20.3919
Forschungs- und Züchtungs-Initiative
Stöckli Hans · P-M · Ständerat · Bern · Sozialdemokratische Fraktion
Präsident (Stöckli Hans, Präsident): Die Kommission und der Bundesrat beantragen die Annahme der Motion.
Hegglin Peter · Mit-M · Ständerat · Zug · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.
Letzte Woche haben wir eine intensive Diskussion über die Absenkpfade bei Pflanzenschutzmitteln geführt. Mit einer deutlichen Mehrheit haben Sie beschlossen, den Absenkpfad mit der parlamentarischen Initiative 19.475 gesetzlich zu verankern. Die mit dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verbundenen Risiken für Flüsse und Seen sollen bis 2027 um 50 Prozent reduziert werden. Als Referenzwert dient das Mittel der Jahre 2012 bis 2015. Um das Ziel zu erreichen, genügen Verbote nicht. Es braucht weitere den Pestizideinsatz reduzierende Massnahmen.
Im Rahmen der Diskussion zu dieser parlamentarischen Initiative hat die Kommission deshalb einstimmig die vorliegende Kommissionsmotion beschlossen. Sie hat zum Ziel, eine Forschungs- und Züchtungs-Initiative zu lancieren, um die Risiken zu reduzieren, Alternativen zum Pflanzenschutzmitteleinsatz zu entwickeln und resistentere Sorten zu züchten. Es genügt nämlich nicht, Absenkpfade zu beschliessen, wenn keine krankheitsresistenten Sorten oder praxistauglichen Methoden vorhanden sind. Wenn solche Alternativen fehlen, reduziert sich die inländische Lebensmittelproduktion, und Importe von Lebensmitteln steigen. Die Agrarforschung muss deshalb rasch Antworten liefern.
Eine wichtige Rolle spielt dabei die Pflanzenzüchtung. Vielfach kamen in der Vergangenheit die resistenten Neuzüchtungen aus Osteuropa. In diesem Bereich hat die Schweiz in der Vergangenheit zu wenig geforscht und entwickelt. Es muss das Ziel sein, Früchte, Gemüse, Ackerkulturen und Tiere zu züchten, die wenig krankheitsanfällig, pilz- und schädlingsresistent und trotzdem leistungsstark sind und von den Konsumentinnen und Konsumenten gewünscht werden. Zusätzliche Forschungen und Entwicklungen von Geräten und Anbaumethoden, die einen geringeren Bedarf an Pflanzenschutzmitteln haben, sind ebenfalls dringend.
Die Kommission verspricht sich von verbesserten Anbautechniken und -methoden, der Förderung von Nützlingen, einer optimierten Beikrautregulierung, der Digitalisierung und von neuartigen Robotern substanzielle Verbesserungen. Mit neuartigen Feldrobotern kann das Spritzen zum Beispiel noch mehr durch Jäten und Hacken ersetzt werden. Erste innovative Geräte sind auf dem Markt. Das Tätigkeitsfeld ist gross, und den Ideen und Möglichkeiten sind fast keine Grenzen gesetzt. Mit kleinen, leichten Robotern können auch schwerere Geräte ersetzt, kann der Bodendruck reduziert und damit die Bodenfruchtbarkeit verbessert werden. Fruchtbare Böden sind schliesslich das A und O für gesunde Früchte.
Mit der Motion will die WAK-S den Bundesrat beauftragen, entsprechend vermehrt tätig zu werden.
Der Bundesrat erkennt ebenfalls Handlungsbedarf und empfiehlt, die Motion anzunehmen. Sie haben heute die Möglichkeit, einen ersten Pflock in diese Richtung einzuschlagen und die Motion ebenfalls zu unterstützen.
Besten Dank, wenn Sie die Motion annehmen.
Parmelin Guy · VPBR-M · Bundesrat · Waadt
Afin que les objectifs de la trajectoire de réduction visés par l'initiative parlementaire 19.475 de la Commission de l'économie et des redevances du Conseil des Etats puissent être atteints et que la production en pâtisse le moins possible, il est prévu de renforcer en premier lieu le soutien financier au programme d'activité d'Agroscope et l'aide financière octroyée à l'Institut de recherche de l'agriculture biologique (Fibl). Pour faire suite au plan d'action visant la réduction des risques et l'utilisation durable des produits phytosanitaires, le programme d'activité 2018-2021 met actuellement l'accent sur la protection des végétaux. Agroscope a investi et va investir en moyenne 17,9 millions de francs par an entre 2018 et 2021. Une part des gains d'efficience qui découleront de la réorganisation d'Agroscope seront aussi utilisés à cette fin. A la suite d'un arrêté de planification lors du traitement du budget 2020 et du plan financier 2021-2023, il a par ailleurs été décidé de relever le montant alloué au Fibl de 2,5 millions de francs en 2020 à 5 millions de francs en 2021 et à 7,5 millions de francs en 2022 et durant les années suivantes.
La culture de variétés résistantes, compétitives, est l'une des principales mesures à long terme qui doivent nous permettre de réduire l'utilisation de produits phytosanitaires. Le Département de l'économie, de la formation et de la recherche a communiqué, dans sa stratégie Sélection végétale 2050, les lignes directrices de la sélection variétale financée par des fonds publics. En réponse à la motion Hausammann 18.3144, il a aussi été décidé d'augmenter le budget consacré à la sélection de 3 millions de francs par année à partir de 2020. Dans le message sur la Politique agricole 22 plus, le Conseil fédéral a en outre proposé d'ajouter, dans la loi sur l'agriculture, un article donnant la possibilité à la Confédération de soutenir des réseaux de compétence et d'innovation. A cette fin, il a prévu un montant annuel de 2 millions de francs, qui devrait être alloué au réseau de la sélection variétale dans le cadre du plafond des dépenses affecté aux bases de production.
Encore une fois, nous vous prions de soutenir cette motion.
Stöckli Hans · P-M · Ständerat · Bern · Sozialdemokratische Fraktion
Angenommen - Adopté