Altholzinsel Greitegg

Forest reserves · Brugg · Repealed Jan 31, 2050

Document

Number
AV376
Kind
Forest reserves
Commune
Brugg
Canton
Aargau
Level
Cantonal
Approved by
AW
Adopted
Mar 16, 2000
In force since
Feb 1, 2000
Repealed
Jan 31, 2050

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Text

Vereinbarung über die Ausscheidung von Altholzinseln zwischen der

Ortsbürgergemeinde Brugg, vertreten durch den Stadtrat, und dem

Kanton Aargau, vertreten durch die Abteilung Wald des Finanzdepartementes, wird über nachfolgend beschriebene Waldflächen, gestützt auf Art. 20 WaG, §§ 5 und 25 AWaG und § 2 AWaD (Beilage 1) und im Sinne des kantonalen Naturschutzprogramms Wald, Folgendes vereinbart:

1. Waldflächen (vergleiche Planbeilagen M 1: 5000, datiert vom 21. Dezember 1999) Gemeinde

Parz. Nr.

Lokalname

Koord.

Haupt-Baumarten

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Alter

Effingen

1

Chästel

Bu, Ei, (Fö)

> 90

NkBW

5,0 ha

Remigen

1243

Burghalde

5,11 ha

4824

NkBW

6,90 ha

Rüfenach Brugg **

228/ 527

Lauffohrerhalde Greitegg

Bu, Ei, Es, Ah, Mbe, >90 Eib Bu, Ei, Ah, Es, (Fi) > 90

NkBW

Brugg

651 550 / 263 300 563 550 263 700 659 160 / 261 100 658 000 / 260 650

Status *) Fläche

(Jahre)

Ei, Bu

> 90 Total = Anteil am Waldeigentum

1,10 ha 18,61 ha 3,31 %

Legende: NkBW: NkB **

Naturschutz von kantonaler Bedeutung im Wald (gemäss kantonalem Richtplan) Naturschutz von kantonaler Bedeutung (gemäss kantonalem Richtplan)

Bezeichnete Einzelbäume gemäss Liste auf einer Fläche von 2,50 ha

2. Ziel Auf den bezeichneten Waldflächen (Altholzinseln) sollen von menschlichen Eingriffen unbeeinflusste Alterungs- und Zerfallsprozesse ablaufen können. Damit entstehen Lebensräume insbesondere für diejenigen Tier- und Pflanzenarten, welche auf alte und absterbende Bäume sowie auf totes Holz angewiesen sind. Die bezeichneten Einzelbäume (vorwiegend Eichen) werden als Ueberhälter stehen gelassen.

2 3. Pflichten der Waldeigentümerin 3.1 Die Waldeigentümerin verpflichtet sich, in den bezeichneten Waldbeständen auf jegliche Holznutzung und auf Pflegeeingriffe zu verzichten und der natürlichen Entwicklung freien Lauf zu lassen. Auch tote Bäume und Äste sind im Wald zu belassen. 3.2 Sie sorgt für die nötige Aufsicht über die bezeichneten Waldflächen. 3.3 Eingriffe zur Abwehr von Gefahren erfordern die Zustimmung des Kreisforstamtes. Namentlich erwähnt werden: Objekt Lauffohrerhalde: Die Wanderwege werden offen gehalten. Allfällige Gefahrenstellen können im Einverständnis mit dem Kreisforstamt beiseitigt werden. Objekt Chästel: Im Bereiche des Waldrandes werden auf einer Tiefe von maximal 12 Metern Eingriffe zur Förderung eines strukturreichen Waldrandes und ebenso Eingriffe zur Aufrechterhaltung der ausgeschiedenen Orchideenfläche, im Einverständnis mit dem Kreisforstamt, toleriert.

4. Leistung des Kantons Der Kanton bezahlt der Waldeigentümerin für die mit dieser Vereinbarung eingerichteten Altholzinseln einen Beitrag. Dieser wird pauschal für die ganze Vertragsdauer auf

festgelegt und umfasst den Kantons- und den Bundesbeitrag. Die Auszahlung erfolgt in Tranchen in den Jahren 2000 bis 2001.

5. Rückforderung des geleisteten Beitrags Die Rückforderung des geleisteten Beitrags im Falle einer Missachtung der Bestimmungen dieser Vereinbarung bleibt vorbehalten.

6. Dauer der Vereinbarung 6.1 Die Vereinbarung tritt am 1. Februar 2000 in Kraft und gilt für die Dauer von 50 Jahren. Die Genehmigung durch die Ortsbürgergemeindeversammlung bleibt vorbehalten.

3 6.2 Nach der Unterzeichnung bis zum Inkrafttreten dieser Vereinbarung sind Eingriffe nur mit Zustimmung des Kreisforstamtes erlaubt.

7. Weitere Bestimmungen 7.1 Die Waldeigentümerin ist damit einverstanden, dass anlässlich der nächsten Revision der kommunalen Nutzungsplanung die ausgeschiedenen Altholzinseln öffentlich-rechtlich geschützt werden. 7.2 Rechte Dritter werden durch diese Vereinbarung nicht eingeschränkt. Sollten sich im Interesse des Schutzziels Einschränkungen und Verbote gegenüber Dritten als notwendig erweisen, so werden diese im Rahmen der geltenden gesetzlichen Bestimmungen erlassen. 7.3 Der geleistete Beitrag gemäss Ziffer 4 ist in der Forstrechnung zu verbuchen. 7.4 Die beiliegenden Pläne M 1: 5000 und die Eichenliste, datiert vom 21. Dezember 1999, sind verbindliche Bestandteile der Vereinbarung. 7.5 In der Altholzinsel Chästel sind Eingriffe im schraffierten Bereich z. G. der Orchideenfläche und des Waldrandes möglich. In der Altholzinsel Greitegg kann das Buchenbaumholz unter grösstmöglicher Schonung der Überhälter weiterhin bewirtschaftet (durchforstet) werden.

Brugg, den

4'4. (3

Ortsbürgergemeinde Brugg Namens des Stadtrates Der Stadtammann:

Aarau, den

7. /Imre 2.0 0 b

Finanzdepartement Aargau Chef Abteilung Wald:

4,K 2/7/44„,erk„..,624,„ Dr. Heinz Kasper Der Sta

chreiber:

Beilagen: - Beilage 1: Rechtsgrundlagen - Beilagen 2-5: Pläne M 1:5000 vom 21. Dezember 1999 - Beilage 6: Liste der bezeichneten Einzelbäume im Objekt Greitegg

Ein unterschriebenes Exemplar dieser Vereinbarung geht an: - Ortsbürgergemeinde Brugg, 5200 Brugg - Finanzdepartement Aargau, Abteilung Wald, 5000 Aarau

Kopie an: - Einwohnergemeinde Brugg, 5200 Brugg - Forstverwaltung Brugg, 5200 Brugg - Kreisforstamt 2, 5000 Aarau

5 Beilage 1

Rechtsgrundlagen Bundesgesetz über den Wald (WaG) vom 4. Oktober 1991 Art. 20 Bewirtschaftungsgrundsätze Die Kantone können zur Erhaltung der Artenvielfalt von Fauna und Flora angemessene Flächen als Waldreservate ausscheiden.

Waldgesetz des Kantons Aargau (AWaG) vom 1. Juli 1997 §5 'Die Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer haben auf den naturschützerisch besonders wertvollen Flächen Besondere Naturschutzüber den naturnahen Waldbau hinaus je nach Zielsetzung geeignete Pflegemassnahmen zu Gunsten des Artenmassnahmen und Biotopschutzes durchzuführen oder zur Gewährleistung natürlicher Abläufe ganz auf die Holznutzung zu verzichten. 2 Als besonders wertvoll gelten der Waldrand sowie diejenigen Flächen und seltenen Waldgesellschaften, die im Waldentwicklungsplan gemäss § 15 entsprechend bezeichnet sind. 3 Für vertraglich gesicherte Nutzungsverzichte und besondere Pflegemassnahmen im Dienst des Naturschutzes leistet der Kanton finanzielle Beiträge. 4 Feuchtgebiete im Wald dürfen nicht entwässert werden. Ausgenommen sind Entwässerungen, die zum Schutz baulicher Anlagen erforderlich sind und zusammen mit diesen bewilligt werden. § 25 Der Kanton entrichtet an vertraglich festgelegte besondere Leistungen der Waldeigentümerinnen und Leistungen des Kantons Waldeigentümer Beiträge, namentlich an a) naturschutzbedingte Nutzungsverzichte oder Pflegemassnahmen; b) Massnahmen zur Verhütung und Behebung von Waldschäden gemäss § 19 Abs. 2; c) Leistungen der Forstreviere gemäss § 28 Abs. 1. 2 Er kann für Massnahmen und für die Erfüllung von Aufgaben, die der Walderhaltung und der Sicherung nachhaltiger Waldleistungen dienen, projektbezogene oder pauschale Beiträge entrichten, namentlich für die Jungwaldpflege. 3 Er kann im Weiteren Beiträge entrichten für Massnahmen, die vom Bund selbständig oder in Abhängigkeit von kantonalen Beiträgen unterstützt werden, sofern die Voraussetzungen nach § 24 erfüllt sind. 4 Der Grosse Rat legt die Grundsätze für die Gewährung und Bemessung der Beiträge in einem Dekret fest.

Dekret zum Waldgesetz des Kantons Aargau (AWaD) vom 3. November 1998 §2 Die Beiträge von Bund und Kanton an vertraglich vereinbarte Naturschutzmassnahmen betragen zusammen Beiträge an Naturschutza) 100 % der Kosten massnahmen - für die Pflege von Naturschutzgebieten und -objekten von nationaler und kantonaler Bedeutung; - für die Aufwertung von Waldrändern; - für Waldreservate mit Nutzungsverzicht; b) 50 % der Kosten für die Pflege von Naturschutzgebieten und -objekten von lokaler Bedeutung. 2 Der Regierungsrat kann für die Anrechnung der Kosten Pauschalansätze festlegen. 3 Das Finanzdepartement schliesst die entsprechenden Vereinbarungen ab. Es berücksichtigt dabei fachliche Kriterien und kantonale Konzepte. Vereinbarungen über langfristigen Nutzungsverzicht werden in der Regel auf 50 Jahre, diejenigen über Pflegemassnahmen auf 1 bis 15 Jahre abgeschlossen.

Altholzinsel Chästel OBG Brugg Gemeinde Effingen Zeitar 2

1:5000

Krtmt 5000 Aar-

fr.

2

Altholzinsel Burghalde OBG Brugg Gemeinde Remigen ie/Caye 3

1:5000

Kreisforstamt 2 B!eichern&ttstr -,.. /7.9

Altholzinsel Greitegg OBG Brugg Gemeinden Brugg/Rüfenach 2.ze-42.)re .(d

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a

1:5000

Krebforstamt 2 Bleichernalc'rnsse

5000 A

' /799

Altholzinsel Lauffohrerhaide OBG Brugg Gemeinde Brugg

1:5000

Kre!sforstamt 2 BLeichemattstrasse 1

3n:r

t

6127 -.27/

Eichenbestand Greitegg ge

Nummer 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25

BHD 42 34 42 42 46 38 74 54 66 38 62 30 82 70 74 62 54 58 66 66 58 66 62 58 54

Kubik 1.8 1.05 1.8 1.8 2.25 1.4 5.85 3.2 4.75 1.4 4.2 0.75 6.95 5.3 5.85 4.2 3.2 3.7 4.75 4.75 3.7 4.75 4.2 3.7 3.2

Qualität Bemerkungen N N Klebäste N N Fällschaden N N Klebäste A N A N N Klebäste N A A A Absterbend N N A N A N N N N N Kreisforstamt 2

Biedichsmattstrasse 1

5000 Aara /r.

Eichenbestand Greitegg Nummer 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50

BHD 50 42 66 66 70 50 30 54 42 58 70 46 58 50 30 26 30 22 22 18 34 30 26 26 70

Kubik 2.7 1.8 4.75 4.75 5.3 2.7 0.75 3.2 1.8 3.7 5.3 2.25 3.7 2.7 0.75 0.5 0.75 0.3 0.3 0.15 1.05 0.75 0.5 0.5 5.3

Qualität Bemerkungen N N N N N N N N N N A N N Stockausschlag N N N N F N F N Klebäste N F Stockauschlag N A Kreisforstamt 2 Bbichemaffs'xassr 5000 ,Aßrlu

Eichenbestand Greitegg Nummer

BHD

Kubik

Qualität Bemerkungen

51

38

1.4

A

52

38

1.4

N

53

46

2.25

N

54

46

2.25

N

55

66

4.75

N

56

58

3.7

N

57

54

3.2

N

58

86

7.5

A

Kreisforstamt 2

Bleichemeidstrasse 1

5000) /2.. 99