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Wie ist es zu erklären, dass die Anzahl Bauten ausserhalb der Bauzone zwischen 2020 und 2023 um über 14 000 auf mehr als 618 000 und diejenigen der Wohnnutzung auf 202 000 (+9000) gestiegen sind?
Rösti Albert · BR-M · Bundesrat · Bern
Über die ganze Schweiz betrachtet, liegen rund 416 000 Gebäude ohne Wohnnutzung und rund 202 000 Gebäude mit Wohnnutzung, d. h. total rund 618 000 Gebäude, ausserhalb der Bauzonen. Verglichen mit dem Standbericht 2019 sind das, wie Sie das in der Frage ja schreiben, rund 23 000 Gebäude mehr. Diese Veränderung bildet nicht nur die effektive bauliche Entwicklung ab, sondern ist auch massgeblich methodisch bedingt. Sowohl im Gebäude- und Wohnungsregister als auch im topografischen Landschaftsmodell wurden in den letzten Jahren grössere Bereinigungen vorgenommen: Fehlende bestehende Gebäude wurden nacherfasst, einzelne Gebäude wurden in mehrere Gebäude aufgeteilt. Die festgestellte Zunahme erklärt sich also vor allem durch die neue Berechnungsmethodik und nicht durch eine effektive Zunahme.
Die Siedlungsflächen ausserhalb der Bauzonen werden anhand der Arealstatistik berechnet. Das Wachstum der Siedlungsflächen insgesamt ausserhalb der Bauzonen ist zu einem grossen Teil auf die Zunahme beim Gebäudeareal zurückzuführen, also auf die Fläche, welche Gebäude und ihren Umschwung umfasst.
Flach Beat · Mit-M · Nationalrat · Aargau · Grünliberale Fraktion
Besten Dank, Herr Bundesrat, für die Beantwortung dieser Frage. Was mir aber immer noch nicht ganz klar ist: Wie sichern wir uns, wenn sich diese massive Zunahme jetzt rein aufgrund einer anderen Begutachtung der Gebäude oder der Flächen ergeben hat, damit wir nicht in zwei Jahren quasi an der Nase herumgeführt werden? Denn es könnten dann Gebäude einfach wieder zusammengelegt werden, indem eine Garage dazwischengestellt wird, und dann hat man wieder ein Gebäude statt zwei. Für das Vertrauen in die Wahrheit einer Statistik ist das tödlich.
Rösti Albert · BR-M · Bundesrat · Bern
Ja, ich denke, wir werden diesem Punkt bei der Umsetzung des neuen Raumplanungsrechtes mit dem Stabilisierungsziel natürlich eine genaue Beachtung schenken müssen. Da bin ich mit Ihnen einig. Wir werden das mit den Kantonen auf eine sichere Datenbasis stellen müssen. Ich denke, bei der Ausnahme, dass man jetzt gerade zusammenbaut, handelt es sich dann doch eher um Einzelfälle. Denn man hat jetzt die Berechnungsmethodik aktualisiert. Wir wissen auch, dass unter dem Strich - wir haben diese Zahlen - hundert bis zweihundert Gebäude jährlich zusätzlich dazukamen. Es ist also nicht alles nur eine Berechnungskorrektur, und ich denke, es wird an den Kantonen liegen, uns hier die genauen Zahlen auch richtig zu übermitteln. Zum Beispiel ist ein Gebäude, das neu gebaut worden ist, auch dann ein neues Gebäude, wenn es mit einer Garage verbunden wird.