RRB Nr. 1243/2014
Lotteriefonds des Kantons Zürich, Entwicklungszusammenarbeit, Beiträge 2014
Rubrum
Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 26. November 2014
1243. Lotteriefonds des Kantons Zürich; Entwicklungszusammenarbeit 2014
Erwägungen
1. Einleitung
1.1 Allgemeines Mit Beschluss vom 9. Juli 2014 bewilligte der Kantonsrat für 2011– 2014 einen Rahmenkredit von 40 Mio. Franken für die Inlandhilfe (IH) und die Entwicklungszusammenarbeit (EZA). Die jährlich verfügbare Gesamtsumme von 10 Mio. Franken kann flexibel auf die beiden Bereiche IH und EZA aufgeteilt werden. Dem Regierungsrat steht somit für IH- und EZA-Vergabungen 2014 ein Gesamtbetrag von 10 Mio. Franken zur Verfügung. Mit Beschluss Nr. 941/2014 gewährte der Regierungsrat eine Unterstützung von Fr. 3 120 000 für Vorhaben der IH. Somit stehen ihm noch Fr. 6 880 000 zur Unterstützung von EZA-Vorhaben zur Verfügung.
1.2 Zielsetzung und Partner Mit seinen EZA-Beiträgen will der Kanton: – die betroffene Bevölkerung vor allem in den Bereichen Armutsbekämpfung und Entwicklung des ländlichen Raumes bei der Verbesserung der eigenen Lebensbedingungen unterstützen (Hilfe zur Selbsthilfe) und dabei vor allem Projekte aus den Bereichen Innovation und Gesundheit fördern, – helfen, langfristig ein besseres Gleichgewicht innerhalb der internationalen Gemeinschaft zu erreichen, und so einen Beitrag zur Verbesserung der internationalen Stabilität leisten, – verdeutlichen, dass die Unterstützung der EZA nicht nur Bundessache, sondern eine Verpflichtung der Gemeinwesen aller Stufen darstellt und – dem zürcherischen Engagement im EZA-Bereich im Rahmen der Beitragsgewährung einen zunehmend höheren Stellenwert einräumen.
1.3 Gesuchseingaben 2014 reichten folgende 26 Organisationen und Institutionen (2013: 26) insgesamt 37 (43) Gesuche mit einer Gesamtsumme von Fr. 9 155 660 (Fr. 11 337 854) ein: Biovision, Brücke – Le Pont, Christoffel Blindenmission Schweiz (CBM), Fastenopfer, Gebäudeversicherung des Kantons Zürich, Kantonspolizei Zürich, Green Cross Schweiz, Helvetas, Hilfswerk der evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS), Iamaneh, Internationales Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), Interteam, Medair, mediCuba, Mission am Nil, Pädagogische Hochschule Zürich (PHZH), Solidarität Dritte Welt (SDW), SolidarMed, Solidar Suisse, Swisscontact, TearFund Schweiz, terre des hommes Kinderhilfe, terre des hommes Schweiz, Verein zur Entwicklung der Bewährungshilfe in Osteuropa (VEBO), Wasser für die Dritte Welt (W3W), WWF Schweiz und Zunzùn. Die eingereichten Gesuche verteilen sich wie folgt: – 6 Gesuche für Vorhaben in Asien (2013: 13), – 14 Gesuche für Vorhaben in Afrika (12), – 11 Gesuche für Vorhaben in Lateinamerika (9) und – 6 Gesuche für Vorhaben in (Süd-)Osteuropa (9).
1.4 Auswahl der Projekte und Beiträge Die gesuchstellenden Organisationen haben Gesuche in unterschiedlicher Höhe und mit unterschiedlicher Priorität eingereicht. Bei der Auswahl der Einzelvorhaben und der Festlegung des Beitrages pro Einzelprojekt wurde darauf geachtet, dass die mit 1. Priorität bezeichneten Projekte möglichst mit dem gewünschten Beitrag bzw. mit dem festgelegten Höchstbetrag berücksichtigt werden konnten. Lag der gewünschte Beitrag beim Vorhaben mit 1. Priorität unter dem festgelegten Höchstbeitrag pro Organisation, wurde zusätzlich das Vorhaben mit 2. Priorität berücksichtigt. Ein Gesuch wurde zurückgezogen (siehe Ziff. 1.5). Für das Festlegen der einzelnen Projektbeiträge gelten die folgenden Vorgaben: – Die zur Verfügung stehende Summe von Fr. 6 880 000 muss nicht zwingend ausgeschöpft werden. – Die gesuchstellenden Organisationen und Institutionen hatten ihre Gesuche zu priorisieren (1. Priorität / 2. Priorität). – Es werden in der Regel keine Beiträge unter Fr. 100 000 bewilligt. Es wurden grundsätzlich folgende Höchstbeiträge pro Organisation festgelegt: – Organisationen aus dem Kanton Zürich erhalten einen Gesamtbeitrag von höchstens Fr. 344 000. – Ausserkantonale Organisationen erhalten einen Gesamtbeitrag von höchstens Fr. 230 000.
Schwerpunktvorhaben mit Beiträgen über dem grundsätzlich festgelegten Höchstbeitrag: Der Kanton kann das Vorhaben einer Organisation des öffentlichen Rechts bzw. ein besonders innovatives Vorhaben als Schwerpunktvorhaben definieren und dadurch einen Beitrag bis Fr. 500 000 gewähren. Gestützt auf die Mitberichte der Bildungsdirektion, der Sicherheitsdirektion (im Rahmen der Antragstellung) und der Direktion der Justiz und des Innern wurden drei Eingaben als Schwerpunktvorhaben bestimmt und mit höheren Beiträgen als Fr. 344 000 berücksichtigt: – Projekt Nr. 32 «Self-competences and life skills for Roma» der Pädagogischen Hochschule Zürich (PHZ) mit Fr. 500 000, – Projekt Nr. 18 «Sicherheit in Bhutan: Brandschutz und Verkehrssicherheit» der Gebäudeversicherung des Kantons Zürich und der Kantonspolizei Zürich mit Fr. 500 000, – Projekt Nr. 35 «Sozialfirma Rubikon Servis» der VEBO mit Fr. 434 600. Somit verteilen sich die EZA-Leistungen 2014 des Kantons wie folgt auf die Kontinente: Franken % – für Afrika (Projekte Nrn. 1–14) 2 483 000 36 – für Asien (Projekte Nrn. 15–20) 1 344 000 19 – für Lateinamerika (Projekte Nrn. 21–29) 1 230 000 17 – für (Süd-)Osteuropa (Projekte Nrn. 30–35) 1 823 000 26 Total 6 880 000 100,0
1.5 Nicht berücksichtigte Gesuche Das Gesuch von Zunzùn musste abgelehnt werden, da es nicht den Beitragskriterien entsprach. Ein Gesuch konnte nicht berücksichtigt werden, da die Organisation den für sie möglichen Höchstbeitrag bereits ausgeschöpft hat. Es ist dies das Projekt «Verbesserung der Lebens- und Arbeitsverhältnisse von Frauen und Jugendlichen (Landesprogramm)» von Brücke – Le Pont in El Salvador. Die anderen Gesuche konnten alle berücksichtigt werden.
2. Ausgewählte Einzelprojekte Die folgende Auflistung der berücksichtigten Einzelprojekte (2.1 bis 2.4) enthält in knapper, zum Teil stichwortartiger Form die grundlegenden Angaben zum jeweiligen Projekt: – Im Berichtspunkt «Grundinformationen» finden sich die Ausgangslage bzw. die Rahmenbedingungen für das jeweilige Vorhaben. – Unter «Hauptziel(e)» werden die übergeordneten Ziele des Vorhabens erwähnt. Eine detaillierte Auflistung aller Einzelziele wäre zu umfangreich.
– Unter «Projektinhalte» werden die wichtigsten Einzelmassnahmen aufgelistet, mit denen die angestrebten Hauptziele erreicht werden sollen. Auch hier wird auf eine detaillierte Auflistung verzichtet. – Nach Möglichkeit wird beim Punkt «Begünstigte» jeweils unter direkt Begünstigten und indirekt Begünstigten unterschieden. – In der Rubrik «Gesamtkosten» finden sich die jeweiligen (auf ganze Zahlen aufgerundeten) Projektbegleitkosten (PBK), welche die Organisation ausweist. Es wurden nur Projekte berücksichtigt, die einen Projektbegleitkostenanteil von höchstens 10% ausweisen. Auf eine Erwähnung der jeweiligen Partnerorganisationen wurde aus Platzgründen verzichtet. Medair, mediCuba, Mission am Nil und Wasser für die Dritte Welt werden erstmals berücksichtigt.
2.1 Projekte in Afrika (Projekte Nrn. 1–14) 1) Waldschutz in Ostafrika Organisation Biovision Staat/Region Kenia (Kwale Distrikt), Tansania (Muheza Distrikt), Uganda (Mpigi Distrikt) Grundinformationen Die Wälder in den Projektgebieten sowie die dort beheimaten seltenen Tier- und Pflanzenarten sind durch unkontrolliertes Abholzen zur Gewinnung von Ackerland und notgedrungene Überholzung zum Eigengebrauch bedroht. Hauptziele – Aufklärung der Bevölkerung über die Zusammenhänge zwischen intakten Wäldern, genügend Wasser und Landwirtschaft – Ausbildung der Bevölkerung in nachhaltiger Nutzung der Waldressourcen – Verbesserung der Gesundheitsversorgung, des Einkommens und der Lebenssituation der Bevölkerung Projektinhalte – Förderung der nachhaltigen Produktion von einheimischen Aroma- und Medizinalpflanzen – Unterrichtung der Bevölkerung in der Überwachung der Gesundheit der Umwelt anhand von biologischen Indikatoren – Sensibilisierung der Öffentlichkeit für Wald- und Umweltschutz mittels gezielter Informationen und Workshops
Begünstigte – Direkt 8000 Personen – Indirekt 415 000 Personen Gesamtkosten einschliesslich 10% PBK Fr. 231 000 Gewünschter Beitrag Fr. 211 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 211 000 2) Gesunde Lebensmittel schaffen Arbeitsmöglichkeiten Organisation Brücke – Le Pont Staat/Region Benin Grundinformationen In Benin gibt es nur für einen geringen Teil der arbeitswilligen Bevölkerung Arbeitsstellen. Das Land verfügt aber über Land und Wasser, um die Landwirtschaft auszudehnen und die steigende Nachfrage nach gesunden und günstigen Lebensmitteln befriedigen zu können. Hauptziel Durch Produktion, Verarbeitung und Kommerzialisierung von gesunden lokalen Nahrungsmitteln werden nachhaltige Arbeitsmöglichkeiten geschaffen und gleichzeitig ein bedeutender Beitrag zur Bekämpfung der Mangelernährung geleistet. Projektinhalte – Schaffung von Arbeitsplätzen durch Förderung der Landwirtschaft – Ausbildung der Bevölkerung zur Erkennung der Nachfrage und dementsprechender Ausrichtung der Produktion – Verbesserung der Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure – Förderung von Wertschöpfungsketten rund um lokale Produkte wie gedämpften Reis, Soja, Tofu, Poulet- und Kaninchenfleisch, Brot mit lokalem Mehl Begünstigte – Direkt 2009 Personen – Indirekt zusätzlich 10 046 Personen Gesamtkosten einschliesslich 10% PBK Fr. 528 900 Gewünschter Beitrag Fr. 350 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 344 000
3) Gesunde Kinder dank Trinkwasser und Latrinenbau in zehn Dörfern in Niger Organisation Hilfswerk der evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS) Grundinformationen Im Projektgebiet herrscht ständig eine prekäre, periodisch akut schlechte Ernährungs- und Gesundheitssituation der Bevölkerung. Immer wieder fällt die Ernte von Grundnahrungsmitteln (Hirse) mangels Regenfällen und aufgrund von Schädlingsattacken schlecht aus und bewirkt Hungerkrisen, deren Opfer vor allem Kleinkinder und Frauen sind. Durch Mangel an Hygiene und durch kontaminiertes Trinkwasser entstehen Infektionskrankheiten, die vor allem Kleinkinder gefährden und zur akuten Unterernährung beitragen. Es fehlt an zementierten Brunnen und damit an genügend Trinkwasser. Durch das Fehlen von Latrinen werden Krankheiten übertragen und das Wasser verschmutzt. Hauptziel Verbesserung der Gesundheit durch Hilfe beim Einrichten von sanitären Anlagen und Sicherstellung des Zugangs zu sauberem Trinkwasser sowie gezielte Hygieneschulungen. Projektinhalte – Identifikation, Analyse und Verminderung der Gesundheitsprobleme, die durch Mangel an Trinkwasser, Hygiene und sanitären Einrichtungen entstehen – Bereitstellen von funktionierenden Trinkwasser- und sanitären Infrastrukturen durch Bau von Sanitäranlagen, Sanierung der bestehenden Brunnen, Einsetzung von Brunnen-, Gesundheits- und Hygienekomitees – Bewirken von Verhaltensänderungen der Menschen bezüglich Defäkation im Freien und Mangel an Hygiene durch Aufklärung, Informationskampagnen, Theatervorführungen – Aufbau von geeigneten Mechanismen zur Entsorgung von Abwasser und Abfall
Begünstigte Zehn Dörfer im Gebiet von Guidan Iddar (rund 45 500 Personen, darunter 3382 Schulkinder) Gesamtkosten einschliesslich 10% PBK Fr. 751 716 Gewünschter Beitrag Fr. 300 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 244 000 4) Rehabilitative Unterstützung von Menschen mit körperlichen Einschränkungen im Tschad Organisation Internationales Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) Staat/Region Tschad / N’Djamena und Moundou Grundinformationen Während der Kriegsjahre zwischen 1979 und 1980 wurden viele Menschen Opfer von Minen und Streumunition. Vor allem im Osten und Norden des Landes verursachen weiterhin nicht explodierte Sprengkörper aber auch Verkehrsunfälle Verletzte, die auf orthopädische Hilfsmittel angewiesen sind. Hauptziele – Professionalisierung der zwei Rehabilitationszentren durch Finanzierung, Expertise und Supervision – Unterstützung bei der Erlangung der finanziellen Selbstständigkeit im Hinblick auf einen mittelfristigen Ausstieg des IKRK aus dem Rehabilitationsprojekt Projektinhalte – Ermöglichung von spezialisierten Weiterbildungen für lokale Techniker und Physiotherapeutinnen und -therapeuten – Unterstützung des Rehabilitationszentrums bei der eigenen Produktion von orthopädischen Hilfsmitteln – Verbesserung des Patientenzugangs durch Übernahme der Behandlungskosten für 250 Personen mit mehrheitlich konfliktbedingten Behinderungen – Durchführung von Sensibilisierungskampagnen über die Dienstleistungen der Zentren und Schaffung eines Überweisungssystems für abgelegene Landesregionen – Mobilisierung des tschadischen Gesundheitsministeriums und anderer Ansprechgruppen durch die Schaffung eines nationalen Rehabilitationsplans
– Förderung der Teilnahme von Menschen mit einer Behinderung an Sportaktivitäten in Koordination mit dem Ministerium für Kultur, Jugend und Sport, als Möglichkeit der Reintegration in die Gesellschaft Begünstigte 4501 Personen (davon 922 Frauen, 1780 Kinder) Gesamtkosten einschliesslich 6,5% PBK Fr. 1 065 694 Gewünschter Beitrag Fr. 250 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 6,5% PBK) Fr. 230 000 5) Neue Hoffnung für Kinder mit Körper- und Lernbeeinträchtigungen in Namibia Organisation Interteam Staat/Region Namibia / Kavango Region, Rundu; Khomas Region / Windhoek, Otjozondjupa Region / Okahandja Grundinformationen Namibia wurde erst 1990 von Südafrika unabhängig und ist heute ein Land mit einer der am weitesten auseinanderklaffenden Einkommensverteilungen der Welt. Mehr als jeder vierte Haushalt lebt in Armut. Ein grosser Anteil an HIV-/Aids-Erkrankungen in der Bevölkerung hemmt die Entwicklung zusätzlich. Das staatliche Gesundheitswesen weist grosse Lücken auf. Es fehlt insbesondere qualifiziertes Medizinalpersonal. Hauptziele – Förderung formaler Bildung – Berufsbildungsmassnahmen – Förderung physischer und psychosozialer Gesundheit Projektinhalte – Abklärung der Kinder auf Behinderungen bei Schuleintritt, Identifizierung und Versorgung der Kinder mit Bedarf an Hilfsmitteln – Laufende Ausbildung und Weiterbildung des Pflegepersonals des Rundu State Hospitals – Ausbildung der Mitarbeitenden der Oponganda-Tagesstätte in der Betreuung von Kindern mit geistiger und mehrfacher Behinderung – Identifizierung und Unterstützung von Kindern mit Lernbehinderung im Sinne der «Inclusive Education» in der Regelschule
– Ausbildung der Lehrpersonen im Unterrichten von Kindern mit Lernbehinderungen oder körperlichen Behinderungen Begünstigte – 6000 körper- und lernbehinderte Kinder – 2700 Mitarbeitende der lokalen Partnerorganisation (Pflegefachkräfte, Lehrerinnen und Lehrer, Betreuungspersonal) Gesamtkosten einschliesslich 9,1% PBK Fr. 301 100 Gewünschter Beitrag Fr. 140 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 9,1% PBK) Fr. 140 000 6) Erweiterungsbau Nilspital Organisation Mission am Nil Staat/Region Ägypten / Qena-Provinz, Naqada Grundinformationen Das staatliche Gesundheitswesen ist nicht in der Lage, die abgelegene Region Naqada mit über 100 000 Menschen medizinisch angemessen zu versorgen. Grosse Lücken bestehen insbesondere in der Neonatologie, der Ausbildung von Pflegepersonal sowie der Schulung der Bevölkerung im Gesundheitsbereich. Hauptziel Mit der Erweiterung des 2006 eröffneten Nilspitals, der Schulung der Bevölkerung und der Ausbildung von Personal soll die Gesundheit der Menschen im Einzugsgebiet des Spitals verbessert werden. Projektinhalte – Neubau für Frühgeburtenabteilung und Schulung – Behandlung und Beratung von Patientinnen und Patienten zu herabgesetzten Preisen – Einführung eines Qualitätsmanagements für den Spitalbetrieb – Aufbau eines Netzwerks mit Gastärztinnen und -ärzten – Ausarbeiten von Informationsmaterial und Durchführung von Informationsveranstaltungen – Anlehre von jungen Erwachsenen in der Umgebung – Erstellen eines Pflegelehrgangs sowie Finden von geeignetem Ausbildungspersonal – Durchführung von Weiterbildungen im Rahmen des modularen Lehrgangs
Begünstigte – 11 000 behandelte Patienten pro Jahr – 100 000 Personen (davon 50% Kinder und Jugendliche) Gesamtkosten einschliesslich 4,8% PBK Fr. 1 918 667 Gewünschter Beitrag Fr. 210 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 4,8% PBK) Fr. 210 000 7) Ländliche Entwicklung, Gesundheit, Bildung, Frauenförderung und Friedensförderung im Südsudan Organisation Solidarität Dritte Welt (SDW), in Zusammenarbeit mit Mission 21 Staat/Region Südsudan, Bundesstaaten Unity, Jongley, Upper Nile und Greater Equatoria, sowie grenznahe Gebiete in Kenia Grundinformationen Der Südsudan ist eines der ärmsten Länder der Welt. Aufgrund der gegenwärtigen Konflikte ist die Situation noch verschärft und die Lage der Frauen ist besorgniserregend. Der Südsudan hat weltweit eine der höchsten Mütter- und Kindersterblichkeitsraten. Die Gesundheitsversorgung ist rudimentär und die HIV-/ Aids-Pandemie wächst weiter. Die Analphabetenrate liegt bei fast 73%, bei Frauen gar bei über 80%. Hauptziele – Verbesserung von Gesundheit und Lebensunterhalt der lokalen Bevölkerung – Verbesserter Bildungszugang für Frauen und Jugendliche – HIV/Aids: Senkung der Zahl der Neuansteckungen, Verbesserung des Zugangs zu Pflege, Entstigmatisierung und Eingliederung der Betroffenen – Friedensförderung: Versöhnung und gewaltfreie Konfliktlösung werden unterstützt Projektinhalte – Pflege von Demonstrations-Feldern, Schulung der lokalen Beraterinnen und Berater sowie der Bevölkerung, Bereitstellen von Saatgut, Infrastruktur und Schulungen zur Bewässerungslandwirtschaft – Ausbildung von Hebammen in einer Hebammenschule, Kooperation mit örtlichen Krankenhäusern und traditionellen Hebammen
– Aufklärungs- und Präventionsarbeit, Betreuung und Pflege der Betroffenen – Bau und Ausstattung von Primar- und Abendschulen – Unterkunft, Verpflegung, medizinische Versorgung und Ausbildung für Strassenkinder – Schule, Kurse und Seminare für Frauen und Jugendliche – Workshops mit den Gemeindemitgliedern Begünstigte – 1000 Haushalte durch Verbesserung des Lebensunterhaltes, 100 Haushalte dank Trinkwasserversorgung, 100 Schülerinnen und Schüler dank Grundschulausbildung sowie 45 Strassenkinder – 10 000 Frauen dank ausgebildeter Hebammen Gesamtkosten einschliesslich 10% PBK Fr. 639 000 Gewünschter Beitrag Fr. 300 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 244 000 8) Berufsausbildung für Jugendliche in ländlichen Gebieten von Sambia Organisation Solidarität Dritte Welt (SDW), in Zusammenarbeit mit Mission Immensee Staat/Region Sambia (Mpanshya, Chikupi, Mishikishi) Grundinformationen Sambia ist eines der ärmsten Länder der Welt. Nur wenige Personen haben eine feste Anstellung, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Auf dem Land gibt es kaum Möglichkeiten für weiter gehende Berufsausbildung, weshalb Jugendliche nach Abschluss der Grundschule oft in die Stadt ziehen. Viele scheitern dort und kommen nach ein paar Jahren völlig verwahrlost und mit HIV infiziert in die Dörfer zurück. Hauptziel Durch eine Berufsausbildung soll die Chance, eine bezahlte Arbeit zu finden, verbessert werden. Damit wird auch die Landflucht verhindert und die Innovation gefördert, was zur Entwicklung der ländlichen Regionen beiträgt. Projektinhalte – Aufbau von drei Ausbildungszentren – Ausbildung von 15 Lehrlingen pro Jahr (Schreinerei und Schlosserei)
– Verarbeitung und Vermarktung möglichst vieler Produkte des Landwirtschaftsbetriebes, Ausbildung von Bäuerinnen und Bauern sowie Kadermitarbeitenden – Ausbildung von 60 Jugendlichen pro Jahr (Schneiderei, Landwirtschaft, Metallbearbeitung und Maurer), Weiterbildung der Mitarbeitenden Begünstigte – Pro Jahr rund 75 Jugendliche, die eine Ausbildung absolvieren können – Lehrpersonen, die weitergebildet werden – Bäuerinnen und Bauern aus der Umgebung dank Beratung Gesamtkosten einschliesslich 10% PBK Fr. 542 628 Gewünschter Beitrag Fr. 300 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 100 000 9) Gesundheit für Mütter und Neugeborene, Zimbabwe Organisation SolidarMed Staat/Region Zimbabwe, Provinz Masvingo, Distrikte Zaka und Bikita Grundinformationen Die Müttersterblichkeit in Zimbabwe liegt über dem afrikanischen Durchschnitt. Bei 100 000 Geburten sterben 790 Frauen, die Sterberate bei Neugeborenen liegt bei 29 pro 1000. 2009 starben in Zimbabwe 10 800 Neugeborene. Rund 90% der Todesfälle könnten mit bekannten, wirksamen Interventionen verhindert werden. Dazu gehört die Geburt unter fachlicher Begleitung, die Verfügbarkeit von Notallmedikamenten und -ausrüstung, Hygiene-Massnahmen sowie fachgerechte Versorgung der Neugeborenen und die Verabreichung von HIV- Medikamenten, um die Übertragung von der Mutter auf das Kind zu verhindern. Hauptziel Die Anzahl Entbindungen in den Gesundheitseinrichtungen wird erhöht und gleichzeitig die Qualität der medizinischen Versorgung verbessert. Projektinhalte – Verbesserung der Infrastruktur (Material, Ausrüstung, Medikamente) in vier Spitälern und vier Gesundheitszentren sowie sechs (von 40) ambulanten Tageskliniken der Region
– Schulung des Gesundheitspersonals (Schwangerenvorsorge, Geburtshilfe, Neugeborenen- Versorgung, Vermeidung von HIV-Übertragung) – Einführung eines Mentoring-Systems, Entwicklung eines zuverlässigen Medikamentenbestell- und Liefersystems, Einführung von Richtlinien zum Schutz vor HIV-Übertragung – Sensibilisierung der Bevölkerung in den Dörfern Begünstigte – Jährlich rund 14 000 schwangere Frauen Gesamtkosten einschliesslich 10% PBK Fr. 374 450 Gewünschter Beitrag Fr. 200 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 130 000 10) Prävention und Behandlung von HIV/Aids für die ländliche Bevölkerung im Ancuabe Distrikt, Moçambique Organisation SolidarMed Staat/Region Moçambique, Provinz Cabo Delgado, Distrikt Ancuabe Grundinformationen Der Distrikt Ancuabe im Norden von Moçambique gehört zu den ärmsten des Landes. Nur ein Teil der Dörfer liegt entlang von Strassen, zwei Ärzte und etwa 40 Pflegefachkräfte sind für die rund 125 000 Einwohnerinnen und Einwohner zuständig. Es gibt kein Spital, sondern lediglich zwei grössere und vier kleine Gesundheitszentren. HIV/Aids ist stark verbreitet. Rund 1,6 Mio. Menschen sind infiziert. Von schätzungsweise 180 000 Kindern wurden mehr als 90% durch die vertikale Übertragung von der HIV-positiven Mutter auf das Kind während Schwangerschaft, Geburt oder Stillzeit angesteckt. Die Krankheit ist das Gesundheitsproblem Nummer 1, gefolgt von der hohen Kinder- und Müttersterblichkeit. Die Lebenserwartung der Bevölkerung liegt bei durchschnittlich 37 Jahren. Hauptziel Es soll der Zugang der Bevölkerung zu angemessenen Dienstleistungen im Bereich HIV und anderen chronischen Krankheiten durch Systemstärkung gesichert werden. Ein beson- derer Schwerpunkt liegt bei der Verhinderung der Übertragung des HI-Virus von der Mutter auf das Kind. Projektinhalte – Verhinderung der Mutter-Kind-Übertragung durch Unterstützung nationaler Strategien (Schulung, Supervision von Fachkräften, Einführung und Umsetzung standardisierter Abläufe usw.) – Verbesserung der Qualität der HIV-Beratung und des Testens (HIV und Tuberkulose) – Sicherung der Qualität der Behandlungen, Untersuchungen und Medikamentenversorgung – Stärkung des Gesundheitssystems im Bereich Gesundheitspersonal, Diagnostik, Transport und Ausrüstung Begünstigte – 125 000 im Projektgebiet lebende Menschen, rund 6000 davon mit HIV infiziert. – Ungefähr 7000 Schwangere pro Jahr
Gesamtkosten einschliesslich 10% PBK Fr. 501 170 Gewünschter Beitrag Fr. 100 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 100 000 11) Demokratische und nachhaltige Gemeindeentwicklung in Moçambique Organisation Solidar Suisse Staat/Region Moçambique, Provinzen Manica, Sofala und Tete Grundinformationen In Moçambique lebt rund die Hälfte der Menschen in Armut. Bei deren Bekämpfung ist die bestmögliche Nutzung der öffentlichen Mittel grundlegend wichtig. Seit 2006 können die rund 130 ländlichen Distrikte über einen Teil des Budgets selbst bestimmen; die 53 städtischen Munizipien haben völlige Budgethoheit. Mittels transparenter demokratischer Planung und durch gezielte Investitionen in Bildung, Gesundheit und Infrastruktur können die Gemeinwesen einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Armen und Ärmsten leisten.
Hauptziel Demokratische Planungs- und Entscheidungsprozesse in ländlichen Distrikten und städtischen Munizipien führen zu einer Verbesserung des Service Public und zu einem sinnvollen und optimierten Einsatz der Mittel zur Armutsbekämpfung. Projektinhalte – Entwicklungspläne und -budgets in neun Distrikten und drei Städten spiegeln die Interessen der Bevölkerung wider. – Mitglieder von 45 Entwicklungskomitees kennen die Methoden partizipativer Planung und wenden diese an. – Die Bevölkerung ist über die grundlegenden Menschen- und Bürgerrechte aufgeklärt und fordert deren Einhaltung ein. – Frauen wie Männer sind sensibilisiert bezüglich politischen Beteiligungsrechten und Persönlichkeitsschutz von Frauen. Begünstigte – Direkt 1000 Personen pro Jahr aus Entwicklungskomitees, lokalen Basisorganisationen und der Verwaltung – Indirekt die Bevölkerung der neun Distrikte und drei Städte (rund 1 Mio. Personen) Gesamtkosten einschliesslich 10% PBK Fr. 544 200 Gewünschter Beitrag Fr. 250 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 100 000 12) Integrierte Kommunalentwicklung im Kontext der HIV-/Aids-Pandemie in Malawi Organisation TearFund Schweiz Staat/Region Malawi, Salima District, Mwanza und Khombedza Traditional Authorities Grundinformationen In Malawi leben 62% der Bevölkerung mit weniger als einem Dollar pro Tag. 10,8% der erwachsenen Bevölkerung im Alter von 15 bis 49 Jahren ist mit HIV infiziert. Aufgrund staatlicher HIV-/Aids-Programme hat sich die Versorgung wesentlich verbessert. Dennoch scheint die Neuinfektionsrate in ländlichen Gebieten weiter zu steigen. Gemäss Schätzungen aus dem Jahre 2012 wurden in Malawi rund 770 000 Kinder als direkte Folge von HIV/Aids zu Waisen.
Im Salima District, in dem rund 342 000 Menschen leben, leben rund 80% der Bevölkerung unter der nationalen Armutsgrenze. Hauptziele Verbesserung der Lebensbedingungen insbesondere der Menschen mit HIV/Aids durch Senkung der HIV-Infektionsrate, Verbesserung der Ernährungssicherheit und Steigerung der Betreuungsrate von Waisen. Projektinhalte – Mobilisierung der Kommunen – Förderung und Begleitung von Menschen mit HIV/Aids durch Ausbildung von Mitarbeitenden für die Pflege, Förderung von Beratung und HIV-Tests auf freiwilliger Grundlage, Aufbau eines Überweisungssystems – Förderung und Begleitung von Jugendlichen, Waisen und gefährdeten Kindern – Förderung der ökologischen Nachhaltigkeit und Ernährungssicherheit durch Ausbildung und Beratung sowie Verteilung von Hilfsstoffen Begünstigte – 60 Kommunen mit 8600 direkt und 25 000 indirekt Betroffenen – 330 Dorfchefs und Kirchenvorsteher – 255 auszubildende Ehrenamtliche – 3400 Aidsbetroffene, 4000 Jugendliche und 1200 Waisen Gesamtkosten einschliesslich 9% PBK Fr. 921 800 Gewünschter Beitrag Fr. 200 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 9% PBK) Fr. 200 000 13) Psychosoziale Unterstützung für Mädchen, die Opfer von Gewalt sind Organisation terre des hommes Schweiz Staat/Region Moçambique, Provinz Manica, Distrikt Chimoio Grundinformationen Gewalt an Mädchen und Frauen wird in Moçambique aufgrund der traditionellen Vorstellungen von Geschlechterrollen immer noch toleriert, es gibt kaum ein Unrechtsbewusstsein. Mädchen, die Opfer von sexueller Gewalt sind, stehen meist in einem Abhängigkeitsverhältnis (Familienmitglied, Lehrer, Nachbar usw.). Die traditionelle Reaktion der Eltern ist, die Mädchen zu verheiraten oder Schuld- rückzahlung zu verlangen. Obwohl gesetzlich sanktioniert, wird Missbrauch kaum zur Anzeige gebracht. Hauptziel Veränderung der Haltung der Gesellschaft zu Themen wie Frühverheiratung, Teenagerschwangerschaften und sexueller Gewalt. Projektinhalte – Sensibilisierung von Gemeinden und Schulen, damit diese sich dafür einsetzen, sexuelle Belästigung, Ausbeutung und Frühverheiratung zu verhindern – Information über die bestehenden Gesetze, welche die Menschenrechte von Mädchen und Frauen verteidigen – Individuelle psychosoziale Unterstützung der Gewaltopfer – Unterbringung in kritischen Situationen, juristische Begleitung.
– Schaffung von Bewusstsein für Menschenrechte und Rechte von Mädchen, Gleichberechtigung und HIV/Aids in den Gemeinden und der Gesellschaft allgemein Begünstigte – Direkt 1200 Mädchen, die Opfer von sexueller Gewalt sind – Indirekt 5000 Personen (Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen, Gemeindeverantwortliche und traditionelle Führer) Gesamtkosten einschliesslich 10% PBK Fr. 234 000 Gewünschter Beitrag Fr. 200 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 100 000 14) Von HIV/Aids betroffene Kinder und Jugendliche stärken Organisation terre des hommes Schweiz Staat/Region Zimbabwe, Provinz Bulawayo, Distrikt Bulawayo Grundinformationen Zimbabwe hat grosse soziale, ökonomische und politische Probleme. HIV-positive Jugendliche sind von der Misere besonders betroffen. Sie werden häufig ausgebeutet und verlieren nach dem Hinschied der Eltern oft alle Besitztümer und werden enteignet. Hauptziel Verbesserung der Lebensbedingungen von HIV-positiven Jugendlichen: Steigerung des psychosozialen Wohlbefindens und Integrati- on in die Gesellschaft sowie Stärkung der entsprechenden Strukturen in der Gesellschaft und Befähigung der Verantwortlichen zur Unterstützung der Jugendlichen. Projektinhalte – 2000 HIV-positive Kinder und Jugendliche erhalten Unterstützung zur Verbesserung des Selbstvertrauens und der Sozialkompetenz (Gruppentreffs, Lernparcours) – 1500 Primar- und Sekundarschülerinnen und -schüler, Lehrpersonen und Eltern erhalten aktuelle Informationen zu HIV-/Aids-Prävention und Behandlung (Kurse, Beratung, Informationsmaterial, Umfragen) – In 50 Schulen wird der psychosoziale Ansatz im Umgang mit HIV-positiven Kindern und Jugendlichen in die Schule integriert (Sensibilisierung / keine Stigmatisierung mehr) Begünstigte – Direkt 2000 Jugendliche – Indirekt 5000 Jugendliche Gesamtkosten einschliesslich 9% PBK Fr. 203 000 Gewünschter Beitrag Fr. 180 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 9% PBK) Fr. 130 000
2.2 Projekte in Asien (Projekte Nrn. 15–20) 15) Schutz vor Risiken durch Pestizid-Altlasten und Gesundheitsverbesserung für die bedrohte Bevölkerung in Zentralasien Organisation Green Cross Schweiz Staat/Region Kirgistan, Dörfer Tash-Bulak und Boston (Provinz Dschalalabat); Tadschikistan, Provinz Chatlon Grundinformationen Schätzungsweise mehr als die Hälfte der weltweiten Pestizid-Altlasten befinden sich auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion, ein Grossteil davon in Zentralasien. In den 50er- und 60er-Jahren wurden hier verschiedene Pestizide fast gratis verteilt, um die lokale Landwirtschaft zu fördern. Nach dem Zerfall der Sowjetunion brach die landwirtschaftliche Produktion zusammen und grosse Mengen von Pestiziden blieben übrig. Viele der Lager sind in den letzten 20 Jahren zerfallen und die Gifte gelangen in Wasser und Böden.
Hauptziele Nachhaltige Verbesserung des Gesundheitszustandes der lokalen Bevölkerung sowie Schutz vor den Risiken von Pestizid-Altlasten durch angemessene Sicherung der Deponien und damit Verhinderung der Ausbreitung der Kontamination. Projektinhalte – Nationale Medienkampagnen zur Bewusstseinsbildung – Informationsveranstaltungen und -material zur Aufklärung über die Risiken und Schutzmöglichkeiten – Workshops zur Koordination der Anstrengungen – Bauliche Massnahmen an den Deponien (unter anderem Bau von Zäunen und Wachhäusern, um Diebe und Tiere fernzuhalten, Abdeckung zum Schutz der Ausbreitung) – Instandsetzung und Inbetriebnahme zweier Gesundheitszentren Begünstigte – Kirgistan: rund 1200 unmittelbar in der Nähe der Deponien lebende kranke Menschen – Tadschikistan: rund 1000 direkt Betroffene Gesamtkosten einschliesslich 9% PBK Fr. 461 780 Gewünschter Beitrag Fr. 270 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 9% PBK) Fr. 100 000 16) Skills, Berufliche Bildung im Baubereich in Bhutan Organisation Helvetas Staat/Region Bhutan, Distrikt Bumthang und Distrikt Sarpang Grundinformationen Die Bevölkerung Bhutans ist verhältnismässig jung, rund 40% sind unter 40 Jahre alt. Die zunehmende Jugendarbeitslosigkeit führt zu sozialen Problemen. Es fehlt der Wirtschaft an ausgebildeten Mitarbeitenden. Insbesondere im Bausektor werden Fachkräfte daher im Ausland rekrutiert. Die einheimischen Ausbildungsstätten sind zudem zu wenig auf die Bedürfnisse der Privatwirtschaft und des Arbeitsmarktes ausgerichtet. Hauptziele Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Anstellungen von Bhutanesen im Bausektor; Sensibilisierung, Befähigung und Ausbildung.
Projektinhalte – Einführung von Lehrlingsprogrammen in zehn Baugewerbebetrieben – 20 Schulungen pro Jahr für Ausbildner und Lehrmeister – zehn angepasste Lehrpläne – Einführung von Berufspraktika in zehn Baugewerbebetrieben mit jährlich 500 Platzierungen – Bildung von zehn Berufsgruppen und -verbänden – Sensibilisierungsveranstaltungen sowie Publikationen und Berufswettbewerbe Begünstigte – Rund 5000 Frauen und Männer zwischen 16 und 25 Jahren – 1000 reguläre Schulabsolventinnen und -absolventen – 2500 Lehrlinge und 1500 Absolventinnen und Absolventen von Kurzkursen Gesamtkosten einschliesslich 10% PBK Fr. 399 888 Gewünschter Beitrag Fr. 299 888 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 244 000 17) Ernährungssicherheit in Afghanistan Organisation Medair Staat/Region Afghanistan, Central Highlands, Provinz Bamyan und Wardak Grundinformationen Aufgrund von Dürren und Überschwemmungen sind viele Familien in den Provinzen Bamyan und Wardak in grosse Schwierigkeiten geraten, aus denen sie sich kaum selber befreien können. Hauptziel Planen und Entwickeln einer nachhaltigen Existenzgrundlage; höhere Nahrungsmittelproduktion und grössere Diversität vermindern die Abhängigkeit von Nahrungsmittelhilfe. Projektinhalte – Stabilisieren des Bodens durch bauliche Massnahmen (Dämme, Staumauern, Gräben usw.) – Schulung in der Bewirtschaftung des Bodens und dem Umgang mit Wasser – Bestimmung des bestmöglichen Saatgutes und geeigneter Anbautechniken – Verbesserung der Ernährungsgewohnheiten durch Unterstützung der Frauen beim Anlegen eines Gemüsegartens
Begünstigte – 3500 Haushalte (rund 24 000 Personen) profitieren von der Dorfentwicklung und Senkung der Katastrophenrisiken – 1500 Bauern erhalten Schulung sowie hochwertiges Saatgut und Dünger – 450 Frauen erhalten Schulung und Handwerkzeug, Saatgut und Kochgeschirr Gesamtkosten einschliesslich 5% PBK Fr. 1 421 866 Gewünschter Beitrag Fr. 150 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 5% PBK) Fr. 150 000 18) Sicherheit in Bhutan: Brandschutz und Verkehrssicherheit Dieses Projekt wurde als Schwerpunktvorhaben definiert. Organisation Gebäudeversicherung Kanton Zürich und Kantonspolizei Zürich Staat/Region Bhutan Grundinformationen Brandschutz: Grossbrände zerstören regelmässig historisch wertvolle Bauten und ganze Dörfer, gefährden Menschenleben und vernichten einmalige Kulturgüter. Verkehrssicherheit: Trotz verhältnismässig geringem Verkehr ereignen sich vor allem ausserorts auf kurvenreichen Strecken viele schwere, oft tödliche Unfälle. Hauptziele – Verhinderung von Grossbränden und raschere Intervention – Senkung der Zahl (schwerer) Verkehrsunfälle Projektinhalte – Mit dem Teilprojekt «Brandschutz» (Federführung Gebäudeversicherung Kanton Zürich) sollen einheitliche, praktikable Brandschutzvorschriften erarbeitet und Massnahmen umgesetzt werden. – Das Projekt «Verkehrssicherheit» (Federführung Kapo) dient der Erarbeitung eines Programms zur Erkennung und systematischen Sanierung von Unfallschwerpunkten, der Schulung der Mitarbeitenden und dem Support bei Beschaffung und Betrieb der nötigen Geräte. Begünstigte – Brandschutz: Mehrere Bewohnerinnen und Bewohner von gefährdeten Bauten direkt, ganze Bevölkerung indirekt (Erhaltung von Kulturgut)
– Verkehrssicherheit: Alle Verkehrsteilnehmenden direkt, die ganze Bevölkerung indirekt (guter Ruf des Landes, wichtig für den Tourismus) Gesamtkosten einschliesslich 0% PBK Fr. 500 000 Gewünschter Beitrag Fr. 500 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 0% PBK) Fr. 500 000 19) Integration von jungen Erwachsenen in die Arbeitswelt und Förderung der politischen Partizipation in Nepal Organisation Swisscontact Staat/Region Nepal, Distrikte Morang, Sunsari, Mahottari und Sarlahi Grundinformationen Die Jugendarbeitslosigkeit in Nepal liegt bei rund 40%. Grund dafür ist ein ungenügendes und zu stark auf akademische Berufe ausgerichtetes Ausbildungsangebot. Hauptziel Senkung der Arbeitslosigkeit durch Förderung eines auf die Bedürfnisse des Marktes ausgerichteten Berufsbildungssystems und sich daraus ergebender Verbesserung der Beschäftigungschancen für Jugendliche. Projektinhalte – Entwicklung von zehn Ausbildungsgängen durch Schulung und Unterstützung lokaler Ausbildungsinstitutionen – Anbieten von auf die Bedürfnisse des Marktes ausgerichteten Berufslehrgängen durch fünf Ausbildungsinstitutionen – Schulung von rund 70 Lehrpersonen zur Verbesserung der Unterrichtsqualität (Inhalt, Methodik) – Information und Beratung im Vorfeld der Berufsausbildung sowie erfolgreiche Integration in die Arbeitswelt danach mit staatlich anerkanntem Ausbildungszertifikat und regelmässigem Einkommen – Vermitteln von Finanzgrundkenntnissen als Voraussetzung für den Zugang zu Kreditmöglichkeiten Begünstigte – 1100 arbeitslose oder unterbeschäftigte junge Frauen und Männer (33%), davon 40% aus besonders benachteiligten Gruppen – 70 Lehrpersonen – fünf Ausbildungsinstitutionen
Gesamtkosten einschliesslich 10% PBK Fr. 401 500 Gewünschter Beitrag Fr. 350 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 100 000 20) Nachhaltiger Thunfischfang im Indischen Ozean Organisation WWF Schweiz Staat/Region Malediven mit dem Maledives-Chagos-Lakshadweep Atoll Grundinformationen Thunfisch zählt zu den weltweit begehrtesten Fischarten. Industrielle Fischerei und Überfischung gefährden jedoch die Bestände, was sich auf das Ökosystem und die Lebensgrundlage der lokalen Fischer auswirkt. Durch ungewollten Beifang sowie illegale Fischerei werden Tierarten gefährdet. Die Anstrengungen der Indian Ocean Tuna Commission (IOTC), einer zwischenstaatlichen Organisation zum Schutz des Indischen Ozeans und der angrenzenden Meere, haben bisher ihre Wirkung verfehlt. Hauptziel Förderung einer nachhaltigen Nutzung der Thunfischbestände im Raum des indischen Ozeans. Projektinhalte – Marine Stewardship Council (MSC)-Zertifizierung maledivischer Thunfischereien: Unterstützung bei der Erfüllung der für die Zertifizierung gesetzten Auflagen – Entwicklung von Tools und Schaffung von Kapazitäten für zusätzliche Projekte zur Verbesserung des Fischfangs – Struktur- und Verwaltungsreform der IOTC sowie Stärkung derselben Begünstigte – Fischer in den ausgewählten Fischereien sowie deren Familien und Gemeinden – Nationale Behörden und Regierungen durch Unterstützung mit fachlicher Expertise Gesamtkosten einschliesslich 8,5% PBK Fr. 416 341 Gewünschter Beitrag Fr. 250 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 8,5% PBK) Fr. 250 000
2.3 Projekte in Lateinamerika (Projekte Nrn. 21–29) 21) Gemeindenahe Rehabilitierung von Menschen insbesondere Kindern mit Behinderungen in Esmeraldas Organisation Christoffel Blindenmission (CBM) Staat/Region Ecuador, Provinz Esmeraldas Grundinformationen Auch wenn Ecuador in den vergangen Jahren viel in der Armutsbekämpfung erreicht hat, haben Menschen mit Behinderungen davon wenig profitiert. Im Projektgebiet leben besonders viele Menschen mit einer Behinderung weit unter der nationalen Armutsgrenze. Hauptziel Verbesserung der Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderungen. Insbesondere: – Verbesserung des Zugangs zu Gesundheitsdiensten – Integration von Behinderten in die öffentliche Schule sowie die Gesellschaft – Öffnung des Arbeitsmarktes für Menschen mit Behinderungen Projektinhalte – Medizinische Versorgung und Physiotherapie – Ausbildung von orthopädischen Technikern – Bau von Rampen oder Geländern bei öffentlichen Gebäuden – Information über die Rechte von Menschen mit Behinderungen – Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern in Inklusion – Lobbyarbeit bei den Regierungen – Sensibilisierungskampagnen Begünstigte 1200 Menschen mit Behinderungen und ihre Familien Gesamtkosten einschliesslich 1,4% PBK Fr. 333 479 Gewünschter Beitrag Fr. 212 218 Beitrag des Kantons (einschliesslich 1,4% PBK) Fr. 212 000 22) Landbevölkerung wehrt sich gegen Versklavung Organisation Fastenopfer Staat/Region Brasilien, Piauí Grundinformationen Im Bundesstaat Piauí hat ein grosser Teil der Bevölkerung keinen Zugang zu Land und die Agrarreform wird nur langsam umgesetzt. Die Begünstigung der Interessen von Agro-Unternehmen fügt der Umwelt grossen Schaden zu.
Familien, die sich nicht selbst ernähren können, sind gezwungen auszuwandern oder unter der Sklaverei ähnlichen Bedingungen zu arbeiten. Hauptziele – Landzugang und Landsicherung für Landarbeiterinnen und Landarbeiter und ihre Familien – Basisgemeinden organisieren sich in Gruppen und entwickeln Massnahmen gegen umweltschädigende Produktionsmethoden und Projekte – Verminderung von Ausbeutung und Sklavenarbeit Projektinhalte – Durchführung von zwei Lehrgängen im Rahmen des Nationalen Programms für Schulbildung zur Landreform (PRONERA) und Organisation von öffentlichen Audienzen mit den zuständigen Regierungsinstitutionen – Erstellung einer Landkarte zu Umweltgefahren und -risiken (z. B. Monokulturen) sowie Ausarbeitung von Strategien zur Bekämpfung derselben; Seminare und Ausarbeitung von Dokumentationsmaterial zur Schulung – Sensibilisierung und Information zu Arbeitsrechten und Sklavenarbeit, Weiterbildung von Gemeindeleitern, Schulen sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren Begünstigte 10 000 Personen (versklavte Landarbeiterinnen und Landarbeiter, Landlose, kleine Landbesitzerinnen und Landbesitzer ohne Landtitel, Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, Migrantinnen und Migranten, Frauen, Jugendliche und traditionelle Flussbewohnerinnen und Flussbewohner) Gesamtkosten einschliesslich 10% PBK Fr. 556 909 Gewünschter Beitrag Fr. 198 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 130 000
23) 1000 Hühner und Menschenrechte für Carice Organisation Fastenopfer Staat/Region Haiti, Region Carice Grundinformationen Die abgelegene Region im Nordosten Haitis kämpft mit grosser Armut, sozialer Ungerechtigkeit und schlechter Staatsführung. Die Zivilgesellschaft ist zersplittert, die Landwirtschaft wenig ertragreich und nicht vielfältig genug. Hinzu kommt, dass die Menschen ihre Bürgerrechte kaum kennen. Hauptziele – Ernährungssouveränität und Umweltverbesserung – Einfordern der Menschenrechte – Organisationsentwicklung zur Unterstützung der Legalisierungsprozesse beim Landbesitz Projektinhalte – Ausbildungslehrgänge in organischer Landwirtschaft – Setzen von 100 000 Fruchtbäumen und Anlegen von zehn Modellgärten, Anbau und Verkauf der Produkte – Hühnerzuchtprogramm und Ziegenfarm – Gründung von lokalen Agrarkooperativen und Durchführung einer Landwirtschaftsmesse – Sensibilisierung für die Folgen des Klimawandels – Sensibilisierung für Umgang mit Gewalttaten in 30 Trainings, Begleitung der Opfer – Ausbildung im Einfordern der Landtitel Begünstigte 10 000 Menschen, davon 60% Frauen Gesamtkosten einschliesslich 10% PBK Fr. 294 588 Gewünschter Beitrag Fr. 143 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 100 000 24) SERVIME – Bessere Regierungsführung und mehr Mitsprache für Frauen und Jugendliche Organisation Helvetas Staat/Region Guatemala, Provinzen San Marcos, Quetzaltenango, Huehuetenango und Totonicapán Grundinformationen 51% der Bevölkerung Guatemalas sind arm, 15,2% leben in extremer Armut. In den ländlichen Gebieten liegt die Armutsrate noch höher. Die Verantwortung für die öffentlichen Dienste liegt nach einem in den 90er-Jahren angestossenen Dezentralisierungsprozess bei den lokalen Behörden. Doch diese sind dafür oft nicht ausgebildet und mit ihrer Aufgabe überfordert. Das Lebensumfeld von Frauen und Jugendlichen ist geprägt von sozialer Benachteiligung und Gewalt. Die Jugend fehlt sowohl in politischen als auch in zivilgesellschaftlichen Institutionen. Die Kommunikation ist oft schwierig, da sie nicht gelernt hat, ihre Bedürfnisse auszudrücken. Daher setzt das Projekt auf indirekte Kommunikationswege wie künstlerische Ausdrucksformen. Hauptziele – Stärkung der demokratischen Prozesse und der lokalen Dezentralisierung in 40 Gemeinden durch Partizipation, insbesondere von Frauen und Jugendlichen
– Professionalisierung und vergrösserte Reichweite der Gemeindedienstleistungen zur Förderung und Verbesserung der Lebensbedingungen von Frauen und Jugendlichen Projektinhalte – Vermittlung von Kompetenzen durch Ausbildung in 32 Gemeinden – Technische Beratung und Begleitung für Prozessverbesserungen sowie Unterstützung lokaler Initiativen Begünstigte – Mitarbeiterinnen von 40 Gemeindebüros für Frauenfragen – 48 Ausbildnerinnen mit Kompetenzen zur Förderung der Bürgerbeteiligung in den Dorfentwicklungsräten – Mitglieder von 240 Dorf- und acht Gemeindeentwicklungsräten – Jugendliche aus 24 lokalen Jugendorganisationen – Bürgermeister und Mitglieder der Gemeinderäte – Indirekt die Einwohnerinnen und Einwohner der acht intensiv begleiteten Gemeinden (rund 24 000 Personen) und von weiteren 32 Gemeinden ohne intensive Begleitung (rund 100 000 Personen) Gesamtkosten einschliesslich 10% PBK Fr. 273 074 Gewünschter Beitrag Fr. 243 074 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 100 000
25) Neue Perspektiven für Frauen in Chocó Organisation Hilfswerk der evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS) Staat/Region Kolumbien, Region Chocó Grundinformationen In der stark von bewaffneten und sozialen Konflikten betroffenen Region, die zu den ärmsten Regionen Kolumbiens gehört, leben 70% der Bevölkerung mit weniger als zwei US- Dollar pro Kopf und Tag und haben nur sehr begrenzt Zugang zu Bildung und Gesundheitsdiensten. Die vom Projekt begünstigten Frauen wurden von bewaffneten Gruppen gewaltsam vertrieben und sind in den Hauptort der Region geflohen. 80% der Frauen sind Vorsteherinnen ihrer Familien, da die Ehemänner entweder getötet, geflohen oder weiter weg auf Arbeitssuche sind. Die sozialen Netzwerke sind oft zerstört und die Frauen Gewalt, Vertreibung, Hunger und Armut ausgesetzt. Hauptziel Verbesserung der Lebensqualität (sozial und wirtschaftlich) der vertriebenen Frauen und ihrer Familien: – 200 Frauen sind befähigt, Kleinunternehmen zu führen – Die Organisationsstruktur von 20 Frauengruppen und -organisationen ist gestärkt – Vermarktungsstrategien sind entwickelt und neue Marktmöglichkeiten aufgebaut Projektinhalte – Auswahl von 20 Kleinunternehmen gestützt auf einer umfassenden Markterhebung – Begleitung bei der Produktion von Lebensmitteln, Blumen, Kunsthandwerk, Heilkräutern, Führung eines Restaurants – Einmaliger finanzieller Zuschuss zur Verbesserung der Infrastruktur und damit der Qualität und Quantität der Produkte – Ausbau der Vermarktungsmöglichkeiten einschliesslich Zertifizierung der Produkte Begünstigte – 200 Frauen und ihre Familien (rund 1000 Personen) Gesamtkosten einschliesslich 10% PBK Fr. 130 000 Gewünschter Beitrag Fr. 100 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 100 000
26) Prävention von altersbedingter Demenz und Gebrechlichkeit Organisation mediCuba-Suisse Staat/Region Kuba, mehrere Provinzen Grundinformationen Die Zahl der Menschen über 60 nimmt in Kuba zu. Immer mehr Menschen leiden an altersbedingter Demenz und körperlicher Gebrechlichkeit. Mit dem Pilotprojekt soll gezielt den altersbedingten Krankheiten entgegengewirkt werden. Hauptziel Massnahmen zur Früherkennung und Bekämpfung schwindender Beweglichkeit, nachlassender Motorik sowie des Verlustes von kognitiven Fähigkeiten im Alter. Projektinhalte – Aus- und Weiterbildung von Fachpersonal – Anschaffung von IT-Ausrüstung, medizinischen Instrumenten und Technologie für die Trainings – Diagnose- und Trainingsprogramme mit rund 7000 älteren Menschen und Betreuerinnen und Betreuern Begünstigte – Rund 7000 ältere Menschen sowie ihre Betreuerinnen und Betreuer sowie Familienangehörigen (weitere 25 000 Menschen) – Rund 60 Fachleute für Altenmedizin Gesamtkosten einschliesslich 10% PBK Fr. 152 413 Gewünschter Beitrag Fr. 100 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 100 000 27) Schaffung von Arbeitsplätzen und Einkommen durch Abfallmanagement in städtischen Gebieten Organisation Swisscontact Staat/Region Bolivien (13 Städte) Grundinformationen In Bolivien werden täglich nahezu 5000 Tonnen Haushaltabfall verursacht, d. h. 0,5 kg pro Person, ein Grossteil davon in städtischen Gebieten. Mit dem Wachsen der Städte und dem Fehlen eines nachhaltigen Abfallmanagements wird dies zu einem ernsthaften Problem (Hygienemängel, Umweltschäden, hohe Endlagerungskosten auf meist offenen und knapper werdenden Deponien). Menschen in Armut leben vom Verkauf der verwertbaren Bestandteile des Abfalls – meist unter unwürdigen Arbeitsbedingungen.
Hauptziel Die den Deponien zugeführten Abfallmengen sollen um mehr als die Hälfte vermindert werden, indem organisches und wiederverwertbares Material (20% des Abfalls, Plastik, Papier, Karton, Glas und Metalle) konsequent vom Restmüll getrennt und genutzt wird. Die Nutzung des organischen Materials in Form von Kompost oder Biogas kann zudem die Entstehung von Treibhausgas massgebend vermindern. Projektinhalte – Sensibilisierung der Bevölkerung – Planung und Umsetzung von Abfall- und Abwassersystemen (Vermittlung von Fachwissen, technische Beratung und Schulung) – Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen (u. a. Ausarbeitung eines Abfallgesetzes auf nationaler Ebene) Begünstigte – 100 000 Haushalte profitieren von verbesserten Umweltbedingungen – 100 Abfallsammlerinnen und Abfallsammler arbeiten unter sicheren Arbeitsbedingungen und erzielen ein regelmässiges Einkommen – 20 Verwaltungsangestellte, die geschult sind und die Verwaltungen im Umweltbereich beraten können Gesamtkosten einschliesslich 10% PBK Fr. 539 000 Gewünschter Beitrag Fr. 350 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 244 000 28) Stärkung des Bildungssystems mit sozialer und wirtschaftlicher Förderung und Integration der ländlichen Bevölkerung in Peru Organisation TearFund Schweiz Staat/Region Peru, Provinz Andahuaylas, Region Apurimac Grundinformationen Trotz Wirtschaftswachstums in den letzten Jahren macht die Armutsbekämpfung in Peru nur langsam Fortschritte. Die sozialen Förderprogramme der Regierung zielen mehr auf Nothilfe ab. Zwar wurde die Bedeutung von Bildung erkannt, aber die Aktivitäten beschränken sich auf isolierte, wenig systematische Entwicklungsprojekte. Die hohe Streikbereitschaft der Lehrerinnen und Lehrer, das mangelnde Vertrauen in die öffentlichen Schulen und die sprachliche Vielfalt des Landes erschweren zudem die Ausbildung.
Hauptziel Beitrag an eine angemessene Bildung der ländlichen Jugend der Provinz Andahuaylas zur sozialen, wirtschaftlichen und politischen Integration. Projektinhalte – Das Projekt begann 2009. Nun soll das Erreichte konsolidiert und an das lokale Bildungsamt und Bildungsnetzwerk übergeben werden – Expansion des Projekts auf weitere Schulen im Bereich Kindergarten und Primarschule – Ausdehnung auf die Sekundarschule: Umsetzung der interkulturellen, zweisprachigen Bildung Begünstigte – 1342 Schülerinnen und Schüler im Alter von 3 bis 17 Jahren, davon 470 Sekundarschülerinnen und -schüler – 102 Lehrpersonen – 748 Eltern – 101 Bildungsbeauftragte und Dorfverantwortliche Gesamtkosten einschliesslich 9% PBK Fr. 810 720 Gewünschter Beitrag Fr. 200 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 9% PBK) Fr. 144 000 29) Kleinbäuerliche Existenzsicherung dank nachhaltiger Wassernutzung in Peru Organisation Wasser für die Dritte Welt (W3W) Staat/Region Peru, Küstenregionen Piura und Lambayeque Grundinformationen Die Küstenregionen Perus leiden unter extremer Trockenheit. Mangelernährung und Armut sind weit verbreitet. Die Erträge aus dem Regenfeldbau reichen nicht, um ganze Familien zu ernähren oder gar der Armut zu entkommen. Hauptziel Nachhaltige, ressourcenschonende Kleinbewässerung durch eine von W3W entwickelte einfache, lokal anpass- und herstellbare Fusspedalpumpe. Projektinhalte – Herstellung, Verteilung und Installation von 100 neu hergestellten sowie 50 weiteren, bereits produzierten Kleinbewässerungsanlagen bei Kleinbauernfamilien zwecks Verbesserung der Ernten
– Bau von 45 Trinkwasserbrunnen, um Dorfgemeinschaften mit sauberem Wasser zu versorgen – Schulung von 150 Bauernfamilien im sparsamen Umgang mit Wasser und im Unterhalt der Kleinbewässerungsanlagen Begünstigte – 150 Kleinbauernfamilien – 45 Dorfgemeinschaften zu etwa 20 Personen – vier Handwerker/Techniker durch gezielte Ausbildung Gesamtkosten einschliesslich 7% PBK Fr. 129 000 Gewünschter Beitrag Fr. 100 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 7% PBK) Fr. 100 000
2.4 Projekte in (Süd-)Osteuropa (Projekte Nrn. 30–35) 30) Förderung und Integration von blinden und sehbehinderten Kindern in Weissrussland, in der Ukraine und in Moldawien Organisation Green Cross Schweiz Staat/Region – Weissrussland, Regionen Gomel, Brest und Mogilew – Ukraine, Regionen Schitomir, Tschernigow, Slawutitsch und Gebiete Pereyaslaw-Kmelnitsky, Biela Tserkwa – Moldawien, Onitcani, Stefan Voda Grundinformationen Als Folge der Atomkatastrophe von Tschernobyl im April 1986 leiden viele Kinder u. a. in Weissrussland, der Ukraine und Moldawien unter kardiovaskulären und blutbezogenen Erkrankungen, Augenkrankheiten und Missbildungen. Blinde oder sehbehinderte Kinder sind häufig. Diese leiden nicht nur unter den körperlichen Beeinträchtigungen, sondern auch unter der Stigmatisierung. Durch die Folgeprobleme der Reaktorkatastrophe und die wirtschaftliche Situation sind die betroffenen Länder nicht in der Lage, für diese Kinder genug zu tun. Hauptziel Nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen sowie Integration der blinden und sehbehinderten Kinder durch integrative Therapiecamps, Förderprogramme und soziale Aktivitäten.
Projektinhalte – Jährliche integrative Therapiecamps zusammen mit Gleichaltrigen ohne Behinderung – Unterstützung von betroffenen Familien, insbesondere Müttern in Familienclubs; Schulung, Unterstützung und Vernetzung der Familien – Schulisches Integrationsprogramm zur Unterstützung von Kindergärten und öffentlichen Schulen – Workshops für Blindenpädagogen (Training für Trainer) Begünstigte – 60 blinde und sehbehinderte Kinder und ihre Familien – 300 gleichaltrige Kinder ohne Behinderung – 20–25 Schulen und Kindergärten – 200 Blindenpädagoginnen und -pädagogen sowie Studentinnen und Studenten – 90 Fachleute des Gesundheitswesen – 120 lokale Netzwerkpartner (Gemeinden, Regierungsstellen, Krankenhäuser usw.) Gesamtkosten einschliesslich 10% PBK Fr. 917 600 Gewünschter Beitrag Fr. 300 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 244 000 31) Therapie und Beratung für traumatisierte Frauen und Kinder, Tuzla, Bosnien-Herzegowina Organisation IAMANEH Schweiz Staat/Region Bosnien-Herzegowina, Kanton Tuzla Grundinformationen Seit dem Krieg (1992–1995) war Bosnien- Herzegowina nie so gespalten wie heute: Die Zugehörigkeit zu einer ethnischen Gruppe bestimmt das Bewusstsein, ein konstruktiver Dialog ist schwierig. Die wirtschaftliche Lage mit einer hohen Arbeitslosenrate und steigender Verarmung breiter Bevölkerungsschichten sowie unverarbeitete Kriegserfahrungen (u. a. rund 200 000 Folteropfer, die vom Staat nie offiziell anerkannt wurden) wirken sich problematisch auf das soziale Gefüge aus. Alkoholismus und ein erhöhtes Gewaltpotenzial entladen sich oft innerhalb der Familien. Hauptziel Die psychische Verfassung von Opfern der Gewalt wird durch psychosoziale Rehabilitation und Versöhnungsarbeit verbessert und trägt langfristig zur Friedenssicherung bei.
Projektinhalte – Psychosoziale Rehabilitation von Opfern der Gewalt und Schutz vor Übertragung der Traumas an Nachkommen – Vergrösserung von Toleranz und Vertrauen unter den verschiedenen ethnischen Gruppen – Stärkung der Rolle der Opfervereinigungen und Harmonisierung sowie Verbesserung der vorhandenen Gesetzgebung im Bereich des Opferschutzes Begünstigte – Direkt 1100 Frauen, 280 Männer und 900 Kinder und Jugendliche – Indirekt 1500 Begünstigte Gesamtkosten einschliesslich 10% PBK Fr. 1 688 904 Gewünschter Beitrag Fr. 200 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 200 000 32) Self-competences and life skills for Roma Dieses Projekt wurde als Schwerpunktvorhaben definiert. Organisation Pädagogische Hochschule Zürich (PHZH) Staat/Region – Rumänien, Regionen Brasov und Iasi – Kosovo, Region Prizren und Peja – Makedonien, Region Skopje, Suto-Orizari Grundinformationen Vor allem in Osteuropa sind die Roma nach wie vor von Armut, Arbeitslosigkeit, ungenügender Bildung, Chancenungleichheit und Stigmatisierung besonders betroffen. Von den rund 3 Millionen Roma in Rumänien (etwa 14% der Gesamtbevölkerung) lebt ein Grossteil am Rande der Gesellschaft in Elendsvierteln. Neben landwirtschaftlichen Tätigkeiten leben die Roma in allen drei Ländern meist von Gelegenheitsjobs sowie Sozialhilfe und Kleinkriminalität. Vielenorts werden Roma-Kinder in gesonderten, schlecht ausgestatteten Schulen oder sonderpädagogischen Einrichtungen mit unmotivierten Lehrpersonen unterrichtet und verlassen diese frühzeitig, um die Familien zu unterstützten (Mädchen) oder Gelegenheitsarbeit zu verrichten (Jungen). Das Ansehen der Ausbildung ist gering und die dort gemachten Erfahrungen sind meist negativ.
Hauptziel Durch Betonung der Life Skills und Selbstkompetenzen soll eine positive Lernerfahrung ermöglicht werden. Projektinhalte Nach Abklärung der Bedürfnisse unter Einbezug der Betroffenen (Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen und Eltern) werden vor Ort auf die Zielgruppe der Roma zugeschnittene Materialen erarbeitet, die in den Schulen eingesetzt werden. Begünstigte – 1675 Schülerinnen und Schüler – Rund 220 Lehrpersonen – Indirekt betroffene Eltern und Behörden Gesamtkosten einschliesslich 10% PBK Fr. 677 400 Gewünschter Beitrag Fr. 500 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 500 000 33) KoSana – Im Dialog zur neuen Krankenkasse, Kosovo Organisation Solidar Suisse Staat/Region Kosovo Grundinformationen Weil die Gesundheitsversorgung im Kosovo schlecht ist, plant die Regierung in Pristina zusammen mit der Weltbank eine umfassende Gesundheitsreform und die Einführung einer obligatorischen Krankenkasse. Die Planung erfolgt aber ohne jede Bedürfnisanalyse und am Zielpublikum vorbei, denn Patientinnen und Patienten sowie Gesundheitspersonal sind bisher kaum organisiert. Der Zeitpunkt ist daher günstig, um den Betroffenen-Organisationen zu helfen, ihre Bedürfnisse zu artikulieren und auf demokratischem Weg in die Gesundheitsreform einzubringen. Hauptziel Unterstützung bei der Beteiligung am Aufbau einer öffentlichen Krankenkasse, die auf die Bedürfnisse der Bevölkerung abgestimmt ist. Projektinhalte – Stärkung der Interessenvertretungen von Patientinnen und Patienten sowie Gesundheitspersonal, damit deren Bedürfnisse besser berücksichtigt werden (Stiftung für Mutter und Kind, Diabetiker Verband, Autismus Verband, Studentenverband, Verband für Infektiologie, Roma Organisation Balkan Sunflowers usw.)
– Problemanalysen, Aufbau von Kontakten mit weiteren Interessenverbänden und Behörden – Erarbeiten von Positionspapieren – Einfliessen lassen der Ergebnisse auf demokratischem Weg in die Ausgestaltung des neuen Gesundheitswesens Begünstigte – Direkt die Partner und ihre Mitglieder sowie diejenigen Teile der Bevölkerung, deren Anliegen die Partnerorganisationen vertreten – Indirekt 1,8 Mio. Menschen (Gesamtbevölkerung des Kosovo) Gesamtkosten einschliesslich 10% PBK Fr. 384 500 Gewünschter Beitrag Fr. 300 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 244 000 34) Die Schule für Roma-Familien zu einem kinderfreundlichen Ort machen Organisation terre des hommes Kinderhilfe Staat/Region Republik Moldau Grundinformationen Die Roma-Kinder profitieren weniger von den Fortschritten des Kinderschutzsystems als andere Kinder. Nur 54% der Roma-Kinder werden eingeschult (gegenüber dem Schnitt von 94% aller Kinder). Die Roma-Kinder fühlen sich in der Schule eingeschüchtert und diskriminiert, die Eltern empfinden die Schule als etwas Feindliches und Bildung als Zeit- oder Geldverschwendung. Die vom Staat in Gang gesetzten Reformen erreichen die lokale Ebene oft nicht. Hauptziel Der schulische Einbezug der Roma-Kinder in 30 Gemeinden aus mindestens fünf Distrikten der Republik Moldau mit dem höchsten Anteil an Roma-Bevölkerung soll verbessert werden. Projektinhalte – Kinderfreundliche Dienste in den Schulen: Es werden 30 Ludotheken eingerichtet und mindestens 150 psychosoziale Gruppensitzungen für Kinder und ihre Familien aus 30 ländlichen Gemeinden organisiert. – Aufbau von Kompetenzen: Es wird Schulungsmaterial zur Arbeit mit Roma-Kindern und -Familien und zur Arbeit in den Ludo- theken entwickelt und verteilt und Schulungen für Fachleute aus dem Ministerium für Erziehung und für auf Gemeindeebene Tätige durchgeführt. Begünstigte – Mindestens 3000 Kinder und Familien – Mindestens 120 beruflich auf Gemeindeebene Tätige – 15 Vertreter von Distrikt-Behörden Gesamtkosten einschliesslich 10% PBK Fr. 243 980 Gewünschter Beitrag Fr. 200 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 200 000 35) Sozialfirma Rubikon Servis, Republik Tschechien Dieses Projekt wurde als Schwerpunktvorhaben definiert. Organisation Verein zur Entwicklung der Bewährungshilfe in Osteuropa (VEBO) Staat/Region Tschechische Republik, Hlavni Mesta Praha und Stredocesky kraj
Grundinformationen Die Verringerung der Rückfälligkeit von Straftätern ist ein wichtiges Ziel der Regierung. Wichtige Ursache von Rückfällen ist die weitverbreitete Arbeitslosigkeit der Ex-Straftäter. Es ist für diese fast unmöglich, eine Arbeit zu finden, da tschechische Arbeitgeber regelmässig einen blanken Strafregisterauszug verlangen. Hauptziel In einem Pilotversuch werden Arbeitsplätze im Facility Management geschaffen, sodass die Absolventen dieses Projekts potenziellen Arbeitgebern ein Zeugnis vorlegen können, das bezeugt, dass der Teilnehmer während längerer Zeit klaglos und regelmässig gearbeitet hat. Gute Chancen hat die Sozialfirma dadurch, dass Firmen, die sich um öffentliche Aufträge bemühen, nachweisen müssen, dass sie sich an Integrationsbemühungen beteiligen. Dies können sie, indem sie mit dem Projekt zusammenarbeiten und ihm Aufträge weitergeben. Projektinhalte – Ergänzung und Ausbau der Interventionsmöglichkeiten der Bewährungshilfe für Straftäter durch Beschäftigung, Ausbildung und Vorbereitung von Langzeitarbeitslosen und Ex-Sträflingen auf den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt
– Gründung und Führung einer im Bereich Facility Management tätigen Sozialfirma (Rubikon Servis GmbH) – Akquisition und Ausführung von Aufträgen als Subunternehmerin von etablierten Unternehmen im Bereich Facility-Management – Anstellung von qualifiziertem Fachpersonal, Anschaffung von Betriebsmaterial und Einrichten der nötigen Infrastruktur – Nachhaltige Vermittlung von arbeitslosen Strafentlassenen in den 1. Arbeitsmarkt – Schrittweiser Ausbau der Integrationsarbeitsplätze – Bei Erfolg: Ausweitung der Geschäftstätigkeit auf andere Regionen Tschechiens Begünstigte – Rund 50 Langzeitarbeitslose/Ex-Sträflinge durch Beschäftigung bei der Sozialfirma – Rund 20 Langzeitarbeitslose durch Wiedereingliederung in den 1. Arbeitsmarkt – Indirekt die staatlichen Stellen durch Entlastung Gesamtkosten einschliesslich 9,88% PBK Fr. 1 260 500 Gewünschter Beitrag Fr. 435 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 9,88% PBK) Fr. 435 000
3. Übersichtstabellen
3.1 Beiträge zugunsten der einzelnen Organisationen Organisation Nr. Staat(-en) Pro Projekt Total in Franken in Franken Biovision 1 Kenia, Tansania, Uganda 211 000 211 000 Brücke – Le Pont 2 Benin 344 000 344 000 Christoffel Blinden- 21 Ecuador 212 000 212 000 mission (CBM) Fastenopfer 22 Brasilien 130 000 23 Haiti 100 000 230 000 Gebäudeversicherung 18 Bhutan 500 000 500 000 Kanton Zürich, Kantonspolizei Zürich Green Cross Schweiz 15 Zentralasien 100 000 30 Weissrussland, Ukraine, Moldawien 244 000 344 000
Organisation Nr. Staat(-en) Pro Projekt Total in Franken in Franken HEKS 3 Niger 244 000 25 Kolumbien 100 000 344 000 Helvetas 16 Bhutan 244 000 24 Guatemala 100 000 344 000 Iamaneh 31 Bosnien-Herzegowina 200 000 200 000 Interteam 5 Namibia 140 000 140 000 IKRK 4 Tschad 230 000 230 000 Medair 17 Afghanistan 150 000 150 000 mediCuba-Suisse 26 Kuba 100 000 100 000 Mission am Nil 6 Ägypten 210 000 210 000 Pädagogische Hoch- 32 Rumänien, Kosovo, 500 000 500 000 schule Zürich (PHZH) Makedonien Solidarität Dritte Welt 7 Südsudan 244 000 (SDW) 8 Sambia 100 000 344 000 SolidarMed 9 Zimbabwe 130 000 10 Moçambique 100 000 230 000 Solidar Suisse 11 Moçambique 100 000 33 Kosovo 244 000 344 000 Swisscontact 19 Nepal 100 000 27 Bolivien 244 000 344 000 TearFund Schweiz 12 Malawi 200 000 28 Peru 144 000 344 000 terre des hommes 34 Republik Moldau 200 000 200 000 Kinderhilfe terre des hommes 13 Moçambique 100 000 Schweiz 14 Zimbabwe 130 000 230 000 Verein zur Entwicklung 35 Republik Tschechien 435 000 435 000 der Bewährungshilfe in Osteuropa (VEBO) Wasser für die Dritte 29 Peru 100 000 100 000 WWF Schweiz 20 Malediven 250 000 250 000 Total 6 880 000
3.2 Übersicht zum Engagement in den einzelnen Staaten Kontinent/Staat Nr. Betrag Totalbetrag Total pro Projekt pro Land pro Kontinent in Franken in Franken in Franken Afrika Ägypten 6 210 000 210 000 Benin 2 344 000 344 000 Malawi 12 200 000 200 000 Moçambique 10 100 000 11 100 000 13 100 000 300 000 Namibia 5 140 000 140 000 Niger 3 244 000 244 000 Sambia 8 100 000 100 000 Südsudan 7 244 000 244 000 Tschad 4 230 000 230 000 Zimbabwe 9 130 000 14 130 000 260 000 Kenia, Tansania, Uganda 1 211 000 211 000 Afrika total 2 483 000 Asien Afghanistan 17 150 000 150 000 Bhutan 16 244 000 18 500 000 744 000 Malediven 20 250 000 250 000 Nepal 19 100 000 100 000 Kirgistan, Tadschikistan 15 100 000 100 000 Asien total 1 344 000 Lateinamerika Bolivien 27 244 000 244 000 Brasilien 22 130 000 130 000 Ecuador 21 212 000 212 000 Guatemala 24 100 000 100 000 Haiti 23 100 000 100 000 Kolumbien 25 100 000 100 000 Kuba 26 100 000 100 000 Peru 28 144 000 29 100 000 244 000 Lateinamerika total 1 230 000
Kontinent/Staat Nr. Betrag Totalbetrag Total pro Projekt pro Land pro Kontinent in Franken in Franken in Franken (Süd-)Osteuropa Bosnien-Herzegowina 31 200 000 200 000 Kosovo 33 244 000 244 000 Republik Moldau 34 200 000 200 000 Republik Tschechien 35 435 000 435 000 Rumänien, Kosovo, 32 500 000 500 000 Makedonien Weissrussland, Ukraine, 30 244 000 244 000 Moldawien (Süd-)Osteuropa total 1 823 000 Total 6 880 000
3.3 Übersicht zu den Projektinhalten Ein Grossteil der berücksichtigten Projekte ist mehreren Sachbereichen zuzuordnen. Deshalb enthält die folgende Übersicht, welche die Schwerpunkte des jeweiligen Projektes wiedergibt, auch Mehrfachnennungen: Bereiche Projekte Land-, Wald-, Wasserwirtschaft 1, 2, 3, 17, 20, 23, 29 Ernährung, Umwelt 2, 15, 17, 22, 23, 27 Gewerbe, Handwerk, Kleinunternehmen, 2, 16, 19, 20, 25, 27 Einkommensförderung Sozialpolitik, Bildung, Verwaltung 4, 5, 7, 8, 11, 13, 18, 19, 21, 22, 24, 28, 30, 31, 32, 33, 34, 35 Gesundheit 3, 6, 7, 9, 10, 12, 14, 15, 26 Frauenförderung 7, 9, 13, 24, 25, 31 Förderung von Kindern und Jugendlichen 3, 5, 8, 12, 14, 16, 19, 21, 24, 28, 30, 31, 32, 34
Dispositiv
Auf Antrag der Finanzdirektion beschliesst der Regierungsrat:
I. Die Finanzdirektion wird ermächtigt, folgenden Organisationen EZA-Beiträge zulasten des Lotteriefonds auszurichten (Konto 4980 3636 3 00000): in Franken – Biovision 211 000 – Brücke – Le Pont 344 000 – Christoffel Blindenmission 212 000 – Fastenopfer 230 000 – Gebäudeversicherung Kanton Zürich, Kantonspolizei Zürich 500 000 – Green Cross Schweiz 344 000 – HEKS 344 000 – Helvetas 344 000 – Iamaneh 200 000 – Interteam 140 000 – IKRK 230 000 – Medair 150 000 – mediCuba-Suisse 100 000 – Mission am Nil 210 000 – Pädagogische Hochschule Zürich 500 000 – Solidarität Dritte Welt 344 000 – SolidarMed 230 000 – Solidar Suisse 344 000 – Swisscontact 344 000 – TearFund Schweiz 344 000 – terre des hommes Kinderhilfe 200 000 – terre des hommes Schweiz 230 000 – Verein zur Entwicklung der Bewährungshilfe in Osteuropa 435 000 – Wasser für die Dritte Welt 100 000 – WWF Schweiz 250 000 Total 6 880 000
II. Mitteilung an die Mitglieder des Regierungsrates, die Finanzkommission des Kantonsrates sowie an die Finanzdirektion.
Vor dem Regierungsrat Der Staatsschreiber:
Husi