18.028
Einsatz der Armee zur Unterstützung ziviler Behörden. Bundesbeschluss
Jositsch Daniel · Mit-M · Ständerat · Zürich · Sozialdemokratische Fraktion
Es ist primär Sache der Kantone, in ihrem Hoheitsgebiet die Sicherheit von Personen und Gebäuden zu gewährleisten, die unter völkerrechtlichem Schutz stehen. Der Bund berät, koordiniert und unterstützt, wo das notwendig ist. Mit dem Bundesbeschluss vom 7. September 2015 genehmigte die Bundesversammlung eine letzte Verlängerung des Einsatzes der Armee im Assistenzdienst zur Unterstützung ziviler Behörden beim Schutz ausländischer Vertretungen bis zur Umsetzung der Rechtsgrundlage für die Weiterentwicklung der Armee, jedoch längstens bis Ende 2018, also bis Ende dieses Jahres.
Der Kanton Bern und die Stadt Zürich, denen 2018 noch 24 Durchdiener der Infanterie bzw. 8 Angehörige der Militärpolizei zur Verfügung stehen, haben mitgeteilt, dass sie nicht in der Lage sein werden, die Reduktion der Anzahl Armeeangehöriger durch ziviles Personal schon ab dem 1. Januar 2019 zu kompensieren. Entsprechend liegt heute das Gesuch für einen subsidiären Einsatz der Armee im Assistenzdienst auch für das Jahr 2019 vor.
Die Schweiz ist zwar kein primäres Ziel für Terroranschläge, und die allgemeine Gefahr solcher Terroranschläge ist im europäischen Umfeld in den vergangenen Monaten tendenziell eher gesunken; nichtsdestotrotz bleibt eine entsprechende Gefährdung real, und entsprechend sind auch Massnahmen zu ergreifen. Um dieser Bedrohung begegnen zu können, müssen die Kantone über ausreichend Personal verfügen. Die vom Kanton Bern und von der Stadt Zürich eingereichten Gesuche deuten nun darauf hin, dass dies aktuell nicht überall der Fall ist. Die Unterstützung durch den Bund im Jahr 2019 ist daher weiter erforderlich, damit die Schweiz die Einhaltung der internationalen Verpflichtungen gewährleisten kann.
Entsprechend liegt der Antrag des Bundesrates heute vor. Um den Gesuchen des Kantons Bern und der Stadt Zürich nachzukommen, beantragt der Bundesrat, maximal 32 Angehörige der Armee vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 im Bereich des Schutzes ausländischer Vertretungen einzusetzen.
Die Armee kann Assistenzdienst leisten zur Unterstützung ziviler Behörden, namentlich beim Schutz von Personen und besonders schutzwürdigen Sachen oder bei der Bewältigung von Aufgaben, die die Behörden mangels geeigneter Personen oder Mittel nicht bewältigen können. Die entsprechende Kompetenz ist in Artikel 67 des Militärgesetzes verankert.
Die Gesuche von Bern und Zürich zeigen, dass die Polizeikorps ihre Kapazitäten bereits vollständig ausschöpfen und nicht in der Lage sein werden, Personal für den Schutz ausländischer Vertretungen abzukommandieren. Für diese Aufgabe müssen die Polizeikorps spezielle Organisationseinheiten schaffen, wobei sie nicht auf ihre gewohnten Ressourcen oder jene anderer Kantone zurückgreifen können. Ohne die Unterstützung der Armee können die zivilen Behörden diese Aufgaben allerdings nicht erfüllen.
Der Bund muss deshalb im Rahmen seiner Zuständigkeit nach Artikel 54 der Bundesverfassung dafür sorgen, dass alle Massnahmen getroffen werden, die zur Einhaltung der internationalen Verpflichtungen der Schweiz erforderlich sind. Wenn die entsprechenden Kantone nicht in der Lage sind, selbst die notwendigen Sicherheitsmassnahmen zu gewährleisten, so obliegt dies entsprechend dem Bund.
Über den 31. Dezember 2019 hinaus wird der subsidiäre Einsatz, der jetzt für das Jahr 2019 beantragt wird, allerdings nicht verlängert, und er steht entsprechend nur für dieses Jahr zur Verfügung. Der Bund möchte dem Kanton Bern entsprechend maximal 24 Durchdiener der Infanterie und der Stadt Zürich maximal 8 Berufsmilitärs der Militärpolizei zur Verfügung stellen. Die Kosten belaufen sich auf 1,6 Millionen Franken. Da dieses Personal ansonsten für andere Aufgaben eingesetzt würde, verursacht der Einsatz keine zusätzlichen Kosten, sondern ist vom ordentlichen Budget des VBS gedeckt.
In der Sicherheitspolitischen Kommission hat sich die Frage gestellt, warum diese zeitliche Verzögerung entstanden ist, also warum der Kanton Bern und die Stadt Zürich nicht in der Lage sind, diesen Dienst ab 2019 selbst zu leisten, wie das eigentlich ursprünglich geplant war. Ich habe mich entsprechend bei der Stadt Zürich, also bei der verantwortlichen Stadträtin, erkundigt und habe dann eine Antwort erhalten. Man hat mir mitgeteilt: "Das Projekt war ab Beginn von zeitlichen Verzögerungen bzw. von Phasen, in denen keine Aktivitäten erfolgten, und zum Teil von inhaltlichen Richtungsänderungen geprägt. Die Stadtpolizei Zürich hat die Verhandlungen zu keinem Zeitpunkt verzögert oder die Ablösung der Armee infrage gestellt. Aufgrund des zeitlichen Verzugs der Diskussionen konnte der notwendige Prozess für die Umsetzung allerdings nicht ordentlich umgesetzt werden. Deshalb halten wir am Zeitpunkt per 1. Januar 2020 fest."
Ich kann nicht nachvollziehen, was diese Diskussionen tatsächlich ausgelöst hat und inwieweit sie notwendig sind, aber ich glaube, es bringt uns heute auch nicht weiter, diese "Schuldfrage" zu klären. Fakt ist, dass wir eine Aufgabe zu lösen haben, nämlich den Schutz von völkerrechtlich geschützten Personen und Institutionen, dass die beiden Verantwortlichen - nämlich der Kanton Bern und die Stadt Zürich - nicht in der Lage sind, das für das Jahr 2019 zu gewährleisten, und dass wir entsprechend von Bundesseite her faktisch hier dem Kanton Bern und der Stadt Zürich unter die Arme greifen wollen, obwohl die zeitliche Verzögerung ohne Zweifel nicht besonders schön ist.
Von dem her beantragt Ihnen die Kommission einstimmig, dem Bundesbeschluss zuzustimmen.
Parmelin Guy · BR-M · Bundesrat · Waadt
Le rapporteur a relaté de manière très détaillée les discussions qui ont eu lieu au sein de la commission. Je me contenterai de rappeler les points suivants.
Le canton de Berne et la ville de Zurich bénéficient encore, en 2018, de l'engagement de 32 militaires à titre de soutien. Les autorités de ces collectivités ont fait savoir qu'elles ne seraient pas en mesure de compenser par du personnel civil la diminution prévue, au 1er janvier 2019, du nombre de militaires engagés. C'est pour cette raison qu'elles ont fait une demande pour un engagement subsidiaire de l'armée en service d'appui, et ceci pour l'année 2019 uniquement.
Le canton de Berne et la ville de Zurich nous ont indiqué que leurs corps de police étaient déjà employés à leur pleine capacité et qu'ils ne seraient pas en mesure d'affecter du personnel dans la protection des représentations étrangères, personnel qui bénéficie d'une formation un peu spéciale. Les corps de police doivent créer pour cela des unités d'organisation particulières, sans pouvoir faire appel aux ressources habituelles qui sont les leurs, ni à celles d'autres cantons. Sans l'appui de l'armée, les autorités civiles ne pourront donc pas accomplir cette tâche en 2019.
C'est pour répondre à cette demande que le Conseil fédéral vous soumet aujourd'hui un projet d'arrêté fédéral, l'objectif étant d'assurer la protection des représentations étrangères du 1er janvier au 31 décembre 2019. Au cours de l'année, le nombre de militaires engagés devrait diminuer au fur et à mesure des recrutements effectués par le canton de Berne et la ville de Zurich.
Je me permets à ce sujet de vous transmettre la réponse à une question qui avait été posée en commission par Monsieur Hêche. Renseignement pris auprès du conseiller d'Etat Norman Gobbi, membre du comité de la Conférence des directrices et directeurs des départements cantonaux de justice et police, celui-ci m'a confirmé hier soir que les recrutements sont en cours. Les choses ont été prises en main et je peux confirmer que tout devrait rentrer dans l'ordre d'ici à fin 2019. Peut-être avons-nous quelque peu sous-estimé la difficulté pour les collectivités en question de recruter le personnel requis dans le délai imparti.
Suite à votre question, Monsieur Hêche, je peux donc vous confirmer que les choses ont été prises en main et que tout devrait rentrer dans l'ordre à fin 2019.
La raison de cet arrêté est claire: la durée de l'engagement dépasse trois semaines, donc le Parlement doit l'approuver, en vertu de l'article 70 alinéa 2 de la loi sur l'armée. Le Conseil fédéral - cela doit être clairement dit ici - ne veut pas poursuivre l'engagement au-delà du 31 décembre 2019. Il souhaite que, dès 2020, seuls les militaires affectés dans le cadre du maintien des compétences puissent rester. Donc, ce message concerne uniquement l'engagement subsidiaire en faveur du canton de Berne et de la ville de Zurich, et non l'affectation des militaires dans le cadre du maintien des compétences. Cette affectation particulière a été discutée au sein du Réseau national de sécurité et approuvée le 21 novembre dernier par le Conseil fédéral.
Je vous prie d'entrer en matière et de soutenir ce projet.
Fournier Jean-René · 1VP-M · Ständerat · Wallis · CVP-Fraktion
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen
L'entrée en matière est décidée sans opposition
Bundesbeschluss über den Einsatz der Armee im Assistenzdienst zur Unterstützung ziviler Behörden beim Schutz ausländischer Vertretungen
Arrêté fédéral sur l'engagement de l'armée en service d'appui en faveur des autorités civiles dans le domaine de la protection des représentations étrangères
Detailberatung - Discussion par article
Titel und Ingress, Art. 1-3
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates
Titre et préambule, art. 1-3
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil national
Angenommen - Adopté
Abstimmung
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Entwurfes ... 38 Stimmen
(Einstimmigkeit)
(1 Enthaltung)
Le président (Fournier Jean-René, président): L'objet est ainsi prêt pour le vote final.