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Motionen und Postulate der gesetzgebenden Räte im Jahre 2020. Bericht

54546 · Amtliches Bulletin

Vom 29. Sept. 2021

https://lexipedia.io/de/docs/ch/ab-bo-bu/54546/de/motionen-und-postulate-der-gesetzgebenden-rate-im-jahre-2020-bericht

Abgerufen am 11. Sept. 2026

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Quelle

Geschäft: Motionen und Postulate der gesetzgebenden Räte im Jahre 2020. Bericht (21.006)

21.006

Motionen und Postulate der gesetzgebenden Räte im Jahre 2020. Bericht

Kuprecht Alex · P-M · Ständerat · Schwyz · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Antrag SiK-S

Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates

(= Die Motion 16.3945 nicht abschreiben)

Schriftliche Begründung

Nach Annahme der Motion 16.3945 beschloss der Bundesrat am 1. Dezember 2017 mittels einer Impulsfinanzierung von 5 Millionen Franken, sich an den entsprechenden Kosten zu beteiligen, die nötig sind, um für die Sicherheit von Minderheiten mit besonderen Schutzbedürfnissen zu sorgen. Zudem trat am 1. November 2019 die Verordnung über die Massnahmen zur Unterstützung der Sicherheit von Minderheiten mit besonderen Schutzbedürfnissen (VSMS, SR 311.039.6) in Kraft, welche die Unterstützung von Präventions- und Sicherheitsprojekten durch den Bund ermöglicht. Jedoch beauftragte die Motion den Bundesrat, insbesondere zu prüfen, ob eine gesetzliche Grundlage geschaffen werden kann, die es dem Bund ermöglicht, aktive oder passive Massnahmen zum Schutz von Einrichtungen oder Personen besonders gefährdeter Minderheiten finanziell oder anderweitig zu unterstützen. Zwar wurden erste Abklärungen an die Hand genommen, konkrete Schritte wurden aber noch nicht eingeleitet. Das Anliegen der Motion ist daher noch nicht erfüllt. Die Kommission teilt die Ansicht des Nationalrates. Sie beantragt deshalb einstimmig, dem Nationalrat zuzustimmen und die Motion nicht abzuschreiben.

Proposition CPS-E

Adhérer à la décision du Conseil national

(= Ne pas classer la motion 16.3945)

Développement par écrit

Après l'adoption de la motion 16.3945, le Conseil fédéral a décidé, le 1er décembre 2017, de participer aux coûts nécessaires pour veiller à la sécurité des minorités ayant particulièrement besoin d'être protégées par un financement de départ de 5 millions de francs. En outre, l'ordonnance sur les mesures visant à promouvoir la sécurité des minorités ayant un besoin de protection particulier (OSMP; RS 311.039.6) est entrée en vigueur le 1er novembre 2019. L'OSMP permet à la Confédération de soutenir des projets de prévention et de protection. Cependant, la motion chargeait notamment le Conseil fédéral de vérifier si une base légale pouvait être créée afin que la Confédération puisse soutenir, financièrement ou d'une autre manière, des mesures actives ou passives visant à protéger les institutions ou les personnes qui font partie de minorités particulièrement menacées. De premières investigations ont bien été menées, mais aucune action concrète n'a encore été lancée. L'objectif de la motion n'est ainsi pas atteint. La Commission partage l'avis du Conseil national. Par conséquent, elle propose, à l'unanimité, de se rallier au Conseil national et de ne pas classer la motion.

Antrag SiK-S

Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates

(= Die Motion 19.3427 nicht abschreiben)

Schriftliche Begründung

Aufgrund gut funktionierender Prozesse und fehlender Optimierungsmöglichkeiten will der Bundesrat auf die Bildung eines Unterstützungskommandos verzichten. Eine entsprechende Anpassung soll über eine Änderung der Verordnung über die Organisation der Armee (AO, SR 513.1) vorgenommen werden, welche in den Jahren 2021 und 2022 in den Räten behandelt werden soll. Da diese Verordnungsanpassungen dem Parlament erst gegen Ende 2021 unterbreitet werden sollen, ist das Anliegen der Motion noch nicht erfüllt. Die Kommission teilt die Ansicht des Nationalrates. Sie beantragt deshalb einstimmig, dem Nationalrat zuzustimmen und die Motion nicht abzuschreiben.

Proposition CPS-E

Adhérer à la décision du Conseil national

(= Ne pas classer la motion 19.3427)

Développement par écrit

Parce que les processus fonctionnent bien et qu'il n'y a pas de possibilités d'optimisation, le Conseil fédéral entend renoncer à la création d'un commandement du Soutien. L'adaptation qui en résulte nécessite une modification de l'ordonnance sur l'organisation de l'armée (OOrgA; RS 513.1), laquelle doit être examinée par les conseils en 2021 et 2022. Comme ces changements ne seront pas présentés au Parlement avant la fin de l'année 2021, l'objectif de la motion n'est pas encore atteint. La Commission partage l'avis du Conseil national. Par conséquent, elle propose, à l'unanimité, de se rallier au Conseil national et de ne pas classer la motion.

Minder Thomas · Mit-M · Ständerat · Schaffhausen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Der Ständerat hat im Sommer beschlossen, zwei Motionen aus dem Bereich der SiK abzuschreiben. Der Nationalrat will nicht abschreiben, wir haben also eine Differenz. Kurz zwei, drei Worte zur Begründung:

Die Motion Jositsch 16.3945, "Schutz religiöser Gemeinschaften vor terroristischer und extremistischer Gewalt", beauftragt den Bundesrat zu prüfen, ob eine gesetzliche Grundlage geschaffen werden kann, die es dem Bund ermöglicht, aktive und passive Massnahmen zum Schutz von Einrichtungen oder Personen besonders gefährdeter Minderheiten finanziell oder anderweitig zu unterstützen. Zwar wurden erste Abklärungen an die Hand genommen, aber konkrete Schritte wurden noch nicht eingeleitet.

Dann die Motion 19.3427, "Verzicht auf die unnötige Bildung eines Unterstützungskommandos in der Armee": Der Bundesrat wird beauftragt, auf die Bildung eines Unterstützungskommandos und damit auf die Zusammenlegung der Führungsunterstützungs- und der Logistikbasis der Armee zu verzichten und dem Parlament eine entsprechende Änderung des Militärgesetzes vorzuschlagen. Der Bundesrat unterstützt das Anliegen, will hier den Räten aber bis Ende dieses oder nächsten Jahres eine entsprechende Verordnungsanpassung unterbreiten.

Bis dahin sollen die beiden Motionen also aufrechterhalten werden, und die SiK-S bittet Sie nun, dem Nationalrat zu folgen.

Thurnherr Walter · BK-M · Aargau

Der Bundesrat hat in seinem Bericht zu den Motionen und Postulaten der gesetzgebenden Räte im Jahre 2020 ursprünglich die Abschreibung dieser Vorstösse beantragt. In der Sommersession 2021 ist er jeweils den Mehrheitsanträgen der Kommissionen des Nationalrates und des Ständerates gefolgt, auch wenn diese auf Nichtabschreiben lauteten. Bei den nun noch bestehenden Differenzen zwischen Nationalrat und Ständerat verzichtet der Bundesrat auf eine erneute Positionierung. Er ist der Meinung, dass die Bereinigung dieser Differenzen durch das Parlament erfolgen sollte.

Kuprecht Alex · P-M · Ständerat · Schwyz · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

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