AS 2019 3529
Verordnung des BLV
über die Einfuhr von Lebensmitteln
mit Ursprung oder Herkunft Japan
Änderung vom 12. November 2019
Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV)
verordnet:
I
Die Verordnung des BLV vom 28. Januar 20161 über die Einfuhr von Lebensmitteln mit Ursprung oder Herkunft Japan wird wie folgt geändert:
Ingress gestützt auf Artikel 86 Absatz 2 der Lebensmittel- und Gebrauchsgegenständeverordnung vom 16. Dezember 20162 (LGV),
Art. 2 Fussnote
Lebensmittel nach Artikel 1 dürfen nur in Verkehr gebracht werden, wenn sie die in Anhang I der Durchführungsverordnung (EU) 2016/63 genannten Höchstwerte nicht überschreiten.
Art. 8 Gebühren
Die Gebühren für die Warenuntersuchungen richten sich nach den Artikeln 108–112 der Verordnung vom 16. Dezember 20164 über den Vollzug der Lebensmittelgesetzgebung.
Durchführungsverordnung (EU) 2016/6 der Kommission vom 5. Januar 2016 mit besonderen Bedingungen für die Einfuhr von Lebens- und Futtermitteln, deren Ursprung oder Herkunft Japan ist, nach dem Unfall im Kernkraftwerk Fukushima und zur Aufhebung der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 322/2014, ABl. L 3 vom 6.1.2016, S. 5; zuletzt geändert durch Durchführungsverordnung (EU) 2019/1787 der Kommission vom 24. Oktober 2019 zur Änderung der Durchführungsverordnung (EU) 2016/6 mit besonderen Bedingungen für die Einfuhr von Lebens- und Futtermitteln, deren Ursprung oder Herkunft Japan ist, nach dem Unfall im Kernkraftwerk Fukushima, ABl. L 272 vom 25.10.2019, S. 140.
Art. 9b Übergangsbestimmung zur Änderung vom 12. November 2019
Lebensmittel nach Artikel 1 dürfen nach bisherigem Recht eingeführt werden, wenn sie:
Japan vor dem 14. November 2019 verlassen haben; oder
von einer nach bisherigem Recht ausgestellten Erklärung begleitet werden, die vor dem Inkrafttreten dieser Verordnung verfasst worden ist.
II
Der Anhang erhält die neue Fassung gemäss Beilage.
III
Diese Verordnung tritt am 14. November 2019 in Kraft. 5 12. November 2019 Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen: Hans Wyss
Dringliche Veröffentlichung vom 13. Nov. 2019 im Sinne von Art. 7 Abs. 3 des Publikationsgesetzes vom 18. Juni 2004 (SR 170.512).
Anhang
(Art. 3 Abs. 1 und Art. 4) Lebensmittel, denen vor der Ausfuhr in die Schweiz Proben zur Untersuchung auf Caesium-134 und Caesium-137 zu entnehmen sind
a) Präfektur Fukushima 0302; 0303; 0304; 0305; 0308; Fisch und Fischereierzeugnisse, ausgenommen: 1504 10; 1504 20; 1604 – Japanische Seriola (Seriola quinqueradiata) und Australische Gelbschwanzmakrele (Seriola lalandi), – Bernsteinfisch (Seriola dumerili), – Japanische Goldbrasse (Pagrus major), – Neuseeländische Stachelmakrele (Pseudocaranx dentex), – Nordpazifischer Blauflossen-Thunfisch (Thunnus orientalis), – Japanische Makrele (Scomber japonicus). 0709.9999 Bambusschösslinge (Phyllostacys pubescens) und deren 0710.8090 Verarbeitungserzeugnisse 2004.9018/9049 2005.9110/9190 0810.70 00, 9092/9098 (japanische) Dattelpflaumen (Diospyros sp.) und deren 0811.9029/9090 Verarbeitungserzeugnisse 0812.9010/9090 0813.5081/5099
b) Präfektur Miyagi 0709.9999 Bambusschösslinge (Phyllostacys pubescens) und deren 0710.8090 Verarbeitungserzeugnisse 2004.9018/9049 2005.9110/9190 0709.9999 Adlerfarn (Pteridium aquilinum) und dessen Verarbeitungser- 0710.8090 zeugnisse
c) Präfektur Gunma
d) Präfekturen Yamanashi, Yamagata und Shizuoka
e) Präfekturen Ibaraki, Nagano und Niigata
f) Zusammengesetzte Erzeugnisse, die zu mehr als 50 Prozent aus den unter den Buchstaben a–e dieses Anhangs genannten Erzeugnissen bestehen