RRB Nr. 228/2024
Liegenschaften Zollstrasse 20/36, Zürich, Gesamtinstandsetzung, Baumeisterarbeiten einschliesslich Rückbau und Gerüst, Vergabeerhöhung
Rubrum
Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 6. März 2024
228. Liegenschaften Zollstrasse 20/36, Zürich, Gesamtinstandsetzung (Baumeisterarbeiten einschliesslich Rückbau und Gerüst,
Erwägungen
Vergabeerhöhung) Mit RRB Nr. 407/2021 und Beschluss des Kantonsrates vom 29. November 2021 (Vorlage 5703) wurden insgesamt Fr. 53 240 000 (davon Fr. 50 240 000 gebundene Ausgaben und Fr. 3 000 000 neue Ausgaben) für die Gesamtinstandsetzung der Liegenschaften an der Zollstrasse 20/36, Zürich, bewilligt. Für die Ausführung der Baumeisterarbeiten einschliesslich Rückbau und Gerüst gemäss BKP 211.5-01 wurde ein offenes Vergabeverfahren durchgeführt. Aufgrund der Prüfung anhand der Eignungs- und Zuschlagskriterien wurden die Leistungen mit Verfügung der Baudirektion vom 7. Januar 2022 an die Jäggi + Hafter AG, Regensdorf, zu einem Betrag von Fr. 3 502 000 (einschliesslich Unvorhergesehenes) vergeben. Mit Verfügung der Baudirektion vom 2. September 2022 wurde die Vergabesumme aufgrund begründeter und unvorhersehbarer Mehraufwendungen um Fr. 278 000 auf Fr. 3 780 000 erhöht. In der weiteren Ausführung sind folgende, nicht vorhersehbare, zusätzliche Leistungen erforderlich geworden: Die Covid-19-Pandemie hat die Digitalisierung am Arbeitsplatz vorangetrieben und somit die Einführung von mobilem und hybridem Arbeiten beschleunigt, was zu baulichen Anpassungen im Arbeitsplatzkonzept geführt hat. Das überarbeitete Arbeitsplatzkonzept stützt sich auf das Konzept der neuen Arbeitswelten des Projekts Walche Zürich (ehemals eZV, vgl. RRB Nr. 1384/2023) und ist auf dem neuesten Stand der Technik. Die Bestellungsänderung kam während der Ausführungsphase und führt zu Mehrkosten bei den Baumeisterarbeiten. Weiter sind während der Umbauarbeiten zusätzliche, zuvor nicht bekannte asbesthaltige Materialien zum Vorschein gekommen. Die Sanierung war sehr kostenintensiv und aufwendig, da sich der asbesthaltige Schaumstoff zum Teil auf Wänden von Schächten befand und keine Schadstoffe in den Schacht gelangen durften, was zu zusätzlichen Kontaminationen geführt hätte. Schliesslich stimmen die Grundlagen für den Bestand und der vorhandene Rohbau an verschiedenen Stellen nicht überein. Es war eine Vielzahl von Abbruch- und Ertüchtigungsarbeiten aufgrund des schlechten Zustandes des Rohbaus erforderlich, die nicht vorhersehbar waren. Auch die Flucht der Strassenfassade und die Ausführung der Vordächer entspricht weder den Bestandsgrundlagen noch den üblichen zu erwartenden Abweichungen.
Die Zusatzleistungen gemäss Kostenzusammenstellung vom 5. Februar 2024 werden durch das bereits beauftragte Unternehmen durchgeführt, was eine effiziente Umsetzung gewährleistet. Die Leistungen werden somit der Jäggi + Hafter AG, Regensdorf, in Auftrag gegeben. Deshalb ist gestützt auf Art. 21 Abs. 2 lit. e der Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen (LS 720.1) die Vergabesumme für die Ausführung der Baumeisterarbeiten einschliesslich Rückbau und Gerüst von Fr. 3 780 000 um Fr. 1 020 000 auf Fr. 4 800 000 zu erhöhen (einschliesslich Unvorhergesehenes). Die Vergabesumme ist durch den Objektkredit gedeckt und geht zulasten der Investitionsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 8750, Liegenschaften Verwaltungsvermögen.
Dispositiv
Auf Antrag der Baudirektion beschliesst der Regierungsrat:
I. Der Betrag der Vergabe an die Jäggi + Hafter AG, Regensdorf, gemäss Verfügungen der Baudirektion vom 7. Januar und 2. September 2022 wird für die Baumeisterarbeiten einschliesslich Rückbau und Gerüst für die Gesamtinstandsetzung der Liegenschaften an der Zollstrasse 20/36, Zürich, von Fr. 3 780 000 auf Fr. 4 800 000 (einschliesslich Unvorhergesehenes) erhöht.
II. Der Betrag geht zulasten der Investitionsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 8750, Liegenschaften Verwaltungsvermögen.
III. Mitteilung an die Baudirektion.
Vor dem Regierungsrat Die Staatsschreiberin:
Kathrin Arioli