RRB Nr. 450/2009
Kantonsspital Winterthur, Radioonkologie, Erneuerung der Lüftungsanlagen, Ausgabe, Bewilligung
Rubrum
Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 25. März 2009
450. Kantonsspital Winterthur (Radioonkologie, Erneuerung
Erwägungen
der Lüftungsanlagen) Die Klinik für Radio-Onkologie betreut jährlich rund 170 stationäre und 1700 ambulante Patientinnen und Patienten. In den Klinikräumlichkeiten ist die Raumtemperatur infolge der starken Wärmeerzeugung der vorhandenen Rechner sowie der Therapiesimulations- und verifikationsapparate, und weil die Lüftungsanlage Mängel aufweist, das ganze Jahr sehr hoch, mit entsprechenden negativen Auswirkungen auf die Luftqualität und die Raumatmosphäre und damit auf die Befindlichkeit von Patientinnen und Patienten sowie Personal. Um die Raumtemperatur auf ein erträgliches Mass von 26 °C zu senken, müssen die Lüftungs- und Kälteinstallationen erneuert werden. Betroffen sind alle Installationen der Radio-Onkologie, des benachbarten Raumes der Stille und der Aufenthaltsräume in diesem Bereich. Im Einzelnen sind folgende Massnahmen vorgesehen: – In der Zentrale wird ein Lüftungsgerät aufgebaut, das alle Bereiche der Radio-Onkologie versorgt. – Die Luftverteilung in allen Räumen wird vollständig erneuert: Im Korridor und Wartebereich wird die Luftverteilung mittels Brandschutzklappen von den anderen Räumen getrennt. Die WC-Anlagen werden an die Abluft der neuen Anlage angeschlossen. Das Spezialuntersuchungszimmer wird neu mit Zu- und Abluft versorgt. – In mehreren Untersuchungs- und Behandlungsräumen wird zusätzlich eine Kühldecke installiert, um eine individuelle Regelung der Temperatur zu ermöglichen. – Der Planungs- und Rapportraum wird mit Kühltischen ausgestattet, welche die Wärme der Computer und Bildschirme an Ort und Stelle neutralisieren. – Für die Belüftung des Sakral- und Aufenthaltsbereichs samt Nebenräumen wird ein zusätzliches Lüftungsgerät in der Zentrale eingebaut. Im Bereich der Nebenräume werden sämtliche Leitungen feuerschutztechnisch isoliert. Um den Klinikbetrieb möglichst wenig zu beeinträchtigen, müssen die Arbeiten in zehn Etappen ausgeführt werden. Das Kantonale Hochbauamt hat durch das Architekturbüro Stutz, Bolt und Partner, Winterthur, ein Projekt mit Kostenvoranschlag ausarbeiten lassen. Die Kosten der Massnahmen betragen gemäss Kosten- voranschlag der Architekten vom Februar 2008 Fr. 1 945 000 (Kostenstand 1. April 2008, Genauigkeitsgrad +/–10%). Sie setzen sich wie folgt zusammen: Baukosten Kapitalfolgekosten Kontierung Kalkulatorische Abschreibung Abschreibung Zinsen (3,25% (Hplus) auf ½ Kapital) % Fr. Fr. % Fr.
Konto 5041 1 00000 Hochbauten Rohbau 1 5,5% 107 800 1 752 3% 3 234 Konto 5041 2 00000 Hochbauten Rohbau 2 2,3% 44 900 730 3% 1 347 Konto 5041 3 00000 Hochbauten Ausbau 8,4% 163 400 2 655 3% 4 902 Konto 5041 4 00000 Hochbauten Installationen 83,7% 1 628 900 26 470 5% 81 445 Konto 5069 0 00000 Anschaffung Mobilien – – – – – Total (einschliesslich MWSt 7,6%) 100% 31 607 90 928 Total Baukosten 1 945 000 Total Kapitalfolgekosten 122 535 Die Abwicklung des Projektes erfolgt gemäss Standardprozess der Immobilienverordnung. Der Projektantrag wurde mit Beschluss Nr. 1241/ 2008 vom Regierungsrat genehmigt. Für das Vorhaben ist eine neue Ausgabe von Fr. 1 945 000 zu bewilligen. Die Kosten gehen zulasten des Kontos 6340.5041, Erneuerungsunterhalt Hochbauten (gebundene Ausgaben). Im Budget 2009 sind für das Vorhaben Fr. 1 500 000 eingestellt. Der restliche Betrag ist im Konsolidierten Entwicklungs- und Finanzplan (KEF) 2009–2012 für das Jahr 2010 eingestellt. Die Kapitalfolgekosten dieser Ausgabe betragen gesamthaft Fr. 122 535. Es entstehen keine personellen und betrieblichen Folgekosten.
Dispositiv
Auf Antrag der Gesundheitsdirektion und der Baudirektion beschliesst der Regierungsrat:
I. Für die Erneuerung der Lüftungsanlagen der Radio-Onkologie des Kantonsspitals Winterthur wird eine neue Ausgabe von Fr. 1 945 000 bewilligt (Kostenstand 1. April 2008). Dieser Betrag erhöht oder vermindert sich entsprechend der Entwicklung des Zürcher Baukostenindexes.
II. Die Ausgaben gehen zulasten der Investitionsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 6300, Somatische Akutversorgung und Rehabilitation.
III. Die Baudirektion wird ermächtigt, die entsprechenden Verträge abzuschliessen.
IV. Mitteilung an die Finanzdirektion, die Baudirektion und die Gesundheitsdirektion.
Vor dem Regierungsrat Der Staatsschreiber:
Husi