24.021
«Für eine verantwortungsvolle Wirtschaft innerhalb der planetaren Grenzen (Umweltverantwortungsinitiative)». Volksinitiative
Herzog Eva · P-F · Ständerat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion
Präsidentin (Herzog Eva, Präsidentin): Wir führen eine allgemeine Diskussion über die Volksinitiative und den Gegenentwurf.
Burkart Thierry · Mit-M · Ständerat · Aargau · FDP-Liberale Fraktion
Am 21. Februar 2023 wurde die Volksinitiative "für eine verantwortungsvolle Wirtschaft innerhalb der planetaren Grenzen" eingereicht. Die Initiative sieht die Einführung eines neuen Artikels 94a in die Bundesverfassung vor. Mit diesem Artikel wird verlangt, dass sich die schweizerische Gesamtwirtschaft im Rahmen bewegt, der durch die Natur und ihre Erneuerungsfähigkeit vorgegeben ist. Wirtschaftliche Tätigkeiten dürfen demnach nur so viele Ressourcen verbrauchen und Schadstoffe freisetzen, dass die natürlichen Lebensgrundlagen erhalten bleiben. Mit dem Artikel werden Bund und Kantone verpflichtet, gemeinsam die Einhaltung dieses Grundsatzes sicherzustellen und dabei insbesondere die Sozialverträglichkeit der getroffenen Massnahmen im In- und Ausland zu gewährleisten.
Gemäss einer neuen Übergangsbestimmung in Artikel 197 Ziffer 13 der Bundesverfassung müssen Bund und Kantone dafür sorgen, dass die durch den Konsum in der Schweiz verursachte Umweltbelastung spätestens zehn Jahre nach Annahme der Initiative die planetaren Grenzen gemessen am Bevölkerungsanteil der Schweiz nicht mehr überschreitet. Diese Bestimmung enthält eine nicht abschliessende Aufzählung der dafür massgeblichen Bereiche wie beispielsweise die Klimaveränderung oder den Biodiversitätsverlust. Sie erfasst die durch den Inlandkonsum verursachte Umweltbelastung. Als Messgrösse werden die planetaren Belastbarkeitsgrenzen herangezogen.
Der Bundesrat empfiehlt gemäss seinem Entwurf vom 10. Januar 2024 die Volksinitiative zur Ablehnung und verzichtet darauf, dem Parlament einen Gegenvorschlag zu unterbreiten. Der Nationalrat hat die Volksinitiative als Erstrat am 3. Juni 2024 mit 129 zu 60 Stimmen bei 2 Enthaltungen zur Ablehnung empfohlen. Auch den Antrag einer Kommissionsminderheit für einen direkten Gegenvorschlag lehnte die grosse Kammer mit 125 zu 63 Stimmen bei 1 Enthaltung ab.
Ihre vorberatende Kommission, die UREK-S, hat die Vorlage an ihrer Sitzung vom 25. Juni 2024 beraten und empfiehlt Ihnen, wie der Bundesrat und der Nationalrat, die Volksinitiative mit 10 zu 3 Stimmen zur Ablehnung. Einen Antrag für einen direkten Gegenvorschlag hat die Kommission ebenfalls mit 10 zu 3 Stimmen abgelehnt.
Für die vorberatende Kommission ist unbestritten, dass die natürlichen Ressourcen weltweit stark beansprucht werden. Damit besteht ein Risiko für Umweltveränderungen, beispielsweise den Klimawandel, die sich negativ auf die Lebensbedingungen in der Schweiz und im Ausland auswirken. Aus Sicht der Kommission geht die Initiative aber eindeutig zu weit. Mit der Initiative wird verlangt, dass die wirtschaftlichen Tätigkeiten der Schweiz nur so viele Ressourcen verbrauchen und Schadstoffe freisetzen, dass die natürlichen Lebensgrundlagen erhalten bleiben.
Bei einer Annahme der Initiative müsste die Schweiz ihre durch den inländischen Konsum verursachte Umweltbelastung innerhalb von zehn Jahren stark reduzieren. Sie müsste so reduziert werden, dass die Belastbarkeitsgrenzen des Planeten eingehalten würden. Dies gälte namentlich in den Bereichen Klimaveränderung, Biodiversitätsverlust, Wasserverbrauch, Bodennutzung sowie Stickstoff- und Phosphoreintrag. Um die kurze und starre Frist von zehn Jahren einzuhalten, müsste die Schweiz rigorose Regulierungs- und Anreizmassnahmen treffen. Dies hätte weitreichende wirtschaftliche sowie gesellschaftliche Folgen. Produkte und Dienstleistungen für den Schweizer Markt müssten unter strengeren Voraussetzungen produziert werden als Produkte, die für den ausländischen Markt bestimmt sind. Dies würde vor allem die Bereiche Ernährung, Landwirtschaft, Energieversorgung, Mobilität sowie Kleidung und Wohnen betreffen. Ausserdem wäre die Umsetzung der Initiative mit zusätzlichen Vollzugskosten verbunden. Eine Annahme der Initiative würde zu einer extremen Wohlstandsvernichtung in unserem Land führen, verbunden mit weitreichenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen. Die wirtschaftliche Nachhaltigkeit und die soziale Gerechtigkeit sollten aber nicht gefährdet werden.
Stattdessen setzt die UREK-S darauf, dass Bundesrat und Parlament bereits verschiedene Ziele gesetzt und Massnahmen eingeleitet haben, um die natürlichen Ressourcen zu erhalten, namentlich in den Bereichen Kreislaufwirtschaft, Klimapolitik, Agrarpolitik und nachhaltige Entwicklung. Die Kommission erachtet es als zielführender, diese Gesetzgebungs- und Strategieprozesse weiterzuführen.
Die Minderheit II (Vara) beantragt Ihnen indes die Initiative zur Annahme, mit dem Argument, dass es nun eine fundamentale Änderung der Funktionsweise der Schweizer Wirtschaft und Gesellschaft brauche und dass ein "Weiter wie bisher" enorme Kosten für künftige Generationen verursachen würde.
Die Minderheit I (Vara) stellt den Antrag auf einen direkten Gegenvorschlag. Die Initiative sei im Grundsatz anzunehmen, es sei dabei aber auf die im Initiativtext beschriebene Übergangsbestimmung, auf die Festlegung des Konzepts der planetaren Grenzen als Richtlinie sowie einer Übergangsfrist von zehn Jahren für die Umsetzung, zu verzichten.
Aus Sicht der UREK-S ist auch ein direkter Gegenvorschlag ohne Frist viel zu weitgehend und wäre mit einem Totalumbau von Wirtschaft und Gesellschaft in der Schweiz verbunden. Die Folgen für Bevölkerung und Wirtschaft wären sehr einschneidend, weshalb Ihre UREK das von der Minderheit I aufgenommene Anliegen mit demselben Stimmenverhältnis, nämlich 10 zu 3, ablehnte.
Vara Céline · Mit-F · Ständerat · Neuenburg · Grüne Fraktion
Je m'exprimerai de manière générale sur l'initiative, mais surtout sur le contre-projet. Aujourd'hui, nous parlons de l'initiative populaire lancée par les Jeunes Verts, qui ont récolté - c'est important de le préciser désormais - plus de 100 000 signatures en battant le pavé, en sillonnant les rues, été comme hiver. Aucune des signatures récoltées n'a été payée à coups de milliers de francs issus de lobbys économiques - je tenais à le préciser. Bravo à elles et bravo à eux!
Pourquoi les jeunes de notre parti ont-ils lancé cette initiative? Pourquoi ont-ils mobilisé toutes leurs forces pour qu'elle aboutisse? Parce qu'il est purement et simplement question de leur vie, de leur avenir, d'un avenir assombri, car les limites planétaires - soit ces conditions physiques, chimiques et biologiques spécifiques qui déterminent la viabilité de notre planète pour le vivant et pour les sociétés humaines - sont une à une dépassées. C'est ni plus ni moins que la sixième extinction de masse que nous sommes en train de vivre.
Les scientifiques ont défini neuf limites planétaires. Elles concernent: la stabilité du climat, les cycles de l'eau, de l'azote et du phosphore, la préservation des écosystèmes, de la biodiversité, des sols naturels, de la qualité de l'air, de la stabilité chimique des océans et de la couche d'ozone. Or, depuis 2022, la communauté scientifique a pu établir le dépassement des seuils de sécurité pour 6 de ces limites - 6 sur 9: la concentration de gaz à effet de serre responsable du réchauffement climatique, le nombre et le rythme de disparitions d'espèces, la destruction d'espaces naturels face à la déforestation et à l'urbanisation, la perturbation des cycles du phosphore et de l'azote, liés principalement à l'agriculture intensive, l'ampleur de la pollution chimique et l'utilisation de l'eau douce.
Le bon fonctionnement des écosystèmes n'est plus garanti quand des espèces vivantes disparaissent dans une ampleur inédite depuis 65 millions d'années, comme c'est le cas aujourd'hui. Les services écosystémiques, comme la pollinisation par les insectes, la modération du climat, la stabilisation du terrain, la purification de l'air et de l'eau, sont essentiels à la vie, à l'approvisionnement alimentaire et à la santé. Respecter les limites planétaires dans leur ensemble est donc désormais une question de survie pour l'humanité.
Le concept des limites planétaires est aujourd'hui reconnu et adopté aux échelons européen et international, notamment par les Nations Unies. Cette approche permet de rappeler que le réchauffement climatique ne représente, hélas, qu'une seule des 9 limites planétaires auxquelles nous sommes confrontés.
La Suisse porte une responsabilité importante dans le dépassement de plusieurs limites planétaires, à la fois directement et indirectement, c'est-à-dire en raison de notre mode de vie et de consommation, de nos voyages, de notre commerce et de notre économie. Dans le rapport intitulé "Empreintes environnementales de la Suisse" - un rapport de l'OFEV de 2018 -, il est indiqué que les empreintes environnementales de la Suisse ne pourront être amenées à un niveau compatible avec les limites planétaires que si l'on agit en même temps dans les domaines importants de la consommation - l'alimentation, le logement, la mobilité - et à différents niveaux - les chaînes d'approvisionnement, les technologies, les modes de production et la consommation. En reconnaissant cette réalité et en l'intégrant à notre système légal, nous nous donnons la possibilité de contrer effectivement les effets nocifs et dangereux pour notre survie liés à l'exploitation trop intensive de nos écosystèmes, que l'introduction du concept de développement durable dans les années 1990 n'a pas suffi à éviter, avec cette conséquence directe et concrète qu'est l'effondrement du vivant.
Le concept des limites planétaires offre une vision globale et transversale des défis environnementaux. Il permet de comprendre que notre planète est un système complexe, dynamique et délimité. Le concept des limites planétaires permet de faire les bons choix lorsqu'il s'agit de réaliser les transitions énergétiques et agricoles. Surtout, il nous permet de nous rappeler que les ressources naturelles de notre monde ne sont pas illimitées, et que leur usage doit être modéré afin de préserver les rouages délicats de notre planète.
Dans son message, le Conseil fédéral affirme partager l'intention des initiants, soit la préservation à long terme des bases naturelles de la vie, mais il estime que l'initiative va trop loin, en particulier sur la question du délai de dix ans. Dans ce cas, pourquoi ne pas soutenir le contre-projet? Le Conseil fédéral prétend que notre Constitution fédérale contient aujourd'hui des dispositions en faveur d'un développement durable et de la préservation des bases naturelles de la vie. Certes, l'article 54 alinéa 2 mentionne la préservation des ressources naturelles, mais dans un but très différent de celui dont nous parlons aujourd'hui. L'article 54 traite des affaires étrangères et pas de la préservation de notre environnement. Il évoque l'indépendance et la prospérité de la Suisse, l'aide aux populations dans le besoin, la lutte contre la pauvreté, le respect des droits de l'homme, la démocratie, la coexistence pacifique des peuples et la préservation des ressources naturelles dans le sens de leur exploitation par l'être humain. Les bases naturelles correspondent à un autre élément: c'est justement le respect de l'ensemble des limites planétaires qui les garantissent.
Ce n'est pas parce que le concept de développement durable figure déjà dans la Constitution que celui du respect des limites planétaires ne doit pas y être. Au contraire, lorsque le concept de développement durable a été déposé en 1992, il a suscité beaucoup d'espoir et a été inscrit dans de nombreuses législations. Malheureusement, cela n'a pas empêché le dépassement de six limites planétaires, principalement pour deux raisons. D'une part, nous avons une compréhension insuffisante de la durabilité et, dans bien des cas, nous sommes confrontés au "greenwashing". D'autre part, il s'agit d'une approche trop réductionniste des enjeux. L'approche scientifique de rigueur pour comprendre simultanément les enjeux posés par le dépassement des limites planétaires est une approche globale, qui est dite systémique. Cela signifie que les risques que fait peser sur nous le réchauffement planétaire et les défis que pose la décarbonisation de l'économie ne doivent pas nous faire oublier de respecter les autres limites tout aussi vitales pour l'humanité, nos sociétés et l'économie.
En ce qui concerne plus précisément le délai de dix ans pour la mise en oeuvre de l'initiative, le Conseil fédéral l'estime trop court, principalement parce que notre économie n'aurait pas la possibilité de s'adapter aussi vite. Notre économie, tout comme nos sociétés, ne peut exister que parce que des conditions physiques, chimiques et biologiques, qui sont stables depuis des dizaines de milliers d'années à l'échelle du système Terre, le permettent. Si ces conditions disparaissent, les civilisations humaines disparaîtront en premier. Les plus grands économistes l'admettent aujourd'hui: il est erroné de considérer que notre société et notre économie peuvent continuer à se développer intensivement tout en respectant la base de la dimension environnementale.
Une économie en mesure de respecter les limites planétaires implique de renoncer à la surproduction et à la surconsommation, de développer l'économie circulaire, de faire les bons choix technologiques, d'anticiper les effets rebonds et de lutter contre le gaspillage alimentaire, énergétique et des ressources en général. Si nous faisons ces choix délibérément - c'est le dernier moment pour le faire -, en planifiant intelligemment la transformation de notre économie, nous serons en mesure de sauvegarder le plus important, d'être aussi résilients que possible face aux effets de l'effondrement de la biodiversité, de l'érosion des sols, de la perturbation de la disponibilité en eau et des événements météorologiques extrêmes dont le réchauffement climatique a sensiblement augmenté la fréquence et l'intensité.
Et si nous sommes prêtes et prêts à le faire, mais qu'un délai de dix ans paraît trop court, alors il faut adopter le contre-projet, lequel renonce justement à une mise en oeuvre dans ce délai et laisse une plus grande marge de manoeuvre au Conseil fédéral. Si le Conseil fédéral a véritablement conscience des enjeux, soit du fait que les modes de fonctionnement de l'économie suisse participent au dépassement des neuf limites planétaires qui définissent la viabilité de notre planète pour toute l'humanité, à commencer par les citoyennes et citoyens de notre pays, alors la population suisse, en particulier nos enfants, attend de lui et de notre Parlement que nous soyons en mesure d'adopter un contre-projet crédible.
C'est pourquoi je vous invite à recommander l'adoption du contre-projet et ainsi à donner une chance et un espoir à nos enfants, une boussole pour leur avenir et un regain de crédibilité au principe de la durabilité.
Rösti Albert · BR-M · Bundesrat · Bern
Der Bundesrat hat am 10. Januar die Botschaft zur Umweltverantwortungs-Initiative zu Ihren Handen verabschiedet. Er empfiehlt die Initiative, wie bereits gesagt wurde, zur Ablehnung und stellt ihr auch keinen direkten oder indirekten Gegenvorschlag gegenüber. Der Nationalrat ist am 3. Juni mit 129 zu 60 Stimmen bei 2 Enthaltungen dieser Empfehlung gefolgt. Auch die Mehrheit Ihrer Kommission ist gleicher Meinung.
Gerne gebe ich Ihnen in Ergänzung zum Gesagten die Haltung des Bundesrates bekannt. Die Initiative verlangt, dass die wirtschaftlichen Tätigkeiten nur noch so viele Ressourcen verbrauchen und Schadstoffe freisetzen dürfen, dass die natürlichen Lebensgrundlagen erhalten bleiben. Bei Annahme der Initiative müsste die Schweiz die Umweltbelastung, die der inländische Konsum verursacht, innerhalb von zehn Jahren drastisch reduzieren. Bund und Kantone wären verpflichtet, dies gemeinsam sicherzustellen. Die Massnahmen müssten zudem sozial verträglich sein, und zwar im Inland wie im Ausland. Namentlich in den Bereichen Klima, Biodiversität oder Stickstoff müsste die Umweltbelastung reduziert werden. Die Initiative will zum langfristigen Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen beitragen.
Es wurde bereits gesagt, dass der Bundesrat diese Anliegen grundsätzlich teilt. Die Initiative geht ihm aber zu weit. Er will den bisherigen, politisch breit abgestützten Weg weiterverfolgen. Die Bundesverfassung enthält bereits heute genügend Bestimmungen für eine nachhaltige Entwicklung und die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen. Parlament und Bundesrat haben entsprechende Massnahmen bereits beschlossen und Ziele gesetzt. Müssten wir die Übergangsfrist von zehn Jahren einhalten, wären rigorose Massnahmen nötig. Produkte und Dienstleistungen für die Schweiz müssten unter deutlich strengeren Voraussetzungen produziert werden als Produkte für den ausländischen Markt. Folglich würden die Produktionskosten steigen, und die Bevölkerung müsste mit höheren Preisen oder mit einer kleineren Produkteauswahl rechnen. Insbesondere die Bereiche Ernährung, Landwirtschaft, Energieversorgung, Mobilität und Wohnen wären betroffen. Die Umsetzung der Initiative hätte weitreichende und negative wirtschaftliche sowie gesellschaftliche Konsequenzen. Die Kosten wären unverhältnismässig hoch. Das sind die Hauptgründe, weshalb der Bundesrat die Initiative ablehnt.
Weshalb lehnen wir auch den Minderheitsantrag Vara ab? Die Initiative verletzt eigentlich das Prinzip der Nachhaltigkeit, weil sie nur auf den ökologischen, allenfalls noch auf den sozialen Aspekt schielt, den ökonomischen Aspekt aber vollständig ausblendet. Wir können diese Reform letztlich nicht ohne die Menschen in diesem Land machen, die ein Minimum an Wohlstand erwarten. Eine Nachhaltigkeit, die die ökonomische Nachhaltigkeit nicht berücksichtigt, verletzt eines der drei Grundprinzipien von Nachhaltigkeit. Nachhaltig ist eine Massnahme dann, wenn sie ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltig ist. Wenn wir das ökonomische Element vollständig ausblenden, haben wir vielleicht etwas für die Erde getan, aber nichts für den Menschen. Dann hätten viele Menschen gar keinen Platz mehr. Ich glaube, das kann nicht der Weg sein, den der Bundesrat anstreben möchte. Das ist letztlich der Grund, weshalb er auch dem indirekten Gegenvorschlag nicht zustimmen kann, dies letztlich auch vor dem Hintergrund, dass wir in der Bundesverfassung genügend Grundsätze in Hinblick auf die Schonung der natürlichen Lebensgrundlagen und die Berücksichtigung der Nachhaltigkeit haben - aber eben einer Nachhaltigkeit im Sinne der drei Dimensionen.
Bereits Artikel 2 der Bundesverfassung beinhaltet den Grundsatz der Nachhaltigkeit. Die nachhaltige Entwicklung ist also ganz vorne in der Verfassung, im Zweckartikel, aufgeführt. Wir haben in Artikel 54 die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen als Grundzielsetzung, insbesondere betreffend die Tätigkeit im Ausland. In Artikel 73 wird die Nachhaltigkeit im Sinne einer umweltschonenden Nutzung der Ressourcen erneut auch für das Inland stipuliert. Artikel 74 nennt spezifisch den Umweltschutz als Zielsetzung. Schliesslich sieht Artikel 104 die Erhaltung der Lebensgrundlagen und der Kulturlandschaft als landwirtschaftliche Zielsetzung vor, und in Artikel 104a geht es um die Erhaltung der Ernährungssicherheit.
Ich glaube also, eine Initiative brauchen wir nicht. Vielmehr müssen wir die Massnahmen, die das Parlament bzw. die Bevölkerung beschlossen hat, konsequent umsetzen. Ich muss Ihnen sagen, dies ist eine riesige Herausforderung. Die Bevölkerung hat vor etwas mehr als einem Jahr mit über 60 Prozent das Netto-null-Ziel beschlossen. Das kommt Ihrer Initiative eigentlich sehr nahe, indem es besagt, dass wir nicht mehr Treibhausgase ausstossen dürfen, als durch natürliche und technische Speicher aufgenommen werden. Diese Herausforderungen müssen wir jetzt angehen. Diese jetzt noch zu übersteuern, wäre wirklich zu viel und kaum verträglich für die Bevölkerung.
Wir haben die Gesetzgebung, und wir haben die parlamentarische Initiative 20.433, "Schweizer Kreislaufwirtschaft stärken". Wir werden Verordnungen vorlegen, um das umzusetzen und um die Kreislaufwirtschaft in der Schweiz zu fördern. Es gibt also genügend Massnahmen, die in Richtung der Umweltverantwortungs-Initiative gehen, aber verträglich umsetzbar sind. Ich kann hier auch das CO2-Gesetz für den Zeitraum bis 2030 erwähnen. Bei den Umsetzungsarbeiten stelle ich einfach fest, dass bereits diese Vorgaben von Parlament und Bevölkerung sehr hohe Anforderungen an uns und letztlich auch an die Bevölkerung draussen stellen werden.
Das sind die Gründe, weshalb Ihnen der Bundesrat empfiehlt, die Initiative abzulehnen und ihr auch keinen direkten oder indirekten Gegenvorschlag gegenüberzustellen.
Herzog Eva · P-F · Ständerat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion
Eintreten ist obligatorisch
L'entrée en matière est acquise de plein droit
1. Bundesbeschluss über die Volksinitiative "für eine verantwortungsvolle Wirtschaft innerhalb der planetaren Grenzen (Umweltverantwortungs-Initiative)"
1. Arrêté fédéral concernant l'initiative populaire "pour une économie responsable respectant les limites planétaires (initiative pour la responsabilité environnementale)"
Detailberatung - Discussion par article
Titel und Ingress, Art. 1
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates
Titre et préambule, art. 1
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil national
Angenommen - Adopté
Präsidentin (Herzog Eva, Präsidentin): Bevor wir über die Abstimmungsempfehlung in Artikel 2 befinden, bereinigen wir den direkten Gegenentwurf.
3. Bundesbeschluss über den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen (direkter Gegenentwurf zur Volksinitiative "für eine verantwortungsvolle Wirtschaft innerhalb der planetaren Grenzen [Umweltverantwortungs-Initiative]")
3. Arrêté fédéral relatif à la préservation des ressources naturelles (contre-projet direct à l'initiative populaire "pour une économie responsable respectant les limites planétaires [initiative pour la responsabilité environnementale]")
Antrag der Mehrheit
Nichteintreten
Antrag der Minderheit I
(Vara, Crevoisier Crelier, Stocker)
Titel
Bundesbeschluss über den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen (direkter Gegenentwurf zur Volksinitiative "Für eine verantwortungsvolle Wirtschaft innerhalb der planetaren Grenzen [Umweltverantwortungsinitiative]") vom ...
Ingress
Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, gestützt auf Artikel 139 Absatz 5 der Bundesverfassung, nach Prüfung der am 21. Februar 2023 eingereichten Volksinitiative "Für eine verantwortungsvolle Wirtschaft innerhalb der planetaren Grenzen (Umweltverantwortungsinitiative)", nach Einsicht in die Botschaft des Bundesrates vom 10. Januar 2024, beschliesst:
Ziff. I Einleitung
Die Bundesverfassung wird wie folgt geändert:
Art. 94a Titel
Rahmen der Wirtschaft
Art. 94a Abs. 1
Die Natur und ihre Erneuerungsfähigkeit bilden den Rahmen für die schweizerische Gesamtwirtschaft. Wirtschaftliche Tätigkeiten dürfen nur so viele Ressourcen verbrauchen und Schadstoffe freisetzen, dass die natürlichen Lebensgrundlagen erhalten bleiben.
Art. 94a Abs. 2
Bund und Kantone stellen die Einhaltung dieses Grundsatzes sicher; dabei tragen sie insbesondere der Sozialverträglichkeit im In- und Ausland der von ihnen getroffenen Massnahmen Rechnung.
Ziff. II
Dieser Gegenentwurf wird Volk und Ständen zur Abstimmung unterbreitet. Sofern die Volksinitiative vom 21. Februar 2023 "Für eine verantwortungsvolle Wirtschaft innerhalb der planetaren Grenzen (Umweltverantwortungsinitiative)" nicht zurückgezogen wird, wird er zusammen mit der Volksinitiative nach dem Verfahren gemäss Artikel 139b der Bundesverfassung Volk und Ständen zur Abstimmung unterbreitet.
Proposition de la majorité
Ne pas entrer en matière
Proposition de la minorité I
(Vara, Crevoisier Crelier, Stocker)
Titre
Arrêté fédéral relatif à la préservation des ressources naturelles (contre-projet direct à l'initiative populaire "Pour une économie responsable respectant les limites planétaires [initiative pour la responsabilité environnementale]") du ...
Préambule
L'Assemblée fédérale de la Confédération suisse, vu l'article 139 alinéa 5 de la Constitution, vu l'initiative populaire fédérale "Pour une économie responsable respectant les limites planétaires (initiative pour la responsabilité environnementale)" déposée le 21 février 2023, vu le message du Conseil fédéral du 10 janvier 2024, arrête:
Ch. I introduction
La Constitution est modifiée comme suit:
Art. 94a titre
Limites posées à l'économie
Art. 94a al. 1
La nature et sa capacité de renouvellement constituent les limites posées à l'économie nationale. Les activités économiques ne peuvent utiliser des ressources et émettre des polluants que dans la mesure où les bases naturelles de la vie sont conservées.
Art. 94a al. 2
La Confédération et les cantons assurent le respect de ce principe en tenant compte en particulier de l'acceptabilité sociale, en Suisse et à l'étranger, des mesures qu'ils adoptent.
Ch. II
Le présent contre-projet sera soumis au vote du peuple et des cantons. Il sera soumis au vote en même temps que l'initiative populaire du 21 février 2023 "Pour une économie responsable respectant les limites planétaires (initiative pour la responsabilité environnementale)", si cette initiative n'est pas retirée, selon la procédure prévue à l'article 139b de la Constitution.
Burkart Thierry · Mit-M · Ständerat · Aargau · FDP-Liberale Fraktion
Ich habe, Frau Präsidentin, bereits alles gesagt.
Vara Céline · Mit-F · Ständerat · Neuenburg · Grüne Fraktion
Madame la présidente, si j'ai bien compris, nous votons sur le contre-projet, puis nous pourrons nous exprimer à nouveau sur l'initiative.
Herzog Eva · P-F · Ständerat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion
Präsidentin (Herzog Eva, Präsidentin): Genau, Frau Vara.
Abstimmung
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Mehrheit ... 33 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit I ... 11 Stimmen
(0 Enthaltungen)
Herzog Eva · P-F · Ständerat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion
Präsidentin (Herzog Eva, Präsidentin): Sie haben Nichteintreten auf den direkten Gegenentwurf beschlossen. Wir fahren mit der Beratung von Artikel 2 von Vorlage 1 fort.
1. Bundesbeschluss über die Volksinitiative "für eine verantwortungsvolle Wirtschaft innerhalb der planetaren Grenzen (Umweltverantwortungs-Initiative)"
1. Arrêté fédéral concernant l'initiative populaire "pour une économie responsable respectant les limites planétaires (initiative pour la responsabilité environnementale)"
Art. 2
Antrag der Mehrheit
Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates
Antrag der Minderheit I
(Vara, Crevoisier Crelier, Stocker)
Abs. 1
Sofern die Volksinitiative nicht zurückgezogen wird, wird sie zusammen mit dem Gegenentwurf (Bundesbeschluss vom ... über den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen) Volk und Ständen nach dem Verfahren gemäss Artikel 139b der Bundesverfassung zur Abstimmung unterbreitet.
Abs. 2
Die Bundesversammlung empfiehlt Volk und Ständen, die Initiative und den Gegenentwurf anzunehmen und den Gegenentwurf in der Stichfrage vorzuziehen.
Antrag der Minderheit II
(Vara, Crevoisier Crelier, Stocker)
Die Bundesversammlung empfiehlt Volk und Ständen, die Initiative anzunehmen.
Art. 2
Proposition de la majorité
Adhérer à la décision du Conseil national
Proposition de la minorité I
(Vara, Crevoisier Crelier, Stocker)
Al. 1
Si l'initiative populaire n'est pas retirée, elle sera soumise au vote du peuple et des cantons en même temps que le contre-projet (arrêté fédéral du ... relatif à la préservation des ressources naturelles) selon la procédure prévue à l'article 139b de la Constitution.
Al. 2
L'Assemblée fédérale recommande au peuple et aux cantons d'accepter l'initiative et le contre-projet, et de donner la préférence au contre-projet en réponse à la question subsidiaire.
Proposition de la minorité II
(Vara, Crevoisier Crelier, Stocker)
L'Assemblée fédérale recommande au peuple et aux cantons d'accepter l'initiative.
Vara Céline · Mit-F · Ständerat · Neuenburg · Grüne Fraktion
Je regrette bien évidemment la décision prise par la majorité de rejeter l'initiative et, par là, de refuser la possibilité de lui opposer un contre-projet, même s'il faut bien dire que je m'y attendais un peu. Je ne vais pas répéter tous les arguments, car j'ai bien assez parlé, mais comme vous m'avez tendu la perche, Monsieur le conseiller fédéral, je vais revenir sur un seul argument, de nature économique.
Le Conseil fédéral avait évoqué le chiffre de 66 pour cent. Il estimait, selon un calcul qui ne nous a pas été présenté, que nous devrions réduire notre consommation de 66 pour cent si les limites planétaires étaient inscrites dans la Constitution fédérale avec un délai de mise en oeuvre de dix ans. Ce chiffre non documenté repose manifestement sur une appréciation erronée de la situation. Depuis 2006 - cela fait donc déjà longtemps -, grâce au rapport Stern sur l'évaluation économique des conséquences du dérèglement climatique, qui a été repris par la Banque mondiale - une véritable institution -, l'on sait que ce chiffre représente l'impact économique des effets du changement climatique. La conclusion en est que le coût de l'inaction est nettement supérieur au coût de l'action. Choisir l'inaction représente 5 à 20 pour cent du PIB mondial, tandis que choisir l'action n'en représente que 1 pour cent.
Presque deux décennies plus tard, les dernières conclusions du Conseil de l'Union européenne sont formelles: l'assurance d'une transition juste vers des économies et des sociétés durables, résilientes face au changement climatique et neutres pour le climat, n'a jamais été aussi urgente. C'est l'inaction qui portera un coup dur à notre consommation. C'est le franchissement des limites planétaires qui assènera un coup de massue à notre économie. Selon les experts des universités américaines du Minnesota et de Purdue, dans l'Indiana, qui ont mené leurs travaux, publiés en 2020, sur 140 pays - c'est donc récent -, ne rien faire pour enrayer la disparition des écosystèmes et de la biodiversité coûtera au moins 479 milliards de dollars par an sur le plan mondial, soit près de 10 000 milliards de dollars d'ici à 2050, un niveau de perte équivalant à 0,67 pour cent du PIB mondial par année d'ici 2050.
Chères et chers collègues, nous pouvons choisir aujourd'hui de miser sur le court terme; c'est ce que nous faisons depuis cinquante ans. Et voilà où nous en sommes: aux portes de l'effondrement économique, sociétal et environnemental. Mais nous pouvons aussi choisir d'écouter la jeunesse, de donner une chance à une économie résiliente au service des générations futures. Nous pouvons choisir un avenir main dans la main avec la nature, avec celle qui nous donne la vie, et pas contre la nature, contre le vivant. A coup sûr, si la nature perdait, c'est l'humanité qui perdrait aussi.
Ce choix, vous pouvez le faire en adoptant la proposition de la minorité d'accepter l'initiative des Jeunes Verts.
Zopfi Mathias · Mit-M · Ständerat · Glarus · Grüne Fraktion
Ja, diese Initiative hat eine kurze Übergangsfrist, aber sie fordert eigentlich auch etwas Selbstverständliches, nichts, was uns von der Logik her fremd ist. Wir kennen diese Logik - nicht mehr zu brauchen, als wir haben - von der Schuldenbremse. So wie wir die Schuldenbremse nutzen, um künftigen Generationen keine Schulden zu hinterlassen, verlangt diese Initiative also wirklich etwas Logisches, nämlich dass wir an künftige Generationen denken, dass wir überlegen, was für eine Welt wir ihnen hinterlassen. Ich denke da also nicht nur an unser Geburtstagskind, wie die Präsidentin, sondern an alle Kinder.
Jetzt gibt es aber einen Unterschied zur Schuldenbremse: Hier haben wir es nicht im Griff. Wir haben es nicht im Griff! Es ist müssig, vieles aufzuzählen, Sie wissen es: Wir haben vermehrt Wasserknappheit; wir haben Extremereignisse; wir haben in der Schweiz Temperaturen, die 2,8 Grad höher sind als noch 1880; wir haben Gletscher, die in den letzten 150 Jahren 65 Prozent ihres Volumens verloren haben; wir haben 95 Prozent weniger Trockenwiesen und 82 Prozent weniger Moore als noch 1900. Wenn ich das jetzt mit der Schuldenbremse vergleiche, die wir alle hier ja immer hochhalten und die wir beinahe heiliggesprochen haben, dann frage ich mich schon ein bisschen, ob wir die berühmte Frage - Geld oder Leben? - richtig beantworten.
Ich bin deshalb der Auffassung, dass es so nicht weitergehen kann, und setze, wie jeweils mein Vorgänger auf diesem Platz, auch ein bisschen zum Protest ein Zeichen. Sie verstehen jetzt, wieso ich diese Initiative zur Annahme empfehle und Sie ersuche, dies ebenfalls zu tun.
Rösti Albert · BR-M · Bundesrat · Bern
Die Position des Bundesrates habe ich dargelegt. Ich möchte aber trotzdem noch auf die 66 Prozent reagieren. Das zeigt ja, wie bedeutend die Reduktion sein müsste. Das heisst, wir haben im Moment einen Fussabdruck von zwischen 2,5 und 3 Erden, und deshalb kommt diese Zahl zustande. Aber stellen Sie sich vor, was es für unsere Bevölkerung heisst, wenn wir bis 2030 oder auch bis 2050 66 Prozent weniger Ressourcen verbrauchen. Was Sie damit ausblenden, ist der mögliche technologische Fortschritt, und den hat man eben schon oft ausgeblendet. Sie kennen die Theorie von Malthus, der um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert gesagt hat: Wenn die Bevölkerung weiter so wächst, dann werden wir zu wenig Nahrungsmittel haben. Der technische Fortschritt hat uns eines anderen belehrt. Es gab nach den Kriegszeiten die Neomalthusianer, die wieder dasselbe gesagt haben. Die Perspektive muss schon auch die Möglichkeiten des technologischen Fortschritts einbeziehen.
Damit habe ich aber nicht gesagt, dass nichts zu tun ist. Aber wir tun sehr viel mit der Netto-null-Zielsetzung. Wir sind hier auf dem Weg.
Sie sprechen von den "cost of inaction". Dieses Konzept würde aber beinhalten, dass dann die ganze Welt das Gleiche macht. Stellen Sie sich vor: Wir würden mit dieser Initiative einfach unseren Wohlstand massiv reduzieren, und in der Welt würde sich nichts ändern. Wir müssen also schon auch sehen, was die anderen machen.
Ich habe letzte oder vorletzte Woche mit einiger Besorgnis gelesen, dass der CO2-Ausstoss weiterhin steigt, obwohl in diesem Jahr schon die Klimakonferenz COP 28 stattgefunden hat. Die Schweiz darf sich hier im internationalen Vergleich durchaus sehen lassen. Wenn wir einfach Massnahmen treffen, die sich nur negativ auf die Volkswirtschaft der Schweiz auswirken, dann ist das letztlich kontraproduktiv. Also: Lassen wir unsere Wirtschaft laufen und setzen wir auf Innovation, die dann auch international eingesetzt werden kann.
Ich möchte noch eine Bemerkung machen, man konnte es heute auch in den Medien lesen: Der Bundesrat kommt jetzt dann mit einem Sparpaket. Wir sagen - wir haben uns noch nicht über die Massnahmen geeinigt -, zur Einhaltung der Schuldenbremse braucht es Einsparungen im Bereich von 3 bis 5 Prozent. Das hat bereits einiges an Opposition ausgelöst. Diese Initiative würde auch vom Staat eine entsprechende Reduktion bei Investitionen und beim Ressourcenverbrauch fordern. Und wenn man schon bei 3 bis 5 Prozent sagt, es sei nicht möglich, wie möchte man dann dieses Ziel hier umsetzen? Das wollte ich einfach noch als Gedankenanstoss einbringen.
Abstimmung
Präsidentin (Herzog Eva, Präsidentin): Mit dem Nichteintretensentscheid zu Vorlage 3 ist der Antrag der Minderheit I obsolet geworden.
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Mehrheit ... 34 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit II ... 9 Stimmen
(1 Enthaltung)
Präsidentin (Herzog Eva, Präsidentin): Das Geschäft ist bereit für die Schlussabstimmung.