Schutzzonen Wasserversorgung Furna

Groundwater protection zones · Furna

Document

Number
2024_23
Kind
Groundwater protection zones
Commune
Furna
Canton
Graubünden
Level
Communal
In force since
Jan 15, 2024

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Die Regierung La Regenza des Kantons Graubünden dal chantun Grischun

II Governo del Cantone dei Grigioni

Sitzung vom

Mitgeteilt den

Protokoll Nr.

15. Januar 2024

16. Januar 2024

23/2024

Quellen Valbauna, Sitenalpwald, Rongg und Guori in der Gemeinde Furna Genehmigung der Grundwasserschutzzonen

Die Gemeinde Furna hat dem Geologiebüro Bonanomi AG (heute Bonanomi-Gübeli AG), Igis, den Auftrag erteilt, zur Sicherung der Trinkwasserqualität der Quellen für Valbauna, Sitenalpwald, Rongg und Guori detaillierte Grundwasserschutzzonen im Sinne von Art. 20 des Bundesgesetzes über den Schutz der Gewässer (Gewässerschutzgesetz, GSchG; SR 814.20) auszuarbeiten. Die Quellen Valbauna, Sitenalpwald und Rongg dienen der öffentlichen Trinkwasserversorgung der Gemeinde Furna. Die Quelle Guori dient der Trinkwasserversorgung des Bergrestaurants Schwänzelegg sowie im Sommer zusätzlich der Trinkwasserversorgung der Alp Rona (Sennerei und Alp-Beizli). Das Amt für Natur und Umwelt (ANU) hat die Schutzzonenausscheidung begleitet und im Rahmen der Vorprüfungen am 29. Juni 2018 und 18. September 2018 deren fachliche Richtigkeit bestätigt.

Am 31. Mai 2021 hat der Gemeindevorstand Furna, gestützt auf Art. 24 Abs. 1 und

Art. 25

Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Bundesgesetz über den Schutz der Gewässer (Kantonales Gewässerschutzgesetz, KGSchG; BR 815.100), die detaillierten Grundwasserschutzzonen ausgeschieden. Er erliess den Schutzzonenplan «Detaillierter Schutzzonenplan (hydrogeologische und praktische Umgrenzung) der Quellen Valbauna, Sitenalpwald, Rongg und Guori; 1:1 000 und 1:500» vom 20. September 2018 sowie das Schutzzonenreglement «Schutzzonenreglement für die Quellfassungen Valbauna, Sitenalpwald, Rongg und Guori in der Gemeinde Furna». Sämtliche Unterlagen wurden vom 24. April bis 23. Mai 2020 öffentlich aufgelegt. Während der Auflagefrist sind verschiedene Einsprachen eingegangen. Diese konnten durch den Gemeindevorstand alle behandelt und einvernehmlich gelöst werden.

2

Gemäss Art. 24 Abs. 2 KGSchG bedürfen die Schutzzonenpläne und das dazugehörige Reglement der Genehmigung durch die Regierung. Dem ANU wurden folgende Unterlagen zur Genehmigung durch die Regierung eingereicht: — Schutzzonenplan «Trinkwasserquellen der Gemeinde Furna — Detaillierter Schutzzonenplan (hydrogeologische und praktische Umgrenzung) der Quellen Valbauna, Sitenalpwald, Rongg und Guori; Übersicht 1:5000 und Detailplan 1:1000 und 1:500», erarbeitet durch das Geologiebüro Bonanomi AG, Igis, vom 20. September 2018, erlassen vom Gemeindevorstand Furna am 31. Mai 2021; — Schutzzonenreglement «Schutzzonenreglement für die Quellfassungen Valbauna, Sitenalpwald, Rongg und Guori in der Gemeinde Furna», erarbeitet durch das Geologiebüro Bonanomi AG, Igis, erlassen vom Gemeindevorstand Furna am 31. Mai 2021; — Hydrogeologischer Bericht «Trinkwasserquellen der Gemeinde Furna; Detaillierte Schutzzonenausscheidung für die Quellen Valbauna, Sitenalpwald und Rongg sowie der privaten Quellen Guori», erarbeitet durch das Geologiebüro Bonanomi AG, Igis, vom 20. September 2018, ergänzt am 17. März 2021; — «Gefahrenplan der Quellen Valbauna, Sitenalpwald, Rongg und Guori», erarbeitet durch das Geologiebüro Bonanomi AG, Igis, vom 20. September 2018.

Gegenstand der Genehmigung sind die in den Schutzzonenplänen als «Detaillierte Schutzzonen — praktische Umgrenzung» eingezeichneten Verläufe der Schutzzonen (S1, S2 und S3) und das zugehörige Schutzzonenreglement.

Das Amt für Raumentwicklung (ARE) wurde angehört. In seiner Stellungnahme vom 27. August 2021 deutet das ARE darauf hin, dass gemäss «Gefahrenplan der Quellen Valbauna, Sitenalpwald, Rongg und Guori» im Gebiet Guori ein Sessellift sowie eine Skipiste projektiert sind. Die dazu gehörige Teilrevision der Ortsplanung «Skigebietserweiterung Matta in Grüsch-Danusa» wurde von der Gemeindeversammlung Furna am 6. März 2019 abgelehnt.

3

Die bei der Quelle Guori hinsichtlich der Skipisten vorgesehenen Massnahmen (Anhang 2 des Schutzzonenreglements) wären folglich nicht erforderlich und auch nicht zu genehmigen. Da aber insbesondere seitens der Bergbahnen weiterhin ein Interesse an der Erweiterung des Skigebiets «Matta» besteht, sind diese Massnahmen nach wie vor für die Grundwasserschutzzonenausscheidung bedingt relevant. Die in Anhang 2 des Schutzzonenreglements genannten Massnahmen in den Zonen S2 und S3, wonach betreffend die Skipisten der «bestehende Interventionsplan (Anhang 3 des Schutzzonenreglements) anzupassen ist», wurden durch das ANU deshalb insoweit beurteilt, als wäre die Skigebietserweiterung am 6. März 2019 genehmigt worden. In der Folge werden diese Massnahmen suspensiv bedingt genehmigt. Dies bedeutet, dass die Massnahmen im Anhang 2 des Schutzzonenreglements zur Quelle Guori betreffend die Skipisten nur in Kraft treten, sofern die Skigebietserweiterung «Matta» künftig durch die Gemeindeversammlung genehmigt und die Anlage realisiert wird. Somit ist diese Genehmigung mit der Auflage zu verbinden, wonach die Gemeinde das Schutzzonenreglement sowie die Anhänge 2 und 3 bei der Quelle Guori hinsichtlich der Skipisten entsprechend der tatsächlich genehmigten Erweiterung des Skigebiets zu überprüfen und allenfalls anzupassen hat.

Das ARE beantragt, dass die Genehmigung der detaillierten Grundwasserschutzzonen für die Quellen Valbauna, Sitenalpwald, Rongg und Guori mit der Auflage zu verbinden sei, dass im Rahmen der nächsten Ortsplanungsrevision basierend auf der vorliegenden detaillierten Grundwasserschutzzonenausscheidung die Grundwasserund Quellschutzzone im Sinne von Art. 37 des Raumplanungsgesetzes für den Kanton Graubünden (KRG; BR 801.100) angepasst wird. Dabei sind die Zonen S1, S2 und S3 der detaillierten Schutzzonenausscheidung zusammen und ohne Unterscheidung als Grundwasser- und Quellschutzzone in den Zonenplan zu überführen. Zudem sind der Quellstandort respektive die gefasste Quelle und allfällige Fassungsstränge oder auch die Wasserleitungen im Generellen Erschliessungsplan festzulegen (Art. 45 KRG). Das ARE weist darauf hin, dass für bauliche Massnahmen zum Zwecke des Quellschutzes respektive für zonenkonforme, standortgebundene oder besitzstandsbegründete Bauvorhaben, die baubewilligungspflichtig sind, das notwendige Baubewilligungsverfahren für Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen (BAB-Verfahren) durchzuführen ist.

4

Gemäss der Gebührenverordnung für den Umweltschutz (BR 815.350) wird für die Genehmigung eine Gebühr erhoben. Die Gebühr wird dem Konto 421001 / 4260.3006 / Code G.1.2.10.0 gutgeschrieben.

Gestützt auf Art. 24 Abs. 2 KGSchG, nach Einsichtnahme in die Unterlagen sowie auf Antrag des Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartements

beschliesst die Regierung: 1. Der Schutzzonenplan «Trinkwasserquellen der Gemeinde Furna — Detaillierter Schutzzonenplan (hydrogeologische und praktische Umgrenzung) der Quellen Valbauna, Sitenalpwald, Rongg und Guori; Übersicht 1:5000 und Detailplan 1:1000 und 1:500» sowie das Schutzzonenreglement «Schutzzonenreglement für die Quellfassungen Valbauna, Sitenalpwald, Rongg und Guori in der Gemeinde Furna», vom Gemeindevorstand Furna am 31. Mai 2021 erlassen, werden genehmigt.

2. Die im Anhang 2 zum Schutzzonenreglement für die Quelle Guori festgelegten Massnahmen zu den Skipisten im S2 und S3, lautend: «Bestehenden Interventionsplan anpassen (Anhang 3 zum Schutzzonenreglement)» treten erst und unter Vorbehalt von nachfolgender Ziff. 3 in Kraft, sofern die künftige Skigebietserweiterung durch die Gemeindeversammlung angenommen und die Anlage realisiert wird (Suspensivbedingung).

3. Sollte die künftige Skigebietserweiterung durch die Gemeindeversammlung angenommen werden, so sind die Massnahmen betreffend die Skipisten bei der Quelle Guori zu überprüfen und allenfalls das Schutzzonenreglement sowie dessen Anhänge 2 und 3 entsprechend der tatsächlich genehmigten und realisierten Skigebietserweiterung anzupassen.

4. Die Gemeinde Furna wird angewiesen, die Grundbuchanmerkungen gemäss

Art. 30

Abs. 1 des Schutzzonenreglements beim Grundbuchamt Prättigau anzumelden. Dem Grundbuchamt werden der Schutzzonenplan, das Schutzzonen-

5

reglement und der hydrogeologische Bericht mit dem vorliegenden Regierungsbeschluss zugestellt. Das Grundbuchamt wird ersucht, der Gemeinde Furna den Vollzug der Anmerkungen zu bescheinigen.

5. Die Gemeinde Furna wird angewiesen, den Schutzzonenplan und das Schutzzonenreglement als Kopie den Eigentümern der betroffenen Parzellen gemäss

Art. 30

Abs. 2 des Schutzzonenreglements auszuhändigen. Diese sind verpflichtet, allfällige Pächter, Mieter und Nutzniesser sowie andere Personen und Unternehmen, die auf den Grundstücken Arbeiten ausführen, über die Nutzungsbeschränkungen und Schutzmassnahmen zu informieren.

6. Die Gemeinde Furna hat dem Amt für Natur und Umwelt (ANU) auf Verlangen Einsicht in die Liste der noch umzusetzenden Massnahmen gemäss Art. 28 Abs. 3 und Anhang 2 des Schutzzonenreglements zu gewähren.

7. Mindestens alle 15 Jahre oder wenn sich die tatsächlichen Verhältnisse oder die Kenntnis darüber wesentlich geändert haben, ist durch die Fassungsinhaberin zu überprüfen, ob das Schutzzonenreglement noch sämtliche Gefährdungspotenziale in den Schutzzonen abdeckt und ob die einzelnen Massnahmen noch dem aktuellen Stand der Technik entsprechen. Gegebenenfalls ist das Schutzzonenreglement anzupassen.

8. Die Gemeinde Furna wird angewiesen, bei der nächsten Ortsplanungsrevision basierend auf der vorliegenden detaillierten Grundwasserschutzzonenausscheidung die Grundwasser- und Quellschutzzone im Sinne von Art. 37 des Raumplanungsgesetzes für den Kanton Graubünden (KRG; BR 801.100) anzupassen. Dabei sind die Zonen Si, S2 und S3 der detaillierten Schutzzonenausscheidung zusammen und ohne Unterscheidung als Grundwasser- und Quellschutzzone in den Zonenplan zu überführen. Zudem sind die Quellstandorte, Fassungsstränge und die Wasserleitungen im Generellen Erschliessungsplan festzulegen.

•

6

9. Die Gemeinde Furna wird darauf hingewiesen, dass für bauliche Massnahmen zum Zwecke des Quellschutzes respektive für zonenkonforme, standortgebundene oder besitzstandsbegründete Bauvorhaben, die baubewilligungspflichtig sind, das notwendige Baubewilligungsverfahren für Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen (BAB-Verfahren) durchzuführen ist.

10. Die künftige Gesetzgebung des Bundes bleibt ausdrücklich vorbehalten.

11. Die Regierung behält sich vor, die Genehmigung der Grundwasserschutzzonen zu widerrufen oder anzupassen, wenn sich die massgebenden Rechtsgrundlagen oder die tatsächlichen Verhältnisse beziehungsweise die Kenntnis darüber ändern und dadurch die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben nicht mehr gewährleistet ist.

12. Den Kontrollorganen des ANU und den vom Amt beauftragten Personen ist jederzeit freier Zutritt zur Anlage und die Vornahme eigener Beobachtungen und Messungen zu gestatten.

13. Gestützt auf Art. 1 Abs. 1 und Anhang 1 Teil 2 Ziff. 10 der Gebührenverordnung für den Umweltschutz (BR 815.350) wird eine Gebühr von

Fr. 1000.—

erhoben. Dieser Betrag ist der Finanzverwaltung Graubünden, Chur, zu überweisen (Konto 4260.421001).

14. Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen seit Zustellung schriftlich Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden, Obere Plessurstrasse 1, 7000 Chur, erhoben werden. Der angefochtene Beschluss und allfällige Beweismittel sind beizulegen.

7

15. Mitteilung unter Beilage der Schutzzonenpläne, des Schutzzonenreglements und der hydrogeologischen Berichte an die Gemeinde Furna, Dorfstrasse 16, 7232 Furna (mit Rechnung und Einzahlungsschein, A-Post Plus); an das Grundbuchamt Prättigau, Dorfplatz 2, 7220 Schiers (A-Post Plus); und an das Amt für Natur und Umwelt (elektronisch); ohne Beilage an das Amt für Raumentwicklung; an das Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit sowie an das Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement.

Namens der Regierung Der Präsident:

Dr. Jon Domenic Parolini

Der Kanzleidirektor:

Daniel Spadin

Schutzzonenreglement

Ber. Nr. 6406

Anhang 6

S C HUTZZONE NR E GL E ME NT für die Quellfas s ungen V albauna, S itenalpwald, R ongg und Guori in der Gemeinde F urna1 Gestützt auf Art. 20 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den S chutz der Gewässer (Gewässerschutzgesetz, GS chG) vom 24. J anuar 1991 sowie Art. 24 des E inführungsgesetzes zum Bundesgesetz über den S chutz der Gewässer (Kantonales Gewässerschutzgesetz, KGS chG) vom 8. J uni 1997 erlässt der Vorstand der Gemeinde F urna folgendes S chutzzonenreglement:

I. A llgemeine B es timmungen A rt. 1

Zweck und Geltungs bereich

1 Dieses R eglement legt die zum S chutz des als Trinkwasser genutzten Grundwassers erforderlichen Nutzungsbeschränkungen und S chutzmassnahmen fest. 2 Das R eglement gilt für die im S chutzzonenplan V albauna, S itenalpwald, R ongg und Guori vom 20.09.2018, Massstab 1:5'000/1:1'000/1:500, bezeichneten Gebiete. 3 Die Grundwasserschutzzone (Zone S ) ist unterteilt in2:

- F assungsbereich Zone S 1 - E ngere S chutzzone Zone S 2 - Weitere S chutzzone Zone S 3 4 Grundwasserschutzzonen dienen dazu, Grundwasser- und Quellfassungen sowie das Grundwasser unmittelbar vor seiner Nutzung als Trinkwasser vor qualitativen und quantitativen Beeinträchtigungen zu schützen.3 5 Grundlage für die S chutzzonen für die Quellfassungen V albauna, S itenalpwald, R ongg und Guori ist

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der Hydrogeologische Bericht der Bonanomi AG Geologische Beratungen vom 20.09.2018.

6 Die in diesem R eglement verwendeten Personenbezeichnungen beziehen sich auf Personen beider-

lei Geschlechts.

A rt. 2

Ges etzliche Grundlagen, V ollzugs hilfen und Normen

1 Anhang 1 enthält die massgebenden gesetzlichen Grundlagen des Bundes und des Kantons, welche

Grundwasserschutzzonen und Trinkwasser betreffen. V erbindlich sind die jeweils aktuellen V orschriften. 2 Bei der Anwendung des R eglements ist die Wegleitung des Bundesamts für Umwelt betreffend

Grundwasserschutz4 zu berücksichtigen, ebenso die weiteren im Anhang 1 erwähnten Vollzugshilfen und Normen.

A rt. 3

Zus tändigkeit für den V ollzug

1 Der Gemeindevorstand ist zuständig für den V ollzug des R eglements, sofern das übergeordnete

R echt keine andere Behörde für zuständig erklärt.5 Wenn eine konkrete Gefahr für das Grundwasser

2 besteht, kann er Nutzungsbeschränkungen und S chutzmassnahmen anordnen, die in diesem R eglement nicht ausdrücklich vorgesehen sind. 2 Die E rstellung und die Ä nderung von Bauten und Anlagen aller Art (Hoch- und Tiefbauten, Abwasseranlagen, Verkehrsanlagen, S portanlagen, Anlagen zur Lagerung von wassergefährdenden F lüssigkeiten, Baumschulen, Terrainveränderungen, Materialablagerungen, Deponien usw.) sowie Grabungen, E rdbewegungen und ähnliche Arbeiten bedürfen einer kantonalen gewässerschutzrechtlichen Bewilligung, wenn sie Gewässer gefährden können.6 Diese Bewilligung wird von der kantonalen F achstelle für Gewässerschutz (F achstelle)7 erteile, sofern das übergeordnete R echt keine andere Behörde für zuständig erklärt9. 3 V orhaben gemäss Absatz 2 sind über die Gemeinde der F achstelle zu unterbreiten.1° Diese ent-

scheidet, ob eine gewässerschutzrechtliche Bewilligung erforderlich ist.

A rt. 4 Ü berwachung der E inhaltung der S chutzzonenvors chriften Der Brunnenmeister überwacht die E inhaltung der S chutzzonenvorschriften und meldet V erstösse dagegen unverzüglich dem Gemeindevorstand, welcher die erforderlichen Massnahmen trifft.

A rt. 5 Ü berwachung der Qualität des Trinkwas s ers Die Wasserqualität ist im R ahmen der S elbstkontrolle regelmässig untersuchen zu lassen. Der Untersuchungsumfang richtet sich nach der Lebensmittelgesetzgebung11, der Gewässerschutzverordnung12 sowie den R ichtlinien des S chweizerischen Vereins des Gas- und Wasserfaches (S VGW)13.

A rt. 6

Informations pflicht

Die E igentümer von Grundstücken in den Grundwasserschutzzonen S i, S 2 und S 3 sind verpflichtet, Pächter, Mieter und Nutzniesser sowie andere Personen und Unternehmen, die auf den Grundstücken Arbeiten ausführen, über die Nutzungsbeschränkungen und S chutzmassnahmen zu informieren.

II. Nutzungs bes chränkungen und S chutzmas s nahmen

1)

A rt. 7 G runds atz 1 Bauten und Anlagen sowie Nutzungen, von denen eine Gefahr für das als Trinkwasser gefasste

Grundwasser ausgeht, sind nicht zulässig.

2 Die Nutzungsbeschränkungen und S chutzmassnahmen gelten für neue Bauten und Anlagen sowie für bestehende Bauten und Anlagen, wenn diese wesentlich geändert werden. 3 Mängel an Bauten und Anlagen, die das Grundwasser konkret gefährden, sind vom Inhaber der Baute oder Anlage unverzüglich zu beheben. '1 Bei Bauarbeiten in den Grundwasserschutzzonen sind die besonderen S chutzmassnahmen gemäss dem Merkblatt der kantonalen F achstelle für Gewässerschutz betreffend Bauarbeiten in Grundwasserschutzzonen zu treffen.14

A . Nutzung s bes c hränkung en und S c hutzmas s nahmen in der Zone S 3 A rt. 8 B auten und A nlag en 1 Neue Bauten und Anlagen sind grundsätzlich zulässig. 2 Nicht zulässig sind industrielle und gewerbliche Hochbauten und Anlagen, von denen eine Gefahr für das Grundwasser ausgeht.15 Ü ber die Zulässigkeit von anderen Bauten und Anlagen, von denen eine

3 Gefahr für das Grundwasser ausgehen kann (wie S eilbahnen, Beschneiungsanlagen, S portanlagen usw.) sowie die erforderlichen S chutzmassnahmen wird im E inzelfall entschieden. 3 Landwirtschaftsbetriebe sind nach Möglichkeit ausserhalb der Zone S 3 zu erstellen. 4 Güllengruben und Miststöcke (auf Mistplatte oder direkt über Güllengrube) sind nur in oder neben S tällen gestattet. Die Dichtheit der Behälter muss vor Inbetriebnahme der Anlagen und anschliessend regelmässig alle fünf J ahre gemäss den massgebenden R ichtlinien und Normen überprüft werden.16 Die Prüfprotokolle sind im Anschluss an die Prüfung unaufgefordert der Gemeinde abzuliefern. 5 Bauten und Anlagen sind über dem höchstmöglichen Grundwasserspiegel zu erstellen, bei Quellen

über den wasserführenden S chichten.17

6 Die V erwendung von R ecyclingbaustoffen bedarf einer Bewilligung der kantonalen F achstelle für Gewässerschutz. Die E rteilung der Bewilligung richtet sich nach der einschlägigen R ichtlinie des Bundes."

A rt. 9 A bwas s eranlagen, A bwas s erents orgung l•

1 Abwasseranlagen aller Art (S tapelbehälter, R ohrleitungen inkl. Hausanschlüsse, Kontrollschächte usw.) müssen dicht erstellt und so ausgeführt werden, dass Dichtheitsprüfungen ohne S chwierigkeiten möglich sind.19 In Gebäuden sind Abwasserleitungen soweit als möglich sichtbar zu führen. 2 Die Dichtheitsprüfung ist nach den massgebenden R ichtlinien und Normen" vor Inbetriebnahme der

Anlage und anschliessend alle fünf J ahre durchzuführen. Die Prüfprotokolle sind im Anschluss an die Prüfung unaufgefordert dem Gemeindevorstand zuzustellen. Der Gemeindevorstand sorgt für eine koordinierte Kontrolle der Abwasseranlagen in Bauzonen. 3 Die V ersickerung von Abwasser ist nicht zulässig; ausgenommen ist die V ersickerung von nicht ver-

schmutztem R egenwasser von Dachflächen, Hauszufahrten, Vorplätzen, privaten PW-Parkplätzen von Wohnbauten sowie Geh-, R ad- und F lurwegen über eine biologisch aktive (bewachsene) Bodenschicht.21

4 Das Ausbringen von Klärschlamm, einschliesslich R ückständen aus kleinen Abwasserreinigungsanlagen und aus nichtlandwirtschaftlichen abflusslosen Gruben, ist nicht erlaubt.22

ee

A rt. 10 S tras s en und Plätze 1 Der Beginn der Zone S 3 ist mit dem Hinweisschild "Wasserschutzgebiet" zu kennzeichnen.23 2 S trassen, Plätze, Parkplätze sowie land- und forstwirtschaftliche Wege, welche dem allgemeinen Motorfahrzeugverkehr offen stehen oder auf denen regelmässig F ahrzeuge mit wassergefährdenden F lüssigkeiten verkehren, sind mit einem dichten Belag und R andbordüren so zu erstellen, dass alles anfallende Abwasser gesammelt werden kann. Das Abwasser muss aus dem Gebiet der S chutzzonen abgeleitet werden. Die E ntwässerung darf nicht über die S chulter erfolgen.24 3 Bei land- und forstwirtschaftlichen Wegen, welche dem allgemeinen Motorfahrzeugverkehr nicht offen stehen, muss das anfallende S trassenabwasser flächig über die S chulter versickern können. Punktuelle V ersickerungen und Querabschläge sind nicht zulässig.

A rt. 11 A nlagen mit was s ergefährdenden F lüs s igkeiten, E rdwärmes onden 1 Die Zulässigkeit von Anlagen mit wassergefährdenden F lüssigkeiten sowie die zu treffenden Mass-

nahmen bei deren E rrichtung, Ä nderung und Betrieb richten sich nach dem Bundesrecht." F reistehende Lagerbehälter mit Heiz- und Dieselöl bis zu einer gewissen Grösse zur E nergieversorgung von Gebäuden oder Betrieben für längstens zwei J ahre sind zulässig26, ebenso die dazugehörigen R ohrleitungen und Abfüllstellen.

4 2 E rdwärmesonden und andere Anlagen, die Wärme dem Untergrund entziehen oder an den Untergrund abgeben, sind nicht zulässig.27

A rt. 12 Terrainveränderungen und Materialentnahmen

1 Terrainveränderungen, bei denen die schützende Deckschicht beseitigt oder wesentlich vermindert

wird, sind nicht zulässig28; ausgenommen sind Aushubarbeiten für schutzzonenkonforme Bauten und Anlagen. 2 Materialentnahmen sind nicht zulässig.29

A rt. 13 Deponien, K ompos tieranlagen, Mis tzwis chenlager, Was enplätze, F riedhöfe und L agerplätze 1 Deponien30, Kompostieranlagen mit einer Kapazität von mehr als 100 t pro J ahr31, Plätze zum V ergraben von Tierkörpern32 sowie F riedhöfe (ausgenommen für Urnengräber) sind nicht zulässig. 2 Mist-Zwischenlagerungen auf dem F eld (auf ungeschütztem Naturboden) und Kompostmieten (F eld-

randkompostierung) sind nicht zulässig. Das Kompostieren in gedeckten Kompostmieten für den privaten Gebrauch ist erlaubt.

3 Das Ablagern und Zwischenlagern von S toffen und Gegenständen, welche eine Gefahr für das Grundwasser darstellen (mit Holzschutzmitteln behandeltes Holz, R ecyclingbaustoffe, S iloballen, Abfälle usw.) ausserhalb geeigneter Anlagen ist nicht erlaubt.

A rt. 14 L and- und fors twirts c haftlic he s owie g artenbaulic he Nutzung 1 Die land- und die forstwirtschaftliche sowie die gartenbauliche Nutzung des Bodens sind zulässig, soweit sie nicht durch die folgenden Bestimmungen eingeschränkt werden. 2 Durch die Wahl der Kulturen und die Wahl angepasster Bewirtschaftungsmethoden muss sicherge-

stellt sein, dass jederzeit ein möglichst grosser Anteil des Bodens bewachsen ist.

3 Gebiete, in denen der Grundwasserspiegel hoch liegt oder zeitweise oberirdisch Wasser austritt (Vernässungen, S umpfgebiete) müssen während der Bewirtschaftungsperiode eingezäunt werden. Weidegang ist auf diesen F lächen nicht zulässig. 4 Das Lagern von Holz ist erlaubt. Wenn gelagertes Holz mit Holzschutzmittel behandelt wird, so muss mit baulichen Massnahmen das Versickern und Abschwemmen der Mittel verhindert werden.33

A rt. 15 V erwendung von Düng ern 1 F ür gedüngte Parzellen muss unter Beizug des Landwirtschaftlichen Beratungsdienstes Graubünden

ein dem S tandort angepasster Düngungsplan gemäss den aktuellen Grundlagen für die Düngung im Acker- und F utterbau34 erstellt und dementsprechend gedüngt werden. E ine Kopie des Düngungsplans muss unaufgefordert dem Gemeindevorstand abgeliefert werden. 2 Bei der V erwendung von Düngern sind die V orschriften des Bundesrechts35 und die einschlägigen

R ichtlinien des Bundes36 einzuhalten.

3 F lüssige Hofdünger und R ecyclingdünger dürfen nur ausgebracht werden, wenn ein oberflächliches

Abfliessen zur F assung hin ausgeschlossen ist.

4 In Gebieten, in welchen der Grundwasserspiegel hoch liegt oder in welchen zeitweise oberirdisch Wasser austritt (S umpfgebiete, vernässte S tellen), ist Düngung nicht erlaubt.

A rt. 16 V erwendung von Pflanzens c hutz- und Holzs c hutzmitteln 1 Die V erwendung von chemischen Pflanzenschutzmitteln richtet sich nach den V orschriften des Bun-

desrechts .37

5 2 Bei der V erwendung von Holzschutzmittel sind die bundesrechtlich vorgeschriebenen Massnahmen zu treffen (vgl. Art. 14 Abs. 4).38 3 Pflanzenbehandlungsmittel und Holzschutzmittel sind so sparsam wie möglich einzusetzen. Wenn möglich sollen sie durch Massnahmen ersetzt werden, welche die Umwelt weniger belasten. Bei der Verwendung sind die Hinweise auf der Verpackung sowie das S icherheitsdatenblatt zu beachten.39

B . Nutzungs bes chränkungen und S chutzmas s nahmen in der Zone S 2 A rt. 17 Grunds atz In der Zone S 2 gelten die Vorschriften für die Zone S 3, soweit sie nicht durch die nachfolgenden Bestimmungen verschärft werden.

A rt. 18 B auten und A nlagen

1 Das E rstellen von Bauten und Anlagen aller Art (einschliesslich Abwasseranlagen, Güllengruben,

Mistlager, Verkehrsanlagen, Parkplätzen, Garagenvorplätzen usw.) ist nicht zulässig; die kantonale F achstelle für Gewässerschutz kann aus wichtigen Gründen Ausnahmen gestatten, wenn eine Gefährdung der Trinkwassernutzung ausgeschlossen werden kann.49 A rt. 19 A bwas s eranlagen, A bwas s erents orgung

1 Lässt sich aus gefällstechnischen oder aus anderen zwingenden Gründen nachweislich nicht ver-

meiden, Abwasserleitungen durch die Zone S 2 zu führen, können sie ausnahmsweise bewilligt werden. In solchen F ällen sind S chutzmassnahmen zu treffen, die Leckverluste sofort erkennen lassen und austretende F lüssigkeiten zurückhalten (z.B. Leitungstunnel, Doppelrohre, doppelwandige R ohre). 2 Die V ersickerung von Abwasser ist nicht zulässig.41

A rt. 20 S tras s en

1 Land- und forstwirtschaftliche Wege sind ausnahmsweise zulässig, sofern sie ausschliesslich dem

Anliegerverkehr für Land- und F orstwirtschaft sowie den Belangen der Trinkwasserversorgung dienen. S ie sind mit einem dichten Belag und R andbordüren so zu erstellen, dass alles anfallende Abwasser gesammelt und ausserhalb der S chutzzonen entsorgt werden kann.

Ogi e

2 S trassen, welche aus zwingenden Gründen dem allgemeinen Motorfahrzeugverkehr offen stehen müssen, können ausnahmsweise bewilligt werden, wenn es sich nachweislich nicht vermeiden lässt, sie durch die Zone S 2 zu führen. Dabei sind alle V orkehrungen gemäss den R ichtlinien betreffend Gewässerschutzmassnahmen beim S trassenbau42 zu treffen, die erforderlich sind, um eine Beeinträchtigung der Trinkwassernutzung auszuschliessen. A rt. 21 A nlagen mit was s ergefährdenden F lüs s igkeiten Zulässig sind einzig freistehende Lagerbehälter mit wassergefährdenden F lüssigkeiten, welche ausschliesslich der Wasseraufbereitung dienen, sowie die dazu erforderlichen freistehenden R ohrleitungen und Abfüllstellen. A rt. 22 L and- und fors twirts chaftliche s owie gartenbauliche Nutzung 1 Landwirtschaftliche Intensivkulturen (wie z.B. Obst-, Wein- und Gemüsebau) sowie F amiliengartenanlagen (S chrebergärten) sind nicht zulässig. E rlaubt sind Dauergrünland, Weiden und Ackerfläche (inkl. Kunstwiesen), Obstbaumgärten mit Hochstamm-Kulturen und Kleingärten. E s ist ein möglichst hoher Anteil an Dauergrünland anzustreben. 2 F orstliche Pflanzgärten und Baumschulen sowie R odungen und Kahlschlag sind nicht zulässig.

6

A rt. 23 A us bringen von Düngern Das Ausbringen von flüssigen Hofdüngern (Gülle) und R ecyclingdüngern ist nicht zulässig.43 Als Dünger dürfen Mist, Mineraldünger, feste Dünger und Gründüngung eingesetzt werden.

A rt. 24 V erwendung von Pflanzens chutz - und Holzs chutzmitteln 1 Auf und an Gleisanlagen dürfen Pflanzenschutzmittel nicht verwendet werden." 2 E s dürfen nur Pflanzenschutzmittel verwendet werden, die nicht verboten sind. Das Bundesamt für Landwirtschaft führt ein V erzeichnis der Pflanzenschutzmittel, die in der S chutzzone S 2 nicht verwendet werden dürfen.45 3 Die V erwendung von Holzschutzmitteln sowie die Lagerung von Holz, das mit Holzschutzmitteln be-

handelt worden ist, sind verboten.46 A rt. 25 Grabungen und andere Tätigkeiten Grabungen, welche die schützende Deckschicht nachteilig verändern47, sowie andere Tätigkeiten, die das Trinkwasser quantitativ und qualitativ beeinträchtigen können48, sind nicht zulässig.

C . Nutzungs bes c hränkungen und S c hutzmas s nahmen in der Zone S 1 A rt. 26 Zuläs s ig e Nutzung en 1 In der Zone S 1 sind nur Nutzungen, Bauten und Anlagen zulässig, die der Wassergewinnung die-

nen, sowie die Nutzung als ungedüngte Wiese mit Grasschnitt (mit Liegenlassen des gemähten Grases49) oder als Wald. Weidegang ist nicht zulässig. 2 Die Zone S 1 ist dauerhaft zu markieren und in aller R egel einzuzäunen.

7

III. S trafbes timmung en A rt. 27 Ü bertretungen 1 Widerhandlungen gegen dieses R eglement sowie gegen die gestützt darauf erlassenen V erfügun-

gen werden, soweit sie nicht unter die Gesetzgebung des Bundes5° oder des Kantons fallen, vom Gemeindevorstand mit Busse bis F r. 5'000.— bestraft. Handelt der Täter aus Gewinnsucht, kann das Höchstmass der Busse überschritten werden. 2 Zuständig für V erfolgung und Beurteilung von Widerhandlungen gemäss Abs. 1 ist der Gemeinde-

vorstand. E r ermittelt den S achverhalt und die persönlichen Verhältnisse der Betroffenen. Diese sind vor Ausfällen der Busse anzuhören. 3 Die S trafverfolgung und die S trafe verjähren in drei J ahren.51 4 Die Art. 6 und 7 des Bundesgesetzes über das V erwaltungsstrafrechts (V S tR ) gelten sinngemäss für Widerhandlungen gegen dieses R eglement.

IV . Ü bergangs - und S chlus s bes timmungen A rt. 28 B es tehende B auten und A nlagen 1 Bestehende Anlagen, die nicht den V orschriften dieses R eglements entsprechen, sind bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit, jedoch spätestens innerhalb der in Anhang 2 angegebenen F risten, zu sanieren oder ausser Betrieb zu nehmen. Die erforderlichen Massnahmen ergeben sich aus Anhang 2. 2 Nicht mehr benutzte Anlagen (Abwasserleitungen, Güllebehälter usw.) sind fachgerecht zu entfernen oder ausser Betrieb zu nehmen (reinigen, verfüllen oder dauerhaft verschliessen). Die E ntfernung oder die Ausserbetriebnahme ist dem Gemeindevorstand zu melden. 3 Die Umsetzung der Massnahmen gemäss Anhang 2 ist der Gemeinde zu melden. Der Gemeinde-

vorstand führt eine Liste der noch umzusetzenden Massnahmen gemäss Anhang 2 und aktualisiert diese jährlich.

A rt. 29 B es tehende land- und fors twirts chaftliche s owie gartenbauliche Nutzungen 1 Bestehende land- und forstwirtschaftliche sowie gartenbauliche Nutzungen, welche nicht den Bestimmungen dieses R eglements entsprechen, sind innerhalb der in Anhang 2 angegebenen F risten an das R eglement anzupassen oder allenfalls aufzugeben. 2 Die Umsetzung der Massnahmen gemäss Anhang 2 ist der Gemeinde zu melden. Der Gemeinde-

vorstand führt eine Liste der noch umzusetzenden Massnahmen gemäss Anhang 2 und aktualisiert diese jährlich. A rt. 30 Grundbuchanmerkungen

1 Die E igentumsbeschränkungen nach dem vorliegenden R eglement sind im Grundbuch anzumer-

ken.52 Das Grundbuchamt Prättigau wird beauftragt und ermächtigt, auf den entsprechenden Grundbuchblättern unter dem S tichwort "öffentliche Grundwasserschutzzone der Quellfassung Valbauna, S itenalpwald, R ongg und Guori" diese E igentumsbeschränkungen anzumerken.

2 F olgende Parzellen sind davon ganz oder teilweise betroffen: 460, 462, 467, 471, 472, 1009, 1010, 1020, 1021, 1025, 1026, 1269 3 Dem Grundbuchamt Prättigau wird ein von der R egierung genehmigter S chutzzonenplan samt zuge-

hörigem S chutzzonenreglement abgegeben.

8 A rt. 31 E nts chädigung für E igentums bes chränkungen ' F ür allfällige E ntschädigungen von E igentumsbeschränkungen muss der Inhaber der Wasserfassung aufkommen.53 2 Allfällige E ntschädigungsansprüche werden nach den V orschriften des übergeordneten R echts beur-

teilt.54

A rt. 32 Ü berprüfung der Grundwas s ers chutzzonen 1 Bei wesentlichen neuen E rkenntnissen oder bei wesentlichen neuen gesetzlichen V orschriften lässt

der Inhaber der Wasserfassung von sich aus oder auf Antrag des Gemeindevorstands oder der F achstelle für Gewässerschutz die S chutzzonenpläne und das R eglement überprüfen und wenn notwendig überarbeiten. 2 Bei ungenügender Qualität des Trinkwassers klärt der Inhaber der Grundwasserversorgung die Ur-

sachen ab. Gestützt darauf ordnet der Gemeindevorstand die erforderlichen Massnahmen an. E rweist sich, dass damit keine wesentliche V erbesserung erreicht wird, werden die S chutzzonenpläne und das R eglement überprüft und wenn notwendig überarbeitet. A rt. 33 Inkrafttreten Dieses R eglement und der zugehörige S chutzzonenplan treten mit der Genehmigung durch die R egierung des Kantons Graubünden in Kraft.

V . E rlas s und Genehmigung

24. 4.4020

Ö ffentliche Auflage vom:

bis:

Vom Vorstand der Gemeinde F urna

erlassen am:

Der Gemeindepräsident:

Der Gemeindeschreiber:

Von der R egierung des Kanton Graubünden genehmigt am:

•

Von der R egierung genehmigt gemäss Beschluss vom 15. J Ä H. ZU24 Nr. 2 3/ 2 0 2 4

eer le)f

Namens der R egierung Der Kanzle 'rekt :

Di J on Domenic Parolini

Dan 1 $p.din

10

E ndnoten 'V ersion 1.0 vom 15. J anuar 2014. 2 Anhang 4 Ziff. 12 GS chV. 3 Anhang 4 Ziff. 122-124 GS chV . 4 Wegleitung Grundwasserschutz, BUWAL, 2004. 5 V gl. dazu Art. 48 Abs. 1 GS chG sowie Art. 7 lit. d und Art. 8 KGS chV . 6 Art. 19 Abs. 2 GS chG, Art. 32 GS chV. 7 Gemäss Art. 1 Abs. 2 KGS chV ist das Amt für Umweltschutz kantonale F achstelle für Gewässer-

schutz; infolge mehrfacher Namensänderung heute: Amt für Natur und Umwelt (ANU). 8 Art. 7 lit. d KGS chV . 9 Vgl. dazu Art. 48 Abs. 1 GS chG und Art. 8 KGS chV .

1° Art. 9 f. und 12 KGS chV, Art. 88 KR G, Art. 52 ff. KR VO.

•

11 Insbesondere Art. 6 f., 10 und 23 LMG; Art. 49 ff. LGV ; Art. 3-6 TQMV ; F IV ; Art. 3, 17, 58a ff. und Anhang 2 lit. B HyV . 12 Anhang 2 Ziff. 2 GS chV . 13 R ichtlinie für die Qualitätsüberwachung in der Trinkwasserversorgung und R ichtlinie für die Quali-

tätssicherung in Grundwasserschutzzonen, S VGW, 2005.

14 Bauarbeiten in Grundwasserschutzzonen (Zonen S ), Merkblatt, ANU, 2009. 15 Anhang 4 Ziff. 221 Abs. 1 lit. a GS chV . 16 Baulicher Umweltschutz in der Landwirtschaft, BAF U und BLW 2011, S tand Mai 2012, vgl. Art. 15

Abs. 1 GS chG.

17 Anhang 4 Ziff. 221 Abs. 1 lit. b GS chV . 18 R ichtlinie für die V erwertung mineralischer Bauabfälle, BAF U, 2006, Ziff. 5-11, S . 22. 19 V gl. Art. 15 Abs. 1 GS chG. 20 R ichtlinie Dichtheitsprüfungen an Abwasseranlagen, VS A, 2002; S IA-Norm 190, Ausgabe 2000, Ka-

•

nalisationen (Ziff. 6) und S IA-Norm 190.203 (E N 1610: 1997), V erlegung und Prüfung von Abwasserleitungen und -kanälen, 1998; Durchführung von Dichekeitsprüfungen bei Behältern von privaten Abwasseranlagen, Merkblatt AM017, ANU, 2011. 21 Anhang 4 Ziff. 221 Abs. 1 lit. c GS chV . 22 Anhang 2.6 Ziff. 3.3.1 Abs. 4 und Ziff. 5.2 Abs. 1 C hemR R V . 23 Art. 46 Abs. 4 S ignalisationsverordnung (S S V ) vom 5. S eptember 1979 (S R 741.21) 24 Anhang 4 Ziff. 221 Abs. 1 lit. c GS chV. 25 Art. 22 GS chG, Art. 32a und Anhang 4 Ziff. 221 Abs. 1 lit. e— i GS chV sowie Ü bergangsbestimmung zur Ä nderung der GS chV vom 18. Oktober 2006. 26 Anhang 4 Ziff. 221 Abs. 1 lit. h GS chV . 27 Anhang 4 Ziff. 221 Abs. 1 lit. f GS chV . 28 Anhang 4 Ziff. 221 Abs. 1 lit. d GS chV. 29 Art. 44 Abs. 2 lit. a GS chG. 30 Art. 30 und Anhang 2 Ziff. 1 Abs. 1 TV A. 31 Art. 43 lit. a TV A. 32 Art. 25 Abs. 2 und Anhang 7 Ziff. 11 V TNP. 33 Anhang 2.4 Ziff. 1.4 Abs. 2 C hemR R V .

11

34 Grundlagen für die Düngung im Acker- und F utterbau (GR UDAF 2009), AC W und AR T, 2009. 36 Anhang 2.6 Ziff. 3 C hemR R V. 36 Nährstoffe und Verwendung von Düngern in der Landwirtschaft, BAF U und BLW, 2012. 37 Insbesondere Art. 28 US G, Art. 70-72 C hemV , Anhang 2.5 C hemR R V , Art. 61 und 63 PS MV . 38 Insbesondere Art. 28 US G, Art. 70-72 C hemV , Anhang 2.4 Ziff. 1.4 Abs. 2 C hemR R V . 38 Insbesondere Art. 28 Abs. 2 US G, Art. 8 C hemG, Art. 70 Abs. 2 und Art. 71 C hemV . 48 Anhang 4 Ziff. 222 Abs. 1 lit. a GS chV . 41 Anhang 4 Ziff. 222 Abs. 1 lit. c GS chV . 42 Wegleitung Gewässerschutz bei der E ntwässerung von Verkehrsanlagen, BUWAL, 2002. 43 Anhang 2.6 Ziff. 3.3.1 Abs. 2 C hemR R V . Anhang 2.6 Ziff. 3.3.2 Abs. 1 C hemR R V sieht eine Aus-

nahme von diesem Verbot vor. Ausnahmen können nur in ganz seltenen F ällen, nach aufwendigen Untersuchungen, gewährt werden. Wird eine Ausnahme angestrebt, ist mit dem ANU vorab abzuklären, ob eine solche grundsätzlich in F rage kommt.

4111)

44 Anhang 2.5 Ziff. 1.1 Abs. 1 lit. g C hemR R V . 46 Art. 68 Abs. 1 und 3 PS MV. Die aktuelle Liste "Anwendungsverbote für Pflanzenschutzmittel in der

Grundwasserschutzzone S 2" ist auf der Homepage des BLW zu finden (www.blw.admin.ch > Themen > Pflanzenschutz > Pflanzenschutzmittel > Information zuhanden der Anwender). 46 Anhang 2.4 Ziff. 1.4 Abs. 1 C hemR R V . 47 Anhang 4 Ziff. 222 Abs. 1 lit. b GS chV. 48 Anhang 4 Ziff. 222 Abs. 1 lit. d GS chV. 49 Anhang 2.6 Ziff. 3.3.1 Abs. 1 lit. e C hemR R V . 68 V gl. Art. 70 Abs. 1 lit. a, b und g und Abs. 2 GS chG; Art. 71 GS chG; Art. 60 Abs. 1 lit. d, e und m

und Abs. 2 US G; Art. 61 Abs. 1 lit. e und g und Abs. 2 und 3 US G; Art. 234 S tGB. 51 Art. 109 S tGB.

52 Art. 27 Abs. 1 der Kantonalen Grundbuchverordnung (KGBV) vom 4. Oktober 1995 (BR 217.100). 63 Art. 20 Abs. 2 lit. c GS chG. 64 Art. 26 Abs. 1 KGS chG mit V erweis auf die kantonale R aumplanungsgesetzgebung (heute Art. 98 KR G).

Ber. Nr. 6406

A nhang 6-A l

A nhang 1 zum S chutzzonenreglement1 G es etzlic he G rundlag en Verbindlich sind die jeweils aktuellen E rlasse. Umwelt- und Gewäs s ers c hutzges etzgebung

•

B und C hemR R V V erordnung zur R eduktion von R isiken beim Umgang mit bestimmten besonders gefährlichen S toffen, Zubereitungen und Gegenständen (C hemikalien-R isikoreduktions-Verordnung) vom 18. Mai 2005 (S R 814.81): Art. 3 und 20, Anhänge 2.4, 2.5, 2.6. Verordnung über den S chutz vor gefährlichen S toffen und Zubereitungen (C hemikalienC hemV verordnung) vom 5. J uni 2015 (S R 813.11): Art. 1 Abs. 2, Art. 55-57, Art. 61 f., Art. 67. Bundesgesetz über den S chutz der Gewässer (Gewässerschutzgesetz) vom 24. J anuar GS chG 1991 (S R 814.20): Art. 3, 3a, 6, 19, 20, 43 und 44 Abs. 2 lit. a, 70 und 71. GS chV Gewässerschutzverordnung vom 28. Oktober 1998 (S R 814.201): Art. 29, Art. 31 f., Anhang 2, Ziff. 2 sowie Anhang 4 Ziff. 12 und 22. PS MV V erordnung über das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln (Pflanzenschutzmittelverordnung) vom 12. Mai 2010 (S R 916.161): Art. 61, Art. 63, Art. 65, Art. 68 Abs. 13. WE A Verordnung über die Vermeidung und die E ntsorgung von Abfällen vom 4. Dezember 2015 (S R 814.600): Art. 36 und Anhang 2 Ziff. 1 US G Bundesgesetz über den Umweltschutz (Umweltschutzgesetz) vom 7. Oktober 1983 (S R 814.01): Art. 28, Art. 60 f. VTNP Verordnung über die E ntsorgung von tierischen Nebenprodukten vom 25. Mai 2011 (S R 916.441.22): Art. 25 Abs. 2 und Anhang 7 Ziff. 11. K anton KGS chG E inführungsgesetz zum Bundesgesetz über den S chutz der Gewässer (Kantonales Gewässerschutzgesetz) vom 8. J uni 1997 (BR 815.100): Art. 2, Art. 24-26. KGS chV Verordnung zum E inführungsgesetz zum Bundesgesetz über den S chutz der Gewässer (Kantonale Gewässerschutzverordnung) vom 27. J anuar 1997 (BR 815.200): Art. 1 Abs. 2, Art. 7 lit. d, Art. 8-12. L ebens mittelges etzgebung B und HyV LMG LGV TBDV

A ndere B und S tGB WaG WaV

Hygieneverordnung des E DI über die Hygiene beim Umgang mit Lebensmitteln vom 16. Dezember 2016 (S R 817.024.1): Art. 16, Art. 66 ff. Bundesgesetz über Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände (Lebensmittelgesetz) vom 20. J uni 2014 (S R 817.0): Art. 7, Art. 10, Art. 26. Lebensmittel- und Gebrauchsgegenständeverordnung vom 16. Dezember 2016 (S R 817.02): Art. 8 f., Art. 73 ff. Verordnung des E DI über Trinkwasser sowie Wasser in öffentlich zugänglichen Bädern und Duschanlagen vom 16. Dezember 2016 (S R 817.022.11): Art. 3-6 und Anhang 13.

S chweizerisches S trafgesetzbuch vom 21. Dezember 1937 (S R 311.0): Art. 109 und Art. 234. Bundesgesetz über den Wald vom 4. Oktober 1991 (S R 921.0): Art. 18. V erordnung über den Wald (Waldverordnung) vom 30. November 1992 (S R 921.01): Art. 25. 1

Ber. Nr. 6406

K anton KR G KR VO

A nhang 6-A 1

R aumplanungsgesetz für den Kanton Graubünden vom 6. Dezember 2004 (BR 801.100): Art. 98. R aumplanungsverordnung für den Kanton Graubünden vom 24. Mai 2005 (BR 801.110).

V ollzugs hilfen (Wegleitungen, R ic htlinien, Merkblätter us w.) und Normen -

ANU 2017: Weisung über die Bewirtschaftung von Bauabfällen, Weisung Nr. BW001, Amt für Natur und Umwelt Graubünden.

-

ANU 2011: Durchführung von Dichtigkeitsprüfungen bei Behältern von privaten Abwasseranlagen, Merkblatt AM017, Amt für Natur und Umwelt Graubünden. ANU 2009: Bauarbeiten in Grundwasserschutzzonen (Zonen S ), Merkblatt UM012, Amt für Natur und Umwelt Graubünden.

-

BAF U 2006: R ichtlinie für die V erwertung mineralischer Bauabfälle, Umwelt-Vollzug Nr. 0631, Bundesamt für Umwelt, Bern.

-

BAF U und BLW 2012: Nährstoffe und V erwendung von Düngern in der Landwirtschaft. E in Modul der V ollzugshilfe Umwelt in der Landwirtschaft, Umwelt-V ollzug Nr. 1225, Bundesamt für Umwelt und Bundesamt für Landwirtschaft, Bern.

-

BAF U und BLW 2011: Baulicher Umweltschutz in der Landwirtschaft. E in Modul der V ollzugshilfe Umwelt in der Landwirtschaft, Umwelt-Vollzug Nr. 1101, S tand Mai 2012, Bundesamt für Umwelt und Bundesamt für Landwirtschaft, Bern. BUWAL 2004 (heute BAF U): Wegleitung Grundwasserschutz, V ollzug Umwelt Nr. 2508, Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft BUWAL, Bern. BUWAL 2002 (heute BAF U): Wegleitung Gewässerschutz bei der E ntwässerung von V erkehrswegen, Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft BUWAL, Bern.

-

S IA-Norm 190, Ausgabe 2017: Kanalisationen, S chweizerischer Ingenieur- und Architektenverein.

-

S IA-Norm 190.203 Ausgabe 2015: E inbau und Prüfung von Abwasserleitungen und -kanälen, S chweizerischer Ingenieur- und Architektenverein. S V GW 2005: R ichtlinie für die Qualitätsüberwachung in der Trinkwasserversorgung, S chweizerischer Verein des Gas- und Wasserfaches.

-

(I)

S V GW 2005: R ichtlinie für die Qualitätssicherung in Grundwasserschutzzonen, S chweizerischer Verein des Gas- und Wasserfaches. VS A 2002: R ichtlinie Dichtheitsprüfungen an Abwasseranlagen, Verband S chweizer Abwasserund Gewässerschutzfachleute. WBF 2017: Grundlagen für die Düngung landwirtschaftlicher Kulturen in der S chweiz (GR UD 2017), F orschungsanstalt Agroscope.

E ndnoten 1 V ersion 1.2 vom 8. August 2018

2

Ber. Nr. 6406

Anhang 6-A2

A nhang 2 zum S c hutzzonenreg lementi

Mas s nahmen bei bes tehenden B auten und A nlag en s owie bes tehenden Nutzung en, die nic ht dem S c hutzzonenreg lement ents prec hen

Quellen V albauna Mas s nahmen in der Zone S 3 Bestehende Baute, Anlage oder Nutzung

Parzelle Nr.

Massnahmen

Keine

1009 1010

Keine

F rist (ab Inkrafttreten des R eglements) bzw. Häufigkeit

Wer hat ' ZustänMassdigkeit nahme (Kontrolle durch zu und V ollführen? zug) E igentilGemeinde mer bzw. Inhaber

F rist (ab Inkrafttreten des R eglements) bzw. Häufigkeit

ZustänWer hat Massdigkeit . (Konnahme trolle durch zu und V ollführen? zug)

Mas s nahmen in der Zone S 2 Bestehende Baute, Anlage oder Nutzung

Parzelle Nr.

Massnahmen

Keine

1009

Keine

Mas s nahmen in der Zone S 1 Bestehende Baute, Anlage oder Nutzung

Parzelle Nr.

Massnahmen

F rist (ab InkraftWer hat treten des R egMasslements) oder ' nahme Häufigkeit? durch zu führen

F assungsbereich

1009

Zone S 1 temporär einzäunen

Ab nächster Weidesaison; danach jährlich vor dem S tart der Weidesaison

E igentilmer der F assung

Zuständigkeit (Kontrolle und V ollzug Gemeinde

Anhang 6-A2 Quellen S itenalpwald Mas s nahmen in der Zone S 3 B es tehende B aute, A nlage oder Nutzung

Parzelle Nr.

Mas s nahmen

Keine

1009 1010

Keine

F ris t (ab Inkrafttreten des R eglements ) bzw. Häufigkeit

Wer hat Mas s nahme durch zu führen? E igentümer bzw. Inhaber

Zus tändigkeit (K ontrolle und Vollzug) Gemeinde

Mas s nahmen in der Zone S 2 B es tehende B aute, A nlage oder Nutzung

Parzelte Nr.

Mas s nahmen

Keine

1009 1010

Keine

F ris t (ab Inkraft- 1 Wer hat treten des R egMas s nahme lements ) bzw. Häufigkeit durch zu führen?

Zus tändigkeit (K ontrolle und Vollzug)

Zus tändigkeit (K ontrolle und V ollzug Gemeinde

Mas s nahmen in der Zone S 1 B es tehende B aute, A nlage oder Nutzung

Parzelle Nr.

Mas s nahmen

F ris t (ab Inkrafttreten des R eglements ) oder Häufigkeit?

Wer hat Mas s nahme durch zu führen

F assungsbereich

1009 1010

Zone S 1 temporär einzäunen

Ab nächster Weidesaison; danach jährlich vor dem S tart der Weidesaison

E igentümer der F assung

Anhang 6-A2 Quellen R ongg Mas s nahmen in der Zone S 3 Bestehende Baute, Anlage oder Nutzung

Parzelle Nr.

Massnahmen

Keine

1009 1020 1021 1025 1026

Keine

F rist (ab Inkrafttreten des R eglements) bzw. Häufigkeit

Wer hat Massnahme durch zu führen? E igentümer bzw. Inhaber

Zuständigkeit (Kontrolle und V ollzug) Gemeinde

Mas s nahmen in der Zone S 2 Bestehende Baute, Anlage oder Nutzung

Parzelle Nr.

Massnahmen

Keine

1020 1021 1025 1026

Keine

F rist (ab Inkrafttreten des R eglements) bzw. Häufigkeit

Wer hat Massnahme durch zu führen?

Zuständigkeit (Kontrolle und V ollzug)

Zuständigkeit (Kontrolle und V ollzug Gemeinde

Mas s nahmen in der Zone S 1

•

Bestehende Baute, Anlage oder Nutzung

Parzelle Nr.

Massnahmen

F rist (ab Inkrafttreten des R eglements) oder Häufigkeit?

Wer hat Massnahme durch zu führen

F assungsbereich

1025

Zone S 1 temporär einzäunen

Ab nächster Weidesaison; danach jährlich vor dem S tart der Weidesaison

E igentümer der F assung

Anhang 6- A2 Q u e lle n G u o ri Ma s s n a h m e n in d e r Z o n e S 3 S kipisten

462 467 472 1269

Bestehenden Interventionsplan anpassen (Anhang 3 zum S chutzzonenreglement)

Innert J ahresfrist

E igentümer bzw. Inhaber

E igentümer und Gemeinde

Z uständigkeit ( K ontrolle und V ollzug) Gemeinde

Ma s s n a h m e n in d e r Z o n e S 2 Bestehende Baute, Anlage oder Nutzung

Parzelle Nr.

Massnahmen

Frist ( ab Inkrafttreten des Reglements) bzw. Häufigkeit

Wer hat Massnahme durch zu führen?

Mistdüngung

462 467

Mistaustragverbot

Ab sofort

E igentümer bzw. Inhaber

S kipisten

462 467

Bestehenden Interventionsplan anpassen (Anhang 3 zum S chutzzonenreglement)

Innert J ahresfrist

E igentümer bzw. Inhaber

E igentümer und Gemeinde

Z uständigkeit ( K ontrolle und V ollzug Gemeinde

Ma s s n a h m e n in d e r Z o n e S 1 Bestehende Baute, Anlage oder Nutzung

Parzelle Nr.

Massnahmen

Frist ( ab Inkrafttreten des Reglements) oder Häufig keit?

Wer hat Massnahme durch zu führen

F assungsbereich

467

Zone S 1 temporär einzäunen

Ab nächster Weidesaison; danach jährlich vor dem S tart der Weidesaison

E igentümer der F assung

Neufassung

5 J ahre

E rneuerung Brunnenstuben

5 J ahre

Ber. Nr. 6406

Anhang 6-A3 E NTWUR F

A nhang 3 zum S chutzzonenreglement

B ergbahnen Grüs ch Danus a A G

Nach Genehmigung A NU und R egierung s ind die noch feh­ lenden A ngaben einzufügen

T rinkwas servers orgung für das B ergres taurant S chwänzelegg

Quellen Guori

Interventions plan für S törfälle im S kigebiet der B ergbahnen Grüsch Danus a A G

1.

Geltungs bereich

1.1 B etroffenes Gebiet In der Beilage 1 (S ituation 1:2'000), einem Ausschnitt des Generellen E rschlies ­ sungsplanes, sind die Quellfassungen Guori, mit den zugehörigen Grundund Quellschutzzonen (detaillierte S chutzzonenausscheidung mit Genehmi­ gung durch die Gemeinde / R egierung vom ? ? ? ? [anpassen]) sowie bestehen­ den und geplante Bauten ersichtlich. 1.2 B etroffene Pers onen Alle im Gebiet gemäss Punkt 1.1 regelmässig oder temporär tätigen Personen (ins ­ besondere Mitarbeiter der Bergbahngesellschaft Bergbahnen Grüsch Da­ nusa AG, Gemeindeangestellte, Dritte welche mit Arbeiten in diesem Areal beauftragt werden) sind durch persönliche Instruktion und durch Anschlag in der Pistenfahrzeug-Garage S chwänzelegg auf diese V orschriften aufmerk­ sam zu machen. 2.

Quells chutzmas s nahmen Die vorbeugenden Massnahmen in den Quellschutzzonen in Bezug auf die land­ wirtschaftliche Nutzung im S ommer, den E insatz von Maschinen und die Be­ schaffenheit der Hydrauliköle und S chmiermittel sind im ausführlichen S chutzzonenreglement vom ? ? ? [anpassen] aufgeführt, welches sämtlichen regelmässigen Nutzern des Gebietes abgegeben worden ist. F ür die Beschneiung der innerhalb der Grund- und Quellschutzzonen liegenden Pisten­ flächen dürfen keine Kristallisationsadditive verwendet werden.

3.

V orbeugende Mas snahmen

3.1 Mas chineneins atz in den Quells chutzzonen Anzahl und Dauer der E insätze von F ahrzeugen und motorisierten Geräten in den Quellschutzzonen sind zu minimieren. Bei längeren Arbeitsunterbrüchen, mindestens aber während der Nacht sind F ahrzeuge ausserhalb der Quellschutzzonen abzustellen. Bei der Planung von Bauarbeiten in den Quellschutzzonen sind projektspezifisch vor­ beugende Massnahmen zum qualitativen und quantitativen S chutz der Quellen zu for­ mulieren.

3.2 B eschaffenheit der einges etzten Hydrauliköle und S chmiermittel Bei allen in den Quellschutzzonen eingesetzten Maschinen sind nur biologisch rasch abbaubare Hydrauliköle und S chmiermittel zu verwenden (z.B. Motorex Oekosynt und Motorex Plantogel). E rziehungs-, K ultur- und Umweltschutzdepartement Dipartimento dell'educazione, cultura e protezione dell’ambiente Departament d'educaziun, cultura e protecziun da l’ambient

2

S ämtliche Maschinen dürfen keine S chmiermittel- und Treibstoffverluste aufweisen. Die Maschinen sind täglich zu kontrollieren. 4.

Ö lwehrausrüs tung Bei allen Arbeiten mit F ahrzeugen und Geräten (mit mineralischen Betriebs-, S chmier­ oder Hydraulikflüssigkeiten), welche in den Quellschutzzonen eingesetzt werden, ist fol­ gende Ö lwehr-Mindestausrüstung griffbereit zu halten:

• Pistenpräparierungsmaschinen, landwirtschaftliche F ahrzeuge 1 S ack Bindemittel + 1 Ö l-Auffangplane (permanent mitgeführt auf dem F ahr­ zeug)

• Auf Baustellen: 2 S äcke Bindemittel + 1 Ö l-Auffangplane oder die Bindemittel werden griffbereit in einer R emise oberhalb der Quellen gelagert. 5.

V orgehen bei S törfällen mit wass ergefährdenden F lüs s igkeiten Beim Leckschlagen von Tanks oder S chläuchen mit mineralischen Betriebs-, S chmier­ oder Hydraulikflüssigkeiten oder beim Auslaufen anderer wassergefährdenden F lüssig­ keiten sind schnell und sachgemäss eingeleitete S ofortmassnahmen von grosser Be­ deutung.

A

S ofortmas s nahmen

1.

S ofortiges Anbringen der Plane um die austretende F lüssigkeit aufzufangen

2.

Abdichten der Leckstelle

3.

Ausbringen von Bindemittel auf die verschmutzten S tellen

4.

Alarmierung der Wasserversorgung der B ergbahnen Grüsch Danus a A G, bzw. des B ergres taurants S chwänzelegg:

S törfall Quellgebiet Guori

4.1

Intern B ergbahnen Grüs ch Danus a A G: Techn. Leiter Tel. 079 446 63 65 oder Direktor Tel. 076 575 36 11 anrufen und Bergrestaurant S chwänzelegg Hauswart Tel. 079 777 88 77

5.

Der V erantwortliche der Wasserversorgung der Bergbahnen Grüsch Danusa AG entscheidet an Ort und S telle ob und wenn ja welche der Quellfassungen vom Netz getrennt werden müssen.

B

F olgemass nahmen

6.

Mit einer wassergefährdenden F lüssigkeit verschmutzter S chnee ist aufzunehmen und in geeigneter F orm zu entsorgen.

7.

8.

S ofern wassergefährdende F lüssigkeit (direkt auf den Boden gelangt oder durch die S chneedecke) im Boden versickert ist, wird das Wasser der Quel­ len Guori (z.B. durch Ziehen des Ü berlaufrohres im Quellschacht) vom V er­ antwortlichen der Bergbahnen Grüsch Danusa AG vom Netz getrennt. E s sind Massnahmen zu treffen, dass das Quellwasser im Gelände keine S chä­ den anrichtet (Pistenbeschädigung, E rosion).

Defekte F ahrzeuge sind, nach geeigneten S ofortreparaturen, umgehend aus der betroffenen Grund- und Quellschutzzone wegzufahren /-schleppen.

3 9.

Nach einem temporären Abtrennen der Quellfassungen vom Wassernetz dürfen diese erst nach einer Beurteilung der S ituation durch einen F achmann und nach V orliegen einwandfreier Wasseranalysen wieder genutzt werden.

B eilagen:

• S ituation 1:2'000, Interventionsplan Bergbahnen Grüsch Danusa AG.

403

402 466

408

1008

.409

407

Guori

469 470

201’500

S chwänze

201’500

>4671

428

471 460

Güter 468

'1270

.1269’

1781 -201’250'

201’250

585.

1281, 472

L egende

Bonanomi A G Geologische Beratungen

O

Quelle

□

Brunnenstube F assungsleitung

Detaillierte S chutzzonen praktische Umgrenzung i Zone S 1

Amtliche V ermessung

Parzellengrenze

Zone S 2

Gewässer

Zone S 3

Hoch- / F lachmoor

Projekt

V adelsweg 2A

T el.: 079 438 22 28

Projekt: Detaillierte S chutzzonen Gemeinde F uma

projektierte S kipiste

« wi projektierte S esselbahn

7206 Igis

N

S chutzzonenreglement Anhang 3 Interventions plan Quellen Guori

E -Mail: bonanomi@ alpingeologie.ch

Massstab:

1 : 2'000

Bericht:

6406

Datum:

28.02.2018

Plangrösse: Beilage:

A3 1