52_Q_30_ Quartierplan Bahnhofstrasse
Special-use plan · Pratteln
Document
- Number
- 525
- Kind
- Special-use plan
- Subkind
- Neighbourhood plan
- Commune
- Pratteln
- Canton
- Basel-Landschaft
- Level
- Communal
- Authority
- Gemeindeverwaltung
- Approved by
- RR
- Adopted
- Apr 25, 2017
- In force since
- Apr 25, 2017
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Text
Kanton Basel-Landschaft
Gemeinde pfOtteln
Quartierplan ung Bahnhofstrasse
QUARTI E RPLAN-REG LE M E NT EXH[VfP[-,Êi¡R
52/ 52/
AMT rün ux,At-ß [v4P!-AN! un¡G
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2/
û 3
Exemplar
Beschluss des Gemeinderates: Beschluss des Einwohnerrates: Referendumsfrist: Urnenabstimmung: Publikation der Planauflage im Amtsblatt Nr Planauflage:
Name
10. Februar2015
28. September 2015 2. Oktober bis 2. November 2015 44 vom 29. Oktober 2015 2. November bis 1. Dezember 2015
Gemeinderates
De
Der Gemeindeverwalter:
û, {l¿ u^ 'ío{ Vom Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft géÌ1Çhgnigt mit Beschruss-NY:X"^2 Der Landschreiber:
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{ WåA V{#^ t/
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Publikation des Reg ierungsratsbesch lusses im Amtsblatt Nr.lpto
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5' Auril 2017
lnhalt
ERLASS
ERLASS...
A.
ALLGEMEINEBESTIMMUNGEN.........
..1
s1
...1
s2
Zweck und 2ie1e........ Geltungsbereich........
B.
ART DER BAULICHEN NUTZUNG-..............
S
3
Die Gemeinde Pratteln erlässt - gestütã auf gg 2 - 7 und gg 37 ff. des Raumplanungs- und Baugesetzes (RBG) vom 8. Januar lgg8 - die euartier-
1
... 1
planvorschriften Bahnhofstrasse, bestehend aus dem Quartierplanreglement und dem Quartierplan Situation und Schnitte 1:500.
A. AllgemeineBestimmungen
Zulässige Nutzungen..
S
f
Zweck und Ziele
C. S4
Nutzungsmass und zulässige Bruttogeschossflächen (BGF)
D.
LAGE, GROSSE UND GESTALTUNG DER BAUTEN
s5 s6 s7 s8
Baubereiche, Geschosszahl, Gebäudehöhen ..... Materialien und Gestaltung der Bauten Energie-Standard............. Dachflächen, Dachaufbauten, Dachbegrünung...
E.
NUTZUNG UND GESTALTUNG DES AUSSENRAUMES
4
. Bebauungskonzept und ZentrumsnuÞungen akzentuieren die Siedlungs-
se
Grundsatz Öffentliche Bereiche......-......
.4 .5
. zentru msorientierte Verdichtu n g m it Q ualität
MASS DER BAULICHEN NUTZUNG.
Zweck
MIV und Langsamverkehr) auf.
Ziele
s10
F.
Die Quartierplanung Bahnhofstrasse bezweckt die städtebauliche Akzentuie-
rung und eigenständige Siedlungsentwicklung des nördlichen QuartierplanAreals Grabenmatt als Ergänzung des Pratteler Siedlungszentrum an der Bahnhofstrasse. Mit qualitativ hochstehenden, zentrumsbildenden Mischnutzungen für Arbeiten, Dienstleistung, Verkauf und Wohnen soll das Areal im Sinne der Siedlungsentwicklungs-Absichten der Gemeinde Pratteln entwickelt werden. Das Areal weist als Schnittpunkt wichtiger Verkehrs- und Siedlungsentwicklungsachsen hohe Standort- und Erschliessungsqualität (öV,
ERSCHLIESSUNGUNDPARKIERUNG....
und Verkehrsentwicklungsachse in Richtung Bahnhof
. hohe Wohn-, Arbeits- und Umfeldqualitäten . öffentlicher Platz an zentraler Lage . Berücksichtigung von Umwelteinflüssen . Berücksichtigung ökologischer Belange . energieeffiziente Bauweise . Optimierung der Fussgängerachse entlang Bahnhofstrasse . unterirdisch optimierte Parkierungsanlage mit Anbindung an bestehendes
5
s 11 Parkplät2e......... s 12 Kostenbeiträge..
.5 .5
G
VER. UND ENTSORGUNG, LARMSCHUTZ......
,6
s 13 s 14
Wasserversorgung / Abwasserbeseitigung
.6
Wärmeezeugung / Energie
s 15 s 16
Abfallbeseitigung.......... Lärmschutz
.6 .6 .7
H.
REALISIERUNG, AUSNAHMEN, SCHLUSSBESTIMMUNGEN
7
s17 s18 s1e
Quartierplan-Vertrag ... Ausnahmen. Schlussbestimmungen
7 7
2 Mit der Quartierplanung werden im Wesentlichen folgende Ziele verfolgt:
Erschliessungs-System QP Grabenmatt
S
2 Geltungsbereich
Geltungsbereich
.8
Das Quartierplanreglement gilt für das Areal innerhalb des euartierplanPerimeters (Parzelle Nr. 4042) mit einer Gesamtfläche von 2'616 m2. planelemente ausserhalb des Perimeters haben lediglich orientierenden charakter.
QP-lnhalt
2 Die Vorschriften regeln insbesondere: . Art der baulichen Nutzung
S+FyGS SlProjekle\Pratteln\52057\02_Reglemenle\52057_Reg01
. Mass der baulichen Nutzung . Lage, Grösse und Gestaltung der Bauten . Nutzung und Gestaltung und Unterhalt des Aussenraumes . Erschliessung und Parkierung
RRGenehmigung.docx
Bearbeitung: Auftragsnummer:
5r1 -
Stiêrl¡ + Rugg¡i lngenieure + Raumplaner AG Unterdorfstrasse 38, Postfach 4415 Lâusên 061 /926 84 30
Dok-Status:
Verfasser: Version: Datum: Kontrolle / Freigabe:
52.O57
. Ver- und Entsorgung, Lärmschutz . Realisierung
Reglement
GS/IV Genehmigung 7. Januar 2016
1t Quartierplan-Reglemeni, QP Bahnhofstrasse, pratteln
Seite 1
Nutzungstransporte
B. Art der baulichen Nutzung
Nutzungsverschiebungen zwischen den Baubereichen sind möglich, sofern das Gesamtkonzept durch die geänderte Nutzungsanordnung keine Beeinträchtigung erfährt. Der zulässige Maximalwert für die Nutzungsart 'Verkauf/G astronom ie' m uss dabei ein gehalten werden.
$ 3 Zulässige Nutzungen Nutzungsarten Baubereich Hauptbaute A Nutzungsarten Baubereich Hauptbaute B
I Zulässig sind Büros, Dienstleistung, Verkauf (kundenintensiv im Sinne Anhang 11 zur RBV), Gastronomie, Wohnen nur im 1. und 2. OG.
2 Zulässig sind Wohnen und nicht störende Betriebe im Sinne von $ 21 Abs. RBG dehtïruùgunqonilRl
1
D. Lage, Grösse und Gestaltung der Bauten S
5 Baubereichg Gescfiosszahl, Gebäudehöhen
Lage / Höhe der Bauten
1 D¡e im Quartierplan dargestellten Baubereiche bestimmen die max. Ausdehnung der oberirdisch bebaubaren Flächen und die zulässige Geschosszahl / Gebäudehöhe.
C. Mass der baulichen Nutzung S
Baubegrenzung mit Baubereichen
4 Nutzungsmass und zulässíge Bruttogeschossflächen (BGF)
Definition Bruttogeschossfläche
2 Alle oberirdischen Bauten und baulichen Anlagen, mit Ausnahme der in Abs. 3 en¡vähnten objekte, sind innerhalb der Grenzen der Baubereiche zu erstellen. Auskragungen einzelner Gebäudeteile über die Grenzen der Baubereiche sind nicht zulässig. unterhalb des gewachsenen Terrains dürfen die Baubereiche überschritten werden (Parkierungs- bzw. Lager- und Kellerebe-
1 Das Mass der baulichen Nutzung wird durch die max. zulässige anrechenbare BGF (Definition gemäss $ 49 Abs. 2 RBV) definiert.
Anreche n bare Bruttogeschoss-
fläche (BGF)
Nicht zur BGF wird gerechnet:
ne).
2 Als anrechenbare Bruttogeschossfläche gilt die Summe aller dem Wohnen und dem Arbeiten dienenden oder hierfür ven¡vendbaren ober- und unterirdischen Geschossflächen. Die Mauer- und Wandquerschnitte werden mitgerechnet.
3 Nicht zur anrechenbaren Bruttogeschossfläche zählen im Rahmen dieses Quartierplans: . Gebäudeaussenwandstärken von mehr als 25 cm . mindestens einseitig offene ein- und vorspringende Balkone . ganz oder teilweise verglaste Balkone oder Loggias, aus Lärmschutz- oder Windschutzgründen . zu Wohnungen gehörende Keller oder Trockenräume sowie Waschkü-
Bauten ausserhalb Baubereiche 3 Bauten und bauliche Anlagen wie z.B. gedeckte Velo-Abstellplätze, offene unterstände, Überdachungen und dergleichen, dürfen ausserhalb der Baubereiche platziert werden. sie müssen jedoch in das bauliche und aussenräumliche Konzept eingepasst und integriert sein.
Gebäudehöhen
4
Die maximalen Gebäudehöhen sind in Meter über Meer (m ü. M.) im euartierplan verbindlich definiert (Messpunkt = OK Dachrand).
BehindertengerechteBauweise
5
Bei der inneren und äusseren Erschliessung ist auf eine behindertengerechte Bauweise zu achten. lnsbesondere sind Bereiche mit publikumsverkehr rollstuhlgängig auszuführen.
chen
. Brennstofflager / Heizräume . Maschinen-/ Technikräume für Lift-, Ventilations- und Klimaanlagen, lTRäume etc. . Lager- und Archivräume im Untergeschoss
S
6 Materìalien und Gestaltung der Bauten
Städtebauliche Einpassung
. Unterirdische Einstellräume für Motorfahrzeuge, Velos, Kinderwagen usw. . Korridore, Treppen und Lifte, die ausschliesslich nicht anrechenbare
Die Bauten sind als städtebauliche Einheit auszubilden. sie sind hinsichtlich Architektur, Material und Farbe sorgfältig so aufeinander abzustimmen, dass ein ästhetisch ansprechender, harmonischer Gesamteindruck entsteht und eine gute Einpassung in das nachbarliche siedlungsbild sichergestellt ist.
Räume erschliessen
. offene Erdgeschosshallen . Lichthöfe und Lufträume . Dachauskragungen . gedeckte oder offene Unterstände für Velos, Container, Kinderspielplätze, Geräteabstellplätze und dergleichen Bruttogeschossflächen für Hauptbauten
$ 7 EnergÍe-Standard Energie-Standard
1 Die Bauten müssen die energetischen Anforderungen vom MINERGIEstandard erfüllen. Nach Bauabschluss ist eine Zertifizierung vorzunehmen.
a Die maximal zulässige Bruttogeschossfläche (BGF) innerhalb der Baubereiche für Hauptbauten beträgt für das Quartierplan-Areal insgesamt 7'000 m2 BGF. Diese Gesamtfläche wird nach Baubereich in folgende Richtmasse aufgeteilt: Richtmass Baubereich Hauptbaute A: 4'200 m2 BGF Richtmass Baubereich Hauptbaute B: 2'800 m2 BGF
max. BGF für Verkauf bzw Gastronomie
5 Das Nutzungsmass für Verkauf und Gastronomie beträgt maximal 1'500 m2 BGF.
Quartierplan-Reglement, QP Bahnhofstrasse, Pratteln
Seite 2
Quartierplan-Reglement, QP Bahnhofstrasse, pratteln
Seite 3
men sind in Absprache mit der Gemeinde im Quartierplan-Vertrag festzule-
S 8 Dachflächen, Dachaufbauten, Dachbegrünung
gen. Beleuchtung
Als Dachform wird das Flachdach für die Hauptbauten festgelegt. Die Dächer sind grundsätzlich extensiv zu begrünen (Basler Mischung) und nach ökologischen Kriterien zu gestalten und mit Kleinstrukturen auszustatten. lm Baubereich der Hauptbaute A können auch intensive Begrünungen vorgenom-
Dachgestaltung
mum zu beschränken.
men werden.
Reklame
Offnungen, Oberlichter und dgl. zulässig. Technische Bauteile
L iftü be rba uten, Fheteì¡g+t€i{€.F legen und Treppenausgänge
slâåê f¡w5güngen RnB
Technische Einrichtungen wie Entlüftungsbauteile, Lüftungsanlagen und dgl. dürfen die im Quartierplan (Situation und Schnitte, l:500) definierten Baubereichshöhen um maximal 1.0 m überragen. 4
Liftüberbauten sowie Treppenausgänge (Fluchftreppe) dürfen die im Quartierplan (Situation und Schnitte, 1:500) definierten Baubereichshöhen um maximal 2.5 m und technische Anlagen lag€n)um maximal 1.5 m überschreiten.
6 Schriften und Signete müssen in ihrem Format dem Reklamereglement der Gemeinde Pratteln entsprechen. tm Übrigen dürfen Reklamen an den Fassaden eine Fläche von 10 % der Fassadenfläche nicht überschreiten.
Zur Belichtung von Räumen unter dem Dach sind Dacheinschnitte, verglaste
Belichtung
Die Beleuchtung, ausgenommen die Beleuchtung .der öffentlichen Strassen, ist Angelegenheit des Erstellers der Quartierplan-Uberbauung und hat nach einheitlichem Konzept zu erfolgen. Die Lichtverschmutzung ist auf ein Mini-
) h
$ 10 Offentliche Bereiche Öffentlicher Platz
1 Der im Quartierplan definierte Platz ist als urbane Aussenraumfläche für Publikum sbegegnung auszugestalten.
Von lxtltn!n.israt nicitt g;:,tt:htiiiqt
F. Erschliessung und Parkierung
E. Nutzung und Gestaltung des Aussenraumes $ 11 Parkplätze $ 9 Grundsatz Aussenraum
Sichtschutz
Erschliessung des QuartierplanAreals Die Nutzung und Gestaltung des Aussenraumes wird durch den Quartierplan (Situation und Schnitte, 1:500)festgelegt. Für die Bepflanzung sind einheimische, standortgerechte Bäume und Sträucher zu veruvenden.
Parkplatzermittlung Motorfahrzeuge
2 Der im Quartierplan definierte Sichtschutz hat zum Ziel gegenüber der Nach-
max. Anzahl Parkplätze
mal 1.8 m betragen.
dlsa Frwltgungen ÂRB
3 Mit dem Baugesuch ist ein Umgebungsplan einzureichen, welcher integrie-
2 Die Ermittlung des notwendigen Grundbedarfs für Auto-Abstellplätze erfolgt nach den kantonalen gesetzlichen Bestimmungen. Der Nachweis der genauen Anzahl der erforderlichen Parkplätze erfolgt im Rahmen des Baugesuchs durch ein Verkehrsgutachten.
Die maximale Anzahl der Autoabstellplätze (1. und 2. UG) im QuartierplanAreal beträgt 85. Das Einstellhallengeschoss (3 UG = 39 Abstellplätze) darf nur erstellt werden, wenn der Eigentümer der Parzelle Nr. 4044 einer Löschung der massgebenden bestehenden Dienstbarkeiten nicht zustimmt.
render Bestandteil der Baubewilligung ist. Der Umgebungsplan stützt sich auf das aussenräumliches Gesamtkonzept der Quartierplanung ab und detailliert die Gestaltung und Bepflanzung der Aussenräume gestützt auf die Quartierplan-Vorschriften. lnsbesondere ist festzulegen:
a) Bestehendes und neu gestaltetes Terrain; b) Ausgestaltung des öffentlichen PlaÞes c) Lage, Dimensionierung und Materialisierung von Stützmauern; d) Art und Gestaltung der Grtin- und Freiflächen; e) Art und Lage von Bepflanzungen, unter Berücksichtigung des ökologi-
kehr erfolgt von Norden her über die Zufahrt der Einstellhalle ab Baslerstrasse.
barschaft mögliche lmmissionen zu minimieren. Der Sichtschutz wird in Koordination und Absprache mit der Nachbarschaft (Parzellen Nrn. 881, 885) als Grünhecke, Zaun oder ähnliches erstellt. Die Sichtschutzhöhe darf maxi-
Umgebungsplan
1 Die Erschliessung des Areals der Quartierplanung für den motorisierten Ver-
Velos/Mofas/Scooter
) )
4 Die Ermittlung des Parkplatzbedarfs erfolgt nach der kantonalen Richtlinie im Rahmen eines Verkehrgutachtens. Der Grundbedarf für die Bebauung ist im U ntergeschoss anzuordnen. Der oberirdische Standort (Besucher) ist als Bereich im Quartierplan festgelegt (vgl. Verkehrsgutachten vom 10.06.2014). Die Abstellanlagen im Aussenraum sind im Umgebungsplan auszuweisen.
Anlieferung
5 Die Zu- und Wegfahrt für die Anlieferung mit Lastwagen (Warenumschlag) erfolgt von Norden her auf den Bereich Anlieferung, welcher nordwestlich der Hauptbaute A parallel zur Baslerstrasse definiert ist.
schen Ausgleichs inkl. Dachbegrünung;
f) Lage und Materialisierung der internen Verkehrsflächen inkl. VeloAbstellplätze;
S) Lage und Materialisierung von Anlagen zur Aussenbeleuchtung. Strassenbegleitende Baumreihen slehe Frrrligun gen ÍÎfi B
a Die im Quartierplan (Situation und Schnitte, 1:500) definierten Baumreihen sind Teil des Agglo-Programm-Projektes M14 (Aufrrvertung und Beruhigung Ortszentrum Pratteln) und liegen ausserhalb des Quartierplan-Perimeters. Die Baumpflanzung muss jedoch im Rahmen der Umgebungsgestaltung der Quartierplanung koordiniert werden. Die nötigen Weisungen und Massnah-
Quartierplan-Reglement, QP Bahnhofstrasse, Pratteln
Seite 4
$ 12 Kostenbeiträge Ausserordentlicher Kostenbeitrag für kommunale lnfrastruktur
Es werden ausserordentliche Beiträge gemäss Strassenreglement $ 33 Abs. 3 (Kostenverteilung) erhoben.
Die ausserordentlichen Kostenbeiträge ergänzen die ordentlichen Beiträge gemäss Strassenreglement und helfen mit, die generelle Erreichbarkeit der Arbeitsplatzgebiete zu verbessern (Ausbau von überlasteten Knoten, Ausbau von Strassenverbindungen, ÖV-Haltestellen, Ausbau von ÖV-Linien usw.).
Quartierplan-Reglement, QP Bahnhofstrasse, Pratteln
Seite 5
Die Kostenbeiträge werden für den Ausbau und die Sanierung des Verkehrsnetzes verwendet. Grundlagen für die Erhebung der ausserordentlichen Kostenbeiträge bilden:
. Strassengesetz Kanton Basel-Landschaft vom 24.03.1986, S 1g . Strassenreglement Gemeinde Pratteln vom 26.01.2004, S 33 . Verordnung zum Strassenreglement Gemeinde Pratteln vom
$ 16 Lärmschutz
Lärm-Empfindlichkeitsstufe I Das Quartierplan-Arealwird der Lärm-Empfindlichkeitsstufe lll zugewiesen. Nachweise auf Stufe Baugesuch
2 lm Rahmen des Baugesuchverfahrens sind die entsprechenden Nachweise für den Lärmschutz gemäss LSV Art. 31 (Baubewilligungen in lärmbelasteten Gebieten) und Art. 32 (Schallschutz an neuen Gebäuden) zu erbringen.
26.02.2008
Beitragspflichtig sind Betriebe von mehr als 800 m2 Bruttogeschossfläche (BGF). Darunter fallen: Verkaufsgeschäfte, Fachhandel, Freizeitanlagen und Logistikbetriebe. Ausgenommen sind Wohn- und Büronutzungen, sowie Gewerbeflächen, welche der vorstehenden Aufzählung nicht zugeordnet werden können. Gemäss Verordnung zum Strassenreglement, $ 3 Abs. 1, sind damit nur die publikumsintensiven Verkaufsflächen inklusive den zugehörigen Parkplätzen beitragspflichtig.
H. Realisierung, Ausnahmen, Schlussbestimmungen $ 17 Quartierplan-Vertrag
Nach Berechnung der Kosten gemäss Berechnungsgrundlage ($ 5 Verordnung zum Strassenreglement) erlässt der Gemeinderat die Beitragsverfü-
Quartierplan-Vertrag
gung. Die ausserordentlichen Kostenbeiträge sind zu einem Drittel nach Vorliegen der rechtskräftigen Baubewilligung, zu einem Drittel bei Rohbauende und zu einem Drittel bei lnbetriebnahme des Unternehmens fällig. Das Bauprojekt ist gemäss der vorstehenden Rechtsgrundlage zur Bezahlung eines ausserordentlichen Beitrages verpflichtet, sofern die Rahmenbedingungen der Beitragspflicht (Nutzung und Flächenmasse) erfüllt sind.
Vertragsinhalte
Die Grundeigentümer resp. Berechtigten haben sich gegenseitig..alle für die Realisierung und die quartierplanmässige Funktionsfähigkeit der Uberbauung erforderlichen La nda btretu ngen u nd Servitute einzu rä u men.
2 ln einem Quartierplanvertrag sind insbesondere zu regeln:
. Bauliche Abstimmung der Umgebungsgestaltung mit dem Betriebs- und Gestaltungskonzept von metron
. Öffentliche Gehrechte auf begehbarem Aussenbereich (braune Fläche) und Bereich Arkade gemäss Quartierplan
. Zugangsberechtigung Gehrecht zur Nachbarparzelle 4043 gem. Quartier-
G. Ver- und Entsorgung, Lärmschutz
planeintrag (zugunsten Bahnhofstrasse 1 6)
. Baulicher und betrieblicher Unterhalt Einstellhallenzufahrt mit Rampe und
$ 13 UVassenrcrsorgung / Abwasserbeseitigung Wasserversorgung / Abwasserbeseitigung
Einstellhallenfahrgassen
. Pflanzung und Pflege der Bäume nach den Grundsätzen der modernen
1 Für die Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung sind die gesetzlichen
Baumpflege (Bund Schweizer Baumpflege), so dass deren langfristiger
Bestimmungen und entsprechenden Reglemente der Gemeinde massge-
Erhalt gesichert ist.
bend.
$ l8 Ausnahmen
$ 14 Wärmeerzeugung / Energie
I Die Wärmeerzeugung für Raumwärme und Warmwasser hat mit einem
Wärmeezeugung
energiesparenden und umweltfreundlichen Heizsystem zu erfolgen (2.8. Nutzung Abwärme, Anschluss an einen Wärmeverbund - betreiben mit hohem Anteil an erneuerbarer Energie - oder eine dezentrale Wärmeerzeu-
gung mit erneuerbarer Energie).
2 Zur Produktion von Solarstrom ist eine Photovoltaikanlage mit einer Jahres-
Sonnenenergie
stromproduktion von mindestens 20'000 kWh zu erstellen.
Ausnahmen
ln Abwägung öffentlicher und privater lnteressen sowie in Würdigung der besonderen Umstände des Einzelfalls kann der Gemeinderat der Baubewilligungsbehörde schriftlich begründet Abweichungen von diesen Quartierplanvorschriften beantragen.
Voraussetzu ng für Ausnahmen
Voraussetzung dafür ist, dass kein Widerspruch zum Zweck und den Zielsetzungen der Planung vorliegt. Charakter und Konzept der Überbauung bzw. der Aussenraumgestaltung dürfen durch die Abweichungen nicht beeinträchtigt werden. Das Baubewilligungsverfahren bleibt vorbehalten.
Y?I,o:.:,:'',,'::i'.at@FlachdachbegrünungundPhotovoltaikanlagemüs' sen ökologisch sinnvoll aufeinander abgestimmt angebracht werden.
$ 15 Abfallbeseitigung Abfallbeseitigung (Sammelstellen / Containerstandorte)
Der Standort der Sammelstelle für Abfall etc. ist im Quartierplan festgelegt. Die Sammelstelle ist mit versenkten Sammelcontainern oder Containern in umgebenden Kleinbauten zu realisieren.
Quartierplan-Reglement, QP Bahn hofstrasse, Pratteln
Seite 6
Quartierplan-Reglement, QP Bahnhofstrasse, Pratteln
Seite 7
$ 19 Schlussbesfi'mmungen Genehmigungs-Voraussetzung 1 Die Genehmigung der Quartierplanvorschriften durch den Regierungsrat setzt voraus, dass der Quartierplanvertrag von den Grundeigentümern unterzeichnet und öffentlich beurkundet ist. Üben¡vachung des Vollzugs
2 Die Gemeinde übenryacht die Anwendung dieses Reglements. Das Baubewilligungsverfahren gemäss SS 124 ff. RBG bzw. SS 88 ff. RBV bleibt vorbehalten.
Aufhebung früherer Beschlüsse
3 Alle im Widerspruch zu den Quartierplanvorschriften stehenden früheren Vorschriften gelten für das Areal innerhalb des Quartierplan-Perimeters als aufgehoben. Es sind diese insbesondere sämtliche Bestimmungen und Festlegungen der Quartierplanung "Grabenmatt' (RRB Nr. 2051 vom 18. Juni 1974 und Folgebeschlüsse), welche sich auf die Parzelle Nr. 4042 beziehen und sämtliche früher festgelegte Baulinien (insbesondere entlang Baslerstrasse).
lnkrafüreten
a Die Quartierplanvorschriften treten mit der Genehmigung durch den Regierungsrat in Rechtskraft.
Pratteln
Namens des Gemeinderates Der Präsident:
Quartierplan-Reglement, QP Bahnhofstrasse, Pratteln
Der Gemeindeverwalter:
Seite B