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Hitze und Trockenheit: Energie nutzen, Infrastruktur anpassen, Verfahren beschleunigen, Arbeitnehmer entlasten
Wortlaut
Im Sommer 2026 hat die Schweiz über einen längeren Zeitraum hohe Temperaturen, wenig Niederschlag und eine starke Trockenheit aufgrund mehrerer Hitzewellen erlebt. Vor diesem Hintergrund hat der Bundesrat am 26. August 2026 eine Aussprache geführt und zusätzliche finanzielle Mittel in Millionenhöhe für die Anpassung des Waldes an den Klimawandel (17.5 Mio.) und für die Unterstützung der Landwirtschaft (54 Mio.) beschlossen.
Die bisherige Klimapolitik ist zu wenig zielgerichtet. Für die FDP steht fest, dass es neben einer Stärkung der Stromversorgungssicherheit auch Massnahmen zur Anpassung an den Klimawandel und zum Schutz der Bevölkerung – insbesondere vulnerabler Personen – braucht.
Vor diesem Hintergrund bitten wir den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:
Dank der Solarenergie steht im Sommer deutlich mehr Strom zur Verfügung. Inwiefern sieht der Bundesrat ein Potenzial für die optimierte Nutzung (z.B. zur Kühlung), insbesondre an sonnigen Tagen mit grossen Strom-Überschüssen?
Wie beurteilt der Bundesrat die Bedeutung von Talsperren und Speicherseen für die Energieversorgung, als Mehrzweckspeicher und in Bezug auf den Hochwasserschutz?
Welche Massnahmen plant der Bundesrat zusätzlich, um Bewilligungs- und Beschwerdeverfahren für Neu- und Ausbauprojekte im Bereich der erneuerbaren Energien zu beschleunigen, damit Projekte von nationalem Interesse innert angemessener Frist realisiert werden können?
Welche Massnahmen plant der Bundesrat, um Bewilligungsverfahren für Sanierungen und bauliche Anpassungen beim Gebäudepark zu beschleunigen?
In welchen Bereichen können gemäss dem Bundesrat Einsprache- und Beschwerdemöglichkeiten abgebaut werden, damit notwendige Klimaanpassungsmassnahmen rascher umgesetzt werden können?
Inwiefern berücksichtigt der Bundesrat den verstärkten Kühlbedarf im Sommer in den Energieperspektiven 2060?
Ist der Bundesrat bereit, insbesondere in Bauprojekten Pönalen bei Fristverletzungen für die Bauunternehmer auszusetzen, wenn aufgrund der Hitze weniger schnell gebaut werden kann?
Ist der Bundesrat bereit, frühere Arbeitszeiten zuzulassen, damit in den Morgenstunden ohne grosse Hitze flexibler gearbeitet werden kann?