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Erarbeitung der Grundlagen zur Umsetzung der Strategie «Digitaler Wandel an kantonalen Schulen der Sekundarstufe II», gebundene Ausgabe, Stellenplan

RRB Nr. 1178/2019 · Regierungsrat des Kantons Zürich

Vom 10. Dez. 2019

https://lexipedia.io/de/docs/ch-zh/regierungsrat/rrb-nr-1178-2019/de/erarbeitung-der-grundlagen-zur-umsetzung-der-strategie-digitaler-wandel-an-kantonalen-schulen-der-sekundarstufe-ii-gebundene-ausgabe-stellenplan

Abgerufen am 11. Sept. 2026

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RRB Nr. 1178/2019

Erarbeitung der Grundlagen zur Umsetzung der Strategie «Digitaler Wandel an kantonalen Schulen der Sekundarstufe II», gebundene Ausgabe, Stellenplan

Rubrum

Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 10. Dezember 2019

1178. Erarbeitung der Grundlagen zur Umsetzung der Strategie «Digitaler Wandel an kantonalen Schulen der Sekundarstufe II» (Ausgabe und Stellenplan)

Erwägungen

1. Ausgangslage Der Regierungsrat hat mit Beschluss Nr. 259/2019 die Strategie «Digitaler Wandel an kantonalen Schulen der Sekundarstufe II» festgesetzt. Diese umfasst die beiden Teilstrategien «IKT Sek II» und «Bildung im digitalen Umfeld». Im Rahmen der Teilstrategie «IKT Sek II» hat der Regierungsrat mit Beschluss Nr. 260/2019 die Finanzdirektion mit der Durchführung des Projekts «IKT-Grundversorgung Sek II», das Teil der Umsetzung der kantonalen IKT-Strategie bildet, beauftragt und die dafür nötigen Stellen geschaffen. Die Teilstrategie «Bildung im digitalen Umfeld» ist Gegenstand des vorliegenden Beschlusses. Im Rahmen dieser Teilstrategie sollen fünf aufeinander abgestimmte Projekte durchgeführt werden: – «IKT-Organisation und -Steuerung Sek II» – «Bildung im digitalen Wandel» – «Aus- und Weiterbildung» – «Mobile elektronische Geräte» – «Migration IKT-Infrastruktur der Schule»

2. Ziele und Projekte Mit der Strategie «Digitaler Wandel an kantonalen Schulen der Sekundarstufe II» wird das Ziel verfolgt, die Mittelschülerinnen und -schüler auf die Anforderungen der tertiären Bildungsstufe und die Lernenden in den Berufsfachschulen auf die Anforderungen des Berufslebens in der Wirtschaft wie auch der höheren Berufsbildung und Fachhochschulen vorzubereiten. Dabei baut die Sekundarstufe II auf den Grundlagen der Sekundarstufe I bzw. der Volksschule auf. Mit der Einführung des Lehrplans 21 in der Volksschule hat sich die Ausgangslage massgeblich verändert. Neu wird auf dieser Stufe «Medien und Informatik» unterrichtet. Dies erfordert eine rasche Neuausrichtung der Sekundarstufe II, sowohl bei der technischen Infrastruktur als auch in Bezug auf die pädagogischen Konzepte. Dazu gehören auch die schulstufenübergreifende Nutzung und die Verbreitung von digitalen Lehr- und Lernformen.

Durch die Digitalisierungsinitiative der Zürcher Hochschulen wird gleichzeitig auch seitens der Abnehmerinstitutionen der Druck auf die Schulen der Sekundarstufe II erhöht, den digitalen Wandel rasch umzusetzen. Mit den nachfolgenden Projekten werden die Grundlagen erarbeitet, damit die Strategie «Digitaler Wandel an kantonalen Schulen der Sekundarstufe II» umgesetzt werden kann. Mit dem Projekt «IKT-Organisation und -Steuerung Sek II» werden die IKT-Steuerungs- und -Führungsstrukturen der Sekundarstufe II auf- und umgebaut und für die Betriebsphase vorbereitet. Mit dem Projekt «Bildung im digitalen Wandel» wird angestrebt, den Schülerinnen und Schülern, den Lernenden sowie den Lehrpersonen das zeitgemässe Lernen und Lehren im digitalen Umfeld zu ermöglichen. In diesem Zusammenhang werden auch Innovationen gefördert und die Schulen der Sekundarstufe II (Schulen Sek II) untereinander verbunden. Mit dem Projekt «Aus- und Weiterbildung» wird ein Konzept für die gezielte Aus- und Weiterbildung der Lehrpersonen erarbeitet. Dieses befähigt sie für den Einsatz von zeitgemässen pädagogischen und didaktischen Mitteln und der praxisnahen Anwendung im Unterricht. Mit dem Projekt «Mobile elektronische Geräte» werden die Grundlagen und Einsatzkonzepte für mobile elektronische Geräte im Unterricht erarbeitet. Gestützt auf die in diesen Projekten erarbeiteten Grundlagen werden im Rahmen des Projekts «Migration IKT-Infrastruktur der Schule» die kantonalen Mittel- und Berufsfachschulen mit der vom Amt für Informatik (AFI) bereitgestellten IKT-Grundversorgung Sek II, die im Rahmen der kantonalen IKT-Strategie aufgebaut wird, ausgerüstet und in die neuen IKT-Führungs-, -Organisations- und -Supportstrukturen Sek II übergeführt (RRB Nrn. 383/2018 und 260/2019).

2.1. Projekt «IKT-Organisation und -Steuerung Sek II» Mit dem Projekt «IKT-Organisation und -Steuerung Sek II» wird die Aufbau- und Ablauforganisation zur Steuerung und Führung der IKT der Sekundarstufe II weiterentwickelt. Zum Projektumfang gehört die Neuorganisation von Aufgaben des Datenschutzes und der Datensicherheit, der Auf- und Umbau der Rolle der Nutzervertretung der Schulen Sek II, die Wahrnehmung der Besteller-Rolle des Mittelschul- und Berufsbildungsamts (MBA) gegenüber dem AFI sowie die IKT-Organisationsentwicklung als Bestandteil der Vorbereitungsarbeiten für das Projekt «Migration IKT-Infrastruktur der Schule». Das Projekt «IKT-Organisation und -Steuerung Sek II» wird durch die bestehenden Mittel aus dem Bereich MBA-Informatik (MBA-IT) unterstützt. Diese Unterstüt- zung erfolgt neben den laufenden Betriebsaufgaben (z. B. Betrieb der Applikationsserver, Support für Fach-, Lehr- und Lernapplikationen sowie Projektleitungen Einführung LEUnet Schule an den Schulen Sek II).

2.1.1. Datenschutz und Datensicherheit Sek II In Anlehnung an die Beschlüsse «Projekte im Programm zur Umsetzung der kantonalen IKT-Strategie» (RRB Nr. 625/2019), «Strategie ‹Digitaler Wandel an kantonalen Schulen der Sekundarstufe II›» (RRB Nr. 259/ 2019) und «Allgemeine Informationssicherheitsrichtlinie» (RRB Nr. 795/ 2019) werden die Aufgaben im Bereich des Datenschutzes und der Datensicherheit für die Schulen Sek II neu organisiert. Mit 18 kantonalen Berufsfachschulen und 21 kantonalen Mittelschulen mit über 60 000 Nutzerinnen und Nutzer zählt die Sekundarstufe II zu einer der grössten Anspruchs- und Nutzungsgruppe von Informatiksystemen im Kanton Zürich. Aufgrund dieser Grösse benennt die Bildungsdirektion eine IKT-Sicherheitsbeauftragte oder einen IKT-Sicherheitsbeauftragten Sek II (ISB Sek II), die oder der im MBA angesiedelt ist. Die Stelleninhaberin oder der Stelleninhaber baut in Zusammenarbeit mit der oder dem im AFI angesiedelten IKT-Sicherheitsbeauftragten des Kantons (ISIK) und der oder dem IKT-Sicherheitsbeauftragten der Bildungsdirektion (ISID BI) die Strukturen des Datenschutzes und der Datensicherheit für die Umsetzung der Vorgaben für die Fach-, Lehr- und Lernapplikationen der Schulen Sek II auf. Die Neuorganisation erfolgt in Abstimmungen mit dem Aufbau der Sicherheitsorganisation und des Security Operation Center (SOC) im AFI im Rahmen der Umsetzung der kantonalen IKT-Strategie (RRB Nr. 625/2019, Ziff. 3.4). Für diese Aufgaben und zur Sicherstellung der Stellvertretung sind im MBA 1,6 unbefristete Stellen (LK 21) Informatikspezialist/in mbA für Datenschutz und Datensicherheit Schulen Sek II zu schaffen. Die unbefristeten Stellten übernehmen nach den Projektarbeiten Aufgaben in der Linienorganisation des MBA. Insbesondere sorgt die oder der ISB Sek II für die Umsetzung und die Einhaltung der Vorgaben aus dem Projekt IKT-Sicherheit (SEC) (RRB Nr. 625/2019, Ziff. 3.4) für die Fach-, Lehr- und Lernapplikationen der Schulen Sek II und unterstützt die Schulen und Organisationen der Sekundarstufe II in den technischen und organisatorischen Fragestellungen des Datenschutzes und der Informationssicherheit. Zudem arbeitet die oder der ISB Sek II in der Fachgruppe IKT-Sicherheit (FAGIS) mit und vertritt die Bereiche des Lehrens und Lernens im digitalen Raum. Zusätzlich pflegt die oder der ISB Sek II das

Netzwerk mit den kantonalen Stellen im Bereich der IKT-Sicherheit und stellt dadurch sicher, dass Synergien genutzt und keine Parallelstrukturen aufgebaut werden.

2.1.2. Besteller- und Nutzervertretung Gemäss der Strategie «Digitaler Wandel an kantonalen Schulen der Sekundarstufe II» erfolgt die Koordination der IKT-Grundversorgung und der Fachapplikationen zentral durch das MBA (RRB Nr. 259/2019). Das MBA ist gegenüber dem AFI gleichzeitig in den Rollen der Nutzervertretung der Schulen und Organisationen Sek II sowie des Bestellers der IKT-Grundversorgung Sek II. Für die Weiterentwicklung und den Aufbau der Bestellkompetenz und der Nutzervertretung sind im MBA für die Dauer der Projekte 1,0 befristete Stellen Informatikspezialist/in mbA (LK 21) Besteller- und Nutzervertretung IKT Sek II zu schaffen. In der Rolle als Besteller wird sie oder er in Zusammenarbeit mit den Projektmitarbeitenden des Projekts «IKT-Grundversorgung Sek II» den Auf- und Umbau des auf die Bedürfnisse der Sek II abgestimmten Servicekataloges für die IKT-Grundversorgung der Schulen Sek II unterstützen. In der Rolle als Nutzervertretung der Schulen und Organisationen Sek II erarbeitet sie oder er unter Einbezug der Schulen Sek II und des AFI das Supportkonzept mit den Prozessen für den Vor-Ort-Support an den Schulen Sek II mit eigenem technischem Personal. Zudem entwickelt sie oder er die bestehenden IKT-Führungs- und -Steuerungsgefässe der Sekundarstufe II weiter. Damit die Kontinuität und das aufgebaute Wissen gesichert werden können, wird diese befristete Stelle nach Abschluss des Projekts durch Umwandlung einer bestehenden Stelle im MBA in den Betrieb übergeführt werden. Diese Kompensation erfolgt durch die Verringerung von Betriebsaufgaben im Bereich der IKT-Grundversorgung, die bis anhin von der MBA-IT geleistet wurde und neu vom AFI bereitgestellt wird.

2.2. Projekte «Bildung im digitalen Wandel» und «Aus- und Weiterbildung» Im Projekt «Aus- und Weiterbildung» werden die Grundlagen für die gezielte Aus- und Weiterbildung der Lehrpersonen im Bereich der Digitalisierung erarbeitet. Diese Projekte müssen zwingend durch Personen mit Lehrdiplom für Maturitätsschulen oder einer gleichwertigen fachlichen und pädagogischen Ausbildung sowie mehrjähriger Unterrichtserfahrung geleitet werden. Diese verfügen in pädagogischen und didaktischen Fragestellungen über den notwendigen Praxisbezug und die Akzeptanz im Schulumfeld. Für die Projektleitung und zur Sicherstellung der Stellvertretung sind im MBA 1,6 befristete Stellen Informatikspezialist/in mbA (LK 23) Bildung im digitalen Wandel zu schaffen. Die fachliche Unterstützung erfolgt zusätzlich durch Lehrpersonen aus den Mittel- und Berufsfachschulen. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem die Beschaffung von Informationen zum digitalen Lehren und

Lernen (z. B. Forschungsergebnisse, Studien) und die adressatengerechte Aufbereitung dieser Informationen. Zudem unterstützen sie die Lehrpersonen und die Schulleitungen in der Schulentwicklung ihrer Schulen. Für diese Arbeiten sind Lektionenentlastungen von Lehrpersonen aus den Mittel- und den Berufsfachschulen im Umfang von jährlich je 24 Jahreslektionen nötig. Dies entspricht rund 1,0 Stellen bei den Mittelschulen und 1,0 Stellen bei den Berufsfachschulen. Für die vorgesehene Projektdauer von drei Jahren für die Projekte «Bildung im digitalen Wandel» und «Aus- und Weiterbildung» sind insgesamt 144 Jahreslektionen von 1,05 Mio. Franken zu bewilligen. Zudem werden für den Aufbau und den Betrieb einer Kommunikationsplattform zur Sicherstellung des Austausches der Schulen und der verschiedenen Beteiligten im Bildungsumfeld, für den Betrieb der Infrastruktur am vorgesehenen Standort sowie für die fachliche Projektunterstützung jährlich finanzielle Mittel von Fr. 350 000 für Dienstleistungen Dritter benötigt. Für die vorgesehene Dauer der Projekte von drei Jahren sind 1,05 Mio. Franken zu bewilligen.

2.3. Projekt «Mobile elektronische Geräte» Mit dem Projekt «Mobile elektronische Geräte» werden die Grundlagen für den Einsatz der Geräte von Schülerinnen und Schülern, Lernenden und Lehrpersonen erarbeitet. Darauf aufbauend werden die pädagogisch-didaktischen Einsatzkonzepte zur Nutzung der Geräte im Unterricht erstellt. Die Projektsteuerung stellt dabei den Abgleich mit dem Projekt Digitaler Arbeitsplatz (DAP) gemäss RRB Nr. 625/2019, Ziff. 3.5, sicher. Für die Durchführung des Projekts «Mobile elektronische Geräte» sowie die Mitarbeit in den Projekten «Bildung im digitalen Wandel» und «Aus- und Weiterbildung» wird für die vorgesehene Dauer der Projekte von drei Jahren eine externe Unterstützung benötigt. Dazu sind finanzielle Mittel für Dienstleistungen Dritter im Umfang von Fr. 570 000 zu bewilligen.

2.4. Konzeptarbeiten «Migration IKT-Infrastruktur der Schule» Im Rahmen des Projekts «Migration der IKT-Infrastruktur der Schule» werden die 39 Schulen Sek II mit der IKT-Grundversorgung Sek II ausgerüstet und in die in den Projekten erarbeiteten IKT-Führungs-, -Organisations- und -Supportstrukturen Sek II übergeführt. Die teilweise umfangreichen und komplexen Projekte umfassen gemäss aktuellem Planungsstand die Teilprojekte Technologie, Fach-, Lehr- und Lernapplikationen Schulen Sek II sowie die IKT-Organisationsentwicklung an den Schulen Sek II. Die Projekte werden vom MBA geleitet (RRB Nr. 259/ 2019) und in enger Zusammenarbeit mit den zu migrierenden Schulen und dem AFI durchgeführt. Für die Teilprojektleitung Technologie sind die

Projektmitarbeitenden aus dem Projekt «IKT-Grundversorgung Sek II» (RRB Nr. 260/2019) vorgesehen. Für die Teilprojektleitungen Fach-, Lehr- und Lernapplikationen der Schulen Sek II sind Mitarbeitende aus dem MBA und den Schulen Sek II vorgesehen. Im Teilprojekt IKT-Organisationsentwicklung geht es insbesondere darum, Lehrpersonen von bisherigen Aufgaben im Support- und Technikbereich zu entlasten, die IKT-­ Organisationen an den Schulen Sek II mit eigenem technischem Personal weiterzuentwickeln und sie in den übergeordneten Supportprozess einzubinden. Für die Konzept- und Vorbereitungsarbeiten der Projekte «Migration der IKT-Infrastruktur der Schule» wird externe Unterstützung beigezogen. Für die vorgesehene Dauer der Projekte von fünf Jahren sind Fr. 950 000 (durchschnittlich Fr. 190 000 pro Jahr) zu bewilligen.

3. Projektorganisation Mit der Durchführung und der Leitung der Projekte im Rahmen des digitalen Wandels an den kantonalen Schulen der Sekundarstufe II wird die Bildungsdirektion, vertreten durch das MBA, beauftragt. Die Durchführung erfolgt gemäss der Projektmanagementmethode HERMES. Aufgrund des in RRB Nr. 259/2019 ausgewiesenen Nachholbedarfs beim digitalen Wandel der Bildung an den Schulen Sek II kann die Umsetzung der Strategie «Digitaler Wandel an kantonalen Schulen der Sekundarstufe II» nur teilweise mit den vorhandenen Mitteln aus dem MBA oder den Schulen geleistet werden.

3.1. Veränderungs-, Qualitäts- und Risikomanagement Mit den Projekten werden technische wie auch organisatorische Änderungen im Umfeld der Schulen und Organisationen der Sek II angestossen. Dieser Veränderungsprozess wird für die betroffenen Mitarbeitenden von einer externen Fachorganisation begleitet. Zudem wird eine externe Unterstützung für das Qualität- und Risikomanagement beigezogen. Dazu werden finanzielle Mittel für Dienstleistungen Dritter benötigt. Für die Dauer der Durchführung der Projekte von fünf Jahren sind Fr. 950 000 (durchschnittlich Fr. 190 000 pro Jahr) zu bewilligen.

3.2. Leitung und Unterstützung Für die Gesamtleitung der Projekte sind im MBA für die Dauer von fünf Jahren 1,0 befristete Stellen (LK 23) zu schaffen. Die Stelleninhaberin oder der Stelleninhaber koordiniert die Projekte, verstärkt die Vernetzung mit den Schulen Sek II und dem AFI und ist für die Erreichung der Gesamtziele verantwortlich. Damit keine Parallelstrukturen entstehen und Synergien genutzt werden können, stellt die Leitung die Abstimmung mit dem Projekt «IKT-Grundversorgung Sek II» (RRB Nr. 260/2019) und den Projekten im Programm zur Umsetzung der kantonalen IKT-­ Strategie (RRB Nr. 625/2019) sicher.

4. Finanzielles Für die Durchführung der Projekte gemäss Ziff. 2 und 3 fallen folgende Kosten an (in Franken): Tabelle 1: Projektkosten Stellen Beschreibung Jährlich Anzahl Personal­ Kosten Jahre kosten extern Projekt «IKT-Organisation und -Steuerung Sek II» (Datenschutz und Datensicherheit Sek II, Besteller- und Nutzervertretung, Konzeptarbeiten «Migration IKT-Infrastruktur der Schule») 1,6 Leitung und Stellvertretung Datenschutz und 272 000 5 1 360 000 Datensicherheit Sek II, unbefristet (LK 21) 1,0 Projektleitung Besteller- und Nutzerver­ 170 000 5 850 000 tretung, befristet (LK 21) Projekte «Bildung im digitalen Wandel» und «Aus- und Weiterbildung» 1,6 Projektleitung und Stellvertretung «Bildung 304 000 3 912 000 im digitalen Wandel» und «Aus- und Weiterbildung», befristet (LK 23) Projektunterstützung durch Lehrpersonen 350 000 3 1 050 000 der Mittel- und Berufsfachschulen mit 48 Jahreslektionen Dienstleistungen Dritter für fachliche 350 000 3 1 050 000 Projektunterstützung und Betrieb Projekt «Mobile elektronische Geräte» Dienstleistungen Dritter für Projektleitung 190 000 3 570 000 «Mobile elektronische Geräte» Projekt Konzeptarbeiten «Migration IKT-Infrastruktur der Schule» Dienstleistungen Dritter für IKT-Organisa­ 190 000 5 950 000 tionsentwicklung an den Schulen Sek II Veränderungs-, Qualitäts- und Risikomanagement Dienstleistungen Dritter für Veränderungs-, 190 000 5 950 000 Qualitäts- und Risikomanagement Gesamtleitung und -unterstützung 1,0 Gesamtleitung «Bildung im digitalen Wandel», 190 000 5 950 000 befristet (LK 23) Projektoffice (Dienstleistungen Dritter) 190 000 5 950 000 Total 5 122 000 4 470 000 Gesamtkosten 9 592 000 Durch den Regierungsrat zu bewilligende Ausgaben Jahreslektionen zur Entlastung der Lehr­ 1 050 000 personen (Kosten intern) Dienstleistungen Dritter (Kosten extern) 4 470 000 Zu bewilligende Ausgaben 5 520 000

Es handelt sich um eine gebundene Ausgabe (§ 37 Abs. 2 lit. a Gesetz über Controlling und Rechnungslegung, LS 611). Mit den Projekten werden konzeptionelle Grundlagen – vergleichbar mit der Projektierungsphase bei Bauprojekten – zum digitalen Wandel an den Schulen Sek II sowie der Bereitstellung der erforderlichen zentralen organisatorischen und technischen Mittel für einen zeitgemässen Unterricht geschaffen. Diese Arbeiten erfolgten bisher dezentral in den Schulen oder durch verschiedene externe Dienstleister. Die Kosten für diese Konzeptarbeiten fallen zentral in der Leistungsgruppe Nr. 7306, Berufsbildung, an und werden den Leistungsgruppen der Sekundarstufe II verrechnet. Die Kosten teilen sich hälftig auf die beiden Leistungsgruppen Nr. 7301, Mittelschulen, und Nr. 7306, Berufsbildung, auf. Im Budget 2020 und KEF 2020–2023 sind folgende Mittel eingestellt: 2020: 2,4 Mio. Franken, 2021: 2,4 Mio. Franken; 2022: 2,4 Mio. Franken; 2023: 1,2 Mio. Franken. Die Ausgaben für die IKT-Grundversorgung Sek II werden dem Regierungsrat nach Vorliegen der Ausschreibungsergebnisse durch die Finanzdirektion beantragt (RRB Nr. 260/2019, Ziff. 6.2). Die Ausgaben aufgrund der Projektresultate aus den Projekten «IKT-Organisation und -Steuerung Sek II», «Bildung im digitalen Wandel», «Mobile elektronische Geräte» und «Aus- und Weiterbildung» werden dem Regierungsrat durch die Bildungsdirektion zur Beschlussfassung vorgelegt.

4.1. Folgekosten In den vorliegenden Projekten werden verschiedene Lösungen ausgearbeitet, die voraussichtlich zu Folgekosten führen werden. Sie sind nicht Teil des vorliegenden Beschlusses. Die Kosten für die Lösungen können noch nicht beziffert werden. Je nach Ergebnissen der Projekte müssen öffentliche Ausschreibungen durchgeführt werden. Die nachfolgende Übersicht zeigt die mit den Projekten zusammenhängenden Auswirkungen auf die möglichen Folgekosten: Projekt Folgekosten IKT-Organisation und -Steuerung Sek II Stellen im MBA für zentrale Aufgaben, Stundenentlastungen für Lehrpersonen Bildung im digitalen Wandel Führung des Systems Schulen Sek II Mobile elektronische Geräte Offen, je nach Projektergebnis Aus- und Weiterbildung Kosten für Aus- und Weiterbildung, Stundenentlastungen für Lehrpersonen Migration IKT-Infrastruktur der Schule Betriebskosten gemäss Dienstleistungskatalog des AFI für die IKT-Grundversorgung Sek II, Personalkosten an den Schulen gemäss Ergebnissen des Projekts IKT-Organisation und -Steuerung Sek II

4.2. Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit Auf den grossen Nachholbedarf der Schulen der Schulen Sek II wurde in RRB Nr. 259/2019, Ziff. 7, hingewiesen. Mit den in den Projekten angestrebten Zentralisierung- und Standardisierungsvorhaben beim AFI und dem MBA ist eine Erhöhung der Kosteneffizienz zu erwarten. IKT-Aufgaben, die in Zukunft verstärkt wahrgenommen werden müssen, wie beispielsweise die IKT-Sicherheit, werden in einer ersten Phase Mehrkosten verursachen und erst mittel- bis langfristig zu einer Verbesserung der Wirtschaftlichkeit beitragen können.

5. Zeitplan Nach der Bewilligung der Ausgaben und der Stellen erfolgt die personelle Besetzung der Projektstellen sowie die Vergabe der Aufträge für Dienstleistungen Dritter. Anschliessend starten die Grundlagearbeiten für den digitalen Wandel an den Schulen Sek II. Das AFI startet das Projekt «IKT-Grundversorgung Sek II» planmässig am 1. Januar 2020. Nach Vorliegen der Projektresultate dieses sowie des Projekts «IKT-Organisation und -Steuerung Sek II» erfolgt in Abstimmung mit den Projekten zur Umsetzung der kantonalen IKT-Strategie die Durchführung der 39 Projekte «Migration der IKT-Infrastruktur der Schule». Die pädagogisch-­ didaktischen Projekte «Bildung im digitalen Wandel», «Mobile elektronische Geräte» und «Aus- und Weiterbildung» werden parallel geführt. Der Zeitplan wird in der Initialisierungsphase der Projekte verfeinert, untereinander und mit den Projekten zur Umsetzung der kantonalen IKT-­ Strategie (RRB Nr. 625/2019) abgestimmt.

6. Umsetzung der kantonalen IKT-Strategie Das Vorhaben wurde vom AFI geprüft und gutgeheissen. Die Operative Informatiksteuerung (OIS) hat den Antrag der Bildungsdirektion an der Sitzung vom 11. Juli 2019 geprüft und zur Annahme empfohlen.

Dispositiv

Auf Antrag der Bildungsdirektion beschliesst der Regierungsrat:

I. Für die Erarbeitung der Grundlagen zur Umsetzung der Strategie «Digitaler Wandel an kantonalen Schulen der Sekundarstufe II» wird für Dienstleistungen Dritter und für Entlastungen der Lehrpersonen der Mittel- und Berufsfachschulen eine gebundene Ausgabe von Fr. 5 520 000 zulasten der Erfolgsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 7306, Berufsbildung, bewilligt.

II. Für die Sicherstellung des Datenschutzes und der Datensicherheit sowie die Durchführung der Projekte im Rahmen der Strategie «Digitaler Wandel an kantonalen Schulen der Sekundarstufe II» werden im Mittelschul- und Berufsbildungsamt folgende Stellen neu geschaffen: ab 1. Januar 2020 unbefristet: Stellen Richtposition (Hauptaufgabe) Klasse VVO 1,6 Informatikspezialist/in mbA LK 21 (Datenschutz und Datensicherheit Schulen Sek II) ab 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2024 (5 Jahre): Stellen Richtposition Klasse VVO 1,0 Informatikspezialist/in mbA LK 23 (Gesamtleiter/in Bildung im digitalen Wandel) 1,0 Informatikspezialist/in mbA LK 21 (Besteller- und Nutzervertretung IKT Sek II) ab 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2022 (3 Jahre): Stellen Richtposition Klasse VVO 1,6 Informatikspezialist/in mbA LK 23 (Projektleiter/in Bildung im digitalen Wandel)

III. Mitteilung an die Finanzdirektion und die Bildungsdirektion.

Vor dem Regierungsrat Die Staatsschreiberin:

Kathrin Arioli

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