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Rete Due, das zweite Radioprogramm der RSI, ist unverzichtbar für die Erfüllung des Service-public-Auftrags in der SRG-Konzession

52394 · Amtliches Bulletin

Vom 16. März 2021

https://lexipedia.io/de/docs/ch/ab-bo-bu/52394/de/rete-due-das-zweite-radioprogramm-der-rsi-ist-unverzichtbar-fur-die-erfullung-des-service-public-auftrags-in-der-srg-konzession

Abgerufen am 11. Sept. 2026

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Geschäft: Rete Due, das zweite Radioprogramm der RSI, ist unverzichtbar für die Erfüllung des Service-public-Auftrags in der SRG-Konzession (20.4479)

20.4479

Rete Due, das zweite Radioprogramm der RSI, ist unverzichtbar für die Erfüllung des Service-public-Auftrags in der SRG-Konzession

Hefti Thomas · 1VP-M · Ständerat · Glarus · FDP-Liberale Fraktion

Präsident (Hefti Thomas, erster Vizepräsident): Die Interpellantin ist von der schriftlichen Antwort des Bundesrates teilweise befriedigt. Sie beantragt Diskussion. - Sie sind damit einverstanden.

Carobbio Guscetti Marina · Mit-F · Ständerat · Tessin · Sozialdemokratische Fraktion

Ho chiesto di poter intervenire per sviluppare l'interpellanza, perché i quesiti che ho posto toccano temi centrali non solo per la radiotelevisione di lingua italiana, bensì per tutta la SSR. E i quesiti, a mio parere, hanno trovato solo una risposta parziale nella risposta del Consiglio federale.

In particolare, si tratta di valutare che servizio pubblico vogliamo, qual è il suo futuro, un futuro che passa anche attraverso l'offerta culturale. Non si tratta di non tener conto del cambiamento strutturale, del pubblico, dei ruoli del web e dei social media, una realtà con la quale siamo confrontati. Ma la diffusione della cultura su questi canali, sul web e sui social media, non può e non deve obbligare il servizio pubblico di informazione ad abbandonare i vettori comunicativi classici, perché questi permettono di raggiungere ancora oggi una larghissima fetta di popolazione.

La SSR ha il mandato di fornire, offrire e promuovere servizi nel settore culturale e non deve rivolgersi solo a un pubblico maggioritario. Al centro di questo mandato c'è l'informazione e l'approfondimento culturale in tutte le parti del paese. Le cittadine e i cittadini hanno il diritto, in base alla concessione del Consiglio federale alla SSR, a un'informazione e a una cultura di qualità, approfondita e misurata. Al servizio pubblico spetta il compito di fornire gli strumenti per rafforzare la vita democratica, che è tale quando le persone hanno a disposizione e possono fruire di un giornalismo e di una cultura che facciano da tramite.

Le reti culturali hanno un ruolo di creatore, promotore ed innovatore culturale molto importante. Quello che però sembra accadere oggi alla RSI ma anche nelle altre regioni linguistiche, quindi anche nelle altre programmazioni a livello nazionale al di fuori dalla Svizzera italiana, è che non solo c'è un trasferimento di parte della programmazione sui vettori digitali, ma anche una diminuzione dell'offerta culturale che è, a mio parere, anche un cambiamento di sostanza.

Nella Svizzera italiana poi, la RSI ha un ruolo ancora più importante rispetto ad altre regioni svizzere proprio per la situazione di minoranza linguistica e culturale, per il paesaggio mediatico ridotto e per le possibilità di informazione ridotte rispetto al resto del paese, di potersi informare su ciò che accade nel resto della Svizzera o a livello internazionale.

Abbiamo anche un tessuto economicamente fragile che non permette di contare su finanziamenti e sostegni privati alla cultura paragonabili a quelli delle altre regioni linguistiche. La copertura per la cultura in Ticino è più piccola rispetto al resto della Svizzera e quindi non si deve ulteriormente restringerla e minare quelle basi culturali e di approfondimento che sono essenziali per tutto il paese e quindi anche per la Svizzera italiana.

Stimata consigliera federale oltre alle domande che ho già posto nell'interpellanza le chiedo se non ritiene che bisogna garantire, a livello della SSR e della RSI, servizi culturali adeguati con sufficienti spazi di approfondimento, e se ciò non sia necessario per garantire il mandato di servizio pubblico. A mio parere la risposta è ovviamente sì, poiché l'informazione e l'approfondimento culturale in senso lato sono centrali per rafforzare la democrazia.

Un altro aspetto è quello che ho evidenziato nelle domande, ossia l'importanza della coesione nazionale e dello scambio tra le regioni linguistiche del nostro paese. Proprio in questo ambito la SSR svolge un ruolo centrale, e in questo ruolo centrale la cultura, intesa in senso lato come possibilità di confronto e di approfondimento, ha un peso importante.

La concessione sarà rinnovata nel 2022, e quindi mi permetto di chiederle se non ritiene che proprio nell'ottica della coesione nazionale questi elementi debbano essere centrali per il rinnovo della concessione.

Sommaruga Simonetta · BR-F · Bundesrat · Bern

Frau Ständerätin Carobbio Guscetti befürchtet bei der geplanten Neuausrichtung des kulturellen Angebots von RSI einen Qualitätsabbau. Sie befürchtet auch eine Gefährdung der Verständigung und des Austauschs zwischen den Sprachregionen in unserem Land. Deshalb fragt sie auch, ob jetzt diese Veränderungen und diese Neuausrichtung mit der Konzession vereinbar sind. Das ist eine wichtige Frage. Ich denke, die Frage, die sie stellt - kommt die SRG mit diesen Veränderungen weiterhin ihrer Konzession nach? -, beinhaltet vor allem auch die Frage: Kommt die SRG mit diesen Veränderungen jetzt ganz speziell ihrem Kulturauftrag nach?

Das ist eine Frage, die uns alle beschäftigen muss. Gemäss dem Radio- und Fernsehgesetz hat ja die SRG zur kulturellen Entfaltung und zur Stärkung der kulturellen Werte des Landes beizutragen, aber auch zur Förderung der schweizerischen Kultur, unter besonderer Berücksichtigung der Schweizer Literatur und des schweizerischen Musik- und Filmschaffens, namentlich durch Ausstrahlung von Schweizer Produktionen und eigenproduzierten Sendungen. Das ist also der eigentliche Kulturauftrag der SRG. Die SRG soll aber nicht nur kulturelle Werke verbreiten, sondern sie soll auch über Kunst berichten. Sie muss selber auch Kultur für ihre Angebote produzieren, eben auch unabhängige Kulturschaffende mit ihren Aufträgen unterstützen und ihnen in ihren Angeboten eine Plattform anbieten. Die SRG hat durch ihre kulturellen Angebote, denke ich, schon dazu beigetragen, das Interesse beim Publikum zu wecken. Dabei hat sie die schweizerische Kultur in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen auch vermittelt - das tut sie nach wie vor.

Jetzt gibt es eine Verschiebung von kulturellen Angeboten auf die digitalen Kanäle, und das ist ja eigentlich, was uns im Moment alle beschäftigt. Ihre Frage ist jetzt: Ist das nach wie vor konform mit dem Auftrag, auch mit der Konzession?

Ich sage gerne etwas zur Konzession. Das BAKOM wacht ja im Rahmen seiner allgemeinen Aufsicht im Medienbereich darüber, dass die Konzession eingehalten wird. Die Informationen, die dem BAKOM vorliegen, lassen derzeit den Schluss zu - das kann ich Ihnen einfach so von der Aufsichtsbehörde sagen -, dass die Konzession im Bereich Kultur eingehalten wird.

Ich möchte die Neuausrichtung von Rete Due noch ganz konkret anhand von Artikel 16 Absatz 1 Litera a Ziffer 2 der SRG-Konzession anschauen. Ziffer 2 umschreibt in groben Zügen die inhaltliche Ausrichtung des zweiten Radioprogramms für die deutsche, französische und italienische Sprachregion. Gemäss dieser Bestimmung muss das zweite Programm vorwiegend der klassischen und modernen Kunst und Kultur sowie der Hintergrundinformation gewidmet sein.

Nun zur Frage der Veränderung hin zu mehr digitalen Kanälen: Wie Ihnen die SRG in Ihrer KVF schon dargelegt hat, rührt diese Veränderung daher, dass die SRG den Auftrag hat, die gesamte Bevölkerung zu erreichen. Die Konzession gibt der SRG deshalb die Möglichkeit, ihren Kulturauftrag auch über verschiedene Kanäle zu erfüllen. Ein digitales Kulturangebot ist deshalb nicht nur konzessionskonform, sondern auch erwünscht. Trotzdem sollen auch die linearen Angebote im Radio- und Fernsehprogramm wichtig bleiben, sie bilden eine wichtige Voraussetzung für die Erfüllung des Leistungsauftrags.

Im Transformationsprozess, in dem sich die SRG zurzeit befindet, ist es, denke ich, wichtig, dass wir sehr genau hinschauen, damit dieser Auftrag gerade im Kulturbereich weiterhin erfüllt wird und damit wir wissen, was es zur Erfüllung dieses Auftrags braucht. Gleichzeitig, glaube ich, müssen wir auch ein gewisses Verständnis dafür entwickeln, dass die Verschiebung bei den Verbreitungskanälen zwangsläufig auch mehr Mittel für diese Kanäle erfordert und dass in der Folge andere, ursprüngliche Verbreitungsmöglichkeiten zum Teil verschoben werden, was bei einem gewissen Publikum natürlich auch als Abbau empfunden wird. Es scheint mir in dieser Transformationsphase schwierig, aber zugleich auch richtig zu sein, dass wir sehr genau hinschauen und darauf achten, dass die SRG ihren eigentlichen Auftrag auch weiterhin erfüllt. Ich glaube aber, dass wir nicht darum herumkommen, auch ein gewisses Verständnis dafür zu zeigen, dass die Verschiebung hin zu digitalen Kanälen, die eben ein anderes, vielleicht jüngeres Publikum erreichen, auch mit einer gewissen Verschiebung und einem gewissen Abbau im linearen Bereich einhergeht.

Ich kann Ihnen heute nicht mehr sagen. Wir können der SRG ja auch nicht dreinreden. Sie kennen die programmatische Unabhängigkeit der SRG, diese ist sehr wichtig und auch von der Verfassung her so gegeben. Aber ich kann Ihnen versichern, dass ich für diese Frage sehr sensibilisiert bin. Wir führen immer wieder Gespräche. Ich bin Ihnen dankbar, wenn Sie in Ihren jeweiligen Sprachregionen jeweils genau hinschauen, was das bedeutet. Vergessen Sie aber gleichzeitig nicht, dass die SRG neben ihrem Auftrag, das ganze Publikum zu erreichen, in dieser Transformationsphase eine sehr anspruchsvolle Aufgabe hat, die sie mit grosser Ernsthaftigkeit angeht und bei der wir weiterhin genau hinschauen werden.

Mi dispiace se ho risposto in tedesco, però parlare di queste cose in italiano, per me è un po' difficile.