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Schluss mit dem Meldeschein-Chaos in der Beherbergung

57482 · Amtliches Bulletin

Vom 14. Juni 2022

https://lexipedia.io/de/docs/ch/ab-bo-bu/57482/de/schluss-mit-dem-meldeschein-chaos-in-der-beherbergung

Abgerufen am 11. Sept. 2026

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Quelle

Geschäft: Schluss mit dem Meldeschein-Chaos in der Beherbergung (21.4426)

21.4426

Schluss mit dem Meldeschein-Chaos in der Beherbergung

Hefti Thomas · P-M · Ständerat · Glarus · FDP-Liberale Fraktion

Präsident (Hefti Thomas, Präsident): Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.

Gmür-Schönenberger Andrea · Mit-F · Ständerat · Luzern · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.

Sie alle kennen die Situation: Sie stehen an der Hotelréception, haben Ihre Personalien dem Hotel bereits im Detail mitgeteilt und können beim Einchecken nicht einfach in Ihr reserviertes Zimmer gehen, sondern müssen als Erstes Ihre längst mitgeteilten Daten diesmal auf Papier erneut festhalten. Dieses Vorgehen ist aus der Zeit gefallen, bindet unnötig Ressourcen und bringt nur Bürokratie.

Mit meiner Motion fordere ich, dass der Meldeschein digitalisiert und vereinheitlicht wird, zum Wohl des Gastes, der Hotels, schlussendlich der Verwaltung von Bund und Kantonen und nicht zuletzt einmal mehr für den Tourismus. Die Meldepflicht ist eine internationale Verpflichtung. Sie ergibt sich aus dem Schengener Durchführungsübereinkommen. Das Meldeerfordernis ist in Artikel 16 des Ausländer- und Integrationsgesetzes festgelegt. Das Gesetz besagt: "Wer Ausländerinnen oder Ausländer gewerbsmässig beherbergt, muss sie der zuständigen kantonalen Behörde melden." Dieses Meldeerfordernis wie auch die Vollzugshoheit der Kantone und die föderalen Kompetenzen sollen beibehalten werden. Das ist mir wichtig. Es geht mir lediglich darum, den Prozess zu vereinheitlichen und zu digitalisieren, damit der bürokratische Aufwand verringert wird.

Momentan haben alle Kantone unterschiedliche Lösungen. Einige Kantone haben keine digitale Lösung. Auch für die Datenaufbewahrung gibt es ganz unterschiedliche Bestimmungen, von der mehrjährigen physischen Lagerung der Meldescheine im Hotel bis hin zur Abgabe der Dokumente bei der örtlichen Polizei.

Der Bundesrat argumentiert in seiner Stellungnahme, dass die unterschiedliche Umsetzung den Interessen der Kantone diene. Es kann aber anhand von Befragungen, auch von Hoteliers, festgestellt werden, dass diese Daten von den kantonalen Behörden sehr selten bis nie gebraucht bzw. in den Beherbergungsstätten abgeholt werden. Die Hotels müssen heute also teils Unmengen von Papier ausdrucken, archivieren und in einigen Kantonen bis zu zehn Jahre aufbewahren, ohne dass sich je jemand dafür interessieren würde.

Es könnten also problemlos überall Ressourcen gespart werden. Eine Vereinheitlichung und digitale Umsetzung dieses Meldeverfahrens würde somit auch den kantonalen Behörden dienen. Anstatt die Meldescheine physisch abholen zu müssen, wären diese digital hinterlegt. Sowohl der Bund als auch die Kantone haben ein Interesse an einer effizienten Methode bei der Erfassung und Aufbewahrung der Meldescheine. Basel und Fribourg spielen hier eine Vorreiterrolle; der Bund kann ganz einfach auf ihr Know-how zurückgreifen.

Die Motion ist weiter im Einklang mit der Tourismusstrategie des Bundes von 2021. Darin werden ja vor allem auch die Ziele definiert; Digitalisierung wird als wichtiges Ziel genannt. Mit einer besseren Datenbasis für Auswertungen und Analysen wird zudem eine gezieltere und optimierte Tourismusförderung für die Kantone und auch für die Tourismusakteure ermöglicht. Die digitalisierten Daten können ausserdem helfen, selbstverständlich unter Wahrung des Datenschutzes, das Verhalten und die Motive der Touristen besser zu verstehen und das Angebot den personenspezifischen Bedürfnissen anzupassen.

Wir alle propagieren immer wieder die Digitalisierung, fordern den Bürokratieabbau und setzen uns für den Tourismus ein, heute Morgen ganz besonders. Hier können Sie Nägel mit Köpfen machen und geradezu ein paar Fliegen mit einer Klappe schlagen, ohne Qualitätsabbau und unter Einbezug der Kantone.

Ich danke Ihnen, dass Sie die Motion unterstützen.

Parmelin Guy · BR-M · Bundesrat · Waadt

L'obligation cantonale de déclarer les étrangers en cas d'hébergement à titre professionnel est régie sur le plan fédéral par la loi sur les étrangers et l'intégration. L'article 16 de la loi prévoit que la prise en charge de personnes étrangère à titre professionnel doit être annoncée à l'autorité cantonale compétente. L'obligation de déclarer les hôtes étrangers permet d'informer les autorités cantonales de la présence de personnes étrangères en Suisse. La mise en oeuvre de l'obligation de déclarer est régie par le droit cantonal; elle relève donc de la compétence des cantons.

Les cantons peuvent régler de manière autonome la manière dont l'obligation de déclarer est concrètement mise en oeuvre. Il en résulte, effectivement, différentes réglementations concernant l'obligation de déclarer des étrangers. Certains cantons vont au-delà des prescriptions de l'article 16 de la loi sur les étrangers et l'intégration. Ils introduisent également une obligation de déclarer pour les Suisses. L'obligation de déclarer peut donc prendre différentes formes selon les besoins des cantons en matière de tourisme et de sécurité publique. La Confédération ne peut pas et ne souhaite pas outrepasser cette compétence cantonale.

En ce qui concerne la comparaison avec la plateforme nationale de demandes pour le certificat Covid-19, je souhaite formuler les remarques suivantes. La réglementation de cette compétence n'est pas comparable à la réglementation de la compétence de l'obligation de déclarer. En ce qui concerne la demande de conversion du certificat de vaccination, le Conseil fédéral est habilité par la loi à prescrire une exécution uniforme. De même, la compétence interne à la Confédération pour l'exploitation d'un tel système numérique national est réglée par voie d'ordonnance.

Le Conseil fédéral n'a pas cette compétence en ce qui concerne l'obligation de déclarer les hôtes. Comme je l'ai dit, l'exécution est régie par le droit cantonal.

Par contre, les cantons sont totalement libres de trouver entre eux une solution numérique commune uniforme pour mettre en oeuvre la demande de la motion. Une solution numérique mise en place par les cantons pourrait être soutenue financièrement par la Confédération au travers de la promotion de projets de numérisation, qui restent au coeur de la nouvelle stratégie touristique - on vient d'en parler. Il est en effet possible d'obtenir un soutien financier dans le cadre d'Innotour et de la Nouvelle Politique régionale (NPR), en respectant naturellement les conditions d'encouragement.

Pour les raisons que je viens de mentionner, le Conseil fédéral vous recommande de ne pas soutenir la motion Gmür-Schönenberger.

Abstimmung

Abstimmung - Vote

Für Annahme der Motion ... 33 Stimmen

Dagegen ... 1 Stimme

(0 Enthaltungen)