren. Bei der direkten Bundessteuer wird die Steuer zu einem Fünftel des ordentlichen Tarifs berechnet.
Steuerfrei sind:
a) Zahlungen von Integritäts‑ oder Genugtuungsleistungen der eidg. Militärversiche- rung;
b) Vermögensanfall aus rückkaufsfähiger privater Kapitalversicherung inklusive des Überschussanteils, ausgenommen aus Freizügigkeitspolicen;
c) Zahlungen von Genugtuungssummen sowie als Genugtuung geleistete Entschädigun- gen bei Verletzung der körperlichen und geistigen Integrität.
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Ziffer 11: Liegenschaften (Beilage 2) Das Einkommen aus Liegenschaften muss deklariert werden. Das Einkommen aus Geschäftslie‑ genschaften sowie die dazugehörenden Kosten und Zinsen sind unter Ziffer 1 zu berücksichtigen.
Lit. A: MIETWERT
Allgemeine Regel: Für die vom Eigentümer oder Nutzniesser selbstbenützte Wohnung und die nicht geschäftlich benützten Liegen‑ schaften entspricht der Mietwert dem Betrag, den der Steuerpflichtige als Miete für ein gleich‑ artiges Objekt in gleicher Lage zu bezahlen hätte. Sonderfälle: Bei Ferienhäusern ist die Dauer der jährlichen Nutzung unerheblich, wenn die Liegenschaft jederzeit zur Verfügung steht und auch ganzjährig benützt werden kann. Kein Mietwert ist anzugeben, wenn die Liegenschaft nicht bewohnbar ist und nicht vermietet werden kann.
Bei luxuriösen Villen, Herrschaftssitzen und anderen Liebhaberobjekten bemisst sich der Mietwert grundsätzlich nach den gleichen Regeln. Für besondere Anlagen (Ziergärten, Park‑ anlagen, Schwimmbad, Spiel‑ und Tennisplätze usw.) ist indessen ein angemessener Zuschlag zu machen. Werden Ausstattungen, die ausgesprochen persönliche Liebhabereien darstellen, im Mietwert nicht berücksichtigt, so sind auch die durch sie bedingten Unterhalts‑ und Be‑ triebskosten nicht abziehbar. Kantons‑ und Gemeindesteuern Der Mietwert wird massvoll festgelegt.
Lit. B: MIETEN Zum Brutto‑Mietertrag gehören:
die Mietzinseinnahmen, einschliesslich des Betrages, der dem Hauswart oder Hausver- walter als Arbeitsentgelt gewährten Mietzinsreduktion;
alle Vergütungen der Mieter für Nebenkosten, ausgenommen die Zahlungen für Heizung, Warmwasser und Reinigung von Treppenhaus und Vorplatz, soweit sie die tatsächlichen Auslagen des Vermieters nicht übersteigen (sind die Entschädigungen für Heizung, Warm- wasser und Reinigung vertraglich im Mietzins inbegriffen, so können die tatsächlichen Auslagen hierfür von den Mietzinseinnahmen vorweg abgezogen werden).
Die Miet‑ und Pachterträge sind obligatorisch zu versteuernde Einkommen. Sofern der vorgesehene Platz in der Beilage 2 der Steuererklärung nicht ausreicht, ist das Formular «DE‑ TAIL DER MIETZINSEINNAHMEN» bei der Gemeindeverwaltung zu verlangen.
Lit. C + E: MÖBLIERTE LOKALITÄTEN Auf das Einkommen aus möbliert vermieteten Liegenschaften wird zwecks Berücksichti‑ gung der vermehrten Unterhaltskosten für das Mobiliar und den Verwaltungskosten von den effektiven Einnahmen (exklusive Entschädigung für Heizung, Licht und Wasser) in der Regel ein Abzug von 20% gewährt (Formular 12d bei der Gemeinde erhältlich).
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Lit. D Als andere Erträge sind insbesondere anzugeben:
Zinszuschüsse und nicht zurückzahlbare Zusatzverbilligungen vom Bund, Kanton und Ge- meinde aufgrund der Erlasse über die Massnahmen zur Förderung des Wohnungsbaues;
Baurechtzinsen und einmalige Vergütungen für die Einräumung eines Baurechts gemäss Art. 779 ZGB;
Einkommen aus der Einräumung von Nutzungsrechten (z.B. Wasserkraftnutzung).
Zusatzverbilligungen (jährliche nicht rückzahlbare Zuschüsse), die der Bund, der Kanton und die Gemeinde an Wohnungs‑ und Hauseigentümern gewährt, müssen unter Ziffer 1 d der Beilage 2 deklariert werden, wenn sie nicht bereits von den Hypothekarzinsen in Abzug gebracht wurden. Dieser Grundsatz gilt aber nicht für die Grundverbilligungen (rückzahlbare Vorschüsse).
ABZÜGE Lit. F
a) Tatsächliche Kosten
■ Unterhaltskosten: Die Auslagen für Renovationen oder Reparaturen an Gebäuden sind grundsätzlich vom steuerbaren Einkommen abziehbar, da es sich um Kosten handelt, die zur Erzielung des Einkommens aus Grundeigentum notwendig sind. Es muss jedoch beurteilt werden, ob diese Kosten nicht wertvermehrende Aufwendungen darstellen. Abziehbar sind:
als laufende Kosten für Renovationen oder Reparaturen gelten unter anderem: Das Auswechseln eines Boilers, Kühlschranks, Waschmaschine, Geschirrspülers und das Ersetzen von Tapeten.
als unregelmässige Kosten gelten: Die Fassadenrenovation, das Auswechseln einer Heizung, das Ersetzen der Küchenkombination, das Auswechseln von Sanitärinstallati- onen, die Sanierung eines Daches und das Ersetzen alter Fenster.
Die Einlagen in den Reparatur‑ und Erneuerungsfonds von Stockwerkeigentums- gemeinschaften sind abziehbar, sofern diese ausschliesslich zur Deckung von Unter- haltskosten für die Gemeinschaftsanlagen verwendet werden.
■ Betriebskosten (ausgenommen die schon bei der Berechnung des Bruttoertrages berück- sichtigten Auslagen für Heizung, Warmwasser und Reinigung vgl. die Erläuterungen zum Brutto‑Mietertrag): Wiederkehrende Gebühren für Kehrichtentsorgung (nicht aber Gebühren, die nach dem Verursacherprinzip erhoben werden), Abwasserentsorgung, Strassenbeleuchtung und ‑reinigung, Strassenunterhaltskosten, Liegenschaftssteuern, die als Objektsteuern gelten, Entschädigungen an den Hauswart (soweit nicht bereits in den Heizungs‑ und Reinigungskosten berücksichtigt), Kosten der gemeinschaftlich genutzten Räume, des Lifts usw., soweit der Hauseigentümer hierfür aufzukommen hat. ■ Versicherungsprämien: Sachversicherungsprämien für die Liegenschaft (Brand‑, Wasser- schäden‑, Glas und Haftpflichtversicherungen). ■ Kosten der Verwaltung: Auslagen für Porto, Telefon, Inserate, Formulare, Betreibungen, Prozesse, Entschädigung an Liegenschaftsverwalter usw. (nur die tatsächlichen Auslagen, keine Entschädigung für eigene Arbeit des Hauseigentümers).
Nicht abziehbar sind folgende Kosten: ■ Kosten zur Instandstellung einer neu erworbenen, vom bisherigen Eigentümer vernachläs- sigten Liegenschaft kurz nach Anschaffung, in der Regel während den ersten fünf Jahren.
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■ Einmalige Beiträge des Grundeigentümers für Strassen, Trottoir und Werkleitungen, An- schlussgebühren für Kanalisation, Abwasserreinigung, Wasser, Gas, Strom, Kabelfernse- hen, Gemeinschaftsantennen usw. ■ Heizungs‑ und Warmwasseraufbereitungskosten, die mit dem Betrieb der Heizanlage oder der zentralen Warmwasseraufbereitungsanlage direkt zusammenhängen, insbesondere Energiekosten. ■ Wasserzinsen sind grundsätzlich nicht zum Abzug zugelassen. Abziehbar sind jedoch die- jenigen Wasserzinsen, die der Grundeigentümer für vermietete Objekte selber übernimmt und nicht auf die Miete überwälzt.
b) Pauschalabzug Anstelle der tatsächlichen Kosten, kann die steuerpflichtige Person einen Pauschalabzug geltend machen. Dieser beträgt:
■ 10% vom Mietertrag bzw. Mietwert, wenn das Gebäude am Ende der Steuerperiode bis 10 Jahre alt ist; ■ 20% vom Mietertrag bzw. Mietwert, wenn das Gebäude in diesem Zeitpunkt älter ist als 10 Jahre; ■ Die Grundstücksteuer der Gebäude ist im Pauschalabzug von 10% oder 20% bereits enthalten; ■ Im Pauschalabzug sind ebenfalls die Kosten für Energiesparmassnahmen enthalten.
N. B. Die steuerpflichtige Person kann in jeder Steuerperiode und für jede Liegenschaft
zwischen dem Abzug der tatsächlichen Kosten und dem Pauschalabzug wählen. Ein Pauschalabzug kommt nicht in Betracht für:
unüberbaute Grundstücke (z.B. Lager‑ oder Parkplätze);
Grundstücke, für die der Steuerpflichtige einen Baurechtszins erhält;
Liegenschaften, die zu einem vom Steuerpflichtigen geführten Geschäfts- oder Landwirt- schaftsbetrieb, zu einem verpachteten Geschäftsbetrieb gehören oder von Dritten vorwie- gend geschäftlich genutzt werden.
Lit. G: ENERGIESPARMASSNAHMEN Abziehbare Kosten ■ Energiesparende und dem Umweltschutz dienende Investitionen: Unter diesen Begriff fallen Aufwendungen für Massnahmen, welche zur rationellen Energieverwendung oder zur Nutzung erneuerbarer Energien beitragen, wie beispielsweise
Massnahmen zur Verminderung der Energieverluste der Gebäudehülle (Wärmedäm- mung, Fensterersatz, Fugendichtungen, unbeheizte Windfänge, Jalousie‑ und Rolläden);
Massnahmen zur rationellen Energienutzung bei haustechnischen Anlagen (Ersatz des Wärmeerzeugers, ausgenommen ist der Ersatz durch ortsfeste elektrische Widerstands- heizungen; Ersatz von Wasserwärmern, ausgenommen der Ersatz von Durchlauferhitzern durch zentrale Wasserwärmer; Anschluss an Fernwärmeversorgung; Einbau von Wärme- pumpen und Wärmekraft‑ Kopplungsanlagen; Einbau und Ersatz von Installationen, die in erster Linie der rationellen Energienutzung dienen; Kaminsanierung im Zusammenhang mit dem Ersatz eines Wärmeerzeugers; Massnahmen zur Rückgewinnung von Wärme);
Kosten für energietechnische Analysen und Energiekonzepte;
Kosten für den Ersatz von Haushaltgeräten mit grossem Stromverbrauch (Kochherd, Backofen, Kühlschrank, Tiefkühler, Geschirrspüler, Waschmaschine, Beleuchtungsan- lagen), sofern diese im Gebäudewert eingeschlossen sind.
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Ziffer 12: Ertrag aus beweglichem Vermögen Lit. a) Erträge aus privaten Wertschriften und Guthaben sowie Lotteriegewinne Das Wertschriftenverzeichnis (Beilage 1) dient zur Ermittlung der Erträge und der Ver- mögenswerte von in- und ausländischen Wertschriften und anderen Kapitalguthaben sowie als Antrag auf Rückerstattung der Verrechnungssteuer. Für die Einkommen aus Wertschriften und sonstige Kapitalanlagen muss der Steuerpflichtige die Beilage «Verzeichnis der Wertschriften und Kapitalanlagen» ausfüllen. Es sind alle durch Zahlung, Überweisung, Gutschrift, Ver rechnung oder auf andere Weise erhaltenen Zinsen, Bruchteile von Zinsen und Gewinnanteile aus Guthaben und Beteiligungen aller Art anzugeben. Als Zinsen und Gewinnanteile gelten auch die in Form von Gratisaktien, Gratisobligationen, Gratisliberierungen, Liquidations- überschüssen oder in irgendeiner andern Form erhaltenen geldwerten Leistungen aus Gutha- ben und Beteiligungen, die rechtlich keine Rückzahlung eines dem Steuerpflichtigen zuste- henden Kapitalguthabens oder Kapitalanteiles darstellen. Der Erlös aus Bezugsrechten gilt nicht als Vermögensertrag, sofern sie zum Privatvermögen des Steuerpflichtigen gehören. Das Wertschriftenverzeichnis dient gleichzeitig als Antrag auf Rückerstattung der Ver- rechnungssteuer. Mit dem Abzug der Verrechnungssteuer ist die Pflicht zur Entrichtung der Einkommenssteuer nicht erfüllt. Wer derartige Einkommen nicht deklariert, setzt sich der Gefahr aus, dass ein Nachsteuer- und Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung (Bussen) eingeleitet wird; zudem verliert er den Anspruch auf Rückerstattung der Verrechnungssteuer. Die Gewinne aus Glücksspielen in Spielbanken im Sinne des Bundesgesetzes vom 18. Dez. 1998 über Spielbanken sind steuerfrei. Steuerpflichtige, die bis heute ihre Vermögenswerte nicht deklariert haben, können dies jederzeit nachholen, indem sie vorher mit der Einschätzungsbehörde Kontakt aufnehmen (Selbstanzeige).
Lit. b) Geschäftserträge aus Wertschriften und Guthaben Übertrag der Kapitalerträge aus Geschäftsvermögen abgezogen in Ziffer 1 (Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit des Steuerpflichtigen und/oder des Ehegatten).
Lit. c) Lotteriegewinne Gewinne aus Lotterien und lotterieähnlichen Veranstaltungen werden zu 50% der ordentlichen Tarife besteuert. Die Besteuerung erfolgt gesondert vom übri- gen Einkommen in dem Steuerjahr, in dem die Gewinne zugeflossen sind. Der um die Einsätze, maximal jedoch in der Höhe von 5 % des Bruttogewinnes, reduzierte Gewinn wird nur besteuert, wenn er nach diesem Abzug jährlich mind. Fr. 5’000.- beträgt. Restbeträge unter Fr. 100.- werden für die Besteue- rung nicht berücksichtigt. Gewinne sowie Einsätze sind detailliert aufzulisten. Es können nur Einsätze der entspre- chenden Spielkategorie in Abzug gebracht werden. Werden Gewinne und Einsätze nicht detailliert aufgelistet, kann die Steuerverwaltung die Anrechnung der Einsätze, oder die Rückzahlung der Verrechnungssteuer verweigern. Es sind immer die Originalbelege bei- zulegen. Ein sich aus den übrigen Einkommensbestandteilen ergebender Verlust wird an den steuerba- ren Lotteriegewinn des gleichen Steuerjahres angerechnet.
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Direkte Bundessteuer: Gewinne aus Lotterien und ähnlichen Veranstaltungen werden zusam- men mit dem übrigen Einkommen besteuert.
Lit d) Abzug für Beteiligungen (nur für Kantons- und Gemeindesteuer) Beteiligungen des Geschäftsvermögens: Einkünfte aus Beteiligungen des Geschäftsver- mögens sind bei gegebenen Voraussetzungen nach Abzug des zurechenbaren Aufwandes im Umfang von 50 % steuerbar (= Teilbesteuerung). Die Teilbesteuerung ist auf folgenden Einkünften möglich: Dividenden, Gewinnanteile, Liquidationsüberschüsse und geldwerte Vorteile aus Aktien, An- teilen an Gesellschaften mit beschränkter Haftung, Genossenschaftsanteilen und Partizipa- tionsscheinen sowie Gewinne aus der Veräusserung solcher Beteiligungsrechte. Voraussetzungen der Teilbesteuerung: Beteiligungsrechte von mindestens 10% am Grund- oder Stammkapital einer Kapitalgesell schaft oder Genossenschaft und bei Veräusserungsgewinnen zusätzlich: die veräusserten Beteiligungsrechte müssen mindestens ein Jahr im Eigentum der steuerpflichtigen Person oder des Personenunternehmens bleiben. Beteiligungen des Privatvermögens: Für Einkünfte aus Beteiligungen des Privatvermögens wird bei gegebenen Voraussetzungen der für das steuerbare Gesamteinkommen massgebliche Steuersatz um 50 % reduziert (= Steuersatzreduktion). Die Steuersatzreduktion ist für dieselben Einkünfte wie bei der Teilbesteuerung möglich (ein schliesslich Gratisaktien, Gratisnennwerterhöhungen u. dgl.). Voraussetzungen der Steuersatzreduktion:
Beteiligungen an einer Kapitalgesellschaft oder Genossenschaft mit Sitz in der Schweiz
Beteiligungsquote von mindestens 10 % Prozent des Grund- oder Stammkapitals
Der Nachweis, dass obige Voraussetzungen für die Teilbesteuerung, respektive für die Besteuerung zum reduzierten Steuersatz erfüllt sind, muss von der steuerpflichtigen Person erbracht werden. Im Wertschriftenverzeichnis sind die Beteiligungen, für die die Teilbesteuerung respektive die Steuersatzreduktion beansprucht wird, mit dem entspre- chenden Code (PP bzw. PC) zu kennzeichnen. Fehlt ein entsprechender Nachweis und/ oder der Code auf dem Wertschriftenverzeichnis, erfolgt die Besteuerung ordentlich. Zusätzliche Hinweise zum Ausfüllen des Wertschriftenverzeichnisses erteilt Ihnen Ihre Gemeindeverwaltung oder die kantonale Steuerverwaltung, Sektion Verrechnungssteuer (Tel. 027 606 24 84/85).
Ziffer 13: Einkommen aus Erbschaften Über das Einkommen aus unverteilten Erbschaften und anderen Vermögensmassen ist eine genaue Aufstellung beizulegen. Für die zu Lasten der unverteilten Erbschaft verfallene Verrechnungssteuer haben die Erben unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch auf Rückerstattung oder Verrechnung; hierüber orientieren die Formulare S‑167 (Antrags- formular) und S‑167.1 (Wegleitung), die beim kantonalen Verrechnungssteueramt, Bahnhof‑ strasse 35, 1951 Sitten, erhältlich sind (Tel. 027 606 24 84/85). Die Erbengemeinschaft als solche ist weder nach kantonalem noch eidg. Steuerrecht steuerpflichtig, sondern jeder Erbe hat seinen Anteil am Einkommen und Vermögen der Erbengemeinschaft in seiner persönlichen Steuererklärung zu deklarieren. Eine Ausnah- me bildet eine unverteilbare Erbengemeinschaft, sofern die Erbberechtigten nicht bekannt sind. Solche Erbengemeinschaften können als Einheit besteuert werden, wobei ein mittlerer Steuersatz angewendet wird.
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Ziffer 14: Alimente und Unterhaltsbeiträge Unterhaltsbeiträge, die eine steuerpflichtige Person bei Scheidung, gerichtlicher oder tat‑ sächlicher Trennung für sich erhält, sowie Unterhaltsbeiträge, die ein Elternteil für die unter seiner elterlichen Obhut stehenden Kinder erhält, sind steuerpflichtig. Leistungen aus familienrechtlichen Unterhalts- und Unterstützungspflichten (Unterhaltszah‑ lungen für volljährige Kinder) sind nicht steuerpflichtig. Demgegenüber sind diese beim Lei‑ stungsschuldner nicht abzugsfähig. Kanton und Gemeinde: Unterhaltsbeiträge, die in Form einer Kapitalabfindung erbracht werden, sind beim Empfänger zu dem Steuersatz steuerpflichtig, der sich ergäbe, wenn an- stelle einer einmaligen Leistung eine entsprechende jährliche Leistung ausgerichtet würde. Direkte Bundessteuer: Unterhaltsbeiträge, die in Form einer Kapitalabfindung erbracht wer- den, sind beim Empfänger nicht steuerbar. Bei der leistenden Person gilt die Zahlung als Schuldentilgung und ist daher nicht abziehbar. Leistungen in Erfüllung familienrechtlicher Verpflichtungen sind einkommenssteuerfrei.
Ziffer 15: Sonstige Einkommen Als sonstiges steuerbares Einkommen ist alles unter den Ziffern 1‑14 nicht erwähnte Ein‑ kommen irgendwelcher Art anzugeben (ausgenommen die Eingänge aus Armenunterstützung, Erbschaft, Vermächtnis und Schenkung). N.B. Bei den Kantons‑ und Gemeindesteuern sind Kulturpreise bis zu Fr. 5’000.‑ steuerfrei. ABZÜGE
Ziffer 17: Schuldzinsen Die fälligen und ausgewiesenen Schuldzinsen sind wie folgt abzugsberechtigt:
unter lit. a: Die ausgewiesenen Schuldzinsen auf Landwirtschaftsbetriebe
unter lit. b: Die ausgewiesenen Schuldzinsen auf Privatschulden. Der Abzug ist höch- stens im Umfang der gesamten steuerbaren Vermögenserträgen und weiteren Fr. 50 000.– möglich.
Kreditaktspesen sowie Leasingzinsen sind nicht abziehbar. Baukreditzinsen sind für Kanton und Gemeinde abziehbar, nicht aber für die direkte Bundessteuer. Die Schuldzinsen und die Kreditspesen lastend auf Geschäftsbetrieben sind unter Ziffer 1 der Steuererklärung abzuziehen.
Ziffer 18: Aufwendungen für Wertschriftenverwaltung Die Kosten für die Verwaltung der Wertschriften müssen auf dem Wertschriftenver‑ zeichnis aufgelistet und direkt abgezogen werden. Verschiedene Kosten der Wertschriftenverwaltung (inkl. MWST) sind sowohl beim Kanton als auch beim Bund abzugsberechtigt. Grundsätzlich können die Kosten für die Aufbewahrung des Vermögens steuerlich abgesetzt werden. Hingegen sind Kosten für die Vermögensverwal‑ tung (aktives Depotmanagement) oder für den Erwerb oder die Veräusserung nicht abzugs‑ berechtigt. Abzugsfähige Kosten ■ Kosten für die Verwahrung von Wertpapieren und anderen Wertsachen in offenen Depots oder Schrankfächern (Depotgebühren, Safegebühren) ■ Kosten für die Einforderung der Vermögenserträge (Inkassospesen, z.B. bei Couponeinlö- sungen) ■ Spesen für Kontokorrent-, Anlage-, Sparkonti u.dgl. 20
Nicht abzugsfähige Kosten ■ Vermögensverwaltungskosten (aktives Depotmanagement) ■ Kosten bei Erwerb/Veräusserung von Wertschriften (Kommissionen, Gebühren, Stempel- abgaben, Courtagen) ■ Emissionsabgaben ■ Provisionen ■ Kosten der Vermögensumlagerung ■ Kommissionen bei Treuhandanlagen ■ Kosten für die Steuerberatung ■ Kosten für eigene Bemühungen ■ EC-Karten-, Kreditkartengebühren ■ Kosten für die Erstellung der Steuererklärung ■ Kosten der Finanz- und Anlageberatung Abzugsformen Pauschalierung der anrechenbaren Kosten Alle abzugsfähigen Kosten können pauschal, d.h. ohne Nachweis der tatsächlichen Kosten (1 ‰ des Steuerwertes der Wertschriften und des übrigen Kapitals, maximal jedoch Fr. 1 000.–) abgezogen werden. Abzug der tatsächlichen Kosten Werden höhere Abzüge geltend gemacht, sind die effektiv bezahlten Kosten in vollem Umfang nachzuweisen. Kann indessen bei Belastung einer Pauschalgebühr durch den verwaltenden Dritten die Aufteilung in abzugsfähige und nicht abzugsfähige Kosten nicht nachgewiesen werden, können bei diesen Depotwerten schätzungsweise 3 ‰ des Steuerwertes des Depots in Abzug gebracht werden, sofern die bezahlte Pauschalgebühr mindestens diesen Betrag er- reicht und betragsmässig nachgewiesen wird.
Ziffer 19: Berufsauslagen für Lohnbezüger (Beilage 2) Allgemeine Bemerkung Die gleichen Abzüge gelten auch für den unselbständigerwerbenden Ehepartner, sofern dieser seine Erwerbstätigkeit nicht im Betrieb des Ehepartners ausgeübt hat. Bei Mitarbeit im Beruf oder im Betrieb des Ehegatten sind die Abzüge aber nur zulässig, wenn ein Arbeitsverhältnis nachgewiesen werden kann, das den Rahmen der ehelichen Beistandspflicht eindeutig übersteigt. Die entsprechenden Berufs‑ auslagen sind für beide Ehegatten getrennt in den Rubriken 5 und 6 der Beilage 2, der Steuererklärung anzugeben. Kein Abzug ist zulässig für Kosten, die der Arbeitgeber übernommen hat. Lit. a‑b) Fahrkosten, die zur Erzielung des Einkommens notwendigen Kosten – öffentliche Verkehrsmittel : die tatsächlichen Kosten
Fahrrad, Motorfahrrad oder Kleinmotorrad (bis 50 cm3, Kontrollschild mit gelbem Grund) : bis zu Fr. 700.‑ pro Jahr
– Motorroller oder Motorrad über 50 cm3 : bis zu Fr. 0.40 pro km – Auto von 0 bis 15’000 km : bis zu Fr. 0.65 pro km von 15’001 bis 17’500 km : bis zu Fr. 0.60 pro km von 17’501 bis 20’000 km : bis zu Fr. 0.55 pro km von 20’001 bis 25’000 km : bis zu Fr. 0.45 pro km von 25’001 bis 30’000 km : bis zu Fr. 0.40 pro km von 30’001 bis 40’000 km : bis zu Fr. 0.35 pro km
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Bemerkungen Die zur Erzielung des Einkommens notwendigen Autokosten sind zugelassen, wenn keine öffentlichen Verkehrsmittel benützt werden können, infolge beachtenswerter Entfernung zwi‑ schen dem Wohnort und der nächsten Haltestelle, ungünstiger Fahrplan, unregelmässige Ar‑ beitszeit oder bei Benützung des Privatfahrzeuges für geschäftliche Zwecke. (Durchschnitt 220 Tage pro Jahr). Für die Hin‑ und Rückfahrt über Mittag können jedoch zusammen höch‑ stens Fr. 15.– im Tag berechnet werden. Lit. c) Berufsauslagen ‑ Auswärtige Verpflegung Wenn die Verpflegung durch den Arbeitgeber verbilligt wird, so ist zugelassener Abzug ordentlicherweise der halbe Abzug zulässig; geht jedoch die Verbilli‑ Fr. 15.– pro Haupt- gung soweit, dass offensichtlich gar keine Mehrkosten gegenüber der mahlzeit oder Verpflegung zu Hause entstehen, so kommt kein Abzug in Betracht. Fr. 3’200.– pro Jahr (Dies ist der Fall, wenn für das Mittagessen weniger als Fr. 10.–, für das Nachtessen weniger als Fr. 8.– oder zusammen weniger als Fr. 21.50 pro Tag bezahlt werden muss für Morgen‑, Mittag‑ und Abendessen). Schicht‑ oder Nachtarbeit Fr. 15.– pro Tag bei Der Schichtarbeit wird die gestaffelte (unregelmässige) Arbeitszeit Schicht‑ oder Nacht- gleichgestellt, sofern beide Hauptmahlzeiten nicht zur üblichen Zeit zu arbeit oder Hause eingenommen werden können. Fr. 3’200.–pro Jahr Dieser Abzug kann nicht zusätzlich zum Abzug für auswärtige Verpfle‑ gung oder für Wochenaufenthalt beansprucht werden.
Auswärtiger Wochenaufenthalt: bei regelmässiger Heimkehr am Wochenende. grundsätzlich die Kos-
1. Fahrkosten ten der öffent-lichen
Verkehrsmittel 2. Hauptmahlzeit Fr. 15.– d.h. Sofern das Mittagessen durch den Ar- beitgeber verbilligt wird, reduziert sich der Abzug auf Fr. 22.50 pro Fr. 30.– pro Tag oder Fr. 6’400.– pro Jahr Tag oder auf Fr. 4’800.– pro Jahr. Die tatsächlichen Kos- 3. Mehrkosten der Unterkunft ten für ein auswärti- ges Zimmer. Lit. d) Übrige Berufsauslagen Jährlicher Pauschalabzug: 3% des Nettolohnes mindestens Fr. 1’900.– höchstens Fr. 3’800.– Der Abzug umfasst alle zur Berufsausübung notwendigen Berufswerkzeuge (inkl. EDV‑Hard‑ und Software und Fachliteratur), Berufskleider, besonderer Schuh‑ und Kleiderverschleiss, Auslagen für Schwerarbeit sowie die Kosten des privaten Arbeitszimmers. Die Weiterbil‑ dungskosten sind im Pauschalabzug nicht inbegriffen. Werden diese Kosten belegt, können sie zusätzlich zum Pauschalabzug berücksichtigt werden. Besondere Bemerkungen
Werden anstelle dieses Pauschalabzuges die tatsächlichen Kosten geltend gemacht, so ist der Steuererklärung eine separate Aufstellung mit den entsprechenden Belegen beizufügen.
Die für ein Jahr berechneten Abzüge sind angemessen zu kürzen, wenn die unselbständige Erwerbstätigkeit bloss während eines Teils des Jahres, als Teilzeitarbeit oder im Neben- beruf ausgeübt wurde (ausgenommen Abzug gemäss Ziffer 19 d). Bei vorübergehender Arbeitslosigkeit wird der Abzug für die übrigen Berufsauslagen gemäss lit. d nicht ge- kürzt.
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Die Rubriken 5 und 6 der Beilage 2 müssen ausgefüllt werden.
Ziffer 20: Sonstige Abzüge
a) Renten und dauernde Lasten sowie 40% der Leibrenten bezahlt durch den Leistungsschuld- ner, mit Ausnahme der bezahlten Leistungen in Erfüllung familienrechtlicher begründeter Unterhalts- oder Beistandspflicht. Der Leistungsempfänger und seine genaue Adresse sind anzugeben.
b) Diese Rubrik kann ferner für persönliche Beiträge an die Ausgleichskasse verwendet wer- den, die nicht bereits oben in Abzug gebracht werden konnten, wie für AHV/IV/EO/ALV/ FZ und NBUV‑Beiträge.
c) Beiträge an Berufsverbände, Gewerkschaften und ähnliche Organisationen sind nicht ab- zugsberechtigt, da diese keine zur Erzielung des Einkommens notwendigen Gewinnungs- kosten darstellen.
Ziffer 21 Beiträge an Einrichtungen der beruflichen Vorsorge (2. Säule) Laufende und Erhöhungsbeiträge sind in der Regel voll zum Abzug zugelassen. Es sind die in der Bescheinigung der Vorsorgeeinrichtung ausgewiesenen Beiträge einzusetzen, sofern diese nicht bereits schon abgezogen wurden. Selbständigerwerbende dürfen in dieser Ziffer jedoch nur den Privatanteil der für sich selber und gegebenenfalls den mitarbeitenden Ehegatten bezahlten Beiträge abziehen (zur Abgren‑ zung zwischen Privatanteil und Arbeitgeberanteil sowie zum Abzug des Arbeitgeberanteils siehe Wegleitung der Selbständigerwerbenden). Beiträge für den Einkauf von Beitragsjahren sind für die direkte Bundessteuer nur dann abziehbar, wenn die Altersleistungen (Renten und Kapitalleistungen) frühestens nach dem 31. Dezember 2001 zu laufen beginnen oder fällig werden.
Ziffer 22 Beiträge für anerkannte Formen der gebundenen Selbstvorsorge (Säule 3a)
a) Allgemeines Beiträge von Arbeitnehmern und Selbständigerwerbenden an anerkannte Vorsorgeformen im Sinne von Artikel 82 BVG sind im Umfang der entsprechenden Verordnung des Bun‑ desrates abzugsfähig. Als anerkannte Vorsorgeformen gelten gebundene Vorsorgever- sicherungen bei Versicherungseinrichtungen und gebundene Vorsorgevereinbarungen bei Bankstiftungen, letztere evtl. ergänzt durch eine Risiko‑Vorsorgeversicherung. Jeglicher Abzug setzt die Erwerbstätigkeit des Steuerpflichtigen voraus. Bei nur vorü‑ bergehendem Unterbruch der Erwerbstätigkeit (Militärdienst, Arbeitslosigkeit, Krankheit, Unfall, Invalidität) bleibt die Abzugsberechtigung erhalten. Kein Abzug kommt in Betracht, wenn sich aus der Erwerbstätigkeit ein Verlust er‑ geben hat. Unter Erwerbseinkommen ist die Gesamtheit des Einkommens des Steuerpflichtigen aus selbständiger und unselbständiger, haupt‑ und nebenberuflicher Erwerbstätigkeit gemäss Steuererklärung (Ziffer 1‑5) zu verstehen. Bei Ehepaaren steht der Abzug grundsätzlich jedem erwerbstätigen Ehegatten zu, der Bei‑ träge an einen auf ihn als Vorsorgenehmer lautenden Vorsorgevertrag leistet und für den in der Steuererklärung ein Erwerbseinkommen ausgewiesen wird. Bei Mitarbeit im Beruf oder im Betrieb des Ehegatten wird vermutet, sie halte sich im Rahmen der ehelichen
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Beistandspflicht; es obliegt den Ehegatten, das Vorliegen eines diesen Rahmen überstei‑ genden Arbeitsverhältnisses darzutun, wenn sie für den mitarbeitenden Ehegatten einen
Abzug beanspruchen wollen.
b) Abzug für in der 2. Säule versicherte Steuerpflichtige Arbeitnehmer und Selbständigerwerbende, die obligatorisch oder freiwillig einer Einrich‑ tung der beruflichen Vorsorge (2. Säule) angehören, können ihre in der Bescheinigung der Versicherungseinrichtung oder Bankstiftung ausgewiesenen Beiträge abziehen, höch‑ stens aber Fr. 6’365.‑ pro Jahr.
c) Abzug für nicht in der 2. Säule versicherte Steuerpflichtige Arbeitnehmer und Selbständigerwerbende, die keiner Einrichtung der beruflichen Vorsor‑ ge (2. Säule) angehören, können ihre in der Bescheinigung der Versicherungseinrichtung oder Bankstiftung ausgewiesenen Beiträge bis zu 20% des Erwerbseinkommens abziehen, höchstens aber Fr. 31’824.‑ pro Jahr.
Bis wann müssen die Zahlungen erfolgt sein?
Es können nur Beiträge abgezogen werden, die bis 31.12.2008 tatsächlich einbezahlt worden
sind.
Ziffer 25: Persönliche Abzüge für die Kantons- und Gemeindesteuer | ||
Lit. a (Kinderabzüge) | Abzüge | |
Für jedes minderjährige oder in der Ausbildung oder im Studium | Fr. | |
stehende Kind, für dessen Unterhalt der Steuerpflichtige aufkommt. | ||
• Bis zum 6. Altersjahr | (Situation per 31.12.2008) | 4’260.– |
• Vom 6.–16. Altersjahr | (Situation per 31.12.2008) | 5’330.– |
• Ab dem 16. Alterjahr | (Situation per 31.12.2008) | 6’400.– |
Lit. b (Andere Personen) | ||
Für jede erwerbsunfähige und unterstützungsbedürftige Person, | ||
deren Unterhalt der Steuerpflichtige zur Hauptsache bestreitet. | 1’800.– | |
Lit. c (Kinderbetreuungskostenabzug) | ||
Für Ehegatten, die in rechtlich und tatsächlich ungetrennter Ehe leben und beide ei‑ ner Erwerbstätigkeit nachgehen oder, wenn einer der Ehegatten dauernd invalid ist,
und für verwitwete, gerichtlich oder tatsächlich getrennt lebende, geschiedene | oder | |
ledige Steuerpflichtige, die einer | Erwerbstätigkeit nachgehen oder dauernd invalid | |
sind, die tatsächlichen, üblicherweise anfallenden Kosten, die für die Betreuung durch Drittpersonen von Kindern bis zum Eintritt in die obligatorische Schulpflicht
oder bei invaliden Kindern bis zum | 16. Altersjahr anfallen, höchstens | |
Fr. 2’130.– pro Kind bis zu einem Reineinkommen von Fr. 74’690.–, | max. 2’130.– | |
Lit. d (Kosten für Schüler der Orientierungs- und Mittelschule) | ||
für Schüler der Orientierungs- und | Mittelschulstufe die effektiven Kosten | |
für Internat, Gastfamilie oder Drittmiete. (zu belegen) | max. 5’330.– | |
Lit. e (Abzug vom Erwerbseinkommen | des zweitverdienenden Ehegatten) | |
Sonderabzug bei Erwerbstätigkeit des zweitverdienenden Ehegatten | ||
(sofern beide Ehegatten eine Erwerbstätigkeit ausüben) | 5’860.– | |
Die analog anwendbaren Erläuterungen finden Sie unter Ziffer 27, Buchstabe g. | ||
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Lit. f | Beginn oder | Beginn oder Beginn oder |
Verfall vor dem Verfall Verfall zwischen
Auf Renten, Pensionen und Kapital- | 1.1.1983 | zwischen dem dem 1.1.1987 und |
Abfindungen der beruflichen Vorsorge | 1.1.1983 und dem 1.1.2002, | |
(2. Säule) | dem 1.1.1987 wenn das Vorsorge- | |
(ausgenommen Säule 3a) | verhältnis bereits am 31.12.84 bestand |
Wenn der Steuerpflichtige den Anspruch ausschliesslich durch eigene Bei- träge erworben hat 40% 20% 20%
Wenn der Steuerpflichtige den Anspruch auf die Leistung nur zum Teil, mindestens aber zu 1/5, durch eigene Beiträge erwor- ben hat oder wenn diese Leistungen aus einer reinen Risikoversicherung stammen 20% 10% 10%
AHV-, IV- und SUVA-Renten sind zu 100% steuerpflichtig.
Auf Leibrenten sowie auf Einkünfte aus Verpfründung wird ein Abzug von 60% ge‑ währt, wenn die Leistungen, auf denen der Anspruch beruht, ausschliesslich von der steu‑ erpflichtigen Person erbracht worden sind.
Lit. g Ausgewiesene Alimente oder Unterhaltsbeiträge, die periodisch und oder in Form einer Kapitalabfindung bezahlt werden. (effektiver Betrag) Lit. j (Prämien und Beiträge für Lebens-, Unfall- und Kranken- versicherung sowie Zinsen von Sparkapitalien) - Für verheiratete Personen, die im gemeinsamen Haushalt leben 3’850.– - Für alle übrigen Steuerpflichtigen 1’520.– - Für jedes Kind (Gemäss Tabelle Nr. 7, Beilage 2 der Steuererklärung) 1’060.– Lit. k (Krankheits-, Unfall- und behinderungsbedingte Kosten) Die Krankheits- und Unfallkosten des Steuerpflichtigen und der von ihm unterhaltenen Personen (inkl. Zahnarztkosten), soweit der Steuerpflichtige die Kosten selber trägt und diese 2% des Reineinkommens* übersteigen. Die Belege sind der Steuererklärung bei- zulegen. Für alle Personen, die sich in einem Alters- und Pflegeheim befinden, wird in jedem Fall ein Abzug von Fr. 40.– pro Tag gewährt. (Maximum 365 Tage x Fr. 40.– = Fr. 14‘600.–). Dieser Betrag wird in allen Fällen gewährt; d.h. unabhängig davon, ob die Person Hilflosenentschädigung bezieht oder nicht. Der Totalbetrag der Krankheitskosten ist in der Steuererklärung in das Feld vor der Hauptkolonne einzutragen. Nachdem das Behin- dertengleichstellungsgesetz vom 13. Dezember 2002 in Kraft getreten ist, können die behin- derungsbedingten Kosten des Steuerpflichtigen oder von ihm unterhaltenen Personen mit Behinderungen vollumfänglich in Abzug gebracht werden. Als behinderte Personen gelten in jedem Fall die Bezüger der Leistungen der IV, der Hilflosenentschädigung und solche, die nicht mehr in der Lage sind ihr Leben selbständig zu meistern. Für die letztgenannten Perso- nen ist ein medizinischer Fragebogen auszufüllen, der bei der Kantonalen Steuerverwaltung bezogen werden kann. Anstelle des Abzuges der effektiven selbst getragenen Kosten können behinderte Personen einen jährlichen Pauschalabzug in folgender Höhe geltend machen: - Bezüger einer Hilflosenentschädigung leichten Grades: Fr. 2’500.– - Bezüger einer Hilflosenentschädigung mittleren Grades: Fr. 5’000.– - Bezüger einer Hilflosenentschädigung schweren Grades: Fr. 7’500.– 25
Lit. l (Sonderabzug für Pflege- und Krankenheim) Für AHV- oder IV-Rentner und Rentnerinnen, die sich in einem anerkannten Pflege- oder Kran- kenheim aufhalten, wird das steuerbare Einkommen auf Null festgesetzt, sofern der steuerpflich- tigen Person vom Gesamteinkommen mit Einschluss der Ergänzungsleistungen nach Abzug der Heimkosten nur noch die vom Staatsrat festgesetzte freie Quote von Fr. 5120.– zur Bestreitung der persönlichen Auslagen übrig bleibt und über kein steuerbares Vermögen verfügt.
Lit. m (Zuwendungen an gemeinnützige Institutionen) Freiwillige Zuwendungen an juristische Personen mit Sitz in der Schweiz, die im Maximum 10% des Hinblick auf öffentliche oder auf ausschliesslich gemeinnützige Zwecke von der Reineinkommens* Steuerpflicht befreit sind. Die Belege sind der Steuererklärung beizulegen oder es ist eine unterzeichnete Namensliste mit den Zahlungsdaten einzureichen. *) Das Reineinkommen entspricht dem Einkommen vor Berücksichtigung der gesetzlichen Sozialabzüge. Die genaue Berechnung dieses Abzuges ist auf unserer Internet-Seite unter dem Programm VSTAX abrufbar: www.vs.ch/vstax oder sie wird Ihnen auf Verlangen zugestellt. Im Zweifelsfalle empfehlen wir Ihnen das Total der Kosten in der Vorkolonne der Steuer‑ erklärung einzutragen. In diesem Fall wird die Veranlagungsbehörde der Ihnen zustehende Maximalabzug selber berechnen.
Lit. n Auf Einkommen von Studenten und Lehrlingen 7’240.– (Situation am Ende der Steuerperiode)
Lit. o Die Einkommen aus Liegenschaften unter Ziffer 11b und 11c der Steuererklärung sind in diese Rubrik zu übertragen. Bemerkung (Interkantonale Aufteilung) Personen, welche beschränkt im Kanton Wallis steuerpflichtig sind (z. B. für Einkommen aus Liegenschaften), können nur die Sozialabzüge und den Verheiratetenabzug im Verhältnis zum bestehenden Nettoeinkommen im Kanton Wallis und dem Totaleinkommen geltend machen.
STEUERBERECHNUNG (Die Berechnung erfolgt von Amtes wegen)
a) Für Ehegatten, die in rechtlich und tatsächlich ungetrennter Ehe leben sowie für ver- witwete, gerichtlich oder tatsächlich getrennt lebende, geschiedene oder ledige Steu- erpflichtige, die mit Kindern oder unterstützungsbedürftigen Personen im gleichen Haushalt zusammenleben und deren Unterhalt zur Hauptsache bestreiten, ermässigt sich die Steuer um 35%, jedoch mindestens um Fr. 640.– und höchstens um Fr. 4’560.–.
b) Den Steuerpflichtigen, die keinen Anspruch auf die Ermässigung laut Buchstabe a haben, wird ein Abzug vom steuerbaren Netteeinkommen gewährt. Dieser Abzug be- trägt Fr. 10’800.– für steuerbare Nettoeinkommen bis Fr. 10’800.– und nimmt um jeweils Fr. 900.– ab für jede weiteren angebrochenen Fr. 1’800.–, welche das steuer- bare Netteeinkommen von Fr. 10’800.‑ übersteigen. Dieser Abzug entfällt, sobald das steuerbare Nettoeinkommen Fr. 30’600.– überschreitet.
Die unter Buchstabe b vorgesehenen Abzüge werden nicht gewährt an Personen, die in freier Gemeinschaft zusammenleben. (Konkubinat)
26
Ziffer 26: Steuerbares Nettoeinkommen Die natürlichen Personen, die nur für einen Teil ihres Einkommens im Kanton steuerpflichtig sind, entrichten die Steuer für die im Kanton steuerbaren Werte nach dem Steuersatz, der ihrem gesamten Einkommen entspricht.
Ziffer 27: Persönliche Abzüge für die direkte Bundessteuer Lit. a
Einkommen die der direkten Bundessteuer nicht unterliegen sowie Abzüge, welche bei der direkten Bundessteuer nicht geltend gemacht werden können, wie z.B. die Baukredit- zinsen.
Lit. b
Krankheits‑, Unfall‑ und behinderungsbedingte Kosten Zum Abzug zugelassen werden Krankheits‑ und Unfallkosten der steuerpflichtigen Per- son und der von ihr unterhaltenen Personen, sofern sie die Kosten selber trägt und die- se 5% des Reineinkommens übersteigen. Die geltend gemachten Auslagen sind zu belegen. Für alle Personen, die sich in einem Alters- und Pflegeheim befinden, wird in jedem Fall ein Abzug von Fr. 40.– pro Tag gewährt. (Maximum 365 Tage x Fr. 40.– = Fr. 14’600.–). Dieser Betrag wird in allen Fällen gewährt; d.h. unabhängig davon, ob die Person Hilflosenentschädigung bezieht oder nicht. Nachdem das Behindertengleichstel- lungsgesetz vom 13. Dezember 2002 in Kraft getreten ist, können die behinderungsbe- dingten Kosten des Steuerpflichtigen oder von ihm unterhaltenen Personen mit Behinde- rungen vollumfänglich in Abzug gebracht werden.
Lit. c
Freiwillige Zuwendungen Freiwillige Beiträge an juristische Personen mit Sitz in der Schweiz, die im Hinblick auf öffentliche oder auf ausschliesslich gemeinnützige Zwecke von der Steuerpflicht befreit sind, können in Abzug gebracht werden. Die Zuwendungen müssen mindestens Fr 100.– im Jahr betragen und dürfen 20% des Reineinkommens pro Jahr nicht übersteigen (vor Abzug Lit. e).
Lit. d
Unterhaltsbeiträge bei Scheidung oder Trennung Abziehbar sind die Alimentenleistungen an den geschiedenen oder getrennt lebenden Ehegatten sowie die Unterhaltsbeiträge an einen Elternteil für die unter seiner elterlichen Gewalt stehenden Kinder. Erstreckt sich die Unterhaltspflicht über das Mündigkeitsalter des Kindes hinaus (z.B. bei Hochschulstudium), kann die unterhaltspflichtige Person die Leistungen für das volljährige Kind nur im Rahmen von Ziffer 27 e der Steuererklärung in Abzug bringen. Den Alimenten gleichgesetzt sind Naturalleistungen wie Miete, Krankenkassenprämien, Schuldzinsen usw., welche anstelle von Barzahlungen ausgerichtet werden.
Renten und dauernde Lasten Der Empfänger der Leistung ist anzugeben. Abziehbare Rentenleistungen sind z.B. die gesetzlichen Haftpflichtrenten und die dem Steuerpflichtigen vertraglich oder testamen- tarisch auferlegten Leibrenten an Angestellte. Zu den abzugsfähigen dauernden Lasten gehören beispielsweise die jährlichen Aufwendungen aus einer Grundlast (Art. 782 ZGB) oder eine Grunddienstbarkeit (Art. 730 ff. ZGB). Leistungen, denen Leibrenten zu Grunde liegen, können vom privaten Rentenschuldner (Belasteten) bis zu 40% vom Einkommen in Abzug gebracht werden.
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Lit. e | |||
– Abzug für jedes Kind | Fr. 6’100.– | ||
– Abzug für jede unterstützungsbedürftige Person | Fr. 6’100.– | ||
Lit. f | |||
Vom Einkommen der Ehepaare, | die in rechtlich und tatsächlich ungetrennter Ehe leben, wer‑ | ||
den Fr. 2’500.– abgezogen | |||
Lit. g | |||
Sonderabzug vom Erwerbseinkommen des | |||
zweitverdienenden Ehegatten | max. 7’600.–/Jahr | ||
Leben Ehegatten in rechtlich und tatsächglich ungetrennter Ehe und erzielen beide ein Er‑ werbseinkommen so werden vom niedrigeren Erwerbseinkommen 50 %, jedoch mindestens Fr.
7’600.– und höchstens Fr. 12’500.– abgezogen. Unter | Erwerbseinkommen ist die Gesamtheit |
des Einkommens eines Steuerpflichtigen aus selbständiger und unselbständiger, haupt‑ und ne‑ benberuflicher Erwerbstätigkeit gemäss Steuererklärung zu verstehen. Dem Erwerbseinkom‑ men gleichgestellt sind Erwerbsausfallentschädigungen bei vorübergehendem Unterbruch der
Erwerbs-tätigkeit (für Militärdienst, Taggelder aus | Arbeitslosen‑, Kranken‑, Unfall‑ und Invali‑ |
denversicherung), nicht aber anderes Einkommen (z.B. Altersund Invalidenrenten, Vermögens- ertrag). Er wird auch bei mehreren Erwerbstätigkeiten pro Ehepaar nur einmal pro Jahr ge‑ währt und wird nicht gekürzt, wenn die Erwerbstätigkeit nur während eines Teils des Jahres oder als Teilzeitarbeit ausgeübt wird. Der Abzug darf das niedrigere Erwerbseinkommen des einen Ehegatten nach Abzug der Gewinnungskosten sowie der Beiträge an die AHV/IV/EO/ ALV/NBUV und die Vorsorge nicht übersteigen. Kein Abzug kommt in Betracht, wenn sich
aus der Erwerbstätigkeit ein Verlust ergeben hat. | |||
Der Abzug ist auch zulässig | bei erheblicher Mitarbeit des einen Ehegatten im Beruf, Geschäft | ||
oder Gewerbe des anderen Ehegatten, sofern diese Mitarbeit vertraglich vorgesehen oder
durch die Natur der Tätigkeit erforderlich ist.
Beispiel: | |||
Einkommen: | tiefer 7’600.– | höher 7’600.– | höher 12 ’500.– |
niedrigeres Einkommen | 6 ’700.– | 20 ’000.– | 40 ’000.– |
./. Gewinnungskosten | 1’900.– | 3 ’000.– | 3 ’000.– |
./. Beiträge Säule 3a | 900.– | 5 ’000.– | 5 ’000.– |
niedrigeres Einkommen | 4 ’000.– | 12 ’000.– | 32 ’000.– |
zugelassener Abzug | 4 ’000.– | 7 ’600.– | 12 ’500.– |
Lit. h |
AHV‑/IV‑Renten Diese sind zu 100% steuerbar. Kostenbeiträge der eidgenössischen Invalidenversicherung für medizinische und berufliche Eingliederungsmassnahmen, für Hilfsmittel sowie für Sonderschulung sind steuerfrei.
Renten und Pensionen aus Einrichtungen der beruflichen Vorsorge (2. Säule) Renten und Kapitalabfindungen aus beruflicher Vorsorge, die vor dem 1. Januar 1987 zu laufen began- nen oder fällig wurden oder die vor dem 1. Januar 2002 zu laufen begannen oder fällig wurden und auf einem Vorsorgeverhältnis beruhen, das am 31. Dezember 1986 bereits bestand, sind zu folgenden Prozentsätzen steuerbar:
a) Zu 60%, wenn die Leistungen (wie Einlagen, Beiträge, Prämienzahlungen), auf denen der Anspruch der steuerpflichtigen Person beruht, ausschliesslich von dieser erbracht worden sind;
28
b) Zu 80%, wenn die Leistungen, auf denen der Anspruch der steuerpflichtigen Person beruht, nur zum Teil, aber mindestens zu 20% von dieser erbracht worden sind;
c) Zu 100% in den übrigen Fällen.
Renten aus Säule 3a Leistungen aus gebundener Selbstvorsorge werden zu 100% besteuert.
Renten der Militärversicherung Das Bundesgesetz vom 19. Juni 1992 über die Militärversicherung (MVG 92) ist vom Bun- desrat auf den 1. Januar 1994 in Kraft gesetzt worden. Das bisherige Besteuerungsverbot in Artikel 47 Absatz 2 MVG 49 ist weitgehend dahingefallen. Somit sind Renten der Militär- versicherung, welche ab dem 1. Januar 1994 zu laufen beginnen oder fällig werden, vollum- fänglich steuerbar (Ausnahme: Integritätsschadenrenten und Genugtuungsleistungen).
Einkünfte aus Leibrenten, wiederkehrende Leistungen aus Wohnrecht, Nutzniessung oder Verpfründung Diese Einkünfte sind zu 40% steuerbar, wenn die Leistungen, auf denen der Anspruch be- ruht, ausschliesslich von der steuerpflichtigen Person oder einem Dritten erbracht worden sind. Beruht der Anspruch auf keiner Gegenleistung, erfolgt eine Besteuerung zu 100%.
Lit. i
Hier können die im Steuererklärungsformular erwähnten Versicherungsbeiträge sowie die im Wertschriftenverzeichnis angegebenen Zinsen von Sparkapitalien abgezogen werden,
gemäss Ziffer 7 der Beilage 2.
Als Zinsen von Sparkapitalien gelten Zinsen von Bankguthaben jeder Art (Sparhefte, Deposi‑ tenhefte, Kontokorrente usw.) von in‑ und ausländischen Obligationen sowie von Hypothekar‑
und anderen Darlehensforderungen. Vom Abzug ausgeschlossen sind | dagegen die Erträge von | |
Aktien, Anteilscheinen und Anteilen an Anlagefonds. | ||
Höchstabzüge für Versicherungsprämien und | ||
Sparkapitalzinsen | ||
1. für Ehepaare | ||
– mit Beiträgen an die Säule 2 und 3a Fr. | 3300.- | |
– ohne Beiträge an die Säule 2 und 3a Fr. | 4950.- | |
2. für die übrigen Steuerpflichtigen | ||
– mit Beiträgen an die Säule 2 und 3a Fr. | 1700.- | |
– ohne Beiträge an die Säule 2 und 3A Fr. | 2550.- | |
3. für jedes Kind Fr. | 700.- | |
4. für jede unterstützungsbedürftige Person Fr. | 700.- | |
Bemerkungen
Dem verheirateten Steuerpflichtigen, der nur zum Teil in der Schweiz der Steuer unterworfen ist, wird der Abzug unter lit. h pro rata im Verhältnis des steuerbaren Einkommens in der
Schweiz zum gesamten steuerbaren Einkommen gewährt.
29
Berechnung der direkten Bundessteuer Die Steuer ist geschuldet, wenn das steuerbare Einkommen (Ziffer 28 der Steuererklärung) mindestens Fr. 16’900.– für Alleinstehende (Ledige, Verwitwete, Geschiedene, Getrennt- lebende) und mindestens Fr. 29’200.– für Verheiratete, die in rechtlich und tatsächlich un‑ getrennter Ehe leben, sowie für verwitwete, gerichtlich oder tatsächlich getrennt lebende, geschiedene und ledige Steuerpflichtige, die mit Kindern oder unterstützungspflichtigen Per‑ sonen im gleichen Haushalt zusammenleben und deren Unterhalt zur Hauptsache bestreiten. Über die Berechnung der Steuer gibt der Gebrauchstarif für natürliche Personen (Formular 58, Ausgabe 2006 Post) Aufschluss, der bei der Steuerbehörde verlangt werden kann (siehe Tabelle auf Seite 34).
VERMÖGEN
Vermögen (nur für Kantons- und Gemeindesteuern) Das steuerbare Vermögen bemisst sich nach dem Stand am Ende der Steuerperiode oder Steu‑ erpflicht.
Ziffer 29: Liegenschaften Mit dem Inkrafttreten des Dekretes vom 17. Juni 2005 wurde der Rabatt auf die Steuerwer‑ te der Liegenschaften aufgehoben. Dieser Rabatt betrug 25% des Katasterwertes der nicht landwirtschaftlichen Gebäude und Grundgüter und 20% der industriellen Liegenschaften. Die Steuerwerte der landwirtschaftlichen Gebäude und Grundgüter werden weiterhin zu 15% besteuert.
Ziffer 30
a) Unter dieser Rubrik ist der Wert der Viehhabe per 31. Dezember 2008 anzugeben, welcher auf Seite 1 der Beilage für Landwirtschaftsbetriebe hervorgeht.
b) Es sind sämtliche Betriebsaktiven gemäss Bilanz (ohne Liegenschaften) zu deklarieren.
Ziffer 31 Der Vermögensanteil an Kollektiv- oder Kommanditgesellschaften ist gemäss dem Frage- bogen, den die Gesellschaft auszufüllen hat, zu deklarieren.
Ziffer 32: Wertschriften und Kapitalanlagen Als Steuerwert am 31. Dezember 2008 gilt für kotierte Wertpapiere der Schlusskurs des letz- ten Börsen-Handelstages im Dezember. Bei fehlenden Kursen wird auf die letztverfügbaren Kurse zurückgegriffen. (Quelle: Telekurs Financial). Für die in der Schweiz kotierten Titel kann dieser Schlusskurs der amtlichen Steuerkursliste 2008 entnommen werden. Diese Kurs- liste sowie die Kursliste HB (vor- oder ausserbörslich gehandelte Wertpapiere) erscheinen Ende Januar 2009 und sind bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung in Bern erhältlich. Diese Kurslisten sind auch im Internet abrufbar. www.estv.admin.ch/data/dvs/index/d/index.htm. Für die Festlegung des Steuerwertes der an ausländischen Börsen kotierten ausländischen Wertschriften sind die bezahlten Kurse per Ende Dezember 2008 massgebend. In Ermange- lung solcher Kursnotizen gelten im Allgemeinen die letztbekannten Geldkurse. Für die Um- rechnung in Schweizer Franken ist der „Devisenkurs für Wertschriften“ anzuwenden.
30
Nichtkotierte, d.h. an der Börse nicht offiziell gehandelte Wertpapiere sind zum Verkehrswert (Steuerwert) am 31. Dezember 2008 zu deklarieren. Wenn dieser Wert im Zeitpunkt der Abga- be der Steuererklärung nicht bekannt ist, so kann, unter Vorbehalt der Berichtigung durch die Veranlagungsbehörde, der letztbekannte Steuerwert eingesetzt werden (Wert am 31.12.2007 oder 31.12.2006). Da die kantonale Steuerverwaltung an das Steuergeheimnis gebunden ist und deshalb über die Steuerwerte nicht kotierter Wertpapiere keine Auskünfte erteilen kann, müssen sich die Steuerpflichtigen für die Bekanntgabe der Steuerwerte direkt beim entspre- chenden Unternehmen informieren. Guthaben sind ordentlicherweise mit dem vollen Forderungsbetrag anzugeben. Bei bestrit- tenen oder unsicheren Guthaben kann jedoch dem Grade der Verlustwahrscheinlichkeit ange- messen Rechnung getragen werden. Auf ausländischen Währungen lautende Guthaben sind zu den gleichen Devisen- bzw. Wertschriftensperrkursen in Schweizerfranken umzurechnen wie die im Ausland kotierten Wertschriften. Zusätzliche Hinweise zum Ausfüllen des «Verzeichnis der Wertschriften und Kapitalanlagen» erteilt Ihnen Ihre Gemeindeverwaltung oder die kanto- nale Steuerverwaltung, Sektion Verrechnungssteuer (Tel. 027 606 24 84/85).
Ziffer 33: Private Wertsachen Ausländische Banknoten sowie Gold und andere Edelmetalle sind zum Verkehrswert anzuge- ben. Für ausländische Banknoten und Gold können die massgebenden Kurse der amtlichen Steuerkursliste 2008 entnommen werden. Privatfahrzeuge, Wohnwagen, Wohnmobile, Sammlungen, Kunstwerke und Schmuck sind mit 80% des Versicherungswertes zu deklarieren. Hausrat und persönliche Gebrauchsgegen- stände sind steuerfrei.
Ziffer 34: Rückkaufswert von Lebensversicherungen Die Lebensversicherungspolicen werden zum Rückkaufswert besteuert. Rückkaufsfähig sind nach Art. 90, Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Versicherungsvertrag, Versicherungen, bei denen der Eintritt des versicherten Ereignisses gewiss ist. Das trifft mit wenigen Ausnahmen bei den gewöhnlichen Lebensversicherungen zu, z.B. bei der gemischten Versicherung, bei der Versicherung auf einen bestimmten Zeitpunkt und bei der lebensläng- lichen Todesfallversicherung. Rentenversicherungen haben nur dann einen steuerbaren Rück- kaufswert, wenn eine Rückgewähr vereinbart worden ist und die Rente noch nicht zu laufen begonnen hat. Die Versicherungsgesellschaft muss den Rückkaufswert der Versicherungen unter Angabe der Policen-Nummern bescheinigen. Die Gesellschaften sind gehalten, den Versicherten alle nö- tigen Angaben zu machen (Art. 136 StG). Bescheinigungen über den Rückkaufswert sind der Steuererklärung beizulegen. Es sind sämtliche Lebensversicherungen zu deklarieren, auch solche ohne Rückkaufswert.
Ziffer 36, 37 und 38: Schulden Die auf Geschäfts- und Landwirtschaftsbetrieben lastenden Schulden sowie die Privatschul- den sind in den entsprechenden Rubriken zu deklarieren.
Ziffer 39: Pauschalabzug Für die Berechnung des Nettovermögens ist in Abzug zu bringen:
a) Für Ledige, Verwitwete oder Geschiedene ohne Kinderlasten: Fr. 30‘000.–;
b) Für Verheiratete sowie für Verwitwete, Geschiedene oder Ledige mit Kinderlasten: Fr. 60‘000.–
31
Ziffer 42: Vermögen ausserhalb des Kantons Das Vermögen ausserhalb des Kantons dient lediglich zur Festsetzung des Steuersatzes.
Ziffer 43: Vermögen im Ausland Das Vermögen im Ausland dient lediglich zur Festsetzung des Steuersatzes.
Ziffer 44: Steuersatz Die natürlichen Personen, die nur für einen Teil ihres Vermögens im Kanton steuerpflichtig sind, entrichten die Steuer für die im Kanton steuerbaren Werte nach dem Steuersatz, der ihrem gesamten Vermögen entspricht.
Unterschrift auf der Steuererklärung (Art. 131 bis StG) Ziffer 1: Die im gemeinsamen Haushalt lebenden Ehegatten werden als ein Steuerpflichtiger betrachtet und üben die nach dem Gesetz dem Steuerpflichtigen zukommenden Ver- fahrensrechte und Verfahrenspflichten gemeinsam aus.
Ziffer 2: Sie unterschreiben die Steuererklärung gemeinsam. Ist die Steuererklärung nur von einem der beiden Ehegatten unterzeichnet, so wird dem nichtunterzeichneten Ehe‑ gatten eine Frist eingeräumt. Nach deren unbenutztem Ablauf wird die vertragliche Vertretung unter Ehegatten angenommen.
Straffolgen bei Widerhandlungen (Art.175 und ff DBG und Art. 203 und ff StG) Für unwahre oder unvollständige Angaben beträgt die Busse im Falle einer vollendeten Hin‑ terziehung in der Regel das Einfache der hinterzogenen Steuer; bei schwerem Verschulden kann sie bis auf das Dreifache erhöht werden. Im Falle einer versuchten Hinterziehung beträgt die Busse zwei Drittel der Busse, die bei vorsätzlicher und vollendeter Steuerhinter‑ ziehung festzusetzen wäre.
Anstiftung, Hilfeleistung oder Mitwirkung zu einer Steuerhinterziehung wird ohne Rücksicht auf die Strafbarkeit des Steuerpflichtigen mit Busse bestraft; überdies kann die solidarische Haftung der hinterzogenen Steuern verlangt werden.
Die Busse beträgt bis zu Fr. 10’000.–, in schweren Fällen oder bei Rückfall bis zu Fr. 50’000.– Wer gefälschte, verfälschte oder inhaltlich unwahre Urkunden wie z.B. Geschäftsbücher, Bilanzen, Erfolgsrechnungen oder Lohnausweise und andere Bescheinigungen Dritter zur Täuschung gebraucht, wird mit Gefängnis oder mit einer Busse bis zu Fr. 30’000.– be‑ straft.
Besondere Bestimmungen (Art. 203 Ziffer 4 StG)
Zeigt der Steuerpflichtige die Steuerhinterziehung an, bevor sie der Steuerbehörde be- kannt ist, wird keine Busse erhoben.
32
Tabelle zur Umrechnung von Kapitalleistungen | ||||||
in lebenslängliche Renten | ||||||
Einer Kapitalleistung von je Fr. 1000.‑ entspricht je nach Alter und | Geschlecht des Empfän- | |||||
gers folgende jährliche lebenslängliche Rente (monatlich vorschüssig | zahlbar): | |||||
Jahresrente | Jahresrente | Jahresrente | ||||
Alter | Mann Fr. | Frau Alter Fr. | Mann Fr. | Frau Alter Fr. | Mann Fr. | Frau Fr. |
00 | 22.70 | 22.49 35 | 28.38 | 27.87 70 | 60.71 | 55.21 |
01 | 22.79 | 22.57 36 | 28.68 | 28.15 71 | 63.17 | 57.38 |
02 | 22.88 | 22.65 37 | 29.00 | 28.44 72 | 65.83 | 59.76 |
03 | 22.98 | 22.74 38 | 29.33 | 28.74 73 | 68.71 | 62.36 |
04 | 23.07 | 22.83 39 | 29.68 | 29.06 74 | 71.82 | 65.21 |
05 | 23.17 | 22.92 | 40 | 30.04 | 29.39 | 75 | 75.18 | 68.34 |
06 | 23.27 | 23.02 | 41 | 30.43 | 29.73 | 76 | 78.82 | 71.78 |
07 | 23.38 | 23.12 | 42 | 30.83 | 30.09 | 77 | 82.76 | 75.58 |
08 | 23.49 | 23.22 | 43 | 31.26 | 30.46 | 78 | 87.03 | 79.78 |
09 | 23.60 | 23.32 | 44 | 31.71 | 30.85 | 79 | 91.66 | 84.43 |
10 | 23.72 | 23.43 | 45 | 32.18 | 31.26 | 80 | 96.68 | 89.58 |
11 | 23.84 | 23.55 | 46 | 32.68 | 31.68 | 81 | 102.13 | 95.30 |
12 | 23.97 | 23.66 | 47 | 33.21 | 32.13 | 82 | 108.03 | 101.66 |
13 | 24.10 | 23.78 | 48 | 33.77 | 32.60 | 83 | 114.44 | 108.72 |
14 | 24.24 | 23.90 | 49 | 34.37 | 33.09 | 84 | 121.40 | 116.57 |
15 | 24.38 | 24.03 | 50 | 35.00 | 33.61 | 85 | 128.94 | 125.28 |
16 | 24.52 | 24.16 | 51 | 35.66 | 34.16 | 86 | 137.12 | 134.93 |
17 | 24.67 | 24.30 | 52 | 36.37 | 34.74 | 87 | 145.99 | 145.62 |
18 | 24.83 | 24.44 | 53 | 37.11 | 35.35 | 88 | 155.58 | 157.41 |
19 | 24.98 | 24.59 | 54 | 37.90 | 36.00 | 89 | 165.95 | 170.37 |
20 | 25.15 | 24.75 | 55 | 38.74 | 36.69 | 90 | 177.13 | 184.58 |
21 | 25.31 | 24.90 | 56 | 39.62 | 37.41 | 91 | 189.17 | 200.08 |
22 | 25.48 | 25.07 | 57 | 40.57 | 38.19 | 92 | 202.13 | 216.92 |
23 | 25.66 | 25.24 | 58 | 41.57 | 39.02 | 93 | 216.06 | 235.14 |
24 | 25.84 | 25.42 | 59 | 42.64 | 39.90 | 94 | 230.96 | 254.76 |
25 | 26.02 | 25.60 | 60 | 43.78 | 40.84 | 95 | 246.91 | 275.76 |
26 | 26.22 | 25.79 | 61 | 45.00 | 41.85 | 96 | 263.99 | 298.16 |
27 | 26.42 | 25.99 | 62 | 46.30 | 42.93 | 97 | 282.33 | 322.03 |
28 | 26.63 | 26.19 | 63 | 47.69 | 44.09 | 98 | 302.11 | 347.40 |
29 | 26.84 | 26.41 | 64 | 49.18 | 45.33 | 99 | 323.40 | 374.38 |
30 | 27.07 | 26.63 | 65 | 50.77 | 46.67 | 100 | 346.18 | 403.45 |
31 | 27.31 | 26.86 | 66 | 52.48 | 48.12 | 101 | 370.35 | 434.16 |
32 | 27.56 | 27.10 | 67 | 54.32 | 49.68 | 102 | 395.89 | 466.46 |
33 | 27.82 | 27.34 | 68 | 56.29 | 51.38 | 103 | 422.80 | 500.29 |
34 | 28.09 | 27.60 | 69 | 58.42 | 53.21 | 104 | 451.05 | 535.60 |
33
Tabelle für die Berechnung der direkten Bundessteuer der natürlichen Personen
Die Tarife 2006/Post gelten in allen Kantonen ausgenommen für Kapitalleistungen aus Vorsorge, für welche die Tarife 2007/Prae anzuwenden sind.
Alleinstehende | Verheiratete und Einelternfamilien Alleinstehende Verheiratete und Einelternfamilien |
Steuerbares | Steuer für | Für je weitere CHF Steuer für | Für je weitere CHF Steuerbares Steuer für Für je weitere CHF Steuer für Für je weitere CHF | ||
1 | 2 | ||||
Einkommen | 1 Jahr | 100 Einkommen | 1 Jahr 2 | 100 Einkommen | Einkommen 1 1 Jahr 2 100 Einkommen 1 Jahr 2 100 Einkommen |
Fr. | Fr. | Fr. | Fr. | Fr. | Fr. Fr. Fr. Fr. Fr. |
16'900 | 25.41 | 73'600 1'347.75 940.00 | |||
17'000 | 26.18 | 75'000 1'440.15 996.00 4.00 | |||
18'000 | 33.88 | 80'000 1'770.15 1'196.00 | |||
19'000 | 41.58 | 85'000 2'100.15 1'396.00 | |||
20'000 | 49.28 | 85'100 2'106.75 1'400.00 6.60 | |||
21'000 | 56.98 | 90'000 2'430.15 1'645.00 5.00 | |||
22'000 | 64.68 | 95'000 2'760.15 1'895.00 | |||
23'000 | 72.38 | 97'300 2'911.95 2'010.00 | |||
24'000 | 80.08 | 0.77 | 97'400 2'918.55 2'015.00 | ||
25'000 | 87.78 | 97'600 2'931.75 2'027.00 | |||
26'000 | 95.48 | 97'700 2'938.35 2'033.00 6.00 | |||
27'000 | 103.18 | 100'000 3'140.75 2'171.00 | |||
27'800 | 109.34 | 105'000 3'580.75 2'471.00 | |||
28'000 | 110.88 | 108'000 3'844.75 2'651.00 | |||
29'000 | 118.58 | 108'100 3'853.55 2'657.00 | |||
29'200 | 120.12 | 25.00 | 110'000 4'020.75 2'790.00 7.00 | ||
29'700 | 123.97 | 30.00 | 115'000 4'460.75 8.80 3'140.00 | ||
29'800 | 124.70 | 31.00 | 116'900 4'627.95 3'273.00 | ||
30'000 | 126.46 | 33.00 | 117'000 4'636.75 3'280.00 | ||
31'000 | 135.26 | 43.00 | 120'000 4'900.75 3'520.00 8.00 | ||
32'000 | 144.06 | 53.00 | 123'900 5'243.95 3'832.00 | ||
33'000 | 152.86 | 63.00 | 124'000 5'252.75 3'840.00 | ||
34'000 | 161.66 | 0.88 | 73.00 | 127'000 5'516.75 4'110.00 9.00 | |
35'000 | 170.46 | 83.00 | 127'100 5'525.55 4'119.00 | ||
36'000 | 179.26 | 93.00 | 129'200 5'756.55 4'308.00 | ||
37'000 | 188.06 | 103.00 | 129'300 5'767.55 4'317.00 10.00 | ||
38'000 | 196.86 | 113.00 | 1.00 | 132'800 6'152.55 4'667.00 | |
38'900 | 204.78 | 122.00 | 132'900 6'163.55 4'677.00 11.00 | ||
39'000 | 205.65 | 123.00 | 134'600 6'350.55 4'864.00 | ||
40'000 | 232.05 | 133.00 | 134'700 6'361.55 4'875.00 11.00 | ||
41'000 | 258.45 | 143.00 | 135'000 6'394.55 4'911.00 12.00 | ||
42'000 | 284.85 | 153.00 | 136'400 6'548.55 5'079.00 | ||
43'000 | 311.25 | 163.00 | 136'500 6'559.55 5'091.00 | ||
44'000 | 337.65 | 173.00 | 140'000 6'944.55 5'546.00 | ||
45'000 | 364.05 | 183.00 | 150'000 8'044.55 6'846.00 | ||
46'000 | 390.45 | 2.64 | 193.00 | 160'000 9'144.55 8'146.00 | |
47'000 | 416.85 | 203.00 | 166'100 9'815.55 8'939.00 | ||
47'800 | 437.97 | 211.00 | 166'200 9'826.55 8'952.00 | ||
47'900 | 440.61 | 212.00 | 180'000 11'648.15 10'746.00 | ||
48'000 | 443.25 | 214.00 | 200'000 14'288.15 13'346.00 | ||
49'000 | 469.65 | 234.00 | 200'000 14'288.15 13'346.00 | ||
50'000 | 496.05 | 254.00 | 250'000 20'888.15 19'846.00 | ||
51'000 | 522.45 | 274.00 | 2.00 | 300'000 27'488.15 26'346.00 13.00 13.20 | |
51'900 | 546.21 | 292.00 | 350'000 34'088.15 32'846.00 | ||
52'000 | 548.85 | 294.00 | 400'000 40'688.15 39'346.00 | ||
53'000 | 578.55 | 314.00 | 500'000 53'888.15 52'346.00 | ||
54'000 | 608.25 | 334.00 | 600'000 67'088.15 65'346.00 | ||
54'800 | 632.01 | 350.00 | 700'000 80'288.15 78'346.00 | ||
54'900 | 634.98 | 2.97 | 352.00 | 712'400 81'924.95 79'958.00 | |
55'000 | 637.95 | 355.00 | 712'500 81'937.50 79'971.00 | ||
60'000 | 786.45 | 505.00 | 750'000 86'250.00 84'846.00 | ||
65'000 | 934.95 | 655.00 | 3.00 | 800'000 92'000.00 11.50 91'346.00 | |
68'200 | 1'029.99 | 751.00 | 843'500 97'002.50 97'001.00 | ||
68'300 | 1'032.95 | 754.00 | 843'600 97'014.00 97'014.00 11.50 | ||
70'000 | 1'133.93 | 805.00 | |||
70'800 | 1'181.45 | 5.94 | 829.00 | Für höhere steuerbare Einkünfte beträgt die Jahressteuer einheitlich 11.5 %. | |
70'900 | 1'187.39 | 832.00 | 4.00 | ||
73'500 | 1'341.83 | 936.00 | |||
1 Restbeträge | von weniger als CHF 100 2 Die Jahressteuer wird gegebenenfalls auf | |
fallen ausser Betracht. | die nächsten 5 Rp. abgerundet. | |
34
Landwirtschaft VEREINFACHTE BEILAGE (Formular 2a) Dieser Fragebogen muss von Landwirten ausgefüllt werden, die ihre Landwirtschaft im Ne‑ benberuf ausüben und nicht buchführungspflichtig sind, d.h. deren jährliche Brutto- einnah‑ men, inkl. Direktzahlungen und andere Entschädigungen, weniger als Fr. 75’000.– betragen. Die Bestätigungen der Bruttoeinnahmen, sowie der Löhne, Arbeiten durch Dritte, Sömme‑ rungslöhne und Pachtzinse sind beizulegen. Die anderen Betriebskosten, direkte‑ und Struk‑ turkosten werden pauschal festgesetzt. Nettonormen für Kleinbetriebe mit Viehhabe Der Steuerpflichtige mit Viehhabe, der nicht buchführungspflichtig ist, kann das Einkommen aus Landwirtschaft ohne Belege nach Nettonormen deklarieren. Diese enthalten u.a. die landw. Beiträ‑ ge, die Löhne, die Abschreibungen, die Zinsen und die bezahlten und einkassierten Pachtzinsen. Flachland Fr. 2’000.– pro GVE Hügelzone + Zonen I und II Fr. 1’500.– pro GVE Bergzonen III und IV Fr. 1’600.– pro GVE Für die Eringerrasse reduzieren sich diese Normen um 30%. Gemietete Reben: (Direkte- und Strukturkosten) Für den Eigentümer, der die Reben vermietet, beträgt der Abzug Fr. 0,25 pro m2 Dieser Betrag entspricht der Abschreibung auf das Pflanzenkapital Für den Mieter der Reben, beträgt der Abzug Fr. 0,95 pro m2 Dieser Betrag entspricht den Betriebskosten ohne die Abschreibung auf das Pflanzenkapital.
Buchführungspflicht
Eine Buchhaltung ist obligatorisch für:
die Landwirte, deren jährliche Bruttoeinnahmen mehr als Fr. 75’000.– betragen;
die Landwirte, die ihre Betriebe hauptamtlich bewirtschaften;
die Landwirte, die beantragen nach dem tatsächlichen Landwirtschaftseinkommen besteuert zu werden.
Landwirte, die eine Rückstellung bei Wertverminderung von landw. Boden geltend gemacht haben.
Diese Steuerpflichtigen können ihr Einkommen festlegen:
entweder aufgrund einer Buchhaltung mit Jahresabschlüssen, die Bilanzen und Gewinn‑ und Verlustrechnungen sind dem Fragebogen beizulegen (Art. 133 StG 1976 und 125 DBG);
oder aufgrund von Aufzeichnungen über Einnahmen und Ausgaben, Aktiven und Passiven sowie Privatentnahmen und Privateinlagen (Art. 133 StG 1976 und 125 DBG).
AUFBEWAHRUNGSPFLICHT
Die Urkunden und sonstigen Belege sind während 10 Jahren aufzubewahren. Darunter fallen insbesondere Verträge aller Art, wichtige Korrespondenzen, Einkaufsfakturen, Doppel der ausgestellten Rechnungen, Bankauszüge mit den entsprechenden Belegen, Post‑ checkbelege (einschliesslich Saldomeldungen), Buchungsbelege, Quittungen aller Art, Bild‑ und Datenträger, sofern auf ihnen Geschäftskorrespondenzen oder Buchungsbelege aufge‑ zeichnet sind usw. 35
AUFSTELLUNG NACH DER BUCHHALTUNG
Die buchführungspflichtigen Landwirte müssen ihre Bilanz, Erfolgsrechnung, Pachtzins‑ verzeichnisse sowie die Abschreibungstabellen beilegen.
Die Berechnungsgrundlage für die Steuerperiode 2008 ist das Geschäftsjahr 2008 bzw. 2007/2008 bei gebrochenem Geschäftsjahr.
In steuerlicher Hinsicht müssen folgende Aufrechnungen und Abzüge gegenüber der Erfolgs‑ rechnung vorgenommen werden:
steuerlich nicht abzugsfähige Kosten, wie Investitionen und private Ausgaben, nicht aus- geschiedene Privatanteile, welche der Erfolgsrechnung belastet wurden;
steuerbare Einkünfte, wie Buchgewinne infolge Aufwertung von Aktien, Liquidationsge- winne und Naturalbezüge, welche der Erfolgsrechnung nicht gutgeschrieben wurden;
der Erfolgsrechnung gutgeschriebene Beträge, welche separat besteuert werden, wie Lohneinkommen ausserhalb des Betriebes (mit der AHV abgerechnet), Familienzulagen, Eigenmietwert, usw.
Eine Buchhaltung kann nur dann als beweiskräftig anerkannt werden, wenn sie den folgenden Mindestanforderungen des OR (Art. 957 und ff.) entspricht: die Aufzeichnungen über die Ein‑ nahmen und Ausgaben sind fortlaufend, lückenlos und wahrheitsgetreu vorzunehmen (dem Geschäftsabschluss müssen detaillierte und vollständige Verzeichnisse über die Warenvorräte, Inventare, Debitoren und Kreditoren usw. zu Grunde liegen).
Die Führung der Buchhaltung muss der Wichtigkeit des Landwirtschaftsbetriebes entsprechen (Bilanzwahrheit und Bilanzklarheit).
AUFSTELLUNG AUFGRUND VON AUFZEICHNUNGEN
Die Steuerpflichtigen, die ihr Einkommen nach Aufzeichnungen erstellen, müssen ein Verzeichnis über die bezahlten Pachtzinsen sowie die Abschreibungstabellen beilegen. Die Berechnungsgrundlage für die Veranlagungsperiode 2008 ist das Kalenderjahr 2008. Für diese Aufzeichnungen werden folgende Mindestanforderungen verlangt:
lückenlose und fortlaufende, jeweils auf Monatsende abgeschlossene Aufzeichnungen über Einnahmen und Ausgaben (Kassa‑ und Postcheckbuch);
die Namen und Wohnorte der Leistenden und der Empfänger sind anzugeben;
detaillierte Angaben über Vorräte, Inventare, Debitoren und Kreditoren.
36
RICHTLINIEN ZUR ERSTELLUNG DER BILANZ
1. Vorräte
Die Bewertung ist nach dem Marktwert vorzunehmen. Der Wert der selbst produzierten Waren in Bezug auf ihre Verwendung im Betrieb ist vom Steuerpflichtigen unbedingt zu deklarieren. Für die Bewertung des Rohfuttervorrates nehmen wir einen Betrag von Fr. 700.- pro Gross- vieheinheit (GVE) an. Dieser Betrag entspricht dem Wert der Fütterung von Januar bis Ende April.
2. Tierbestand
Die Bewertung kann nach den Richtlinien der Auswertungszentrale von Buchhaltungsab- schlüssen FAT erfolgen. Für zugekaufte Tiere, z. B. in neu erworbenen Betrieben, kann von den Gestehungskosten zuzüglich Zuwachs und abzüglich Abschreibungen ausgegangen werden. Bewertungswert der GVE nach den Richtlinien FAT:
01.01.2008 Fr. 2’000.–
31.12.2008 Fr. 2’100.–
Für die Vermögenssteuer sind die Werte der letzten Bilanz massgebend.
3. Gebäude
Die Abschreibungen sowie die Subventionen sind bei einem Liegenschaftsgewinn steuer‑ pflichtig (Art. 18 DBG). Im Jahresabschluss muss der gegenwärtige Stand ersichtlich sein.
MERKBLATT ÜBER ABSCHREIBUNGEN
auf dem Anlagevermögen land‑ und forstwirtschaftlicher Betriebe
Rechtsgrundlagen: Artikel 28 des Gesetzes über die direkte Bundessteuer (DBG). Die Abschreibungssätze sind in Zusammenarbeit mit der Subkommission Landwirtschaft der Kommission für Erfahrungszahlen erarbeitet worden.
1. Allgemeines:
Ausgangswert für die Berechnung der Abschreibung sind die Gestehungskosten. Diese er‑ geben sich aus dem Kaufpreis, vermindert um allfällige Rabatte, Eintauschgutschriften usw. Wird eine Buchhaltung neu eröffnet, so sind die Anlagegüter mit den Gestehungskosten, unter Berücksichtigung der seit der Anschaffung eingetretenen Wertverminderungen oder Wertver‑ mehrungen in die Eingangsbilanz aufzunehmen. Abschreibungen sind nur auf Gegenständen des Geschäftsvermögens möglich, d.h. solche die ganz oder vorwiegend der Erwerbstätigkeit dienen (Art. 18 Abs. 2 DBG). Bei Übernahme oder Kauf der ganzen oder einzelner Teile der Liegenschaft zu Verkehrswer‑ ten ist der Boden gesondert zu bewerten.
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2. Ohne besonderen Nachweis gelten folgende Abschreibungssätze: | ||
Abschreibungssätze in Prozent | ||
Anschaf- fungswert | Buchwert | |
2.1 Boden | ||
Keine Abschreibungen auf bewirtschaftetem Boden. .............. | –– | –– |
2.2 Gesamtsatz | ||
(bei fehlender Ausscheidung für Land, Gebäude, | ||
Meliorationen und Pflanzen im Inventar). | ||
Die Abschreibung ist nur bis auf den Wert des Bodens zu- | ||
lässig......................................................................................... | 1,5% | 3% |
2.3 Meliorationen | ||
Entwässerungen, Güterzusammenlegungskosten..................... | 5% | 10% |
Erschliessungen (Wege usw.), Rebmauern............................... | 3% | 6% |
2.4 Pflanzen | ||
(Abschreibung ab Vollertrag) | ||
Die bis zum Zeitpunkt des Vollertrages aktivierten | ||
Kosten bilden den Ausgangswert für die Berechnung | ||
der Abschreibung. | ||
Reben........................................................................................ | 6% | 12% |
Obstanlagen.............................................................................. | 10% | 20% |
2.5 Gebäude | ||
Wohnhäuser............................................................................... | 1% | 2% |
Gesamtsatz für Gebäude und Bauernhäuser (Wohn- | ||
teil und Stall unter dem gleichen Dach). ................................... | 2% | 4% |
Oekonomiegebäude................................................................... | 3% | 6% |
Treibhäuser................................................................................ | 7% | 14% |
Leichtbauten, Schweineställe, Geflügelhallen, usw.. ................ | 5% | 10% |
Silos, Bewässerungen................................................................ | 5% | 10% |
Plastiktunnels, Polyestersilos. ................................................... | 10% | 20% |
2.6 Mechanische Einrichtungen | ||
(fest mit den Gebäuden verbundene technische Anla- | ||
gen, soweit nicht in den Gebäudewerten inbegriffen, | ||
z.B. Gesamtsatz)........................................................................ | 12% | 25% |
2.7 Fahrzeuge, Maschinen. ..................................................... | 20% | 40% |
Bei starker Beanspruchung........................................................ | 25% | 50% |
2.8 Vieh | ||
In der Regel erfolgt eine sofortige Abschreibung bis auf den Einheitswert gemäss Richtlinien | ||
BLW. Auf längere Zeit gesehen führt diese Methode zum selben Ergebnis wie die Abschrei‑ | ||
bung über die Nutzungszeit. | ||
38
3. Investitionen für energiesparende Einrichtungen, Umwelt- schutzanlagen Isolierungen, Anlagen zur Umstellung des Heizungssystems, Sonnenenergie‑ und Biogasver‑ wertung und dergleichen können im ersten und zweiten Jahr bis zu 25% bzw. 50%, und in den folgenden Jahren zu den betreffenden Sätzen (Ziffer 2) abgeschrieben werden.
4. Nachholung unterlassener Abschreibungen
Diese ist nur in Fällen zulässig, in denen der steuerpflichtige Betrieb in früheren Jahren wegen schlechten Geschäftsganges keine genügenden Abschreibungen vornehmen konnte. Sie sind zu begründen.
5. Besondere Abschreibungsverfahren
Darunter sind besondere kantonale, vom ordentlichen Verfahren abweichende Methoden zu verstehen, die nach kantonalem Steuerrecht oder ‑praxis unter bestimmten Voraussetzungen regel‑ und planmässig zur Anwendung gelangen. (Sofortabschreibung, Einmalabschreibung)
6. Rückstellungen bei Wertverminderung von landwirtschaftli- chem Boden bis zum Ertragswert
Diese Weisungen sind gültig für die Kantons- und Gemeindesteuern. Für die direkte Bundes steuer sind die Werte gemäss nachstehender Tabelle anzuwenden.
Bedingungen für die Bildung dieser Rückstellungen:
Der Steuerpflichtige muss Eigentümer und Bewirtschafter sein
Das bewirtschaftete Land muss in der landwirtschaftlichen Zone liegen
Es muss eine ordentliche Buchhaltung mit Abschreibungstabellen geführt werden
Die aktuellen Werte müssen tiefer als der Kaufpreis oder der Buchwert sein
Der Kaufpreis der Reben und der Baumplantagen, auf denen noch keine Rückstellung vorgenommen wurde, ist der Wert auf den Boden und das Pflanzenkapital aufzuteilen. Wenn es nicht möglich ist, den Wert des Pflanzenkapitals der Reben bei Erwerb festzustel- len, wird der Wert Pauschal auf Fr. 5.– pro m2 festgesetzt.
Die Rückstellungen können bis zum Ertragswert nur ab dem Jahr vorgenommen werden, das jenem des Erwerbs der Parzelle folgt.
ERTRAGSWERT DES LANDWIRTSCHAFTLICHEN BODENS
Beim gesamten landwirtschaftlichen Boden inklusive Reben, handelt es sich um den Wert des Bodens allein; d.h. ohne das Pflanzenkapital und die Mauern. Die nachstehenden Werte wurden im Einvernehmen mit der Walliser Landwirtschaftskammer bestimmt.
39
Pro m2 Direkte Bundessteuer | ||
Kultivierter Boden, Flachland | ||
(ohne Mittelwallis von Siders bis St. Maurice) | Fr. 0.50 | Fr. 5.– |
Kultivierter Boden, Hügelzone | ||
Spezielle Kulturen (von Siders bis St. Maurice) | Fr. 1.50 | Fr. 6.– |
Bergzonen (2 bis 3 Bewirtschaftungen) | Fr. 0.25 | |
Bergzonen (1 und 2 Bewirtschaftungen) | Fr. 0.10 | |
WÄLDER | ||
(gemäss Betriebskosten) | ||
Schwach | Fr. 0.30 | |
Mittel | Fr. 0.15 | |
Hoch | Fr. 0.05 | |
ALPFLÄCHEN pro Kuhrecht | ||
(definiert durch das Amt für Landwirtschaft) | ||
Gut | Fr. 1 500.– | |
Mittel | Fr. 1 000.– | |
Minimum | Fr. 500.– | |
UNKULTIVIERT | pro m2 | |
(alle Regionen) | Fr. 0.– | |
REBEN
Ebene | Fr. 4.50 | Fr. 4.50 |
Rechte Talseite (Zone I) | Fr. 7.50 | Fr. 15.– |
Rechte Talseite (Zone II) | Fr. 7.– | Fr. 10.– |
Rechte Talseite (Zone III) | Fr. 6.50 | Fr. 6.50 |
Hanglage linke Talseite | Fr. 6.– | Fr. 6.– |
Linke Talseite (Zone III) | Fr. 5.50 | Fr. 5.50 |
Grosse Weinberge unterliegen individuellen Schatzungen. Falls die Produktion unter ei-
ner spezifischen Bezeichnung verkauft wird, können | diese Schatzungen höher als der | |
amtliche Richtwert sein. | ||
40
Beispiel einer Berechnung für Reben deren Wert der Mauern Pauschal auf Fr. | 8.– pro | ||||
m2 festgesetzt wurde: | |||||
Zulässiger Wert Wert der Mauern Ertragswert | Rückstellung | ||||
nach der ersten (abzuschreiben) des Bodens | |||||
Wertverminderung | |||||
Zone I Fr. 28.– | Fr. 8.– | Fr. 7.50 | Fr. 12.50 | ||
Zone II Fr. 22.– | Fr. 8.– | Fr. 7.– | Fr. 7.– | ||
Zone III | |||||
(rechte Talseite) Fr. 18.– | Fr. 8.– | Fr. 6.50 | Fr. 3.50 | ||
Zone III Fr. 18.– | Fr. 8.– | Fr. 5.50 | Fr. 4.50 | ||
(linke Talseite) | |||||
Ebene gemäss Zone | Fr. –.– | Fr. 4.50 | zu berechnen | ||
Verfahren
Katasterauszug jeder Parzelle (für die Reben mit Vermerk der Zone) und Rebregister
Kaufakt oder letzter Buchwert für jede Parzelle
Detaillierte Aufstellung der Rückstellungen
N.B. Veräusserung und Betriebsaufgabe
Die Gewinne aus der Veräusserung von land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken werden
bis zur Höhe der Anlagekosten dem | steuerbaren Einkommen zugerechnet | ||||
und Art. 18 Abs. 4 DBG). Bei Aufgabe der Erwerbstätigkeit getrennte | Besteuerung vom üb- | ||||
rigen Einkommen. Bei Realisierung | eines Gewinnes werden also lediglich die | Subventionen, | |||
Rückstellungen und die getätigten | Abschreibungen, die von früheren Gewinnen in Abzug ge- | ||||
bracht wurden, besteuert. | |||||
Folgendes Merkblatt ist erstmals bei der Bewertung und Einkommensermittlung des Bemes- sungsjahres 2007 anzuwenden. Die Angaben unter den Ziffern 2-7 wurden zum Teil dem Merk-
blatt NL 1/2007 der eidg. Steuerverwaltung über die | Bewertung der Naturalbezüge und der |
privaten Unkostenanteile von Geschäftsinhabern in der Land- und Forstwirtschaft entnommen.
NATURALBEZÜGE UND NATURALLÖHNE - | PRIVATANTEILE | ||||
1. Naturalbezüge
Diese Beträge stellen den Wert der Nahrungsmittelbezüge aus Selbstversorgung für die Be‑
triebsleiterfamilie und der Angestellten dar. Für die Betriebsangestellten | werden diese Bezüge | ||||
im Naturallohn abgezogen (siehe Ziffer 7). | |||||
Kinder im Alter von.. Jahren * | |||||
Erwachsene ‑6 6‑13 13-18 | |||||
In der Regel | Fr. | 960 | 240 | 480 | 720 |
Ohne Milch | Fr. | 600 | 145 | 300 | 455 |
Mit Milch, ohne Fleisch | Fr. | 600 | 145 | 300 | 455 |
Viehloser Betrieb | Fr. | 240 | 60 | 120 | 180 |
*Massgebend ist das Alter der Kinder zu Beginn jedes Geschäftsjahres. Bei Familien mit mehr als drei Kindern sind vom Totalwert der Kinderansätze abzuziehen: bei 4 Kindern 10%, bei
5 Kindern 20%, bei 6 und mehr Kindern 30%.
41
2. Mietwert der Wohnung
Der Mietwert der Wohnung im eigenen Hause ist von Fall zu Fall nach den ortsüblichen Miet‑
zinsen für eine entsprechende Wohnung | zu bestimmen. In Fällen, in denen einzelne Räume | |||
sowohl dem betrieblichen als | auch privaten Zwecken dienen, ist ein angemessener Anteil an | |||
diesen Gemeinschaftsräumen (wie Wohnräume, Küche, Bad, WC) mitzuberücksichtigen. | ||||
3. Privatanteil an den Kosten für Heizung, Beleuchtung, | ||||
Reinigung, moderne Kommunikationsmittel usw. | ||||
Für Heizung, Elektrizität, Gas, Reinigungsmaterial, Wäschereinigung, Haushaltartikel, mo‑
derne Kommunikationsmittel, Radio und | Fernsehen sind in der | Regel jährlich folgende Be‑ | ||
träge als Privatanteil an den Kosten anzurechnen, sofern sämtliche den Privathaushalt betref‑
fenden Ausgaben für diese Zwecke dem Betrieb belastet worden sind:
für den ersten | Zuschläge pro | |||
Erwachsenen | Erwachsenen | Kind | ||
Überdurchschnittliche | ||||
Verhältnisse (entspr. N1) | Fr. 3540.– | 900.– | 600.– | |
ln der Regel | Fr. 2640.– | 660.– | 420.– | |
Sehr einfache Verhältnisse | Fr. 2100.– | 540.– | 360.– | |
4. Privatanteil an den Löhnen des Geschäftspersonals | ||||
Arbeiten Betriebsangestellte | zum Teil | für die privaten Bedürfnisse des Betriebsinhabers und | ||
seiner Familie (Zubereitung der Verpflegung, Besorgung der privaten Räume und Wäsche usw.),
so ist ein den Verhältnissen | entsprechender Teil der Löhne als Privatanteil anzurechnen. | |||
5. Privatanteil an den Autokosten
Der Privatanteil kann entweder auf Grund der tatsächlichen Kosten anhand des ausgewiesenen, privat gefahrenen Kilometeranteiles berechnet, oder pauschal mit 0,8% des Kaufpreises (exkl.
MWST) oder einem Drittel bis | der Hälfte der ausgewiesenen Gesamtkosten erfasst werden, | |||
mindestens aber mit Fr. 150 pro Monat | und Fahrzeug. | |||
6. Naturallohn (Verpflegung und Unterkunft) | |||||||
für landwirtschaftliche | Arbeitnehmer | ||||||
volle | Verpflegung | ||||||
Frühstück Mittagessen Abendessen Verpflegung Unterkunft +Unterkunft | |||||||
Erwachsene | Tag/Fr. Monat/Fr. Jahr/Fr. | 3.50 105 1260 | 10 300 3600 | 8 240 2880 | 21.50 645 7740 | 11.50 345 4140 | 33 990 11880 |
Für bis 6jährige Kinder sind | die Ansätze auf 25%, für bis 13jährige auf 50%, für bis 18jährige | |||
auf 75% zu reduzieren. Familien mit 4 | Kindern und mehr: siehe Ziffer 1. | |||
Kommt der Arbeitgeber weitgehend auch | für Kleider, Leibwäsche und Schuhe sowie deren | |||
Unterhalt auf, so sind hier zusätzlich Fr. 80.– im Monat bzw. Fr. 960.– im Jahr anzurechnen.
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7. Naturallohnabzug beim Arbeitgeber (Selbstkostenabzug)
Tag/Fr. Monat/Fr. Jahr/Fr. In der Regel 17.– 510.– 6120.– Wenn der Mietwert der Angestelltenräume dem Betriebseigentümer zugerechnet wird 19.– 570.– 6840.– Für die Abgabe von Kleidern, Leibwäsche und Schuhen ist der dem Empfänger im Lohnaus‑ weis angerechnete Betrag abzuziehen.
8. Erläuterungen zur Aufteilung der Versicherungsprämien
Versicherungen Betriebs‑ Privat‑ Bemerkungen aufwand aufwand StE: Steuererklärung
Angestellte AHV/IV/EO/ALV,Unfall (UVG), x Krankheit (NAV), Säule 2a (BVG) x
Betriebsleiterfamilie AHV/IV/EO/ALV x unter Ziffer 2 der StE abziehen Krankenkasse, ‑versicherung x unter Ziffer 25 j der StE abziehen Unfallversicherung x Krankentaggeldversicherung für den Landwirt x Taggelder in der StE separat aufführen Kollektivversicherung x Privatanteil unter Vers.abzug in der StE
reine Risikoversicherung | x | unter Ziffer 25 j der StE abziehen | |
mit Vorsorgecharakter | x | unter 2. oder 3. Säule | |
für Betrieb verpfändet | x | z.B. Sicherung eines Kredites | |
2. Säule (Pensionskasse) | x | x | je zur Hälfte |
3. Säule (3a) | x | unter Ziffer 22 der StE abziehen | |
(gebundene Selbstvorsorge) | (gemäss Ziffer 22 der Wegleitung) | ||
Lebens‑, Rentenversicherung | x | unter Ziffer 25 j der StE abziehen |
Betrieb Betriebshaftpflicht x Landw. Gebäudeversicherung x für Betriebsgebäude (Geschäftsvermögen) Mobiliar‑, Motorfahrzeugversicherung x Ausscheidung des Privatanteiles Ende Jahr
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KANTONALE STEUERVERWALTUNG | Bahnhofstrasse 35 (Planta) 1951 Sitten | |
Für telefonische Rücksprachen (Vorwahl 027 ...) | (Staat Wallis 606 20 | 20) |
Direktion ........................ 606 24 63 | Verrechnungssteuer ..................... | 606 24 84/85 |
Personalchef. .................. 606 24 56 | Quellensteuer . ............................. | 606 25 01 |
Jurist . ............................. 606 24 66 | Erbschaftssteuer .......................... | 606 25 16 |
Juristische Personen........ 606 24 78 | Liegenschaftsgewinnsteuer.......... Vereine und Stiftungen ................ | 606 25 12 606 24 73 |
(Fax 027 606 24 54) | ||
EINSCHÄTZUNG DER NATÜRLICHEN PERSONEN
OBERWALLIS. .............. | Unselbständig- | Selbständig- | Fax Nr. |
027…................................ | Erwerbende | Erwerbende | |
Bezirk Goms........................ | 606 25 64 | 606 25 44 | 606 26 25 |
Bezirk Brig .......................... | 606 25 39/43/49 | 606 25 41/44/61 | 606 26 25 |
Gemeinde Brig. ................... | 606 25 39/42 | 606 25 41 | 606 26 25 |
Bezirk Visp.......................... | 606 25 46/52/57 | 606 25 54/62 | 606 26 26 |
Gemeinde Visp. ................... | 606 25 53 | 606 25 54 | 606 26 26 |
Bezirk Östl. Raron............... | 606 25 57 | 606 25 54 | 606 26 26 |
Bezirk Westl. Raron............. | 606 25 17 | 606 25 62 | 606 26 27 |
Bezirk Leuk......................... | 606 25 55/63 | 606 25 61 | 606 26 27 |
UNTERWALLIS............. | |||
027…................................ | |||
Bezirk Sitten........................ | 606 26 03/15 | 606 26 04 | 606 26 35 |
Stadt Sitten. ......................... | 606 26 05/06/07/83 und 25 93 | 606 26 01 | 606 26 35 |
Bezirk Herens...................... | 606 25 92/99 und 26 15 | 606 25 94 | 606 26 36 |
Bezirk Conthey.................... | 606 25 07/86/93/98 und 26 15 | 606 25 91 | 606 26 36 |
Stadt Siders.......................... | 606 25 72/73/82 | 606 25 71 | 606 26 28 |
Bezirk Siders. ...................... | 606 25 37/73/74 | 606 25 75 | 606 26 29 |
Plateau (Crans/Montana)..... | 606 25 06/37/73/74 | 606 25 77 | 606 26 29 |
Bezirk Martigny. ................. | 606 26 19/45 und 25 86/08 | 606 26 14 | 606 26 43 |
Stadt Martigny..................... | 606 26 12/13 | 606 26 11 | 606 26 43 |
Bezirk Entremont. ............... | 606 25 95/97 | 606 25 96/86 | 606 26 37 |
Bezirk St. Maurice............... | 606 26 19/22/45 und 25 38 | 606 26 16 | 606 26 44 |
Bezirk Monthey................... | 606 26 17/47/34 und 25 38 | 606 26 33 | 606 26 44 |
Stadt Monthey. .................... | 606 26 32 und 24 52 | 606 26 31 | 606 26 44 |
E-Mail: vorname.name@admin.vs.ch – Beispiel: kurt.meister@admin.vs.ch | |||
Hilfstabellen für die Berechnung der Kantons‑ und Gemeindesteuer vom Einkommen für natürliche Personen Aufgrund ihres Umfanges wird darauf verzichtet, die Hilfstabellen für die Berechnung der Kantons‑ und Gemeindesteuer vom Einkommen hier abzudrucken. Diese Hilfstabellen können beim Staatsökonomat oder direkt bei der kantonalen Steuerver‑ waltung gekauft werden. Zudem sind sie auf unserer Internetseite www.vs.ch abrufbar.
RÜCKZAHLUNG Bei Fehlen einer Zahlungsadresse und ohne ausdrücklichen Gegenbericht werden Beträge zugunsten des Steuerpflichtigen als Anzahlung auf die Rate(n) der Kantonssteuer des folgen‑ den Jahres übertragen. Es wird hierfür ab Eröffnungsdatum eine Zinsgutschrift gewährt. Eine allfällige Rückzahlung kann nur termingerecht vorgenommen werden, wenn Sie die Rubrik auf der Rückseite Ihrer Steuererklärung vollständig ausfüllen oder ergänzen. 44
KANTONALE STEUERVERWALTUNG
KANTON WALLIS
Zusatz‑Wegleitung 2008 zum Ausfüllen der Steuererklärung für natürliche Personen, die eine selbständige Erwerbstätigkeit ausüben Kantons‑ und Gemeindesteuern Direkte Bundessteuer Inhaltsverzeichnis Ziffer 1 Die Pflichten des Steuerpflichtigen bei der Ermittlung des Einkommens Ziffer 2 Der Einkommensbegriff im Bereich der selbständigen Erwerbstätigkeit Ziffer 3 Angaben zu den Privatbezügen Ziffer 4 Erklärungen zum Thema Betriebskosten Ziffer 5 Die geschäftsmässig begründeten Abschreibungen Ziffer 6 Anwendung des Merkblattes über Abschreibungen geschäftlicher Betriebe für die Kantons‑ und Gemeindesteuern Ziffer 7 Die geschäftsmässig begründeten Rückstellungen Ziffer 8 Die Ersatzbeschaffung Ziffer 9 Einkommen aus Kollektiv‑ und einfachen Gesellschaften Ziffer 10 Das Geschäftsvermögen Ziffer 11 Spezialformulare für Selbständigerwerbende Seite 57 Merkblatt N1/2007 über die Bewertung der Naturalbezüge und der privaten Unkostenanteile von Geschäftsinhabern
LANDWIRTSCHAFT: Die Weisungen zur Angabe des landwirtschaftlichen Einkommens befinden sich in der allge‑ meinen Wegleitung.
KANTONALE STEUERVERWALTUNG Bahnhofstrasse 35, 1951 SITTEN
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1. Pflichten des Steuerpflichtigen
bei der Ermittlung des Einkommens
1.1. Nicht buchführungspflichtige Steuerpflichtige
Die nicht buchführungspflichtigen Steuerpflichtigen müssen der kantonalen Veranlagungsbe‑ hörde Aufstellungen über Aktiven und Passiven, Einnahmen und Ausgaben sowie Privatent‑ nahmen und Privateinlagen einreichen (Art. 133 Abs. 2 StG von 1976, Art. 125 DBG). An diese Aufzeichnungen werden folgende Mindestanforderungen gestellt: Lückenlose und fortlaufende, jeweils auf Monatsende abgeschlossene Aufzeichnungen über Einnahmen und Ausgaben (Kassa‑ und Postcheckbuch), wobei ausser den entsprechenden Daten auch die Namen der Leistenden und der Empfänger und mindestens die Wohnorte anzugeben sind, Inventare über die Warenvorräte mit detaillierten Angaben über Mengen, Werte und Warenarten; Listen über die Kundenguthaben sowie Aufstellungen der übrigen Vermögenswerte. Die Steuerpflichtigen haben die Möglichkeit, ihr Einkommen entweder auf‑ grund der Forderungen (Fakturen bzw. Honorarnoten) oder aufgrund der Zahlungseingänge zu ermitteln. Es ist wichtig, dass die einmal gewählte Abrechnungsart grundsätzlich beizubehal‑ ten ist. Im Einvernehmen mit der zuständigen Veranlagungsbehörde ist aber ein Wechsel von der Abrechnung aufgrund der Zahlungseingänge zur Abrechnung aufgrund der Forderungen zulässig.
1.2. Buchführungspflichtige Steuerpflichtige
Die buchführungspflichtigen Steuerpflichtigen müssen ihrer Steuererklärung die unterzeich‑ neten Jahresrechnungen beilegen, d.h. die Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen (Art. 133 Abs. 2 StG von 1976, Art. 5 und 6 AR zum StG von 1976, Art. 125 Abs. 2 DBG). Eine Buchhaltung kann nur dann als beweiskräftig anerkannt werden, wenn sie den folgenden Mindestanforderungen des OR (Art. 957 und ff.) entspricht: Die Aufzeichnungen über die Einnahmen und Ausgaben sind fortlaufend, lückenlos und wahrheitsgetreu vorzunehmen (den Geschäftsabschlüssen müssen detaillierte und vollständige Verzeichnisse über die Warenvor‑ räte, angefangenen Arbeiten, Kundenguthaben, Lieferantenschulden usw. zu Grunde liegen).
1.3. Aufbewahrungspflicht
Die Urkunden und sonstigen Belege sind während 10 Jahren aufzubewahren. Darunter fallen insbesondere Verträge aller Art, wichtige Korrespondenzen, Einkaufsfakturen, Doppel der ausgestellten Rechnungen, Bankauszüge mit den entsprechenden Belegen, Postcheckbelege (einschliesslich Saldomeldungen), Buchungsbelege, Quittungen aller Art, Kassenstreifen, Bild‑ und Datenträger, sofern auf ihnen Geschäftskorrespondenz oder Buchungsbelege auf‑ gezeichnet sind usw.
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1.4. Widerhandlung
Das Nichterstellen der Bücher und Bestände (Aufzeichnungspflicht) sowie die Nichtbefol‑ gung der Aufbewahrungspflicht stellen eine Widerhandlung dar. Diese Übertretungen von Verfahrenspflichten können eine Ermessenseinschätzung nach sich ziehen (Art. 137 Abs. 2 und Art. 202 StG von 1976, Art. 130 und 174 DBG).
2. Einkommen aus selbständiger
Erwerbstätigkeit
2.1. Bemessungsgrundlage
Für die Ermittlung des Einkommens aus selbständiger Erwerbstätigkeit ist das Ergebnis des in der Steuerperiode abgeschlossenen Geschäftsjahres massgebend. Diese Bestimmung gilt auch bei Aufnahme oder Aufgabe der Erwerbstätigkeit oder, wenn der Zeitpunkt für den Geschäftsabschluss neu festgelegt wird, und das daraus resultierende Geschäftsjahr mehr oder weniger als zwölf Monate umfasst. Das Ergebnis des Geschäftsabschlusses wird in seinem tatsächlichen Umfang für die Bemes- sung des für die Steuerperiode massgeblichen Einkommens herangezogen. Bei ganzjähriger Steuerpflicht ist für die Satzbestimmung das Ergebnis des Geschäftsabschlus- ses ohne Umrechnung heranzuziehen. Bei unterjähriger Steuerpflicht und unterjährigem Ge- schäftsjahr werden die ordentlichen Gewinne für die Satzbestimmung auf zwölf Monate um- gerechnet; die Umrechnung erfolgt aufgrund der Dauer der Steuerpflicht. Übersteigt jedoch die Dauer des unterjährigen Geschäftsjahres jene der unterjährigen Steuerpflicht, können die ordentlichen Gewinne für die Satzbestimmung nur aufgrund der Dauer des Geschäftsjahres auf zwölf Monate umgerechnet werden. Die ordentlichen Gewinne eines Geschäftsjahres, das zwölf oder mehr Monate umfasst, wer- den für die Satzbestimmung auch bei unterjähriger Steuerpflicht nicht umgerechnet.
2.2. Einkommensbegriff
Die Gesamtheit des Einkommens aus einer selbständigen Erwerbstätigkeit unterliegt der or‑ dentlichen Steuer. Das Einkommen umfasst insbesondere:
die Betriebsgewinne gemäss Gewinn‑ und Verlustrechnungen;
die Kapitalgewinne aus einer Veräusserung, Verwertung oder buchmässiger Aufwertung von Geschäftsvermögen. Die Gewinne aus der Veräusserung von land‑ und forstwirt- schaftlichen Grundstücken werden den steuerbaren Einkünften nur bis zur Höhe der An- lagekosten zugerechnet;
die Privatbezüge und der Privatverbrauch des Geschäftsinhabers;
die als Kosten verbuchten Aufwendungen für die Anschaffung, Herstellung oder Verbes- serung von Vermögensgegenständen;
die nicht geschäftsmässig begründeten Abschreibungen und Rückstellungen;
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die Bestandesänderungen bei den Forderungen (Debitoren) sowie bei den Geschäftsgut- haben gegenüber Kunden;
die Bestandesänderungen beim Inventar (Warenkonto), bei den angefangenen Arbeiten und bei den Schulden (Kreditoren).
Als Veräusserung sind zu betrachten:
die Überführung von Geschäftsvermögen in das Privatvermögen;
die Überführung von Geschäftsvermögen in ausländische Betriebe oder Betriebsstätten.
3. Privatbezüge
Alle Privatbezüge, besonders die Naturalbezüge oder die privaten Auslagen, die in der Buch‑ haltung als Geschäftskosten verbucht wurden, gehören zum steuerbaren Einkommen. Beispiele
Mietwert der Wohnung;
Kosten für Heizung, Beleuchtung, Reinigung usw. der Wohnung;
Lohn oder Lohnanteil des Personals, welches ganz oder teilweise im Haushalt des Steuer- pflichtigen beschäftigt ist;
Privatanteil an den belasteten Autokosten;
Werte von Waren und Erzeugnissen, welche der Steuerpflichtige aus seinem eigenen Be- trieb bezogen hat.
Die Naturalbezüge des Steuerpflichtigen und die seiner Familie sind zum Marktwert gemäss örtlichen Ansätzen anzurechnen, d.h. zu dem Betrag, den der Steuerpflichtige ausserhalb sei‑ nes Geschäftes dafür hätte bezahlen müssen.
4. Betriebskosten
4.1. Allgemeine Unkosten
Unter Gewinnungskosten sind die zur Erzielung des steuerbaren Einkommens sowie zur Er‑ haltung der Einkommensquelle gemachten Aufwendungen zu verstehen. Es handelt sich hier um sämtliche für die Erzielung des Einkommens notwendigen Kosten. Die als Pauschalen belasteten Beträge sind speziell auszuweisen (z.B. in Klammern).
Nicht abzugsfähige Aufwendungen
Nicht abzugsfähige Aufwendungen sind:
Zinsen für das eigene Kapital,
Aufwendungen für die Anschaffung, Herstellung oder Wertvermehrung von Vermögens- gegenständen sowie für Schuldentilgung,
Aufwendungen für den Unterhalt des Steuerpflichtigen und seiner Familie (Haushaltskos- ten, mit Einschluss der Miete und der Löhne an Hausangestellte),
die geschäftsmässig nicht begründeten Abschreibungen und Rückstellungen,
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4.2. Anschaffungs‑ und Erstellungskosten
Die vom Steuerpflichtigen für die erste Einrichtung sowie die Vergrösserung und Erweiterung eines Unternehmens getätigten Aufwendungen sind Einlagen, welche zur Schaffung, Erwei‑ terung oder Verbesserung der Einkommensquelle dienen. Diese können nicht als geschäfts‑ mässig begründete Unkosten in Abzug gebracht werden, denn sie haben keinen direkten Zu‑ sammenhang mit dem in der Berechnungsperiode erzielten Einkommen. Sie dienen nicht nur für das in der Berechnungsperiode erzielte, sondern und vor allem auch für das in Zukunft zu erzielende Einkommen. Die Anschaffungskosten sind für die Unternehmungen von grosser Bedeutung und können in den Folgejahren normalerweise abgeschrieben werden. So z.B. die Baukosten einer Ge‑ schäftsliegenschaft, die Anschaffungskosten von Maschinen, die Kosten zur Gewinnung neu‑ er Kunden usw.
4.3. Löhne, einschliesslich Naturallöhne
Arbeiten Mitarbeiter zum Teil für private Bedürfnisse des Geschäftsinhabers oder seiner Fa‑ milie (Zubereitung der Verpflegung, Besorgung der privaten Räume, der Wäsche usw.), so ist ein den Verhältnissen entsprechender Lohnanteil als Privatanteil aufzurechnen. Wird wegen der Mitarbeit der Ehefrau eine Hausangestellte beschäftigt, so gehört deren Lohn nicht zu den geschäftsmässig begründeten Unkosten. Soziallasten Als Soziallasten können sämtliche vom Arbeitgeber für sein Betriebspersonal bezahlten ge‑ setzlichen Beiträge an die Sozialkassen (AHV, IV, EO, ALV, FZ) verbucht werden, jedoch nach Abzug des auf dem Lohn zurückbehaltenen Betrages (Arbeitnehmerbeitrag). Wenn die‑ ses Personal ebenfalls vom Arbeitgeber für private Zwecke angestellt ist, stellen die Sozial‑ lasten für diese Tätigkeit keine Gewinnungskosten dar.
4.4. Berufliche Vorsorge
a) Zu Gunsten des Personals
Die Vorsorgebeiträge des Arbeitgebers zu Gunsten des eigenen Personals stellen, falls jede spätere zweckwidrige Verwendung ausgeschlossen ist, Geschäftsaufwand dar. Um als sol‑ chen anerkannt zu werden, müssen diese Beiträge an eine vom Unternehmen unabhängige Vorsorgeeinrichtung (Vorsorgeeinrichtung oder Pensionskasse zu Gunsten des Personals in Form einer unabhängigen juristischen Person oder in Form einer Gemeinschaftsstiftung der Versicherungsgesellschaften oder Banken) bezahlt werden. Falls die Lohnbezüger vertraglich zur Mitgliedschaft an einer Betriebskrankenkasse verpflich‑ tet sind, welche ihre Leistungen in Form von Taggeldern ausrichtet, gelten für die vom Arbeit‑ geber bezahlten Beiträge die gleichen Bedingungen wie für die Vorsorgeeinrichtung. Sind die Kosten für Arzt, Arznei, Spital usw. ebenfalls versichert und werden die Prämien hierfür vom Arbeitgeber übernommen, so sind diese als zusätzlichen Lohnbestandteil zu betrachten (Ziffer 2 Buchstabe i «Andere Vergütungen» des Lohnausweises). Für den Arbeitgeber stellen diese Entschädigungen Lohnaufwand dar.
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b) Zu Gunsten des Arbeitgebers
1. Arbeitgeber, welche mindestens eine Drittperson dauernd und vollzeitlich beschäfti- gen Gemäss den Bestimmungen zur beruflichen Vorsorge, können sich Selbständigerwerbende der Vorsorgeeinrichtung ihres Betriebes oder ihres Berufsverbandes anschliessen. Die Prämienbe‑ lastungen müssen im gleichen Verhältnis wie beim übrigen Personal aufgeteilt werden. Die Beiträge des Arbeitgebers für seine eigene berufliche Vorsorge können nur insoweit die geschäftliche Erfolgsrechnung belasten, als sie dem Arbeitgeberanteil entsprechen, d.h. dem Anteil, den der Arbeitgeber für sein Personal leistet.
2. Arbeitgeber, welche kein Personal dauernd und vollzeitlich beschäftigen
Diese Selbständigerwerbenden können sich nur der Vorsorgeeinrichtung ihres Berufsverban‑ des oder der Auffangeinrichtung anschliessen. Die Beiträge des Unternehmens für seine eigene berufliche Vorsorge können nur zur Hälfte der Erfolgsrechnung belastet werden. Der Unternehmer legt seiner Steuererklärung unaufgefor‑ dert eine Bestätigung dieser Vorsorgeeinrichtung bei und weist den durch die Unternehmung übernommenen Betrag aus.
c) Gebundene berufliche Vorsorge
Die hierfür bezahlten Beiträge gelten als aus privaten Mitteln erbracht und dürfen deshalb nicht der Erfolgsrechnung belastet werden. Die Abzugsbedingungen werden in Ziffer 22 be‑ handelt.
5. Geschäftsmässig begründete
Abschreibungen
5.1. Allgemeines
Geschäftsmässig begründete Abschreibungen im Sinne von Art. 24 StG und Art. 28 DBG kön‑ nen nur vom Einkommen geschäftlicher Betriebe in Abzug gebracht werden. Sie können nur auf den zum Geschäftsvermögen gehörenden Vermögensgegenständen beansprucht werden und müssen verbucht sein. In der Praxis unterscheidet man zwischen ordentlichen und ausserordentlichen Abschreibun‑ gen. Die ordentlichen Abschreibungen berücksichtigen die Wertverminderungen gemäss der Nut‑ zung. Für die Kantons‑ und Gemeindesteuern sowie die direkte Bundessteuer werden die Ansätze laut Merkblatt der Eidg. Steuerverwaltung angenommen. Der Steuerpflichtige hat die Möglichkeit, Abschreibungen auf den Anschaffungswert oder den Buchwert zu tätigen. Die Ansätze für Abschreibungen auf den Buchwerten sind doppelt so hoch wie für Abschreibun‑ gen auf den Anschaffungswerten. Die Nachholung von Abschreibungen ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich (siehe Merkblatt Seite 50). Die Abschreibungen müssen pro rata
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temporis vorgenommen werden. Massgebend ist das Anschaffungsdatum oder die Inbetrieb‑ nahme des Wirtschaftsgutes. Die ausserordentlichen Abschreibungen sind Wertberichtigun‑ gen, welche die ordentlichen Abschreibungen gemäss Nutzung übersteigen. Sie können im Fall von Marktpreiszerfall, unvorhergesehenen Schäden und zwingenden Wertverminderun‑ gen angenommen werden.
5.2. Nicht anerkannte Abschreibungen
Abschreibungen auf fiktive Aktiven oder auf neu bewertete Wirtschaftsgüter;
Abschreibungen auf negative Werte oder die Bildung von Ersatzbeschaffungsfonds;
Abschreibungen auf aufgewertete Aktiven, welche zur Verrechnung von Verlusten ver- wendet wurden; diese können nur vorgenommen werden, wenn die Aufwertungen han- delsrechtlich zulässig waren und die Verluste im Zeitpunkt der Abschreibung verrechen- bar gewesen wären;
Abschreibungen, die den Verkehrswert des Grundstückes übersteigen.
5.3. Besondere Abschreibungen
Warenlager: Das Warenlager wird zum Einstandswert oder zum Handelspreis, wenn dieser tiefer ist, be‑ wertet. Es kann bis zu einem Drittel unter dem Einstandswert bilanziert werden.
Wertschriften: Die kotierten Wertpapiere können nicht zu einem höheren Wert als zum Durchschnittskurs des dem Bilanzstichtag vorangegangenen Monats bewertet werden. Die nicht kotierten Wertpa‑ piere können höchstens zu den Anschaffungskosten in der Bilanz aufgeführt werden. Die Steuerbehörden nehmen im Normalfall keine Abschreibungen auf neuerworbene Betei‑ ligungen an.
Goodwill: Nur bezahlter Goodwill kann bilanziert werden. Dieser kann jährlich um 40% vom jeweiligen Restbuchwert abgeschrieben werden.
Installationen in gemieteten Lokalen: Die Abschreibungen auf die Investitionskosten sind auf die Dauer des Mietvertrages zu ver‑ teilen.
Sofortabschreibungen auf Neuanschaffungen: Auf Neuinvestitionen kann zusätzlich zu den ordentlichen Abschreibungen eine Sofortab‑ schreibung bis zu 100% getätigt werden. Bei Liegenschaften beträgt der Sofortabschreibungs‑ satz dem doppelten ordentlichen Abschreibungssatz. Die Sofortabschreibungen sind nur in der Steuerperiode zulässig, in welcher die Anschaf‑ fungen getätigt wurden.
51
6. Merkblatt über Abschreibungenauf dem Anlagevermögen geschäftlicher Betriebe1 1. Normalsätze in Prozenten des Buchwertes2Wohnhäuser von Immobiliengesellschaften und Personal‑ wohnhäuser
Geschäftshäuser, Büro- und Bankgebäude, Warenhäuser, Kinogebäude
Gebäude des Gastwirtschaftsgewerbes und der Hotellerie
Fabrikgebäude, Lagergebäude und gewerbliche Bauten (speziell Werkstatt- und Silogebäude)
Dient ein Gebäude nur zum Teil geschäftlichen Zwecken, so ist der Abschreibungssatz entsprechend zu reduzieren; wird es für verschiedene geschäftliche Zwecke benötigt (z.B. Werkstatt und Büro), so sind die einzelnen Sätze angemessen zu berück‑ sichtigen. Hochregallager und ähnliche Einrichtungen...................... 15% Fahrnisbauten auf fremdem Grund und Boden.................. 20% Gleisanschlüsse. ................................................................. 20% Wasserleitungen zu industriellen Zwecken. ....................... 20% Tanks (inkl. Zisternenwaggons), Container........................ 20% Geschäftsmobiliar, Werkstatt- und Lager- einrichtungen mit Mobiliarcharakter.................................. 25% Transportmittel aller Art ohne Motorfahrzeuge, insbesondere Anhänger....................................................... 30% Apparate und Maschinen zu Produktionszwecken............. 30% Motorfahrzeuge aller Art.................................................... 40% Maschinen, die vorwiegend im Schichtbetrieb eingesetzt sind, oder die unter besonderen Bedingungen arbeiten, wie z.B. schwere Steinbearbeitungsmaschinen, Strassenbaumaschinen........................................................ 40% Maschinen, die in erhöhtem Masse schädigenden chemischen Einflüssen ausgesetzt sind. ............................. 40% Büromaschinen................................................................... 40% Datenverarbeitungsanlagen (Hardware und Software). ..... 40% Immaterielle Werte, die der Erwerbstätigkeit dienen, wie Patent-, Firmen-, Verlags-, Konzessions-, Lizenz- und andere Nutzungsrechte; Goodwill............................................................................. 40% Automatische Steuerungssysteme...................................... 40% Sicherheitseinrichtungen, elektronische Mess- und Prüfgeräte. ................................................................... 40% Werkzeuge, Werkgeschirr, Maschinenwerkzeuge, Geräte, Gebinde, Gerüstmaterial, Paletten usw.................. 45% Hotel- und Gastwirtschaftsgeschirr sowie Hotel- und Gastwirtschaftswäsche. ............................................... 45% 52 | 2.Sonderfälle Investitionen für energiesparende Einrichtungen Wärmeisolierungen, Anlagen zur Umstellung des Heizungssys‑ tems, zur Nutzbarmachung der Sonnenenergie und dgl. können im ersten und im zweiten Jahr bis zu 50% vom Buchwert und in den darauffolgenden Jahren zu den für die betreffenden An‑ lagen üblichen Sätzen (Ziffer 1) abgeschrieben werden. Umweltschutzanlagen Gewässer- und Lärmschutzanlagen sowie Abluftreinigungs‑ anlagen können im ersten und im zweiten Jahr bis zu 50% vom Buchwert und in den darauffolgenden Jahren zu den für die betreffenden Anlagen üblichen Sätzen (Ziffer 1) abge‑ schrieben werden. 3. Nachholung unterlassener AbschreibungenDie Nachholung unterlassener Abschreibungen ist nur in Fällen zulässig, in denen das steuerpflichtige Unternehmen in früheren Jahren wegen schlechten Geschäftsganges kei‑ ne genügenden Abschreibungen vornehmen konnte. Wer Abschreibungen nachzuholen begehrt, ist verpflichtet, deren Begründetheit nachzuweisen. 4. Besondere kantonale AbschreibungsverfahrenUnter besonderen kantonalen Abschreibungsverfahren sind vom ordentlichen Abschreibungsverfahren abweichende Ab‑ schreibungsmethoden zu verstehen, die nach dem kantonalen Steuerrecht oder nach der kantonalen Steuerpraxis unter be‑ stimmten Voraussetzungen regelmässig und planmässig zur Anwendung gelangen, wobei es sich um wiederholte oder einmalige Abschreibungen auf dem gleichen Objekt handeln kann (z.B. Sofortabschreibung, Einmalerledigungsverfahren). Besondere Abschreibungsverfahren dieser Art können auch für die direkte Bundessteuer angewendet werden, sofern sie über längere Zeit zum gleichen Ergebnis führen. 5. Abschreibungen auf aufgewerteten AktivenAbschreibungen auf Aktiven, die zum Ausgleich von Verlus‑ ten höher bewertet wurden, können nur vorgenommen wer‑ den, wenn die Aufwertungen handelsrechtlich zulässig waren und die Verluste im Zeitpunkt der Abschreibung verrechenbar gewesen wären. 1 Für Land- und Forstwirtschaftsbetriebe, Elektrizitätswerke, Luftseilbahnen und Schifffahrtsunternehmungen bestehen besondere Merkblätter, erhältlich bei der Eidg. Steuerverwaltung, Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, 3003 Bern, Telefon 031/322 74 11. 2 Für Abschreibungen auf dem Anschaffungswert sind die genannten Sätze um die Hälfte zu reduzieren. 3 Der höhere Abschreibungssatz für Gebäude allein kann nur angewendet werden, wenn der restliche Buchwert bzw. die Gestehungskosten der Gebäude separat aktiviert sind. Auf dem Wert des Lan- des werden grundsätzlich keine Abschreibungen gewährt. 4 Dieser Satz ist anzuwenden, wenn Gebäude und Land zusammen in einer einzigen Bilanzposition erscheinen. In diesem Fall ist die Abschreibung nur bis auf den Wert des Landes zulässig. |
7. Geschäftsmässig begründete Rückstellungen
Rückstellungen sind geschäftsmässig zulässig. Unter diese fallen:
im Geschäftsjahr begründete Verpflichtungen, deren Höhe noch unbestimmt ist (transito- rische Passiven);
Verlustrisiken, die mit Aktiven des Umlaufvermögens verbunden sind; a) dubiose Debitoren: auf schweizerische Guthaben 5% auf ausländische Guthaben 10% b) Bürgschaftsverpflichtungen: 1% auf die Bürgschaftssumme c) Garantiearbeiten: 2% auf die Umsätze der zwei vorangegangenen Geschäftsjahre
– drohende Verluste: Schadenersatzklage usw. Grundsätzlich sind Rückstellungen für künftige Verbindlichkeiten nicht zugelassen. Ausge‑ nommen sind Rückstellungen wie:
Rückstellungen für Grossreparaturen: 0.5% pro Jahr oder 2.5% in Nachholfällen, aber maximal 10% vom Verkehrswert der Liegenschaft;
steuerbegünstigte Arbeitsbeschaffungsreserven (Zuweisung bis 15% des jährlichen Rein- gewinnes, aber höchstens 20% der Lohnsumme). Die jährliche Zuweisung muss minde- stens Fr. 10‘000.‑‑ ausmachen. (Bundesgesetz über die Bildung steuerbegünstigter Ar- beitsbeschaffungsreserven vom 20.12.1985).
Rückstellungen für künftige Forschungs‑ und Entwicklungsaufträge an Dritte bis zu 10% des steuerbaren Geschäftsertrages, insgesamt jedoch höchstens bis zu 1 Mio. Franken, unter der Bedingung, dass die entsprechenden Auslagen innert angemessener Frist getätigt werden.
Für jeden neuen Lehrling kann eine Rückstellung von Fr. 10’000.– gebildet werden, welche spätestens Ende der Lehre aufzulösen ist.
Die Einschätzungsbehörde steht Ihnen für weitere zusätzliche Auskünfte gerne zur Verfügung.
8. Ersatzbeschaffung
Beim Ersatz von Gegenständen des Anlagevermögens können die stillen Reserven auf ein Ersatzobjekt des betriebsnotwendigen Anlagevermögens übertragen werden; ausgeschlossen ist die Übertragung auf Vermögen ausserhalb der Schweiz. Findet die Ersatzbeschaffung nicht im gleichen Geschäftsjahr statt, so kann im Umfange der übertragbaren stillen Reserven eine Rückstellung gebildet werden. Diese Rückstellung ist in‑ nert angemessener Frist zur Abschreibung auf dem Ersatzobjekt zu verwenden oder zugunsten der Erfolgsrechnung aufzulösen. Als betriebsnotwendig gilt nur solches Anlagevermögen, das für einen Fabrikations-, Ge‑ werbe-, Handels- oder Dienstleistungsbetrieb unmittelbar notwendig ist; ausgeschlossen sind insbesondere Vermögensobjekte, welche dem Unternehmen nur zum Zwecke der Vermögens‑ anlage oder durch ihren Ertrag dienen.
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Die Ersatzbeschaffung muss innert einer angemessenen Frist erfolgen. Die Steuerbehörden betrachten eine Zeitspanne bis 4 Jahren als angemessen.
Beispiel einer Ersatzbeschaffung gemäss Änderung der Steuergesetzgebung vom 01.01.2001
Verkaufspreis Fr. 2’000’000.– ./. Buchwert Fr. 500’000.– Liquidationsgewinn Fr. 1’500’000.– Wiederinvestition Fr. 1’200’000.– ./. Buchwert Fr. 500’000.– Wiederinvestition (Abschreibung als Wiederinvestition) Fr. 700’000.– Steuerbarer Liquidationsgewinn Fr. 800’000.– Buchwert (Kauf) Fr. 1’200’000.– ./. Wiederinvestition Fr. 700’000.– Neuer Buchwert Fr. 500’000.–
9. Einkommen aus Gesellschaften
Das Einkommen aus einer Kollektiv‑, Kommandit‑ oder einfachen Gesellschaft (wie Kon- sortium) ist gemäss den Angaben, die die Gesellschaft in ihrem Fragebogen gemacht hat, zu deklarieren. Enthält dieses Einkommen verrechnungssteuerbelastete Kapitalerträge, so hat sie Anspruch auf Rückerstattung der zu ihren Lasten abgezogenen Verrechnungssteuer. Dieser Anspruch ist von der Gesellschaft selber bei der Eidg. Steuerverwaltung, Abteilung Rück- erstattung, 3003 Bern, geltend zu machen, wo das erforderliche Antragsformular R 25 und weitere Auskünfte erhältlich sind. Anders verhält es sich bei einfachen Gesellschaften. Diese haben keinen eigenen Rückerstat‑ tungs‑ oder Verrechnungsanspruch, sondern jeder Beteiligte muss persönlich die Verrechnung der anteilsmässig auf ihn entfallenden Verrechnungssteuer geltend machen.
10. Geschäftsvermögen
10.1. Massgebende Kriterien
Die Vermögenswerte des Besitzers können dem Geschäfts‑ oder Privatvermögen angehören. Grundsätzlich umfasst das Geschäftsvermögen alle Wirtschaftsgüter, welche aufgrund ihrer Beschaffenheit (z.B. Fabriken, Werkstätten, Geschäftsliegenschaften, Waren, Maschinen usw.) geschäftsnotwendig sind, sowie Vermögenswerte, die aus Mitteln des Geschäftes oder für geschäftliche Zwecke erworben worden sind und direkt oder indirekt dem Geschäftsbe‑ trieb dienen.
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Präponderanzmethode Vermögenswerte, die sowohl geschäftlich als auch privat genutzt werden, unterliegen nicht mehr der Wertzerlegung, sondern neu der Präponderanzmethode. Gemäss dieser Methode wird die Gesamtheit der Vermögenswerte entweder dem Geschäfts‑ oder Privatvermögen zu‑ geordnet. Für den Vergleich sind alle auf den privat oder geschäftlich genutzten Liegenschaftsteil ent‑ fallenden Erträge ins Verhältnis zum gesamten Liegenschaftsertrag zu setzen. In Grenzfällen können andere für die Abgrenzung geeignete Kriterien herangezogen werden, (z.B. Fläche, Rauminhalt, Gewährung von Abschreibungen). Beträgt der Anteil der geschäftlichen Nutzung mehr als 50%, liegt eine vorwiegend geschäftliche Nutzung vor. Als Einkommenswert, der für die Berechnung eines allfälligen Kapitalgewinnes massgebend ist, gilt der bisherige Einkommenssteuerwert des geschäftlich genutzten Teils, erhöht um den Anlagewert (Gestehungskosten) des privat genutzten Teils. Dieser Wert entspricht i.d.R. dem gesamten bisherigen Buchwert der Liegenschaft. Die Abgrenzung zwischen Geschäfts‑ und Privatvermögen erfolgt weiterhin nach den glei‑ chen Kriterien, wie sie in der Praxis und Rechtsprechung entwickelt wurden. Massgebend für die Zuteilung des Aktivums bleiben beispielsweise die Zweckbestimmung, die buchmässige Behandlung, die Herkunft der Mittel oder das Erwerbsmotiv.
10.2. Zeitliche Bemessung
Die Steuer wird auf dem Nettovermögen am Ende der Steuerperiode, d.h. aufgrund des Ver‑ mögensstandes am 31. Dezember oder am Ende der Steuerpflicht, erhoben. Fällt der Buch‑ haltungsabschluss nicht mit den Kalenderjahren zusammen, ist das Geschäftsvermögen mit Ausnahme der Wertschriften und Liegenschaften am Schluss des in der Bemessungsperiode abgeschlossenen Geschäftsjahres massgebend.
10.3. Bewertungsgrundsätze
a) Liegenschaften Die Betriebsliegenschaften werden nach den gleichen Regeln wie diejenigen des Privat- vermögens bewertet, und zwar ist der Steuerwert massgebend. Die getrennte Aufführung der im Kanton gelegenen Betriebs‑ und Privatliegenschaften dient den Steuerbehörden zur Ermittlung des im Betrieb des Steuerpflichtigen investierten Eigenkapitals und zu dessen Meldung an die zuständige Ausgleichskasse. Wird diese Aufteilung nicht vorgenommen, kann die Ausgleichskasse den Zins auf das investierte Eigenkapital bei der Berechnung der AHV‑ Beiträge nicht in Abzug bringen.
b) Wertschriften und Kapitalanlagen
Die Wertschriften und Kapitalanlagen, die zum Geschäftsvermögen gehören, müssen auf dem Wertschriftenverzeichnis aufgeführt werden. Die Erträge der zum Geschäftsvermögen gehörenden Wertschriften und Guthaben sind hier mit dem Betrage in Abzug zu bringen, mit dem sie im buchmässigen Reingewinn enthalten sind (also in der Regel mit dem Nettobetrag). Anderseits sind diese Erträge im Wertschriftenverzeichnis aufzuführen, dort am Rande mit G zu bezeichnen und in Ziffer 12b der Steuererklärung zu übertragen. Ist das Geschäftsjahr nicht mit dem Kalenderjahr abgeschlossen worden, so sind im Wertschriftenverzeichnis trotzdem nicht die im mass-
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gebenden Geschäftsjahr, sondern die im Kalenderjahr 2008 fällig gewordenen Kapitaler- träge des Geschäftsvermögens anzugeben. Unter Ziffer 1 der Steuererklärung dürfen aber nicht diese Beträge, sondern nur die in den massgebenden Geschäftsjahren verbuchten Kapitalerträge abgezogen werden.
c) Waren
Der Warenvorrat ist nach Abzug der privilegierten Warenreserve (s. Ziffer 5.3.) als Ver- mögen zu deklarieren.
d) Debitoren Ein Inventar der Debitoren (ausschliesslich Kundenguthaben) ist zu erstellen und zwar bei jeder geschäftlichen Tätigkeit. Die Debitorenguthaben, einschliesslich der Guthaben aus freiberuflicher Tätigkeit, sind ordentlicherweise mit den vollen Forderungsbeträgen unter Berücksichtigung einer Rückstellung gemäss Ziffer 7 zu deklarieren. Die Gutbaben gegenüber anderen Schuldnern müssen auf dem Wertschriftenverzeichnis aufgeführt werden.
e) Sonstige Aktiven Alle anderen Vermögenswerte sind gemäss der Bilanz zu deklarieren.
f) Beteiligungen an Kollektiv‑ und Kommanditgesellschaften Diese müssen gemäss Fragebogen der Kollektiv‑ und Kommanditgesellschaft unter Ziffer 31 der Steuererklärung deklariert werden.
g) Kreditoren Das Inventar der Kreditoren (Lieferanten) muss bei jeder geschäftlichen Tätigkeit des Steuerpflichtigen erstellt werden. Der Gesamtbetrag ist auf dem Schuldenverzeichnis an- zugeben und in Ziffer 39 der Steuererklärung zu übertragen.
h) Schuldenverzeichnis Steuerpflichtige, welche eine selbständige Erwerbstätigkeit ausüben, müssen die Ge- schäftsschulden detailliert auf dem Beilageblatt «Schuldenverzeichnis» aufführen. Die genaue Identität jedes Schuldners (Name, Vorname, Adresse Wohnort), der Schuldbetrag und die verbuchten Zinsen sind aufzuführen. Ein einfacher Hinweis auf die hinterlegten Abschlüsse kann nicht angenommen werden.
11. Zur Verfügung stehende Spezialformulare
F 10 Fragebogen für Kollektiv‑, Kommandit‑ oder einfache Gesellschaften F 15 Fragebogen für Selbständigerwerbende mit kaufmännischer Buchhaltung F 15a Fragebogen für Selbständigerwerbende ohne kaufmännische Buchhaltung F 17 Fragebogen für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte F 17 a Fragebogen für Anwälte, Notare, Geschäftsagenten und Steuerberater F 17 b Fragebogen für Ingenieure, Architekten, Geometer und Bauzeichner
Diese Formulare können bei der Kantonalen Steuerverwaltung, Bahnhofstrasse 35, 1951 Sitten, Tel. 027 606.25.36, bezogen werden.
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KAnT on ALE STE uERn D iR EKTE BunDESSTE uER Merkblatt über die Bewertung der Naturalbezüge und der privaten Unkostenanteile von Geschäftsinhaberinnen und Geschäftsinhabern Vorbemerkungen
für die Geschäftsjahre mit Abschlusstag 30. Juni 2007 oder früher ist noch das Merkblatt N 1/2001 massgebend.
1. WarenbezügeDie Warenbezüge aus dem eigenen Betrieb sind mit dem Betrag an zurechnen, den die steuerpflichtige Person ausserhalb ihres Geschäf tes dafür hätte bezahlen müssen. In den nachstehenden Branchen sind in der Regel wie folgt zu bewerten:
Für Betriebe mit Tea-Room erhöhen sich die Ansätze um 20 %; aus serdem sind für Tabakwaren pro rauchende Person normalerweise CHF 1500 – 2200 pro Jahr anzurechnen. Werden auch Mahlzeiten abgegeben, so sind in der Regel die Ansätze für Restaurants und Hotels anzuwenden (Buchstabe e hiernach). Wenn in erheblichem Umfang auch andere Lebensmittel geführt werden, so sind die Ansätze für Lebensmittelgeschäfte (Buchstabe b hiernach) anzuwenden.
Im Jahr...................... 5280.– 1320.– 2640.– 3960.– Im Monat.................. 440.– 110.– 220.– 330.– Zuschlag für Tabakwaren: CHF 1500 – 2200 pro rauchende Person
CHF CHF CHF CHF Im Jahr...................... 2460.– 600.– 1200.– 1800.– Im Monat.................. 205.– 50.– 100.– 150.–
605.040.58d | Merkblatt N 1 / 2007 Naturalbezüge von Selbstständigerwerbenden d) Metzgereien Erwachsene Kinder im Alter von ... Jahren * über 3 – 6 über 6–13 über 13–18 CHF CHF CHF CHF Im Jahr...................... 2760.– 660.– 1380.– 2040.– Im Monat.................. 230.– 55.– 115.– 170.–
Die Ansätze umfassen nur den Wert der Warenbezüge. Die übrigen Naturalbezüge und die privaten Unkostenanteile (siehe insbesondere die Ziffern 2, 3 und 4 hiernach) sind gesondert zu bewerten. Tabakwaren In den Ansätzen ist der Bezug von Tabakwaren nicht inbegriffen; pro rauchende Person sind in der Regel CHF 1500 – 2200 im Jahr zusätz lich anzurechnen. 2. Mietwert der WohnungDer Mietwert der Wohnung im eigenen Hause ist von Fall zu Fall nach den ortsüblichen Mietzinsen für eine entsprechende Wohnung zu bestimmen. Dabei ist dort, wo einzelne Räume sowohl geschäftlichen als auch privaten Zwecken dienen, z.B. im Gastgewerbe, auch ein angemessener Anteil an diesen Gemeinschaftsräumen (Wohnräume, Küche, Bad, WC) mitzuberücksichtigen. 3. Privatanteil an den Kosten für Heizung,Beleuchtung, Reinigung, moderne Kommunika- tionsmittel usw. Für Heizung, elektrischen Strom, Gas, Reinigungsmaterial, Wäsche reinigung, Haushaltartikel, moderne Kommunikationsmittel, Radio und Fernsehen sind in der Regel folgende Beträge als Privatanteil an den Unkosten anzurechnen, sofern sämtliche den Privathaus
4. Privatanteil an den Löhnen des Geschäfts- personals Arbeiten Geschäftsangestellte zum Teil für die privaten Bedürfnisse der/des Geschäftsinhaberin/Geschäftsinhabers und ihrer/seiner Fami lie (Zubereitung der Verpflegung, Besorgung der privaten Räume und Wäsche usw.), so ist ein den Verhältnissen entsprechender Teil der Löhne als Privatanteil anzurechnen. * Massgebend ist das Alter der Kinder zu Beginn jedes Geschäftsjahres. Bei Familien mit mehr als 3 Kindern sind vom Totalwert der Kinderansätze abzuziehen: bei 4 Kindern 10 %, bei 5 Kindern 20%, bei 6 und mehr Kindern 30%. ESTV / Direkte Bundessteuer 57 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
5. Privatanteil an den Autokosten
Der Privatanteil an den Autokosten kann entweder effektiv oder | b) Pauschale Ermittlung | ||
pauschal ermittelt werden. | Können die gesamten Betriebskosten des zum Teil privat genützten Fahrzeuges und die geschäftlich sowie privat zurückgelegten Kilo | ||
a) Effektive Ermittlung meter anhand eines Bordbuches nicht nachgewiesen werden, ist
Können die gesamten Betriebskosten des zum Teil privat genütz | pro Monat 0,8% des Kaufpreises (exkl. MWST), mindestens aber | ||
ten Fahrzeuges und die geschäftlich sowie privat zurückgelegten | CHF 150 zu deklarieren. | ||
Kilometer anhand eines Bordbuches nachgewiesen werden, sind die | |||
effektiven Kosten proportional auf die geschäftlich und privat zu | |||
rückgelegten Kilometer aufzuteilen. | |||
6. Selbstkostenabzug für naturallöhne der Arbeitnehmenden | Tag / CHF | Monat / CHF | Jahr / CHF |
Die dem Geschäftspersonal ausgerichteten Naturallöhne (Verpfle | Im Gastwirtschaftsgewerbe ............ 16.– | 480.– | 5760.– |
gung, Unterkunft) sind dem Geschäft zu den Selbstkosten zu belas | In andern Gewerben ...................... 17.– | 510.– | 6120.– |
ten, nicht zu den für die Arbeitnehmenden geltenden Pauschalan | |||
sätzen. | Für die unterkunft (Miete, Heizung, Beleuchtung, Reinigung, Wäsche | ||
Sind die Selbstkosten nicht bekannt und werden sie auch nicht auf | usw.) kommt im Allgemeinen kein besonderer Lohnabzug | in Betracht, | |
Grund eines so genannten Haushaltkontos ermittelt, so können für | da diese Kosten in der Regel bereits unter den übrigen Geschäftsun | ||
die Verpflegung pro Person in der Regel folgende Beträge abgezo | kosten (Gebäudeunterhalt, Hypothekarzinsen, allgemeine Unkosten | ||
gen werden: | usw.) berücksichtigt sind. | ||
Merkblatt N 1/ 2007
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