Der Bund als Arbeitgeber. Vereinbarkeit von Familie und Beruf
09.4109 · Motion · 2009-12-09
Finanzdepartement
Erledigt
Wortlaut
Der Bundesrat wird beauftragt, möglichst rasch die Vereinheitlichung der Regelung zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Anlehnung an das Modell des EVD in der Bundesverwaltung konkret umzusetzen. Er soll über den Stand der Realisierung einheitlicher Rahmenbedingungen betreffend familienergänzende Kinderbetreuung berichten und aufzeigen, in welchem Masse die Umsetzung 2010 erfolgen wird.
Begründung
Der Bund zeichnet sich zurzeit als noch wenig familienfreundlicher Arbeitgeber aus. Es gibt grosse Differenzen zwischen den Departementen. Der Bund hat auch hinsichtlich Weiterbildung und Löhnen ziemlichen Nachholbedarf, wie sich auch im Rahmen der Budgetdebatte zeigte. Die Diskussionen in der entsprechenden Subkommission der Finanzkommission zeigten insbesondere auch die Notwendigkeit der Vereinheitlichung der Rahmenbedingungen betreffend familienergänzende Kinderbetreuung und die Weiterbildung auf. Während Letztere konzeptionell auf gutem Weg ist, konnten noch keine echten Fortschritte betreffend Familienfreundlichkeit nachgewiesen werden. Es ist Zeit, hier klar Fortschritte zu machen und auszuweisen.
Antrag des Bundesrates
Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.
Stellungnahme des Bundesrates
Der Bundesrat hat sich bereits für die Harmonisierung der finanziellen Hilfen im Bereich der familienergänzenden Kinderbetreuung (siehe Antwort des Bundesrates auf die Interpellation Teuscher 06.3487 vom 4. Oktober 2006) ausgesprochen. Diese Harmonisierung kann jedoch nicht im Jahr 2010 in Kraft treten. Der Bundesrat muss im Jahr 2010 zunächst die vom Parlament verabschiedeten Budgetbeschränkungen umsetzen, bevor er ein Harmonisierungsprojekt realisieren kann. Der Bundesrat wird das Parlament im Jahr 2011 über den Stand des Projektes informieren.
Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.