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Hitzesommer 2026: Stand der Dinge in Gesundheitseinrichtungen

Wortlaut

1. Wie schätzt der Bundesrat das Gesundheitsrisiko durch Hitze für Patientinnen und Patienten in Spitälern sowie für Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen ein, insbesondere angesichts der zunehmenden Zahl und Intensität von Hitzewellen?

2. Verfügt der Bund über Daten oder Erkenntnisse zu den effektiven Raumtemperaturen in Spitalzimmern, Pflegeheimen und Arztpraxen während Hitzeperioden? Falls nein: Sieht der Bundesrat Bedarf für eine systematische Erhebung, allenfalls in Zusammenarbeit mit den Kantonen, H+ Die Spitäler der Schweiz, Curaviva oder weiteren Fachverbänden?

3. In welchem Umfang und in welchen Kantonen wurden nach Kenntnis des Bundesrates bereits verbindliche bauliche oder betriebliche Massnahmen zum Hitzeschutz in Gesundheitseinrichtungen ergriffen (z. B. Kühlsysteme, Beschattung, Nachtauskühlung, Klimatisierungspflicht für bestimmte Abteilungen wie Intensivstationen, Neonatologie oder Demenzabteilungen)?

4. Anerkennt der Bundesrat, dass erhöhte Innentemperaturen in Spitälern und Pflegeheimen die gesundheitliche Genesung, die Medikamentenwirkung und Lagerung sowie das allgemeine Sterberisiko bei vulnerablen Patientengruppen nachweislich negativ beeinflussen können?

Begründung

Die Klima-Risikoanalyse des Bundesamts für Umwelt (BAFU) stuft gesundheitliche Beeinträchtigungen infolge von Hitze als grösstes Klimarisiko der Schweiz ein. Besonders betroffen sind ältere, kranke und pflegebedürftige Menschen, also genau jene Personengruppen, die sich in Spitälern, Pflegeheimen und Arztpraxen aufhalten oder dort behandelt werden. Diese Institutionen tragen gegenüber ihren Patientinnen, Patienten und Bewohnerinnen und Bewohnern eine besondere Fürsorgepflicht, die bei Hitzeperioden zunehmend unter Druck gerät.