RRB Nr. 680/2012
Werkhofgebäude, Maur/Forch, Silo/Stützpunkt, Neubau/Umbau, neue und gebundene Ausgabe
Rubrum
Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 27. Juni 2012
680. Werkhofgebäude Stützpunkt Forch, Maur (Umbau, Neubau Silo)
Erwägungen
A. Ausgangslage Der Stützpunkt Forch liegt an der neuen Forchautostrasse in Forch, Gemeinde Maur, und gehört zum Tiefbauamt des Kantons Zürich. Im Gebäude aus dem Jahre 1977 sind eine Einstellhalle und ein Betriebstrakt mit Büro, Aufenthaltsraum, Garderoben und Nasszellen sowie eine Salzhalle untergebracht. Die vergangenen Winter haben gezeigt, dass das Tiefbauamt für besonders strenge Winter mit ausserordentlichen Schneemengen wenig Lagermöglichkeiten für Auftaumittel, insbesondere Tausalz, hat. Die Beschickung der Salzstreuer aus den bestehenden Salzhallen mit Förderbändern ist zudem personalintensiv. Sämtliche Standorte mit Lagerhallen für Auftaumittel sollen daher in Zukunft mit modernen Salzsilos ausgerüstet werden. Die bestehenden Salzhallen werden bis zur langfristigen Sicherung des nationalen Salzbedarfes durch die Rheinsalinen erhalten und als Reserve bewirtschaftet. Der Stützpunkt Forch ist deshalb ebenfalls mit einem neuen Salzsilo auszurüsten. Weiter ist vorgesehen, den vorhandenen Waschplatz zu überdachen und für das Waschabwasser eine Spaltanlage zu erstellen. Zudem sollen die Hallentore dem Stand der Technik angepasst werden, die Nasszellen und der Aufenthaltsraum saniert und verschiedene Instandsetzungsarbeiten bei der baulichen Grundstruktur und der Gebäudetechnik vorgenommen werden. Im Rahmen einer Zustandsanalyse wurden sicherheitsrelevante Mängel festgestellt, die behoben werden müssen.
B. Projektbeschrieb Der neue Salzsilo erleichtert die Zufuhr des Strassensalzes für den Winterdienst und ist für 75 t Salz ausgelegt. Zugehörig ist das Wiegesystem zum Messen, Wiegen und Dosieren des Streuguts. Über eine pneumatische Förderanlage wird das Salz von der Salzhalle zum Silo befördert. Die Waschplatzüberdachung ist als Verlängerung des Einstellhallentrakts konzipiert. Für die Überdachung des Waschplatzes werden somit die bestehende Stahlstruktur und die Raumhöhe der Einstellhalle weitergeführt. Auf dem Waschplatz werden sowohl die Reinigung der Fahrzeuge von Salz als auch die Motoren- und Chassiswäsche durchgeführt. Zur Abführung des Abwassers muss eine automa- tische Abwasserreinigungsanlage mit Spaltanlage vorgesehen werden. Die Zugangstore für die Einstellhalle und die Salzhalle sind als Hubtore aus Fiberglasplatten mit Sichtfenster vorgesehen. Die bestehenden Nasszellen entsprechen nicht mehr den heutigen Bedürfnissen. Es ist eine vollständige Modernisierung des Nasszellenbereichs mit einer Neuordnung der Räumlichkeiten einschliesslich Asbestsanierung des Plattenklebers vorgesehen. Der Aufenthaltsraum mit der Küche und das Büro werden gestrichen und mit neuem Linoleumboden versehen. Die Küchenzeile wird mit den Geräten vollständig erneuert einschliesslich Asbestsanierung der Küchenauskleidung. Die Elektroinstallationen entsprechen grösstenteils nicht mehr den heutigen Vorschriften. Durch die Erweiterung der Gesamtanlage wird eine vollständige Neuordnung der Installationen notwendig. Zudem wird die Möglichkeit einer Solaranlage auf dem Einstellhallendach zu einem späteren Zeitpunkt baulich vorbereitet. Die Zustandsanalyse der Statik ergab leicht korrodierte Stützenfüsse in der Einstellhalle, die saniert werden. Für die Gewährleistung der Erdbebensicherheit müssen in der Salzhalle die neuen Trägerplatten mit den Sparren und diese mit den Holzbindern verbunden werden. Die bestehende Fassadenverkleidung besteht grösstenteils aus asbesthaltigen Eternitplatten auf einer Holzlatten-Unterkonstruktion, die im unteren Bereich teilweise verfault ist. Mit Ausnahme des Betriebstraktes erhalten alle Gebäudeteile eine einheitliche durchgehend neue Fassadenverkleidung aus durchscheinenden Kunststoffstegplatten.
C. Finanzierung Der Kostenvoranschlag des Hochbauamtes für das Bauprojekt beträgt Fr. 3 300 000 (Kostenstand 10. Mai 2012, Baukostenindex 1. April 2012). Er gliedert sich wie folgt: Tabelle 1: Baukostenplan Baukostenplan (BKP) Arbeitsgattung Kosten in Franken 1 Vorbereitungsarbeiten 331 000 2 Gebäude 2 134 000 3 Betriebseinrichtungen 415 000 5 Umgebung 57 000 6 Baunebenkosten und Übergangskonten 65 000 9 Reserve 298 000 1–9 Total Anlagekosten 3 300 000 Die Anlagekosten von insgesamt Fr. 3 300 000 setzen sich aus Erstellungskosten für den Salzsilo, die Waschplatzüberdachung, die Abwasserreinigungsanlage mit Spaltanlage und der kompletten Gebäudesanierung zusammen. Für die Sanierung der Nasszellen, des Aufenthaltsbereichs, der Gebäudetechnik, der Fassadenverkleidung und sicherheitsrelevante Massnahmen aus der Zustandsanalyse ist eine Ausgabe von Fr. 1 690 500 zu bewilligen. Diese ist gemäss § 37 Abs. 2 lit. b CRG gebunden. Für die Überdachung des Waschplatzes und den Salzsilo ist eine neue Ausgabe von Fr. 1 609 500 zu bewilligen. Die Projektierungskosten von Fr. 245 000 gemäss Verfügung des Tiefbauamtes vom 18. Oktober 2011 sind in den gesamten Anlagekosten enthalten. Diese Verfügung ist bezüglich der Ausgabenbewilligung aufzuheben. Die Finanzierung erfolgt über die Investitionsrechnung der Baudirektion und geht zulasten der Leistungsgruppe Nr. 8400, Tiefbauamt. Das Vorhaben ist im Budget 2012 und im KEF 2012–2015 für das Planjahr 2013 eingestellt. Tabelle 2: Investitionen Jahre 2012 2013 2014 Investitionskosten in Franken 200 000 2 000 000 1 100 000
Tabelle 3: Aufteilung neue und gebundene Ausgaben Massnahmen gebundene Ausgaben neue Ausgaben Total (in Franken) Sanierung Stützpunkt Forch 1 690 500 1 690 500 Neubau Salzsilo und Überdachung Waschplatz 1 609 500 1 609 500 Total Kosten 1 690 500 1 609 500 3 300 000
Tabelle 4: Bau- und Kapitalfolgekosten Investitionskategorie Kostenanteil Kostenanteil Nutzungsdauer Kapitalfolgekosten/Jahr (Fr.) (Bauteilgruppe) Fr. % Jahre Abschreibung Kalk. Zinsen Total Hochbauten Rohbau 1 1 220 410 37,0% 80 15 300 18 300 33 600 Hochbauten Rohbau 2 544 312 16,5% 40 13 600 8 200 21 800 Hochbauten Ausbau 826 201 25,0% 30 27 500 12 400 39 900 Hochbauten Installationen 709 077 21,5% 30 23 600 10 600 34 200 Total 3 300 000 100,0% 80 000 49 500 129 500 Die Kapitalfolgekosten setzen sich zusammen aus den nutzungsdauergewichteten, kalkulatorischen Abschreibungskosten und den kalkulatorischen Zinskosten von 3% jährlich auf dem hälftig gebundenen Kapital. Die durchschnittlichen Kapitalfolgekosten belaufen sich somit auf insgesamt Fr. 129 500 pro Jahr.
Dispositiv
Auf Antrag der Baudirektion beschliesst der Regierungsrat:
I. Für den Neubau Silo und den Umbau Stützpunkt Forch werden eine neue Ausgabe von Fr. 1 609 500 und eine gebundene Ausgabe von Fr. 1 690 500, insgesamt Fr. 3 300 000, zulasten der Investitionsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 8400, Tiefbauamt, bewilligt.
II. Diese Ausgabenbewilligung wird nach Massgabe des Schweizerischen Baupreisindexes gemäss folgender Formel der Teuerung angepasst: Bewilligte Ausgabe × Zielindex ÷ Startindex (Stand 1. April 2012).
III. Die Verfügung des Tiefbauamtes vom 18. Oktober 2011 wird aufgehoben.
IV. Mitteilung an die Finanzdirektion, die Volkswirtschaftsdirektion und die Baudirektion.
Vor dem Regierungsrat Der Staatsschreiber:
Husi