20.006
Motionen und Postulate der gesetzgebenden Räte im Jahre 2019. Bericht
Kuprecht Alex · P-M · Ständerat · Schwyz · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Antrag KVF-S
Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates
(= Die Motion 16.4027 nicht abschreiben)
Schriftliche Begründung
Diese Motion verlangt, dass die SRG verpflichtet wird, einen Teil ihres Produktionsbedarfs durch Auftragsvergabe an unabhängige Anbieter in der Schweiz zu decken. Nachdem die Regelung nicht durch ein Bundesgesetz über elektronische Medien erfolgen kann, hat der Bundesrat die SRG in der Konzession verpflichtet, eine entsprechende Vereinbarung abzuschliessen. Diese Vereinbarung, die seit dem 1. Januar 2018 gilt, ist zwar verlängert worden, aber immer noch befristet bis Ende 2021. Über eine definitive Lösung besteht zum jetzigen Zeitpunkt keine Klarheit. Eine Abschreibung zum jetzigen Zeitpunkt wäre damit nicht sachgerecht, da das Anliegen nicht nachhaltig erfüllt ist. Die Kommission beantragt deshalb ohne Gegenstimmen, dem Nationalrat zuzustimmen und die Motion nicht abzuschreiben.
Proposition CTT-E
Adhérer à la décision du Conseil national
(= Ne pas classer la motion 16.4027)
Développement par écrit
La motion vise à obliger la SSR à couvrir une partie de ses besoins de production par l'attribution de mandats à des prestataires indépendants qui sont actifs en Suisse. Ce point ne pouvant être réglé par une loi fédérale sur les médias électroniques, le Conseil fédéral a obligé la SSR, dans la concession qu'il lui a octroyée, à conclure un accord en ce sens. Même si l'accord en question, qui est en vigueur depuis le 1er janvier 2018, a été prolongé, il arrivera à échéance fin 2021. Aucune décision claire n'a encore été prise concernant une solution définitive. Il ne serait donc pas opportun de classer la motion maintenant, étant donné que la réalisation de l'objectif n'est pas assurée à long terme. Par conséquent, la commission propose, sans opposition, de se rallier au Conseil national et de ne pas classer la motion.
Engler Stefan · Mit-M · Ständerat · Graubünden · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.
Es geht zunächst um die Motion 16.4027. Der Nationalrat und der Ständerat haben unterschiedliche Auffassungen darüber, ob diese Motion abgeschrieben werden soll oder nicht. Die Motion verlangte, dass die SRG mit der unabhängigen audiovisuellen Industrie zusammenarbeiten soll. Man möchte den unabhängigen Markt stärken, die Zusammenarbeit intensivieren und damit auch Wettbewerbsverzerrungen vermeiden - so weit die Motion, die im Jahr 2016 von Nationalrat Fluri eingereicht wurde. Jetzt wird uns vom Bundesrat beantragt, diese Motion abzuschreiben, weil sie gegenstandslos geworden sei. Der Nationalrat möchte das nicht. Wir haben uns in einer ersten Phase diskussionslos dem Bundesrat angeschlossen und die Abschreibung beschlossen.
Der Nationalrat hat vergangene Woche ein zweites Mal an seinem Beschluss festgehalten, die Motion nicht abzuschreiben. Für uns stellt sich angesichts der jetzt bestehenden Differenz die Frage, ob wir uns hier dem Nationalrat anschliessen oder nicht. Ihre Kommission möchte Ihnen beliebt machen, dass wir uns dem Nationalrat anschliessen und auf die Abschreibung der Motion verzichten. Inhaltlich geht es darum, dass das BAKOM der SRG mit der Konzession die Auflage gemacht hat, mit der audiovisuellen Industrie zusammenzuarbeiten und Leistungen für einen angemessenen Teil ihres Bedarfs aus dieser Industrie zu beziehen. Zwischen der SRG und der audiovisuellen Industrie gibt es Gespräche sowie Vereinbarungen, die abgeschlossen wurden. Die letzte Vereinbarung betrifft den Zeitraum 2018 bis 2020. Dies war für den Bundesrat wahrscheinlich auch der Grund, zu sagen, das Thema habe sich erschöpft, das Anliegen sei erfüllt. Aufgrund von Corona wurde diese ursprüngliche Vereinbarung um ein Jahr bis Ende 2021 verlängert. Die audiovisuelle Industrie stellt sich auf den Standpunkt, bevor nicht eine Anschlussvereinbarung dazu bestehe, sei das Anliegen nicht erfüllt. Das kann man so sehen.
Wir möchten Ihnen deshalb beantragen, die Fortführung der Vereinbarung abzuwarten und dann zu entscheiden, wie mit der Motion umzugehen ist.
Thurnherr Walter · BK-M · Aargau
Der Bundesrat hat in seinem Bericht zu den Motionen und Postulaten ursprünglich die Abschreibung auch dieses Vorstosses beantragt. Herr Engler hat das sehr gut zusammengefasst. In der Herbstsession hat der Bundesrat jeweils die Mehrheitsanträge der Kommissionen unterstützt, auch im Nationalrat, auch wenn diese auf Nichtabschreibung lauteten. Bei den nun bestehenden Differenzen zwischen Nationalrat und Ständerat verzichtet der Bundesrat aber auf eine erneute Positionierung und ist der Meinung, dass die Bereinigung dieser Differenzen durch das Parlament erfolgen sollte. In diesem Sinn ist er einverstanden mit dem Antrag Ihrer Kommission.
Kuprecht Alex · P-M · Ständerat · Schwyz · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Angenommen - Adopté
Antrag WAK-S
Festhalten
(= Die Motionen 15.3400 und 15.3445 abschreiben)
Proposition CER-E
Maintenir
(= Classer les motions 15.3400 et 15.3445)
Levrat Christian · Mit-M · Ständerat · Freiburg · Sozialdemokratische Fraktion
Il s'agit de deux motions qui portent sur le même objet: l'instauration d'un contrôle indépendant veillant à la qualité des analyses d'impact de la réglementation, que l'administration nous présente en règle générale en appui de tout projet législatif d'envergure. L'idée de ces deux motions consisterait à mettre sur pied un organe indépendant - une commission extraparlementaire, un service externe, des experts - qui veillerait à l'exactitude et à la qualité de l'évaluation des conséquences de la réglementation telle qu'elle figure dans les rapports explicatifs du Conseil fédéral.
La Commission de l'économie et des redevances de notre conseil a déposé une initiative parlementaire précisément sur le même objet. C'est l'initiative parlementaire 19.402 qui porte précisément sur la qualité des analyses d'impact de la réglementation. Par conséquent, il nous paraît que c'est faire double usage que de vouloir d'une part travailler par le biais d'une initiative parlementaire et attirer cette compétence au Parlement, élaborer nous-mêmes un projet de loi, et, d'autre part, donner par le biais de motions le mandat au Conseil fédéral d'en faire autant.
C'est la raison pour laquelle la Commission de l'économie et des redevances rejoint le Conseil fédéral et propose de classer ces deux motions. Le Conseil national a proposé de ne pas classer les motions, mais il nous paraît raisonnable de les classer pour suivre la voie de l'initiative parlementaire qui a été déposée l'an dernier.
Kuprecht Alex · P-M · Ständerat · Schwyz · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Angenommen - Adopté
Antrag UREK-S
Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates
(= Die Motion 16.3063 nicht abschreiben)
Schriftliche Begründung
Mit der Motion wird verlangt, dass der Bund bei der Beschaffung elektrisch betriebene Fahrzeuge bevorzugt, sofern dies wirtschaftlich und technisch möglich ist. Damit soll der Bund eine Vorbildfunktion im Energiebereich einnehmen. Sie soll umgesetzt werden als Teil des Klimapaketes der Bundesverwaltung, welches der Bundesrat am 3. Juli 2019 verabschiedet hat. Namentlich soll das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport seine Weisungen über die ökologischen Grundsätze der Beschaffung und Nutzung von Verwaltungsfahrzeugen bis Ende 2020 überarbeiten. Darin soll als Ziel festgehalten werden, dass 20 Prozent der neu zugelassenen Fahrzeuge mit einem Gewicht von bis zu 3,5 Tonnen bis Ende 2022 elektrisch betrieben werden. Die Kommission liess sich an ihrer Sitzung vom 16. Oktober 2020 über die Arbeiten an der Weisung informieren. Sie begrüsst die Absicht, das ursprünglich anvisierte Ziel von 20 Prozent der Neuzulassungen mit elektrischem Antrieb deutlich zu erhöhen. Damit werde der Bund seiner Vorbildfunktion gerecht. Da die Weisungen jedoch noch in Überarbeitung sind, erachtet die Kommission das Anliegen der Motion nicht als nachhaltig erfüllt. Folglich ist eine Abschreibung zum jetzigen Zeitpunkt nicht angemessen.
Proposition CEATE-E
Adhérer à la décision du Conseil national
(= Ne pas classer la motion 16.3063)
Développement par écrit
La motion vise à ce que la Confédération donne la priorité à l'électromobilité lors de l'acquisition de véhicules, pour autant que cela soit économiquement faisable et techniquement possible. La Confédération doit ainsi jouer un rôle de modèle dans le domaine de l'énergie. La motion doit être mise en oeuvre dans le cadre du train de mesures sur le climat pour l'administration fédérale, adopté par le Conseil fédéral le 3 juillet 2019. En particulier, le Département fédéral de la défense, de la protection de la population et des sports doit réviser ses directives concernant les principes écologiques régissant l'acquisition et l'utilisation des véhicules de l'administration d'ici à fin 2020. Il s'agit de faire en sorte que, d'ici à fin 2022, 20 pour cent des véhicules nouvellement immatriculés dont le poids ne dépasse pas 3,5 tonnes soient des véhicules électriques. A sa séance du 16 octobre 2020, la commission s'est informée de l'état des travaux concernant ces directives. Elle salue la volonté de relever considérablement l'objectif fixé à l'origine (20 pour cent des véhicules nouvellement immatriculés doivent être des véhicules électriques). La Confédération assumerait ainsi son rôle de modèle. Les directives étant toutefois encore en cours de révision, la commission estime que l'objectif de la motion n'a pas été durablement atteint. Par conséquent, il n'y a pas lieu, pour l'heure, de classer la motion.
Schmid Martin · Mit-M · Ständerat · Graubünden · FDP-Liberale Fraktion
Der Bundesrat hat uns beantragt, die Motion Buttet 16.3063, "Elektromobilität. Der Bund muss ein Vorbild sein", abzuschreiben. In der ersten Runde sind wir diesem Antrag stillschweigend gefolgt. In der Zwischenzeit hat der Nationalrat hier opponiert und vorgebracht, dass die Motion nicht abzuschreiben sei, weil der Bund seine Vorbildrolle noch zu wenig wahrnehme.
Es geht darum, dass der Bund in der Motion aufgefordert wurde, bis Ende 2022 mindestens 20 Prozent der neu zugelassenen Fahrzeuge mit einem Gewicht von bis zu 3,5 Tonnen elektrisch zu betreiben. Es gibt noch eine Einschränkung: soweit dies technisch und wirtschaftlich möglich ist. Der Bundesrat hat in der Zwischenzeit auch ein Klimapaket erlassen, wo er vorsieht, wie diese Ziele zu erreichen sind. Wir haben uns dann in der Kommission auch von den Vertretern des zuständigen Departements informieren lassen, wie das umzusetzen ist, und wir haben auch darüber diskutiert, wie die Ziele für den gesamten Fahrzeugbestand - inklusive der Militärfahrzeuge, und an diese soll man auch denken - erreicht werden können. Da sind wir zum Schluss gekommen, dass man die Motion noch nicht abschreiben kann, weil noch nicht klar ist, ob die Ziele auch auf diese Weise erreicht werden können. Der Bund ist auf dem Weg dazu, aber nach Auffassung der Kommission hat er die Ziele zu wenig ambitiös gesetzt. In der Konsequenz möchten wir Ihnen deshalb beantragen, die Motion noch nicht abzuschreiben.
Es gibt viele technische Fragen, es gibt Umsetzungsfragen. Wir werden diese Umsetzung auch begleiten. Es geht nicht darum, dass der Bund nur elektrische Fahrzeuge beschafft, sondern es geht einfach darum, dass er mit erneuerbarer Energie betriebene Fahrzeuge beschafft und selbst als Vorbild vorgeht. Es soll nicht immer so sein, dass die öffentliche Hand von den Privaten etwas einfordert, was sie selbst nicht erbringt.
Deshalb beantragen wir Ihnen, hier dem Nationalrat zu folgen und die Motion noch nicht abzuschreiben.
Thurnherr Walter · BK-M · Aargau
Wir sind mit der Nichtabschreibung einverstanden.
Kuprecht Alex · P-M · Ständerat · Schwyz · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Angenommen - Adopté
Antrag SiK-S
Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates
(= Die Motion 13.3792 abschreiben)
Schriftliche Begründung
Die Kommission teilt die Auffassung des Nationalrates, dass der Bundesrat das Ziel der Motion kaum erreichen kann. Sie beantragt einstimmig, dem Antrag des Nationalrates zuzustimmen und die Motion abzuschreiben.
Proposition CPS-E
Adhérer à la décision du Conseil national
(= Classer la motion 13.3792)
Développement par écrit
A l'instar du Conseil national, la commission estime que le Conseil fédéral peut difficilement atteindre le but de la motion. A l'unanimité, elle propose d'adhérer à la proposition du Conseil national et de classer la motion.
Minder Thomas · Mit-M · Ständerat · Schaffhausen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Die SiK-N beantragte dem Nationalrat, die Motion abzuschreiben, weil der Bundesrat das Ziel der Motion - es geht hier um ein aussenpolitisches Anliegen - gar nicht von sich aus erreichen kann. Eine Minderheit der SiK-N beantragte die Aufrechterhaltung der Motion. Die Motion entspreche einem traditionellen Schwerpunkt der Schweizer Aussenpolitik, namentlich der Stärkung der internationalen Stabilität und Sicherheit.
Solche Motionen mit einem solchen Wortlaut sind zwar gut gemeint, doch gar nie erfüllbar, denn die Schweiz kann sich bekanntlich nicht in die Sicherheitspolitik von ausländischen Staaten einmischen. Der Nationalrat ist in der Herbstsession mit 121 zu 64 Stimmen der Kommissionsmehrheit gefolgt und will die Motion abschreiben. Unsere Kommission beantragt Ihnen aus denselben Gründen ebenfalls die Abschreibung. Es liegt kein Gegenantrag vor.
Thurnherr Walter · BK-M · Aargau
Wir sind damit ebenfalls einverstanden.
Kuprecht Alex · P-M · Ständerat · Schwyz · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Angenommen - Adopté