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Sicherstellung der Finanzierung der unabhängigen klinischen Krebsforschung in der Schweiz
Caroni Andrea · P-M · Ständerat · Appenzell A.-Rh. · FDP-Liberale Fraktion
Präsident (Caroni Andrea, Präsident): Die Interpellantin hat sich von der schriftlichen Antwort des Bundesrates teilweise befriedigt erklärt. Sie verlangt Diskussion. - Dem wird nicht opponiert.
Binder-Keller Marianne · Mit-F · Ständerat · Aargau · Die Mitte-Fraktion. Die Mitte. EVP.
Ich weiss, zu fortgeschrittener Stunde ist man natürlich froh über eine gewisse Effizienz, und ich werde diese leisten. Es ist mir einfach wichtig, ein paar Worte zu dieser Interpellation zu deponieren. Ich lege auch gleich meine Interessenbindungen offen: Ich bin Vorstandsmitglied der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für klinische Krebsforschung (SAKK), und als solches stelle ich besorgt fest, dass, während die Schweiz bei der Grundlagenforschung an der Spitze steht, sie laut einem Bericht der Schweizerischen Akademie der medizinischen Wissenschaften in der klinischen Forschung Gefahr läuft, den Anschluss an die Spitzenpositionen zu verlieren. Die patientenorientierte klinische Forschung hinkt in der Schweiz der Grundlagen- und experimentellen Forschung hinterher und schneidet im internationalen Vergleich schlechter ab als in führenden Ländern.
Ich danke dem Bundesrat, das erwähne ich gleich zu Beginn positiv, dass er meine Einschätzung teilt, dass die klinische Krebsforschung für die Gesundheitsversorgung und die Entwicklung neuer Therapien sehr wichtig ist. Leider verpasst es der Bundesrat in seiner Antwort auf meine Interpellation, aufzuzeigen, wie die unabhängige klinische Krebsforschung in Zukunft finanziell stärker unterstützt werden könnte, insbesondere auch im Zusammenhang mit der Tatsache, dass etwa 40 Prozent der 47 Millionen Franken an Fördermitteln nach Artikel 15 des Bundesgesetzes über die Förderung der Forschung und der Innovation, welche in der Periode 2025-2028 an die Swiss Clinical Trial Organisation fliessen, nicht direkt der klinischen Krebsforschung zugutekommen.
Meines Erachtens prüft man hier zu wenig, wie sich die Finanzierung der unabhängigen Krebsforschung in der Schweiz im Vergleich zum Ausland oder zur staatlichen Förderung der Grundlagenforschung verhält. Dies wäre jedoch wichtig, um bei der klinischen Krebsforschung in der Schweiz nicht ins Hintertreffen zu geraten. Ausserdem, meine ich, verpasst es der Bundesrat, darzustellen, welche Möglichkeiten er über eine Leistungsvereinbarung hätte, um auf die Schwerpunkte der Finanzierung durch den Schweizerischen Nationalfonds einzuwirken. Ich sehe das als verpasste Chance, da womöglich mit denselben Mitteln mehr erreicht werden könnte, wenn dem massiven Ungleichgewicht zwischen der Finanzierung der Grundlagenforschung und derjenigen der klinischen Krebsforschung etwas entgegengesetzt würde.
Ich bin überzeugt, dass sich der Bundesrat mehr damit auseinandersetzen müsste, wie das Kostenwachstum in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung mit geeigneten Qualitätsmassnahmen gedämpft werden könnte. Neben griffigen Kostendämpfungsmassnahmen braucht es auch Investitionen in klinische Forschung, um mit Innovation das künftige Kostenwachstum zu bremsen. Dies also meine Überlegungen - affaire à suivre.
Parmelin Guy · VPBR-M · Bundesrat · Waadt
La Confédération soutient la recherche clinique contre le cancer, notamment par le biais des contributions selon l'article 15 de la loi fédérale sur l'encouragement de la recherche et de l'innovation. Parmi les établissements soutenus figurent le Groupe suisse de recherche clinique sur le cancer, le Groupe d'oncologie pédiatrique suisse, Institute of Oncology Research, Swiss GO Trial Group pour l'oncologie gynécologique et Swiss Clinical Trial Organisation. Durant la période 2025 à 2028, ces établissements reçoivent environ 10 pour cent du budget total de 432 millions de francs qui est prévu en faveur des établissements de recherche d'importance nationale. En outre, le Groupe suisse de recherche clinique sur le cancer réalise près d'un tiers de ses études avec l'industrie ou en utilisant des fonds de tiers.
Pour mener des études cliniques, il est également essentiel de participer à des projets multinationaux. Ces projets, vous le savez, sont encouragés dans le cadre du programme Horizon Europe auquel les chercheurs suisses peuvent à nouveau participer depuis le 1er janvier de cette année grâce à un arrangement transitoire. Dans le cadre de l'encouragement de projets, le Fonds national suisse (FNS) encourage la recherche clinique et préclinique en vertu du principe d'excellence. Au cours des cinq dernières années, ce sont 265 millions de francs qui ont été octroyés à la recherche contre le cancer.
Parallèlement aux mesures d'encouragement de la Confédération, les cantons financent aussi la recherche clinique contre le cancer dans leurs hautes écoles et dans leurs cliniques universitaires. Au cours des dernières années, de nouveaux centres de compétences ont été créés afin de renforcer encore cette recherche contre le cancer, par exemple le Comprehensive Cancer Center de Zurich et le Swiss Cancer Center Léman.
Cependant, le financement d'études cliniques ne fait pas partie du catalogue des prestations prises en charge par l'assurance obligatoire des soins, selon la loi fédérale sur l'assurance-maladie. En résumé, on peut dire que la Confédération, le FNS et les cantons contribuent largement, aux côtés de l'industrie, à encourager la recherche clinique contre le cancer.
Naturellement et comme vous le dites, Madame la conseillère aux Etats Binder-Keller: affaire à suivre. On peut toujours encore optimiser ou s'améliorer. C'est ce que la Confédération fait déjà aujourd'hui et c'est déjà extrêmement important.
Caroni Andrea · P-M · Ständerat · Appenzell A.-Rh. · FDP-Liberale Fraktion
Präsident (Caroni Andrea, Präsident): Damit ist das Geschäft erledigt.