19.032
Polizeiliche Massnahmen zur Bekämpfung von Terrorismus. Bundesgesetz
Moret Isabelle · P-F · Nationalrat · Waadt · FDP-Liberale Fraktion
Bundesgesetz über polizeiliche Massnahmen zur Bekämpfung von Terrorismus
Loi fédérale sur les mesures policières de lutte contre le terrorisme
Block 2 (Fortsetzung) - Bloc 2 (suite)
Keller-Sutter Karin · BR-F · Bundesrat · St. Gallen
Wir haben noch Pendenzen von gestern, und zwar die Minderheiten I und II (Porchet) zu Artikel 23k Absatz 3 und die Minderheiten I (Marti Min Li) und II (Porchet) zu Artikel 24f E-BWIS. Ich kann es hier vorwegnehmen: Ich möchte Sie bitten, dem Entwurf des Bundesrates, dem Ständerat sowie der Kommissionsmehrheit zu folgen und die Minderheitsanträge abzulehnen.
Der erste Streichungsantrag zu Artikel 23k Absatz 3 hängt mit der Erhöhung der Altersgrenze in Artikel 24f des Entwurfes zusammen, wie sie von der Minderheit II (Porchet) beantragt wurde. Eine solche Erhöhung der Altersgrenze scheint uns jedoch nicht sachgerecht.
Der Entwurf sieht in Artikel 24f vor, dass präventiv-polizeiliche Massnahmen auch gegenüber Minderjährigen verfügt werden können. Der häufigste Fall, da muss man sich nichts vormachen, wird ja eine Gesprächsteilnahmepflicht, eine Meldeauflage oder ein Kontaktverbot für radikalisierte Personen sein, wobei die Personen das 12. Altersjahr vollendet haben müssen. Diese Altersgrenze gilt bereits heute bei Ausreisebeschränkungen für Hooligans oder bei Rayonverboten für Hooligans. Eine Ausnahme besteht - das wurde ausgiebig diskutiert - bei der Eingrenzung auf eine Liegenschaft, d. h., hier beträgt das Mindestalter 15 Jahre.
Die Minderheit I (Marti Min Li) wollte die Altersgrenzen für die allgemeinen Massnahmen zur Bekämpfung von Terrorismus auf 14 Jahre und für Hausarrest auf 18 Jahre hinaufsetzen; die Minderheit II (Porchet) wollte die Altersgrenzen für alle PMT-Massnahmen auf 18 Jahre hinaufsetzen.
Ich glaube, wir haben ausgiebig darüber diskutiert, dass wir es aufgrund der Erfahrungen im In- und Ausland für angezeigt erachten, beim Entwurf des Bundesrates zu bleiben. Auch Minderjährige können radikalisiert sein. Wenn man die Berichterstattung in den Medien liest, könnte man meinen, das vorliegende Gesetz richte sich vorwiegend an Kinder und Jugendliche; Kinder und Jugendliche werden aber ohnehin die Ausnahme sein. Doch beim Hausarrest richtet sich der Entwurf eben auch an Kinder und Jugendliche ab 12 respektive ab 15 Jahren.
Ich möchte noch einmal daran erinnern, dass Kinder bereits ab dem 10. Lebensjahr strafmündig sind. Es bestehen auch keine Vorschriften in der Kinderrechtskonvention, die es verbieten würden, PMT-Massnahmen gegenüber Minderjährigen anzuordnen. Das gilt auch für den Hausarrest. Es versteht sich aber von selbst, dass bei Minderjährigen zusätzlich das Kindeswohl in die umfassende Interessenabwägung einbezogen werden muss, bevor eine Massnahme angeordnet werden darf. Ohnehin müssen erzieherische oder Kindesschutzmassnahmen grundsätzlich Vorrang vor polizeilichen Massnahmen haben. Das ist in Artikel 23f Absatz 1 Buchstabe a des Entwurfes auch so verankert. Selbst wenn eine PMT-Massnahme verfügt wird, soll diese mit erzieherischen und therapeutischen Massnahmen begleitet werden. Auch das sieht der Entwurf in Artikel 23f Absatz 2 vor. Damit wird ausreichend sichergestellt, dass das Wohl der Kinder und Jugendlichen immer mitberücksichtigt wird, selbst wenn von ihnen auch eine gewisse Bedrohung ausgehen kann.
Ich bitte Sie deshalb, der Kommissionsmehrheit zu folgen.
Tuena Mauro · Mit-M · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Wir befinden uns am Ende von Block 2. Die Frau Bundesrätin hat es gesagt: Wir sind hier beim Mindestalter für die Verfügung von Massnahmen. Die Minderheit der Kommission ist entsetzt darüber, dass die Altersgrenzen bei 12 und 15 Jahren angesetzt werden sollen. Die Mehrheit der Kommission schockt das auch. Aber die Mehrheit nimmt eben auch zur Kenntnis, dass es - das hat man im Ausland deutlich gesehen - vielfach Minderjährige sind, die in solche Attentate involviert sind. Wenn wir hier die Altersgrenze auf 14 und 18 Jahre oder, gemäss einem anderen Minderheitsantrag, generell auf 18 Jahre erhöhen, dann kann ich Ihnen sagen, was passiert; Sie wissen es genau: Man kann gegen jugendliche Gefährder nicht mehr vorgehen. Und das, muss ich Ihnen sagen, wollen wir nicht; wir haben gelernt. Es ist völlig klar, das wurde in den Kommissionsberatungen aufgezeigt, dass diese Massnahmen mit Fingerspitzengefühl angewandt werden und wirklich nur dann angewandt werden, wenn es auch wirklich nötig ist.
Ich möchte Sie im Namen der Kommissionsmehrheit bitten, die Minderheitsanträge abzulehnen.
Roth Franziska · Mit-F · Nationalrat · Solothurn · Sozialdemokratische Fraktion
Werter Kollege Tuena, ich wollte eigentlich gestern schon fragen - Sie haben es schon in Ihrem Eintretensvotum gesagt -: Woher haben Sie die Information, dass es, nach Ihren Worten, häufig und oft Minderjährige sind, die terroristische Anschläge verüben?
Tuena Mauro · Mit-M · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Nun, Frau Kollegin, schauen Sie ins Ausland; schauen Sie sich die Fakten an, schauen Sie, was passiert ist, und schauen Sie vor allem, was für Personen welchen Alters involviert sind! Dann haben Sie die entsprechenden Tatsachen.
Arslan Sibel · Mit-F · Nationalrat · Basel-Stadt · Grüne Fraktion
Besten Dank für Ihre Ausführungen, Herr Tuena. Sie haben gesagt, dass die Mehrheit über diese Regelung auch schockiert ist, aber dass solche Straftaten auch von 12-Jährigen bzw. von Minderjährigen verübt werden. Hat die Mehrheit auch diskutiert, dass das, was Sie jetzt beschliessen, Auswirkungen auf unser Jugendstrafrecht haben wird, dass Sie damit Tür und Tor öffnen?
Tuena Mauro · Mit-M · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Nun, Frau Kollegin Arslan, wir sind hier bei verwaltungsrechtlichen Massnahmen. Es ist völlig klar, dass die Kommission intensive Diskussionen geführt hat; das wissen Sie selbstverständlich. Für die Kommission war es immer klar, dass der bundesrätliche Entwurf mit sämtlichen Konventionen, die Sie ja auch schon beim Eintreten angesprochen haben, konform ist. Es ist möglich, dass es im Nachhinein bei weiteren Gesetzen Änderungen gibt. Das vorzusehen ist aber jetzt nicht nötig.
de Quattro Jacqueline · Mit-F · Nationalrat · Waadt · FDP-Liberale Fraktion
Contrairement à ce qui a été raconté hier et à ce qu'on lit encore régulièrement dans certains médias, la Convention relative aux droits de l'enfant n'interdit pas les mesures policières préventives envers les enfants et les adolescents. Elle mentionne même expressément la protection de la sécurité nationale comme motif légitime pour restreindre leurs droits.
Après avoir entendu les experts, votre commission constate, à l'instar du Conseil fédéral, que certains jeunes peuvent déjà représenter un risque considérable pour la sécurité. On rappelle aussi que la limite d'âge de 12 ans figure déjà dans la loi en vigueur. La commission a approuvé une approche au cas par cas, le "case management", et l'application des mesures en fonction de la situation.
L'expérience des pays voisins - il n'y a pas besoin d'aller très loin, prenons la France comme exemple - montre malheureusement que des enfants âgés de 12 à 13 ans - oui, c'est extrêmement jeune, et c'est ce qui est préoccupant - sont déjà fortement radicalisés, surtout s'ils reviennent des zones occupées par l'Etat islamique. Vous savez qu'il y a des retours attendus de personnes qui ont vécu de très près, pendant des années, des conflits dans lesquels elles ont été impliquées plus ou moins directement.
En droit pénal ordinaire, la responsabilité pénale est d'ailleurs fixée à 10 ans, même si le principe de l'éducation avant la peine s'applique toujours. Il est clair que les intérêts de la protection de l'enfance nécessitent un examen complet de la situation personnelle de chaque cas. Si une telle mesure est ordonnée, elle doit toujours être accompagnée de mesures éducatives et thérapeutiques.
Mme la conseillère fédérale Keller-Sutter a rappelé le cas de deux enfants, frère et soeur de Winterthour, partis faire le djihad et revenus. Ils ne sont toujours pas sortis de cette radicalisation. Elle a aussi donné l'exemple d'un enfant de 14 ans qui, dans une gare de Suisse romande, préparait un attentat. Faut-il réellement attendre qu'un attentat surgisse pour réagir?
La minorité I (Marti Min Li) propose que les mesures prévues aux articles 23k à 23n, 23q et 24c ne puissent être ordonnées qu'à l'encontre de personnes âgées d'au moins 14 ans, et que la mesure d'assignation à domicile ne puisse l'être qu'à partir de 18 ans. La minorité II (Porchet) propose que les mesures prévues ne puissent être ordonnées qu'à partir de 18 ans et que l'article 24f alinéa 2 soit biffé. Ces deux propositions ont été rejetées. Le premier vote a opposé la proposition défendue par la minorité I à la proposition défendue par la minorité II - 6 voix contre 3 et 15 abstentions. Puis la proposition défendue par la minorité I a été rejetée par 15 voix contre 10.
En conclusion, si le bien-être des enfants et des adolescents est toujours pris en compte, on rappelle ici qu'il s'agit de protéger la population dans son ensemble, et les autres enfants en particulier, de menaces terroristes graves. Il s'agit aussi de protéger ces jeunes contre eux-mêmes et contre les mauvaises influences qu'ils subissent. Si toutes les mesures socio-éducatives et thérapeutiques échouent, malgré tous les efforts, il doit être possible pour les autorités d'intervenir par le biais de mesures de police préventives comme ultimes mesures.
Porchet Léonore · Mit-F · Nationalrat · Waadt · Grüne Fraktion
Merci pour votre présentation, Madame de Quattro. M. Tuena a confirmé à Mme Arslan que, selon lui, c'était une possibilité d'ouvrir la modification du droit pénal des mineurs. Est-ce que vous confirmez cette interprétation? Pensez-vous aussi que c'est l'idée de la majorité de la commission?
de Quattro Jacqueline · Mit-F · Nationalrat · Waadt · FDP-Liberale Fraktion
Madame Porchet, je n'ai pas entendu en commission qu'une telle modification était en cours. On sait que le droit pénal permet déjà des mesures à partir de 10 ans. On voit là que ce sont des mesures proportionnées en cas de menaces particulièrement graves à partir de l'âge de 12 ans. On ne parle pas ici d'un vol de vélomoteur, on parle de terrorisme. C'est la forme la plus cruelle et la plus lâche de criminalité.
Moret Isabelle · P-F · Nationalrat · Waadt · FDP-Liberale Fraktion
Ziff. 1 Gliederungstitel vor Art. 24f
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Ch. 1 titre précédant l'art. 24f
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Ziff. 1 Art. 24f
Antrag der Mehrheit
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Antrag der Minderheit I
(Marti Min Li, Fivaz Fabien, Flach, Fridez, Graf-Litscher, Pointet, Porchet, Roth Franziska, Schlatter, Seiler Graf)
Abs. 1
Die Massnahmen nach den Artikeln 23k bis 23n sowie 23q und 24c können nur gegen eine Person verfügt werden, die das 14. Altersjahr vollendet hat.
Abs. 2
Die Massnahme nach Artikel 23o kann nur gegen eine Person verfügt werden, die das 18. Altersjahr vollendet hat.
Antrag der Minderheit II
(Porchet, Fivaz Fabien, Fridez, Graf-Litscher, Marti Min Li, Roth Franziska, Schlatter, Seiler Graf)
Abs. 1
Die Massnahmen nach den Artikeln 23k bis 23q und 24c können nur gegen eine Person verfügt werden, die das 18. Altersjahr vollendet hat.
Abs. 2
Streichen
Ch. 1 art. 24f
Proposition de la majorité
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition de la minorité I
(Marti Min Li, Fivaz Fabien, Flach, Fridez, Graf-Litscher, Pointet, Porchet, Roth Franziska, Schlatter, Seiler Graf)
Al. 1
Les mesures prévues aux articles 23k à 23n, 23q et 24c ne peuvent être ordonnées qu'à l'encontre de personnes âgées d'au moins 14 ans.
Al. 2
La mesure prévue à l'article 23o ne peut être ordonnée qu'à l'encontre de personnes âgées d'au moins 18 ans.
Proposition de la minorité II
(Porchet, Fivaz Fabien, Fridez, Graf-Litscher, Marti Min Li, Roth Franziska, Schlatter, Seiler Graf)
Al. 1
Les mesures prévues aux articles 23k à 23q et 24c ne peuvent être ordonnées qu'à l'encontre de personnes âgées d'au moins 18 ans.
Al. 2
Biffer
La présidente (Moret Isabelle, présidente): Le vote sur la minorité II (Porchet) vaut également pour le chiffre 1 article 23k alinéa 3.
Abstimmung
Erste Abstimmung - Premier vote
Für den Antrag der Mehrheit ... 109 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit I ... 83 Stimmen
(1 Enthaltung)
Abstimmung
Zweite Abstimmung - Deuxième vote
Für den Antrag der Mehrheit ... 110 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit II ... 82 Stimmen
(1 Enthaltung)
Moret Isabelle · P-F · Nationalrat · Waadt · FDP-Liberale Fraktion
Ziff. 1 Art. 23k
Antrag der Mehrheit
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Antrag der Minderheit I
(Porchet, Fivaz Fabien, Fridez, Graf-Litscher, Marti Min Li, Roth Franziska, Schlatter, Seiler Graf)
Abs. 3
Streichen
Antrag der Minderheit II
(Porchet, Fivaz Fabien, Fridez, Graf-Litscher, Marti Min Li, Roth Franziska, Schlatter, Seiler Graf)
Abs. 3
Streichen
Ch. 1 art. 23k
Proposition de la majorité
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition de la minorité I
(Porchet, Fivaz Fabien, Fridez, Graf-Litscher, Marti Min Li, Roth Franziska, Schlatter, Seiler Graf)
Al. 3
Biffer
Proposition de la minorité II
(Porchet, Fivaz Fabien, Fridez, Graf-Litscher, Marti Min Li, Roth Franziska, Schlatter, Seiler Graf)
Al. 3
Biffer
La présidente (Moret Isabelle, présidente): La proposition de la minorité I (Porchet) a été retirée. Nous nous sommes déjà prononcés sur la proposition de la minorité II (Porchet) au chiffre 1 article 24f.
Angenommen gemäss Antrag der Mehrheit
Adopté selon la proposition de la majorité
Verfahrensbeitrag
Block 3 - Bloc 3
Bedingungen für Massnahmen, Ausnahmen, Dauer und Rechtsschutz
Conditions et dérogations aux mesures, durée des mesures et voies de droit
Roth Franziska · Mit-F · Nationalrat · Solothurn · Sozialdemokratische Fraktion
Zu Artikel 23e Absatz 1: Wir wollen den Begriff des Gefährders konkretisieren. Vor dem Hintergrund der aus unserer Sicht fragwürdigen Verfassungsgrundlage und dem verfassungsrechtlichen Bestimmtheitsgebot braucht es eine klarere Eingrenzung des Zwecks der Massnahmen. Nur die Abwehr konkreter und schwerer Gefahren für die innere und äussere Sicherheit soll solche Massnahmen auslösen können. Die Frage, wer als terroristischer Gefährder gilt, wird aus unserer Sicht durch Artikel 23e Absatz 2 zu schwammig beantwortet. Zudem ist der Begriff "Aktivität" dehnbar oder interpretierbar, "Handlung" ist konkreter.
Zu Artikel 23f Absatz 1 Buchstabe d, "Grundsätze": Der Antrag meiner Minderheit verlangt, dass die Anhaltspunkte für eine Gefährdung in einem Amtsbericht klar genannt werden müssen und hinreichend umschrieben sind. Es braucht bei Absatz 2 eine zusätzliche Anordnungsvoraussetzung, um die richterliche Überprüfbarkeit gemäss Artikel 24g überhaupt zu gewährleisten. Dies kann am einfachsten mit einer zusätzlichen Litera d klargestellt werden.
Artikel 23i enthält in Absatz 1 lediglich eine Kann-Formulierung. Zudem müsste klar gesagt werden, warum von einer Person eine Gefahr ausgeht. Die vorliegende Formulierung gleicht zwar dem Hinweis auf einen Amtsbericht, aber "gleichen" ist eben nicht "gleich sein".
Bei Artikel 24g Absatz 1 wollen wir einen neuen zweiten Satz: "Der Beschwerdeführer hat im Rechtsmittelverfahren Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege und auf unentgeltlichen Rechtsbeistand, worauf er und allenfalls seine gesetzlichen Vertreter in der Rechtsmittelbelehrung ausdrücklich und in einer ihnen verständlichen Sprache hinzuweisen sind."
Artikel 24g Absatz 3 soll neu lauten: "Beschwerden haben aufschiebende Wirkung. Die Instruktionsrichterin oder der Instruktionsrichter der Beschwerdeinstanz kann einer Beschwerde auf Antrag des Fedpol die aufschiebende Wirkung bei konkret ausgewiesener Gefahr im Verzug entziehen."
Warum wollen wir das? Für eine betroffene Person beinhaltet die Vorlage nur unzureichende Möglichkeiten, sich gegen diese Massnahmen zu wehren. Gemäss den Artikeln 158 und 143 der Strafprozessordnung hat ein Beschuldigter ab dem Moment, in dem er ins Recht gefasst wird, Anspruch auf eine Rechtsvertretung oder einen Rechtsbeistand. Hier aber befinden wir uns im Vorbereich, in dem es noch gar keine Straftat und Anklage gibt. Darum operiert man hier ja nach Verwaltungsverfahrensgesetz, das in Artikel 65 zwar festlegt, dass eine mittellose Partei Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege hat, das aber nicht vorschreibt, dass in der Rechtsmittelbelehrung auf die unentgeltliche Rechtspflege hinzuweisen ist. Man kann also nicht per se davon ausgehen, dass eine betroffene Person einen Anwalt hinzuzieht bzw. dass sich dieser, wenn sie es tut, automatisch über die Möglichkeit der unentgeltlichen Rechtspflege informieren wird. Um einen umfassenden und der Schweiz würdigen Rechtsschutz zu garantieren, braucht es diesen Zusatz. Zudem ist zu gewährleisten, dass der Hinweis in einer der Person verständlichen Sprache erfolgt. Bei Artikel 24g Absatz 3 wollen wir eben den Umkehrschluss: Wirksamer Rechtsschutz ist nur gewährleistet, wenn die Beschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung hat.
Ich bitte Sie, die Minderheitsanträge zu unterstützen.
Schlatter Marionna · Mit-F · Nationalrat · Zürich · Grüne Fraktion
In Block 3 geht es um die Bedingungen für die Zwangsmassnahmen, um Ausnahmen, um die Dauer der Massnahmen und um Rechtsschutz. Mein Minderheitsantrag zu Artikel 23f betrifft die Beurteilung der Massnahmen durch ein Gericht. Ich erinnere Sie an das Prinzip des Rechtsstaates, dass Strafen nur ausgesprochen werden können, wenn es eine Verurteilung gibt. Die vorgesehenen polizeilichen Massnahmen bewegen sich in einem heiklen Bereich. Der Hausarrest, das Einsperren zuhause, hat eindeutig Strafcharakter. Darum darf diese schwerwiegende Grundrechtsverletzung nur angewendet werden, wenn sie vorgängig einem Gericht zur Überprüfung der Rechtmässigkeit und Angemessenheit vorgelegt worden ist und die betroffene Person Anspruch auf Verteidigung und Rechtsbeistand hat. In einem Rechtsstaat hat jede Person das Recht auf eine faire Beurteilung durch die Justiz.
Für die grüne Fraktion äussere ich mich an dieser Stelle noch zu den anderen Minderheitsanträgen in diesem Block. Die grüne Fraktion unterstützt sämtliche Minderheitsanträge in Block 3. Die beiden Minderheitsanträge Roth Franziska bei Artikel 23e versuchen, die vage Definition des Gefährders zu präzisieren. Die genaue Benennung der Anhaltspunkte ist unterstützenswert, da jede zusätzliche Klarheit an dieser Stelle im Gesetz wünschenswert ist. Es ist eines der Hauptprobleme des Gesetzes, dass der Text zu unpräzise ist und zu viel Spielraum lässt. Darauf haben uns auch diverse Strafrechtsexperten aufmerksam gemacht.
Die Minderheit Fridez zu Artikel 23g möchte die Dauer der Massnahme auf sechs Monate begrenzen und eine Verlängerung ausschliessen. Präventive Massnahmen sollten mit Bedacht angewandt werden. Wenn sich die Anhaltspunkte verdichten und es zu einem Verdacht kommt, dann ist die Gesetzeslage ausreichend.
Der Minderheitsantrag Fivaz Fabien regelt mögliche Ausnahmen bei den Zwangsmassnahmen, beispielsweise aus medizinischen Gründen; Herr Fivaz wird ihn gleich noch persönlich begründen. Der Antrag der Minderheit Roth Franziska zu Artikel 24g sichert ein faires Justizverfahren, wie es sich für einen Rechtsstaat gehört.
Wir unterstützen sämtliche Minderheitsanträge.
Moret Isabelle · P-F · Nationalrat · Waadt · FDP-Liberale Fraktion
La présidente (Moret Isabelle, présidente): La proposition de la minorité Fridez au chiffre 1 article 23g alinéa 1 a déjà été présentée.
Fivaz Fabien · Mit-M · Nationalrat · Neuenburg · Grüne Fraktion
Je me prononce sur une modification de l'article 23f de la loi fédérale instituant des mesures visant au maintien de la sûreté intérieure.
La loi révisée prévoit à l'article 23o visant l'assignation à résidence un certain nombre de dérogations pour justes motifs. Il est donc possible de limiter l'assignation à résidence pour des raisons de santé, pour des raisons professionnelles, pour des raisons familiales. Nous proposons que ces dérogations, qui impliquent la consultation des autorités concernées, soient étendues à toutes les mesures prévues à la section 5. Pour un certain nombre de mesures, aucune exception n'est en effet prévue; c'est en particulier le cas pour l'interdiction de quitter le territoire ou l'interdiction de contact, ce qui ne nous semble pas admissible.
Aussi, nous vous proposons d'ajouter un nouvel alinéa à l'article 23f qui reprend exactement la formulation de l'article 23o et l'étend à l'ensemble des mesures de la section 5.
Addor Jean-Luc · Mit-M · Nationalrat · Wallis · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Dans ce bloc, nous parlons donc des mesures autres que l'assignation à résidence et le placement sécurisé. Plusieurs minorités ont été déposées, qui concernent: la définition de ce qu'il faut entendre par "terroriste potentiel"; les conditions de forme exigées pour que le Fedpol puisse ordonner les mesures préventives prévues dans ce projet; les dérogations qui pourraient permettre à des terroristes potentiels d'échapper à l'une ou l'autre de ces mesures alors même que les conditions générales seraient réunies; la durée maximale de ces mesures; la nature du contrôle judiciaire auquel - il faut quand même le dire - il est de toute manière prévu de soumettre ces mesures.
Pour résumer, les six minorités déposées dans ce bloc ont un objectif très clair. Par un durcissement des exigences, par la multiplication de rapports dans lesquels le Fedpol devrait d'emblée dévoiler, si j'ose dire, toutes ses batteries, par un contrôle judiciaire automatique et systématique plutôt que sur recours comme c'est prévu, avec un droit systématique à l'assistance d'un défenseur et à l'assistance judiciaire, par la limitation de moitié - de douze à six mois - de la durée des mesures proposées, avec un effet suspensif automatique plutôt qu'accordé, s'il est justifié, par le Tribunal administratif fédéral - il est faux de dire qu'il ne pourrait pas y avoir d'effet suspensif - ou encore par l'aménagement de dérogations, c'est-à-dire d'échappatoires, très larges, par l'ensemble, donc, de ces propositions, la gauche et les Verts tentent de rendre pratiquement impossible le prononcé de mesures préventives que le groupe UDC, avec la majorité de la commission d'ailleurs et le Conseil fédéral, juge nécessaires pour garantir notre sécurité face à des terroristes potentiels.
Contrairement à ce qui a pu être dit dans les médias, ces mesures sont déjà soumises à des conditions très strictes, ainsi qu'à un contrôle judiciaire adapté. Ce contrôle correspond pleinement aux exigences et aux standards de notre Etat de droit. Sous cet angle, le projet ne livre évidemment pas 8 millions de Suisses à l'arbitraire. Il permet juste de donner à la police fédérale les moyens de les protéger contre le danger que représente la poignée d'individus qui, concrètement, sont seuls susceptibles de faire l'objet des mesures proposées. Ni plus, ni moins.
Le groupe UDC rejettera donc toutes les propositions de minorité de ce bloc. Ce faisant, ce que nous avons à l'esprit - je l'ai déjà dit, mais j'aimerais le répéter ici -, c'est que si, par ces mesures policières de lutte contre le terrorisme, nous réussissons à éviter ne serait-ce qu'un seul attentat, si nous réussissons à épargner ne serait-ce qu'une seule victime, alors nous n'aurons pas travaillé en vain.
Moret Isabelle · P-F · Nationalrat · Waadt · FDP-Liberale Fraktion
La présidente (Moret Isabelle, présidente): Le groupe libéral-radical soutient la proposition de la majorité.
Rechsteiner Thomas · Mit-M · Nationalrat · Appenzell I.-Rh. · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.
Bei der Definition der Massnahmen, der Bedingungen und des Rechtsschutzes bei Massnahmen zur Wahrung der inneren Sicherheit gemäss Block 3 hat die Mitte-Fraktion CVP-EVP-BDP eine klare Haltung: Wir lehnen alle Minderheitsanträge ab und folgen der Mehrheit und dem Ständerat. Wir wollen die Massnahmen zur Verhinderung terroristischer Aktivitäten nicht aufweichen und in diesem Block auch nicht ergänzen. Die Einführung des Begriffs der terroristischen Gefährderin bzw. des terroristischen Gefährders stützen wir, die Ergänzung in Artikel 23e Absatz 1 jedoch nicht. Terroristische Aktivität ist bereits definiert, und zwar in Artikel 19 Absatz 2 des Nachrichtendienstgesetzes. Auch im Lichte von Artikel 23e Absatz 2, welcher die terroristische Aktivität als Gefährder regelt, ist die von der Minderheit Roth Franziska beantragte Erweiterung von Artikel 23e Absatz 1 keine Notwendigkeit. Bei Artikel 23f Absatz 1 stellen wir uns gegen die Ergänzung, also gegen den neuen Buchstaben d, welchen die Minderheit Roth Franziska beantragt. Die Nennung von Anhaltspunkten für eine Gefährdung in einem Amtsbericht ist nicht notwendig, denn in Artikel 23i ist definiert, dass jede polizeiliche Massnahme eines ausführlichen Antrages und einer Begründung bedarf. Diese Unterlagen werden dem Fedpol im weiteren Verfahren übermittelt und sind dann Teil der Verfahrensakten. Das hat vor allem dann Bedeutung, wenn das Bundesverwaltungsgericht eine Massnahme prüft; die richterliche Überprüfbarkeit ist deshalb gewährleistet.
Auch die beiden Minderheiten Schlatter und Fivaz Fabien bei Artikel 23f Absatz 5 und Absatz 6 lehnt die Mitte-Fraktion CVP-EVP-BDP ab. Einerseits wird der Rechtsschutz auch ohne den neuen Absatz 5 gewährt, und andererseits würde der neue Absatz 6 faktisch ein Schlupfloch darstellen, indem Massnahmen zum Beispiel aufgrund medizinischer, religiöser oder familiärer Verpflichtungen oder wegen Bildungs- oder Erwerbszwecken ausgenommen würden. Diese Ergänzung würde die Wirkung der Massnahmen regelrecht aufweichen, das wollen wir nicht.
Die Mitte-Fraktion will auch daran festhalten, dass eine Massnahme einmalig um sechs Monate verlängert werden kann. Das kann sinnvoll sein, wenn von der betroffenen Person immer noch eine Gefährdung ausgeht. Es ist in der Praxis auch so, dass sich die Situation verändern kann - es handelt sich immerhin um stark radikalisierte Personen -, und so kann eine neue Beurteilung der Lage vorgenommen werden.
Zu guter Letzt geht es bei Artikel 24g Absatz 1 um die unentgeltliche Rechtspflege und den unentgeltlichen Rechtsbeistand, die mit dem Minderheitsantrag Roth Franziska verlangt werden. Aus unserer Sicht ist das nicht notwendig, da die unentgeltliche Rechtspflege bei mittellosen Personen bereits im Verwaltungsverfahrensgesetz geregelt ist. Dieses findet auch in diesen Fällen Anwendung.
Bezüglich des Minderheitsantrages zu Artikel 24g Absatz 3 sind wir der Meinung, dass der Entzug der aufschiebenden Wirkung korrekt ist. Es wäre weder rechtlich noch in der Praxis nachvollziehbar, wenn eine Massnahme, die wegen der gefährdeten Sicherheit angeordnet wird, dann aufgeschoben würde. Das würde die Weiterführung der Gefährdung und geradezu die Vollendung durch eine Tat ermöglichen, und das ist sicher nicht im Sinne der Sicherheit und des Kampfes gegen den Terrorismus.
Wie ausgeführt, lehnen wir alle Minderheitsanträge ab und folgen damit der Mehrheit der Kommission und dem Ständerat.
Moret Isabelle · P-F · Nationalrat · Waadt · FDP-Liberale Fraktion
La présidente (Moret Isabelle, présidente): Le groupe vert'libéral soutient toutes les propositions de minorité.
Keller-Sutter Karin · BR-F · Bundesrat · St. Gallen
Ich versuche angesichts der doch zahlreichen Minderheiten, mich so kurz wie möglich zu halten. Der Bundesrat unterstützt überall die Mehrheit gemäss Entwurf des Bundesrates.
Zum neuen Artikel 23f Absatz 1 Buchstabe d: Hier möchte die Minderheit Roth Franziska, dass die Anhaltspunkte für eine Gefährdung in einem Amtsbericht klar genannt werden müssen. Ich möchte darauf hinweisen, dass jede PMT-Massnahme einen ausführlich begründeten Antrag voraussetzt - das ist in Artikel 23i so festgehalten -, der entweder vom Kanton oder vom Nachrichtendienst des Bundes kommt. Daraus muss sich klar ergeben, warum von einer Person eine Gefahr ausgeht. Das gleicht einem Amtsbericht. Dem Fedpol sind auch sämtliche Unterlagen zu übermitteln, auf welche sich der Antrag stützt. Ausserdem ist jede Verfügung einer PMT-Massnahme eingehend zu begründen. Das alles kommt in die Verfahrensakten; Herr Nationalrat Rechsteiner hat das soeben erwähnt. Ebenfalls in die Verfahrensakten kommen Amtsberichte, welche allenfalls von anderen Sicherheitsbehörden eingeholt werden.
Wenn das Bundesverwaltungsgericht eine PMT-Massnahme prüft, wird es das ganze Dossier einverlangen, und dieses wird ihm selbstverständlich auch zur Verfügung gestellt. Für die Genehmigung des Hausarrests sind dem Zwangsmassnahmengericht ohnehin sämtliche Akten zu übermitteln. Es besteht hier also keine Notwendigkeit, weitergehende Regulierungen vorzunehmen.
Zu Artikel 23e Absatz 1: Hier verlangt die Minderheit Roth Franziska, den Begriff des terroristischen Gefährders anders als im Entwurf zu umschreiben. Diese Ergänzung bringt aber keinen Mehrwert. Bei der Frage, wer als terroristischer Gefährder gilt, muss immer auch Absatz 2 mitgelesen werden: Dort wird klar umschrieben, was eine terroristische Aktivität ist. Es muss sich um Bestrebungen zur Beeinflussung oder Veränderung der staatlichen Ordnung handeln, und damit geht es immer um eine Gefährdung der inneren Sicherheit. In Absatz 1 muss deshalb nicht speziell erwähnt werden, dass eine schwere Gefährdung der inneren Sicherheit vorliegen muss.
Ich möchte auch darauf hinweisen, dass wir die terroristische Aktivität genau gleich wie in Artikel 19 Absatz 2 Buchstabe a des Nachrichtendienstgesetzes umschreiben. Dieses verwendet übrigens auch den Begriff "terroristische Aktivität" und nicht den Begriff "terroristische Handlung".
Zu Artikel 23f Absatz 5: Hier verlangt eine Minderheit, dass sämtliche PMT-Massnahmen gerichtlich genehmigt werden müssen, bevor sie in Kraft treten. Ich möchte hier auf etwas hinweisen. Frau Schlatter hat von Strafen gesprochen. Es handelt sich aber nicht um Strafen, es geht um präventiv-polizeiliche Massnahmen. Ich möchte auch hier nochmals korrigierend sagen: Der Entwurf sieht beim Hausarrest vorgängig eine gerichtliche Genehmigung vor. Bei einer solch einschneidenden Massnahme ist das sachlich angezeigt.
Die anderen Massnahmen können vom Fedpol zwar selbstständig angeordnet werden. Das bedeutet aber nicht, dass eine faire Beurteilung durch die Justiz ausgeschlossen wäre. Jeder einzelne Entscheid des Fedpol als Verwaltungsbehörde ist beschwerdefähig und kann ans Bundesverwaltungsgericht weitergezogen werden. Das sieht Artikel 24g des Entwurfes ausdrücklich vor. Der Betroffene muss dann aber - das ist der Unterschied - selbstständig um Rechtsschutz ersuchen.
Die PMT-Massnahme darf nicht einfach vollstreckt werden. Bis das Gericht über die Beschwerde entschieden hat, kann es ja unter Umständen eine Weile dauern. Das Gericht kann in einem Zwischenentscheid bestimmen, dass die PMT-Massnahme vorläufig nicht in Kraft treten darf. Verwaltungsrechtlich gesprochen: Es kann einer Beschwerde die aufschiebende Wirkung erteilen. Es kann dies auf Antrag des Betroffenen tun oder von Amtes wegen. Das wird in Artikel 24g Absatz 3 ausdrücklich so vorgesehen.
Der Verzicht auf einen richterlichen Genehmigungsvorbehalt stellt - und das scheint mir wichtig - keine Besonderheit von PMT-Massnahmen dar; dies ist auch bei anderen präventiv-polizeilichen Massnahmen des Bundes und der Kantone der Fall. Beispiele dafür sind Einreiseverbote oder Ausweisungen durch das Fedpol (Artikel 67 Absatz 4 und Artikel 68 AIG), Ausreisebeschränkungen gegenüber Hooligans (Artikel 24c BWIS), Rayonverbote (gestützt auf Artikel 74 AIG), sowie Rayonverbote und Auflagen (Artikel 4 und 6 des Hooligan-Konkordats).
Nun zu Artikel 23f Absatz 6: Hier verlangt eine Minderheit Fivaz Fabien eine allgemeine Ausnahmebestimmung analog derjenigen beim Hausarrest. Mit Artikel 23j Absatz 3 des Entwurfes ist jedoch schon heute sichergestellt, dass Ausnahmen gewährt werden können. Gemäss dieser Bestimmung kann das Fedpol im Einvernehmen mit dem betroffenen Kanton oder der betroffenen Gemeinde eine Massnahme sistieren, wenn wichtige Gründe vorliegen. Diese Bestimmung ist allgemein anwendbar, also auf sämtliche PMT-Massnahmen. Es kann gemäss Artikel 23f Absatz 4 auch jederzeit ein Gesuch um Aufhebung der Massnahme gestellt werden. Davon ist auch eine bloss vorläufige oder zeitlich beschränkte Aufhebung erfasst.
Dann verlangt die Minderheit Fridez bei Artikel 23g Absatz 1 die Streichung der Verlängerungsmöglichkeit der PMT-Massnahmen; ausgenommen ist der Hausarrest. Eine Massnahme könnte dann maximal für sechs Monate angeordnet werden. Eine Maximaldauer von sechs Monaten scheint uns aber zu kurz zu sein, wenn von einer Person eine Gefährdung ausgeht. Es geht ja hier regelmässig um bereits stark radikalisierte Personen. Ohne Verlängerungsmöglichkeit müsste man immer auf Absatz 2 ausweichen. Absatz 2 gibt die Möglichkeit, die gleiche Massnahme ausnahmsweise erneut anzuordnen.
Bei Artikel 24g Absatz 1 möchte die Minderheit Roth Franziska einen automatischen Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege und unentgeltlichen Rechtsbeistand verankern. Es braucht hier aus Sicht des Bundesrates aber keine Sonderregelung. Wie in anderen verwaltungsrechtlichen Angelegenheiten kommt in einem Beschwerdeverfahren das Verwaltungsverfahrensgesetz zur Anwendung. Artikel 65 dieses Gesetzes bestimmt ausdrücklich, dass eine mittellose Partei Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege hat. Davon erfasst ist auch, soweit dies für die Wahrung der Rechte erforderlich ist, der Anspruch auf einen unentgeltlichen Rechtsbeistand.
Die Minderheit möchte zudem, dass in der Rechtsmittelbelehrung ausdrücklich auf die unentgeltliche Rechtspflege hingewiesen wird. Das Verwaltungsverfahrensgesetz enthält keine derartige Vorschrift. Auch hier scheint eine Sonderregelung für das PMT nicht sinnvoll.
Zu Artikel 24g: Hier möchte die Minderheit Roth Franziska Absatz 3 so umformulieren, dass Beschwerden gegen PMT-Massnahmen von Gesetzes wegen eine aufschiebende Wirkung zukommt. Das würde bedeuten, dass eine vom Fedpol verfügte Massnahme grundsätzlich keine Wirkung entfalten kann, wenn eine Beschwerde eingeleitet wird. Anders ist dies nur, wenn das Gericht einen Antrag des Fedpol auf Entzug der aufschiebenden Wirkung gutheisst. Der Entwurf sieht ganz bewusst einen umgekehrten Mechanismus vor, nämlich dass eine Beschwerde grundsätzlich keine aufschiebende Wirkung hat. Die aufschiebende Wirkung kann aber vom Gericht erteilt werden. Wenn das Gericht die Massnahme als kritisch beurteilt, wird es einer Beschwerde die aufschiebende Wirkung erteilen. Gerade im Bereich der Gefahrenabwehr ist es wichtig, dass die Sicherheitsbehörden schnell eingreifen können. Eine solche Dringlichkeit besteht insbesondere bei PMT-Massnahmen, auch aufgrund des Regelungsgehalts, es geht ja um terroristische Gefährdungen.
Dass Beschwerden die aufschiebende Wirkung erst durch das Gericht gewährt werden kann, ist keine Besonderheit des PMT, das kennen wir auch bei den Rayonverboten, gestützt auf das Ausländer- und Integrationsgesetz; dort wird von Gesetzes wegen keine aufschiebende Wirkung erteilt.
Ich bitte Sie, durchgehend der Kommissionsmehrheit zu folgen.
Tuena Mauro · Mit-M · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Wir befinden uns am Ende von Block 3 und somit auch am Ende der Beratung dieses Gesetzes. In Block 3 geht es um Bedingungen für Massnahmen, Ausnahmen, Dauer der Massnahmen und Rechtsschutz. Hier solle man, das verlangt eine Kommissionsminderheit, die Massnahmen präzisieren. Aus Sicht der Kommissionsmehrheit wäre das eine Aufweichung der Massnahmen, und das erachten wir als schwierig.
Die Kommissionsmehrheit bittet Sie, hier sämtliche Minderheitsanträge abzulehnen. Wenn Sie selber ein rechtsextrem radikalisiertes Kind hätten, was würden Sie tun? Sie würden ihm sagen, nicht mehr in den Club zu gehen, nicht mehr rechtsextreme Freunde zu treffen - ich glaube, da sind wir uns einig. Da muss ich Ihnen sagen: Genau das will man mit diesen Massnahmen, nicht mehr und nicht weniger, sprich: Kontakt- und Rayonverbote.
Ich erlaube mir, zum Schluss der Beratungen noch zwei Worte an Sie zu richten. Diese polizeilichen Massnahmen zur Bekämpfung von Terrorismus haben Sie in den letzten zwei Tagen durchberaten. Sie sind grösstenteils der Kommission und auch dem Bundesrat und dem Ständerat gefolgt. Sie haben einen heiklen Punkt, welchen Ihnen die Kommissionsmehrheit empfohlen hat, aus dem Gesetz entfernt. Terroristische Bedrohungen sind stark angestiegen. Dieses Gesetz, so, wie wir es jetzt durchberaten haben, ist EMRK-konform. Es ist verfassungskonform, und es erfüllt die UNO-Kinderrechtskonvention. Dies hat das Gutachten Donatsch, wir haben es mehrmals gehört, auch klar bestätigt. Dieses Gesetz - so, wie wir es jetzt auf dem Tisch haben - wird von sämtlichen Kantonen unterstützt. Die Politik hat die Pflicht, die Bevölkerung vor terroristischen Anschlägen zu schützen. Dazu trägt dieses Gesetz bei. Dieses Gesetz rettet Leben.
Ich bitte Sie, dieses Gesetz in der Gesamtabstimmung zu unterstützen.
de Quattro Jacqueline · Mit-F · Nationalrat · Waadt · FDP-Liberale Fraktion
Concernant la définition, votre commission suit, par 17 voix contre 8, la version du Conseil fédéral et du Conseil des Etats. Un terroriste potentiel est "une personne dont on présume sur la base d'indices concrets et actuels qu'elle pourrait mener des activités terroristes". La minorité Roth Franziska propose de restreindre la portée de la loi en ajoutant que la personne "pourrait commettre un acte terroriste qui menacerait concrètement et gravement la sécurité intérieure et extérieure".
Pour la majorité de la commission, une telle précision n'est pas nécessaire. En effet, à l'article 23e alinéa 2, on décrit clairement ce qu'est une activité terroriste. Il doit s'agir d'efforts visant à influencer ou à modifier l'ordre public qui doivent être réalisés ou favorisés en commettant ou en menaçant de commettre des crimes graves ou en répandant la peur et la terreur. Il faut donc toujours qu'il y ait une menace pour la sécurité intérieure. Seuls les risques graves sont visés. D'ailleurs, l'activité terroriste est décrite exactement de la même manière dans la loi fédérale sur le renseignement. Cette définition existe déjà. Elle n'est ni floue ni imprécise.
A l'article 23f alinéa 1 lettre d, qui concerne les principes, la minorité Roth Franziska propose que les indices concrets et actuels et les activités concrètement attendues soient décrits de manière suffisante dans un rapport officiel qui fait état des éléments de preuve. Pour la majorité de la commission, cette précision n'est pas nécessaire non plus. Une demande motivée, détaillée, pour chaque mesure préventive de police, est déjà exigée à l'article 23i, soit par le canton soit par le Service de renseignement de la Confédération. Il doit être indiqué clairement pourquoi une personne est dangereuse et tous ces documents doivent être envoyés au Fedpol et inclus dans le dossier de procédure. Si le Tribunal administratif fédéral examine une mesure de police préventive, comme c'est le cas pour l'assignation à résidence, il examinera l'intégralité du dossier. En plus, dans le dernier cas c'est soumis au tribunal des mesures de contrainte.
La minorité Schlatter propose que le Fedpol soumette "la requête des mesures à un tribunal pour que la légalité et l'adéquation des mesures soient examinées". La personne concernée devrait aussi avoir droit à une défense et à une assistance juridique. Je le répète, cela existe déjà pour la mesure la plus incisive, c'est-à-dire l'assignation à résidence.
La minorité Fivaz Fabien propose que le Fedpol puisse accorder des dérogations pour de justes motifs aux mesures visant à empêcher les activités terroristes, pour des raisons de santé, de profession, de formation, de liberté de croyance ou de famille - cela existe déjà.
Une autre minorité, la minorité Fridez, propose que la durée de la mesure soit limitée à six mois, qu'elle ne puisse pas être prolongée. Pour la majorité de la commission, une extension doit être possible si la situation l'exige.
Enfin, la minorité Roth Franziska propose que, dans le cadre de la procédure de recours, le recourant puisse faire valoir un droit à une assistance judiciaire et que le recours soit assorti d'un effet suspensif. Là non plus, cela n'est pas nécessaire puisque la loi fédérale sur la procédure administrative s'applique également aux plaintes, et une partie sans moyens financiers a droit à des conseils juridiques gratuits. Au surplus, il n'y a pas non plus d'effet suspensif pour les mesures préventives telles que l'interdiction de périmètre dans le domaine du hooliganisme ou de la violence domestique. La proposition défendue par cette minorité a été rejetée par 17 voix contre 8.
La majorité de la commission vous recommande de rejeter toutes ces propositions de minorité visant à affaiblir les mesures policières préventives, voire à les rendre carrément impossibles à appliquer dans la pratique. Cela ne peut pas être notre but.
En conclusion, je dirai deux mots pour l'acceptation du projet. Nous avons entendu tout et n'importe quoi à son sujet. Il n'est ni "scandaleux" ni "ridicule"; il est encore moins une "esbroufe sécuritaire". Les mesures ne sont d'ailleurs pas nouvelles ni extraordinaires. Elles ont déjà faire leurs preuves - cela a été rappelé plusieurs fois - dans le domaine du hooliganisme ou de la violence domestique. Elles ne sont pas contraires au droit international, en particulier à la Convention relative aux droits de l'enfant. Elles nous permettent, par contre, de lutter plus efficacement contre le terrorisme en empêchant le passage à l'acte de personnes notoirement radicalisées. Evitons que notre population soit confrontée aux traumatismes subis par tant de personnes innocentes, jeunes et moins jeunes, dans des magasins, dans des salles de concert, sur des terrasses de cafés, tout près de chez nous.
Moret Isabelle · P-F · Nationalrat · Waadt · FDP-Liberale Fraktion
Ziff. 1 Art. 2 Abs. 2 Bst. dbis; 6 Abs. 2; Gliederungstitel vor Art. 22; Art. 23d; Gliederungstitel vor Art. 23e
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Ch. 1 art. 2 al. 2 let. dbis; 6 al. 2; titre précédant l'art. 22; art. 23d; titre précédant l'art. 23e
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Ziff. 1 Art. 23e
Antrag der Mehrheit
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Antrag der Minderheit
(Roth Franziska, Fivaz Fabien, Flach, Fridez, Graf-Litscher, Marti Min Li, Porchet, Schlatter, Seiler Graf)
Abs. 1
... dass sie oder er eine terroristische Handlung ausüben wird, welche die innere und äussere Sicherheit in konkreter und schwerer Weise gefährdet.
Ch. 1 art. 23e
Proposition de la majorité
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition de la minorité
(Roth Franziska, Fivaz Fabien, Flach, Fridez, Graf-Litscher, Marti Min Li, Porchet, Schlatter, Seiler Graf)
Al. 1
... qu'elle pourrait commettre un acte terroriste qui menacerait concrètement et gravement la sécurité intérieure et extérieure.
Abstimmung
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Mehrheit ... 113 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit ... 85 Stimmen
(0 Enthaltungen)
Moret Isabelle · P-F · Nationalrat · Waadt · FDP-Liberale Fraktion
Ziff. 1 Art. 23f
Antrag der Mehrheit
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Antrag der Minderheit
(Roth Franziska, Fivaz Fabien, Flach, Fridez, Graf-Litscher, Marti Min Li, Porchet, Schlatter, Seiler Graf)
Abs. 1 Bst. d
d. wenn die konkreten und aktuellen Anhaltspunkte sowie die konkret zu erwartende Aktivität gemäss Artikel 23e Absatz 1 in einem Amtsbericht unter Nennung der Beweistatsachen hinreichend umschrieben sind.
Antrag der Minderheit
(Schlatter, Fivaz Fabien, Fridez, Graf-Litscher, Marti Min Li, Porchet, Roth Franziska, Seiler Graf)
Abs. 5
Das Fedpol unterbreitet den Antrag auf Massnahmen einem Gericht zur Überprüfung der Rechtmässigkeit und Angemessenheit der Massnahmen. Die betroffene Person hat Anspruch auf Verteidigung und Rechtsbeistand.
Antrag der Minderheit
(Fivaz Fabien, Fridez, Graf-Litscher, Marti Min Li, Porchet, Roth Franziska, Schlatter, Seiler Graf)
Abs. 6
Das Fedpol kann nach Anhörung der beteiligten Behörden aus wichtigen Gründen - namentlich aus medizinischen Gründen, zu Erwerbs- und Bildungszwecken, zur Ausübung der Glaubensfreiheit oder zur Wahrnehmung von familiären Verpflichtungen - Ausnahmen von den Massnahmen zur Verhinderung terroristischer Aktivitäten bewilligen.
Ch. 1 art. 23f
Proposition de la majorité
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition de la minorité
(Roth Franziska, Fivaz Fabien, Flach, Fridez, Graf-Litscher, Marti Min Li, Porchet, Schlatter, Seiler Graf)
Al. 1 let. d
d. les indices concrets et actuels et les activités concrètement attendues selon l'article 23e alinéa 1 sont décrits de manière suffisante dans un rapport officiel qui fait état des éléments de preuve.
Proposition de la minorité
(Schlatter, Fivaz Fabien, Fridez, Graf-Litscher, Marti Min Li, Porchet, Roth Franziska, Seiler Graf)
Al. 5
Le Fedpol soumet la requête des mesures à un tribunal pour que la légalité et l'adéquation des mesures soient examinées. La personne concernée a droit à une défense et à une assistance juridique.
Proposition de la minorité
(Fivaz Fabien, Fridez, Graf-Litscher, Marti Min Li, Porchet, Roth Franziska, Schlatter, Seiler Graf)
Al. 6
Après avoir consulté les autorités impliquées, le Fedpol peut accorder des dérogations aux mesures visant à empêcher les activités terroristes pour de justes motifs, notamment pour des raisons de santé, de profession, de formation, de liberté de croyance ou de famille
Abstimmung
Abs. 1 Bst. d - Al. 1 let. d
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Minderheit ... 85 Stimmen
Dagegen ... 113 Stimmen
(0 Enthaltungen)
Abstimmung
Abs. 5 - Al. 5
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Minderheit ... 85 Stimmen
Dagegen ... 112 Stimmen
(1 Enthaltung)
Abstimmung
Abs. 6 - Al. 6
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Minderheit ... 84 Stimmen
Dagegen ... 113 Stimmen
(1 Enthaltung)
Übrige Bestimmungen angenommen
Les autres dispositions sont adoptées
Moret Isabelle · P-F · Nationalrat · Waadt · FDP-Liberale Fraktion
Ziff. 1 Art. 23g
Antrag der Mehrheit
Abs. 1
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
(die Änderung betrifft nur den französischen Text)
Abs. 2
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Antrag der Minderheit
(Fridez, Fivaz Fabien, Graf-Litscher, Marti Min Li, Porchet, Roth Franziska, Schlatter, Seiler Graf)
Abs. 1
Die Dauer einer Massnahme ist auf sechs Monate begrenzt. Die Dauer der Eingrenzung ...
Ch. 1 art. 23g
Proposition de la majorité
Al. 1
... La durée de l'assignation à résidence est réglée ...
Al. 2
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition de la minorité
(Fridez, Fivaz Fabien, Graf-Litscher, Marti Min Li, Porchet, Roth Franziska, Schlatter, Seiler Graf)
Al. 1
La durée de la mesure est limitée à six mois. La durée de l'assignation à une propriété ...
Abstimmung
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Mehrheit ... 129 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit ... 69 Stimmen
(0 Enthaltungen)
Moret Isabelle · P-F · Nationalrat · Waadt · FDP-Liberale Fraktion
Ziff. 1 Art. 23m
Antrag der Kommission
Abs. 1
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
(die Änderung betrifft nur den französischen Text)
Abs. 2
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Ch. 1 art. 23m
Proposition de la commission
Al. 1
... un périmètre ou une résidence déterminée.
Al. 2
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Ziff. 1 Art. 23n
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Ch. 1 art. 23n
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Ziff. 1 Art. 23q
Antrag der Kommission
Abs. 1
Zum Vollzug der Massnahmen nach den Artikeln 23l bis 23obis kann das Fedpol ...
Abs. 2, 3
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Abs. 4
...
a. zur Feststellung von Verstössen gegen Massnahmen nach den Artikeln 23l bis 23obis;
...
Abs. 5, 6
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Antrag der Minderheit
(Flach, Fivaz Fabien, Fridez, Graf-Litscher, Marti Min Li, Pointet, Porchet, Roth Franziska, Schlatter, Seiler Graf)
Abs. 1, 4 Bst. a
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Ch. 1 art. 23q
Proposition de la commission
Al. 1
Pour exécuter les mesures visées aux articles 23l à 23obis, le Fedpol peut ...
Al. 2, 3
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Al. 4
...
a. constater les violations des mesures visées aux articles 23l à 23obis;
...
Al. 5, 6
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition de la minorité
(Flach, Fivaz Fabien, Fridez, Graf-Litscher, Marti Min Li, Pointet, Porchet, Roth Franziska, Schlatter, Seiler Graf)
Al. 1, 4 let. a
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
La présidente (Moret Isabelle, présidente): Nous nous sommes déjà prononcés sur la proposition de la minorité Flach à l'article 23obis.
Angenommen gemäss Antrag der Minderheit
Adopté selon la proposition de la minorité
Ziff. 1 Art. 23r; 24a Abs. 7, 9; 24c Abs. 1 Bst. a, 5
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Ch. 1 art. 23r; 24a al. 7, 9; 24c al. 1 let a, 5
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Ziff. 1 Art. 24g
Antrag der Mehrheit
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Antrag der Minderheit
(Roth Franziska, Fivaz Fabien, Flach, Fridez, Graf-Litscher, Marti Min Li, Porchet, Schlatter, Seiler Graf)
Abs. 1
... Beschwerde geführt werden. Der Beschwerdeführer hat im Rechtsmittelverfahren Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege und auf unentgeltlichen Rechtsbeistand, worauf er und allenfalls seine gesetzlichen Vertreter in der Rechtsmittelbelehrung ausdrücklich und in einer ihnen verständlichen Sprache hinzuweisen sind.
Abs. 3
Beschwerden haben aufschiebende Wirkung. Die Instruktionsrichterin oder der Instruktionsrichter der Beschwerdeinstanz kann einer Beschwerde auf Antrag des Fedpol die aufschiebende Wirkung bei konkret ausgewiesener Gefahr im Verzug entziehen.
Ch. 1 art. 24g
Proposition de la majorité
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition de la minorité
(Roth Franziska, Fivaz Fabien, Flach, Fridez, Graf-Litscher, Marti Min Li, Porchet, Schlatter, Seiler Graf)
Al. 1
... le Tribunal administratif fédéral. Dans le cadre de la procédure de recours, le recourant peut faire valoir un droit à une assistance judiciaire et à un conseil juridique commis d'office, ce dont le recourant ou, le cas échéant, ses représentants légaux doivent être informés expressément et dans un langage compréhensible dans l'indication des voies de droits.
Al. 3
Le recours a un effet suspensif. Le juge instructeur de l'autorité de recours peut retirer l'effet suspensif à la demande du Fedpol si ce dernier fait état d'un danger potentiel concret.
Abstimmung
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Mehrheit ... 113 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit ... 85 Stimmen
(0 Enthaltungen)
Moret Isabelle · P-F · Nationalrat · Waadt · FDP-Liberale Fraktion
Ziff. 1 Gliederungstitel nach Art. 29; Art. 29a; 29b; Ziff. 2-13; Ziff. II
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Ch. 1 titre suivant l'art. 29; art. 29a; 29b; ch. 2-13; ch. II
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Abstimmung
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Entwurfes ... 111 Stimmen
Dagegen ... 86 Stimmen
(0 Enthaltungen)
Abschreibung - Classement
Antrag des Bundesrates
Abschreiben der parlamentarischen Vorstösse
gemäss Brief an die eidgenössischen Räte
Proposition du Conseil fédéral
Classer les interventions parlementaires
selon lettre aux Chambres fédérales
Angenommen - Adopté