Grundwasserschutzzonenplan Wees
Groundwater protection zones · Gonten
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- Groundwater protection zones
- Commune
- Gonten
- Canton
- Appenzell Innerrhoden
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- Cantonal
- Authority
- Amt für Umwelt
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- Amt für Umwelt
- Approved
- Oct 5, 2023
- In force since
- Oct 5, 2023
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GWS Zonen Wees 2021-201-1.pdf
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nk es Bezirk Gonten
Wasserkorporation Gonten
Grundwasserschutzzonen um die Grundwasserfassung Wees
Schutzzonenplan 1: 1'000 20 [reset
m er fr Plan Nr. 2021-2011 Fomat com He Irre iemten)
@ GEOLOGIEBÜRO LIENERT & HAERING AG
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Vom Bau- und Umweltdepartement so.a2 des Kantons Appenzell I.Rh. erlassen am:
Für das Bau- und Umweltdepartement Al
herr: Leiterin Amt für Umwelt:
Heike Summer LEGENDE Grundwasserschutzzonen Grundwasserschutzareal
cr
Zone 52
Zone S3
Gefahrenkataster
Schmutzwasserleitung einwandig EI ha ae a) Schmutzwasserleitung doppelwandig @ _Oeltank mit Inhalt in Liter
——— Schmutzwasser- Druckleitung @ _ Dieseltank mit Inhalt in Liter [| Güllebehälter A Benzin- und Dieseltank mit Inhalt in Liter zz Mistlager ° Grünfuttersilo
Weitere Angaben D Fassungsschacht . Bohrung
“m Strassenentwässerung ------ Meteonwasserleitung
11243000
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Entscheid
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KANTON APPENZELL INNERRHODEN
Bau- und Umweltdepartement Amt für Umwelt Gaiserstrasse 8 9050 Appenzell Telefon +41 71 788 93 45 [email protected] https://www.ai.ch
BUD, Gaiserstrasse 8, 9050 Appenzell
A-Plus Wasserkorporation Gonten zH Walter Motzer Dorfstrasse 32 9108 Gonten
9050 Appenzell, 5. Oktober 2023 Erlass Grundwasserschutzzone um die Grundwasserfassung Wees I Verfügung
Tatsächliches 1. Zwecks Neufestlegung einer Grundwasserschutzzone reichte die Wasserkorporation Gonten am 16. April 2021 die Unterlagen zur Festlegung der Grundwasserschutzzone Wees zur Vorprüfung ein. Die Grundwasserschutzzone betrifft das Hoheitsgebiet des Bezirks Gonten. 2.
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Mit Schreiben vom 20. Juli 2021 wurde der revidierten Grundwasserschutzzone im Sinne der Vorprüfung durch das Bau- und Umweltdepartement zugestimmt.
3.
Am 29. September 2021 fand eine Informationsveranstaltung für alle betroffenen Parteien und Grundeigentümer statt.
4.
Das Bau- und Umweltdepartement eröffnete den betroffenen Grundeigentümern mit Schreiben vom 7. Februar 2022 die Grundwasserschutzzone unter Ansetzung einer Einspruchsfrist von 30 Tagen. Gegen die neue Grundwasserschutzzone wurden zwei Einsprachen eingereicht.
5.
Die Rechtsmittelverfahren sind abgeschlossen.
6.
Folgende Projektunterlagen bilden die Grundlage des vorliegenden Entscheides: • • •
Grundwasserschutzzonen um die Grundwasserfassung Wees, Schutzzonenplan 1:1'000, Plan Nr. 2021-201/1 vom 14. Oktober 2021 Schutzzonenreglement für die Grundwasserfassung Wees, vom 14. Oktober 2021 Grundwasserschutzzonen um die Grundwasserfassung Wees, Hydrogeologischer Bericht vom 14. Oktober 2021
Seite 1/2
Erwägungen Die Voraussetzungen zum Erlass der Grundwasserschutzzone um die Grundwasserfassung Wees sind erfüllt. Demnach kann die Grundwasserschutzzone gestützt auf Art. 11 Abs. 2 EG GSchG erlassen werden. Der Erlass der Grundwasserschutzzone um die Grundwasserfassung Wees ist gestützt auf Art. 11 Abs. 4 EG GSchG auf Kosten der Fassungseigentümerin als öffentlich-rechtliche Eigentumsbeschränkung im Grundbuch einzutragen. Entscheid 1.
Das Bau- und Umweltdepartement erlässt den Schutzzonenplan und das Schutzzonenreglement der Grundwasserschutzzone Wees vom 14. Oktober 2021, Bezirk Gonten.
2.
Die Grundwasserschutzzonen Wees sind als öffentlich-rechtliche Eigentumsbeschränkungen auf Kosten der Fassungseigentümerin im Grundbuch anzumerken.
3.
Es wird zulasten der Gesuchstellerin eine Gebühr von Fr. 200.-- erhoben.
Rechtsmittel Gegen diesen Entscheid kann aufgrund von Art. 51 Abs. 1 des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VerwVG) innert 30 Tagen seit Zustellung bei der Standeskommission Rekurs erhoben werden. Die Rechtsschrift muss einen Antrag sowie eine Darstellung des Sachverhaltes und eine Begründung enthalten. Sie ist zu unterzeichnen. Der Rechtsschrift ist die angefochtene Verfügung samt allfälligen Beweismitteln beizulegen. Soweit dies nicht möglich ist, sind sie zu bezeichnen.
Bau- und Umweltdepartement Bauhrr
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Leiterin Amt für Umwelt f
Ruedì Ulmann
(= eieSu,fn(er
-= Kopie an: Grundbuchamt Al Beilagen - Grundwasserschutzzonen um die Grundwasserfassung Wees, Schutzzonenplan 1:1'000, Plan Nr. 2021-201/1 vom 14. Oktober 2021 Schutzzonenreglement für die Grundwasserfassung Wees, vom 14. Oktober 2021 - Grundwasserschutzzonen um die Grundwasserfassung Wees, Hydrogeologischer Bericht, vom 14. Oktober 2021
Seite 2/2
Reglement
BEZIRK GONTEN
WASSERKORPORATION GONTEN
SCHUTZZONENREGLEMENT FÜR DIE GRUNDWASSERFASSUNG WEES
12. April 2021 Inkl. Ergänzungen Vorprüfung bis 14. Oktober 2021 Geologiebüro Lienert & Haering AG
Grundwasserschutzzone um die GWF Wees
Inhaltsverzeichnis
Betroffene Parzellen: Schutzzone S3: Parz. Nr.
Grundeigentümer
Adresse
Wohnort
55 56
St.Gallerstrasse 53 Böhl, Dorfstrasse 53
9102 Herisau 9108 Gonten
58
Appenzeller Bahnen AG Ammann-Mazenauer Elisabeth, sel. Erbengemeinschaft , Alois Schnider-Inauen
9108 Gonten
201 202 203 205 788 789 790 1002 1026 1027 1050
Bezirk Gonten Pius Zürcher Sandro Broger Schreinerei Zürcher AG Pius Zürcher Pius Zürcher Pius Zürcher Grünau Wohn AG Bezirk Gonten Koch Möbelhandwerk AG Myriam Keller-Lang
Vorderwees, Kreuzstrasse 7 Loretto 8a Wees, Dorfstrasse 61 Neffenmoosstrasse 6 Wiesli, Dorfstrasse 67 Wees, Dorfstrasse 61 Wees, Dorfstrasse 61 Wees, Dorfstrasse 61 Loretto 31 Loretto 8a Dorfstrasse 59 Dorfstrasse 57
9108 Gonten 9108 Gonten 9108 Gonten 9108 Gonten 9108 Gonten 9108 Gonten 9108 Gonten 9108 Gonten 9108 Gonten 9108 Gonten 9108 Gonten
Schutzzone S2: Parz. Nr.
Grundeigentümer
Adresse
Wohnort
55 201 202 203 205 788 789 790 1002 1026 1027
Appenzeller Bahnen AG Bezirk Gonten Pius Zürcher Sandro Broger Schreinerei Zürcher AG Pius Zürcher Pius Zürcher Pius Zürcher Grünau Wohn AG Bezirk Gonten Koch Möbelhandwerk AG
St.Gallerstrasse 53 Loretto 8a Wees, Dorfstrasse 61 Neffenmoosstrasse 6 Wiesli, Dorfstrasse 67 Wees, Dorfstrasse 61 Wees, Dorfstrasse 61 Wees, Dorfstrasse 61 Loretto 31 Loretto 8a Dorfstrasse 59
9102 Herisau 9108 Gonten 9108 Gonten 9108 Gonten 9108 Gonten 9108 Gonten 9108 Gonten 9108 Gonten 9108 Gonten 9108 Gonten 9108 Gonten
Schutzzone S1: Parz. Nr.
Grundeigentümer
Adresse
Wohnort
202 1018
Pius Zürcher Wasserkorporation Gonten zH. Thomas Fässler-Bechtiger
Wees, Dorfstrasse 61 Sonnenrain Rüeggerstrasse 1
9108 Gonten 9108 Gonten
Geologiebüro Lienert & Haering AG
Grundwasserschutzzone um die GWF Wees
Inhaltsverzeichnis
INHALTSVERZEICHNIS 1.
Allgemeine Bestimmungen ......................................................................... 1
Art. 1
Art. 2
Art. 3
Art. 4
Art. 5
Art. 6
Geltungsbereich .......................................................................................................1 Grundwasserschutzzonen und deren Ziele ...............................................................1 Wegleitung des Bundes ............................................................................................1 Einhaltung der Schutzzonenvorschriften ...................................................................1 Überwachung der Grundwasserqualität ....................................................................2 Informationspflicht.....................................................................................................2
2.
Allgemeine Nutzungsbeschränkungen und Schutzmassnahmen ........... 2
Art. 7
Grundsatz .................................................................................................................2
2.1
Bestimmungen für die Zone S3 .............................................................................2
Art. 8
Art. 9
Art. 10
Art. 11
Art. 12
62 more articles
Art. 13
Art. 14
Art. 15
Art. 16
Art. 17
Allgemeine Beschränkungen ....................................................................................2 Bauten und Anlagen .................................................................................................3 Anlagen mit wassergefährdenden Flüssigkeiten .......................................................3 Schmutzwasserleitungen ..........................................................................................3 Verkehrsanlagen ......................................................................................................3 Landwirtschaftliche Anlagen .....................................................................................4 Geländeveränderungen und Materialentnahmen ......................................................4 Deponien und Ablagerungen ....................................................................................4 Bodenbewirtschaftung und Düngung ........................................................................4 Pflanzenschutzmittel und Holzschutzmittel ...............................................................4
2.2
Bestimmungen für die Zone S2 .............................................................................5
Art. 18
Allgemeine Beschränkungen ....................................................................................5
Art. 19
Bodenbewirtschaftung und Düngung ........................................................................5
Art. 20
Pflanzenschutzmittel und Holzschutzmittel ...............................................................5 2.3
Bestimmungen für die Zone S1 .............................................................................5
Art. 21
Allgemeine Beschränkungen ....................................................................................5
Art. 22
Zutritt ........................................................................................................................5
3.
Besondere Bestimmungen ......................................................................... 6
Art. 23
Schmutzwasserleitungen ..........................................................................................6
4.
Übergangsbestimmungen für bestehende Bauten und Anlagen ............ 6
Art. 24
Grundsatz .................................................................................................................6
Art. 25
Fristen ......................................................................................................................6 4.1
Bestimmungen für die Zone S3 .............................................................................6
Art. 26
Art. 27
Art. 28
Art. 29
Art. 30
Betriebe mit Stoffen, die Gewässer verunreinigen können ........................................6 Anlagen mit wassergefährdenden Flüssigkeiten .......................................................6 Schmutzwasserleitungen ..........................................................................................7 Verkehrsanlagen ......................................................................................................7 Landwirtschaftliche Anlagen .....................................................................................7
Geologiebüro Lienert & Haering AG
Grundwasserschutzzone um die GWF Wees 4.2
Inhaltsverzeichnis
Bestimmungen für die Zone S2 .............................................................................7
Art. 31
Schmutzwasserleitungen ..........................................................................................7
5.
Schlussbestimmungen ................................................................................ 7
Art. 32
Art. 33
Art. 34
Art. 35
Art. 36
Art. 37
Verfügungen .............................................................................................................7 Ausnahmebewilligungen ...........................................................................................8 Anmerkung im Grundbuch ........................................................................................8 Strafbestimmungen...................................................................................................8 Aufhebung bisherigen Rechts ...................................................................................8 Vollzugsbeginn .........................................................................................................8
Beilage zum Schutzzonenreglement (Stand am 1. Januar 2016) •
Auszüge aus eidgenössischen Erlassen
•
Auszüge aus kantonalen Erlassen
•
Ergänzende Richtlinien, Empfehlungen und Merkblätter
•
Fachbegriffe
Geologiebüro Lienert & Haering AG
Grundwasserschutzzone um die GWF Wees
Seite 1
In Anwendung von Art. 20 des Bundesgesetzes über den Schutz der Gewässer vom 24. Januar 1991 (Gewässerschutzgesetz, SR 814.20; abgekürzt GSchG), Art. 29 ff. der Gewässerschutzverordnung vom 28. Oktober 1998 (SR 814.201; abgekürzt GSchV) und Art. 11 des Einführungsgesetztes zum Bundesgesetz über den Schutz der Gewässer vom 25. April 1993 erlässt das Bau- und Umweltdepartement als Reglement:
1.
ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN
Art. 1 Geltungsbereich
Dieses Reglement gilt für die Grundwasserschutzzonen der Grundwasserfassung Wees: Koordinaten: 2’743'946 / 1’243’212 Es legt die zum Schutz des Grundwassers erforderlichen Nutzungsbeschränkungen und Schutzmassnahmen fest. Das Reglement ist Bestandteil des Umgrenzungsplans Grundwasserschutzzonen um die Grundwasserfassung Wees, Plan Nr. 2021-201/1, Geologiebüro Lienert & Haering AG, datiert vom 8. Februar 2007 / 12. April 2021 / 29. Juli 2021 / 14. Oktober 2021 (Massstab 1 : 1‘000). Die Vorschriften des Bau- und Planungsrechtes, des Natur- und Heimatschutzrechtes sowie die Wald-, Umweltschutz- und Gewässerschutzgesetzgebung bleiben vorbehalten. Soweit die Bestimmungen dieses Reglements eine einschränkendere Nutzung der Grundstücke vorschreiben, gehen sie der geltenden Bau- und Zonenordnung des Bezirks Gonten vor.
Art. 2 Grundwasserschutzzonen und deren Ziele1
Die Grundwasserschutzzone (Zone S) besteht aus dem Fassungsbereich (Zone S1), der Engeren Schutzzone (Zone S2) und der Weiteren Schutzzone (Zone S3). Die Schutzzonen bezwecken einen abgestuften, vorsorglichen Schutz des näheren Einzugsgebietes einer Trinkwasserfassung in qualitativer und quantitativer Hinsicht.
Art. 3 Wegleitung des Bundes
Die Wegleitung des Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL)2 gilt bei der Anwendung dieses Reglements als Richtlinie.
Art. 4 Einhaltung der Schutzzonenvorschriften
Die Inhaberin der Wasserfassung überwacht die Einhaltung der Schutzzonenvorschriften und meldet Verstösse unverzüglich dem kantonalen Amt für Umwelt. Die Inhaberin der Wasserfassung kann Dritte mit dieser Aufgabe beauftragen. Bauvorhaben in der Grundwasserschutzzone sind der Inhaberin der Wasserfassung im Baubewilligungsverfahren schriftlich anzuzeigen.
1
vgl. Beilage 1.2: Anhang 4 Ziff. 12 GSchV
2
vgl. Beilage 3: Bst. a
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Grundwasserschutzzone um die GWF Wees
Seite 2
Art. 5 Überwachung der Grundwasserqualität3
Das Rohwasser ist durch die Inhaberin der Wasserfassung regelmässig untersuchen zu lassen. Der Untersuchungsumfang richtet sich nach der Lebensmittelgesetzgebung4 und der Gewässerschutzverordnung (Anforderungen an die Wasserqualität unterirdischer Gewässer)5. Die Untersuchungsresultate sind dem Amt für Umwelt und dem kantonalen Lebensmittelinspektorat einmal jährlich zuzustellen. Das Amt für Umwelt und das kantonale Lebensmittelinspektorat sind unverzüglich zu informieren, wenn: die Anforderungen der Lebensmittelgesetzgebung4 an die chemisch-physikalische oder bakteriologische Wasserqualität gemäss Schweizerischem Lebensmittelbuch6 nicht erfüllt sind; die numerischen Anforderungen an die Wasserqualität gemäss Gewässerschutzverordnung5 nicht erfüllt sind; oder die Konzentration von Stoffen, für welche die Lebensmittelgesetzgebung4, die Gewässerschutzverordnung5 oder die Altlastenverordnung7 numerische Anforderungen enthalten, stetig zunimmt.
a.
b. c.
Art. 6 Informationspflicht
Die Eigentümer von Grundstücken in der Grundwasserschutzzone sind verpflichtet, Pächter, Mieter oder Nutzniesser sowie Unternehmer, die auf ihren Grundstücken arbeiten, über die massgebenden Nutzungsbeschränkungen zu informieren.
2.
ALLGEMEINE NUTZUNGSBESCHRÄNKUNGEN UND SCHUTZMASSNAHMEN
Art. 7 Grundsatz
Die allgemeinen Nutzungsbeschränkungen und Schutzmassnahmen (Kapitel 2) gelten für neue Bauten und Anlagen. Sie gelten ebenfalls bei wesentlichen Änderungen bestehender Bauten und Anlagen. Mängel an Bauten und Anlagen, die das Grundwasser konkret gefährden, sind ohne Verzug zu beheben.
2.1
BESTIMMUNGEN FÜR DIE ZONE S3
Art. 8 Allgemeine Beschränkungen
Anlagen und Nutzungen, von denen eine erhöhte Gefahr8 ausgeht, sind nicht zulässig.
3
vgl. Beilage 1.2: Art. 47 GSchV
4
vgl. Beilage 1.8: Bst. a
5
vgl. Beilage 1.2: Anhang 2 Ziff. 2 GSchV
6
vgl. Beilage 3: Bst. b
7
vgl. Beilage 1.8: Bst. b
8
vgl. Beilage 1.2: Anhang 4 Ziff. 221 Abs. 1 GSchV
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Grundwasserschutzzone um die GWF Wees
Seite 3
Art. 9 Bauten und Anlagen
Bauten und Anlagen sind über dem höchstmöglichen Grundwasserspiegel, bei Quellwasserfassungen über den wasserführenden Schichten, zu errichten. Die zuständige Bewilligungsbehörde kann im Einzelfall Ausnahmen festlegen, wenn eine Gefährdung der Trinkwassernutzung ausgeschlossen werden kann. Für die Versickerung von Dachwasser sind die einschlägigen Richtlinien9 massgebend. Bei der Verwendung von Sekundärbaustoffen (Recyclingbaustoffe) sind die einschlägigen Richtlinien10 zu beachten. Bei Bauarbeiten sind besondere Schutzmassnahmen11 zu treffen.
Art. 10 Anlagen mit wassergefährdenden Flüssigkeiten
Die Zulässigkeit und die zu treffenden Massnahmen bei der Errichtung und Änderung von Anlagen mit wassergefährdenden Flüssigkeiten richten sich nach dem Bundesrecht12.
Art. 11 Schmutzwasserleitungen
Schmutzwasserleitungen samt Hausanschlüssen und Schächten sind dauerhaft und dicht zu erstellen und so auszuführen, dass Dichtheitsprüfungen einfach möglich sind. Sie müssen den Anforderungen der einschlägigen Richtlinien13 entsprechen. Die Dichtheit ist vor Inbetriebnahme und nachher alle fünf Jahre zu prüfen. Für eine koordinierte Durchführung der Kontrollen sorgt die zuständige Wasserversorgung. Die Resultate sind dem Amt für Umwelt zu melden.
Art. 12 Verkehrsanlagen
Strassen sind mit Hinweisschildern “Wasserschutzgebiet“ gemäss Signalisationsverordnung14 zu versehen. Strassen und Plätze aller Art, die dem allgemeinen Motorfahrzeugverkehr offen stehen oder auf denen regelmässig Fahrzeuge mit wassergefährdenden Flüssigkeiten verkehren, sind mit Hartbelägen und Randbordüren sowie nötigenfalls mit Abirrschutz zu erstellen. Das Abwasser ist abzuleiten14a. Private Verkehrsflächen für Motorfahrzeuge, wie Garagenvorplätze und Garagen, sind mit dichten Belägen, geeignetem Gefälle und Randbordüren zu erstellen. Das Abwasser ist abzuleiten. Die allfällige Einleitung des Abwassers in ein Oberflächengewässer muss ausserhalb der Grundwasserschutzzonen und so erfolgen, dass kein Abwasser in die Fassung gelangen kann.
9
vgl. Beilage 3: Bst. c 10 vgl. Beilage 3: Bst. d 11 vgl. Beilage 3: Bst. e 12 vgl. Beilage 1.1 und 1.2: Art. 32 GSchV 13 vgl. Beilage 3: Bst. f 14 vgl. Beilage 1.8: Bst. c 14a vgl. Beilage 3: Bst. l Geologiebüro Lienert & Haering AG
Grundwasserschutzzone um die GWF Wees
Seite 4
Wenig frequentierte private Abstellplätze sowie Flurwege und Forststrassen, welche über bewachsene Bodenschichten entwässern, sind zulässig. Dabei muss ausgeschlossen werden können, dass das Abwasser punktuell versickern kann14a.
Art. 13 Landwirtschaftliche Anlagen
Lageranlagen für Hofdünger (Güllebehälter, Schwemmkanäle, Mistplatten usw.) sowie Raufuttersilos sind nach den geltenden Vorschriften und Richtlinien15 zu erstellen und zu betreiben. Güllebehälter sind mit einem Leckerkennungssystem auszurüsten. Die Dichtheit ist damit regelmässig (mindestens jährlich) zu prüfen. Für die übrigen Anlagen gelten die Kontrollintervalle für Schmutzwasserleitungen sinngemäss. Das zuständige Amt für Umwelt sorgt für die Durchführung der Kontrollen. Die daraus entstehenden Kosten werden im Sinne des Verursacherprinzips weiterverrechnet.
Art. 14 Geländeveränderungen und Materialentnahmen
Geländeveränderungen, bei denen die Deckschicht beseitigt oder wesentlich vermindert wird, sind nicht zulässig. Ausgenommen sind Aushubarbeiten für schutzzonenkonforme Bauten und Anlagen. Materialentnahmen sind untersagt16.
Art. 15 Deponien und Ablagerungen
Die Errichtung von Deponien17 und Plätzen zum Vergraben von Tierkörpern17a ist untersagt. Die Ablagerung von Stoffen, welche eine Gefahr für das Grundwasser darstellen (Mist, Kompost usw.), ist ausserhalb geeigneter Anlagen nicht zulässig. Feldrandkompostierung ist nicht zulässig. Die Kompostierung für den privaten Gebrauch ist in gedeckten Kompostmieten zulässig.
Art. 16 Bodenbewirtschaftung und Düngung
Bodenbewirtschaftung und Düngung sind im Rahmen der geltenden Vorschriften und Richtlinien18 und unter Beachtung der Bodenbelastbarkeit zulässig. Lanzendüngungen sind untersagt.
Art. 17 Pflanzenschutzmittel und Holzschutzmittel
Bei der Verwendung von Pflanzenschutzmitteln sind die einschlägigen Vorschriften und Empfehlungen19 sowie die Gebrauchsanweisungen zu befolgen. 15 vgl. Beilage 3: Bst. g 16 vgl. Beilage 1.1: Art. 44 Abs. 2 Bst. a GSchG 17 vgl. Beilage 1.6: Anhang 2 Ziff. 1 VVEA 17a vgl. Beilage 1.6a: Anhang 5 Ziff. 11 VTNP
18 vgl. Beilage 1.5: Anhang 2.6 ChemRRV Beilage 1.8: Bst. d Beilage 3: Bst. h 19 vgl. Beilage 1.5: Anhang 2.5 ChemRRV Beilage 1.7: Art. 25 WaV Beilage 1.8: Bst. e Beilage 3: Bst. i Geologiebüro Lienert & Haering AG
Grundwasserschutzzone um die GWF Wees
Seite 5
Bei der Verwendung von Holzschutzmitteln und der Lagerung von damit behandeltem Holz sind die bundesrechtlich vorgeschriebenen Massnahmen20 zu treffen.
2.2
BESTIMMUNGEN FÜR DIE ZONE S2
Art. 18 Allgemeine Beschränkungen
Es gilt ein allgemeines Bau- und Grabungsverbot. Verboten sind überdies andere Tätigkeiten, welche das Grundwasser quantitativ oder qualitativ beeinträchtigen können, insbesondere das Versickernlassen von Abwasser. Über Ausnahmen bestimmt das Bundesrecht21.
Art. 19 Bodenbewirtschaftung und Düngung
Bodenbewirtschaftung und Düngung richten sich nach dem Bundesrecht22 und den ergänzenden Richtlinien23.
Art. 20 Pflanzenschutzmittel und Holzschutzmittel
Die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln und Holzschutzmitteln sowie die Lagerung von mit Holzschutzmitteln behandeltem Holz richtet sich nach dem Bundesrecht24.
2.3
BESTIMMUNGEN FÜR DIE ZONE S1
Art. 21 Allgemeine Beschränkungen
Es sind nur bauliche Eingriffe und andere Tätigkeiten zulässig, welche der Trinkwasserversorgung dienen. Über Ausnahmen sowie Bewirtschaftungsbeschränkungen bestimmt das Bundesrecht25.
Art. 22 Zutritt
Die Zone S1 ist auf geeignete Weise dauerhaft zu markieren. In der Regel ist die Zone S1 vor dem Zutritt Unbefugter zu schützen (z.B. durch Zaun oder Hecke). Weidgang ist nicht zulässig.
20 vgl. Beilage 1.5: Anhang 2.4 Ziff. 1.4 Abs. 2 ChemRRV 21 vgl. Beilage 1.2: Anhang 4 Ziff. 222 Abs. 1 GSchV 22 vgl. Beilage 1.5: Anhang 2.6 Ziff. 3.3.1 Abs. 2 ChemRRV 23 vgl. Beilage 3: Bst. h 24 vgl. Beilage 1.5: Anhang 2.4 Ziff. 1.4 Abs. 1 und Anhang 2.5 Ziff. 1.1 ChemRRV Beilage 1.7: Art. 25 WaV Beilage 3: Bst. i 25 vgl. Beilage 1.2: Anhang 4 Ziff. 223 GSchV Beilage 1.5: Anhang 2.4 Ziff. 1.4 Abs. 1, Anhang 2.5 Ziff. 1.1 Abs. 1 Bst. f, Anhang 2.6 Ziff. 3.3.1 Abs. 1 Bst. e ChemRRV Geologiebüro Lienert & Haering AG
Grundwasserschutzzone um die GWF Wees
3.
Seite 6
BESONDERE BESTIMMUNGEN
Art. 23 Schmutzwasserleitungen
Die bestehenden Schmutzwasserleitungen in der Zone S2 sind ausnahmsweise zulässig. Es gelten die Übergangsbestimmungen für Schmutzwasserleitungen in der Zone S2 (Art. 31). Bei einer Änderung der massgeblichen Verhältnisse ist diese Ausnahmeregelung zu überprüfen.
4.
ÜBERGANGSBESTIMMUNGEN FÜR BESTEHENDE BAUTEN UND ANLAGEN
Art. 24 Grundsatz
Die Anpassung von bestehenden Bauten und Anlagen in der Zone S26 an die Bestimmungen gemäss Kapitel 2 dieses Reglements ist, sofern nichts anderes bestimmt wird, spätestens bei wesentlichen Änderungen vorzunehmen. Ausser Betrieb genommene Anlagen wie Schmutzwasserleitungen, Güllebehälter usw. sind fachgerecht aufzuheben, d.h. die Anlagen sind zu entfernen, einzusanden oder dauerhaft zu verschliessen.
Art. 25 Fristen
Die in Art. 26 bis 31 dieses Reglements vorgeschriebenen Fristen für die Sanierung von Bauten und Anlagen können unter den in Art. 33 dieses Reglements genannten Voraussetzungen mit Zustimmung des Amtes für Umwelt um höchstens fünf Jahre erstreckt werden. Die Fristen gelten ab Inkrafttreten des Reglements.
4.1
BESTIMMUNGEN FÜR DIE ZONE S3
Art. 26 Betriebe mit Stoffen, die Gewässer verunreinigen können
In bestehenden Betrieben mit Stoffen, die Gewässer verunreinigen können (z.B. Reparaturwerkstätten), sind innert fünf Jahren die nach dem Stand der Technik erforderlichen Schutzmassnahmen zu treffen.
Art. 27 Anlagen mit wassergefährdenden Flüssigkeiten
Bestehende Anlagen mit wassergefährdenden Flüssigkeiten (z.B. Tankanlagen) sind innert fünf Jahren oder bei Fälligkeit der nächsten Revision den bundesrechtlichen Vorschriften27 anzupassen oder stillzulegen.
26 vgl. Beilage 1.2: Art. 31 Abs. 2 GSchV 27 vgl. Beilage 1.2: Art. 32 GSchV, Anhang Ziff. 221 GSchV Geologiebüro Lienert & Haering AG
Grundwasserschutzzone um die GWF Wees
Seite 7
Art. 28 Schmutzwasserleitungen
Bestehende Schmutzwasserleitungen sind innert einem Jahr und nachher alle fünf Jahre auf ihre Dichtheit zu prüfen. Die zuständige Wasserversorgung sorgt für eine koordinierte Durchführung der Kontrollen. Die Resultate sind dem Amt für Umwelt zu melden. Mangelhafte Leitungen sind unverzüglich abzudichten, zu ersetzen oder stillzulegen.
Art. 29 Verkehrsanlagen
Bestehende gewerbliche Umschlagplätze für wassergefährdende Stoffe sowie private Garagenvorplätze, auf denen Motorfahrzeuge gewaschen oder vergleichbare Tätigkeiten vorgenommen werden, sind innert fünf Jahren den Vorschriften von Art. 11 und 12 dieses Reglements anzupassen.
Art. 30 Landwirtschaftliche Anlagen
Bestehende Güllebehälter und deren Zuleitungen sowie Mistlagerplätze sind innert einem Jahr und nachher alle fünf Jahre auf ihre Dichtheit zu prüfen. Das kantonale Amt für Umwelt sorgt für die Durchführung der Kontrollen. Die daraus entstehenden Kosten werden im Sinne des Verursacherprinzips weiterverrechnet. Mangelhafte Anlagen sind unverzüglich zu sanieren oder stillzulegen.
4.2
BESTIMMUNGEN FÜR DIE ZONE S2
Art. 31 Schmutzwasserleitungen
Bestehende doppelwandige Schmutzwasserleitungen sind jährlich visuell auf Leckverluste zu prüfen. Bestehende einwandige Schmutzwasserleitungen sind innert einem Jahr und nachher alle fünf Jahre auf ihre Dichtheit zu prüfen. Die zuständige Wasserversorgung sorgt für eine koordinierte Durchführung der Kontrollen. Die Resultate sind dem Amt für Umwelt zu melden. Mangelhafte Leitungen sind unverzüglich abzudichten, zu ersetzen oder stillzulegen.
5.
SCHLUSSBESTIMMUNGEN
Art. 32 Verfügungen
Das Bau- und Umweltdepartement erlässt die erforderlichen Verfügungen28. Es kann Nutzungsbeschränkungen und Schutzmassnahmen verfügen, die in diesem Reglement nicht ausdrücklich vorgesehen sind, wenn eine konkrete Gefahr für das Grundwasser besteht.
28 vgl. Beilage 2.1: Art. 11 EG GSchG Geologiebüro Lienert & Haering AG
Grundwasserschutzzone um die GWF Wees
Seite 8
Art. 33 Ausnahmebewilligungen
Die zuständige Stelle des Staates kann von den Vorschriften dieses Reglements abweichende Bewilligungen erteilen, wenn: a. b. c. d.
die Anwendung der Vorschriften für den Betroffenen zu einer unzumutbaren Härte führt, der Ausnahmebewilligung keine wesentlichen öffentlichen Interessen entgegenstehen, alle zumutbaren Schutzmassnahmen getroffen werden, und der Ausnahmebewilligung keine zwingenden eidgenössischen oder kantonalen Vorschriften entgegenstehen.
Art. 34 Anmerkung im Grundbuch
Das Amt für Umwelt lässt die in diesem Reglement festgelegten öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen mit dem Begriff “Grundwasserschutzzone“ und dem Zusatz S1, S2 oder S3 bei den betroffenen Grundstücken im Grundbuch anmerken28.
Art. 35 Strafbestimmungen
Widerhandlungen gegen dieses Reglement oder gestützt darauf erlassene Verfügungen werden nach den Strafbestimmungen des Gewässerschutzgesetzes29 und des Umweltschutzgesetzes30 bestraft.
Art. 36 Aufhebung bisherigen Rechts
Der Umgrenzungsplan mit zugehörigem Schutzzonenreglement, vom Bau- und Umweltdepartement erlassen am 8. Februar 2007, wird aufgehoben.
Art. 37 Vollzugsbeginn
Dieses Reglement tritt mit Genehmigung durch das Bau- und Umweltdepartement in Kraft.
Einsprachemöglichkeit vom .......................
bis .....................................
Vom Bau- und Umweltdepartement des Kantons Appenzell I. Rh. erlassen am ......................
Für das Bau- und Umweltdepartement AI Der Bauherr:
Leiterin Amt für Umwelt:
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Ruedi Ulmann
Heike Summer
29 vgl. Beilage 1.1: Art. 70 f. GSchG 30 vgl. Beilage 1.4: Art. 60 f. USG Geologiebüro Lienert & Haering AG
Legal bases
GS 814.300 · EG GSchG · Cantonal
GS 814.310 · VEG GSchG · Cantonal
SR 814.20 · Gewässerschutzgesetz, GSchG · Federal
SR 814.201 · GSchV · Federal