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Keine Benachteiligung von Dreistufenbetrieben bei Tierwohlprogrammen
von Siebenthal Erich · Mit-M · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Der Bundesrat wird beauftragt, die Bestimmungen zum Programm "Besonders tierfreundliche Stallhaltungssysteme" (BTS) so anzupassen, dass Betriebe mit Vorweiden in der landwirtschaftlichen Nutzfläche anteilmässig an diesem Programm teilnehmen können, denn heute ist es so, dass der ganze Betrag für das Jahr gestrichen wird, wenn diese BTS-Bedingungen einige Tage im Jahr nicht erfüllt werden. Die Motion verlangt hier eine anteilmässige Kürzung.
Die Sömmerung ist die Grundlage für die Erhaltung der landwirtschaftlichen Vielfalt im Berggebiet. Dank der Sömmerung kann die Verbuschung und Verwaldung verhindert werden. Die Grundlage der Sömmerung ist die Betriebsform des Dreistufenbetriebs mit Talbetrieb im Winter, Vorweide im Mai und September, zusammen etwa fünf Wochen, und Sömmerungsweide im Sommer. Bei vielen Betrieben wurde im Tal so gebaut und investiert, dass die BTS-Anforderungen erfüllt werden. Bei den Ställen der Vorweide, also für diese fünf Wochen im Jahr, ist es dagegen nicht verhältnismässig, für diese kurze Zeit solch grosse Investitionen zu tätigen. Auch der zusätzliche Kulturlandverbrauch für diese Bauten ist beträchtlich und steht folglich in keinem Verhältnis.
Die Haltung des Bundesrates, diese Tiere seien Tag und Nacht draussen zu lassen und nur zum Melken in den Stall zu nehmen, geht in Richtung Theorie. Von der Topografie her sind es vielmals Hanglagen, und die Jahreszeit Vorsommer wird auch in diesen Lagen zunehmend wärmer; das heisst, Hitzetage sind immer häufiger. Aus Sicht des Tierwohls sind diese Kühe einige Stunden am Tag ganz klar besser im Stall, als dass sie draussen der Hitze und dem Ungeziefer ausgesetzt sind.
Diese Motion verlangt, dass in der Umsetzung des BTS-Programms Verhältnismässigkeit einkehrt. Danke für Ihre Unterstützung!
Parmelin Guy · VPBR-M · Bundesrat · Waadt
La motion von Siebenthal a pour but d'adapter les contributions versées pour les systèmes de stabulation particulièrement respectueux des animaux (SST) aux exploitations à trois niveaux en leur offrant la possibilité de participer au programme en fonction du temps durant lequel les animaux sont gardés selon les exigences du programme SST.
Le Conseil fédéral est d'avis qu'il faut rejeter la motion pour les raisons suivantes. Les contributions SST sont déjà adaptées aux exploitations à trois niveaux. La charge administrative qui résulterait de l'alternative proposée serait trop élevée. Ce changement affaiblirait la crédibilité du programme SST auprès des consommateurs. Et enfin, des motions similaires ont déjà été refusées à deux reprises, en 2009 et en 2016.
Pour toutes ces raisons, le Conseil fédéral vous prie de rejeter la motion.
Abstimmung
La présidente (Moret Isabelle, présidente): Le Conseil fédéral propose de rejeter la motion.
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Motion ... 142 Stimmen
Dagegen ... 44 Stimmen
(1 Enthaltung)