«Profi» im eigenen Wald
«Profi» im eigenen Wald
Diese Publikation richtet sich speziell an Besitzer und Besitzerinnen von Privatwald, «Freizeitholzer», Waldarbeiter und Waldarbeiterinnen sowie an Personen, die in der Landwirtschaft tätig sind.
Ziel ist, Sie auf die folgenden Punkte bei der Holzernte und Brennholzaufarbeitung hinzuweisen:
Gefahren, Sicherheitsregeln und -massnahmen
eigene Möglichkeiten und Grenzen
Beizug von Fachpersonen für schwierige Arbeiten
notwendige Aus- und Weiterbildungen
Die vorliegende Publikation ist kein Ersatz für einen Arbeitssicherheitskurs in der Holzernte. Sie enthält auch keine genaue Darstellung von Arbeitstechniken. Diese lernen Sie in einem praktischen Kurs, wo Sie üben, wie Sie konkrete Situationen richtig beurteilen und daraus sichere Arbeitstechniken ableiten.
Holzernte- und Kettensägearbeiten sind immer Facharbeiten. Diese setzen fundierte Kenntnisse und eine gründliche Ausbildung voraus.
An der Publikation haben mitgearbeitet:
Einleitung Rücken von Holz
1 Risiken bei Arbeiten
im Wald
Ein Blick in die Unfallstatistik zeigt folgende Schwerpunkte:
Unfallschwerpunkte Unfallgeschehen Fällen von Bäumen: Fällunfälle treffen Kettensägeführer, ihre Teammitglieder und auch unbeteiligte Drittpersonen. Sie führen oft zu Invalidität oder gar zum Tod. Hauptursachen für diese Unfälle:
fehlerhafte oder ungenügende Baumbeurteilung
ungeeignete Fällmethode
Missachten von Sicherheitsregeln im Gefahren- und Fallbereich
sicheren Rückzugsort nicht konsequent aufgesucht
nicht bestimmungsgemässe Verwendung von Arbeitsmitteln (Maschinen und Geräte) Entasten und Trennschnitte Hauptursachen für diese Unfälle: ausführen mit der Kettensäge: • Nichterkennen der Spannung in Ästen und Stämmen (Zug oder Druck)
falscher Standort des Kettensägeführers
ungeeignete Schneidetechniken
ungenügende persönliche Schutzausrüstung Rücken von Holz mit Hauptursachen für diese Unfälle: Seilwinde und Fahrzeug: • ungeeignete und ungenügend ausgerüstete Winden und Fahrzeuge
Aufenthalt von Personen in den Gefahrenbereichen
mangelhafte Kommunikation
fehlerhafte oder ungenügende Situationsbeurteilung
nicht bestimmungsgemässe Verwendung von Arbeitsmitteln (Maschinen und Geräte)
Missachten der Gefahrenbereiche (Seile, Fahrzeuge, Krane und Lasten) Spalten von Holz mit Häufige Verletzungen sind eingeklemmte, abgequetschte Finger und Hände. Spaltmaschinen: Ursachen:
Spaltmaschinen, bei denen zwischen Spaltkeil und Holz gegriffen werden kann
Überbrücken der Schutzeinrichtungen
nicht bestimmungsgemässe Verwendung von Maschinen wie das Arbeiten an der Maschine durch mehrere Personen Brennholz schneiden mit Häufige Verletzungen sind abgesägte und gequetschte Finger. Kreissägen: Ursache:
Kreissägen, bei denen in den Bereich des Kreissägeblatts gegriffen werden kann Bedienen des Buschholz- Häufige Verletzungen sind abgehackte, gequetschte und gebrochene Körperteile. hackers: Ursachen:
Buschholzhacker, bei denen in die Einzugswalzen oder in die Messer gegriffen werden kann
nicht bestimmungsgemässe Verwendung der Maschine
2 Risiken vorbeugen
Beugen Sie den Risiken mit gezielten Massnahmen vor. Massnahmenschwerpunkte sind: Aufruf an alle, die in der Holzernte arbeiten:
Überlegen Sie sich vor Arbeitsbeginn, welche Technik Tätigkeiten Sie beherrschen und welche nicht.
Erforderliche Arbeitsmittel beschaffen (Werkzeuge, Denken Sie daran: Für die meisten Arbeiten sind Maschinen, Geräte). besondere Fachkenntnisse erforderlich.
Nur betriebssichere Arbeitsmittel verwenden.
Defekte am Arbeitsmittel sofort beheben oder für Waldarbeit ist Facharbeit! Ersatz sorgen. • Beachten Sie konsequent die Sicherheitsregeln – in Ihrem eigenen Interesse! Organisation • Studieren Sie die Bedienungsanleitungen zu den
Arbeiten planen, organisieren und vorbereiten. Maschinen und befolgen Sie die Sicherheits-
Notfallorganisation und Erste Hilfe sicherstellen. hinweise.
Nie allein arbeiten. • Lassen Sie sich vom zuständigen Revierförster oder von der Revierförsterin beraten. Unterstüt Personen zen oder beauftragen Sie für Holzerntearbeiten
Für eigene Aus- und Weiterbildung sorgen. einen Forstbetrieb oder eine Forstunternehmung.
Sicherheitsregeln konsequent einhalten.
Persönliche Schutzausrüstung tragen.
Für das Ausführen von Kettensäge- und Holzerntearbeiten ist eine Ausbildung erforderlich:
Das Absägen von Büschen und das Einschneiden von Brennholz kann in einem 2-tägigen Kettensägehandhabungskurs gelernt werden.
Sichere Fäll- oder Rückearbeiten setzen mindestens einen 5-tägigen Basiskurs Holzernte und einen 5-tägigen Weiterführungskurs Holzernte voraus.
Werden die Arbeiten in einem Auftragsverhältnis durchgeführt, so ist das Absolvieren von insgesamt mindestens 10 Kurstagen gemäss Art. 21a WaG und Art. 34 Abs. 2 WaV obligatorisch. Dies betrifft Arbeiten im Auftrag und gegen Entgelt.
Information und Anmeldung:
www.holzerkurse.ch
Kantonale Forstdienste (Ausbildungsleiter)
Landwirtschaftliche Schulen
3 Voraussehen und
vorausdenken
Stellen Sie sich bei der Arbeitsvorbereitung die folgenden Fragen:
Wie will ich vorgehen? • Welche Arbeitsmittel benötige ich?
Welche Arbeiten sind auszuführen? • Welche Sicherheitsmassnahmen sind zu treffen?
In welcher Reihenfolge müssen sie erledigt werden? • Wie viel Zeit nehmen die Arbeiten in Anspruch?
Wer führt welche Arbeiten aus? • Bin ich auch für Notfälle gerüstet?
Bin ich genügend ausgebildet? • Wie bin ich gegen Unfall versichert?
Welche Arbeiten muss ich Fachleuten übertragen? • Ist meine Haftpflichtversicherung ausreichend?
wie? wie viel Zeit?
wer? Fachleute? welche Arbeiten?
was? Haftpflicht?
Arbeitsmittel? Unfallversicherung?
Sicherheitsmassnahmen? für Notfall gerüstet?
4 Intakte Arbeitsmittel
Überlegen Sie sich frühzeitig, welche Arbeitsmittel Sie brauchen. 1 2
Je nach Tätigkeiten benötigen Sie:
Axt mit Schneidenschutz (1)
Gertel (2), Gertelhaken
Doppelmeter, Ablängstab, Rollmessband (3)
Fällhebeisen (4)
Fällkeil (5)
Spaltkeile
Spalthammer (6)
Kehrhaken (8) 4
Zappi (9)
Kettensäge mit Zubehör (siehe S. 12)
Zugmittel: Seilzugausrüstung (10), Rückefahrzeug, 8 5 Traktor mit Seilwinde (siehe S. 22)
Erforderlich sind auch:
Mittel für das Signalisieren (11) des Arbeitsplatzes
Erste-Hilfe-Material (7)
11 10
Verlangen Sie beim Kauf einer neuen Maschine die dazugehörende Bedienungsanleitung und eine Konformitätserklärung (schriftliche Erklärung des Herstellers oder Lieferanten, dass die Maschine den geltenden Sicherheitsanforderungen ent 11 spricht).
5 Nie allein arbeiten!
Waldarbeiten sind mit besonderen Gefahren verbunden. Forstarbeiten mit besonderen Gefahren dürfen nur aus Es gibt immer wieder Situationen, in denen Sie auf Hilfe geführt werden, wenn Hilfe gewährleistet ist. Arbeiten mit angewiesen sind: besonderen Gefahren sind:
beim Sichern des Arbeitsplatzes • Arbeiten mit der Kettensäge/Motorsäge
bei einem Unfall (Erste Hilfe, Alarmierung) • Fällen und Aufrüsten von Bäumen
maschinelle Holzbringung
Arbeiten mit Seilsicherung Um Ihre Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit aufrechtzuerhalten, sind regelmässig Pausen und eine angepasste Verpflegung nötig.
6 Für den Notfall
gerüstet sein
Ein unerwünschtes Ereignis – sei es ein Unfall, ein Insek Bei einem Notfall: tenstich oder eine akute Erkrankung – kann jeden treffen. • Ruhe bewahren! Mit raschem und richtigem Handeln lassen sich uner • Übersicht verschaffen. wünschte Folgen oft vermeiden. Deshalb gilt: − Art des Ereignisses? − Verletzte, Sachschaden? Nie allein arbeiten! • Beurteilen − Gefahr für Retter? Alarmierung vorbereiten: − Brandgefahr, Explosionsgefahr?
Notfallkarte ausfüllen, www.suva.ch/88217-1.d − Steinschlaggefahr? − Wichtige Telefonnummern notieren. • Handeln − Koordinaten des Arbeitsplatzes bestimmen. − sich selber schützen − Treffpunkt für die Rettung am Boden festlegen. − Verunfallten aus Gefahrenbereich bringen
Mobiltelefon, Funkgeräte bereitstellen. − Verunfallten beurteilen
Hilfe anfordern. Vor Arbeitsaufnahme überprüfen: • Erste Hilfe leisten.
Notfallapotheke am Arbeitsort vorhanden?
Funktionstüchtigkeit und Empfang der Alarmierungsgeräte gewährleistet (z. B. Mobiltelefon mit Rega-App, EchoSOS, Rega Funk)?
Aktualisierte Notfallkarte dabei?
Erste-Hilfe-Massnahmen bekannt?
YES NO Wir brauchen Hilfe. Hier landen! Wir brauchen keine Hilfe.
7 Drittpersonen nicht
gefährden
Oft sind im Wald Personen anzutreffen, die spazieren, Auch Waldstrassen, Wald-, Fuss- und Wanderwege, wandern, Fahrrad fahren, joggen, Beeren und Pilze sam die nicht ausschliesslich dem privaten Gebrauch dienen, meln, reiten oder andere Aktivitäten ausüben. gelten als öffentliche Verkehrsflächen.
Im Bereich von öffentlichen Verkehrsflächen haben die Treffen Sie die notwendigen Signalisationsmassnahmen Sicherheitsmassnahmen dem Strassenverkehrsgesetz gemäss Factsheet «Schutz von Drittpersonen bei Wald (SVG), der Signalisationsverordnung (SSV) und den kan arbeiten», www.suva.ch/33083.d tonalen Ausführungsbestimmungen zu entsprechen.
8 Persönliche
Schutzausrüstung
Bei Arbeiten mit der Kettensäge ist das Tragen der persönlichen Schutzausrüstung obligatorisch.
Bei Waldarbeiten besteht sie aus: 1
Helm (Kopfschutz) (1)
Gehörschutz (2)
Gesichtsschutz, Augenschutz (3) 2
signalfarbene Oberbekleidung (4)
Arbeitshandschuhe (5)
Arbeitshose mit Schnittschutz (6)
festes Schuhwerk mit stark profilierten Sohlen (7)
Erste-Hilfe-Material (8)
Entscheidend ist, dass Sie diese Ausrüstung beim Arbeiten mit der Kettensäge konsequent tragen.
Schutzausrüstung beim Aufrüsten von Brennholz zu Hause Schutzausrüstung beim Arbeiten im Wald
9 Intakte Kettensäge
Ist Ihre Kettensäge mit den erforderlichen Vor Arbeitsbeginn: Sicherheitseinrichtungen ausgerüstet? • Studieren Sie die Bedienungsanleitung. (5)
Kontrollieren Sie, ob die Sicherheitseinrichtungen
Kettenbremse mit Schutzbügel (1) funktionieren.
Gashebelsperre (2) • Überprüfen Sie, ob das Zubehör vorhanden ist. (6)
Kettenfangbolzen
hinterer Handschutz (3) Nach der Arbeit:
Antivibrationssystem • Führen Sie die Unterhaltsarbeiten aus.
Stoppschalter • Lassen Sie Servicearbeiten durch einen Fachmann
Schalldämpfer ausführen.
Kettenschutz (4)
10 Kettensäge sicher
betanken
Beim Betanken der Kettensäge können Gesundheits- und Umweltschäden entstehen.
Verwenden Sie deshalb
Sonderkraftstoff (Gerätebenzin, benzolarmes Benzin)
biologisch abbaubares Kettenöl
einen Kombikanister mit Sicherheitseinfüllstutzen (siehe Seite 12)
Beim Betanken
kein offenes Feuer
Rauchen verboten
Für den Transport und das Lagern von Öl sowie Treibstoffen sind die Anforderungen bezüglich Strassenverkehr, Gütertransport, Brand- und Umweltschutz einzuhalten.
11 Kettensäge sicher starten
Starten Sie die Kettensäge korrekt, indem Sie sie fixieren:
am Boden oder
zwischen den Beinen
Starten Sie die Kettensäge nur auf ebenem Untergrund. Achten Sie auf einen festen und sicheren Stand.
Der Sicherheitsabstand zur nächsten Person beträgt mindestens 2 Meter.
12 Sicherheitsabstand
beim Sägen
Kettensägen sind Einpersonenmaschinen. Im Gefahrenbereich der laufenden Maschine darf sich nur die Person mit der Kettensäge aufhalten. Alle anderen Personen sind aus dem Gefahrenbereich wegzuweisen.
Der Sicherheitsabstand beträgt mindestens 2 Meter.
13 Baum- und
Umgebungsbeurteilung
Jeder Baum ist einzigartig. Deshalb müssen Sie vor dem Folgende Punkte sind zu beurteilen: Fällen unbedingt • Stammfuss (1)
den Baum und die Umgebung sorgfältig beurteilen z. B. Verletzungen, Wurzelanläufe
eine sichere Fällmethode wählen • Baumart (2)
den Rückzugsort bestimmen und markieren z. B. Durchmesser, Holzeigenschaften
den Rückzugsweg und den Rückzugsort freimachen. • Stammverlauf (3) z. B. Hängerichtung, Zwiesel
Krone (4) z. B. Gewichtsverteilung, Grösse
Spezielle Gefahren (5) z. B. hängen gebliebene Äste und Kronenteile, dürre Äste
Baumhöhe (6)
4 z. B. Höhe in Metern, doppelte Baumlänge
Umgebung (7) z. B. Hindernisse, Wind, dürre Bäume (Totholz)
Fällschneise (8) z. B. Nachbarbäume, dürre Bäume (Totholz)
Bestimmen Sie aufgrund der Baum- und Umgebungsbeurteilung die genaue Fällrichtung, eine sichere Fällmethode, den Rückzugsort und -weg.
14 Sicherheitsregeln im
Fall- und Gefahrenbereich
Personen im Gefahrenbereich (2) Die hier genannten Sicherheitsregeln gelten für das • Alle Personen im Gefahrenbreich unterbrechen vor Fällen von gesunden Bäumen, die gerade stehen dem Ausführen des Fällschnitts die Arbeit und achten und eine gleichmässige Gewichtsverteilung auf auf die Gefahren, die sich aus dem Fällvorgang ergeweisen («Normalfall»). ben. • Sie dürfen erst weiterarbeiten, wenn die Gefahr vorüber ist.
Bei Fällarbeiten hat die Person, die den Baum fällt,die Kranke, krumme oder schief stehende Bäume sind Sicherheitsregeln kompromisslos durchzusetzen. Spezialfälle. Bei diesen Bäumen kann der Fallbereich in doppelter Baumlänge bis zu 360° betragen Sie muss («Spezialfall»).
alle Personen vor dem Ausführen des Fällschnitts aus Personen sind in diesen Situationen vor Beginn der dem Fallbereich (1) wegweisen Fällarbeiten zu warnen und aus dem Fallbereich
alle an den Holzschlagarbeiten beteiligten Personen im wegzuweisen. Gefahrenbereich vor dem Ausführen des Fällschnitts warnen
alle übrigen Personen aus dem Gefahrenbereich weg Die vollständigen Darstellungen und Regeln dazu finden weisen (3) Sie in der Broschüre «Unfallgefahren und Sicherheits-
den Fall- und Gefahrenbereich wiederholt überwachen regeln beim Fällen von Bäumen», www.suva.ch/44011.d oder überwachen lassen und rechtzeitig warnen. oder im Lehrmittel «Die Holzernte» von WaldSchweiz, www.waldschweiz.ch
1 Fallbereich
2 Gefahrenbereich
3 Übrige Personen
4 Kronenprojektion
Beabsichtigte Fällrichtung
45° 1 2 4 Doppelte Baumlänge 45°
15 Fällen ist Facharbeit
Facharbeit will gelernt sein. Schätzen Sie Ihre Möglich Erweitern und aktualisieren Sie periodisch Ihr Können in keiten realistisch ein! Aufbau- oder Weiterbildungskursen.
Fällarbeiten sind nichts für Anfänger und Anfängerinnen Sind Sie Anfänger, Anfängerin oder ungeübt? Dann oder Personen ohne Erfahrung. Wenden Sie sich in dielassen Sie die Finger vom Fällen. Beauftragen Sie sem Fall an den zuständigen Revierförster oder die Fachpersonen damit. Revierförsterin. Beauftragen Sie für Holzerntearbeiten einen Forstbetrieb oder eine Forstunternehmung.
Detaillierte Beschreibungen der gängigen Methoden «Fällen Normalfall» und «spezielle Fällmethoden» finden Sie in den Lehrmitteln der praktischen Aus- und Weiterbildungskurse des Verbandes WaldSchweiz: www.waldschweiz.ch
16 Kettensäge sicher führen
Spannungen der Äste beachten.
Zum Sägen sicheren Stand einnehmen.
Kettensäge ruhig, konzentriert und unverkrampft führen.
Mit dem Daumen unter dem Griffrohr durchgreifen.
Sicherheitsabstände einhalten.
Am Arbeitsplatz für Ordnung sorgen.
Bei Gefahr von abrollendem Stamm bergseitig stehen und arbeiten.
Nicht mit der Schwertspitze sägen, da sonst die Gefahr besteht, dass die Säge blitzartig hochschlägt. (siehe Bild unten)
Auf korrekte Körperhaltung achten, Wirbelsäule entlasten durch Beugen der Knie, Aufrichten des Oberkörpers und Vermeiden von Verdrehung.
17 Trennschnitte aus
sicherem Stand
Situation und Gefahren (auch die Gefährdung von Dritten) beurteilen.
Spannungen im Holz beachten, abschätzen, wo sich Druck- (1) und Zugzonen (2) befinden.
Sicheren Standort einnehmen (3). Dieser befindet sich in Hanglagen oberhalb des Stamms.
Gefahrenbereiche freihalten (4).
Korrekte Schneidetechnik anwenden. Diese kann in einem Holzerkurs gelernt werden.
18 Hängen gebliebene
Bäume und Totholz
«Hänger» Kennen und beherrschen Sie die korrekten Schnitttechniken und Fällmethoden? Wenn nein, immer eine Fachperson beiziehen.
Hängen gebliebene Bäume zu Boden bringen, bevor weitergearbeitet wird.
Ruhe bewahren.
Situation von verschiedenen Standorten aus beurteilen.
In schwierigen Fällen eine Fachperson beiziehen.
Sichere Arbeitsmethode und geeignete Arbeitsmittel wählen.
Den hängen gebliebenen Baum mit einem Zugmittel aus sicherer Distanz herunterziehen oder herunterdrehen.
Nie im Fallbereich des Hängers arbeiten.
Nie Personen im Fallbereich des Hängers dulden.
Nie den Hänger oder Stützbaum besteigen.
Nie den Stützbaum fällen.
Nie andere Bäume auf den Hänger fällen.
«Totholz» (abgestorbene, dürre Bäume)
Immer eine Fachperson beiziehen.
Holzschlag durch eine Forstunternehmung mit Vollernter ausführen lassen.
Nicht mit Keilen fällen.
Aus sicherer Distanz mit einer Seilwinde umziehen.
Sichere Fällmethode einsetzen (z. B. Fällen aus Distanz).
In Beständen mit stehenden, dürren Bäumen oder Bäumen mit Totholzanteil ist höchste Vorsicht geboten. Es besteht eine erhöhte Gefährdung durch herunterfallende Äste und Kronenteile sowie umstürzende oder zusammenbrechende Bäume.
19 Sichere Forstmaschinen
Beim Rücken von Holz muss besonders die Person, wel • Heckschutzgitter (2) che die Maschinen führt, geschützt werden. Überprüfen − ganze Heckfläche der Fahrerkabine abdeckend Sie, ob an Ihrem Rückefahrzeug die folgenden obligatori − massive Konstruktion schen Sicherheitseinrichtungen vorhanden sind: − direkt an Sicherheitskabine oder an Seilwinde
sichere Fahrerkabine: Sicherheitskabine (1), oder angebracht Sicherheitsrahmen mit Schutz gegen herabfallende • sichere Windenbedienung Gegenstände − in der Fahrerkabine oder aus sicherer Distanz
geeigneter Fahrersitz: bedienbar − schlag- und vibrationsdämpfend − mit Funkfernbedienung − auf Grösse und Gewicht von Personen einstellbar − mit Totmannschaltung
Gelenkwellenschutz, inklusive Geräteschutztopf
Genügend Stauraum ermöglicht Ihnen ein sicheres Mitführen von Umlenkrollen, Rundschlingen, Kabelschere und anderen benötigten Arbeitsmitteln.
20 Abstand beim Holzrücken
Meiden Sie konsequent den Gefahrenbereich von
bewegten Lasten (inklusive Schwenkbereich!)
sich bewegenden und gespannten Seilen (insbesondere Seilwinkel!)
Maschinen und Kranen.
2 Seile, Ketten, Struppen, Rundschlingen und Umlenkrollen müssen der Zugkraft der Winde entsprechen.
Das Mitfahren von Personen auf Arbeitsmitteln ist nur gestattet, wenn dies vom Hersteller so vorgesehen ist.
1 Schwenkbereich der Last
2 Bereich in der Zugrichtung vor der Seilwinde
3 Seilinnenwinkel
1 Sicherer Standort des Seilwindenführers
2 Sicherer Standort des Seilwindenführers mit Funk
3 Bereich in der Zugrichtung vor der Seilwinde
4 Schwenkbereich der Last
1 3
21 Holz sicher spalten
Unfälle an der Spaltmaschine haben oft schwerwiegende Folgen, zum Beispiel den Verlust eines Fingers oder der ganzen Hand.
Sichere Spaltmaschinen weisen die folgenden Merk 1 male auf: • Keine Einklemmgefahr für Hände und Füsse. Die Einklemmgefahr ist verhindert, wenn man beim Auslösen des Spaltvorganges beide Hände an den Bedienungshebeln haben muss und gleichzeitig das
1 Holz fixieren kann (1). So bleibt keine Hand frei, um
zwischen Holz und Werkzeug bzw. zwischen Holz und Holzauflage zu greifen. Nur bei Maschinen mit geschlossenen Systemen darf es möglich sein, den Spaltvorgang nur mit einer Hand auszulösen. • Keine Verletzungsgefahr durch weggeschleuderte oder umfallende Holzstücke (2). 2 • Verdeckung der Antriebselemente (Keilriemen oder Zapfwelle).
Verlangen Sie beim Kauf einer neuen Maschine die dazugehörige Bedienungsanleitung und eine Konformitätserklärung (siehe S. 7). Testen Sie die Maschine vor dem Kauf.
Erforderliche persönliche Schutzausrüstung beim Arbeiten an der Spaltmaschine:
Gehörschutz
Augen- oder Gesichtsschutz
anliegende und bequeme Arbeitskleidung
Arbeitshandschuhe
festes Schuhwerk mit stark profilierter Sohle
Es darf immer nur eine Person an der Spaltmaschine arbeiten.
22 Holz sägen mit der Wipp-
oder Rolltischkreissäge
Brennholz lässt sich mit verschiedenen Maschinen sägen.
Am sichersten sind
Rolltischkreissägen, die mit einer Zuführvorrichtung ausgestattet sind
Wippkreissägen (siehe Bild). Diese haben den Vorteil, dass in der Ausgangsstellung das Sägeblatt von der Wippe verdeckt wird. Beim Sägen verhindert die Zuführvorrichtung, dass man ins Sägeblatt greifen kann.
Für das Brennholzsägen bedingt geeignet sind • Tischkreissägen (Format- und Baukreissägen). Sie müssen mit einem Spaltkeil und einer Schutzhaube ausgerüstet sein, die sich auf den Holzdurchmesser einstellen lässt.
Eher ungeeignet sind • Bandsägen, weil beim Brennholzsägen das Sägeblatt nicht immer optimal fixiert ist und beim Sägen von verschmutztem Holz das Sägeblatt stark leidet.
Erforderliche persönliche Schutzausrüstung beim Verlangen Sie beim Kauf einer neuen Maschine Brennholzsägen: die dazugehörige Bedienungsanleitung und eine
Gehörschutz Konformitätserklärung (siehe S. 7). Testen Sie die
Augen- oder Gesichtsschutz Maschine vor dem Kauf aus.
anliegende und bequeme Arbeitskleidung
Arbeitshandschuhe
festes Schuhwerk mit stark profilierter Sohle
Gute Ordnung am Arbeitsplatz vermindert die Sturzgefahr und erleichtert die Arbeit.
23 Buschholzhacker
Mit dem Buschholzhacker lassen sich Äste und Sträu Verwenden Sie nur sichere Buschholzhacker, die folgencher zu Hackschnitzeln verkleinern. Auch diese Arbeiten de Bedingungen erfüllen: können Sie sicher bewältigen, wenn Sie die folgenden • Der Materialeinzug lässt sich mit einem Schaltbügel (1), Regeln beachten: der seitlich und oberhalb bzw. seitlich und unterhalb des Zuführtrichters angebracht ist, jederzeit stoppen. Zersägen Sie krumme Äste mit grösserem Durchmesser • Der Zuführtrichter ist so gestaltet, dass auf keinen Fall in Stücke. So wird das Holz beim Einziehen in die mit den Händen in die Einzugswalzen gegriffen werden Maschine weniger umhergeschlagen, und Sie ersparen kann. sich das Heben von schweren Lasten. Führen Sie die Sägeschnitte in ca. 45 Grad aus (siehe Bild). Damit Trotz all dieser Massnahmen muss mit herausgeschleuerleichtern Sie die Materialaufnahme durch die Einzugs dertem Hackgut und umherschlagenden Ästen gerechnet walzen. werden. Stehen Sie deshalb nicht direkt hinter dem Zuführtrichter. Zudem ist das Tragen der persönlichen Schutzausrüstung unabdingbar:
Gehörschutz
Kopfschutz (Helm)
Gesichts- und Augenschutz (nur eine Schutzbrille schützt gegen den Staub)
anliegende und bequeme Arbeitskleidung
Arbeitshandschuhe
festes Schuhwerk mit stark profilierter Sohle
Sorgen Sie auch dafür, dass sich keine anderen Personen im Gefahrenbereich aufhalten.
Verlangen Sie beim Kauf einer neuen Maschine die dazugehörige Bedienungsanleitung und eine Konformitätserklärung (siehe S. 7). Testen Sie die Maschine vor dem Kauf.
45° 45°
24 Gefahren beim
Brennholztransport
Auch wenn es «nur» um den Brennholztransport geht, • Wird nur mitgefahren, wenn dies vom Hersteller so müssen Sie sich einige Fragen stellen: vorgesehen ist?
Besitzt der Fahrer oder die Fahrerin einen Führeraus • Werden Brennholztransporte bei nasser, vereister, weis für die entsprechende Fahrzeugkategorie? laub- oder schneebedeckter Fahrbahn in kupiertem
Ist das Fahrzeug in betriebssicherem und vorschrifts Gelände vermieden? gemässem Zustand? • Wird das Rückhaltesystem (Sicherheitsgurt) verwendet, − Lichter und Blinker funktionieren. falls dieses vorhanden ist? − Bereifung ist geländetauglich.
Wird das Betriebsgewicht (Leergewicht + Ladung), das Zur Erinnerung: ein Ster Holz wiegt: im Fahrzeugausweis vermerkt ist, nicht überschritten? Buche: waldfrisch rund 750 kg, trocken ca. 540 kg
Ist die Ladung gesichert? Tanne: waldfrisch rund 700 kg, trocken ca. 340 kg Am besten eignen sich Spanngurten.
25 Mit dem Freischneider
arbeiten
Für das Arbeiten mit dem Freischneider benötigen Sie • Prüfen Sie vor Inbetriebnahme des Freischneiders, ob eine persönliche Schutzausrüstung. alle für die Sicherheit wichtigen Einrichtungen vorhanden sind und funktionieren: Je nach Gefährdung besteht sie aus: − Gashebelsperre − Helm − Stoppschalter − Gehörschutz − Schutz für die Schneidausrüstung, Klingenschutz − Augen- oder Gesichtsschutz − der Betriebsanleitung entsprechendes Schneidwerk − anliegender und bequemer Arbeitskleidung zeug (Sichtkontrolle) (bei Waldarbeiten mit signalfarbenem Oberteil) − verstellbarer Traggurt mit Schnellverschluss − Arbeitshandschuhen − Klingenmutter, Gegenmutter an der Schneidausrüs − festem Schuhwerk mit stark profilierter Sohle tung − Erste-Hilfe-Material − Transportschutz
Lesen Sie vor Arbeitsbeginn die Bedienungsanleitung aufmerksam durch. Verwenden Sie nur geeignete und der Bedienungsanleitung entsprechende Freischneidewerkzeuge.
Beachten Sie beim Betanken dieselben Sicherheitsregeln wie bei der Kettensäge (siehe S. 13). Vermeiden Sie deshalb das Schneiden im kriti
Halten Sie beim Arbeiten immer einen Sicherheitsab schen «Bereich von 12 bis 2 Uhr» (siehe Bild). stand von 15 m zu anderen Personen ein.
Beim unsachgemässen Arbeiten mit dem Freischneider kann es zum Rückschlag des Schneidwerkzeuges (Sägeblatt) kommen. 12
9 3
15 m
26 Sicherheitsregeln gelten
auch im eigenen Wald
Die Sicherheitsregeln für die Waldarbeit gelten nicht nur Landwirtschaft für Profis, die bei einem Forstbetrieb oder einer Forstun Landwirte und Landwirtinnen bewirtschaften ihren eigeternehmung angestellt sind, sondern für alle, die Wald- nen oder fremden Wald in der Regel als Selbständigarbeiten ausführen. Auch beim Arbeiten im eigenen erwerbende. Deshalb können die Sicherheitsbestim- Wald! mungen, die für den Arbeitnehmerschutz gelten, bei ihnen nicht präventiv, d. h. im Voraus, durchgesetzt wer Freizeitholzer den. «Freizeitholzer» sind Personen, die nur in ihrer Freizeit Waldarbeiten verrichten. Für sie gelten grundsätzlich die Kommt es aber zu einem Unfall, kann die Unfallversichegleichen Sicherheitsregeln wie für Arbeitnehmende von rung die geltenden Sicherheitsregeln zur Beurteilung des Forstbetrieben oder Forstunternehmungen. Die einzuhal Falls beiziehen und je nach Versicherungsvertrag festletenden Sicherheitsregeln (Regeln der Technik) sind bei gen, ob die Versicherungsleistungen gekürzt werden. spielsweise in den Bedienungs-, Wartungs- und Verwen Auch im Falle einer Schädigung Dritter spielt es haftdungsanleitungen zu den eingesetzten Arbeitsmitteln pflichtrechtlich eine zentrale Rolle, ob die Sicherheitsrebeschrieben, etwa in der Bedienungsanleitung des Her geln eingehalten wurden. stellers für eine Kettensäge. Unfälle mit Schwerverletzten werden auch strafrechtlich Führt während des Freizeitholzens ein Missachten von immer von Amtes wegen abgeklärt. Dabei greifen die Sicherheitsregeln zu einem Unfall, kann es zur Kürzung Strafuntersuchungsbehörden meist auf die für die Sicherder Versicherungsleistungen kommen. Gemäss Unfall heit und den Gesundheitsschutz von Arbeitnehmenden versicherungsgesetz (UVG) liegen Kürzungsgründe geltenden Sicherheitsregeln zurück. namentlich in den folgenden Fällen vor:
bei Grobfahrlässigkeit (Art. 37 Abs. 2 UVG) Sich über die geltenden Sicherheitsregeln zu
beim Eingehen von Wagnissen (Art. 50 UVV) orientieren und sie einzuhalten, lohnt sich aus rechtlicher und finanzieller Sicht allemal. Am wichtigsten ist aber, dass Ihnen bei Holzerntearbeiten nichts passiert und Sie gesund bleiben.
27 Weitere Informationen
Richtlinie Factsheets
EKAS-Richtlinie Forstarbeiten, www.suva.ch/2134.d • Waldarbeiten im Bereich von Totholz, www.suva.ch/ 33084.d
Arbeiten mit der Kettensäge, www.suva.ch/33062.d Checklisten • Schutz von Drittpersonen, www.suva.ch/33083.d
Arbeiten mit der Kettensäge/Motorsäge, Diese Publikationen können Sie gratis bei der Suva www.suva.ch/67033.d beziehen.
Arbeiten mit dem Freischneidegerät, www.suva.ch/67059.d
Keilspaltmaschine für das Spalten von Brennholz, Publikationen der BUL www.suva.ch/67060.d
Notfallplanung für nicht ortsfeste Arbeitsplätze, • Ausbildung und Organisation bei Waldarbeiten www.suva.ch/67061.d • Bäume fällen, entasten und trennen
Rücken von Holz mit Seilwinde und Fahrzeug, • Waldwirtschaft Persönliche Schutzausrüstung (PSA) www.suva.ch/67118.d • Motorsäge
Arbeitsvorbereitung (AVOR), www.suva.ch/67124.d • Forstseilwinde
Buschholzhacker, www.suva.ch/67155.d
Baumkronen pflegen und zurückschneiden, Diese Publikationen können Sie bestellen bei: www.suva.ch/67156.d Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL) Sägetstrasse 101, 4802 Strengelbach Merkblätter Tel. 062 739 50 40 www.info.bul.ch
Unfallgefahren und Sicherheitsregeln beim Fällen von Bäumen, www.suva.ch/44011.d
Vorsicht Zecken! www.suva.ch/44051.d Kursunterlagen WaldSchweiz
Baum- und Umgebungsbeurteilung. Damit Sie eine sichere Fällmethode und Fällschnittart • Die Holzernte – Grundlagen wählen, www.suva.ch/44064.d
Sturmholz sicher aufrüsten, www.suva.ch/44070.d Die Kursunterlagen sind erhältlich bei:
Aus Unfällen lernen. 6 Unfallbeispiele, WaldSchweiz, Rosenweg 14, 4502 Solothurn www.suva.ch/unfallbeispiele Tel. 032 625 88 00 (Preis auf Anfrage)
Zehn lebenswichtige Regeln für die Waldarbeit, www.waldschweiz.ch www.suva.ch/84034.d (Faltprospekt) www.suva.ch/88817.d (Instruktionsmappe)
Forstarbeiten sicher versichert: Versicherungspflicht Unterlagen von Codoc - Bildungszentrum Wald und Arbeitssicherheit, www.suva.ch/88202.d
Film «Rücken - Seilwindeneinsatz in der Holzernte»
Sensibilisierungsfilm «Fällen aus Distanz»
Die Filme sind erhältlich bei Codoc, www.codoc.ch
Das Modell Suva Die vier Grundpfeiler
Die Suva ist mehr als eine Überschüsse gibt die Suva Versicherung; sie vereint in Form von tieferen Prämien Prävention, Versicherung an die Versicherten zurück. und Rehabilitation.
Die Suva wird von den Sozial Die Suva ist selbsttragend; partnern geführt. Die ausge sie erhält keine öffentlichen wogene Zusammensetzung des Gelder. Suva-Rats aus Vertreterinnen und Vertretern von Arbeitgeberverbänden, Arbeitnehmerverbänden und des Bundes ermöglicht breit abgestützte, tragfähige Lösungen.
Suva Postfach, 6002 Luzern
Auskünfte Bereich Gewerbe und Industrie Tel. 058 411 12 12 kundendienst@suva.ch
Bestellungen www.suva.ch/44069.d
Titel Profi im eigenen Wald
Illustrationen Oculus Illustration
Gedruckt in der Schweiz Abdruck – ausser für kommerzielle Nutzung – mit Quellenangabe gestattet. Erstausgabe: November 1987 Überarbeitete Ausgabe: August 2025
Publikationsnummer 44069.d
Schweizerische Eidgenossenschaft Finanziert durch die EKAS Confédération suisse www.ekas.ch Confederazione Svizzera Confederaziun svizra