08.5031
Wird die Schweiz die 1500 Umweltflüchtlinge aus Ilisu aufnehmen?
Widmer-Schlumpf Eveline · BR-F · Bundesrat · Graubünden
Der Bundesrat nimmt zum Ausgang von angekündigten Asylgesuchen nicht Stellung. Immerhin ist darauf hinzuweisen, dass die Flüchtlingskonvention und das schweizerische Asylgesetz zur Lösung der Probleme dieser Menschen offenkundig nicht geeignet sind. Bei diesen rechtlichen Instrumenten, auf denen die schweizerische Asylpolitik beruht, steht der Schutz vor Verfolgung im Vordergrund. Aufgrund der gegenwärtig bekannten generellen Sachlage müsste das Bundesamt für Migration die angekündigten Asylgesuche ablehnen. Der Bundesrat verweist auf seine Stellungnahme zur Motion Zisyadis 07.3816, "Internationaler Status für Umweltflüchtlinge", und seine Antwort auf die Interpellation der grünen Fraktion 07.3662, "Flüchtlingsstatus für Umweltflüchtlinge".
Zisyadis Josef · Mit-M · Nationalrat · Waadt · Grüne Fraktion
Madame la conseillère fédérale, je comprends bien votre réponse. Elle est dans l'ordre logique de la loi sur l'asile, qui prévoit actuellement un traitement individuel des cas. Mais, dans ce cas précis, la Suisse a accordé la garantie contre les risques à l'exportation. 55 000 familles vont être délogées à cause du projet de barrage d'Ilisu. Cela veut donc dire que la Suisse va complètement se laver les mains quant au fait qu'il y aura demain des demandes d'asile déposées en Autriche ou dans notre pays parce que des gens auront été déplacés à cause de nous. Qu'allons-nous faire?
Widmer-Schlumpf Eveline · BR-F · Bundesrat · Graubünden
Die Frage der Exportrisikogarantie und eines allfälligen Zurückbehaltens - oder eben Nichtauszahlens - einer solchen ist eine grundsätzlich andere als die, wer in unserem Land den Flüchtlingsstatus erhalten soll. Ich denke, wir müssen das Asylverfahren, also die Frage der Umweltflüchtlinge, trennen von der Frage der Exportrisikogarantie und einer allfälligen Nichteinhaltung von Vereinbarungen in diesem Zusammenhang.