21.020
WEF 2022-2024 in Davos. Einsatz der Armee im Assistenzdienst
Aebi Andreas · P-M · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Antrag der Mehrheit
Eintreten
Antrag der Minderheit
(Schlatter, Fivaz Fabien, Molina, Roth Franziska)
Nichteintreten
Proposition de la majorité
Entrer en matière
Proposition de la minorité
(Schlatter, Fivaz Fabien, Molina, Roth Franziska)
Ne pas entrer en matière
Addor Jean-Luc · Mit-M · Nationalrat · Wallis · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Quelques mots d'abord sur le contexte de l'objet dont nous parlons maintenant. Vous savez certainement qu'en raison du Covid-19, le WEF a décidé d'organiser ses assises annuelles à Singapour cette année. Ce dont nous parlons, c'est donc de l'avenir, de ce qui va se passer au cours des années 2022 à 2024. Toujours en ce qui concerne le contexte: nous parlons de l'engagement de l'armée et de la participation de la Confédération aux frais de sécurité de cette manifestation.
Il est utile de savoir que le WEF a décidé d'augmenter sa participation à ces frais de sécurité, ce qui a pour conséquence de permettre à la Confédération, de son côté, de réduire ses coûts, sa participation passant de trois huitièmes à deux huitièmes seulement. La participation de la Confédération complète la participation du WEF et celles du canton des Grisons et de la commune de Davos.
Pourquoi cette affaire doit-elle passer devant le Parlement? D'abord - c'est l'objet du premier des deux arrêtés sur lesquels nous devons nous prononcer - parce que l'engagement prévoit d'englober plus de 2000 militaires. Il s'agit d'un maximum de 5000 militaires. La deuxième raison - c'est l'objet du second arrêté sur lequel nous devons nous prononcer - c'est que nous sommes appelés à voter sur un crédit d'engagement de 7,65 millions de francs, qui concerne le Département fédéral de justice et police. Encore une fois, nous parlons de la période 2022 à 2024.
J'aimerais dire un mot sur les coûts de l'engagement de l'armée. Les unités militaires qui sont concernées effectuent en principe leurs cours de répétition. Cet engagement ne provoque donc pas de frais supplémentaires à prélever sur le budget du Département de la défense, de la protection de la population et des sports.
Parler du WEF, c'est évidemment déchaîner toute une série de passions. Je vous épargne les détails des discussions sur ce point qui ont eu lieu en commission. Il a notamment été question de la transparence des coûts, du moment que le WEF est une fondation privée. Une proposition avait été déposée afin de suspendre l'examen de cet objet jusqu'à ce que l'on en sache plus à ce propos. Cette proposition a été rejetée, par 16 voix contre 7.
En fait, on commence tout de suite à faire un peu de philosophie, pour ne pas dire d'idéologie. On peut parler de mondialisme ou de toutes sortes de choses, mais ce qui nous importe, ce qui doit nous importer - c'est l'avis de la majorité de la commission -, c'est l'intérêt de la Suisse. Or la majorité de la commission est d'avis que l'intérêt de la Suisse, eu égard à sa réputation internationale, à son influence sur la scène internationale, au maintien de son statut de lieu de rencontre, y compris pour les grands de ce monde, est de se donner les moyens de maintenir cette manifestation en Suisse afin qu'elle n'ait pas lieu à l'autre bout du monde.
La commission a accepté l'entrée en matière, par 16 voix contre 4 et 3 abstentions. Des majorités identiques se sont systématiquement formées, d'abord pour approuver le premier arrêté fédéral, qui porte sur l'engagement de l'armée en service d'appui en faveur du canton des Grisons dans le cadre des mesures de sécurité, et ensuite pour approuver le second arrêté fédéral, qui porte sur la participation de la Confédération au financement des mesures de sécurité prises pour les rencontres annuelles du Forum économique mondial 2022 à 2024.
Candinas Martin · 2VP-M · Nationalrat · Graubünden · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.
Ihre Sicherheitspolitische Kommission hat an ihrer Sitzung vom 21. Juni 2021 die Bundesbeschlüsse über den Einsatz der Armee im Assistenzdienst zur Unterstützung des Kantons Graubünden bei den Sicherheitsmassnahmen und über die Beteiligung des Bundes an der Finanzierung der Sicherheitsmassnahmen im Rahmen der Jahrestreffen des World Economic Forum 2022-2024 beraten.
Um die Sicherheit der Jahrestreffen des WEF zu gewährleisten, unterstützt der Bund den Kanton Graubünden. Diese Unterstützung erfolgt in der Form eines Einsatzes der Armee im Assistenzdienst und einer Beteiligung an der Finanzierung der Sicherheitsmassnahmen anlässlich dieser Treffen.
Die Kommissionsmehrheit erachtet die WEF-Jahrestreffen als wichtige Plattform, um schweizerische Positionen und Anliegen gegenüber ausländischen Partnern aus Wirtschaft und Politik zu vertreten. Zudem stärkt die Durchführung dieses Forums die Rolle der Schweiz als Konferenzort und als Sitzstaat internationaler Organisationen. An den WEF-Jahrestreffen in Davos kommen während mehrerer Tage zwischen zwei- und dreihundert Staats- und Regierungschefinnen und -chefs, Ministerinnen und Minister sowie weitere hochrangige, völkerrechtlich geschützte Personen zusammen. Das WEF ist eine Perle für unsere Schweiz. Es gibt keinen vergleichbaren Anlass. Der Wert und der Nutzen sind gerade für unser politisch neutrales Land enorm. Wir dürfen stolz sein, dass wir Gastland des WEF sein dürfen. Folglich ist die Kommissionsmehrheit der Meinung, dass es im Interesse der Schweiz ist, dass das WEF in den kommenden Jahren weiterhin in Davos durchgeführt wird. Es freut uns, dass der Spirit of Davos im Januar 2022 ins Landwassertal zurückkehren wird.
Der Bundesrat beantragt dem Parlament die Genehmigung des Einsatzes von jährlich maximal 5000 Angehörigen der Armee im Assistenzdienst zur Unterstützung des Kantons Graubünden bei den Sicherheitsmassnahmen für die Jahrestreffen des WEF 2022-2024. Der Einsatz der Armee im Assistenzdienst im Rahmen der WEF-Jahrestreffen hat keine Auswirkungen auf das Budget des Bundes, da die aufgebotenen Armeeangehörigen im Rahmen dieses Assistenzdienstes ihren jährlichen Wiederholungskurs leisten. Mit anderen Worten: Der Assistenzdienst verursacht ungefähr gleich hohe Kosten, wie wenn die beteiligten Verbände ihren jährlichen Ausbildungsdienst absolvieren würden. Die Kosten belaufen sich auf rund 32 Millionen Franken pro Jahr; somit ist der Assistenzdienst über das ordentliche Budget gedeckt.
Zur Finanzierung der Sicherheitsmassnahmen, die mit der Unterstützung der Armee ergriffen werden, beantragt der Bundesrat dem Parlament einen Verpflichtungskredit von 7,65 Millionen Franken. Der Bund beteiligt sich seit dem Jahr 2000, seit 21 Jahren, an den Sicherheitskosten. Er soll sich wie bis anhin gemeinsam mit der Stiftung WEF und seinen weiteren Partnern - Kanton Graubünden, Gemeinde Davos - an den Kosten für die Sicherheitsmassnahmen beteiligen. Die Stiftung WEF hat beschlossen, in Zukunft einen grösseren Anteil der Kosten zu übernehmen. Dadurch verringert sich die Beteiligung des Bundes von drei Achteln auf zwei Achtel, wodurch nunmehr die Stiftung WEF und nicht mehr der Bund den grössten Anteil an den Kosten trägt. Die Beteiligung des Bundes sinkt somit von den bisherigen 3,375 Millionen Franken auf neu 2,25 Millionen Franken pro Jahr. Der Kanton Graubünden beteiligt sich übrigens mit dem gleichen Betrag an den Sicherheitskosten.
Unsere Kommission hat der Vorlage in der Gesamtabstimmung mit 16 zu 4 Stimmen bei 3 Enthaltungen zugestimmt. Namens der Kommissionsmehrheit beantrage ich Ihnen, den Antrag der Minderheit Schlatter auf Nichteintreten abzulehnen, auf die Vorlage einzutreten und ihr zuzustimmen.
Schlatter Marionna · Mit-F · Nationalrat · Zürich · Grüne Fraktion
Das WEF ist eine Veranstaltung für die politischen und wirtschaftlichen Eliten der Welt. Es ist die private Veranstaltung einer privaten Stiftung, die grosse Gewinne erzielt. Deshalb kommt regelmässig die Diskussion darüber auf, wer welchen Anteil der Sicherheitskosten übernimmt, die das WEF, der Kanton Graubünden, die Gemeinde Davos und der Bund unter sich aufteilen.
Laut Jahresbericht 2019-2020 betrugen die Einkünfte des WEF 367 Millionen Franken; davon entfielen gut 42 Millionen Franken allein auf Ticketgebühren. Mitglieder- und Partnerbeiträge betrugen rund 262 Millionen Franken. Bundessteuern bezahlt das WEF keine.
Das WEF wird bei den Sicherheitskosten im Gegensatz zu anderen privaten Grossveranstaltungen sehr grosszügig unterstützt: Der Bund übernimmt 2,55 Millionen Franken, die Armee leistet einen Einsatz für budgetierte 32 Millionen Franken plus 4 Millionen für Fahrzeuge und Material. Hinzu kommt die Leistung des Kantons Graubünden von 2,25 Millionen Franken und der Gemeinde Davos von 1,125 Millionen Franken. Das WEF übernimmt 3,375 Millionen Franken.
Sie werden jetzt einwenden, das WEF sei mit anderen Grossanlässen nicht vergleichbar. Da haben Sie recht: Ich persönlich kenne keine anderen Grossanlässe in der Schweiz, bei denen man 25 000 Franken Eintritt und einen Mitgliederbeitrag von mindestens 60 000 Franken pro Jahr bezahlen muss.
Sie werden einwenden, dass das WEF für die Schweiz wichtig sei und dass der Bundesrat dort in direktem Austausch mit hochrangigen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern die Interessen des Landes vertreten könne; dass das WEF die Schweiz als Konferenzort und Sitzstaat wichtiger internationaler Organisationen stärke; dass der Bundesrat mit dem finanziellen Beitrag auch seinem Interesse Ausdruck verleihe, das WEF in Davos und in der Schweiz zu halten. Den Werbespot des Kommissionssprechers haben wir alle gehört.
Selbstverständlich hat die Schweiz die Aufgabe, die völkerrechtlich geschützten Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu schützen. Aber man darf sich wirklich fragen, ob es die Aufgabe der offiziellen Schweiz ist, indirekt einen privaten Grossanlass zu subventionieren, der Millionen an Reserven anhäuft, mit denen er seine Expansion in andere Länder finanziert, wie WEF-Gründer Klaus Schwab in einem Interview in der "Bilanz" bestätigte.
Den Betrag von 3,375 Millionen Franken, den das WEF an die Kosten leistet, hat das WEF nach der wiederholten öffentlichen Diskussion über die Verteilung der Sicherheitskosten um eine Million angehoben. Es ist zu begrüssen, dass das WEF seine Finanzmittel zugunsten der Sicherheitsmassnahmen erhöht hat. So richtig schmerzen mag es das WEF aber kaum, erhält doch sein Gründer Klaus Schwab laut einem Artikel auf infosperber.ch alleine einen Jahreslohn von einer Million Franken.
Dass wir für die Sicherheit der rund hundert Vertreterinnen und Vertreter ausländischer Regierungen sorgen müssen, versteht sich von selbst. Es geht heute aber nur um die Beurteilung, ob der finanzielle Beitrag und der Beitrag der Armee angemessen sind.
Eine Voraussetzung, um dies beurteilen zu können, wäre Kostentransparenz. Bislang zeigte sich die Stiftung aber nicht bereit, Transparenz herzustellen. Ebenso wenig zeigte die Sicherheitspolitische Kommission des Nationalrates den Willen, Transparenz bestimmt einzufordern, und ignorierte damit die Empfehlung aus dem Ständerat. Ja, es ist ein privater Anlass, aber angesichts der Tatsache, dass öffentliche Gelder in diesem Rahmen in Anspruch genommen werden, wäre Transparenz doch absolut nötig. Die ständerätliche Kommission hat trotz Einforderung ungenügenden Einblick erhalten. Die Vorlage war im Plenum des Ständerates denn auch umstritten.
Damit ich Sie nicht enttäuschen muss, werde ich zum Schluss noch ideologisch argumentieren: Auch wenn das WEF lokale und regionale Wertschöpfung schafft, bleibt sein Nutzen für eine bessere Welt bescheiden.
Bei 367 Millionen Franken Einnahmen pro Jahr und grosszügigen Reserven sind einige wenige Millionen Franken Sicherheitskosten für das WEF schlicht Peanuts. Für uns aber, die die Interessen der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler vertreten, dürfen sie das nicht sein.
Ich beantrage Ihnen Nichteintreten auf die Vorlage. Die grüne Fraktion wird die Vorlage ablehnen.
Heimgartner Stefanie · Mit-F · Nationalrat · Aargau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Das World Economic Forum ist wohl das bedeutendste Wirtschaftstreffen weltweit. Zu seinen Mitgliedern gehören die tausend grössten Unternehmen der Welt. Dem WEF gelingt es, 2500 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien aus über neunzig Ländern unter einem Dach zu versammeln, um aktuelle Themen zu besprechen. Ein solches Meeting durchführen zu dürfen, ist für die Schweiz deshalb ein Privileg.
Das WEF ist eine wichtige Plattform für die Vertretung schweizerischer und internationaler Interessen. Es ermöglicht unseren Behörden, sich bei ausländischen Partnern aus Wirtschaft und Politik einzubringen und unsere Positionen zu vertreten. Dass die Schweiz als Gastland für internationale Konferenzen und Treffen steht, hat eine lange Tradition und bietet die einmalige Möglichkeit, in einem besonderen Rahmen die Beziehungen zu vielen hochrangigen Persönlichkeiten zu pflegen. Hinzu kommt der Nutzen aus der Werbung und dem Reputations- und Imagegewinn für den Tourismus- und Kongressstandort Schweiz.
Das WEF verfolgt das Ziel, Führungspersonen aus Privatwirtschaft, Regierungen, akademischen Kreisen und der Gesellschaft zu einer Gemeinschaft zusammenzuführen, die sich für die Verbesserung der Lage der Welt einsetzt. Die Schweizer Bevölkerung profitiert ebenfalls davon. Das WEF ist aber auch für unsere Tourismusbranche von enormer Bedeutung. Davos wird nämlich während einigen Tagen von Staatschefinnen und Staatschefs, Ministerinnen und Ministern sowie von weiteren hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern internationaler Organisationen besucht. All diese Persönlichkeiten tragen den Charme unserer Alpenstadt und den Tourismus in der Schweiz in die Welt hinaus und ermöglichen mit ihrer Anwesenheit, dass die Schweiz während ein paar Tagen im Januar zu einem absoluten Hotspot der Weltwirtschaft wird.
Diese Persönlichkeiten brauchen einen grossen Sicherheitsschutz, welchen die Kantonspolizei Graubünden nicht alleine leisten kann. Sie ist somit auf die Hilfe weiterer Kantone angewiesen. Polizeikorps aus weiteren Kantonen werden die Kantonspolizei Graubünden im Rahmen eines interkantonalen Polizeieinsatzes unterstützen. Da dies aber nicht ausreicht, hat die Regierung des Kantons Graubünden wie in den vergangenen Jahren den Bundesrat um Unterstützung für die Sicherheit bei den Jahrestreffen des WEF in den Jahren 2022 bis 2024 gebeten.
Der Bundesrat unterstützt dieses Gesuch und beantragt dem Parlament die Genehmigung für den Einsatz von jährlich maximal 5000 Angehörigen der Armee im Assistenzdienst zur Unterstützung des Kantons Graubünden bei den Sicherheitsmassnahmen. Die Armee soll in den Bereichen Objekt- und Personenschutz sowie in der Wahrung der Lufthoheit und Sicherheit im Luftraum eingesetzt werden. Ein solcher Einsatz ist sinnvoll und zu unterstützen, da dies eine optimale Möglichkeit ist, das Gelernte umzusetzen und Wiederholungskurse im Dienste solcher Assistenzdiensteinsätze zu machen.
Ganz wichtig ist zu erwähnen, dass ein solcher Einsatz der Armee keine Auswirkungen auf das Budget des Bundes hat. Die aufgebotenen Armeeangehörigen werden nämlich ihren jährlichen Wiederholungskurs im Rahmen dieses Assistenzdienstes leisten. Somit kostet dieser Assistenzdienst ungefähr gleich viel wie die jährlichen Ausbildungsdienste. Weiter hat die Stiftung WEF beschlossen, sich stärker an der Finanzierung der Sicherheitsmassnahmen zu beteiligen. Dadurch verringert sich die Beteiligung des Bundes von drei Achteln auf zwei Achtel.
Für den Wirtschaftsstandort Schweiz, für die Tourismusbranche in der Schweiz sowie für eine starke Armee bitte ich Sie, dem Bundesrat zu folgen und die beiden Bundesbeschlüsse über den Einsatz der Armee sowie über die Beteiligung des Bundes an der Finanzierung der Sicherheitsmassnahmen anzunehmen und entsprechend den Minderheitsantrag Schlatter abzulehnen.
Gestatten Sie mir die Bemerkung, dass es für die Wirtschaft, die Politik und den Tourismus enorm wichtig ist, dass dieser weltweit einmalige Anlass erhalten bleibt und das WEF auch nach 2024 ohne Diskussionen in der Schweiz bleiben wird.
Fiala Doris · Mit-F · Nationalrat · Zürich · FDP-Liberale Fraktion
Der Kanton Graubünden hat den Bund, wir haben es gehört, um Unterstützung bei den Sicherheitsmassnahmen im Rahmen der WEF-Jahrestreffen 2022, 2023 und 2024 in Davos ersucht. Damit will er die Unterstützung durch den Bund in der Form eines Einsatzes von maximal 5000 Armeeangehörigen im Assistenzdienst und eine finanzielle Beteiligung in der Höhe von 2,55 Millionen Franken pro Jahr erreichen. Die Kosten für die Armeeangehörigen belaufen sich auf 32 Millionen Franken pro Jahr. Jedoch präzisiert unsere Bundesrätin und Sicherheitsministerin Viola Amherd zu Recht, dass die Wiederholungskurse auch ohne WEF stattfinden würden. Ich bitte Sie, auch das in Ihre Überlegungen einzubeziehen.
Die FDP-Liberale Fraktion unterstützt den Einsatz der Armee am WEF. Fakt ist: Seit dem Jahr 2000 qualifiziert der Bundesrat das WEF als ein ausserordentliches Ereignis im Sinne der Verordnung über den Schutz von Personen und Gebäuden in Bundesverantwortung. Mehrere hundert völkerrechtlich geschützte Personen nehmen am WEF teil. Aus Sicht der Freisinnigen sind die WEF-Jahrestreffen eine wichtige Plattform, um schweizerische Anliegen und Positionen gegenüber ausländischen Partnern und Partnerinnen zu vertreten, sich somit wahrnehmbar international Gehör zu verschaffen. Das WEF stärkt zudem unsere Rolle als Konferenzort und als Sitzstaat internationaler Organisationen.
Ich danke Ihnen daher, wenn Sie uns folgen und das WEF in den Jahren 2022 bis 2024 mit dem Einsatz von Armeeangehörigen darin unterstützen, die Sicherheit zu gewährleisten. Auch hier gilt: Sicherheit ist erste Staatsaufgabe. Wir können nicht in Kauf nehmen wollen, dass internationale Jahrestreffen wie das WEF nach Singapur oder an andere Konkurrenzstandorte abwandern. So wie ich zum Standort Genf für internationale Organisationen stehe, stehe ich auch zum WEF und unterstütze daher den Kanton Graubünden.
Ich bitte Sie, es der FDP-Liberalen Fraktion gleichzutun.
Roth Franziska · Mit-F · Nationalrat · Solothurn · Sozialdemokratische Fraktion
Ich wünschte mir manchmal, man hätte in der Schweiz das gleiche Selbstvertrauen, wenn es um die offizielle Zusammenarbeit mit den umliegenden Ländern geht und nicht nur um private Zusammenarbeit.
Das WEF hat entschieden, sich von 2022 bis 2024 stärker an der Finanzierung der Sicherheitsmassnahmen für das jährliche Treffen in Davos zu beteiligen. Es hat entschieden, jährlich zusätzlich 1,125 Millionen und damit insgesamt etwas über 3 Millionen Franken an die Sicherheitskosten von 45 Millionen Franken zu bezahlen. Die Begründung: um den Fragen und Erwartungen des Parlamentes und der Zivilgesellschaft gerecht zu werden.
Sind Ihre Fragen und Erwartungen, ohne die Offenlegung der Erfolgsrechnung und ohne Aufstellung der Entschädigungen für die Spitzenfunktionäre, jetzt wirklich beantwortet und erfüllt? Das WEF verursacht Sicherheitskosten von 45 Millionen Franken. Ziehen wir die Beiträge der Stiftung ab, so kommen wir auf eine Subvention der öffentlichen Hand an das WEF von rund 41 Millionen Franken. Das muss uns doch hellhörig machen. Das WEF hat entschieden und nicht der Bundesrat. Macht Sie das nicht stutzig?
Offenbar hat die Schweiz in der Vergangenheit zu viel bezahlt. Die Geheimniskrämerei um die Zahlen rund um das WEF ist unschön. Wie sehen die Finanzen des WEF genau aus? Macht die Stiftung Gewinn mit dem Anlass? In welcher Höhe werden die Führungsleute des WEF entschädigt?
Ein Anlass, der vom Staat unterstützt wird, sollte auch eine gewisse Transparenz gewährleisten. Wenn der Bund einer privaten Veranstaltung unter die Arme greifen will, so sollten wir Steuerzahlenden erfahren, ob der Anlass gar gewinnbringend ist. Doch der Zug zur Transparenz ist nun abgefahren. Ob die rund 2,5 Millionen Franken jährlich, die der Bund für die nächsten drei Jahre ans WEF zahlen soll, angemessen sind oder nicht, das wissen wir nicht, denn die Anträge zur finanziellen Transparenz wurden in der Kommission abgeschmettert.
Die SP-Fraktion ist sich bewusst: Es halten sich während der WEF-Tage mehrere hundert schützenswerte Personen in der Schweiz auf. Der Bund hat die völkerrechtliche Verpflichtung, diese Personen zu schützen. So kommt die Armee zum Einsatz.
Zusammengefasst: Weil die Schweiz internationale, völkerrechtliche Verpflichtungen hat, diese Personen vor Ort zu schützen, beteiligen wir uns neben den Kosten von 32 Millionen Franken für den Armee-Einsatz, die über das VBS abgedeckt werden, zusätzlich mit rund 2,5 Millionen Franken pro Jahr an den Sicherheitskosten einer Stiftung, bei deren Anlässen der Eintritt 25 000 Franken kostet. Wir wollen aber nicht wissen, ob diese Anlässe gewinnbringend sind. Wir Parlamentarier und Parlamentarierinnen und die Bundesverwaltung fragen auch nicht nach, warum das WEF, also die Stiftung selber, von einem Jahr auf das andere mir nichts, dir nichts eine Million Franken mehr an die Sicherheitskosten bezahlen kann. Wir haben auch keine Garantie, dass die Anlässe grundsätzlich in der Schweiz bleiben und nicht nach Singapur oder sonst wohin verlegt werden.
Ein Teil der SP-Fraktion wird den Antrag auf Nichteintreten aus den Reihen der grünen Fraktion unterstützen oder sich enthalten. Dieser Teil ist der Ansicht, dass es für eine Unterstützung durch den Bund durchaus eine Rolle spielt, wie gross der Gewinn des WEF ist und ob die Spitzenleute gut oder gar exorbitant gut verdienen. Der andere Teil ist der Ansicht, dass es darum geht, mitzuhelfen, die Sicherheitskosten - die Verpflichtungen, die der Kanton Graubünden hat - zu tragen. Der Kanton Graubünden ist ja nicht in der Lage, seine Schutzaufgaben ohne besondere, ausserordentliche Massnahmen zu bewältigen. Das ist auch klar.
Somit tritt ein Teil der SP-Fraktion auf die Vorlage ein und stimmt dem subsidiären Einsatz der Armee, den völkerrechtlichen Verpflichtungen und somit dem Kredit zu.
Glarner Andreas · Mit-M · Nationalrat · Aargau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Geschätzte Kollegin Roth, haben Sie eine Schätzung, wie viel tiefer die Kosten wären, wenn die von Ihnen und von Rot-Grün gehätschelten Demonstranten weggelassen werden könnten?
Roth Franziska · Mit-F · Nationalrat · Solothurn · Sozialdemokratische Fraktion
Mit solchen Schätzungen gebe ich mich nicht ab, werter Herr Glarner. Ich danke aber für die Frage. Ich gehe davon aus, dass die Kosten um einiges tiefer sind - wenn nicht gar gleich null - als jene, die das WEF sonst verursacht.
Rechsteiner Thomas · Mit-M · Nationalrat · Appenzell I.-Rh. · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.
Die Mitte-Fraktion tritt auf diese beiden Geschäfte ein und wird sie in der vorgelegten Form verabschieden. Den Nichteintretensantrag werden wir ablehnen, und wir bitten Sie, das auch zu tun.
Kalte Winterluft, kristallklare Bergsicht, knirschender Schnee, emsiges Treiben in Davos und Kontrollen für Zug- und Autofahrer, die sich gerade ins Landwassertal und in die Landschaft Davos begeben: Das WEF in Davos zeichnet ein Bild der Schweiz für Einheimische wie für Gäste, das um die Welt geht. Und wenn wir die Gelegenheit haben, dieses Bild zu schärfen, sollten wir diese Gelegenheit wahrnehmen, zumal die Rückkehr des WEF in die Schweiz nun auch wieder bestätigt ist. Das Treffen hochrangiger Personen aus Politik, Wirtschaft und Kultur ist etabliert. Es ist natürlich so, dass sehr wahrscheinlich nicht alle Teilnehmer ihre Position nach unserem Demokratieverständnis erlangt haben. Trotzdem bietet die Veranstaltung eine Plattform zur Verbesserung der Wirtschaftslage und des Demokratieverständnisses.
Im Grundsatz ist das WEF eine private Veranstaltung. Den sicheren Aufenthalt der Bevölkerung als auch der Gäste zu gewährleisten, gehört jedoch zur Verantwortung der Schweiz, des Kantons und auch der Gemeinde. Sicherheit ist an diesem Anlass wichtig, und zwar nicht nur in Davos. Vielmehr müssen dann in der gesamten Schweiz die innere Sicherheit und Ordnung gewährleistet werden. Das erfordert den Einsatz der kantonalen Polizeikorps und der Armee. Der subsidiäre Einsatz der Armee ist deshalb notwendig und sinnvoll, und es gibt meines Erachtens keine Alternative dazu. Vor allem im Bereich der Sicherung des Luftraums besitzt die Armee Ressourcen und Kompetenzen, die weder von den Veranstaltern noch vom Kanton Graubünden übernommen werden können. Es ist für die Angehörigen der Armee im Übrigen ein interessanter, vernetzter und ein konkret lehrreicher Einsatz, und in der Zusammenarbeit mit der Polizei können sehr wertvolle Erfahrungen gesammelt werden.
Die Obergrenze von 5000 Armeeangehörigen erachten wir als sinnvoll. Derzeit ist es so, dass auch neue Gefahren nicht zu unterschätzen sind. Die Vorbereitung darauf und die personellen, materiellen, technischen und auch finanziellen Ressourcen sind notwendig, um dem WEF in den nächsten Jahren einen sicheren, verlässlichen Rahmen zu bieten. Wir stimmen deshalb dem Bundesbeschluss 1 zum Assistenzdienst für die Jahre 2022-2024 zu. Auch dem Bundesbeschluss 2 über die finanzielle Beteiligung an den Sicherheitsmassnahmen 2022-2024 stimmen wir zu.
Mit der Zustimmung zu diesen Bundesbeschlüssen schaffen wir die Voraussetzung für ein sicheres WEF in den nächsten drei Jahren, und das unterstützt die Mitte-Fraktion.
Pointet François · Mit-M · Nationalrat · Waadt · Grünliberale Fraktion
Lorsque l'on parle du WEF, on a l'impression, en entendant certains collègues, d'ouvrir le boîte de Pandore et de pactiser avec le diable ou du moins avec son représentant. Mais rassurez-vous, je n'irai pas jusqu'au spot publicitaire. J'ai bien compris que cela avait été reproché au rapporteur.
Soyons un peu sérieux et demandons-nous ce qu'apporte une telle manifestation du point de vue politique et économique. Pour la Suisse, être l'hôte d'une telle manifestation permet de renforcer son image, et cela permet aux autorités d'avoir des rencontres, toujours difficile à obtenir.
Certes, les coûts de sécurité ou d'appui à des manifestations privées sont toujours matière à discussion. Mais cette question devrait être abordée de manière générale et non ciblée sur cette manifestation en particulier. De plus, quelle serait la perte d'image si le WEF quittait la Suisse? Car cessons de jouer les "y'en a point comme nous": nous ne sommes pas les seuls à pouvoir accueillir une telle manifestation et la concurrence est rude. Et je ne parle même pas du fait que notre pays est responsable de la sécurité des personnes particulièrement exposées se rendant dans notre pays.
La répartition des coût a fait l'objet d'adaptations, et le WEF a augmenté sa participation. Ce changement n'est pas négligeable et fait passer les coût à la charge de la Confédération de trois à deux huitièmes.
Pour ce qui est de l'engagement de l'armée, les dépenses prévues ne sont pas plus importantes que lors d'un cours de répétition normal. Bien que les Vert'libéraux soient toujours critiques à l'égard de ces engagements de l'armée en service d'appui en faveur de manifestations privées, il s'agit là d'une activité qui sert bel et bien à entraîner nos troupes et qui est donc indiscutable si l'on relit l'article 52 de la loi sur l'armée.
Gardons le WEF sur notre sol, il en va de notre image et c'est un atout indéniable qui permet d'approfondir la réflexion sur l'avenir économique et politique de notre monde.
Les Vert'libéraux vous invitent à accepter l'engagement de l'armée ainsi que la demande de crédit de 7,65 millions de francs pour financer les mesures de sécurité du WEF de 2022 à 2024.
Amherd Viola · BR-F · Bundesrat · Wallis
Am WEF in Davos versammeln sich jeweils für mehrere Tage zwei- bis dreihundert völkerrechtlich geschützte Personen. Die Schweiz ist international verpflichtet, diese Personen zu schützen. Wegen der grossen Anzahl zu schützender Personen, wegen des dafür nötigen Sicherheitsdispositivs und der Bedeutung dieses Anlasses für die Schweiz qualifiziert der Bundesrat die Jahresversammlungen des WEF seit dem Jahr 2000 als ausserordentliches Ereignis.
Dieses Jahr fiel das WEF wegen der Corona-Pandemie aus. Ab dem Jahr 2022 finden die Veranstaltungen aber wieder in Davos statt. Deshalb hat der Kanton Graubünden den Bund erneut um Unterstützung bei den Sicherheitsmassnahmen angefragt. Der Bundesrat beantragt Ihnen, den Kanton Graubünden in den Jahren 2022 bis 2024 wie folgt zu unterstützen: Erstens sollen maximal 5000 Armeeangehörige die Polizei in einem Assistenzeinsatz subsidiär unterstützen. Zweitens soll sich der Bund weiterhin finanziell an den Sicherheitskosten beteiligen.
Bevor ich auf diese beiden Punkte eingehe, will ich kurz ausführen, warum es dem Bundesrat wichtig ist, dass die WEF-Jahrestreffen in der Schweiz stattfinden. Diese Treffen bieten der Schweiz seit mehr als fünfzig Jahren eine einzigartige Plattform. Wir können hier im direkten Austausch mit hochrangigen Entscheidungsträgerinnen und -trägern unsere Interessen vertreten, beispielsweise in der Aussen- und Wirtschaftspolitik, der Entwicklungszusammenarbeit, der Umweltpolitik oder der Friedens- und Sicherheitspolitik. Das WEF vereinigt Führungspersonen aus Wirtschaft, Politik, Akademie und Zivilgesellschaft, um Ideen für die Verbesserung der globalen Lage zu entwickeln. Von diesem umfassenden Dialog profitiert auch die Schweiz.
Ich komme nun zur Frage der Sicherheit: Der Bundesrat geht davon aus, dass die Bedrohungslage für die WEF-Jahrestreffen 2022 bis 2024 ähnlich sein wird wie in den vergangenen Jahren. Es werden deshalb auch in etwa dieselben Schutzvorkehrungen erforderlich sein. Die Kommissionssprecher haben die Gefahren, vor denen die hochrangigen teilnehmenden Personen geschützt werden müssen, aufgezählt; ich wiederhole das nicht.
Was die Finanzierung der Sicherheitsmassnahmen angeht, sage ich Folgendes: Die Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit in ihrem Hoheitsgebiet zuständig, das heisst grundsätzlich auch im Falle des WEF. Weil das WEF aber als ausserordentliches Ereignis erachtet wird, bezahlt der Bund auch einen Beitrag an die zusätzlichen Sicherheitskosten, und zwar 2,5 Millionen Franken pro Jahr. Das sind nicht die ordentlichen Sicherheitskosten des Kantons, sondern die wegen dem ausserordentlichen Ereignis zusätzlich anfallenden Sicherheitskosten. Der Bund stützt sich dabei auf Artikel 43 der Verordnung über den Schutz von Personen und Gebäuden in Bundesverantwortung.
Wenn sich zwei- bis dreihundert Staats- und Regierungschefinnen und -chefs, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Ministerinnen und Minister, hochrangige Vertreterinnen und Vertreter internationaler Organisationen sowie Angehörige von Königshäusern über mehrere Tage gleichzeitig in Davos aufhalten, dann übersteigt das die finanziellen und personellen Möglichkeiten des Kantons Graubünden. Wegen der privaten Natur des Anlasses trägt neben dem Bund und natürlich dem Kanton Graubünden sowie der Gemeinde Davos auch die Stiftung WEF die Sicherheitskosten mit. Der entsprechende Finanzierungsschlüssel wurde in einer Vereinbarung festgehalten.
Das EJPD, insbesondere das Fedpol, das für die Finanzierung der Sicherheitsmassnahmen zuständig ist, hat den neuen Schlüssel ausgehandelt. Der Kanton Graubünden übernimmt Kosten im Umfang von 2,25 Millionen Franken und die Gemeinde Davos wie bislang Kosten im Umfang von 1,125 Millionen Franken. Der Anteil des Bundes beträgt neu maximal 2,25 Millionen Franken pro Jahr. Das ist weniger als bisher, weil die Stiftung WEF entschieden hat, ihre finanzielle Beteiligung zu erhöhen. Das WEF übernimmt konkret mit 3,375 Millionen Franken den grössten Kostenbeitrag.
Beim Armee-Einsatz geht es um die personelle Verstärkung der Kantonspolizei Graubünden. Dieser fehlen nämlich trotz Aktivierung eines interkantonalen Polizeieinsatzes Mittel für das anspruchsvolle Schutzdispositiv. Die Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren hat im Dezember 2020 die Erfüllung der Subsidiaritätskriterien für den Armee-Einsatz bestätigt. Die Kosten für den Armee-Einsatz entsprechen jenen für einen ordentlichen Wiederholungskurs. Es sind nicht zusätzliche Diensttage, die geleistet werden. Unsere Armeeangehörigen werden beim WEF für einen ordentlichen Wiederholungskurs aufgeboten und leisten dort Unterstützung. Weil die Truppen auch ohne WEF Wiederholungskurse machen müssen, sind die Kosten durch das ordentliche Budget des VBS gedeckt. Pro Jahr belaufen sich diese Kosten auf rund 32 Millionen Franken.
Die Aufgaben der Armee im WEF-Einsatz haben sich in den letzten Jahren nicht wesentlich verändert. Am Boden geht es um Personen- und Objektschutz, Sanitätsdienst, ABC-Abwehr, Führungs- und Logistikunterstützung. Hinzu kommen Lufttransporte. Der Schutz des Luftraums ist für die Durchführung des WEF-Jahrestreffens wichtig. Es wird eine Zone mit eingeschränktem Luftverkehr errichtet. Dazu muss der Luftpolizeidienst während der Konferenz verstärkt werden. Die Sicherheit und die eingeschränkte Benutzung des Luftraums über Davos werden durch F/A-18-Kampfjets und durch Helikopter gewährleistet.
2019 trat ein neues Luftpolizeiabkommen mit Österreich in Kraft. Dieses kam am WEF 2020 erstmals zur Anwendung. Es vereinfacht die Steuerung des Dispositivs zum Schutz des Luftraums und erhöht damit die Sicherheit über Davos. Um die Leistungen in der Luft zu erbringen, sind Milizformationen der Flugplätze im Einsatz. Diese unterstützen das Berufspersonal am Boden und stellen die Durchhaltefähigkeit sicher. Für den Schutz des Luftraums sind zudem Mittel der Boden-Luft-Verteidigung vorgesehen.
Abschliessend verweise ich noch einmal darauf, dass die Armee hier eingesetzt wird, weil die Schweiz internationale Verpflichtungen hat, wenn sich mehrere hundert völkerrechtlich geschützte Personen in unserem Land aufhalten.
Ich bitte Sie, den Antrag der Kommissionsmehrheit zu unterstützen, den Minderheitsantrag abzulehnen, einzutreten und den Bundesbeschlüssen zuzustimmen.
Aebi Andreas · P-M · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Präsident (Aebi Andreas, Präsident): Wir stimmen über den Antrag der Minderheit Schlatter auf Nichteintreten auf die Vorlagen 1 und 2 ab.
Abstimmung
Abstimmung - Vote
Für Eintreten ... 126 Stimmen
Dagegen ... 46 Stimmen
(12 Enthaltungen)
Aebi Andreas · P-M · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
1. Bundesbeschluss über den Einsatz der Armee im Assistenzdienst zur Unterstützung des Kantons Graubünden bei den Sicherheitsmassnahmen im Rahmen der Jahrestreffen des World Economic Forum 2022-2024
1. Arrêté fédéral sur l'engagement de l'armée en service d'appui en faveur du canton des Grisons dans le cadre des mesures de sécurité prises pour les rencontres annuelles du Forum économique mondial 2022-2024
Detailberatung - Discussion par article
Titel und Ingress, Art. 1-3
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Titre et préambule, art. 1-3
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Abstimmung
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Entwurfes ... 129 Stimmen
Dagegen ... 45 Stimmen
(10 Enthaltungen)
Aebi Andreas · P-M · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
2. Bundesbeschluss über die Beteiligung des Bundes an der Finanzierung der Sicherheitsmassnahmen im Rahmen der Jahrestreffen des World Economic Forum 2022-2024
2. Arrêté fédéral sur la participation de la Confédération au financement des mesures de sécurité prises pour les rencontres annuelles du Forum économique mondial 2022-2024
Detailberatung - Discussion par article
Titel und Ingress, Art. 1, 2
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Titre et préambule, art. 1, 2
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Abstimmung
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Entwurfes ... 120 Stimmen
Dagegen ... 52 Stimmen
(7 Enthaltungen)
Aebi Andreas · P-M · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Präsident (Aebi Andreas, Präsident): Da die Räte übereinstimmende Beschlüsse gefasst haben, sind beide Bundesbeschlüsse definitiv angenommen.