Verbandsbeschwerde
Die Verbandsbeschwerde erlaubt bestimmten Organisationen, Verwaltungsentscheide zum Schutz kollektiver oder öffentlicher Interessen anzufechten.
Die Verbandsbeschwerde ist eine besondere Form der Beschwerdelegitimation für Organisationen. In der Schweiz spielt sie vor allem im Umwelt-, Natur- und Heimatschutz sowie bei der Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen eine Rolle. Berechtigte Verbände können Entscheide anfechten, wenn geschützte Interessen betroffen sind. Das Recht beruht in der Regel auf Gesetz und ist an Voraussetzungen geknüpft, etwa Gemeinnützigkeit, eine gewisse Bestandsdauer und einen sachlichen Bezug zwischen Vereinszweck und Streitgegenstand. Es stärkt die Durchsetzung öffentlicher Interessen, ohne eine allgemeine Popularklage zu schaffen.