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Wie kann der Bedarf an spezialisierten Pflegenden im Bereich Pädiatrie KJFF (Kinder, Jugendliche, Familie und Frau) sichergestellt werden?
Herzog Eva · P-F · Ständerat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion
Präsidentin (Herzog Eva, Präsidentin): Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
Graf Maya · Mit-F · Ständerat · Basel-Landschaft · Grüne Fraktion
Mit meinem Postulat möchte ich erreichen, dass die Deckung des Bedarfs an spezialisierten Pflegenden im Bereich Pädiatrie sichergestellt wird. Seit dem Inkrafttreten der Bildungssystematik für Pflegeberufe 2002 werden in der Schweiz in den verschiedenen Ausbildungsgängen nur noch generalistische Pflegeausbildungen über alle Altersgruppen angeboten. Die Bildung, Nachbildung und Ausbildung in der pädiatrischen Pflege erfolgen also ausschliesslich in den Betrieben, Verbänden und Organisationen, welche dafür aber keine Entschädigung erhalten. Aufgrund der Personalknappheit wird es daher auch immer schwieriger, die Ausbildung dort, vor Ort, sicherzustellen, genügend Fachpersonen zu finden und Bettenschliessungen zu verhindern.
Im letzten Winter hat sich die Thematik insofern gezeigt, als insbesondere der pflegerische Engpass in den Kinderspitälern dazu führte, dass der Versorgungsauftrag für Kinder nicht immer ganz sichergestellt werden konnte. Durch die Grundbedingung, dass diese Spezialisierung, also die pädiatrische Pflege, welche weder finanziell abgegolten wird noch über verpflichtende Bildungsinhalte verfügt, aufrechterhalten werden soll, ist man also schneller als in anderen Bereichen mit einem nicht mehr zu kompensierenden Fachkräftemangel konfrontiert.
Die Pflege von Kindern, Jugendlichen und Familien ist per se höchst anspruchsvoll, unabdingbar und eine langfristige, nachhaltige Investition in die gesamtgesellschaftliche Gesundheit. Wenn Kinder mit guter Pflege ins Erwachsenenalter begleitet werden und deshalb weniger chronische psychische und physische Leiden entwickeln, hat das einen sehr wichtigen Impact für uns alle und für die Gesellschaft. Es ist aus diesem Grunde leider unverständlich, dass der Bundesrat beantragt, das Postulat abzulehnen. Ich verlange nämlich in diesem Postulat, dass der Bundesrat prüft, wie er zusammen mit den Kantonen dafür sorgen kann, dass die Berufsschulen den Studiengang Pädiatrie Kinder, Jugendliche, Familie und Frau (KJFF) in koordinierter Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Ausbildungsort sicherstellen können. Es ist ein Prüfungsauftrag, das heisst, es ist klar, dass der Bundesrat dies zusammen mit den Kantonen und mit den Akteuren der pädiatrischen Pflege tun soll. Es geht hier nicht um ein Top-down-Prinzip, sondern darum, zusammen bessere Lösungen zu finden und diese zu prüfen.
Grundsätzlich ist die Antwort des Bundesrates richtig. Es stimmt, dass die Akteure in der Praxis die Bildungsinhalte aufgrund des Bedarfs selber festlegen sollten. Das ist aber nicht der Fall oder nur in begrenztem Masse. Vielmehr wurden die spezifischen Bildungsmöglichkeiten im Bereich der pädiatrischen Pflege oftmals gestrichen. Daher braucht es dieses Postulat, um sicherzustellen, dass der Bundesrat mit allen Akteuren Lösungsvorschläge für dieses effektive Problem, nämlich fehlende spezifische Bildungsinhalte im Bereich der pädiatrischen Pflege, ausarbeitet. Wir dürfen es nicht zulassen, dass spezifische Kenntnisse dort fehlen, wo sie wohl am wichtigsten sind. Für die Gesundheit unserer Kinder in eine fachlich gute Pflege zu investieren, ist enorm wichtig - für die Kinder selbst, für die Familien, aber auch für unsere Gesellschaft.
Ich bitte Sie, das Postulat anzunehmen.
Parmelin Guy · BR-M · Bundesrat · Waadt
En matière de formation, la Confédération a pour tâche de mettre en place les conditions-cadres en collaboration avec ses partenaires tels que les cantons, les organisations du monde du travail et les prestataires de formation. La collaboration entre la Confédération et les cantons, ainsi qu'avec les acteurs du terrain, garantit que les offres de formation soient en adéquation avec leurs besoins et avec le marché du travail.
En pratique, les associations de branche et les associations professionnelles définissent les contenus de la formation professionnelle initiale et supérieure. La formation y est conçue de manière généraliste et couvre donc divers domaines de soins. La formation de base des professionnels du soin couvre également le champ de la pédiatrie.
Les hautes écoles sont autonomes pour fixer les contenus des études et les définissent en étroite collaboration avec les acteurs concernés, en fonction de leurs besoins et de ceux du marché du travail. Le champ d'activités des études en soins infirmiers comprend un large éventail de tâches, dont les études pédiatriques.
Au niveau post-diplôme, les spécialisations en pédiatrie sont multiples. Ces dernières peuvent être mises en oeuvre de façon flexible en fonction des besoins des différents acteurs concernés. Etant donné cette flexibilité possible du système et son adaptabilité grâce notamment à cette approche de bas en haut, le Conseil fédéral considère qu'il n'est ni adéquat ni nécessaire de vouloir imposer par le haut des filières d'étude en pédiatrie aux institutions de formation.
Pour cette raison, il vous propose de rejeter ce postulat.
Abstimmung
Abstimmung - Vote
Für Annahme des Postulates ... 20 Stimmen
Dagegen ... 23 Stimmen
(0 Enthaltungen)