RPW 2008/2 S. 279

Orior/Spiess

Rubrum

Vorläufige Prüfung; Art. 4 Abs. 3, Art. 10 und Art. 32 Abs. 1 KG

Examen préalable; art. 4 al. 3, art. 10 et art. 32 al. 1 LCart

Esame preliminare; art. 4 cpv. 3, art. 10 e art. 32 cpv. 1 LCart

Mitteilung gemäss Art. 16 Abs. 1 VKU vom 4. März 2008

Stellungnahme der Wettbewerbskommission vom 3. März 2008

Erwägungen

1. Am 6. Februar 2008 ging beim Sekretariat der Wettbewerbskommission die vollständige Meldung über ein Zusammenschlussvorhaben ein. Demgemäss beabsichtigte die Orior AG (nachfolgend "Orior") bzw. ihre Tochtergesellschaft Rapelli SA (nachfolgend "Rapelli") durch Aktienerwerb die Kontrolle über die Albert Spiess Holding AG (nachfolgend "Spiess") zu erlangen.

2. Die von Capvis Equity Limited Partnership (nachfolgend "Capvis II"), einem Private Equity Fund mit Sitz in Jersey, kontrollierte Orior besitzt Rapelli zu 100%. Orior ist eine Holdinggesellschaft mit Sitz in Zürich, welche über ihre Tochtergesellschaften Lebensmittel für den Detailhandel und die Gastronomie herstellt und vertreibt. Zu den hergestellten Produkten zählen Charcuterie-Spezialitäten, Fertiggerichte, Teigwaren, Geflügel und vegetarische Produkte.

3. Spiess ist eine Holdinggesellschaft mit Sitz in Schiers GR, welche über ihre Tochtergesellschaften Fleischprodukte (insbesondere getrocknete und geräucherte Fleischspezialitäten, gekochte und rohe Würste sowie Fertiggerichte) herstellt und diese an den Detailhandel und die Gastronomie vertreibt.

4. Die vorläufige Prüfung ergab, dass durch diesen Zusammenschluss in der Schweiz weder eine markbeherrschende Stellung begründet noch eine solche verstärkt wird. Auf die Eröffnung einer Prüfung gemäss Art. 10 KG konnte demzufolge verzichtet werden.