16.432
Gebührenregelung. Öffentlichkeitsprinzip in der Bundesverwaltung
Kälin Irène · P-F · Nationalrat · Aargau · Grüne Fraktion
Bundesgesetz über das Öffentlichkeitsprinzip der Verwaltung (Gebührenfreier Zugang zu amtlichen Dokumenten)
Loi fédérale sur le principe de la transparence dans l'administration (Accès aux documents officiels sans émoluments)
Art. 17 Abs. 2
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Art. 17 al. 2
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Präsidentin (Kälin Irène, Präsidentin): Wir behandeln die letzte Differenz. Es liegen keine Minderheitsanträge vor.
Widmer Céline · Mit-F · Nationalrat · Zürich · Sozialdemokratische Fraktion
Wir sind in der Differenzbereinigung der parlamentarischen Initiative Graf-Litscher. Diese will im Bundesgesetz über das Öffentlichkeitsprinzip der Verwaltung verankern, dass der Zugang zu Dokumenten der Bundesverwaltung in der Regel kostenlos sein soll. Ausnahmsweise sollen solche Gesuche kostenpflichtig sein, wenn sie einen besonders hohen Aufwand für die Verwaltung zur Folge haben. Der Nationalrat hat sich mehrmals klar dafür ausgesprochen, dass im Gesetz eine Maximalgebühr von 2000 Franken festgeschrieben werden soll, das letzte Mal mit 130 zu 53 Stimmen.
Wenn wir zum Öffentlichkeitsprinzip stehen, dann können und dürfen wir die Schwelle für die Akteneinsicht nicht mittels Gebühren wieder erhöhen und damit dieses Prinzip untergraben. Gebühren dürfen deshalb nicht als Zugangshindernis eingesetzt werden und dürfen keine Disziplinierungsmassnahme sein. Gerade deshalb war der SPK-N und der Ratsmehrheit diese Obergrenze so wichtig.
Der Ständerat hat sich leider wiederholt dagegen ausgesprochen. Wie eine Minderheit der SPK-N begründet er es damit, dass in der Vergangenheit sehr selten Gebühren erhoben wurden. Im Ständerat wurde zudem argumentiert, dass es Aufgabe der Exekutive sei, die Details in einer Verordnung zu regeln, und dass das Parlament keinen Höchstbetrag festlegen soll.
Die SPK-N ist nun zum Schluss gekommen, dass wir diese Differenz bereinigen und uns dem Ständerat anschliessen. Dies erfolgt nicht - und es ist mir wichtig, das zu betonen -, weil wir inhaltlich einverstanden sind, sondern weil wir uns letztlich fügen müssen. Im Sinne einer effizienten Arbeit im Rat verzichten wir auf noch eine aussichtslose Differenzbereinigungsrunde.
Trotz dieses Wermutstropfens darf ich grundsätzlich etwas Positives festhalten: Mit der Annahme der parlamentarischen Initiative Graf-Litscher haben wir einen wichtigen Fortschritt erzielt. Die Verwaltung wird bürgerinnenfreundlicher und zugänglicher. Ein grundsätzlich kostenloser Zugang zu Dokumenten der Bundesverwaltung ist für die Verbesserung der Transparenz der Bundesbehörden wichtig. Mit dem Öffentlichkeitsgesetz wurde 2004 ein Paradigmenwechsel hin zu einer offenen und transparenten Verwaltung vorgenommen. Die vorliegende Gesetzesänderung ist ein entscheidender Schritt zur Stärkung des Öffentlichkeitsprinzips.
Vor diesem Hintergrund beantragt Ihre SPK Ihnen einstimmig, auf die Position des Ständerates einzulenken.
Marchesi Piero · Mit-M · Nationalrat · Tessin · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
La Commissione delle istituzioni politiche, riunitasi ieri 21 settembre, ha affrontato l'unica divergenza di questo oggetto.
Il nostro Consiglio, il 15 marzo 2021, era entrato in materia sul progetto di commissione, elaborato in seguito all'accoglimento dell'iniziativa parlamentare Graf-Litscher. Il progetto fissava un tetto massimo di 2000 franchi all'emolumento prelevato al cittadino richiedente l'accesso ai documenti. Questo era stato deciso per evitare costi eccessivi al singolo cittadino, per garantire un equo e corretto accesso ai documenti della Confederazione. Il Consiglio degli Stati, il 10 giugno del 2021, aveva invece deciso la non entrata in materia.
Il 15 giugno di quest'anno, il nostro Consiglio ha ribadito la sua posizione, aderendo nuovamente al progetto. È poi stato seguito dal Consiglio degli Stati, che il 12 settembre 2022 ha confermato la decisione del Nazionale, senza però tener conto della richiesta di fissare un tetto massimo di 2000 franchi per gli emolumenti - pensando piuttosto ai casi in cui una richiesta di accesso ai documenti provoca un importante lavoro nell'amministrazione federale per l'elaborazione della risposta. Questa è la divergenza tra le due Camere.
La Commissione delle istituzioni politiche ha valutato la questione e ha concluso all'unanimità di proporre al consiglio di volersi adeguare alla decisione del Consiglio degli Stati affinché la divergenza venga appianata. Di fatto, si è considerata la differenza tra le due Camere non sostanziale, non di estrema importanza. Si confida che nella prassi il cittadino verrà preventivamente informato sui costi, soprattutto se essi dovessero superare i 2000 franchi.
Per questi motivi, a nome della commissione vi invito a sostenere la decisione del Consiglio degli Stati.
Kälin Irène · P-F · Nationalrat · Aargau · Grüne Fraktion
Angenommen - Adopté
Präsidentin (Kälin Irène, Präsidentin): Das Geschäft ist bereit für die Schlussabstimmung.