21.023
Armeebotschaft 2021
Aebi Andreas · P-M · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Antrag FK-N/Mehrheit SiK-N
Eintreten
Antrag der Minderheit SiK-N
(Schlatter, Fivaz Fabien, Porchet)
Nichteintreten auf Vorlage 1
Proposition CdF-N/majorité CPS-N
Entrer en matière
Proposition de la minorité CPS-N
(Schlatter, Fivaz Fabien, Porchet)
Ne pas entrer en matière sur le projet 1
Präsident (Aebi Andreas, Präsident): Zur Vorlage 1 liegt der Antrag der Minderheit Schlatter auf Nichteintreten vor. Nach der Eintretensdebatte behandeln wir alle drei Vorlagen in einer einzigen Debatte.
Addor Jean-Luc · Mit-M · Nationalrat · Wallis · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Ce message sur l'armée est fondé sur l'idée que la défense reste, à côté bien sûr d'autres compétences comme l'appui aux autorités civiles, la compétence centrale de notre armée. Il est aussi fondé sur l'idée qu'il s'agit de maintenir et de développer par étapes cette armée comme un système complet et cohérent, avec toutes les compétences et moyens permettant de garantir la flexibilité dont le pays a besoin, comme nous l'avons vu avec l'engagement Corona 2020. Cette menace, personne ne l'avait vue venir. Eh bien, notre armée était prête. Pourquoi était-elle prête? Parce qu'elle a su développer et maintenir des compétences dont certains, à l'époque, pensaient que nous n'aurions peut-être pas besoin.
Ce projet se compose de trois volets, qui se matérialisent par trois arrêtés, pour un total de 2,3 milliards de francs. On a d'abord un arrêté sur le programme d'armement, pour un total de 854 millions de francs, un arrêté sur l'acquisition de matériel de l'armée, pour un total de 772 millions de francs, et un arrêté sur le programme immobilier du DDPS, pour un total de 628 millions de francs.
Les objectifs qui transparaissent de ces projets consistent d'abord à développer les systèmes de conduite et de communication de notre armée et à améliorer et garantir sa mobilité, entre autres par le renouvellement des véhicules de sapeurs de chars. Il s'agit aussi d'optimiser la protection personnelle des militaires. On parle entre autres à cet égard de l'équipement individuel de protection NBC qui a suscité des interrogations au sein de la Commission de la politique de sécurité. Celles-ci portaient sur les réflexions menées par la Commission des finances - qui fera son rapport tout à l'heure - non pas au niveau de la politique financière mais vraiment sur le fond. Il s'agit aussi d'acquérir de nouveaux simulateurs et d'adapter les infrastructures logistiques aux exigences de disponibilité accrues provoquées par le développement de l'armée. Il s'agit encore de moderniser les installations d'instruction en les adaptant en particulier aux besoins des femmes. Enfin, pour terminer, il s'agit de mesures que le département veut prendre dans le domaine de l'efficience énergétique.
L'entrée en matière n'est pas contestée pour les deux derniers projets dont j'ai parlé, à savoir le matériel de l'armée et le programme immobilier. En revanche, elle est contestée par une minorité Schlatter pour ce qui concerne le programme d'armement. Les débats à ce sujet en commission ont, sans surprise, porté sur les tensions qu'il peut y avoir entre les exigences environnementales et les exigences de sécurité, et également sur le poids qu'il faut accorder à ces exigences respectives.
Les délibérations ont aussi porté sur la nature des menaces auxquelles notre armée a vocation à faire face et sur l'opportunité - cela aussi, n'est pas une grande surprise - de moderniser notre matériel lourd.
Pour terminer sur ce point, pour le programme d'armement, je peux dire que la commission l'a finalement accepté, par 17 voix contre 4 et 4 abstentions.
S'agissant du matériel de l'armée, la commission a adopté l'arrêté y relatif au vote sur l'ensemble, par 17 voix contre 3 et 5 abstentions.
Quant au programme immobilier du DDPS, la commission a accepté l'arrêté y relatif à l'unanimité, sous réserve du rapport que va faire maintenant la Commission des finances.
Schilliger Peter · Mit-M · Nationalrat · Luzern · FDP-Liberale Fraktion
Die Finanzkommission des Nationalrates beschloss, zur Armeebotschaft 2021 einen Mitbericht zu verfassen. Da der Bundesrat mit der erwähnten Vorlage dem Parlament Verpflichtungskredite von rund 2,3 Milliarden Franken beantragt, kommt das Mitberichtsverfahren nach Artikel 50 Absatz 3 des Parlamentsgesetzes zur Anwendung. Die für das VBS zuständige Subkommission 4 liess sich die Vorlage am 4. März 2021 vorstellen und verfasste einen Mitberichtsentwurf. Die Finanzkommission beriet diesen an der Sitzung vom 29. März. Vorweg halte ich fest: Die Finanzkommission beantragt Zustimmung zu den drei Bundesbeschlüssen. Gerne stelle ich ihre Betrachtung vor.
Zuerst zur finanzpolitischen Situation: Gemäss Staatsrechnung 2020 stiegen die Nettoschulden 2020 um 15,5 Milliarden an und erreichten 70,2 Milliarden Franken. Um den hohen Mittelbedarf für die Corona-Massnahmen zu decken, wurde im Verlauf des Jahres 2020 einerseits die Verschuldung erhöht. Andererseits wurden flüssige Mittel respektive Finanzvermögen reduziert. Gemäss aktuellen Schätzungen des Bundesrates wird für das Jahr 2021 ein Finanzierungsdefizit von rund 20 Milliarden Franken erwartet. Ursache sind vorwiegend die ausserordentlichen Ausgaben zur Bewältigung der Corona-Pandemie.
Das Amortisationskonto ist die Statistik der Schuldenbremse für den ausserordentlichen Haushalt. Gemäss geltendem Finanzhaushaltgesetz muss ein Fehlbetrag innerhalb von sechs Jahren ausgeglichen werden, wobei das Parlament die Frist erstrecken kann. Dieses Konto dürfte per Ende 2021 auf rund 30 Milliarden Franken angewachsen sein. Für die Jahre 2022 bis 2024 rechnet der Bundesrat mit einem ausgeglichenen bis leicht positiven Saldo im Bundeshaushalt.
Zu den Auswirkungen dieses Rüstungsprogramms auf die Schweizer Volkswirtschaft: Dieses Rüstungsprogramm führt voraussichtlich zu Aufträgen an Schweizer Unternehmen in der Höhe von 697 Millionen Franken - 82 Prozent der Verpflichtungskredite - und zu Kompensationsgeschäften im Umfang von 134 Millionen Franken; dies entspricht etwa 15 Prozent der Verpflichtungskredite. Damit würden 97 Prozent der Verpflichtungskredite zu zusätzlichen Aufträgen an die Unternehmen in der Schweiz führen. Zudem soll das Immobilienprogramm VBS 2021 vorwiegend in der Schweiz beschäftigungswirksam werden. Insbesondere die sicherheitsrelevante Industrie- und Technologiebasis sowie die Baubranche sollen damit von Aufträgen im Umfang von 1,5 Milliarden Franken profitieren.
Zur finanzpolitischen Beurteilung der Armeebotschaft 2021: Im Rahmen des Rüstungsprogramms, der Beschaffung von Armeematerial und des Immobilienprogramms des VBS beantragt der Bundesrat Verpflichtungskredite in der Höhe von rund 2,3 Milliarden Franken. Die Finanzkommission ist der Meinung, dass aufgrund der finanzpolitischen Situation die Kredite für die Armeebotschaft nicht aufgestockt werden dürfen. Wenn das Ausmass der durch die Corona-Pandemie verursachten Schulden einigermassen absehbar ist, werden Bundesrat und Parlament eine finanzpolitische Standortbestimmung vornehmen müssen. Im Rahmen dieser Standortbestimmung wird zu klären sein, wie die wiederkehrenden Finanzbeschlüsse von erheblicher Tragweite und die anstehenden Investitionen der Armee finanziert werden sollen.
Nun zu den drei Bundesbeschlüssen, zunächst zu Vorlage 1, dem Rüstungsprogramm 2021: Die Finanzkommission beantragt Zustimmung zum Bundesbeschluss. Der vorberatenden Subkommission lag ein Antrag vor, der die Beschaffung von individueller ABC-Schutzausrüstung auf 90 Millionen Franken begrenzen wollte. Der Antragsteller begründete dies damit, dass mit 160 000 Einsatzanzügen und 57 000 Ausbildungsanzügen für eine Armee mit einem Bestand von 100 000 Armeeangehörigen zu viele Anzüge beschafft würden. Die Subkommission unterstützte mit 4 zu 2 Stimmen den Entwurf des Bundesrates. Für die Kommissionsberatung wurde kein Antrag eingereicht, womit in der Kommission auch keine Abstimmung durchgeführt wurde und der Entwurf des Bundesrates unbestritten blieb. Ein Grund war, dass die Finanzkommission es als Aufgabe der SiK ansieht, die Frage des Mengengerüstes zu prüfen, da dies primär eine sicherheitspolitische Frage ist.
Mit 16 zu 9 Stimmen abgelehnt wurde ein an der Kommissionssitzung eingereichter Antrag, der in Artikel 2 Buchstabe c den Verpflichtungskredit zur Erneuerung der Fahrzeuge für die Panzersappeurinnen und -sappeure von 360 auf 240 Millionen Franken kürzen wollte. Begründet wurde der Antrag damit, dass diese Beschaffung aufgrund der aktuellen Gefahrenlage nicht mehr angezeigt sei. Für die Kommissionsmehrheit war klar, dass diese Frage von der federführenden SiK zu klären ist. Es wurde kein Minderheitsantrag eingereicht.
Damit ist die Finanzkommission in dieser Vorlage gleicher Meinung wie der Bundesrat.
Ich komme zu Vorlage 2, dem Bundesbeschluss über die Beschaffung von Armeematerial 2021. Die Finanzkommission beantragt Zustimmung zum Bundesbeschluss. Der Subkommission 4 der FK-N lag ein Antrag vor, der den Ausrüstungs- und Erneuerungsbedarf 2021 auf 420 Millionen Franken begrenzen wollte. Der Antragsteller begründete dies damit, dass in den Erläuterungen der Botschaft im Abschnitt "Material für die Führungsunterstützung" mehrere Bedarfsbegründungen aufgeführt sind, die bereits in anderen Kreditposten berücksichtigt werden, namentlich jene für die IT-Systeme und ABC-Materialien.
Die Subkommission unterstützte mit 4 zu 2 Stimmen den Entwurf des Bundesrates. Die Finanzkommission folgte der Mehrheit der Subkommission, da die Verwaltung zugesichert hat, dass es keine Doppelbelastungen gebe, sondern dass der bundesrätliche Entwurf verschiedene Systeme und Positionen betreffe. Auch bei diesem Minderheitsantrag aus der Subkommission war die Kommission der Meinung, dass es Aufgabe der SiK sei, diese inhaltlich-materielle Frage zu prüfen. Die Kommission führte keine Abstimmung durch, womit sich im Ergebnis kein Änderungsantrag gegenüber dem Entwurf des Bundesrates ergab.
Ich komme noch zu Vorlage 3, dem Bundesbeschluss über das Immobilienprogramm VBS 2021. Die Finanzkommission beantragt Zustimmung zum Bundesbeschluss. Der FK-Subkommission lag ein Antrag vor, der die Verdichtung des Waffenplatzes Frauenfeld, dritte Etappe, auf 74 Millionen Franken, die Verdichtung des Waffenplatzes Drognens, zweite Etappe, auf 50 Millionen Franken, die Sanierung des Ausbildungszentrums Schwarzenburg auf 39 Millionen Franken und die weiteren Immobilienvorhaben 2021 auf 240 Millionen Franken erhöhen wollte. Der Antragsteller begründete dies damit, dass die Zusatzaufwendungen von insgesamt 30 Millionen Franken im Sinne einer spezifischen Kreditverwendung für weitere beziehungsweise wirkungsvollere energetische Sanierungen eingesetzt werden sollen. Dies orientiert sich am Ziel einer 50-Prozent-Einsparung von CO2 im Jahr 2030 gegenüber dem Referenzjahr 2001. Unter den "Weiteren Immobilienvorhaben 2021" sind Werterhaltungsmassnahmen von 80 Millionen Franken subsumiert. Diese sollen aus den gleichen Gründen auf 95 Millionen Franken erhöht werden.
Die Subkommission unterstützte mit 3 zu 2 Stimmen bei 1 Enthaltung den Entwurf des Bundesrates. Der Minderheitsantrag wurde in der Kommission zugunsten eines Einzelantrages zurückgezogen, der wesentliche Elemente des Minderheitsantrages aufnahm und diesen etwas präzisierte. Dieser Einzelantrag, der nun als Minderheitsantrag auf der Fahne aufgeführt ist, wurde mit 14 zu 9 Stimmen bei 2 Enthaltungen abgelehnt. Begründet wurde der Einzelantrag damit, dass man, wenn man schon die Gelegenheit habe, ganz neue Gebäude zu bauen oder Gesamtsanierungen vorzunehmen, dies zum Anlass nehmen solle, auch bei den Armeebauten einen besseren Energiestandard zu erreichen.
Die Mehrheit der Kommission unterstützt den Entwurf des Bundesrates und ausdrücklich die Bemühungen des VBS, die Gebäude energieeffizienter zu machen. Für sie stellte sich die Frage, ob es sinnvoll ist, bei diesen Gebäuden die Label Minergie-P und Minergie-Eco vorzugeben. Die vorhandene Vorlage sei stimmig. Der Grossteil dieser Gebäude seien Werkstätten mit grossen Zugangstoren, die viel gelüftet werden müssen. Aufwand und Nutzen seien bei weiterreichenden Energielabels nicht mehr gegeben. Der Mitteleinsatz werde entsprechend nicht zweckdienlich vorgenommen.
Ich komme zum Schluss: Im Namen der Finanzkommission bitte ich Sie, stets der Mehrheit zu folgen und der Armeebotschaft aus finanzpolitischen Erwägungen die Unterstützung zu geben.
Gschwind Jean-Paul · Mit-M · Nationalrat · Jura · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.
Dans sa séance du 29 mars dernier, la Commission des finances a pris connaissance du message sur l'armée 2021 du Conseil fédéral, qui demande au Parlement d'approuver des crédits d'engagement de quelque 2,3 milliards de francs, et a décidé d'adresser un corapport à la Commission de la politique de sécurité au sens de l'article 50 alinéa 3 de la loi sur le Parlement et de préciser par la même occasion ses propositions, qu'elle défendra devant notre conseil.
Dans l'introduction de son corapport, la Commission des finances brosse un aperçu de la situation budgétaire de l'année en cours, qui prévoit un déficit de financement de quelque 20 milliards de francs - nous en avons beaucoup parlé hier - et donne un état des lieux de la dette brute qui a progressé de 6,7 milliards de francs pour atteindre 103,7 milliards fin 2020.
Avec le programme d'armement 2021, le Conseil fédéral demande des crédits d'engagement, je l'ai dit, à hauteur de 2,3 milliards de francs, avec des attributions de mandats pour les entreprises suisses de quelque 697 millions de francs ou 82 pour cent des crédits d'engagement et la conclusion d'affaires compensatoires pour un volume équivalent à 134 millions de francs.
Je vais vous présenter maintenant les considérations et les propositions de la Commission des finances. Concernant le projet 1, l'arrêté fédéral sur le programme d'armement, la commission a débattu une proposition visant à limiter à 90 millions de francs le crédit relatif à l'équipement individuel de protection NBC, ce qui équivaut donc à une diminution de 30 millions de francs, prétextant que l'acquisition de 160 000 tenues d'engagement et de 57 000 tenues d'instruction était exagérée en comparaison avec l'effectif de 100 000 hommes de l'armée. La Commission des finances pense que ces questions de quantité touchent principalement à la sécurité et relèvent par conséquent de la Commission de la politique de sécurité.
En outre, par 16 voix contre 9, la Commission des finances a rejeté une proposition qui vise à réduire à 240 millions de francs, au lieu des 360 millions demandés, le crédit pour le renouvellement des véhicules des sapeurs de chars, un renouvellement de matériel inapproprié compte tenu de la menace actuelle, selon l'auteur de la proposition. En conclusion, aucune proposition de minorité n'ayant été déposée, la Commission des finances propose d'adhérer au projet 1 du Conseil fédéral.
Concernant le projet 2, l'arrêté fédéral sur l'acquisition de matériel de l'armée 2021, la Commission des finances a pris connaissance d'une proposition déposée en sous-commission visant à limiter à 420 millions de francs le crédit prévu pour l'équipement personnel et le matériel à renouveler, en argumentant que les besoins financiers sont déjà pris en considération dans d'autres rubriques budgétaires, ce qui est contesté par l'administration, qui réfute toute existence de doublons. A noter que la Commission des finances n'a procédé à aucun vote et propose d'approuver le projet 2 du Conseil fédéral.
Concernant l'arrêté fédéral sur le programme immobilier du DDPS 2021, le projet 3, la Commission des finances a pris connaissance d'une proposition de la sous-commission 4 qui vise à affecter 30 millions de francs supplémentaires à une rénovation plus efficace et efficiente sur le plan énergétique de certains projets, par exemple, ceux de Schwarzenburg, Frauenfeld ou Drognens, en respectant les labels Minergie-P ou Minergie-Eco afin de réduire d'ici à fin 2030 les émissions de CO2 de 50 pour cent par rapport à 2001, au lieu des 40 pour cent prévus dans le message. Ce montant de 30 millions de francs, selon l'auteur de la proposition, devra être compensé dans le programme d'armement 2021. La sous-commission 4 a refusé, par 3 voix contre 2 et 1 abstention, cette proposition.
La majorité de votre commission a été sensible aux arguments de l'administration qui affirme que l'application d'un label n'est pas linéaire et dépend de la spécificité et de la fonctionnalité des bâtiments, et que le projet présenté est cohérent car la majorité des bâtiments concernés sont des ateliers qui doivent pouvoir bénéficier d'une très bonne aération.
La proposition de la minorité de la sous-commission 4 a été retirée au profit d'une proposition individuelle que notre Commission des finances a rejetée par 14 voix contre 9 et 2 abstentions et qui figure donc dans le dépliant en tant que proposition de la minorité Wettstein. En conclusion, la Commission des finances propose d'approuver également le projet 3 et d'adhérer au projet du Conseil fédéral.
Je vous invite à suivre les propositions de la Commission des finances.
Schlatter Marionna · Mit-F · Nationalrat · Zürich · Grüne Fraktion
Ich beantrage Ihnen im Namen einer Minderheit Nichteintreten auf die Vorlage 1, den Bundesbeschluss über das Rüstungsprogramm 2021.
Im Rüstungsprogramm 2021 beantragt die Armee 360 Millionen Franken für die Erneuerung der Fahrzeuge für die Panzersappeure - 360 Millionen, die nur das Szenario "Bewaffneter Konflikt" legitimiert, das auch seitens des Bundesrates als wenig wahrscheinlich taxiert wird. Diese Ausgaben stehen in keinem Bezug zur realen Bedrohungslage. Im kürzlich publizierten Risikobericht wird denn auch das Szenario eines konventionellen Krieges nicht einmal berechnet. Mit den Ausgaben für die Panzer werden unnötig Mittel gebunden, und dies in Zeiten veränderter finanzpolitischer Ausgangslagen. Es werden Mittel gebunden, welche beispielsweise für ein Pandemie-Frühwarnzentrum benötigt würden.
Die Zeiten haben sich geändert. Die finanziellen Mittel der Armee sollten an den realistischen Bedrohungen ausgerichtet werden. Denn wenn uns die Corona-Krise etwas lehren kann, dann das, dass wir den Risikoberichten mehr Aufmerksamkeit schenken sollten. Bereits Jahre vor der Corona-Krise wurde das Risiko einer Pandemie als erheblich eingestuft, im letzten Risikobericht aus dem Jahr 2015 sogar als zweithöchstes Risiko für die Bevölkerung. Diesen Worten sind zu wenig Taten gefolgt, und wir waren auf die angekündigte Pandemie ungenügend vorbereitet.
Weder die Bekämpfung von Pandemien noch Strommangellagen, klimawandelbedingte Risiken, Cyberangriffe oder terroristische Bedrohungen usw. - keines der Szenarien rechtfertigt den Kauf von Radschützenpanzern. Radschützenpanzer sind Kampffahrzeuge, die dafür ausgelegt sind, dass Soldaten geschützt von der Panzerung aus dem Fahrzeug heraus schiessen können. Die Rüstungs- und Militärindustrie ist eine der dreckigsten Industrien überhaupt. Sie kostet die Allgemeinheit zu viel. Sie kostet Menschenleben, verschmutzt die Umwelt und bindet Geld, das für die Bekämpfung von Bedrohungen wie der Klimakrise oder der wachsenden Ungleichheit fehlt. Die Mehrheit der Bevölkerung will eine Armee. Aber ich wage zu vermuten, dass die Mehrheit der Bevölkerung eine Armee will, welche die Bevölkerung vor den echten Bedrohungen schützen kann. Sie will keine Armee, die Milliarden für die Selbstbeschäftigung verschwendet.
Unterstützen Sie meinen Antrag auf Nichteintreten auf den Bundesbeschluss 1 über das Rüstungsprogramm 2021, und geben Sie damit die Mittel für die Bekämpfung echter Risiken frei.
Hurter Thomas · Mit-M · Nationalrat · Schaffhausen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Die SVP-Fraktion bittet Sie darum, der Armeebotschaft zuzustimmen sowie das Nichteintreten und in der Detailberatung sämtliche Minderheitsanträge abzulehnen.
Lassen Sie mich ganz kurz auf den Nichteintretensantrag eingehen. Ich muss Ihnen ehrlicherweise sagen, dass das etwas ist, das wir schon länger kennen. Normalerweise wird das von der linken Seite benutzt. Das ist jetzt für einmal nicht gemacht worden, wofür ich mich natürlich auch bedanken möchte. Warum macht man das? Wenn man die Armee anders einsetzen will, gibt es eigentlich zwei Möglichkeiten: Entweder man kürzt die Gelder beim Rüstungsprogramm, oder man beschliesst Nichteintreten. Das ist ein Scheingefecht. Auch wenn als Begründung der Umweltschutz angeführt wird, muss ich sagen, dass die Frau Bundesrätin immer gesagt hat, dass das auch ihr ein Anliegen sei. Ich bitte Sie deshalb, den Nichteintretensantrag abzulehnen - das ist doch wirklich eine altbekannte Geschichte.
Bevor ich zwei Dinge zur Detailberatung sage, habe ich noch eine Bemerkung zur Finanzkommission: Wir alle wissen ja, und das wurde von unseren Kollegen der Finanzkommission auch richtig ausgeführt, dass sie eine finanzpolitische Beurteilung vornehmen müssen. Aber leider ist es mittlerweile so, dass die Finanzkommission vor der Sicherheitspolitischen Kommission tagt und eigentlich eine sicherheitspolitische Diskussion führt; das wurde ebenfalls ausgeführt. Ich halte das für etwas ungewöhnlich. Die Sachbearbeitung soll doch bei der Fachkommission bleiben. Ich bitte die Mitglieder der Finanzkommission deshalb darum, die finanzpolitische Beurteilung vorzunehmen, denn ihre Vorstösse lagen letztlich eins zu eins in unserer Kommission vor. Das waren meine Ausführungen zu diesem Punkt.
Dann komme ich zur Detailberatung: Hier liegen uns verschiedene Kürzungs- und Streichungsanträge vor. Beim Bundesbeschluss 1 geht es um die Panzersappeure bzw. den Schützenpanzer. Wenn hier gesagt wird, das sei ein Konflikt von gestern, dann muss ich sagen: Schauen Sie doch etwas zurück, was in der Vergangenheit in der Umwelt geschehen ist. Schauen Sie vielleicht auch in die Zukunft, wir wissen nicht, was sein wird. So haben wir auch nicht gewusst, dass es einmal Corona geben wird. Wir sprechen von einer allfälligen hybriden Kriegsführung. Auf all das müssen wir vorbereitet sein.
Seien Sie doch ehrlich, Sie von der grünen Seite: Wenn Sie das nicht wollen, dann helfen Sie mit, die Armee abzuschaffen, denn dann können Sie genau das machen, was Sie wollen. Aber die Armee hat einen Sicherheitsauftrag. Selbstverständlich ist die Umwelt wichtig, aber die Armee hat einen Sicherheitsauftrag.
Deshalb bitte ich Sie, beim Rüstungsprogramm diese Kürzungs- respektive Streichungsanträge nicht zu unterstützen.
Dann gibt es noch das Thema Armeematerial. Auch dort gibt es Streichungsanträge. Das ist auch etwas, das wir immer wieder diskutieren. Die Säulen der neuen Armee basieren unter anderem darauf, dass wir eine Vollausrüstung haben. Eine Vollausrüstung heisst, dass man als Angehörige der Armee eben etwas mehr Material hat. Das ist völlig logisch. Das Ziel ist ja eben eine Vollausrüstung. Deshalb bitte ich Sie, den Minderheitsantrag Fivaz Fabien abzulehnen.
Dann komme ich noch zum Minderheitsantrag Roth für eine Kürzung der Munition. Auch das ist etwas, das wir immer wieder diskutieren. Munition benötigen wir zum Trainieren. Wer gut trainiert ist, der ist auch gut vorbereitet. Dann passieren auch weniger Unfälle.
Ich komme zum letzten Punkt betreffend die Immobilienbotschaft. Das wurde ausgeführt. Hier ist ein neuer Standard gefordert worden. Vom finanzpolitischen Sprecher wurde es richtig ausgeführt: Sie können schon solche Standards fordern, aber wenn die Gebäude eben anders eingesetzt werden, dann können diese Standards auch nicht eingehalten werden. Hier muss ich Ihnen ganz klar sagen: Wenn Sie betreffend die Armee neue Forderungen aufstellen, dann bin ich dabei, sobald Sie das Budget der Armee erhöhen. Wenn Sie also bereit sind, das nächste Mal über diese 5 Milliarden Franken hinauszugehen, dann können wir durchaus solche Dinge diskutieren.
Zusammengefasst bitte ich Sie also, auf die Vorlage einzutreten und die Minderheitsanträge abzulehnen.
Seiler Graf Priska · Mit-F · Nationalrat · Zürich · Sozialdemokratische Fraktion
Die Armeebotschaft 2021 beinhaltet dieses Jahr drei separate Bundesbeschlüsse, wir haben es gehört: den Bundesbeschluss über das Rüstungsprogramm 2021, den Bundesbeschluss über die Beschaffung von Armeematerial 2021 und den Bundesbeschluss über das Immobilienprogramm VBS 2021 für insgesamt 2,3 Milliarden Franken. Das sind 400 Millionen Franken weniger als letztes Jahr. Es handelt sich hier also um eine gemässigte Armeebotschaft im normalen Umfang.
Die SP-Fraktion unterstützt beim Rüstungsprogramm den unbestrittenen, notwendigen Ausbau der Führungs- und Kommunikationssysteme, ebenso die Erneuerungen der Schutzausrüstung für die Armeeangehörigen. Wir stehen allem, was die Arbeit der Soldatinnen und Soldaten sicherer macht und verbessert, grundsätzlich positiv gegenüber. Wichtig und zwingend nötig ist denn auch der Ausbau des Informatikschutzes und der Cyberabwehr.
Naturgemäss stehen wir aber der Beschaffung von Artilleriematerial kritisch gegenüber. In Anbetracht der sehr angespannten finanziellen Lage des Bundes wegen der Corona-Pandemie finden wir die beantragten 854 Millionen Franken für Ausgaben im Rüstungsprogramm eindeutig zu hoch. Wir stellen darum beim Kauf der Radschützenpanzer einen Antrag auf Kürzung um einen Drittel. Die detaillierte Begründung folgt später. Ansonsten empfinden wir das Rüstungsprogramm dieses Jahr aber nicht als besonders anrüchig und unterstützen daher den Antrag der grünen Fraktion auf Nichteintreten nicht.
In der Gesamtabstimmung werden wir uns enthalten oder die Vorlage ablehnen, falls meine Minderheit I zu den Radschützenpanzern oder die Minderheit II (Porchet), die gar keine Radschützenpanzer möchte und die wir ebenfalls unterstützen, keine Mehrheit bekommen wird.
Beim zweiten Beschluss über die Beschaffung von Armeematerial handelt es sich um insgesamt 772 Millionen Franken. Die SP-Fraktion stellt auch dieses Jahr einen Kürzungsantrag bei der Munitionsbeschaffung. Wir wollen diese Bevorzugung und Subventionierung der Schiessvereine unterbinden. Da geht es nicht um Übungsmunition, Thomas Hurter, sondern um die Subventionierung der Schiessvereine. Dazu wird aber Franziska Roth später noch etwas sagen. Die Minderheit Fivaz Fabien, welche verlangt, dass auf die Verlängerung der Nutzungsdauer der Panzerhaubitze M-109 verzichtet wird, unterstützen wir ebenfalls. Es gibt kein realistisches Szenario, in welchem diese Panzerhaubitze jemals zum Einsatz käme. Diese 17,4 Millionen Franken können wir uns getrost sparen. Aber auch hier wird sich die SP-Fraktion in der Gesamtabstimmung enthalten bzw. wird sie die Vorlage ablehnen, falls die Minderheitsanträge keinen Erfolg haben, was ich jetzt einmal vermute.
Beim Immobilienprogramm nehmen wir die geplante Offensive bezüglich Energieeffizienz und erneuerbarer Energien mit Freude zur Kenntnis. Diese Anstrengungen sind selbstverständlich absolut unterstützenswert und gehen in die richtige Richtung. Wir wünschen uns im Gebäudebereich allerdings noch ambitioniertere Ziele in Sachen Energieeffizienz und unterstützen daher den Minderheitsantrag Wettstein aus der FK-N. Dieser möchte, dass die skizzierten Neubauten und Sanierungen gemäss Minergie-P- oder Minergie-P-Eco-Standard gebaut werden sollen. Die 30 Millionen Franken Mehrkosten sollen innerhalb der gesamten Armeebotschaft kompensiert werden. Falls z. B. unser Minderheitsantrag betreffend die Reduktion bei der Anschaffung der neuen Radschützenpanzer angenommen würde, wäre diese Kompensation schon um ein Mehrfaches getätigt. Da gilt es nun, die richtigen Prioritäten zu setzen. Es liegt also an Ihnen. Die SP-Fraktion wird der Immobilienbotschaft aber so oder so zustimmen.
Glanzmann-Hunkeler Ida · Mit-F · Nationalrat · Luzern · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.
Letzte Woche hat der Bundesrat den Fähigkeitsdialog der Armee diskutiert und verabschiedet. Interessiert verfolgen wir diese Diskussion. Der Bundesrat will dem Parlament in Zukunft andere Aufgaben zugestehen. Das Parlament wird neu bei der strategischen Ausrichtung der Armee mitdiskutieren können, was wir begrüssen. Es ist ein Mitdiskutieren bei der Armee mit Blick auf die Zukunft und mit einem Augenmerk auf die zukünftigen Fähigkeiten. Bis jetzt konnten wir an dieser spannenden Diskussion nicht teilnehmen; das Parlament wurde in diesem Rahmen nie gefragt.
Heute sind wir noch nicht so weit. Wir diskutieren über die Armeebotschaft, die uns vom Departement vorgelegt wird. Wir diskutieren über das Rüstungsprogramm in der Höhe von rund 854 Millionen Franken, über die Beschaffung von Armeematerial im Umfang von 772 Millionen Franken und über das Immobilienprogramm des VBS, das 628 Millionen Franken umfasst. Insgesamt geht es also um über 2,3 Milliarden Franken.
Wir nehmen an, dass der Bundesrat bei der Ausarbeitung dieser Botschaft seine Strategie festgelegt hat. Diese musste er aber nicht mit uns diskutieren, zumal es auch keine längerfristige Strategie über die nächsten vier oder sogar zwölf Jahre ist. Aus unserer Sicht ist es eine Strategie des Bedarfs, bei der es um eine kurzfristige und jährliche Genehmigung geht.
Wir begrüssen den Ausbau des Führungs- und Kommunikationssystems. Es ist wichtig, dass die Armee ein gutes Kommunikationsnetz hat, das vor Cyberangriffen geschützt werden kann. Seit 2013 wird an diesem System gearbeitet. Wir wurden in der Kommission oft über den Stand der Arbeiten orientiert und hoffen, dass dieses System erstens zeitnah und zweitens auf dem aktuellen Stand der Technik gekauft werden kann. Zudem muss das Kommunikationssystem mit dem der anderen Sicherheitsorgane und auch der zivilen Behörden kompatibel sein.
Der Einsatz der Armee in einer Krise wird heute anders geplant als noch vor zwanzig Jahren. Daher braucht es auch andere Transportmittel, um sich fortzubewegen. Die neuen Fahrzeuge für Panzersappeurinnen und -sappeure braucht es, damit diese sich auch in überbauten Gebieten bewegen können. Radfahrzeuge sind schneller und beweglicher als die Raupenfahrzeuge, die bisher genutzt wurden.
Die Anschaffung von neuen Ausrüstungen gegen ABC-Kampfmittel unterstützen wir. Der Schutz gegen chemische, radioaktive, aber auch toxische Kampfmittel sowie Bakterien und Viren ist für die Angehörigen der Armee wichtig. Nur mit modernen Schutzanzügen können Frauen und Männer in einem Ernstfall geschützt werden.
Zur Umsetzung der Weiterentwicklung der Armee braucht es die entsprechenden Anpassungen bei der Logistik. Der Kredit für zusätzliche Lager- und Betriebsflächen, diesmal in Burgdorf, ist sinnvoll. Mit diesen Anpassungen wird die Logistik den Bedürfnissen gerecht.
Wer die Ausbildungsinfrastruktur kennt, weiss, dass immer noch Handlungsbedarf besteht, auch die Immobilien anzupassen. Dabei werden die Richtlinien, welche sich das VBS bei der Klimapolitik gesetzt hat, umgesetzt, sei dies bei den Gebäudesanierungen, sei dies bei der Strom- und Wärmeproduktion. Der Ersatz der Ölheizungen kann nicht nur von Privaten gefordert werden. Der Bund muss und soll eine Vorreiterrolle übernehmen. Dies macht das VBS, wie der vorliegende Bericht zeigt, indem allein bei der Gebäudetechnik der CO2-Ausstoss bis heute um rund 24 000 Tonnen reduziert wurde. Wir finden es sinnvoll, dass sich das VBS das Ziel gesetzt hat, diesen bis 2030 erneut um rund 20 000 Tonnen zu senken.
Bei Um- und Neubauten auch die Strom- und Wärmeproduktion anzupassen, ist heute eine Selbstverständlichkeit. Dass aber nicht alle Fahrzeuge auf Elektroantrieb umgestellt werden können, ist nachvollziehbar. Den Treibstoffverbrauch durch die Erneuerung der Fahrzeuge zu senken, geht aus unserer Sicht in die richtige Richtung.
Die Armeebotschaft ist einmal mehr vielfältig. Wir entscheiden über unterschiedliche Anschaffungen und über Investitionen, dies zum Teil sehr im Detail. Wir finden das richtig; dies würde ja auch in Zukunft so sein, wenn das Budget der Zahlungsrahmen genehmigt werden muss. Dennoch müssten wir wohl nicht mehr darüber diskutieren, ob wir den Schiessvereinen jetzt noch Munition zur Verfügung stellen, was übrigens jedes Jahr diskutiert wird. Wir würden wohl generell diskutieren, ob wir das obligatorische Schiesswesen noch unterstützen wollen oder nicht. Ein Entscheid zu diesem Thema würde dann die Diskussion über die Munition erübrigen. Wir von der Mitte-Fraktion freuen uns auf diese neuen Diskussionen. Diese werden aber heute noch nicht geführt; heute diskutieren wir die vorliegende Botschaft.
Die Mitte-Fraktion ist für Eintreten auf alle drei Bundesbeschlüsse. Zum Nichteintretensantrag der grünen Fraktion: Wenn man die Armee abschaffen will, kann man x Risikoberichte verlangen. Dieses Vorgehen ist aber nicht seriös und dient nicht dazu, die Sicherheit der Schweiz zu stärken.
In der Detailberatung wird sich später mein Kollege Alois Gmür zu den diversen Anträgen äussern.
Porchet Léonore · Mit-F · Nationalrat · Waadt · Grüne Fraktion
Au sortir de la crise sanitaire, que les scientifiques prévoyaient depuis longtemps mais face à laquelle nous n'étions pas prêts, il est important de savoir à quels vrais risques actuels est confrontée la Suisse. Ces risques sont constamment sous la loupe de l'Office fédéral de la protection de la population. Le Rapport sur l'analyse nationale des risques, paru fin 2020, distingue trois domaines: naturel, technique et sociétal. Dans le domaine naturel, les canicules, les tremblements de terre et les tempêtes sont identifiés comme les plus grands défis pour la sécurité de la Suisse, tandis que les principaux dangers sociétaux sont, sans surprise, les pandémies. Les risques techniques principaux, identifiés dans le rapport 2021 sur la politique de sécurité de la Suisse sont les cyberattaques, l'influence et la désinformation, le terrorisme, les catastrophes et situations d'urgence, mais aussi les conséquences des migrations, par exemple. En ce qui concerne les conflits armés, eh bien le rapport dit clairement: "Une menace militaire directe due à une attaque terrestre contre la Suisse paraît peu probable à court et à moyen terme."
A l'heure de voter sur ce message sur l'armée, à nous de nous demander si ces risques et ces défis trouvent des réponses avec l'armée telle que nous la connaissons aujourd'hui et telle que la propose le message sur l'armée, et si ces 2,1 milliards de francs nous paraissent réorienter l'armée dans la bonne direction. La réponse, vous la connaissez: à notre avis, c'est non.
Ce message sur l'armée définit les priorités de l'armée puisqu'il dote le DDPS de moyens supplémentaires par rapport au budget ordinaire de l'armée. Le programme d'armement montre malheureusement que l'armée est encore fortement attachée à l'image des grandes armées du siècle passé, avec des chars par dizaines, des armes à épauler, plus de matériel que de conscrits, et ce dans une vision de combats de terrain plutôt que d'une réorientation vers les vrais risques. Près de la moitié de ce programme d'armement va donc être investi dans du matériel de guerre qui ressemble plus à de nouveaux jouets qu'à une réponse à des besoins réels identifiés par une stratégie de sécurité de la population.
Si ceci est alarmant, c'est que les millions de francs investis dans les chars et les armes à épauler, ce sont des millions qui pourraient renforcer la sécurité, là où les dangers sont vraiment réels, en particulier pour répondre aux dangers climatiques et sanitaires, véritables enjeux futurs et parents pauvres de cette politique de sécurité.
Au sujet de l'arrêté fédéral sur l'acquisition de matériel, le groupe des Verts s'interroge notamment sur la politique liée aux chars: prolongation de la durée de vie des vieux chars Léopard obsolètes et inutiles, et renouvellement entier des véhicules de sapeurs de chars. Des millions pour une attaque terrestre dont la probabilité est déterminée comme "invraisemblable" par le DDPS lui-même.
Le programme immobilier du DDPS quant à lui, prévoit d'augmenter certains sites de l'armée sans profiter de l'occasion pour utiliser les plus hauts standards énergétiques. Il faut rappeler que le DDPS représente le plus grand émetteur de CO2 de l'administration fédérale, plus de 220 000 tonnes contre 40 000 tonnes d'équivalent CO2 pour l'entier du reste de l'administration; 50 pour cent de ces émissions viennent des forces aériennes et des transports aériens. L'acquisition de nouveaux avions de combat, qui consomment toujours autant de kérosène, fait apparaître comme improbable que l'armée réduise de 40 pour cent ses émissions d'ici à 2030 comme elle le souhaite ou le prétend. L'armée souhaite en fait réduire de 40 pour cent ses émissions d'ici 2030 en misant uniquement sur le secteur qui représente seulement 19 pour cent de ses émissions, et sans choisir les normes les plus ambitieuses existantes.
En résumé, pour le groupe des Verts, le message sur l'armée se résume en deux anglicismes: "greenwashing" et "purplewashing". Pour le DDPS, il s'agit de mettre un grand coup de peinture verte et violette sur les pratiques passées et traditions sclérosées de l'armée pour faire croire que le mouvement est en marche. Enfin, la Grande Muette se modernise: regardez, il y a les mots "efficacité énergétique" dans nos communiqués de presse! Regardez, il y a une femme pilote sur nos affiches! Mais cela ne cache pas la réalité. Ancrée dans le passé, l'armée suisse propose toujours d'investir dans la guerre du vingtième siècle, sans faire face aux vrais enjeux et cela sans même mettre vraiment les moyens pour mettre en oeuvre les titres de ses communiqués de presse.
Ce message pour l'armée s'apparente plus à une liste de cadeaux adressée au père Noël qu'à une véritable réponse aux dangers identifiés pour la sécurité de la population, sauf que souvent ici le père Noël existe. Et à l'heure où les pouvoirs publics vont être confrontés à de grands besoins financiers pour plusieurs années, à l'heure où il faut tirer la leçon des conséquences de la pandémie, eh bien, l'armée se voit dotée de nouveaux fonds pour de nouveaux jouets inutiles, mais aussi pour réparer des erreurs comme Mitholz. Cet argent serait mieux investi ailleurs, par exemple pour un centre national d'alerte des pandémies, comme le propose notre collègue Wettstein. Ou mieux encore, il serait aussi beaucoup plus utile à la société civile pour répondre aux défis sécuritaires de l'avenir, qui sont eux plus que probables, au premier rang desquels les changements climatiques et les dangers sanitaires.
Schlatter Marionna · Mit-F · Nationalrat · Zürich · Grüne Fraktion
Mit der Armeebotschaft wird dem Parlament alljährlich vorgelegt, wie die finanziellen Mittel verteilt und eingesetzt und wo welche Prioritäten gesetzt werden. Mit Spannung haben wir die diesjährige Armeebotschaft erwartet, da uns letztes Jahr in Aussicht gestellt wurde, dass die Lehren der Pandemie in die diesjährige Botschaft einfliessen würden. So haben wir Investitionen im Bundesamt für Bevölkerungsschutz beispielsweise für ein Pandemie-Frühwarnzentrum oder im Bereich der Armeeapotheke erwartet.
Nun gut, die Pandemie ist noch da, die Evaluation steht noch aus, und wir rechnen darum mit diesen Investitionen im kommenden Jahr. Bei der Präsentation der Armeebotschaft vor den Medien war aber nicht von den Lehren der Pandemie, sondern sehr viel von Klimaschutz die Rede. Bei einem Ausstoss von über 200 000 Tonnen CO2-Äquivalenten gibt es bei der Armee auch ein Potenzial. Wir begrüssen die Anstrengungen der Armee, den CO2-Ausstoss zu senken.
All diese schönen, grünen Worte können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das VBS einen riesigen CO2-Ausstoss hat und dass die ganze Rüstungs- und Militärindustrie eine der klimaschädlichsten und dreckigsten Industrien überhaupt ist. Wer heute Gebäude baut oder saniert, der macht dies ökologisch, weil es sich lohnt. Das gilt auch für die Armee. Wenn aber gesagt wird, man kaufe energiesparendere und umweltfreundlichere Panzer, klingt das zwar gut, aber es wäre eben besser, keine Panzer zu kaufen - vor allem auch darum, weil sie gegen wahrscheinliche Bedrohungen wie die Klimakrise eben gerade nichts nützen.
Damit komme ich zu unserer alljährlichen grundsätzlichen Kritik an der Armeebotschaft: Wir halten die Prioritätensetzung des Mitteleinsatzes der Armee oft für nicht der Bedrohungslage angepasst. Diese Befürchtung bestätigt sich, wenn man sieht, in welcher Art wir nicht auf die Pandemie vorbereitet waren. Entsprechend nicht den Bedrohungen angepasst sind auch der neue publizierte sicherheitspolitische Bericht und der Risikobericht. Die Legitimation, um die Mittel hauptsächlich auf das Szenario eines bewaffneten Konflikts auszurichten, fehlt. Die Grünen unterstützen demnach auch alle Minderheiten, welche Mittel bei Panzern und Artillerie umlagern wollen. Hingegen begrüssen wir die Investitionen in die Cybersicherheit und in den Katastrophenschutz.
Das VBS will mit dem Klimaschutz und der Frauenfrage punkten. Es mag sein, dass es damit den Zeitgeist trifft. Aber weder das Greenwashing noch das Pinkwashing können verbergen, dass Panzer und Militarismus in Zeiten existenzieller Umweltkrisen an Bedeutung verlieren.
Die grüne Fraktion wird auf die Bundesbeschlüsse 2 und 3 eintreten. Beim Bundesbeschluss 1 über das Rüstungsprogramm 2021 hingegen unterstützt die grüne Fraktion den Nichteintretensantrag.
Cattaneo Rocco · Mit-M · Nationalrat · Tessin · FDP-Liberale Fraktion
Il gruppo liberale-radicale sostiene il messaggio sull'esercito 2021 e il credito complessivo di 2,3 miliardi di franchi, così come proposto dal Consiglio federale. Esso si suddivide nella richiesta di una serie di crediti di impegno, finanziati con il budget ordinario dell'esercito e raggruppati in tre distinti decreti federali che sono complementari tra loro: primo, il programma di armamento per 854 milioni di franchi; secondo, l'acquisto di materiale dell'esercito per 772 milioni di franchi; e, terzo, il programma degli immobili per 728 milioni di franchi.
A nostro giudizio si tratta di un messaggio ben equilibrato e strutturato e adeguatamente inserito nel solco del progetto "Ulteriore sviluppo dell'esercito" che ha l'obiettivo di migliorare l'istruzione dei quadri, aumentare la prontezza, modernizzare l'equipaggiamento e rafforzare il radicamento a livello regionale. Il nostro esercito deve essere all'altezza di gestire in modo efficace e appropriato le principali minacce così come definite nell'ultimo rapporto sulla politica della sicurezza messo in consultazione lo scorso mese di aprile dal Consiglio federale.
L'esercito è lo strumento centrale e principale per gestire conflitti che, a causa della loro intensità e diffusione, possono compromettere l'integrità territoriale, il funzionamento delle infrastrutture critiche, la sicurezza della popolazione e l'esercizio dello Stato di diritto.
L'esercito deve essere in grado di respingere e gestire diverse minacce contemporaneamente, anche quando queste si differenziano per forma e intensità e dimensione temporale.
Le peculiarità di tali forme di conflitto oltre che al suolo e nello spazio aereo, mostrano la tendenza di svilupparsi sempre più in una terza dimensione: quella dello spazio elettromagnetico, il ciberspazio e attraverso tutti i molteplici canali di informazione e comunicazione.
Nei prossimi anni l'esercito dovrà dunque sempre più focalizzare le proprie risorse e capacità verso possibili forme di conflitto ibride, sia in caso di difesa in un conflitto armato, sia nel contesto di aiuti e di sostegno sussidiario in favore delle autorità civili.
Ecco dunque in sintesi la sfida che l'esercito deve essere costantemente pronto ad affrontare: gestire contemporaneamente situazioni complesse che spaziano in un'ampia gamma di compiti.
Dovrà essere in grado di aiutare, proteggere e combattere a dipendenza delle circostanze, ma comunque in un contesto in cui la sicurezza e l'affidabilità della comunicazione dei dati e delle informazioni giocheranno un ruolo sempre più determinante. Per adempiere a questi compiti l'esercito necessita di infrastrutture, equipaggiamenti moderni, un sapere tecnologico al passo con i tempi e sufficienti risorse umane costantemente formate e preparate.
Per questi motivi nei prossimi anni verranno realizzati progetti strategici, come per esempio l'acquisto degli aerei da combattimento, il potenziamento della difesa Cyber e la graduale sostituzione dei sistemi di condotta e di comunicazione.
Prima di passare ai contenuti dei tre decreti federali che compongono il messaggio mi permetto di toccare due temi che non riguardano direttamente il messaggio in discussione, ma che riteniamo essenziali e di importanza strategica per il futuro del nostro esercito, e che sono particolarmente cari al mio partito:
Il primo tema riguarda l'evoluzione degli effettivi dell'esercito e della protezione civile: già a breve termine le due organizzazioni competenti non potranno più essere debitamente alimentate. È pertanto giunta l'ora di aprire un dibattito politico sulle possibili soluzioni per garantire in modo duraturo gli effettivi dell'esercito e della protezione civile sulla base dei fabbisogni del sistema di sicurezza nazionale. Siamo dell'opinione che occorra adesso valutare in modo approfondito un ulteriore sistema di milizia, in altre parole un servizio civico esteso a tutte le cittadine e a tutti i cittadini.
Il secondo tema riguarda il fabbisogno di personale altamente qualificato e il sapere tecnologico. Attualmente il programma di armamento conta oltre venti progetti di importanza strategica che vengono realizzati contemporaneamente. A livello finanziario questo significa che nei prossimi dieci anni saranno necessari investimenti dell'ordine di 15 miliardi di franchi. Al fine di minimizzare il rischio di ritardi e di superamento dei costi nella realizzazione dei singoli progetti, riteniamo necessario di valutare meglio il fabbisogno di personale altamente qualificato e la gestione del sapere tecnologico a lungo termine. Inoltre riteniamo necessario pure fare una riflessone approfondita su come perfezionare, vedi intensificare, i rapporti sia con l'industria in materia di tecnologia della sicurezza sia con il mondo accademico per quel che riguarda la ricerca e la formazione.
Condividiamo gli obbiettivi descritti nel messaggio e riteniamo appropriate le risorse finanziarie contenute nei diversi crediti di impegno. È interessante, a nostro avviso, che in questo messaggio viene posto l'accento sulla messa in sicurezza dei sistemi informatici, sulla difesa nel settore cibernetico e sulla affidabilità dei sistemi di comunicazione, vedi i 178 milioni di franchi per l'ampliamento della rete di condotta. Anche alla mobilità e alla protezione dei nostri militi vengono destinati importanti mezzi finanziari, come ad esempio i 120 milioni di franchi per sostituire gli attuali equipaggiamenti di protezione personale. Per migliorare le funzioni logistiche e per la formazione si prevedono pure importanti investimenti nel settore immobiliare dove spicca l'ampliamento della infrastruttura logistica di Burgdorf per 163 milioni di franchi. Degno di nota è il fatto che in questo ambito si sfrutteranno il più possibile le energie rinnovabili, e nel caso di Burgdorf si costruirà secondo lo standard Minergie-Eco.
Fatte queste premesse e riflessioni generali sul contenuto del messaggio, il gruppo liberale-radicale vi invita a seguire sempre la maggioranza della Commissione della politica di sicurezza, in linea con il Consiglio federale. Quindi vi invita a sostenere l'entrata in materia sul progetto, che include i tre decreti federali, ed a respingere la proposta di minoranza Schlatter che chiede la non entrata in materia sul primo decreto federale che riguarda il programma di armamento. A nostro avviso non vi sono ragioni valide per eliminare la parte più innovativa del messaggio. Inoltre, come detto prima, i tre decreti sono complementari, ed eliminarne uno significherebbe azzerare gli intenti del progetto. La richiesta di non entrare in materia non può nemmeno essere motivata per ragioni di natura finanziaria. Ricordiamo che l'ammontare contenuto in questo messaggio è di ben 400 milioni di franchi inferiore rispetto a quello previsto nel messaggio dello scorso anno.
Nella seconda parte del dibattito e quindi nelle deliberazioni di dettaglio sui tre decreti raggruppati, le minoranze I (Seiler Graf) e II (Porchet) al decreto federale 1 vanno respinte per le medesime ragioni. Vanno altrettanto respinte, nel quadro della discussione sul decreto federale 2 sull'acquisto di materiale per l'esercito, le proposte di risparmio delle due minoranze Fivaz Fabien e Roth Franziska. Entrambe sono fuori luogo e in particolare quest'ultima metterebbe in pericolo la sopravvivenza delle associazioni di tiro. Anche per quanto riguarda il decreto federale 3 raccomandiamo di respingere la proposta di minoranza Wettstein, perché non avrebbe senso aumentare lo standard Minergie proposto dal Consiglio federale.
Ecco dunque in sintesi le nostre prese di posizione sul messaggio sull'esercito 2021 che vi preghiamo di sostenere. A questo punto, avendo fatto un giro d'orizzonte che ha toccato anche la seconda parte del dibattito, vi comunico che rinunceremo alla presa di parola per le deliberazioni di dettaglio.
Flach Beat · Mit-M · Nationalrat · Aargau · Grünliberale Fraktion
Dieser Antrag auf Nichteintreten, der hier zur Armeebotschaft vorgebracht wird, wird unter anderem damit begründet, dass sich die Armee komplett falsch vorbereite. Als Beweis wird die Covid-19-Pandemie herangezogen. Es sei früher am tatsächlichen Bedürfnis vorbeigeplant worden. Es mag tatsächlich sein, dass man nicht wirklich gut vorbereitet war. Aber nicht nur die Armee, sondern auch die gesamte Gesellschaft war nicht auf diese Situation vorbereitet.
Man muss schauen, was denn die Armee in diesem Bereich getan hat. Wenn man das analysiert, dann stellt man fest, dass vielleicht nicht genauso viele Leute im Sanitätsdienst ausgebildet waren, wie wir es gerne gehabt hätten, dass es vielleicht ein paar Krankenfahrzeuge mehr gebraucht hätte und dass es vielleicht auch eine grössere und bessere Lagerhaltung von Schutzmasken gebraucht hätte. Aber im Grossen und Ganzen hat die Armee ihren Job gemacht, sie ist bereit gewesen. Wir waren als eines der wenigen Länder auf dieser Welt auch in der Lage, innerhalb von sehr kurzer Zeit sehr viele Personen aufbieten zu können, um allenfalls zu helfen und die Spitzen in den Spitälern zu brechen.
Wenn Sie also jetzt sagen, die Armee plane mit dieser Armeebotschaft und der Beschaffungspolitik an den Bedürfnissen und an den realistischen Bedrohungen vorbei, weil man auch hier beispielsweise wieder Radschützenpanzer hat, dann müssen Sie ein bisschen aufpassen, ob das tatsächlich zutrifft. Denn wenn man jetzt Schutzmasken, Schutzanzüge, Spitalbetten, Atemgeräte usw. beschafft und der Armee die Schutzfahrzeuge wegnimmt, bedeutet das nicht, dass die Armee diese in zwanzig Jahren nicht doch brauchen wird. Dann würde es wahrscheinlich heissen, die Armee habe komplett am tatsächlichen Bedarf vorbei geplant und beschafft.
Ich glaube, es gibt die alten Bedrohungen immer noch. Die alten Bedrohungen können auch wiederkommen. Darum ist es wichtig, dass wir ein gutes, ausgewogenes Sicherheitsdispositiv haben.
Die Sicherheitspolitische Kommission Ihres Rates berät vor allen Dingen Beschaffungsgeschäfte. Das ist eigentlich schade. Die Bundesrätin hat ja angekündigt, dass sie uns in Zukunft mehr in die Sicherheitspolitik einbinden möchte. Für die Grünen ist es offenbar so, dass alles, was mit Sicherheitspolitik und mit schwerem Gerät zu tun hat, von Übel ist. Für uns ist es vielleicht auch ein wenig ein Übel, aber es ist ein notwendiges Übel. Wir haben auch keine Freude an diesen 2,3 Milliarden Franken. Wir halten sie aber für verhältnismässig, und wir halten überhaupt die ganzen Beschaffungen, die hier abgebildet sind, für verhältnismässig. Die nächsten und die übernächsten Bedrohungssituationen können wir genauso wenig voraussehen wie der Bundesrat oder wie alle anderen. Absolute Sicherheit wird es hier nie geben.
Ich bitte Sie im Namen der grünliberalen Fraktion, auf die Vorlage einzutreten und allenfalls den Minderheiten zu folgen, wie es Ihnen mein Kollege Pointet jetzt vorstellt.
Pointet François · Mit-M · Nationalrat · Waadt · Grünliberale Fraktion
Le groupe vert'libéral salue ce message. Nous entrerons en matière sur chaque projet et suivrons le Conseil fédéral dans les grandes lignes.
Nous saluons en particulier les actions sur le parc immobilier visant à la diminution des émissions de CO2, qui sont réjouissantes. Le fait que le département fasse le maximum pour maintenir et renforcer les mesures environnementales nous réjouit. Tout comme le fait que l'armée y apporte une contribution essentielle.
Pour ce qui est de la tentative d'une minorité de la Commission des finances d'imposer des standards plus élevés, elle est évidemment louable, mais il faut raison garder. En effet c'est sur le terrain qu'il faut faire le maximum, dans la mesure du raisonnable. Nous faisons confiance à ceux qui sont en charge de l'exécution. A nous de vérifier que l'esprit "faire le maximum de manière raisonnable" soit présent et fermement appliqué. Nous vous invitons à refuser la proposition de la minorité de la Commission des finances.
Le programme d'armement proposé répond aux menaces hybrides qui sont identifiées. Etendre le réseau de conduite et équiper les centres de calcul du DDPS sont essentiels à une préparation d'action dans les diverses tâches de notre armée. Conserver des sapeurs de chars efficaces et modernes est vital pour assurer la mobilité au cas où une crise faisant intervenir des attaques sur les infrastructures surviendrait ou en cas de catastrophe naturelle. Protéger nos soldats contre les attaques NBC est une évidence vu les possibilités que pourraient avoir des groupes de déstabilisation d'utiliser de tels moyens.
Pour ce qui est des minorités qui jouent avec le volume d'acquisition, notre position est claire: ces volumes sont déterminés pas la taille et les capacités de l'armée. Comme vous le savez nous pourrons bientôt débattre des capacités et nous nous en réjouissons. La question de la taille devra certainement être abordée en même temps que la révision globale de la notion de service citoyen. Le groupe vert'libéral est convaincu qu'un redimensionnement est nécessaire. Mais d'ici là, il nous paraît peu raisonnable de faire pression sur les effectifs en réduisant le matériel.
Nous vous invitons donc à entrer en matière et à rejeter les minorités I (Seiler-Graf) et II (Porchet) à l'article 2 de l'arrêté fédéral sur le programme d'armement.
Pour ce qui concerne l'acquisition du matériel, quelques points nous paraissent critiques. Tout d'abord le soutien direct aux sociétés de tir et le système peu efficace des tirs obligatoires. Nous commençons aussi à entendre cette critique au niveau du centre. Affirmer qu'en stand, on entraîne le tir de combat, me laisse généralement dubitatif. Nous sommes conscients qu'il existe une base légale pour ce soutien, mais nous devrions enfin attaquer ce problème sous l'angle de l'efficacité.
Le groupe vert'libéral soutiendra la proposition de minorité Roth Franziska à l'article 2 de l'arrêté fédéral sur l'acquisition de matériel.
Deuxièmement, le message laisse apparaître des choix critiquables concernant les capacités d'action directe, comme les chars lourds, ou les capacités d'action indirecte à moyenne portée comme les obusiers blindés. En effet, dans le rapport sur les perspectives de développement des capacités des forces terrestres, la prolongation de l'utilisation du char 87 Leopard apparaît comme la troisième et moins bonne option à considérer. Quant à la prolongation de l'utilisation des obusiers, elle n'est même pas mentionnée dans le rapport. C'est pourtant ce qu'on lit dans le message.
Il nous a été répondu qu'il fallait faire avec les priorisations et les moyens disponibles. Nous trouvons dommage que, par habitude et manque de vision, nous continuions à maintenir à hauts coûts des systèmes obsolètes et clairement jugés comme tels dans les rapports d'experts. Nous espérons voir bientôt les choses bouger concernant ces systèmes trop lourds, qui s'intègrent mal dans notre domaine construit et qui ne tiennent pas compte de l'évolution de la menace.
Mais nous sommes aussi conscients du fait que les capacités d'action directe et indirecte doivent être conservées et que nous ne pouvons les faire disparaître en attendant l'acquisition de moyens modernes. Nous vous invitons donc à rejeter la minorité Fivaz Fabien à l'article 2 de l'arrêté fédéral sur l'acquisition de matériel de l'armée 2021.
Vous l'aurez constaté, nous suivons essentiellement le Conseil fédéral, mais nous sommes impatients de débattre sur la base du nouveau type de message sur l'armée annoncé par le Conseil fédéral pour 2024.
Amherd Viola · BR-F · Bundesrat · Wallis
Der Bundesrat unterbreitet Ihnen mit der Armeebotschaft 2021 die Verpflichtungskredite zum Rüstungsprogramm, zur Beschaffung von Armeematerial und zum Immobilienprogramm VBS. Beantragt werden Verpflichtungskredite von 2,3 Milliarden Franken. Das sind 0,4 Milliarden Franken weniger als letztes Jahr.
Die Aufgabe der Armee ist es, die Menschen vor vielfältigen Bedrohungen und Gefahren zu schützen. Dafür muss sie sich den neuen Bedrohungen anpassen und sich weiterentwickeln. Heute sind es hybride Bedrohungen, die die Sicherheit Europas und der Schweiz zunehmend betreffen. Deshalb will der Bundesrat die Armee künftig stärker darauf ausrichten, dies sowohl bei der Verteidigung als auch bei der Unterstützung der zivilen Behörden. Die Verteidigung bleibt die Kernkompetenz der Armee. Diese umfasst die Mittel im Luftraum, am Boden und im Cyberraum. Die Armee muss aber auch zivile Behörden unterstützen können, sei es bei Katastrophen, beim Schutz internationaler Konferenzen oder, wie seit mehr als einem Jahr, bei der Bewältigung einer Pandemie. Zudem engagiert sie sich weiterhin für die internationale Friedensförderung. Damit die Armee all diese Aufgaben erfüllen kann, benötigt sie gut ausgebildetes Personal, intakte Infrastrukturen und eine moderne Ausrüstung.
Der Bundesrat hat mit der Armeebotschaft 2021 fünf Schwerpunkte festgelegt:
Der erste Schwerpunkt liegt bei den Führungs- und Kommunikationssystemen. Konkret soll das Führungsnetz Schweiz für 178 Millionen Franken ausgebaut werden. Noch nicht verbundene einsatzrelevante Standorte der Armee und des Bundes werden erschlossen. Zudem sollen die Ausstattungen der Rechenzentren für 79 Millionen Franken erneuert sowie die Führungsinfrastrukturen der Luftwaffe für 66 Millionen Franken saniert werden. Diese Investitionen ermöglichen eine krisenresistente, geschützte und störungsfreie Kommunikation. Die Systeme sind damit auch besser gegen Cyberangriffe geschützt.
Mit der vorliegenden Armeebotschaft beantragt der Bundesrat auch dieses Jahr die Beschaffung von Armeematerial. In diesen Krediten sind zusätzlich wichtige Massnahmen zur Cyberabwehr enthalten. Der Bundesrat will beispielsweise mit einem Operationszentrum die permanente Überwachung bezüglich Cyberangriffen auf militärische Netzwerke verbessern. Zudem will er die Armee im Bereich Cyber künftig auch im Gelände einsetzen können. Dafür benötigt sie mobile Mittel zur Führung von taktischen Einsätzen. Ausserdem sollen Schulungen für die Cyberabwehr und für Cyberangriffe künftig ebenfalls mit Simulatoren möglich sein.
Mit dem zweiten Schwerpunkt will der Bundesrat die Mobilität der Truppe verbessern. Die Bodentruppen sollen vermehrt mobil und im hybriden Konfliktfeld eingesetzt werden können. Beantragt wird eine Erneuerung der Fahrzeuge für die Panzersappeurinnen und -sappeure für 360 Millionen Franken. Die bestehenden Schützenpanzer kommen 2030 an ihr Nutzungsende. Wir wollen diese aber nicht einfach eins zu eins ersetzen, sondern zukunftsgerichtete Radfahrzeuge kaufen. Mit der Neubeschaffung sollen die Fähigkeiten der Panzersappeurinnen und -sappeure dem gewandelten Konfliktbild angepasst werden, und es soll dem immer stärker überbauten Gelände Rechnung getragen werden. Radfahrzeuge sind dazu besser geeignet als Raupenfahrzeuge. Die Fahrzeuge können nicht nur im Verteidigungsfall, sondern auch zur Unterstützung von zivilen Behörden und in der Friedensförderung verwendet werden. Mit den beantragten Fahrzeugen können Hindernisse entfernt, Minen geräumt oder Absperrungen gebaut werden. Dadurch wird die Mobilität der eigenen Truppen verbessert, und die Bewegungen des Gegners werden erschwert. Mit den neuen Fahrzeugen ist die Besatzung zudem besser geschützt.
Die neuen Radschützenpanzer sind umweltfreundlicher und energieeffizienter als die alten Raupenfahrzeuge, die seit 1963 im Dienst stehen. Sie erfüllen strengere Abgasnormen und verbrauchen im Vergleich zu den alten Raupenfahrzeugen weniger als die Hälfte an Treibstoff. Radfahrzeuge erzeugen auch weniger Lärm, und Schäden an den Strassen werden reduziert.
Mit der Armeebotschaft 2021 sollen weiter für 66 Millionen Franken ein- und zweiachsige Anhänger ersetzt werden.
Den dritten Schwerpunkt setzt der Bundesrat beim persönlichen Schutz der Armeeangehörigen. So sollen die in den Neunzigerjahren für 120 Millionen Franken beschafften Schutzausrüstungen gegen atomare, biologische und chemische Kampfmittel ersetzt werden. Moderne Anzüge schützen besser vor Kampf- und Gefahrenstoffen, insbesondere auch gegen biologische Erreger und Gifte.
Mit dem vierten Schwerpunkt sollen die Logistikinfrastrukturen an die höhere Bereitschaft angepasst werden. Die Truppe soll nach kurzer Zeit eingesetzt werden können. Damit sie rasch ausgerüstet werden kann, soll für 163 Millionen Franken ein neues Logistikgebäude in Burgdorf erstellt und das Werkstattgebäude saniert werden. Die Aussenstandorte in Rüdtligen-Alchenflüh und Bern können aufgegeben werden.
Beim fünften Schwerpunkt sieht der Bundesrat vor, die Ausbildungsinfrastrukturen zu modernisieren. Er will die Waffenplätze in Frauenfeld und Drognens für 69 Millionen respektive 45 Millionen Franken ausbauen und verdichten. Beide Standorte sollen langfristig genutzt werden.
Auch im Bereich des Schiesslärms können wir mit den vorliegenden Investitionen nachhaltige Verbesserungen erzielen. Bereits seit Längerem plant der Kanton Wallis den Bau einer Indoor-Schiessanlage in Sitten für die Ausbildung der Kantonspolizei. Mit einer finanziellen Beteiligung des VBS von 26 Millionen Franken kann die geplante Anlage um den militärischen Bedarf erweitert werden. Damit senken wir die Lärmbelastung an anderen Standorten. Die heutigen Schiessaktivitäten an den Standorten Pra Bardy, Raron und St. Maurice können so um rund 75 Prozent reduziert werden.
Die beantragten Investitionen erhöhen die Sicherheit. Gleichzeitig kann damit auch die Umweltbelastung reduziert werden. Als grösster Immobilienbesitzer des Bundes und mit umfangreichem Armeematerial spielt das VBS eine wichtige Rolle. Wir haben festgelegt, den CO2-Ausstoss bis 2030 gegenüber 2001 um mindestens 40 Prozent zu reduzieren. Gerade bei den Immobilien können wir viel bewirken. Deshalb werden wir bei Gebäudesanierungen den jeweils effizientesten Minergie-Standard anwenden. Ein Beispiel dafür ist die Sanierung des Ausbildungszentrums des Bundesamts für Bevölkerungsschutz in Schwarzenburg. Hier lässt sich mit Sanierungen und Neubauten der jährliche CO2-Ausstoss um rund 46 Tonnen oder 65 Prozent senken. Die Wärme für das gesamte Ausbildungszentrum wird künftig ausschliesslich mit erneuerbaren Energieträgern erzeugt. Die Abwärme der Kälteanlagen wird konsequent genutzt.
Der Bundesrat will wirkungsvolle Massnahmen umsetzen, um den CO2-Ausstoss wie geplant reduzieren zu können. Dazu sollen fossile Heizungen ersetzt, Gebäude zweckmässig gedämmt und mehr erneuerbare Energie produziert werden. Am meisten Wirkung wird mit dem Ersatz von fossilen Heizungen erreicht. Der Bundesrat will bis 2030 alle fossilen Heizungen ersetzen. Die konkreten Massnahmen werden zurzeit geplant.
Weniger Energie zu verbrauchen, ist das eine. Ebenso wichtig ist, dass die Armee künftig auch mehr erneuerbare Energie produziert. Heute betreibt die Armee über 40 Fotovoltaikanlagen, die zusammen pro Jahr rund 6 Gigawattstunden an elektrischer Energie produzieren. Das entspricht dem jährlichen Energiebedarf von rund 1500 Haushalten. Bis 2030 werden wir die Produktionskapazität vervierfachen. Mit dem Immobilienprogramm und der Armeebotschaft 2021 werden an 13 Standorten Fotovoltaikanlagen verbaut. Diese erzeugen pro Jahr so viel elektrische Energie, wie sie von rund 6250 Haushalten verbraucht wird.
Wir brauchen eine moderne Armee, die unsere Bevölkerung, unser Land und unsere Infrastrukturen schützt. Gleichzeitig tragen wir mit den Investitionen der Armeebotschaft 2021 auch der Umwelt und damit unserer Nachwelt Sorge.
Ich bitte Sie, auf die Vorlagen zur Armeebotschaft 2021 einzutreten und konsequent die Minderheitsanträge abzulehnen.
Addor Jean-Luc · Mit-M · Nationalrat · Wallis · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
J'aimerais revenir sur quelques points, car il y a certaines choses qu'au nom de la majorité de la commission, je n'aimerais pas laisser dire comme cela.
Le premier point concerne la question qui a été soulevée de savoir si l'armée était prête ou non. L'armée était prête l'année passée. C'était peut-être l'une des seules institutions qui était prête dans ce pays, qui a répondu "présent" quand le pays a eu besoin d'elle et qui a donné, à un moment où beaucoup perdaient leurs nerfs, un sentiment assez rassurant de calme et d'organisation. Cela n'a rien à voir évidemment avec quelque forme de militarisme que ce soit: c'est simplement l'armée de milice qui est venue en appui au service du pays.
Pourquoi est-ce que notre armée était prête? Eh bien, simplement parce que des gens avaient pensé qu'il était nécessaire de se préparer et de s'équiper en vue de toute la gamme des engagements qu'une armée doit être en mesure d'accomplir, y compris ceux que personne ne pouvait prévoir, en particulier dans le cadre de l'élaboration de tous les rapports que l'on a pu faire sur les différents types de menace.
Par ailleurs, j'ai entendu dire que l'industrie de l'armement tue. J'aimerais juste rappeler que ce qui tue, ce ne sont pas les armes, mais les hommes, parfois avec des armes, c'est vrai. Mais les acquisitions d'armement, celles en particulier dont nous parlons aujourd'hui, n'ont pas spécifiquement pour objectif de tuer: elles ont surtout pour objectif de garantir les capacités de notre armée à nous protéger et à garantir la sécurité du pays et de notre population.
Avec le programme d'armement 2021, notre armée, le Conseil fédéral et la majorité de la commission, ne regardent pas vers le passé, ne veulent pas d'une armée d'hier. Nous tournons nos regards vers demain, mais en considérant ce qui se passe aujourd'hui dans le monde. Cette appréciation fait que ce qui est proposé correspond aux moyens nécessaires à notre armée pour accomplir ses missions, avec les moyens qu'au demeurant notre Parlement lui accorde avec beaucoup de parcimonie.
Pour terminer, j'aimerais dire que soit on veut une armée - ou conserver une armée -, soit on ne veut pas d'armée. Certains ici n'en veulent pas, on le sait, ce n'est pas un secret d'Etat. La majorité de la commission est composée de personnes qui considèrent que notre pays a besoin de continuer à disposer d'une armée. Nous pensons qu'il est nécessaire de conserver une armée moderne avec un équipement et des infrastructures adaptées à ses missions et à ses effectifs.
Ce n'est pas Noël aujourd'hui! On ne parle pas de jouets. Les militaires ne sont pas juste des enfants. Monsieur Fridez, vous êtes sans doute d'accord avec moi. Non, les militaires ne sont pas des enfants qui attendent les cadeaux du père Noël. Ce sont simplement des hommes et des femmes dont la mission est de garantir notre sécurité en envisageant tous les scénarios, même les scénarios que ceux qui dans cette salle se prennent parfois pour Madame Soleil ne veulent pas envisager.
Voilà pourquoi la majorité de la commission vous propose d'entrer en matière sur l'arrêté fédéral sur le programme d'armement 2021.
Fridez Pierre-Alain · Mit-M · Nationalrat · Jura · Sozialdemokratische Fraktion
Cher collègue, je vous laisse la responsabilité de votre appréciation concernant l'engagement des militaires pendant l'épidémie de Covid-19. Ce que l'on sait, c'est qu'il y a eu trop de militaires mobilisés et que beaucoup n'avaient pas grand-chose à faire.
Ma question est la suivante: pouvez-vous confirmer le rôle très important joué par les civilistes pendant cette période? Les civilistes - qui étaient déjà sur les sites, dans les homes, dans les hôpitaux, etc., - ont véritablement joué un rôle très important.
Addor Jean-Luc · Mit-M · Nationalrat · Wallis · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Tous ceux qui ont travaillé pendant la crise ont été utiles, même les civilistes. Mais sans l'armée, jamais on n'aurait pu surmonter comme on l'a fait la phase aiguë de la crise. Sans toute l'organisation, toute la logistique, toute la structure de commandement de l'armée, les civilistes n'auraient pas pu rendre les services décisifs que notre armée a été en mesure de rendre dans le cadre de son engagement de soutien au service du pays, de sa sécurité et de la santé publique.
Aebi Andreas · P-M · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Präsident (Aebi Andreas, Präsident): Ich gratuliere unserem Ratskollegen Nicolo Paganini zum Geburtstag. (Beifall)
Abstimmung
Abstimmung - Vote
Für Eintreten ... 134 Stimmen
Dagegen ... 44 Stimmen
(0 Enthaltungen)
Aebi Andreas · P-M · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
1. Bundesbeschluss über das Rüstungsprogramm 2021
1. Arrêté fédéral sur le programme d'armement 2021
Detailberatung - Discussion par article
Titel und Ingress, Art. 1
Antrag FK-N/SiK-N
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Titre et préambule, art. 1
Proposition CdF-N/CPS-N
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Art. 2
Antrag FK-N/Mehrheit SiK-N
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Antrag der Minderheit I SiK-N
(Seiler Graf, Crottaz, Fivaz Fabien, Graf-Litscher, Marti Min Li, Porchet, Roth Franziska, Schlatter)
...
c. Erneuerung der Fahrzeuge für die Panzersappeure: 240 Millionen Franken
...
Antrag der Minderheit II SiK-N
(Porchet, Crottaz, Fivaz Fabien, Graf-Litscher, Marti Min Li, Roth Franziska, Schlatter, Seiler Graf)
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c. Erneuerung der Fahrzeuge für die Panzersappeure: 0 Millionen Franken
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Art. 2
Proposition CdF-N/majorité CPS-N
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Proposition de la minorité I CPS-N
(Seiler Graf, Crottaz, Fivaz Fabien, Graf-Litscher, Marti Min Li, Porchet, Roth Franziska, Schlatter)
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c. Renouvellement des véhicules des sapeurs de chars: 240 millions de francs
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Proposition de la minorité II CPS-N
(Porchet, Crottaz, Fivaz Fabien, Graf-Litscher, Marti Min Li, Roth Franziska, Schlatter, Seiler Graf)
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c. Renouvellement des véhicules des sapeurs de chars: 0 million de francs
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Seiler Graf Priska · Mit-F · Nationalrat · Zürich · Sozialdemokratische Fraktion
Nach wie vor ist die SP der Meinung, dass Schützenpanzer einem nicht mehr zeitgemässen Kriegsbild entsprechen. Dabei spielt es für uns keine Rolle, ob es sich um Raupen- oder Radschützenpanzer handelt, was in der Kommission doch rege diskutiert wurde. Auf Schweizer Boden wird es kaum mehr diese Art von Krieg geben, bei welchem die Artillerie tatsächlich so zum Einsatz käme. In unserem dicht besiedelten und bebauten Gebiet würde sie dann wohl auch mehr zerstören, als dass sie verteidigt und schützt.
Auch der Bundesrat stuft eine solche Kriegssituation in seinem neusten Entwurf des sicherheitspolitischen Berichtes als unwahrscheinlich ein. Da wir wegen Covid-19 momentan in einer angespannten finanziellen Lage sind, müssen wir zwangsläufig Prioritäten setzen. Wir können es uns erst recht nicht mehr leisten, auch für sehr unwahrscheinliche Szenarien viel Geld auszugeben. Geben wir das Geld doch für die realistischsten Szenarien aus.
Die vorgeschlagene Anschaffung, der Radschützenpanzer Piranha IV für Panzersappeurinnen und -sappeure, kann aber vielseitig eingesetzt werden, das muss ich zugeben. Das wurde uns bei der Präsentation der Armeebotschaft 2021 auch anschaulich dargelegt. Man braucht diese Panzer, um vermehrt auf hybride Konfliktformen reagieren zu können. Diese Panzer sind aber auch sehr mobil und bewähren sich darum gut in bebautem Terrain. Sie können auch zivil für Sicherungseinsätze und Hilfe bei Naturkatastrophen eingesetzt werden.
Wir stellen darum den Antrag, auf einen Drittel der vorgesehenen Panzer zu verzichten, was einer Kürzung von immerhin 120 Millionen Franken entspricht.
Ich bitte Sie deshalb, unseren moderaten und adäquaten Minderheitsantrag zu unterstützen.
Porchet Léonore · Mit-F · Nationalrat · Waadt · Grüne Fraktion
Notre minorité est en effet moins modérée mais c'est parce qu'elle correspond finalement mieux à la réalité de la situation de l'armée. Le rapport 2021 sur la politique de sécurité de la Suisse est très clair: "Une menace militaire directe due à une attaque terrestre contre la Suisse paraît peu probable". Il y est aussi écrit: "une intervention terrestre directe apparaît comme invraisemblable, même dans un tel scénario", c'est-à-dire celui "d'un conflit armé entre l'OTAN et la Russie". Malgré cela, le message sur l'armée comprend un crédit d'engagement de 360 millions de francs pour le renouvellement des véhicules des sapeurs de chars.
Le bataillon de sapeurs de chars n'a pas servi - cela vous surprendra peut-être - à la Confédération durant la mobilisation de l'armée dans la lutte contre la pandémie de coronavirus. Et pour cause, un sapeur de char n'est pas utile pour la logistique, du soutien opérationnel ou encore du transport; il est seulement utile pour du combat de terrain, il défriche, il pose des pièges et libère des axes de communication; rien qui pourrait être utile pour répondre aux prochains défis sanitaires, sociaux ou environnementaux de notre société. Ce type d'intervention terrestre ne correspond en rien aux dangers identifiés auxquels doit faire face la Suisse. Aujourd'hui, les cyberattaques, le terrorisme, mais aussi et surtout les dangers naturels, comme les mouvements de terrain, sont nos principaux défis. C'est le DDPS lui-même qui le dit.
Et pourtant, la facture de ces 60 nouveaux chars est salée: 360 millions de francs d'acquisition, auxquels il faut ajouter 3 millions de francs d'entretien annuel, ce qui correspond, sur toute la durée de vie de ces chars, à 87 millions de francs d'entretien. De plus, la Confédération écrit dans sa documentation que ces chars vont nécessiter de nouveaux aménagements logistiques et infrastructurels qui seront financés dans un programme immobilier ultérieur. On nous demande donc de nous prononcer sur une dépense de 447 millions de francs, en sachant pertinemment qu'en définitive, cela coûtera plus cher à la population.
Outre cette démarche douteuse, je souhaite encore soulever la question de la durée de vie de ces chars. La flotte acquise en 1963 sera hors service d'ici 2030, elle aura donc été en service pendant 67 ans. La nouvelle flotte appelée à être plus technologique, plus écologique - j'y reviendrai - et plus efficace sera utilisée de 2026 à 2055, ce qui correspond à seulement 29 ans de service, soit deux fois moins que la précédente génération. Cet argent sera bien mieux investi ailleurs.
Et laissez-moi rire à propos du caractère prétendument écologique de ces chars: le transport routier n'est vraiment écolo en rien. Ce qui est le plus écolo, c'est de ne pas les acheter.
Je vous encourage donc à ne pas suivre la commission et à ne pas acheter ces chars.
Fivaz Fabien · Mit-M · Nationalrat · Neuenburg · Grüne Fraktion
Je défendrai ma proposition et donnerai également la position du groupe des Verts concernant toutes les autres propositions de minorité.
Concernant ma minorité, je vous propose de ne pas prolonger la durée d'utilisation des obusiers blindés. Il s'agit d'une somme dérisoire - 17,2 millions de francs - pour prolonger de cinq ans la durée de vie des engins. Mais elle est symbolique et symptomatique du fonctionnement de l'armée. Ces engins ne servent à rien. Ils datent d'une époque où la guerre se faisait sur terre, une époque où la Suisse pouvait être envahie par une force armée étrangère et devait se défendre. Un tel scénario n'est pas envisageable à court et moyen termes, et sa plausibilité n'a même pas été calculée dans le récent rapport du Conseil fédéral sur l'analyse nationale des risques. Le message sur l'armée le dit également, le risque d'un conflit armé aux portes de la Suisse est peu probable. Pire, le Conseil fédéral a commandé un rapport sur l'avenir des forces terrestres. Concernant ces vieilleries, ce rapport nous dit, je cite: "Aujourd'hui déjà, un grand nombre de ces systèmes n'ont plus qu'une faible valeur militaire et n'offriraient que des chances minimes de succès en cas de conflit armé contre un adversaire déployant des moyens modernes." Pourquoi donc vouloir les entretenir alors qu'ils sont devenus obsolètes? Nous proposons d'arrêter les frais et de mettre définitivement à la casse ces obusiers blindés en 2025.
Concernant les autres propositions de minorité, le groupe des Verts acceptera la minorité II (Porchet), qui vient d'être défendue, et la minorité Wettstein visant à augmenter les moyens dévolus au crédit d'engagement dans le domaine immobilier afin que les nouveaux bâtiments respectent non seulement les normes environnementales les plus sévères mais aussi les normes en matière de matériaux utilisés, surtout pour la santé des personnes qui travailleront dans ces bâtiments. Nous accepterons aussi la minorité Roth Franziska portant sur les munitions d'instruction. Les chiffres que le rapport met en évidence sont importants. Les rabais sur l'achat de munitions se montent à 10,2 millions de francs. Pour nous, il s'agit là d'une subvention déguisée aux société de tir, pour des activités qui n'ont aucun lien direct avec l'armée. Nous vous demandons donc de biffer cela. La Confédération pourra continuer à soutenir ces sociétés comme n'importe quelle autre société sportive via les subventions de l'Office fédéral du sport.
Roth Franziska · Mit-F · Nationalrat · Solothurn · Sozialdemokratische Fraktion
Wer 15-jährig ist, kann sich für einen Jungschützenkurs anmelden. In diesen Kursen wird dann auch der Umgang mit dem Sturmgewehr der Schweizer Armee geübt. Auf allen Ausbildungsplätzen, mit allen Sportgeräten und in allen Disziplinen gilt dort ein Grundsatz: Sicherheit steht an oberster Stelle. Schützinnen und Schützen sind Sportler, sagen sie selber, und sie reden darum auch nicht von "Waffen", sondern von Sportgeräten. Ich gestehe offen, auch an die Adresse von Herrn Hurter: Ich habe auch schon an Schiessübungen teilgenommen. Ich war damals als Jungschützin sogar ab und zu dabei und habe als "Rote" sogar auch einmal ins Schwarze getroffen. Die Frage ist jetzt: War das, weil ich geübt hatte, oder war das, weil das Schiessen ein Sport ist, der vor allem auch mentale Stärke und körperliche Fitness braucht? Denn Schiessen ist wie der Motorsport, das Radfahren, der Fussball vor allem nämlich eines: eine Sportart. Das bestreitet auch das VBS respektive der Bundesrat nicht.
Hingegen streicht der Bundesrat hervor, dass der Schiesssport als Breitensport zu mehr Sicherheit in der Armee führe. Solange das obligatorische Schiessen wirklich obligatorisch ist, ist es auch in Ordnung, wenn wir über die Armeebotschaft dafür sorgen, dass die Schiessvereine die notwendige Munition dafür erhalten. Von der Subventionierung des Schiesssports ganz allgemein profitieren aber nicht nur die Armeeangehörigen. Es ist und bleibt gegenüber den anderen Breitensportarten, die für die Fitness und für die mentale Stärke ebenso einen wichtigen Beitrag leisten, eine absolute Ungerechtigkeit. Es ist nicht vertretbar, dass nur die Sportvereine einer Sportart finanziell so unterstützt werden: mit 10,2 Millionen Franken aus dem Armeebudget.
Letztes Jahr sprach ich an dieser Stelle von einem alten Zopf, und der Rat hat diesen mit seinem Nein nicht abschneiden wollen. In der Zwischenzeit ist dieser alte Zopf weiter gewachsen. Kaum ein Sport wird vom Staat wegen der Armee so stark gefördert wie das Schiessen. 2017 schätzte das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport den Betrag auf über 7 Millionen Franken. Darin enthalten sind Subventionen an Vereine, den SSV und die Bereitstellung von Munition - kostenlos, zum Selbstkostenpreis. Das ist genug, um fast 6 Millionen Schüsse abzugeben. Betrachtet man nur die Förderung der Jugendarbeit, so sind es 885 000 Franken. 2018 war der Betrag in der Armeebotschaft über 8 Millionen, 2019 über 9 Millionen und jetzt über 10 Millionen Franken. Dies ist gegenüber dem Breitensport schlicht und einfach nicht richtig. Darüber vermag auch das Stichwort der Sicherheit nicht hinwegzutäuschen. Im Gegenteil, es wirkt vorgeschoben.
Vorhin sagten mein Kollege und auch Ida Glanzmann: "Alle Jahre wieder." Nun, ich halte es bei meinem Antrag eher mit "Und täglich grüsst das Murmeltier", denn bei diesem Film gibt es ein Happy End. Ich bleibe so lange dabei, bis wir das vielleicht einmal schaffen. Schiessen ist eine Sportart. Dieser Antrag soll für gleich lange Spiesse beim Schiessen, beim Motorsport und beim Radfahren sorgen - oder beim Reiten, bei der Leichtathletik, beim Marathon, die alle auch für die körperliche Fitness und die mentale Stärke der Menschen in diesem Land verantwortlich sind.
Ich bitte Sie, diesen Antrag der Minderheit anzunehmen.
Aebi Andreas · P-M · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Präsident (Aebi Andreas, Präsident): Die SP-Fraktion und die GLP-Fraktion verzichten auf ein Votum.
Wettstein Felix · Mit-M · Nationalrat · Solothurn · Grüne Fraktion
Meine beiden Fraktionskolleginnen haben es bereits in der Eintretensdebatte betont: Es reicht nicht, wenn sich die Armee ein wenig grün einkleidet. Die Armee hat einen sehr hohen CO2-Ausstoss. Wir müssen alles daransetzen, dass er sinkt, und zwar eher in einem höheren Tempo, als es die Gesamtziele der CO2-Reduktion für die Schweiz vorsehen.
Wir entscheiden heute über mehrere Verpflichtungskredite zu Erweiterungsbauten auf Waffenplätzen beziehungsweise zu umfassenden Gebäudesanierungen. Wer heute baut, muss dies mit grossem Ehrgeiz tun. Klimaschutz ist keine Kür, Klimaschutz ist heute Pflicht. Diese Gebäude sind für Jahrzehnte gebaut.
Die technischen Möglichkeiten, die es erlauben, dass Neubauten sowohl den Minergie-P- als auch den Minergie-Eco-Standard erfüllen, sind entwickelt. Minergie-Eco bezieht sich auf die Materialwahl bei der Konstruktion. Wo immer möglich, soll rezykliertes Material zum Einsatz kommen. Wichtig ist z. B. auch der Verzicht auf Gase zur Dämmung, welche niemals in die Umwelt gelangen dürfen. Minergie-P bezieht sich auf den kommenden Betrieb. Minergie-P soll auch das Ziel eines umfassenden Umbaus sein, wie er im Ausbildungszentrum des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz in Schwarzenburg ansteht. Als Gegenargument wurde ins Feld geführt, dass es sich bei den Neubauten zum Teil um Werkstätten oder Garagen handle, bei denen die Tore oft offen stünden und darum die ehrgeizigeren Energiewerte nicht einzuhalten seien. Mit Verlaub, ist das ein Freipass, um die Atmosphäre aufzuheizen? Es ist doch kein Problem, sich von bequemen Gewohnheiten zu verabschieden und in der kühleren Jahreszeit die Tore zu schliessen.
Es ist klar, dass die Investitionen in eine bessere Energieeffizienz Geld kosten. Darum beantragen wir für die beiden Erweiterungsbauten in Frauenfeld und in Drognens sowie für die Sanierung des Ausbildungszentrums des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz eine Aufstockung um je 5 Millionen Franken. Um weitere 15 Millionen Franken soll auch die Sammelkategorie "weitere Immobilienvorhaben 2021" aufgestockt werden. Auch bei den sogenannt kleineren Bau- und Sanierungsvorhaben soll ein ehrgeiziger Energiestandard angestrebt werden. Wir reden ja über einen Verpflichtungskredit, der einen Spielraum gewährt.
Darüber hinaus beantragen wir, dass der Zusatzaufwand von 30 Millionen Franken innerhalb des VBS kompensiert wird. Wir plädieren dafür, dass die finanziellen Überlegungen auf die ganze Lebensdauer bezogen werden. 5 Millionen Franken für Zusatzkosten pro Bau sehen auf den ersten Blick nach viel aus. Aber dieses Geld wird später eingespart, wenn im Betrieb deutlich weniger Energie gebraucht wird oder wenn sogar überschüssige Energie, z. B. Solarenergie, verkauft werden kann.
Ich bin überzeugt, dass sich diese Investition über den gesamten "life cycle" hinweg rechnet. Noch wichtiger ist aber der Beitrag an den Klimaschutz. Die Armee muss mit gutem Beispiel vorangehen.
Bitte unterstützen Sie meinen Minderheitsantrag.
Estermann Yvette · Mit-F · Nationalrat · Luzern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Geschätzter Kollege, ich habe aus Ihrem Votum herausgespürt, dass Sie wirklich für die Erneuerung der Armee sind. Aber wie stehen Sie zum Beispiel zu einer berittenen Einheit, zu einer Kavallerie, wie es sie früher gab? Das ist natürlich, und Pferde verursachen meines Wissens nicht so viel CO2.
Wettstein Felix · Mit-M · Nationalrat · Solothurn · Grüne Fraktion
Der Minderheitsantrag bezieht sich ganz klar auf das Immobilienprogramm und nicht auf einzelne Einheiten, die die Armee vielleicht führen könnte. Ich nehme an, dass sie wahrscheinlich noch Pferdeställe hat. Selbst wenn es einmal darum ginge, einen Pferdestall zu sanieren, würden wir dort dieselben Massstäbe bezüglich hoher Energieeffizienz anlegen, wie wir sie auch hier bei Ausbildungszentren oder Waffenplätzen verlangen.
Heimgartner Stefanie · Mit-F · Nationalrat · Aargau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Ich werde gleich zu allen Minderheitsanträgen in diesem Geschäft sprechen und nehme es vorweg, dass die SVP-Fraktion alle Minderheitsanträge entschieden ablehnt.
Das Rüstungsprogramm sieht 360 Millionen Franken für die Erneuerung und Neubeschaffung von Fahrzeugen für Panzersappeure vor. Die Minderheit I (Seiler Graf) fordert beim Rüstungsprogramm eine Reduktion bei der Erneuerung der Fahrzeuge für die Panzersappeure auf 240 Millionen Franken. Die Minderheit II (Porchet) fordert gar eine gänzliche Streichung. Es gilt zu erwähnen, dass die alten Fahrzeuge nicht eins zu eins ersetzt werden und die Anzahl Fahrzeuge insgesamt sogar reduziert wird. Es werden nur so viele Fahrzeuge beschafft, wie für die Ausbildung und den Einsatz notwendig sind. Um die Bereitschaft der Armee aufrechtzuerhalten, müssen mindestens 60 Fahrzeuge beschafft werden.
Die neuen Fahrzeuge sind im überbauten Gelände besser geeignet als die alten und machen so die Truppen mobiler. Sie können ausserdem nicht nur im Verteidigungsfall, sondern auch zur Unterstützung bei Naturkatastrophen und/oder Sicherungseinsätzen verwendet werden. Die Geländegängigkeit und ihr Potenzial zur Räumung von Hindernissen ist ein wichtiger Punkt. Gerade in der heutigen Zeit erweist sich dies als enorm wichtig. Die Schweizer Bevölkerung ist auf solche Dienstleistungen der Schweizer Armee angewiesen. Natürlich sind diese Fahrzeuge im Vergleich zu den Fahrzeugen aus dem Jahr 1963 umweltfreundlicher, energieeffizienter und bieten der Besatzung einen besseren Schutz. Die SVP-Fraktion beantragt aus den erwähnten Gründen eine klare Ablehnung dieser beiden Minderheitsanträge zum Rüstungsprogramm.
Beim Bundesbeschluss über die Beschaffung von Armeematerial liegen uns zwei weitere Anträge von Minderheiten vor: Die Minderheit Fivaz Fabien will den Verpflichtungskredit für den Ausrüstungs- und Erneuerungsbedarf von 450 auf 432,6 Millionen Franken kürzen, und die Minderheit Roth Franziska möchte den Verpflichtungskredit für die Ausbildungsmunition und Munitionsbewirtschaftung 2021 von 172 auf 161,8 Millionen Franken kürzen.
Die Minderheit Fivaz Fabien möchte diesen Verpflichtungskredit um 17,4 Millionen Franken kürzen und somit die Nutzungsdauer der Panzerhaubitzen M-109 nicht um weitere fünf Jahre verlängern. Da aber ein Nachfolgesystem für diese Panzerhaubitzen frühestens Ende der 2020er-Jahre eingeführt werden kann und die M-109 ihr Nutzungsende 2025 erreichen, ist es wichtig, diesen Betrag für die Verlängerung der Nutzungsdauer zu sprechen und den Minderheitsantrag Fivaz Fabien entsprechend abzulehnen.
Die Minderheit Roth Franziska verlangt die Kürzung des Kredits für Ausbildungsmunition und Munitionsbewirtschaftung um 10,2 Millionen Franken. Diese Reduktion wird dahingehend begründet, dass eine Ungleichbehandlung von Sportvereinen bestehe und man den Schiesssport nicht durch das Armeebudget subventionieren soll. Der Schiesssport gehört aber nun einmal in den Zuständigkeitsbereich des VBS und ist ein wesentlicher Teil unserer Gesellschaft. Das Schiesswesen ausser Dienst, die obligatorischen Schiessen, sind für das VBS von grosser Bedeutung, da sie zum einen im Interesse unserer Landesverteidigung sind und zum andern einen grossen Teil der Schiessausbildung ausmachen. Um die Einsatzbereitschaft unserer Milizarmee halten zu können, ist es zwingend notwendig, die Schiessvereine weiterhin zu unterstützen und den Minderheitsantrag Roth Franziska entsprechend abzulehnen.
Ich komme noch zum Bundesbeschluss über das Immobilienprogramm VBS 2021 und die Minderheit Wettstein, welche mehrere Erhöhungen bei den Verpflichtungskrediten verlangt. Total werden 30 Millionen Franken an Mehrausgaben beantragt, um bei den Gesamtsanierungen und den neuen Gebäuden die Energiestandards zu erhöhen und zu verbessern. Die Armee hat in erster Linie das Ziel und vor allem die Kernaufgabe, die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. Im Energiebereich wird bereits einiges gemacht, und die Bemühungen seitens VBS sind vorhanden. Die Massnahmen zur Erreichung der Reduktionsziele dürfen aber keinesfalls Einfluss auf die Einsatzbereitschaft und die Aufgaben der Armee haben. Spannend ist, dass von linker und grüner Seite bei der Armee immer mehr gespart und gestrichen wird. Aber bei Sanierungen und Neubauten ist man bereit, 30 Millionen Franken mehr auszugeben. Lassen wir die Armee ihre Arbeit verrichten, lassen wir ihr ihre Kernaufgaben. Sparen wir hier ein paar Millionen ein, indem wir auch den Minderheitsantrag Wettstein ablehnen.
Gmür Alois · Mit-M · Nationalrat · Schwyz · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.
Die Mitte-Fraktion lehnt die Anträge der Minderheit I (Seiler Graf) und der Minderheit II (Porchet) ab. Wir sind der Ansicht, dass unsere Armee nach wie vor Panzer braucht. Die Raupenfahrzeuge, welche die Panzersappeurinnen und -sappeure verwenden, sind seit 1963 im Einsatz. Sie müssen rein schon vom Alter her jetzt ersetzt werden. Es ist wichtig und zeitgemäss, dass die Panzersappeurinnen und -sappeure zukünftig mit Radschützenpanzern ausgerüstet werden. Damit sind sie mobiler einsetzbar und besser geschützt. Diese Anschaffung ist aus Sicht der Mitte-Fraktion die richtige Antwort auf das veränderte Konfliktbild. Konflikte finden immer häufiger im überbauten Gebiet statt. Da sind die Radfahrzeuge besser geeignet als die alten Raupenschützenpanzer M-113.
Insgesamt wird die Fahrzeugflotte reduziert. Den vom Bundesrat beantragten Betrag einfach um einen Drittel zu reduzieren, wie das die Minderheit I will, oder die bald 60-jährigen M-113 gar nicht zu ersetzen, wie das die Minderheit II will, ist nicht seriös und entspricht nicht den Vorstellungen der Mitte-Fraktion. Wir wollen keine Armee mit überalterten Fahrzeugen und überaltertem Material. Ich bitte Sie, die beiden Minderheitsanträge abzulehnen.
Beim Bundesbeschluss über die Beschaffung von Armeematerial 2021 will die Minderheit Fivaz Fabien beim Ausrüstungs- und Erneuerungsbedarf den Betrag von 17,4 Millionen Franken für die Verlängerung der Nutzungsdauer der Panzerhaubitze M-109 streichen. Die Mitte-Fraktion ist der Ansicht, dass unsere Verteidigungsarmee nach wie vor schwere Mittel braucht. Bei allen Konflikten auf dieser Welt werden in irgendeiner Form Panzer eingesetzt. Mit der Streichung dieses Betrags würde unsere Artillerie geschwächt, ja sogar infrage gestellt. Das kann die Mitte-Fraktion nicht verantworten. Im Gegenteil, die Präzision, Reichweite und Mobilität der Artillerie muss langfristig gestärkt werden. Ich bitte Sie, diese Streichung abzulehnen.
Die Minderheit Roth Franziska will die Abgeltungen an die Schiessvereine von 10,2 Millionen Franken streichen. Für die Mitte-Fraktion sind die Schiessvereine wichtig. Die Armee profitiert von den Tätigkeiten der Schützenvereine. Sie entlasten die Schiessausbildung an der persönlichen Waffe in den militärischen Kursen und Schulen und fördern die Schiessfertigkeiten der Armeeangehörigen. Gäbe es diese Ausbildung nicht, müsste es die Armee machen. Es handelt sich um eine militärische Notwendigkeit und nicht um einen Sport, wie die Minderheit Roth Franziska meint. Ich bitte Sie, das Schiesswesen weiterhin zu unterstützen und den Antrag der Minderheit Roth Franziska abzulehnen.
Im Bundesbeschluss 3 über das Immobilienprogramm will eine Minderheit Wettstein mit zusätzlichen 15 respektive 30 Millionen Franken einen höheren Energiestandard erreichen. Die Mitte-Fraktion anerkennt die grossen Bemühungen des VBS bei Fragen der Energieeffizienz, aber auch der Biodiversität. Bei Gebäudesanierungen wird konsequent der Minergie-Standard angewendet. Je nach Gebäude wird der Minergiestandard A, P oder Eco angewendet. Es geht dem VBS bei den Energiestandards um die optimale und nicht die maximale Variante. Aufwand und Ertrag müssen in einem vernünftigen Verhältnis zueinander stehen. Die Mitte-Fraktion ist der Ansicht, dass die Minergie-Standards bei diesem Programm je nach Situation richtig gehandhabt werden, und lehnt den Minderheitsantrag Wettstein ab.
Aebi Andreas · P-M · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Präsident (Aebi Andreas, Präsident): Die FDP-Liberale Fraktion verzichtet auf ein Votum.
Amherd Viola · BR-F · Bundesrat · Wallis
Ich äussere mich zunächst zu den Minderheiten in Bezug auf das Rüstungsprogramm. Die eine Minderheit beantragt, den Verpflichtungskredit zur Erneuerung der Fahrzeuge für die Panzersappeurinnen und -sappeure zu kürzen bzw. zu streichen. Der Bundesrat will die Fahrzeuge für die Panzersappeurinnen und -sappeure für 360 Millionen Franken erneuern. Er beantragt, bald 60-jährige Raupenfahrzeuge durch moderne Radfahrzeuge zu ersetzen. Damit sollen die Fähigkeiten der Panzersappeurinnen und -sappeure dem gewandelten Konfliktbild angepasst werden.
Wie auch die Minderheiten festhalten, werden Konflikte immer häufiger in überbautem Gelände ausgetragen. Deshalb müssen die Bodentruppen mobiler werden. Radfahrzeuge sind dazu besser geeignet als Raupenfahrzeuge. Die Fahrzeuge können nicht nur im Verteidigungsfall, sondern auch zur Unterstützung von zivilen Behörden und in der Friedensförderung verwendet werden. Mit den beantragten Fahrzeugen können Hindernisse entfernt, Minen geräumt oder Absperrungen gebaut werden. Dadurch wird die Mobilität der eigenen Truppe verbessert und die Beweglichkeit des Gegners erschwert. In den neuen Fahrzeugen ist die Besatzung zudem besser geschützt. Sie sind auch umweltfreundlicher und energieeffizienter als die alten Raupenfahrzeuge.
Wir wollen die alten Fahrzeuge nicht eins zu eins ersetzen. Die Anzahl der Fahrzeuge wird reduziert. Es werden nur so viele beschafft, wie für Ausbildung und Einsatz notwendig sind. Würden weniger als 60 Fahrzeuge gekauft, könnten Ausbildung und Einsatz nicht gleichzeitig abgedeckt werden. Die Bereitschaft der Armee und damit der Schutz der Bevölkerung würden geschwächt. Ich bitte Sie deshalb, die Minderheitsanträge abzulehnen und dem Entwurf des Bundesrates und dem Antrag der Kommissionsmehrheit zu folgen.
Zu den Minderheiten in Bezug auf die Beschaffung von Armeematerial: Eine Minderheit verlangt, auf die Verlängerung der Nutzungsdauer der Panzerhaubitzen zu verzichten. In den nächsten Jahren stehen bedeutende Investitionen bevor. Die Armee muss Prioritäten setzen, Fähigkeiten müssen teilweise mit bestehenden Systemen erhalten werden, bis neue Systeme beschafft werden können. Dazu zählen unter anderem die Panzerhaubitzen. Mit diesen werden die Bodentruppen im Einsatz unterstützt. Die Panzerhaubitzen M-109 erreichen 2025 ihr Nutzungsende, ein Nachfolgesystem kann allerdings frühestens Ende der 2020er-Jahre eingeführt werden. Der Bundesrat hat 2016 in Erfüllung des Postulates 11.3752, "Zukunft der Artillerie", festgehalten, dass diese Fähigkeit auch weiterhin zu erhalten ist, wobei die Panzerhaubitzen eine höhere Präzision, Reichweite und Mobilität haben sollen.
Dazu wurde mit der letztjährigen Armeebotschaft die Projektierung eines Nachfolgesystems angestossen. Müssten die heutigen Panzerhaubitzen ausser Dienst gestellt werden, bevor ein neues System eingeführt wird, hätte dies eine Fähigkeitslücke zur Folge. Die Fähigkeit, auch über grössere Distanzen wirken zu können, ist für einen Armee-Einsatz während eines bewaffneten Konflikts von entscheidender Bedeutung. Zudem wäre die Ausbildung der Truppen ohne ein Waffensystem nicht möglich. Die Artillerie-Rekrutenschulen könnten so kaum mehr sinnvoll durchgeführt werden. Den Artillerieverbänden würde damit der Nachwuchs fehlen. Mit dem besagten Kredit werden Ersatz- und Verschleissteile für fünf Jahre nachbeschafft.
Eine weitere Minderheit beantragt, auf die Abgabe von Gratismunition und den Verkauf von verbilligter Munition an die Schützenvereine zu verzichten. Die Schützenvereine sind jedoch wichtig und nach wie vor im Interesse der Landesverteidigung. Das Schiesswesen ausser Dienst ergänzt und entlastet die Schiessausbildung an der persönlichen Waffe in den militärischen Kursen und Schulen. Gäbe es diese ausserdienstlichen Trainings nicht, müsste die Armee mehr ausbilden, was ihren Aufwand erhöhen würde.
Das VBS hat im Jahr 2020 Massnahmen beschlossen, um den Aufwand im Schiesswesen ausser Dienst zu senken und die Transparenz zu erhöhen. Es gibt den Schiessvereinen nur noch Ordonnanzmunition ab. Spezialmunition müssen sie selber beschaffen. Seit 2020 berichtet das VBS sowohl in der Armeebotschaft wie auch in der Zusatzdokumentation zur Staatsrechnung über die Subventionen an die Schiessvereine. Die Aufwände für das Schiesswesen ausser Dienst sind in den letzten Jahren rückläufig. 2018 wurden rund 10 Prozent weniger Munition abgegeben als noch 2010.
Würden die Subventionen gemäss Artikel 62 Absatz 2 des Militärgesetzes an die Schiessvereine gestrichen, hätte dies Folgen für die Einsatzbereitschaft unserer Milizarmee. Ich bitte Sie, die Minderheitsanträge abzulehnen und dem Bundesrat sowie Ihrer Kommissionsmehrheit zu folgen.
Zum Antrag der Minderheit Wettstein im Immobilienprogramm: Wie ich in meinem Eintretensvotum betont habe, unternimmt das VBS einiges, um die Umweltbelastung zu reduzieren. Alle Gebäude mit einer maximalen Dämmung zu versehen, wie dies von der Minderheit Wettstein verlangt wird, wäre ineffizient.
Bei Gebäudedämmungen muss nach Gebäudetyp unterschieden werden. Schulungs-, Verwaltungs- und Unterkunftsgebäude werden sehr gut gedämmt; sie entsprechen dem Minergie-P-Standard. Teilweise werden auch energieproduzierende Gebäude gebaut, die, über das Jahr gemessen, eine positive Energiebilanz erreichen. Sie entsprechen dem Minergie-A-Standard. Bei Lager-, Ausbildungs- und Gewerbehallen wird der Minergie-Standard angewendet. Der Minergie-Standard reicht bei diesen Gebäuden aus, weil sie weniger beheizt werden müssen. Sie verfügen oft über grosse Tore, die beim Öffnen einen hohen Energieverlust verursachen. Bei solchen Gebäuden einen höheren Energiestandard anzuwenden, wäre nicht effizient. Der Mehraufwand würde in einem schlechten Verhältnis zu den möglichen zusätzlichen Energieeinsparungen stehen. Wohngebäude werden im Eco-Standard gebaut. Der Eco-Standard stellt hohe Anforderungen an die Raumluftqualität. Dieser Standard ist insbesondere bei Werkstattgebäuden wenig zweckmässig, da in diesen Gebäuden die Raumluft durch den Betrieb belastet wird.
Im Vergleich können Investitionen in Rüstungsmaterial effizienter sein. So verwendet die Armee heute zum Beispiel Raupenfahrzeuge aus dem Jahre 1963. Wenn diese durch neue Fahrzeuge ersetzt werden, wird der Treibstoffverbrauch um mehr als die Hälfte gesenkt. Investitionen in die neuen Radschützenpanzer tragen damit zur Reduktion der Umweltbelastung bei. Eine Kürzung im Rüstungsprogramm wäre deshalb nicht sinnvoll. Kürzungen bei der Beschaffung von Armeematerial würden die Bereitschaft der Armee zudem senken, was Konsequenzen auf den Schutz der Schweizer Bevölkerung hätte. Ich bitte Sie, auch hier dem Entwurf des Bundesrates und der Mehrheit Ihrer Kommission zu folgen und den Antrag der Minderheit Wettstein abzulehnen.
Schilliger Peter · Mit-M · Nationalrat · Luzern · FDP-Liberale Fraktion
Ich komme gleich zum Minderheitsantrag Wettstein, der in der Finanzkommission, nicht in der SiK beraten wurde, und nehme dazu kurz Stellung.
Auch die Finanzkommission war klar der Meinung, dass das VBS einen grossen Beitrag an die CO2-Reduktion leisten soll bzw. muss. Die Budgeterweiterung verlangt Gelder für die Projekterweiterung auf die höheren Minergie-Labels Minergie-P oder Minergie-Eco. Der Minderheitssprecher verlangte auch, dass dieses Machbare auch bei Werkstattgebäuden umgesetzt werden soll. Er hat hier am Rednerpult gesagt, man könne auch dort in Winter die Tore schliessen.
Ich glaube, die Verhältnismässigkeit des Geldeinsatzes muss man gut beachten. Die Frau Bundesrätin hat dazu Ausführungen gemacht, wie sie die Verwaltung auch in der Kommission gemacht hat. Die Kommission war klar der Meinung, dass der CO2-Ausstoss durch höhere Labels kaum beeinflusst werden kann. Die Gebäude werden nur knapp geheizt. Der wirkungsvollste Einsatz ist, wenn man diese Gelder dort einsetzt, wo am meisten CO2 produziert wird, also bei fossilen Heizungen, die ja gemäss der Absichtserklärung der Bundesrätin bis ins Jahr 2030 zu ersetzen sind.
Kurz gesagt: Aufgrund dieser Diskussion hat die Kommission diesen Minderheitsantrag mit 14 zu 9 Stimmen bei 2 Enthaltungen abgelehnt. Wir bitten Sie, dem Antrag der Mehrheit der Finanzkommission zuzustimmen.
Addor Jean-Luc · Mit-M · Nationalrat · Wallis · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Vous avez vu que nous étions brièvement deux à la table des rapporteurs. Vous l'avez compris, le rapporteur de la Commission des finances est venu à mon secours pour la minorité issue de cette commission concernant le programme immobilier. Je vais donc me concentrer sur les minorités qui ont été déposées au sein de la Commission de la politique de sécurité.
Je commence par les deux minorités concernant le programme d'armement. Ce sont la minorité I (Seiler Graf) et la minorité II (Porchet) qualifiée par son auteure - qui aime l'euphémisme probablement - de "moins modérée". Ces deux minorités concernent le crédit de 360 millions de francs proposé pour le renouvellement des véhicules des sapeurs de chars, que la minorité I propose de réduire d'un tiers, donc à 240 millions, alors que la minorité II, moins modérée, propose, un peu plus radicalement, de le réduire à zéro.
Le motif qui justifie ces deux minorités, c'est l'idée que ce type d'acquisition de matériel lourd ne correspondrait pas à la réalité des risques auxquels notre armée devrait faire face. Les risques impliquant ces chars sont jugés invraisemblables par les auteures des propositions et ceux qui ont soutenu ces minorités, qui considèrent que ce sont des risques de nature civile qui l'emportent aujourd'hui dans l'appréciation de la menace.
La majorité de la commission est d'un autre avis. Si j'essaie de replacer sa position dans le contexte, la majorité de la commission, comme le Conseil fédéral, considère que notre armée doit se préparer et s'équiper de manière à être en mesure d'affronter toutes les facettes des missions auxquelles une armée doit être en mesure de faire face, y compris des missions qui correspondent à des risques impossibles à prévoir, parce que la majorité de la commission ne se prend pas pour Madame Soleil.
On a beaucoup parlé ces derniers temps, et on en parle encore, du nouvel avion de combat, mais aujourd'hui, nous parlons plutôt des forces terrestres. Et il est temps d'en parler, parce que nos forces terrestres ont de grands besoins de modernisation. Et c'est de cela qu'il s'agit, évidemment, avec cette acquisition. Ce qu'il s'agit de faire, et le moyen proposé y est tout à fait adapté, c'est moderniser les capacités de notre armée à être engagée dans un environnement de conflit hybride. Ces véhicules de sapeurs de chars ont pour objectif de garantir la mobilité de nos forces terrestres. Cette mobilité est aujourd'hui garantie par un moyen vieillissant. Il s'agit de véhicules à chenilles. Il est proposé de les remplacer par des véhicules à roues, qui sont mieux adaptés aux menaces actuelles et particulièrement à un engagement en milieu bâti.
On l'a vu, ce qui est proposé, ce n'est pas de remplacer chaque véhicule actuel par un futur véhicule. Une réduction globale du nombre de ces véhicules est prévue. Il s'agit de 60 véhicules de sapeurs de chars pour un montant, je le répète, de 360 millions de francs.
J'aimerais juste dire que ce montant n'a rien de douteux, dans la mesure où il ne comprendrait pas les coûts d'exploitation, parce que c'est tout à fait usuel. Pour quelque acquisition que ce soit, qu'il s'agisse d'une acquisition militaire ou d'un autre type d'acquisition, tout le monde comprend, quand on vote des crédits, qu'on ne vote pas en même temps les coûts d'exploitation. Et tout le monde sait aussi que des coûts d'exploitation, il y en aura. Il n'y a donc rien de douteux à ce sujet.
Les deux propositions défendues par les minorités I (Seiler Graf) et II (Porchet) ont été rejetées par 17 voix contre 8 par la commission.
J'en viens aux deux minorités de la commission concernant l'acquisition de matériel de l'armée. La première minorité - la minorité Fivaz Fabien - propose de réduire de 450 à 432,6 millions de francs le crédit d'engagement "Equipement personnel et matériel à renouveler 2021". La différence correspond au crédit qui permettra de garantir la durée de vie pour cinq ans encore - de 2025 à 2030 - des obusiers blindés M-109. La minorité de la commission considère en effet - vous l'avez entendu tout à l'heure - que ces moyens sont d'ores et déjà obsolètes et qu'il faut les laisser partir à la casse en 2025, au lieu de consacrer quelques millions de francs à en prolonger la durée de vie.
Pour la majorité de la commission, ce système n'est certainement pas obsolète, mais vieillissant. La raison en est que, pour des raisons de priorités et de budget insuffisant, le Parlement ne donne pas les moyens d'acquérir tout de suite un matériel de remplacement; d'où l'intérêt, pour éviter une lacune dans le domaine de l'appui de feu, de prolonger la durée de vie de ce système d'armes. Il s'agit aussi - Mme la conseillère fédérale l'a indiqué - d'éviter la perte d'un savoir-faire dans le domaine de l'artillerie mobile.
Pour terminer, j'en viens à la minorité Roth Franziska, qui propose de réduire d'un peu plus de 10 millions de francs le montant du crédit d'engagement "Munitions d'instruction et gestion des munitions 2021". Ce montant, vous l'avez compris, correspond à des munitions mises à disposition des sociétés de tir. La minorité de la commission y voit une forme d'inégalité de traitement avec d'autres activités sportives.
Pour la majorité de la commission, il ne s'agit pas d'une subvention déguisée à allouer à une activité purement sportive: il s'agit en réalité de soutenir et encourager le tir en dehors du service. L'enjeu, pour la majorité, n'est pas simplement lié aux traditions de tir sportif que nous connaissons dans notre pays: il s'agit bien également d'un enjeu tout à fait militaire, qui est lié à la préparation et à l'engagement de notre armée de milice par la contribution de toutes ces sociétés de tir de notre pays, qui sont, à cet égard, autant de maillons de notre armée dans le domaine, si important, de l'instruction à l'arme personnelle.
La commission a rejeté la minorité Fivaz Fabien, par 15 voix contre 8 et 2 abstentions. Quant à la minorité Roth Franziska, la majorité l'a rejetée, par 15 voix contre 9 et 1 abstention. Au final, la majorité de la Commission de la politique de sécurité vous propose, évidemment, d'accepter ces trois arrêtés fédéraux.
Abstimmung
Erste Abstimmung - Premier vote
Für den Antrag FK-N/Mehrheit SiK-N ... 122 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit I SiK-N ... 66 Stimmen
(2 Enthaltungen)
Abstimmung
Zweite Abstimmung - Deuxième vote
Für den Antrag FK-N/Mehrheit SiK-N ... 123 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit II SiK-N ... 67 Stimmen
(1 Enthaltung)
Abstimmung
Ausgabenbremse - Frein aux dépenses
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Ausgabe ... 178 Stimmen
(Einstimmigkeit)
(14 Enthaltungen)
Das qualifizierte Mehr ist erreicht
La majorité qualifiée est acquise
Aebi Andreas · P-M · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Art. 3, 4
Antrag FK-N/SiK-N
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Proposition CdF-N/CPS-N
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Abstimmung
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Entwurfes ... 124 Stimmen
Dagegen ... 58 Stimmen
(7 Enthaltungen)
Aebi Andreas · P-M · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
2. Bundesbeschluss über die Beschaffung von Armeematerial 2021
2. Arrêté fédéral sur l'acquisition de matériel de l'armée 2021
Detailberatung - Discussion par article
Titel und Ingress, Art. 1
Antrag FK-N/SiK-N
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Titre et préambule, art. 1
Proposition CdF-N/CPS-N
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Art. 2
Antrag FK-N/Mehrheit SiK-N
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Antrag der Minderheit SiK-N
(Fivaz Fabien, Crottaz, Graf-Litscher, Marti Min Li, Porchet, Roth Franziska, Schlatter, Seiler Graf)
...
b. Ausrüstungs- und Erneuerungsbedarf 2021: 432,6 Millionen Franken
...
Antrag der Minderheit SiK-N
(Roth Franziska, Crottaz, Fivaz Fabien, Flach, Graf-Litscher, Marti Min Li, Porchet, Schlatter, Seiler Graf)
...
c. Ausbildungsmunition und Munitionsbewirtschaftung 2021: 161,8 Millionen Franken
Art. 2
Proposition CdF-N/majorité CPS-N
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Proposition de la minorité CPS-N
(Fivaz Fabien, Crottaz, Graf-Litscher, Marti Min Li, Porchet, Roth Franziska, Schlatter, Seiler Graf)
...
b. Equipement personnel et matériel à renouveler 2021: 432,6 millions de francs
...
Proposition de la minorité CPS-N
(Roth Franziska, Crottaz, Fivaz Fabien, Flach, Graf-Litscher, Marti Min Li, Porchet, Schlatter, Seiler Graf)
...
c. Munitions d'instruction et gestion des munitions 2021: 161,8 millions de francs
Abstimmung
Bst. b - Let. b
Abstimmung - Vote
Für den Antrag FK-N/Mehrheit SiK-N ... 124 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit SiK-N ... 67 Stimmen
(0 Enthaltungen)
Abstimmung
Bst. c - Let. c
Abstimmung - Vote
Für den Antrag FK-N/Mehrheit SiK-N ... 108 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit SiK-N ... 80 Stimmen
(2 Enthaltungen)
Übrige Bestimmungen angenommen
Les autres dispositions sont adoptées
Abstimmung
Art. 2
Ausgabenbremse - Frein aux dépenses
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Ausgabe ... 177 Stimmen
(Einstimmigkeit)
(15 Enthaltungen)
Das qualifizierte Mehr ist erreicht
La majorité qualifiée est acquise
Aebi Andreas · P-M · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Art. 3-5
Antrag FK-N/SiK-N
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Proposition CdF-N/CPS-N
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Abstimmung
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Entwurfes ... 123 Stimmen
Dagegen ... 56 Stimmen
(11 Enthaltungen)
Aebi Andreas · P-M · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
3. Bundesbeschluss über das Immobilienprogramm VBS 2021
3. Arrêté fédéral sur le programme immobilier du DDPS 2021
Detailberatung - Discussion par article
Titel und Ingress, Art. 1
Antrag FK-N/SiK-N
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Titre et préambule, art. 1
Proposition CdF-N/CPS-N
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Art. 2
Antrag der Mehrheit FK-N/SiK-N
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Antrag der Minderheit FK-N
(Wettstein, Andrey, Badertscher, Brélaz, Friedl Claudia, Gysi Barbara, Munz, Schneider Schüttel, Wyss)
Abs. 1
...
c. Verdichtung des Waffenplatzes Frauenfeld, 3. Etappe: 74 Millionen Franken
d. Verdichtung des Waffenplatzes Drognens, 2. Etappe: 50 Millionen Franken
...
f. Sanierung des Ausbildungszentrums BABS in Schwarzenburg: 39 Millionen Franken
g. weitere Immobilienvorhaben 2021: 240 Millionen Franken
Abs. 2
Die Gebäude werden gemäss Minergie-P- und Minergie-Eco-Standard gebaut respektive gemäss Minergie-P-Standard saniert.
Abs. 3
Finanzielle Mittel in der Höhe von insgesamt 30 Millionen Franken, welche für wirkungsvolle energetische Neubauten und Sanierungen gemäss Minergie-P- und Minergie-Eco-Standard bei den in Artikel 2 Absatz 1 Buchstaben c, d, f und g vorgesehenen Vorhaben aufgewendet werden, sind im Rüstungsprogramm 2021, in der Beschaffung von Armeematerial 2021 respektive an anderer Stelle im Immobilienprogramm VBS 2021 zu kompensieren.
Art. 2
Proposition de la majorité CdF-N/CPS-N
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Proposition de la minorité CdF-N
(Wettstein, Andrey, Badertscher, Brélaz, Friedl Claudia, Gysi Barbara, Munz, Schneider Schüttel, Wyss)
Al. 1
...
c. Densification de la place d'armes de Frauenfeld, étape 3: 74 millions de francs
d. Densification de la place d'armes de Drognens, étape 2: 50 millions de francs
...
f. Rénovation du Centre fédéral d'instruction de Schwarzenburg: 39 millions de francs
g. Autres projets immobiliers 2021: 240 millions de francs
Al. 2
Les constructions sont réalisées conformément aux labels Minergie-P et Minergie-Eco, les rénovations conformément au label Minergie-P.
Al. 3
Les ressources financières d'un montant total de 30 millions de francs qui sont allouées à de nouvelles constructions et à des assainissements énergétiques efficaces conformément aux labels Minergie-P et Minergie-Eco dans le cadre des projets prévus à l'article 2 alinéa 1 lettres c, d, f et g sont compensées dans le programme d'armement 2021, dans l'acquisition de matériel de l'armée 2021 ou dans le programme immobilier du DDPS 2021 lui-même.
Abstimmung
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Mehrheit FK-N/SiK-N ... 123 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit FK-N ... 67 Stimmen
(1 Enthaltung)
Abstimmung
Ausgabenbremse - Frein aux dépenses
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Ausgabe ... 180 Stimmen
(Einstimmigkeit)
(13 Enthaltungen)
Das qualifizierte Mehr ist erreicht
La majorité qualifiée est acquise
Aebi Andreas · P-M · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Art. 3-5
Antrag FK-N/SiK-N
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Proposition CdF-N/CPS-N
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Abstimmung
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Entwurfes ... 150 Stimmen
Dagegen ... 33 Stimmen
(6 Enthaltungen)