AS 2002 1782

Verordnung des BLW
über die Bewirtschaftung von Sömmerungsbetrieben

Änderung vom 24. April 2002

Das Bundesamt für Landwirtschaft
verordnet:

I

Die Verordnung des BLW vom 29. März 20001 über die Bewirtschaftung von Sömmerungsbetrieben wird wie folgt geändert:

Ingress gestützt auf die Artikel 4 Absatz 3, 6 Absatz 5, 7 Absatz 3 und 9 Absatz 1 der Sömmerungsbeitragsverordnung vom 29. März 20002,

Art. 4 Höchstbesatz und Definition der Weidesysteme für Schafe

Der Höchstbesatz für Schafweiden ist im Anhang festgehalten.

Eine ständige Behirtung besteht, wenn:

  1. die Herdenführung durch einen Hirten mit Hunden erfolgt;

  2. die Herde täglich auf einen vom Hirten ausgewählten Weideplatz geführt wird;

  3. eine angepasste Nutzung und gleichmässige Beweidung ohne Übernutzung erfolgt;

  4. die Aufenthaltsdauer auf der gleichen Weidefläche eine Woche nicht übersteigt;

  5. die Herde ununterbrochen behirtet ist;

  6. die Übernachtungsplätze behirtet oder eingezäunt sind und höchstens während einer Woche ununterbrochen benützt werden; und

  7. ein Weidejournal geführt wird.

Eine Umtriebsweide besteht, wenn:

  1. die Beweidung während der gesamten Sömmerungsdauer in Koppeln, die eingezäunt oder natürlich klar abgegrenzt sind, erfolgt;

  2. eine angepasste Nutzung und gleichmässige Beweidung ohne Übernutzung erfolgt;

Anhang

(Art. 4) Höchstbesatz für Schafweiden Standort: Weideorganisation Weidesystem Futterertrag Höchstbesatz pro ha Höhenlage Trockenmasse Nettoweidefläche Topografie (dt je ha) Vegetation Schafe* GVE Unterhalb der Gute Herden- Herde mit 36–40 6–7 0,5–0,6 Waldgrenze: führung, konse- ständiger quente Flächen- Behirtung oder Mässig steiles ausscheidung Umtriebsweide Gelände, ertragreiche, dichte Ungenügende Übrige Weiden 22–24 3–4 0,25–0,35 Pflanzenbestände Herdenführung, keine konsequente Flächenausscheidung Oberhalb der Gute Herden- Herde mit 23–25 4–5 0,3–0,5 Waldgrenze: führung, konse- ständiger quente Flächen- Behirtung oder Noch im Bereich ausscheidung Umtriebsweide der Rinderalpen, mässig steiles Ungenügende Übrige Weiden 16–18 2–3 0,2–0,3 Gelände, ertrag- Herdenführung, reiche, dichte keine konsequente Pflanzenbestände Flächenausscheidung Hohe Lagen: Gute Herden- Herde mit 9–11 2–3 0,2–0,3 führung, konse- ständiger Oberhalb des quente Flächen- Behirtung oder Bereichs der ausscheidung Umtriebsweide Rinderalpen, mässig steiles Ungenügende Übrige Weiden 3–4 0,5–1,8 0,1–0,2 Gelände, ertrag- Herdenführung, reiche, dichte keine konsequente Pflanzenbestände Flächenausscheidung * Mittleres Alpschaf zu 0,0861 GVE