10.3393, 10.3394
Die Behörden unter dem Druck der Finanzkrise und der Herausgabe von UBS-Kundendaten an die USA (3) / Die Behörden unter dem Druck der Finanzkrise und der Herausgabe von UBS-Kundendaten an die USA (4)
Veillon Pierre-François · Mit-M · Nationalrat · Waadt · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Ces deux interventions parlementaires - que j'aborderai ensemble - font partie du paquet déposé par les Commissions de gestion dans le cadre de leur rapport intitulé "Les autorités sous la pression de la crise financière et de la transmission de données clients d'UBS aux Etats-Unis".
Lors de plusieurs inspections - concernant l'affaire Tinner, l'affaire Nef, l'affaire libyenne -, les Commissions de gestion ont constaté un manque d'implication du Conseil fédéral dans ces dossiers hautement politiques et en ont mesuré les conséquences. La cause est certainement la perception que le Conseil fédéral a de lui-même en tant que collège gouvernemental. Cette perception est marquée par une approche fortement développée du principe départemental, principe qui veut que les dossiers restent traités au niveau des départements et remontent au Conseil fédéral au moment de leur décision. L'application de ce principe sur les gros dossiers politiques recèle le danger de voir un Conseil fédéral non informé du dossier, de voir un Conseil fédéral non associé au travail de maturation et à la recherche de solutions, bref de vider de sa substance la collégialité.
De même, les Commissions de gestion se sont étonnées du manque de recours aux délégations par le Conseil fédéral pour traiter ces gros dossiers politiques, quand bien même ces dossiers étaient de type fortement transdépartemental. Les deux motions font référence à cette problématique.
Par la motion 10.3393, la CdG-CN demande au Conseil fédéral de réglementer dans la LOGA l'instrument des délégations à trois personnes afin que, dans toutes les affaires importantes et supradépartementales, ces délégations promeuvent un équilibre entre le principe de la collégialité et le principe départemental et améliorent ainsi les bases des décisions du Conseil fédéral.
Par la motion 10.3394, on demande au Conseil fédéral, dans le cadre de la réforme du gouvernement en cours, de proposer ou de prendre des mesures concrètes afin qu'il puisse assumer une conduite effective des affaires importantes qui soit en accord avec sa responsabilité globale en tant qu'autorité collégiale et exécutive suprême.
Le Conseil fédéral a proposé d'inclure cette problématique dans son message additionnel sur la réforme du gouvernement, ce qui a été fait. Le rapport a été publié, il sera traité l'année prochaine par notre conseil.
La commission vous propose ainsi, à l'unanimité, d'adopter ces motions.
Lustenberger Ruedi · Mit-M · Nationalrat · Luzern · Fraktion CVP/EVP/glp
Die beiden Motionen, die auf der Traktandenliste stehen, sind Ausfluss des Berichtes der GPK zur Finanzmarktkrise und zu den Cross-Border-Geschäften der UBS in den USA. Sie betreffen den Bundesrat als Kollegium. Wir haben festgestellt, dass hier ein Verbesserungsbedarf durchaus besteht.
Die GPK ist der Auffassung, dass die Dreierausschüsse - unabhängig davon, ob sie jetzt ad hoc oder permanent zusammengestellt sind - ein geeignetes Instrument sind, um einen Ausgleich zwischen dem Departemental- und dem Kollegialprinzip zu schaffen. Die GPK geht auch mit den angehörten Mitgliedern des Bundesrates einig, dass Arbeiten in kleinen Ausschüssen eine frühzeitige, vertiefte und breiter abgestützte Diskussion zu schwierigen Themen erlauben. Deshalb hat die GPK die Motion 10.3393 eingegeben, die eine Revision des RVOG vorsieht. Der Bundesrat - Sie sehen das in Ihren Unterlagen - ist bereit, die Motion anzunehmen.
Der zweite Vorstoss, die Motion 10.3394, geht in die gleiche Richtung. Gemäss Artikel 177 Absatz 1 der Bundesverfassung entscheidet der Bundesrat als Kollegium; er "ist die oberste leitende und vollziehende Behörde des Bundes", so Artikel 174 der Bundesverfassung. Die Gesamtverantwortung als Kollegial- und oberste Exekutivbehörde des Landes wurde vom Bundesrat - das haben Sie gelesen und auch mitbekommen - im Zusammenhang mit dem Dossier des grenzüberschreitenden Geschäftes der UBS nicht genügend wahrgenommen.
Deshalb hat die GPK diese Motion eingereicht, die den Bundesrat auffordert, im Rahmen der laufenden Regierungsreform konkrete Massnahmen zu beschliessen bzw. vorzuschlagen, damit er bei wichtigen Geschäften auch eine effektive Führung wahrnehmen kann, und das im Einklang mit seiner Gesamtverantwortung als Kollegial- und oberste Exekutivbehörde der Eidgenossenschaft. Auch diese Motion wurde vom Bundesrat zur Annahme empfohlen, deshalb verzichte ich auf weiterführende Erklärungen.
Casanova Corina · BK-F · Graubünden
Die GPK kommen in ihrem Bericht zum Schluss, dass Ad-hoc- oder permanente Dreierausschüsse des Bundesrates ein geeignetes Instrument seien, um einen Ausgleich zwischen Departemental- und Kollegialprinzip zu schaffen. Das Arbeiten in kleinen Ausschüssen ermögliche eine frühzeitige, vertiefte und breitabgestützte Diskussion schwieriger Themen unter Beteiligung der höchsten Ebene der betroffenen Departemente.
Der Bundesrat teilt grundsätzlich die Ansicht, wonach Ausschüsse der Stärkung der kollegialen Führung dienen. Die Erfahrung zeigt, dass eine vertiefte Zusammenarbeit von drei Bundesratsmitgliedern und von drei Departementen es erleichtert, ein behandeltes Thema zum Kollegiumsthema zu machen. Wichtig ist dabei jedoch, dass die übrigen Mitglieder des Bundesrates über die in den Ausschüssen getätigten Arbeiten informiert werden.
Der Bundesrat ist wie die GPK der Ansicht, dass die Möglichkeiten der Ausschüsse gegenüber heute ausgebaut werden sollen. Er hat deshalb bereits im August beschlossen, die Motion zur Annahme zu beantragen. Seither hat der Bundesrat eine mögliche Annahme der Motion bereits bei seinen Arbeiten zur Regierungsreform berücksichtigt. Er schlägt im Rahmen der Zusatzbotschaft der Regierungsreform vor, die Pflicht der Ausschüsse, das Bundesratskollegium zu informieren, im Regierungs- und Verwaltungsorganisationsgesetz zu verankern. Neu soll das Gesetz ein Sekretariat für jeden Ausschuss vorsehen. Schliesslich soll der Charakter der Ausschüsse als Entscheidvorbereitungsorgan des Bundesrates auf Gesetzesstufe verankert werden. Der Bundesrat ist auch schon dabei, die Ausschüsse zu reorganisieren und neu zusammenzusetzen. Wir werden in der anschliessenden Sitzung des Bundesrates auch schon darüber sprechen.
Zur anderen Motion betreffend die effektive Führung: Hier ist der Bundesrat ebenfalls der Meinung, dass die oberste leitende und vollziehende Behörde des Bundes auch noch Verbesserungen anstreben kann. Er ist auch hier der Meinung, dass diese Aufgaben im Regierungs- und Verwaltungsorganisationsgesetz geregelt werden sollen, was in der Zusatzbotschaft auch gemacht worden ist. Es ist wichtig, dass das Kollegium gestärkt wird. Es ist ebenfalls wichtig, dass es von seinen Mitgliedern rechtzeitig informiert wird, damit alle die Verantwortung auch wahrnehmen können.
In diesem Sinne beantragt der Bundesrat die Annahme der Motionen.
Germanier Jean-René · P-M · Nationalrat · Wallis · Freisinnig-demokratische Fraktion
Le Conseil fédéral propose d'adopter les deux motions.
10.3393, 10.3394
Angenommen - Adopté