Überbauungsplan Wiesen
Special-use plan · St. Gallen
Document
- Number
- 1961-0161
- Kind
- Special-use plan
- Commune
- St. Gallen
- Canton
- St. Gallen
- Level
- Communal
- Authority
- Gemeindeverwaltung
- Approved
- May 25, 1961
- In force since
- May 25, 1961
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GenehmigungsverfügungOpen in a new tab
Text
Genehmigungsverfügung
BAUDEPARTEMENT TELEFON
(071)2288 24
DES
KANTONS ST.GALLEN RORSCHACHERSTRASSE 28
ST.GALLEN,
den 25. Mai 1961
An die Bauverwaltung der Stadt St.Gallen Amtshaus, Neugasse St. Gallen
Betr. Ueberbauungsplan Wiesen, St.Gallen. In der Beilage senden wir Ihnen den mit dem Genehmigungsvermerk versehenen Ueberbauungsplan Wiesen nebst besonderen Bauvorschriften. Bei dieser Gelegenheit gestatten wir uns, auf folgendes hinzuweisen: Die Ueberbauungspläne stellen rechtsverbindliche öffentlichrechtliche Eigentumsbeschränkungen dar. In die Pläne soll deshalb nur eingezeichnet werden, was Zwingende Vorschrift sein soll und was mit verbindlicher Wirkung angeordnet werden kann. PUr die verbindliche Pestlegung der künftigen Parzellierung des Planungsgebietes fehlt sowohl die gesetzliche Grundlage wie -auch ein stichhaltiges öffentliches Interesse. Wünscht die Gemeinde ein bestimmtes Grundstück für einen öffentlichen Kindergarten zu reservieren, so ist der betreffende Boden der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen zuzuweisen. Ist hingegen - wie im vorliegenden all - keine rechtsverbindliche Baubeschränkung, sondern lediglich eine unverbindliche Anregung gedacht, so soll, um Missverständnisse zu vermeiden, von der Eintragung "Kindergarten" oder dergleichen abgesehen werden. Analog liegen die Verhältnisse bei den schwarz eingezeichneten Häusergrundrissen, die nach den Erklärungen des
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Stadtbaumeister lediglich Beispiele einer möglichen Ueberbauung darstellen sollen. Auch auf sie sollte in zukünftigen Pällen im Interesse der Klarheit des verbindlichen Ueberbauungsplanes verzichtet werden. Mit den roten gestrichelten Linien ist hingegen beabsichtigt, Lage und Stellung der Neubauten verbindlich vorzuschreiben. Unseres Erachtens sind - ohne den öffentlichen Interessen Abbruch zu tun freiheitlichere, der privaten Initiative und dem architektonischen Gestaltungsbedürfnis grössere Beweglichkeit gewährende Planungen möglich und vorzuziehen. Nachdem indessen im vorliegenden besonderen Pall das vom Ueberbauungsplan erfasste Gebiet im Eigentum der Stadt St.Gallen steht, liegt kein Anlass vor, die Genehmigung der weitgehenden. Eigentumsbeschränkung abzulehnen. Mit vorzüglicher Hochachtung Baudeparte des Kantons . Gallen Der Regi rungsrat: A
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besondere Vorschriften
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Entwurf doo Staàtratea vom 29 .Novombor I960-
B esondere V o r s c h rif te n zum Ueherb au u n g sn lan "Auf Wiesen"
(vom
13. Dez. 1960 )
G e s tü tz t a u f A rt. 2 und A r t. 73 f f d e r Bauordnung d e r S ta d t S t.G a lle n vom 2%. F eb ru ar I 923 e r l ä s s t d e r G em einderat f ü r d ie U eberbaunng des G eb ietes "Auf Wiesen" an d e r S p e ic h e r s tr a s s e fo lg en d e Vor s c h rifte n : A rt. 1 G eltungs b e re ic h
D ie V o r s c h rif te n g e lte n f ü r das im U eberbauungsplan 1:1000 schwarz um randete G ebiet "Auf W iesen". Sow eit d ie s e V o rs c h rifte n k e in e R egelung e n th a lte n , fin d e n d ie Be stimmungen d e r g e lte n d e n s tä d tis c h e n Bauordnung Anwendung.
A r t. Gesamt w irkung
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2
D ie B auten s in d d e r a r t i n ih r e b a u lic h e und la n d s c h a f tlic h e Umge bung ein zu fü g en , d ass e in e ä s t h e t i s c h b e frie d ig e n d e Gesamtwirkung e r z i e l t w ird .
A r t. 3 A rt d e r Bebauung
Wo k e in e M a rk ie ru n g slin ie n m it e in g e tra g e n e r G eschosszahl b e s te h e n , d ü rfe n n u r E in fa m ilie n h ä u se r m it h ö c h ste n s zwei G eschossen e r s t e l l t w erden. Das U n terg esch o ss z ä h l t a l s G eschoss, wenn es Wohn- und A rbeitsräum e e n t h ä lt. D ie schw arzen Z if f e r n im schwarzen Ring b ezeich n en d ie z u lä s s ig e G esch o sszah l, in b e g r if f e n das E rdgeschoss. Die m it G b ezeich n e te n F lä chen s in d f ü r Garagen v o rg eseh en .
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2 -
A rt. 4 B e g r iff d e r M arkierungs lin ie
D ie im P lan g e s t r i c h e l t e in g e tra g e n e n , 'ool&'arawn, L in ie n s in d Mar k ie r u n g s lin ie n . N eubauten haben d ie d u rch d ie M a rk ie ru n g slin ie n b e z e ic h n e te Lage und S te llu n g einzunehmen. F ü r den G rundriss und d ie F läch en ausdehnung d e r B auten s in d d ie M a rk ie ru n g slim e n rich tu n g g eb en d .
A rt. 5 H auptbaulin ie n
Wo b la u e H au p tb a u lin ie n e in g e z e ic h n e t s in d , müssen d ie B auten an d ie s e lb e n g e s t e l l t w erden.
A r t .' 6 >
B o te , g ö o tr i o h o l-t o B a u lin ie n
Wo r o t e , geo t r i oho 1 te B a u lin ie n e in g e z e ic h n e t s in d , müssen d ie B auten an o d er zw ischen d ie s e lb e n g e s t e l l t w erden.
A rt. 7 S te llu n g d e r B auten
D ie R ich tu n g d e r Längsausdehnung d e r Hauptgebäude h a t d e r v o rg e sc h rie b e n e n F i r s t r i c h t u n g zu e n tsp re c h e n .
A rt. 8 Bebauung b e id s e its d e r S tr a s sen A + B
Der G renzabstand an d e r n o r d ö s tlic h e n Grenze b e t r ä g t 3 »0
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(^e i‘
sü d w e stlic h e n Grenze 9 ,0 m, d e r G ebäudeabstand 12,0 m. I s t e in e G ebäudefassade lä n g e r a l s 1 2 ,0 m, w obei ein g e sc h o ssig e Anbauten e in g e re c h n e t w erden, so erh ö h t s ic h d e r e in z u h a lte n d e n o rd ö s t l i c h e G renzabstand um 1 /3 d e r Mehrlange % e r muss jedoch n ic h t mehr a ls 7 ,0 m b e tra g e n .
Arb. 9. Garagen
Vor je d e r Garage i s t a u f p riv atem Grund e in e A b s te llf lä c h e von m in. 5 ,5 m Länge v o rzu seh en . D ie Neigung d e r Z ufahrtsram pe s o l l 10 jo n ic h t ü b e r s te ig e n . F re is te h e n d e Garagen ü b e r T e r r a in s in d u n z u lä s s ig .
Auf den P a r z e lle n s ü d ö s tlic h d e r S tr a s s e A d ü rfen n ie d r i g e , ein g e s c h o s sig e G arageanbauten an d ie N-O-Grenze g e s t e l l t w erden. S o fern d ie s d e r F a l l i s t , d a r f d e r N achbar e in e E in z e l- o d er D oppelgarage anbauen. Garagen a l s U n te rk e lle ru n g am Hang s in d z u lä s s ig ; f ü r d ie s e b e t r ä g t d e r G renzabstand 5 ,0 m. B ei g le ic h z e iti g e r E rric h tu n g können a l s U n te rk e lle ru n g am Hang e r s t e l l t e E in z e l- od er D oppelgaragen a u f d e r Grenze zusammengebaut w erden.
A rt. 10 Dachge s ta l tu n g
Die H auptbaukörper s in d m it S a tte ld ä c h e rn ein zudecken. Deren N ei gung h a t zw ischen 19° und $0° zu b e tra g e n . S ie s in d m it b rau n en g o b ie rte n Z ie g e ln ein zu d eck en . O berkante Traufhöhe d a r f maximal 50 cm ü b e r d e r o b e rs te n Decke lie g e n .
A rt. 11 Dach aushau
Der Ausbau des D achgeschosses i s t g e s t a t t e t . D ie zusammengerech n e te F ro n tlä n g e a l l e r D achausbauten d a r f n ic h t mehr a l s I / 4 d e r e n ts p re chenden F assad en län g e b e tra g e n . D ie B r e ite d e r e in z e ln e n Gauben i s t a u f 1 ,5 m b e s c h rä n k t.
A rt. 12 T e rr a in g e s ta ltu n g
G rö ssere T errain ab g rab u n g en o d er -a u fs c h ü ttu n g e n , sowie D if f e r e n z - und Grenzmauem, d eren s ic h tb a r e Höhe 1 ,0 m ü b e r s t e i g t , s in d b e w illig u n g s p f lic h tig . D ie B ew illig u n g i s t zu v e rw e ig e rn , wenn d as L a n d s c h a fts b ild o d er d ie V e rk e h rsü b e rsic h t b e e i n t r ä c h t i g t würden.
A r t. 15 E in frie dungen
E in fried u n g en s in d so an zu leg en und zu g e s ta l te n , d a ss s i e s ic h g u t i n das G esam tbild e in fü g e n .
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4 -
D iese V o r s c h rif te n erw achsen m it Genehmigung d u rch das k an to n a le B audepartem ent i n R e c h ts k ra f t.
S t . G allen , den 1 3 . DOZ. 1960 Im Namen des Gem einderates Der P r ä s id e n t;
Z . /7. Der S ta d ts c h r e ib e r :
Vom Baudepartement des Kantons St.Gallen g e n e h m i g t sa
2 4, Mai Der Regie