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Stop der Hochpreisinsel – für faire Preise. Volksinitiative und indirekter Gegenvorschlag

52381 · Amtliches Bulletin

Vom 16. März 2021

https://lexipedia.io/de/docs/ch/ab-bo-bu/52381/de/stop-der-hochpreisinsel-fur-faire-preise-volksinitiative-und-indirekter-gegenvorschlag

Abgerufen am 10. Sept. 2026

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Geschäft: Stop der Hochpreisinsel – für faire Preise. Volksinitiative und indirekter Gegenvorschlag (19.037)

19.037

Stop der Hochpreisinsel – für faire Preise. Volksinitiative und indirekter Gegenvorschlag

Aebi Andreas · P-M · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

2. Bundesgesetz über Kartelle und andere Wettbewerbsbeschränkungen

2. Loi fédérale sur les cartels et autres restrictions à la concurrence

Ziff. I Art. 7 Abs. 2 Bst. g

Antrag der Mehrheit

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Antrag der Minderheit

(Burgherr, Aeschi Thomas, Amaudruz, Dettling, Gössi, Haab, Lüscher, Walti Beat)

Streichen

Ch. I art. 7 al. 2 let. g

Proposition de la majorité

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Proposition de la minorité

(Burgherr, Aeschi Thomas, Amaudruz, Dettling, Gössi, Haab, Lüscher, Walti Beat)

Biffer

Ziff. Ia Art. 3a

Antrag der Mehrheit

Zustimmung zum Beschluss des Ständerates

Antrag der Minderheit

(Burgherr, Aeschi Thomas, Amaudruz, Dettling, Haab)

Streichen

Ch. Ia art. 3a

Proposition de la majorité

Adhérer à la décision du Conseil des Etats

Proposition de la minorité

(Burgherr, Aeschi Thomas, Amaudruz, Dettling, Haab)

Biffer

Präsident (Aebi Andreas, Präsident): Wir behandeln die beiden verbleibenden Differenzen in einer gemeinsamen Debatte. Ich sehe Herrn Burgherr, den Vertreter der beiden Minderheiten, nicht im Saal. Die SVP- und die SP-Fraktion verzichten auf ein Votum.

Ritter Markus · Mit-M · Nationalrat · St. Gallen · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.

Wir haben in dieser Vorlage 19.037, "Stop der Hochpreisinsel - für faire Preise. Volksinitiative und indirekter Gegenvorschlag", beim indirekten Gegenvorschlag noch zwei Differenzen zum Ständerat zu beraten. Die Mitte-Fraktion wird bei beiden Differenzen der Mehrheit und damit dem Ständerat folgen.

Wir haben in Artikel 7 Absatz 2 Buchstabe g des Kartellgesetzes einen Kompromiss. Wir haben den ersten Satzteil, den der Ständerat übernommen hat. Hier geht es um die Auslandsachverhalte. Das ist wichtig, und es ist auch entscheidend, dass das in diesem Gesetz verankert werden kann. Der zweite Satzteil, die Reimportklausel, wurde vom Ständerat gestrichen. Wir bedauern das auf der einen Seite, sehen aber auf der anderen Seite auch, dass kein mehrheitsfähiger Kompromiss zwischen beiden Räten innert nützlicher Zeit gefunden werden konnte. Deshalb stimmen wir nun hier der Streichung dieser Reimportklausel und damit auch dem Beschluss des Ständerates zu.

Im Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb geht es noch um die Frage des Geoblockings; das ist die zweite Differenz. Hier haben wir ja letztes Mal im Nationalrat eine Kompromisslösung in einem neuen Artikel 3a beschlossen. Der Ständerat hat dann diese Lösung noch weiter angepasst und auch in Zusammenarbeit mit der Verwaltung präzisiert. Die Mehrheit der WAK-N unterstützt jetzt diesen Beschluss des Ständerates, und die Mitte-Fraktion schliesst sich auch hier der Mehrheit an. Das Geoblocking ist etwas sehr Ärgerliches. Es ist wichtig, dass diese Frage mit dieser Gesetzesvorlage im indirekten Gegenvorschlag geregelt werden kann.

Die Mitte-Fraktion ist der Meinung, dass aufgrund der Beschlüsse, die wir jetzt in diesem indirekten Gegenvorschlag fassen - sofern die Mehrheit sich heute durchsetzt -, eine gute Grundlage dafür gegeben ist, dass die Initianten die Fair-Preis-Initiative zurückziehen könnten und die Beschlüsse des Parlamentes damit rasch umgesetzt werden könnten. Ich danke Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung.

Michaud Gigon Sophie · Mit-F · Nationalrat · Waadt · Grüne Fraktion

Comme la semaine passée, je déclare mes liens d'intérêts: je suis secrétaire générale de la Fédération romande des consommateurs qui soutient l'initiative populaire "Stop à l'îlot de cherté - pour des prix équitables".

Cette fois nous arrivons au bout. Après des mois ou des années de discussion, enfin notre Parlement est sur le point de faire une avancée pour lutter contre l'îlot de cherté. En cette période compliquée pour tout le monde, c'est une bonne chose de pouvoir prendre des mesures afin que les PME puissent baisser leurs coûts et que les consommateurs ne se fassent pas racketter par des multinationales étrangères.

Nous sommes désormais arrivés à un compromis avec le Conseil des Etats. En matière de discrimination géographique dans le commerce en ligne, l'administration a fourni une reformulation de la première proposition que nous avions acceptée au début de la session. A notre avis, il s'agit d'une bonne disposition qui a été faite par des juristes du SECO; celle-ci ne confère certes pas de délégation de compétence au Conseil fédéral pour édicter une ordonnance, mais elle reprend les éléments essentiels du règlement européen pour en assurer une bonne mise en oeuvre.

Même si elle utilise les termes de "motifs objectifs", cela ne signifie en aucun cas que ce serait la porte ouverte à toutes les exceptions possibles et que cette disposition serait une coquille vide. Au contraire, le but est d'avoir la souplesse nécessaire pour appliquer cette disposition correctement et enfin mettre un terme à ces pratiques discriminatoires.

Je rappelle que, déjà aujourd'hui, les sites Internet qui visent le marché suisse doivent respecter le droit suisse, même s'ils n'y ont pas de présence physique. Cette disposition permet donc de sanctionner les discriminations par les prix dans le commerce en ligne: il est injuste qu'un consommateur ou qu'une PME paie plus cher le même produit sans aucune plus-value, seulement parce qu'il est basé en Suisse. L'Union européenne l'a fait en 2018 et en a tiré un bilan positif. Emboîtons le pas à nos voisins en soutenant cette solution de compromis du Conseil des Etats.

Le groupe des Verts vous recommande donc de suivre la majorité de votre commission pour clore enfin ce contre-projet indirect. Les initiants sont, à la base, un petit comité de PME, qui a été rejoint par d'autres organisations économiques et de consommateurs. Ils se battent depuis bientôt dix ans contre les prix surfaits. Nous avons aujourd'hui, et par ce biais, le moyen d'agir dans ce sens. En suivant la majorité de la commission, vous acceptez un compromis typiquement helvétique, qui a associé les entreprises et les consommateurs, et qui a mis d'accord nos deux conseils.

Au nom du groupe des Verts, je vous encourage à suivre la majorité de la commission sur les deux dernières divergences.

Aebi Andreas · P-M · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Präsident (Aebi Andreas, Präsident): Die grünliberale Fraktion verzichtet auf ein Votum.

Walti Beat · Mit-M · Nationalrat · Zürich · FDP-Liberale Fraktion

Namens der FDP-Fraktion empfehle ich Ihnen, bei den zwei verbleibenden Differenzen jeweils die Minderheit zu unterstützen.

Das Thema Reimport konnte mit der Mehrheitsvariante gerade noch umschifft werden, indem eben die Reimportklausel gestrichen wurde. Was in diesem Passus verbleibt, ist an und für sich unnötig, weil es bereits durch die anderen Bestimmungen in Artikel 7 zur Marktmacht und zu den unzulässigen Verhaltensweisen abgedeckt ist. Man könnte aber sagen: "Wenn es technisch nichts nützt, so schadet es auch nichts."

Das ändert allerdings nichts daran, dass ich - als zwar interessenungebundener Votant, aber auch als Verfechter eines funktionierenden Wettbewerbs - von dieser Übungsanlage in Artikel 7, die das Prinzip der relativen Marktmacht und der absolut marktbeherrschenden Unternehmen in einer Regelung zusammenführt, weiterhin nichts halte bzw. sie für ein schädliches Konzept halte, das die Rechtsunsicherheit fördert. Das ist nicht im Interesse der Unternehmen, die man hier zu schützen vorgibt.

Ich empfehle Ihnen also, hier bei Artikel 7 Absatz 2 Buchstabe g der Minderheit Burgherr zu folgen.

Zum Thema Geoblocking muss man zuerst auch festhalten, dass die Übungsanlage vor dem Komma falsch ist und damit auch nicht durch Optimierungen hinter dem Komma gerettet werden kann. Die nationalstaatliche Regelung eines internationalen Handelsproblems respektive eines Problems der grenzüberschreitenden Preisdiskriminierung wird einfach nicht funktionieren. Auch die Parallelität zum EU-Recht ist hier unbehelflich, weil die EU innerhalb ihres Binnenmarktes die grenzüberschreitenden Verhältnisse regelt und damit ein ganz anderes Problem adressiert, als wir das hier mit der Regelung im Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) tun wollen. Es wird eben gerade nicht hilfreich sein, diese Probleme oder Ärgernisse zu erledigen, die sich im Schweizer Markt stellen.

Deshalb empfehle ich Ihnen, obwohl das Legalitätsprinzip jetzt adressiert ist und korrekt abgehandelt ist bzw. ihm korrekt nachgelebt wird, diesen Passus nicht in das UWG zu schreiben. Wir wecken Hoffnungen, die wir nie und nimmer werden erfüllen können. Es bleibt bei der Diskriminierung von Schweizer Unternehmen und solchen ausländischen Unternehmen, die immerhin eine physische Präsenz in der Schweiz haben und hier Wertschöpfung produzieren. Das kann ja nicht das Ziel unserer politischen Bemühungen sein.

Deshalb empfehle ich Ihnen auch hier, der Minderheit zu folgen.

Parmelin Guy · BPR-M · Bundesrat · Waadt

La première divergence concerne l'article 7 alinéa 2 lettre g de la loi sur les cartels et concerne plus précisément la deuxième partie de la phrase introduisant ce qu'on désigne sous le nom de clause de réimportation. Le Conseil des Etats a biffé cette clause de réimportation, suivant ainsi la position du Conseil fédéral. La majorité de votre commission soutient donc sur ce point la version du Conseil des Etats. Le Conseil fédéral reste d'avis que la lettre g, dans son intégralité, n'est pas nécessaire. Cependant, la première partie de la phrase n'est pas aussi problématique que la deuxième partie. C'est pourquoi le Conseil fédéral pourrait soutenir la version du Conseil des Etats, soutenue par la majorité de votre commission.

Pour quelles raisons cette clause de réimportation est-elle particulièrement problématique? Vous avez déjà entendu les principaux arguments. Je tiens toutefois à les répéter. Les entreprises qui produisent en Suisse et exportent des biens, indépendamment du fait qu'elles soient en position dominante ou qu'elles aient un pouvoir de marché relatif, ne seraient pas concernées par cette nouvelle disposition. Elles seraient autorisées à empêcher la réimportation de leurs propres biens, par des moyens jusqu'à présent contraires au droit des cartels. Comme cette disposition vaudrait également pour les entreprises ayant une position dominante, cela implique un pas en arrière par rapport à la législation sur les cartels telle qu'elle est en vigueur aujourd'hui.

Cette disposition va également à l'encontre du but de l'initiative et du contre-projet indirect du Conseil fédéral: les entreprises qui produisent en Suisse auraient le droit de différencier les prix alors que les entreprises qui produisent à l'étranger n'auraient pas cette possibilité. Elle est donc clairement protectionniste. Il existe d'ailleurs un avis juridique du World Trade Institute, qui conclut clairement que cette clause est contraire au droit international. Nous aurions le risque de subir des rétorsions de la part de partenaires tels que l'Union européenne, et nous ne souhaitons absolument pas avoir encore cette épée de Damoclès sur la tête.

Lors des délibérations de votre conseil, début mars, il y a eu dans plusieurs interventions un certain malentendu. Des intervenants ont prétendu qu'il n'y aurait pas de discrimination entre les entreprises produisant en Suisse et celles produisant à l'étranger et que les mêmes règles vaudraient pour toutes. Or cela est vrai pour le libellé de l'initiative mais pas pour la décision de votre conseil. L'initiative aurait permis l'application non discriminatoire de la clause de réimportation dans certaines circonstances. Le libellé de l'article 7 alinéa 2 lettre g, quant à lui, exclut désormais définitivement la possibilité que des entreprises produisant à l'étranger puissent également invoquer cette disposition.

Si vous deviez approuver cette disposition, la Suisse pourrait être le premier pays de l'OCDE à inclure explicitement la discrimination contre les entreprises produisant à l'étranger dans sa loi sur les cartels. A ce sujet, naturellement, le Conseil fédéral vous demande de suivre, pour le moins, la décision du Conseil des Etats et la proposition de la majorité de votre commission, et de biffer cette clause de réimportation.

La deuxième divergence concerne l'interdiction du blocage géographique privé. Le Conseil des Etats a suivi la décision de votre conseil sur le principe, en prévoyant un nouvel article 3a dans la loi fédérale contre la concurrence déloyale, mais il a adapté la décision qui venait de votre conseil. Cette adaptation s'est faite sur la base d'une note préparée par l'administration pour la commission du Conseil des Etats. A ce sujet, la majorité de votre commission soutient la version du Conseil des Etats. Sur le plan matériel, la différence principale entre la version initiale du Conseil national et la version du Conseil des Etats est la suivante: celle du Conseil des Etats n'introduit pas de compétence du Conseil fédéral pour édicter une ordonnance. Cela a été dit par l'un ou l'autre des intervenants.

Les discussions d'hier en commission ont soulevé également la question des possibles motifs objectifs prévus dans le projet de loi. La loi fédérale contre la concurrence déloyale connaît déjà la possibilité d'une justification objective dans le cadre de l'examen des conditions générales de vente, ceci conformément à l'article 8. C'est au tribunal compétent de définir ce que sont des motifs objectifs en fonction du marché ou d'autres paramètres.

Par ailleurs, le droit européen en matière de blocage géographique prévoit aussi des raisons objectives pour justifier des exceptions. Concrètement, de tels motifs pourraient être, par exemple, des taxes douanières supplémentaires, des taux de TVA différents ou encore des exigences légales différentes entre les pays.

La version du Conseil des Etats et de la majorité de votre commission comporte certains avantages. Une entrée en vigueur rapide de la disposition est possible puisqu'il n'est pas nécessaire d'édicter une ordonnance au préalable et qu'aucune consultation n'est donc nécessaire. De plus, le principe de légalité est respecté et l'application de la disposition est donc plus sûre sur le plan juridique. Mais il y a aussi certains inconvénients, entre autres, le fait que la réglementation est extrêmement succincte, puisqu'elle ne comporte qu'un article, et que l'absence d'ordonnance pourrait créer une certaine insécurité juridique. En outre, la présente réglementation s'inspire du droit communautaire; or, dans l'Union européenne, la question du blocage géographique est réglementée par deux règlements couvrant plus de trente pages. Créer un règlement équivalent dans un article de deux alinéas est tout simplement impossible.

Enfin, concernant l'évolution du droit, les réglementations dans l'Union européenne sont relativement nouvelles et ne sont probablement pas encore définitives. L'absence de la compétence d'ordonnance pour le Conseil fédéral rendrait donc la compatibilité avec la législation de l'Union européenne plus difficile à mettre en oeuvre. S'il devait y avoir des adaptations futures du droit européen, il faudrait alors certainement présenter un projet de modification de loi afin de pouvoir continuer de bénéficier d'une certaine équivalence dans la réglementation, ceci dans l'intérêt de nos entreprises.

Afin que tout soit clair, le Conseil fédéral est toujours d'avis qu'une réglementation unilatérale dans la loi fédérale contre la concurrence déloyale n'est pas la bonne solution. L'introduction d'un nouvel article 3a dans la loi pourrait avoir des conséquences importantes: le blocage géographique n'a pas de caractère déloyal au sens de la loi fédérale contre la concurrence déloyale. La Suisse devrait appliquer sa législation nationale à l'étranger. Le principe de territorialité empêcherait des actions à l'encontre d'une entreprise étrangère. Les autorités auraient de la peine à faire respecter l'interdiction à l'extérieur des frontières du pays. Par conséquent, l'interdiction toucherait en premier lieu les entreprises suisses. Les entreprises qui n'ont ni siège, ni succursale dans notre pays pourraient difficilement être visées. Avec cette disposition dans la loi, si vous confirmez ceci par un vote, nous ne pourrions pas, au niveau du Conseil fédéral, vous garantir dans quelle mesure cette disposition aurait un effet pour les acheteurs suisses.

Birrer-Heimo Prisca · Mit-F · Nationalrat · Luzern · Sozialdemokratische Fraktion

An ihrer Kommissionssitzung vom 15. März 2021, also gestern, hat die WAK-N die zwei Differenzen zur Initiative "Stop der Hochpreisinsel - für faire Preise" bzw. zum indirekten Gegenvorschlag beraten, die nach der Beratung im Ständerat noch bestehen. Es geht zum einen um Artikel 7 Absatz 2 Buchstabe g des Kartellgesetzes. Der Ständerat hat die umstrittene Reimportklausel, das heisst den zweiten Satz von Buchstabe g, gestrichen, ist dem Nationalrat jedoch entgegengekommen und hat den ersten Satz beibehalten.

Wie der Ständerat ist auch die Mehrheit der WAK-N der Meinung, dass es den ersten Teil der Bestimmung braucht. Sie ergänzt die Auflistung von missbräuchlichem Verhalten von marktbeherrschenden und relativ marktmächtigen Unternehmen und verdeutlicht ein Kernanliegen der Fair-Preis-Initiative, nämlich die diskriminierungsfreie Beschaffung im Ausland. Zudem macht die Bestimmung auch klar, dass mit dieser Revision die Wettbewerbskommission Lieferverweigerungen im Ausland unter den im Kartellgesetz vorgesehenen Voraussetzungen aufgreifen und untersuchen muss.

Satz eins hat Signalwirkung. Er macht auch ausländischen Unternehmen sofort klar, dass einseitige Lieferverweigerungen im Ausland, um in der Schweiz Zuschläge durchsetzen zu können, inskünftig als allenfalls missbräuchlich und daher als unzulässig beurteilt werden.

Die Kommissionsminderheit hält diese Bestimmung nicht für nötig. Sie ist der Meinung, dass das bestehende Kartellgesetz den Auslandsachverhalt abdecke.

Mit 14 zu 8 Stimmen bei 2 Enthaltungen spricht sich die Kommission dafür aus, dem Ständerat zu folgen und diese Differenz auszuräumen. Ich bitte Sie, der Mehrheit der Kommission zu folgen.

Die zweite Differenz betrifft das Geoblocking-Verbot in Artikel 3a des Bundesgesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG). Nachdem der Nationalrat die angepassten Bestimmungen im UWG am 4. März 2021 mit 128 zu 47 Stimmen bei 13 Enthaltungen deutlich angenommen und sich damit ein zweites Mal klar für ein Geoblocking-Verbot ausgesprochen hat, ist der Ständerat dem Entscheid am 9. März gefolgt und hat den Geoblocking-Artikel im UWG bestätigt. Er hat den Artikel dabei aufgrund der Empfehlungen der Verwaltung noch angepasst: Zum einen ist er redaktionell verbessert und übersichtlicher gestaltet worden, zum andern wird mit dem nun vorliegenden Artikel 3a UWG auf eine Delegation an den Bundesrat verzichtet. Damit werden allfällige Konflikte mit dem Legalitätsprinzip vermieden. Die Ausnahmen sind nun also im Gesetz in Absatz 2 festgelegt.

Der entsprechend formulierte Artikel 3a hat auch den Vorteil, dass er sofort in Kraft gesetzt werden kann. Sowohl im Ständerat als auch im Nationalrat wurde klar geäussert, dass es eine Regelung gegen das Geoblocking brauche und dass sie nicht mehr auf die lange Bank geschoben werden dürfe.

Kritische Argumente, die teilweise im Ständerat geäussert wurden, hat Ihre WAK an ihrer Sitzung gestern noch besprochen. Dazu Folgendes: Grundsätzlich passt eine Geoblocking-Regelung ins UWG. Das wurde von verschiedenen juristischen Experten bestätigt. Der nun vorliegende Text lehnt sich an die EU-Regelung an, die erprobt ist und sich bewährt hat. Er sieht die gleichen Ausnahmen vor. Das erleichtert die Rechtsdurchsetzung - Stichwort Amtshilfe - deutlich. Die EU-Regelung umfasst zwar mehr Seiten, wie vorhin der Bundespräsident erwähnt hat. Der eigentliche materielle Inhalt findet sich aber in den Artikeln 3 bis 5 der Verordnung 302 von 2018. Viele der genannten Seiten sind Einführungstext, Definitionen und Erläuterungen, wie das in den Länderrechten umgesetzt werden müsste. Damit ist aber unsere vorliegende Bestimmung mit einem Artikel und zwei relativ langen Absätzen durchaus vergleichbar mit jener Regelung der EU. Schweizer Regelungen, die sich an EU-Recht anlehnen, sind oft textlich kürzer. Dies entspricht ohnehin unserer Gesetzgebungstradition und wird auch von der Wirtschaft gefordert.

Dass Bestimmungen erst im parlamentarischen Verfahren in einen Entwurf aufgenommen werden, also ohne Vernehmlassung, ist nichts Neues, insbesondere, was das UWG betrifft. 2011 etwa wurden im Rahmen der letzten grossen Revision Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe s - da geht es um die Abwicklung des elektronischen Geschäftsverkehrs, also im Prinzip um eine Bestimmung zum E-Commerce -, aber auch Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe t und Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe u erst im Parlament vorgeschlagen. Dies hat zu keinerlei Problemen geführt. Gerade die in der Praxis sehr wichtige Bestimmung in Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe s lehnt sich übrigens ebenfalls an das entsprechende EU-Recht an und hat sich bewährt, dies notabene auch ohne Norm zur Delegation an den Bundesrat.

In der kürzlich erschienenen "Anwaltsrevue" des Schweizerischen Anwaltsverbands wurde die Geoblocking-Regelung im UWG - und zwar noch jene, wie sie der Nationalrat zuerst beschlossen hat - bereits als eine Bestimmung beurteilt, die zu einer begrüssenswerten und gleichzeitig massvollen Evolution des Lauterkeitsrechts führen werde, zumal der überarbeitete Entwurf den Bedenken eines zu weit gehenden Verbots gebührend Rechnung trägt.

In der WAK wurde noch die Frage nach den sachlichen Rechtfertigungsgründen gestellt, die neu eingefügt worden sind. Diese Formulierung stammt aus dem Kartellrecht. Das Departement, also die Verwaltung, hat uns dazu mögliche Hinweise gegeben; Bundespräsident Parmelin hat sie vorhin erwähnt. Diese sachlichen Rechtfertigungsgründe können beispielsweise Zollgebühren, Versandkosten oder unterschiedliche Mehrwertsteuern sein. Die Kommissionsminderheit sieht keinen Nutzen in dieser Regelung, befürchtet nur Bürokratie und lehnt eine Bestimmung im UWG ab. Die Mehrheit der WAK ist klar der Meinung, dass der vorliegende Text im UWG eine gute und taugliche Lösung darstellt.

Die Kommission empfiehlt Ihnen mit 15 zu 6 Stimmen bei 4 Enthaltungen, dem vorliegenden Artikel 3a UWG zuzustimmen und damit auch diese Differenz zum Ständerat auszuräumen.

Ich habe noch einen kleinen Hinweis - ich denke, dass wir diesen in der Redaktionskommission aufnehmen -: Es gibt bei Artikel 3a Absatz 1 Buchstabe a einen Schreibfehler. Das "sich" gehört sicher weg. Die Redaktionskommission wird das sowieso noch genauer anschauen.

Ich bitte Sie also, dem Beschluss Ihrer Kommission zu folgen und die Bereinigung des indirekten Gegenvorschlages heute so abzuschliessen.

Regazzi Fabio · Mit-M · Nationalrat · Tessin · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.

Comme il a été dit plusieurs fois, deux divergences persistent. En ce qui concerne l'article 7 alinéa 2 lettre g de la loi sur les cartels, notre conseil s'en est tenu le 4 mars 2021 à sa version initiale. La commission soeur et le Conseil des Etats ont fait un pas dans notre direction, en proposant de ne conserver que la première phrase de cette lettre g et de biffer la seconde phrase.

La lettre g liste ainsi les comportements abusifs des entreprises dominantes et relativement dominantes: de la sorte figure noir sur blanc dans la loi sur les cartels le principe central de l'initiative, soit l'égalité de traitement pour l'approvisionnement à l'étranger. En cas de retrait de l'initiative, il est important que le principe soit énoncé clairement dans la loi. En plus, cette phrase assure la sécurité juridique. Les producteurs étrangers savent ainsi à quoi s'attendre et la marge d'interprétation étant plus étroite, moins de cas seront soumis à la Comco ou aux tribunaux, ce qui les déchargera.

La seconde phrase, celle biffée par le Conseil des Etats, se rapporte à la clause de réimportation proprement dite. Le Conseil des Etats estime que cette exception est protectionniste et qu'elle entre en contradiction avec les buts de l'initiative. Comme il est apparu de plus en plus clairement au cours des délibérations sur le contre-projet indirect que d'éventuelles réimportations n'étaient pas un problème, la majorité de la CER-N n'a plus d'opposition à faire valoir.

Une minorité estime cependant qu'il faut biffer toute la lettre g, parce qu'elle serait inutile et que l'égalité de traitement pour l'approvisionnement à l'étranger serait soumise à d'autres dispositions de la loi sur les cartels.

La commission vous invite, par 14 voix contre 8 et 2 abstentions, à soutenir le compromis du Conseil des Etats et donc à biffer la clause de réimportation proprement dite, tout en maintenant l'article 7 alinéa 2 lettre g et sa première phrase.

J'en viens maintenant au géoblocage, couvert par l'article 3 de la loi contre la concurrence déloyale. Le 4 mars 2021, notre conseil a accepté la proposition de la CER-N, par 128 voix contre 47 et 13 abstentions, et ceci pour la seconde fois. La semaine dernière, le Conseil des Etats a suivi pour l'essentiel la décision du Conseil national, mais - sur recommandation du SECO - la Chambre haute a structuré différemment le texte. Elle a en plus intégré les exceptions dans la loi et retiré la compétence d'ordonnance au Conseil fédéral. Le SECO a en effet fait valoir que cette solution évite de possibles conflits avec le principe de légitimité.

Lors de nos délibérations en commission, hier, il a été en particulier question de savoir s'il fallait mener une procédure de consultation sur le géoblocage. Cantons, partis et associations ont eu l'occasion de se prononcer au printemps 2020 sur l'article 3 et ils ont utilisé cette possibilité.

Un autre point d'interrogation concernait la compatibilité avec le droit européen. Les exceptions inscrites dans la loi par le Conseil national et reprises par le Conseil des Etats sont les mêmes que dans l'UE, ce qui devrait faciliter l'entraide judiciaire.

La minorité de votre commission reste cependant d'avis que l'interdiction du géoblocage restera difficile à appliquer à l'étranger et qu'une interdiction est inutile: les consommateurs et les PME ont d'autres moyens de se procurer des biens et des services bon marché.

Finalement, la majorité de la commission est arrivée, elle, à la conclusion que, oui, la loi contre la concurrence déloyale est la base juridique adéquate pour accueillir une interdiction du géoblocage, qu'une ordonnance d'application n'est pas nécessaire et que la norme proposée est compatible avec le droit européen. Ce faisant, l'article 3a a l'avantage de mettre cette interdiction rapidement en vigueur, ce qui répond aux attentes des deux chambres.

La majorité de la commission - la décision a été prise par 15 voix contre 6 et 4 abstentions - vous invite donc à suivre le Conseil des Etats. En suivant la majorité de la Commission de l'économie et des redevances, nous nous rallierons au Conseil des Etats sur les deux divergences, ce qui permettra de régler ce dossier.

Aebi Andreas · P-M · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Präsident (Aebi Andreas, Präsident): Bevor wir zur Abstimmung kommen, möchte ich drei Ratskollegen zum Geburtstag gratulieren. Es sind dies Jean-Pierre Grin, Pierre-Yves Maillard und Michael Töngi. Herzliche Gratulation! (Beifall)

Abstimmung

Ziff. I Art. 7 Abs. 2 Bst. g - Ch. I art. 7 al. 2 let. g

Abstimmung - Vote

Für den Antrag der Mehrheit ... 141 Stimmen

Für den Antrag der Minderheit ... 45 Stimmen

(6 Enthaltungen)

Abstimmung

Ziff. Ia Art. 3a - Ch. Ia art. 3a

Abstimmung - Vote

Für den Antrag der Mehrheit ... 146 Stimmen

Für den Antrag der Minderheit ... 38 Stimmen

(8 Enthaltungen)

Aebi Andreas · P-M · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Präsident (Aebi Andreas, Präsident): Das Geschäft ist damit bereit für die Schlussabstimmung.