20.3669
Für ein verstärktes und institutionalisiertes Mitspracherecht der Studierenden
Kuprecht Alex · P-M · Ständerat · Schwyz · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Antrag der Mehrheit
Ablehnung der Motion
Antrag der Minderheit
(Baume-Schneider, Carobbio Guscetti, Graf Maya, Herzog Eva)
Annahme der Motion
Proposition de la majorité
Rejeter la motion
Proposition de la minorité
(Baume-Schneider, Carobbio Guscetti, Graf Maya, Herzog Eva)
Adopter la motion
Präsident (Kuprecht Alex, Präsident): Sie haben einen schriftlichen Bericht der Kommission erhalten. Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
Germann Hannes · Mit-M · Ständerat · Schaffhausen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Es ist bereits das zweite Mal, dass dieses Geschäft im Ständerat traktandiert ist. Der Rat hat die von Frau Kollegin Baume-Schneider eingereichte Motion am 24. September des letzten Jahres der WBK-S zur Vorberatung zugewiesen, dies verbunden mit dem ausdrücklichen Wunsch, die Akteure des Hochschulbereichs in die Diskussion mit einzubeziehen. Diesem Auftrag ist die WBK-S an ihrer Sitzung vom 1. Februar 2021 nachgekommen.
Die Motion will den Bundesrat beauftragen, durch eine Änderung des Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetzes (HFKG) das Mitspracherecht der Studierenden zu stärken, die durch den Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) an sämtlichen Hochschulen vertreten sind. Zu diesem Zweck schlägt die Motionärin eine konkrete Ergänzung von Artikel 15 Absatz 1 HFKG und weitere Anpassungen zu den verschiedenen Ausschüssen vor. Sie verweist auf die Bedeutung, die der VSS - der im letzten Jahr hundert Jahre alt wurde - für die Studierenden hat. Seine Bedeutung war in der Kommission natürlich unbestritten.
Die Kommission hat den VSS angehört, ebenso den Dachverband der Studierenden der ETH, die Vereinigung der Schweizer Hochschuldozierenden, die Konferenz Hochschuldozierende Schweiz, Actionuni - der Schweizer Mittelbau - sowie Swissuniversities. Alle diese Organisationen wurden angehört.
Gegenstand der Diskussion waren unter anderem die Verbindungen zwischen den verschiedenen interessierten Parteien in Bezug auf die Mitspracherechte, die Umsetzung des geforderten Einbezugs und ein Vergleich der Schweiz mit anderen Ländern. Die Kommission und die Anhörungsteilnehmer teilen die Auffassung, dass einer umfassenden Mitwirkung der Studierenden in Hochschulfragen eine zentrale, systemische Bedeutung zukommt. Sämtliche Schweizer Hochschulen sehen denn auch partizipative Strukturen vor, die ihren Angehörigen eine aktive Mitwirkung ermöglichen. Im HFKG kommt deutlich zum Ausdruck, dass die Studierenden ihre Anliegen auch auf gesamtschweizerischer Ebene vorbringen sollen. Das Gesetz garantiert ihnen eine eigene Vertretung im obersten hochschulpolitischen Organ von Bund und Kantonen, der Schweizerischen Hochschulkonferenz (SHK), sowie im Schweizerischen Akkreditierungsrat.
Zudem macht das HFKG die institutionelle Akkreditierung von Hochschulen davon abhängig, dass die Hochschulangehörigen über angemessene Mitwirkungsrechte verfügen. Besonders hervorgehoben wird die Bedeutung der studentischen Mitwirkung schliesslich dadurch, dass ihre Förderung explizit als Aufgabe von gesamtschweizerischer hochschulpolitischer Bedeutung erwähnt wird. Die Vertretung in den genannten Gremien wird vom VSS wahrgenommen. Dieser vertritt die Studierenden übrigens auch in mehreren ständigen Delegationen und weiteren Gremien der Rektorenkonferenz der schweizerischen Hochschulen, Swissuniversities, und wird von dieser generell in wichtigen Geschäften angehört.
In der SHK ist der VSS sowohl im Hochschulrat wie auch in der Plenarversammlung mit beratender Stimme vertreten. Damit hat der VSS heute schon den gleichen Status wie etwa die Schweizerische Erziehungsdirektorenkonferenz, der ETH-Rat oder der Schweizerische Nationalfonds. Dazu gehört das Recht, zu den Traktanden der SHK Stellung zu beziehen sowie Anträge zu stellen. Das Präsidium der SHK ist zudem angewiesen, die Beziehungen zum VSS als der gesamtschweizerischen Vertretung der Hochschulangehörigen zu pflegen und ihn bei der Vorbereitung wichtiger Beschlüsse zur Stellungnahme einzuladen.
Sie sehen, es gibt bereits heute sehr viel. Die Einrichtung eines ständigen Ausschusses für Studierendenvertretungen würde dieser an Themen und nicht an Interessengruppen orientierten Logik widersprechen und zudem die Forderung nach der Einrichtung weiterer Ausschüsse für andere Teilnehmer der SHK mit beratender Stimme - Lehrkörper, Mittelbau, Förderorgane usw. - mit sich ziehen. Durch die entsprechenden Überschneidungen bezüglich Themen und Teilnahme würde die Komplexität der gesamtschweizerischen hochschulpolitischen Koordination wesentlich erhöht. Die geltenden gesetzlichen Grundlagen räumen den Studierenden bereits heute sehr weitgehende Mitwirkungsrechte inklusive des Rechts auf Antragstellung ein.
Fazit: Die WBK-S hat Verständnis für die Sorgen der betroffenen Parteien und wird die Diskussion zu diesem Thema weiterhin verfolgen. Allerdings ist die Kommissionsmehrheit wie auch der Bundesrat und die Verwaltung zur Überzeugung gelangt, dass das geltende Recht diesen Akteuren des Hochschulbereichs bereits ausreichend Beteiligungsmöglichkeiten bietet. Mit 9 zu 4 Stimmen beantragt Ihre Kommission daher die Ablehnung der Motion.
Eine Minderheit Baume-Schneider beantragt die Annahme der Motion. Die Gründe wird die Motionärin vermutlich selber ausführen. In den Augen der Minderheit könnte eine institutionelle Stärkung des Einbezugs dieser Akteure zu einer Verbesserung der Entscheidverfahren beitragen. Das ist die Kernaussage der Minderheit, die ihren Antrag nun aber selber begründen wird.
In der Kommission fiel der Entscheid mit 9 zu 4 Stimmen. Ich bitte Sie im Namen der Mehrheit um Ablehnung der Motion.
Baume-Schneider Elisabeth · Mit-F · Ständerat · Jura · Sozialdemokratische Fraktion
Comme l'a relevé le président de la commission, que je remercie pour son rapport, mon intervention vise à améliorer la participation des étudiantes et des étudiants en amont du traitement des dossiers, et ce dans le cadre de la Conférence suisse des hautes écoles, qui est l'organe politique supérieur de ces hautes écoles. Cette conférence veille à la coordination nationale des activités de la Confédération et des cantons dans le domaine de la formation.
Ma motion ne vise ni à modifier le fonctionnement systémique des institutions ni même à élargir leurs compétences décisionnelles en faveur des étudiantes et des étudiants. Non, il s'agit d'enrichir le dispositif en créant un nouveau comité. En effet, la loi sur l'encouragement et la coordination des hautes écoles (LEHE) prévoit la possibilité de créer des comités, permanents ou non, pour aborder certaines thématiques. Actuellement, c'est le cas pour la médecine universitaire et pour les représentants du monde du travail.
J'estime en fait opportun et cohérent de prendre en considération les expériences des membres de l'organisation faîtière nationale des associations d'étudiants, l'Unes, qui a fêté l'année passée ses cent ans et dont le coeur de la promotion porte sur les questions liées à l'enseignement supérieur en Suisse, sur les questions liées à l'égalité des chances, sur les questions de genre, de l'assurance qualité, de la durabilité, de la mobilité ou encore d'autres thématiques.
La proposition que je soumets à votre approbation est en fait particulièrement suisse, me semble-t-il, car elle part du principe que, dans le cadre de la préparation d'une décision, en associant en amont les différents partenaires concernés par un projet ou par une thématique et en partageant des informations, on peut plus aisément construire des consensus et gagner en efficience, tant en matière de qualité des débats que pour le délai de traitement des dossiers.
Dans le cadre des auditions organisées au sein de la commission, il est apparu que cette volonté de collaboration plus active, sur le plan national, aux débats relatifs aux enjeux de formation tertiaire intéresse également fortement le corps intermédiaire des hautes écoles, de même que le personnel enseignant. J'ai travaillé avec l'Unes pour le dépôt de la motion, en lui proposant cette possibilité de constitution d'un comité et non ce qu'elle souhaitait tout au début, à savoir une participation avec voix délibérative au conseil. Tant l'Unes que Swissfaculty, avec laquelle j'ai eu des contacts par la suite et qui regroupe le corps enseignant, ou encore Actionuni, qui regroupe le corps intermédiaire académique en Suisse, ont présenté leur souhait d'une meilleure implication dans le traitement des dossiers au niveau national et non pas uniquement au sein des hautes écoles.
La participation des étudiants à la gouvernance des hautes écoles est reconnue, comme cela a été dit, car elle fait clairement partie des critères d'accréditation institutionnelle des établissements au niveau tertiaire, ce conformément à l'article 30 LEHE, de même qu'aux standards de qualité mentionnés dans l'ordonnance. Le processus de qualité précise qu'il y lieu de s'assurer que les groupes représentatifs des hautes écoles disposent d'un droit de participation approprié et de conditions-cadres leur permettant un fonctionnement indépendant.
Cette participation est par ailleurs fort utile pour la compréhension des attentes et des propositions des étudiants et des corps constitués pour l'évaluation des programmes d'études notamment. Je l'ai expérimenté en tant que directrice d'une haute école, notamment pour les questions en lien avec la pandémie. Cela n'avait rien d'anecdotique ou de sympathique que de prendre en considération les appréciations, les critiques, les propositions des étudiants pour organiser la formation à distance, pour discuter des ouvertures des bibliothèques ou autres, pour avoir un dialogue continu avec les étudiants, qui s'est avéré utile et fructueux.
En amont, en tant que ministre en charge de la formation dans mon canton, j'ai aussi expérimenté les séances de la Conférence plénière de la Conférence suisse des hautes écoles ou du Conseil des hautes écoles - sous votre présidence, Monsieur le conseiller fédéral. Certes, cela a été dit, les étudiants y ont voix consultative et sont bien accompagnés. Mais il n'est pas téméraire d'imaginer qu'une intervention de M. Wilkins, qui est le représentant des étudiants, aurait ou aura possiblement moins d'audience que celle, par exemple, de M. André Kudelsky, président d'Innosuisse, ou encore de Mme Hirayama, secrétaire d'Etat, ou, cela a été dit, de Susanne Hardmeier, secrétaire générale de la Conférence suisse des directeurs cantonaux de l'instruction publique. Bref, la voix consultative est là, mais elle arrive tardivement, car les dossiers arrivent à maturité dans ces instances. Ma motion vise justement à associer les étudiants tout en amont du processus de traitement des dossiers, car ce sont des partenaires, dont l'avis et l'engagement sont précieux. Les organes d'accréditation souhaitent également cette participation.
A titre d'information, M. Bernhard Pulver, qui a également été en charge de l'éducation dans le canton de Berne et qui était vice-président de la Conférence suisse des hautes écoles s'est exprimé à ce sujet, lors des auditions, en indiquant: "Il est vrai que les étudiantes et les étudiants participent déjà à la plénière de la Conférence suisse des hautes écoles à titre consultatif. Cependant, selon mon expérience leur voix n'avait pas assez de poids, notamment parce qu'ils ou elles ne disposaient pas d'informations suffisamment complètes sur les différents dossiers. Cela pourrait grandement être amélioré avec le comité permanent proposé."
Bref, la volonté d'associer les étudiants en amont et, surtout, de leur donner un appui logistique ainsi qu'un accès aux informations vise à améliorer le traitement des dossiers en séance plénière.
Avant de conclure, je préciserai que les discussions en commission ont montré que, jusqu'à présent, les corps constitués - que ce soit le personnel enseignant ou les associations d'étudiants, qui regrettent le manque de possibilités de participation au traitement des dossiers - n'ont pas formellement demandé la constitution d'un comité, permanent ou non. Dès lors, le débat en commission aura pour le moins permis de mettre en relief cette possibilité, et, en fonction des thématiques traitées, j'invite les corps constitués à faire usage de cette possibilité et à voir comment leur sollicitation sera accueillie.
Selon les réponses données, en fonction des thématiques, je pense qu'il sera utile de reprendre cette question de la participation des étudiants, en étroite concertation également avec le corps enseignant et le corps intermédiaire, pour améliorer les travaux de la conférence.
Je vous remercie donc de suivre la proposition de la minorité de la commission et d'adopter la motion.
Parmelin Guy · BPR-M · Bundesrat · Waadt
Le Conseil fédéral partage l'avis de l'auteure de la motion quant au fait que la pleine participation des étudiants aux réflexions concernant les hautes écoles est d'une importance majeure pour l'ensemble du système. D'ailleurs, la loi elle-même lie l'accréditation des hautes écoles au droit de participation approprié des personnes relevant de l'institution.
Actuellement, la loi sur l'encouragement et la coordination des hautes écoles (LEHE) garantit la participation des étudiants au niveau des organes nationaux de coordination et d'assurance de la qualité. Ils sont représentés au sein du Conseil d'accréditation par une représentante de l'Union des étudiants de Suisse qui dispose d'un droit de vote. Ils sont également représentés par cette même Unes, avec une voix consultative, cela a été dit, au sein de la Conférence suisse des hautes écoles, qui est l'organe politique supérieur des hautes écoles en Suisse. Et, en leur qualité de membres avec voix consultative, ils ont déjà le droit d'émettre un avis sur l'ordre du jour de la CSHE; ils ont aussi le droit de faire des propositions. En fait, ils ont déjà le même statut que par exemple la Conférence suisse des directeurs cantonaux de l'instruction publique, le Conseil des EPF ou le Fonds national suisse.
La demande de Mme Baume-Schneider, auteure de la motion, visant à modifier la LEHE et à constituer un nouveau comité n'apporterait, du point de vue du Conseil fédéral, aucune valeur ajoutée et serait même en contradiction avec l'objectif des comités au sens de la loi. La loi prévoit actuellement deux comités permanents: le comité permanent pour la médecine universitaire et le comité permanent de représentants des organisations du monde du travail. Ces comités visent à promouvoir une approche coordonnée des domaines politiques en dehors du domaine FRI tels que, cela a été relevé d'ailleurs, la santé, la médecine ainsi que l'économie et la société. Ces comités n'ont pas plus de droits que les membres de la CSHE disposant d'une voix consultative: ils peuvent prendre position, ils peuvent aussi faire des propositions.
La constitution d'un nouveau comité permanent pour les représentants des étudiants suivrait une logique axée sur les intérêts et serait, de notre point de vue, en contradiction avec l'objectif des comités au sens de la LEHE. La création d'un nouveau comité augmenterait aussi la complexité de la coordination dans son ensemble et entraînerait quasiment automatiquement des demandes de création d'autres comités "d'intérêt" que ce soit par Innosuisse, par la CDIP ou par d'autres.
Pour toutes ces raisons, le Conseil fédéral estime que la LEHE garantit déjà aujourd'hui aux étudiants des droits de participation suffisants, dont le droit essentiel de faire des propositions.
Il vous propose de suivre la majorité de votre commission sur ce dossier et de rejeter la motion.
Abstimmung
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Motion ... 13 Stimmen
Dagegen ... 23 Stimmen
(2 Enthaltungen)